07.09.11
15:33 Uhr

Nachrufe auf Steve Jobs?

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„We´ll see what happens, when I no longer exist.“ Mit diesen Worten schließt ein „Steve  Jobs Tribute“, welches die besonderen Fähigkeiten und visionären Eigenschaften von Steve Jobs musikalisch beschreibt, der sich krankheitsbedingt mehr und mehr aus dem operativen Geschäft von Apple zurückziehen muss. Diese Schlussworte machen aus dem Fan-Video mehr als eine Hommage. Es wirkt auf mich wie ein Nachruf zu Lebzeiten. Und auch Amir Kassaei glaubt, dass Steve Jobs nicht mehr lange zu leben hat. Ich hoffe (und ich weiß auch, dass Amir selbst hofft), dass er mit seinen Einschätzungen falsch liegt.

Steve Jobs ist immer einer gewesen, der nichts dem Zufall überlassen hat, der auch seinen Abgang genau geplant hat, und zwar seit dem Moment seit dem er wusste, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Das ist zumindest mein Gefühl[..]

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12 Kommentare

  1. Nico

    Ich behaupte: Steve Jobs ist nicht hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten…

  2. Rainer

    Und wenn, dieser Personenkult einerseits und der iKult andererseits sind nur lächerlich. Nix gegen Leistungen, die man honorieren darf und sollte. Aber eine Halbreligion daraus zu machen ist nur albern.

    Etwas (mehr) soziales Engagement wäre mal was wirklich Bemerkenswertes, oder?
    siehe: zeit.de/wirtschaft/u...

  3. Oliver Bergauer

    Tja, Rainer, aber dieser Kult hat marketingtechnisch funktioniert.

  4. Rainer

    So wie Mao-Kult, Fidel-Kult … funktionier(t)en auch in bestimmten Personenkreisen. Und alle singen: „Die Partei, die Partei, die hat immer Recht …“

    Das Muster ist ähnlich: erzeuge Begehrlichkeiten mit Heilsversprechen (angeblich exklusiver Personenkreis mit exklusiver Ausstattung) und steuere die Masse durch Gebote (du darfst nur iTunes benutzen), Verbote (geschlossene Schnittstellen, kein USB am iPad, restriktiver Anbieter-Zugang zum App-Store), Waren und deren Verknappung (oder Hochpreisdiktat) usw usf.

    Klar funktioniert das. Solange der Anbieter diesen Zirkus allein veranstaltet, ist es mir egal. Wenn sich eine signifikante Masse erblödet, diese Marke öffentlich anzubeten (siehe Lied/Video), finde ich das persönlich geistlos. Wobei mir nicht ganz klar ist, ob das echte Fans sind, oder auch nur marketingtechnische Jubelperser …

  5. Oliver

    Werden Jubelperser sein. ;D

  6. Michael Braun

    @ Rainer
    Ich gebe dir Recht, wenn eines Tages Android auf Windows-Phones funktionieren, Blackberrys mit Nokias synchronisien können und die iPages auf Linux-Rechnern läuft.
    Ansonsten bleib ich bei Apple, nicht aus Kultgründen, sondern weil mein iPhone mit meinem iPad und iMac perfekt harmonisiert, AppleTV über AirPort Express meine Fotos auf nem HD-TV zeigen, keine Viren meinen PC verseuchen, Software immer funktioniert, Updates regelmäßig und meistens kostenlos sind (oder wie Lion nur einen kleinen Betrag kosten), weil meine Kinder mit dem iPad lernen, lesen und spielen (ohne irgend etwas erklären zu müssen), usw… Den Preis von Apple „abhängig“ zu sein, zahle ich gern, denn ich Kauf mir meine Musik über iTunes – läuft genial, kaufe meine Software im AppStore und die läuft immer, surfe sicher und sorglos im Internet, brauche keine Treiber zu installieren und egal was noch alles von Apple verkauft wird: sollte ich es benötigen, weiss ich, dass alles mit meinen jetzigen Geräten kompatibel ist. Wunderschöne Apple-Welt, die das Leben ein wenig besser macht.

    Ein iPad mit nem USB-Stick? Für was? In ein paar Jahren wird es die eh nicht mehr geben und wenn’s soweit ist, hat Apple schon wieder Jahre voraus. Arme „Ungläubige“…

    Ach ja, ich bin katholisch ;-)

    Gruß Michael

  7. eddi wird vom Jünger zum Kunden

    Ist Apple eine „Relegion“ oder sind es einfach nur Produkte, die das „elektronische Leben“ menschlich machen?

    Eine Relgion wird etwas nur, wenn es auch etwas zu bieten hat, was sich (auch durch Visionskraft)vom Vorhandenen unterscheidet – so sehr unterscheidet, dass es „Sinn“ stiftet. Man kann dann immer etwas aussetzen: vom fehlenden USB Steckplatz bis hin zur allürischen und unerträglich despotischen Person Steve Jobs.

    Einzigartig bleibt dennoch, dass die Marke schon seit Jahren sowohl Early Adopter, als auch late Majority bedient und das muss man erstmal schaffen. Und offensichtlich geht das nur mit Visionskraft, Konsequenz und einem Angebot, was sich (und letzlich in seiner Gesamtheit) von allem Anderen unterscheidet.

    Bin ich ein Apple Jünger? Spätestens nicht mehr, seit auch die Late Majority mit den Produkten herumläuft (seit man also als PERSON mit Apple nicht mehr „different“ sein kann). Bin ich ein überzeugter, treuer KUNDE der Marke: aber sicher doch! Denn als MENSCH nützt mir nichts Ähnliches vergleichbar.

  8. Rainer

    „Ist Apple eine “Relegion” oder sind es einfach nur Produkte …“

    Es sind Produkte. „Halbreligion“ ist ironisch gemeint und bezieht sich (wie oben schon erwähnt) auf die sabbernd und orgiastisch hechelnde Fanmeute, die

  9. Rainer

    Hoppla, falsch geklickt, da fehlt noch was.

    … auf die sabbernd und orgiastisch hechelnde Fanmeute, die sich „erblödet, diese Marke öffentlich anzubeten (siehe Lied/Video)“.

    @Michael: wieso sollte Android auf Windows-Phones laufen??? Läuft es auf iPads? Androis ist ein BS wie iOS oder WinMo7. Macht nicht so recht Sinn, oder? ;) Und es gibt mehr USB-Geräte als nur Sticks!

  10. Rainer

    Es wäre schlimm, wenn es ohne ihn nicht weiterginge. Dann würde sich das System Apple wirklich als Kult (im negativen Sinne) erweisen. Als ob Steve alles allein erfunden und designed hätte …

  11. andreas

    es wird auch ohne steve jobs alles weiterhin funktionieren. aber schade ist es schon, wie es mit steve aussieht… die produkte werden allerdings auch so weiterhin funktionieren. dafür hat apple mittlerweile eine größe erreicht.

  12. Sebastian

    Ich denke auch, dass das Unternehmen mittlerweile so viel Eigendynamik besitzt, dass Steve Jobs nicht unbedingt mehr als „Publikumsliebling“ vorne stehen muss, um hohe Verkaufszahlen zu garantieren. Alle Leute, die ich kenne, die sich ein iPhone geholt haben, haben es gekauft, weil Apple hohe Qualität garantiert…aber eben nicht Steve Jobs sondern sein Unternehmen.

    Noch ein kleiner Spruch zum Abschied: „Apple? Das ist doch das Unternehmen, wo 46.000 Mitarbeiter nun ohne Jobs sind, oder?“

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