21.10.09
17:43 Uhr

Wenn der Wolfskin dreimal klingelt…

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Während ich diese Zeilen schreibe, höre ich Dave Stewarts “This little Town” via Last.FM. Das Internet wird immer mehr zu diesem kleinen Dorf, in dem man sich am Marktplatze trifft, die News und neuesten Gerüchte tauscht, in dem man sich kennt, kennenlernt, und gerne wohlfühlt…

Manfred Hell, Mastermind hinter Jack Wolfskin, hat den Werbeblogger kontaktet. Wir sprachen eine knappe Stunde und er machte nicht den Eindruck, als sei er von der Reaktion der Blogosphäre und Offline-Presse (als Reaktion auf unseren Artikel vom Samstag “Jack Wolfskin eröffnet Abmahn-Herbst“) tief beeindruckt.

Ehrlich gesagt halte ich genau das auch für eine der wichtigsten Eigenschaften eines erfolgreichen CEOs. Läßt man sich beeindrucken, verliert man den klaren Blick und kühlen Kopf. Heißgelaufene Umfaller haben wir da draussen schon genug. Ist man beeindruckt, hat man verloren.

Nun, Hell/Wolfskin haben keineswegs verloren. Er hat sogar sehr gewonnen, zumindest bei mir – in dieser Stunde, nach der ich dachte, wir kennen uns seit langem aus diesem Dorf, diesmal der realen Welt.

Um es kurz zu machen: Den kühlen Kopf hat er sich bewahrt. Hell ist am Montag zum ersten Male wieder im Office. Dort wird er den gesamten Abmahnprozess, seine Verhältnismäßigkeit und die eigene Rolle in den letzten Tagen hinterfragen. Das ist längst von ihm hineingebrieft in sein Unternehmen – so wie heute schon in der Printausgabe des Handelsblattes angekündigt wurde, die Einzelfälle eingehender zu prüfen.

So wie sich die Rolle der Marke in den letzten Jahren im Leben der Menschen veränderte, so müssen sich auch die Prozesse ändern, die diese Marke aufbauen, die sie formen und vervollkommnen, ist er überzeugt. Es müssten sich aber auch dringend die Prozesse ändern, die ursprünglich die Marke vor Missbrauch schützen sollen. Hier muß ein neues Augenmaß der neuen (Medien-) Welt gerecht werden.

Dies wollte er uns mitteilen.

Montag werde ich ihn also persönlich in Idstein treffen und der Werbeblogger wird natürlich weiter über die Erkenntnisse berichten. Ein kleines Dorf – wie das Internet. Ich glaube, das wird richtig gut. Geben wir ihm die Zeit. Er hat sie verdient.

Update:

Eure Zeilen zeigen mir, daß Ihr Euch viele Gedanken macht. Vielleicht kann ich einige davon auflösen:

- Nein, ich habe keinen Beratervertrag, und der Wolfskin-GF wollte auch nicht meine Konfektionsgröße wissen.
- Nein, aufgrund meiner Historie bin ich mit 46 Jahren nicht mehr beeindruckt, wenn mich ein Geschäftsführer anruft.

- Ja, ich bin froh, daß er sich überhaupt gemeldet hat, denn das zeigt, auch er will den Fall lösen, und ist gesprächsbereit.

- Nein, ich denke es war richtig, daß er mich zuerst anruft, denn ich habe den Fall ins Rollen gebracht. Ich werde im Handelsblatt, etc. zitiert. Ich bin für ihn im Zweifel derjenige, bei dem die Fäden der Aktion zusammenlaufen. Dort meldet man sich zuerst. Und sei es, um nur die Wogen zu glätten.

- Ja, der Bericht ist auffallend positiv. Warum? Weil ich Ruhe haben will auf beiden Seiten! Ich will, daß die Abmahnungen der Damen zurückgezogen und daß die Damen für all den Ärger der letzten Wochen entschädigt werden, daß sich der Hauptverantwortliche zumindest entschuldigt. Ich will, daß so etwas bei Jack Wolfskin nicht mehr vorkommt! Und ich wünsche mir, daß das ein oder andere Unternehmen aus den letzten 5 Tagen lehrreiche Schlüsse zieht.

- Nein, er hat mich nicht bestellt, sondern ich habe das 4-Augen-Gespräch mit ihm gefordert. Am Telephon kann er mir (und Euch) alles erzählen!  Unter anderem, er sei im Ausland! Interessiert mich alles nicht. Mich interessiert nur die schnelle Lösung des Konfliktes.

- Nein, der Montag ist vollkommen okay, denn die ersten Abmahnung wird am Abend des Dienstag per Fax fällig! Zeit genug für alle Beteiligten.

- Ja, ich denke, eine zufriedenstellende Lösung erreichen wir nur, wenn man sich im Vorfeld auf einen Level begibt, auf dem man vernünftig miteinander reden kann. Dazu können in diesen Tagen wir alle beitragen. Wir sollten weiter das ureigentliche Ziel verfolgen!

Danke Euch allen! Wir bleiben dran!
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313 Kommentare

  1. Mike Schnoor

    Beeindruckt zu sein braucht man auch nicht. Reagieren hingegen ist wichtig. Wie diese Reaktion ausfällt, hängt je nach dem Ermessensspielraum eines Unternehmens und seiner Führungsebene bzw. Führungspersönlichkeit ab. Eine Reaktion, dass man zumindest die Prozesse überdenken möchte, ist immerhin mehr als nichts zu unternehmen.

  2. Gila von Meissner

    Anytime. Wie ich sagte – ein Unternehmen ist manchmal ein unkontrollierbares Monster. Und Menschen machen Fehler. Oder sie verstehen sich einfach falsch.

    Bei Eurem Treffen wäre ich gerne Maeuschen – denn neugierig bin ich schon auf den Mann, der auch einmal von Freiheit und Unabhängigkeit träumte. Und plötzlich einen Koloss an Firma hinter sich hatte.

    LG Gila
    pfotenfrei.de (bald freiepfote.de)

  3. Shirtissimo

    dann kannst du ihn ja gleich mal daran erinnern, dass bereits im frühjahr die ersten unberechtigt abgemahnt wurden und dann als studenten viel kohle für anwaltsgebühren raushauen mussten. sowohl für die eigenen, als auch für die für harmen und utescher! ich hätte scho gern mein geld zurück! :)

  4. daniela

    Die Handelsblattseite ist leider nicht zu erreichen. Bestimmt überlastet *g*.
    Ich finde gut, dass der Chef von JW jetzt einlenkt. WEr weiß ob der überhaupt davon gewußt hat.

    Gruß
    Daniela

  5. Vroni

    Naja, haut mich jetzt nicht vom Hocker.

    Genau das habe ich mir gedacht:
    CEO weilt – während der Blogsturm tobt – in Patagonien, neue Fleeces auszuprobieren und den wolfsähnlichen Minispuren des patagonischen Fuchses nachzustapfen (Metapher jetzt, Hinweis für Inroniebefreite). Und vöööööllig unschuldig, was die Anwaltskamarilla und PR-Tanjas und -Tanjos verzapft haben.

    Diese Lesart gibt es dich schon zu Dutzenden (wie, wo, war gar nicht da…).
    Und beeindruckt daher MICH ebenfalls nicht besonders.
    Wann hören unsere selbstbewusten und löblicherweise ebenfalls nicht im mindesten beindruckten CEOs auf, den Unschuldspattel zu spielen und einfach zuzugeben, dass sie ihren Laden nicht im Griff haben. Oder noch konkreter: dass sie regelmäßig “vergessen”, den sicher nicht unbilligen Anwaltskanzleien gesunden Menschenverstand in deren rechtslinks-Advolaten-Hirne “reinzubriefen”.

    Wenn wir schon beim Reinbriefen sind.

    CSR* ist bis dahin nur ein Kürzel, das keiner versteht. Eigentlich ist es Chefsache, wird aber leider nur vom Grafiker in Inagebroschüren reingeschrieben, weil es gut klingt. Chefs, die behaupten, sie könnten nix dafür, was DIE schon wieder alles versaubeutetlt hätten, sind nicht Chef genug, weil sie Verantwortung nicht wahrnehmen und nicht eingestehen, und eher nur Gehaltsemfänger von Finanzinvestoren sind und sich auch so verstehen.

    Viellecht haben Anwälte auch zuviel Macht, man lässt sie unhinterfragt agieren (wie man keine noch so teuere Werbeagentur agieren ließe) und spielt hinterher die Unschuld vom Lande. Systemsich macht das durchaus fragwürdigen Sinn :-(

    BTW: Das Gleiche kann mit Bionade passieren, das ist doch auch schon verscherbelt.

    *CSR: Corporate Social Responsibility
    Leider wird das tolle und arg missbrauchte Kürzel in Unternehmen oft nicht verstanden. Man macht zwar einen auf nette Firma und macht was Grünes und was Weißes zwischendruch (White- und Green-Washing), aber “brieft” das nicht ins Unternehmen umfassend hinein. Ach: “hineinbriefen” das wird jetzt mein Wort.^^

  6. ralf schwartz

    Nicht möchte, Mike, sondern längst tut.

    Was man glaube ich sehen muß – und daß passiert in dieser Zeit allen Unternehmen – ist die Wucht, mit der einen diese neue Welt des Internet, Social Media treffen kann.
    Das sind normale Lernprozesse, da muß man durch.

    Da mußte er höchstwahrscheinlich genauso schlucken, wie die Damen als sie abgemahnt wurden. Ich galube, er versteht genau deshalb auch ihre Situation und will da näher ran.

    @Gila
    So seltsam sich das anhört – und ich habe versucht, dies in dem Janus vs Jack Text einzufangen, ist eine Firma nicht unbedingt Koloss, sondern kann im Gegenteil sogar Flügel verleihen. Die Firma kann mehr Gutes tun als der Einzelne allein.

    Das gibt ihr auch eine besondere Verantwortung in unserer Gesellschaft, denn sie kann auch viel mehr Böses tun als jeder Einzelne allein.

  7. Ada

    Ui… man kann den Herrn ja doch erreichen! Bei meiner Abmahnung war leider nur per Zufall eine entfernte Hilfe zu sprechen.
    Ja, ich würde unheimlich gerne jemanden mitgehen lassen. Ginge sogar gut, wohne nicht weit von Düsseldorf. Und zwar meinen Pflegehund, dem ich die Pfoten verdanke, die ich seinerzeit bei Spreadshirt eingestellt habe.
    Er ist ein Pflegehund, noch heute sucht er ein Zuhause.
    Ich wette, dann haben alle Beteiligten echte Pfotenabdrucke überall.

    Ein Unternehmen, das extrem von einer Person geführt wird, ist nur so weit ein Monster, wie eben die Führung.

    Herr Schwartz, sie sollten mindestens Online PR Berater für den Wolf werden, so als Gegenleistung. Aber bitte mit dem Honorar der Kanzlei!

  8. Benedikt

    Ist in der Werbewelt sonst nichts los? Sehe hier nurnoch Jack Wolfskin.

  9. deusexmachina

    das sollte man wohl als Versuch der Schadenminimierung ansehen. Die Fassade des “good guy” hat Risse bekommen. Leider vergisst das “Konsumvolk” zu schnell. In einem Vierteljahr ist Gras über die Sache gewachsen, und es gibt business as usual.

    Bis zum nächsten mal …

  10. ralf schwartz

    Vroni

    Die JW Site zeigt, daß JW nicht nur redet, sondern auch handelt! Und selbst Utopia sprach Anfang Sept gut über JW.
    Nicht alles ist direkt schlecht, nur weil an einer Ecke ein saublöder Fehler gemacht wird.

    Solange wir alle darauf achten, was so abgeht, werden Unternehmen auch die Notwendigkeit spüren, sich schneller zu entwickeln und zu wandeln als in der Vergangenheit.

    @ada
    ;-)

  11. Alex_B

    Im Handelsblatt liest sich das aber etwas anders:
    „Sollte eine Abmahnung an einen Kleinstunternehmer, der nur ein oder zwei Stück verkauft hat, ausgesprochen werden, und dieser sich bei uns mit der Information melden, so wird der Fall noch einmal eingehend geprüft.“

    Und was ist wenn 3 oder 4 Stück verkauft worden sind? Einsicht sieht anders aus. Es geht nicht um den Einzelfall, der ganze Prozess ist falsch. Man muß keine 1000 EUR Abmahnung raushauen, wenn man erst auch mal einen ganz normalen Brief für 55 Cent schreiben kann. Oder eine email für 0 Cent…

  12. ralf schwartz

    @Alex_B
    Du hast schon recht – und das sagt er ja auch:

    “So wie sich die Rolle der Marke in den letzten Jahren im Leben der Menschen veränderte, so müssen sich auch die Prozesse ändern, die diese Marke aufbauen, die sie formen und vervollkommnen, ist er überzeugt. Es müssten sich aber auch dringend die Prozesse ändern, die ursprünglich die Marke vor Missbrauch schützen sollen. Hier muß ein neues Augenmaß der neuen (Medien-) Welt gerecht werden.

    Dies wollte er uns mitteilen.” – habe ich doch geschrieben.

  13. Ada

    @ Es ist der Cajus… der wartet wirklich sehr lange
    Und wenn ich denke, dass ich für meinen Tierschutz Shop eine Abmahnung bekommen habe, weil ich eben keine Bettelbriefe mag, eben wegen dem und für den Hund!
    Ja, ich habe für Doggen in Not einen Shop gestartet, schon 2005. Ich finde das immer noch besser als einfach Spenden sammeln. Ich versteigere auch Zeichnungen und mache nicht wirklich wenig, alles, für den Hund. Von meinen Fotos, meinen Zeichnungen, meinen Hunden Motive für Shirts basteln – Alles was das bringt, automatisch spenden.

    Aber den Mut, sich persönlich mit mir zu unterhalten, hatte man nicht. Zeitverschwendung? Man schwieg, und lies mich in Ruhe. Es waren ja gerade Osterferien. Natürlich, selbst im Urlaub sein, anderen so richtig die Lauen verderben, das ist Klasse!

    Keiner kann sich vorstellen, wie sehr diese Abmahnung meine Einstellung zu vielen Dingen verändert hat… Kein Heil mehr in Sicht, ein gewisses Grundvertrauen in ein Rechtssystem ist dahin.

  14. Alex_B

    @ralf schwartz

    Dann sollte er das aber auch mal schleunigst seinen Mitarbeitern mitteilen, die haben das nämlich anscheinend noch nicht begriffen… ;)

    War doch jetzt eigentlich lange genug Zeit dazu.

  15. Vroni

    @ Ralf Schwartz

    Ach Utopia, die Münchner LOHA-Community

    Da klingt es aber a bissi anders, als Sie darstellen (“spricht gut”), eher kritisch:
    utopia.de/magazin/ja...

    Mein Kommentar dazu:
    Grün sein wollen ist dazu eben nicht alles, was CSR zu bieten hat, wenn man gleichzeitig mit voller Montur auf Kleinstunternehmer & Häkeltanten losgeht.

    Wie gesagt: Ich vermisse Verantwortung. Alles was ich lese, sind toll klingende Ausreden (schlaue Beschwichtigung) und jemanden, der hellisch stolzgeschwellt ist, angerufen worden zu sein :-) Und ich vermisse von Hell das Eingeständnis, dass Hell Verantwortung HAT, auch wenn “nicht da war”.

    Dafür werden CEOs bezahlt und nicht fürs “nix dafür können”, der Staff war halt mal wieder zu blöde…

  16. Sabine

    Ich könnte kotzen ob diese Schmusekurses – so ein doofes blabla!

  17. ralf schwartz

    @Alex_B

    Wir stecken nicht drin.
    Montag wissen wir dann mehr … und aus allererster Hand!

  18. Polysarcus

    @Sabine: Warte doch erst einmal ab. An den Taten werden wir Hell und Jack Wolfskin messen. Dass er Zeit dafür braucht, ist mehr als nachvollziehbar – sonst hätte es doch längst schon eine sinnvolle Reaktion gegeben statt bis gestern weiterer Konfrontation ;-)

    Wenn ab Montag erst einmal nicht mehr die Anwälte sprechen, ist das ein Anfang. Und wenn dann in der nächsten Woche erkennbar ist, dass Jack Wolfskin seiner Verantwortung gerecht werden will und kann, und einen Weg sucht, den entstandenen Schaden zu heilen, dann wäre das doch der richtige Weg, oder? Ich freue mich jedenfalls, dass Bewegung in das Thema kommt.

  19. glossi

    Als ob DER nicht beindruckt ist! Ich lach mich kaputt! Dem geht der A**** auf Grundeis! Nur zeigen tut er das nicht.

  20. G.S.ausS.

    Endlich kommt die tatze ins gerede, endlich! Merke: gut geklaut und schnell gesichert heisst noch lange nicht das man sich moralisch als markenwächter alles leisten kann! Die tatze gehöhrt der taz, und das seit 1979. Die cleveren zinker von wolfskin waren 3 jahre später dran…mein rat an hell und co. “don´t leave footsteps” sonst kann man eure spur zurück verfolgen…

    mein rat an alle outdoorer: kauft mammut, vaude, tatonka….und scheisst auf eine outdoormarke die überall abdrücke hinterlässt und schon lange nicht mehr “draussen zuhause” ist.

  21. dschinny

    Katzenpfoten von Bastlern sind für Jack Wolfskin ein Problem, an die Tiegerpfoten von GoreTex trauen sich die Helden wie Hell dagegen nicht ran, obwohl GT für Outdoor-Schuhe und nicht Sofa-Kissen werben:

    flickr.com/photos/10...

  22. Holger

    Hm, irgendwie erinnere ich mich, dass JW das doch schon in der PM geschrieben hatte. “Es wurde jeder Fall eingehend geprüft.”
    Jetzt soll also nochmals genau geprüft werden. Also entweder haben die beim ersten Mal also nicht ordentlich geprüft oder die Kriterien zur Prüfung wurd inzwischen überarbeitet. Ersteres wäre ein Eingeständis für schlechte Arbeit oder unfähige Anwälte. Letzteres wäre ein Eingeständnis für schlechte Vorgaben von Seiten JW an die Anwälte. Wie man es auch dreht. Die haben Mist gebaut, selbst oder durch ihre Beauftragten.
    Warum versuchen sie das nun noch schön zu reden? Warum nicht einfach mal ganz offen und ehrlich zugeben, was wo schief gelaufen ist. Wäre doch mal erfrischend anders …

  23. Carlotta

    “Es müssten sich aber auch dringend die Prozesse ändern, die ursprünglich die Marke vor Missbrauch schützen sollen. Hier muß ein neues Augenmaß der neuen (Medien-) Welt gerecht werden.”

    Ein pervertiertes Markenrecht ist eine Sache, es bis Grenze auszuschöpfen und für mein persönliches Rechtsempfinden und meinen Geschmack auch darüber, steht aber auf einem anderen Blatt.

    Man kann nicht Gesetzgeber die Verantwortung für sein eigenes Tun und Handeln zuschieben, nur aufgrund der Tatsache, dass er die Möglichkeit bietet.

    Ich lasse mich aber gern überraschen, ob Waldi künftig ein Halsband mit den ihm ureigensten Fußabdrücken tragen darf, während Herrchen die Pfote selbstverständlich auf der Jacke Gassi führt.

  24. Andreas

    Super, dann haben wir das herbstliche Sommerloch nun erreicht ;).

  25. Fragensteller

    Hmm.. ich weiß nicht, warum es mich nicht wirklich beeindruckt, dass es den Cheffe nicht beeindruckt..
    Schön immerhin, dass der Herr für einen Dialog bereit ist.

    Es gibt doch hierbei nicht zufälligerweiser einen Zusammenhang mit den derzeitig überlaufenden negativen Meldungen???

    Wie lange war der Gute denn nicht mehr in seinem Office?

    Die (Katzen)Pfotenverfolgung aus seinem Hause wird schließlich nicht erst seit diesem Oktober betrieben? Und jetzt erst kommt so was wie Menschlichkeit rüber – dickes großes Fragezeichen!!

    Lästig für alle Beteiligten, ich wünsche mir, dass hieraus wirklich so etwas wie ein Präzedenzfall wird, bei dem sich in all diesem hiesigen Abmahnirrsinn und in dem Irrsinn, dass Worte, Sprichworte und Co. aus dem allgemeinen Sprachgebrauch und Motive aus der Natur, eigentlich auch allgemein zugänglich, sich schützen lassen können.

    An der Wurzel packen??

  26. Thomas Stetten

    Solange sich JW kein Ultraschall-Baby als Logo sichert und morgen alle Frauenärzte dieser Welt abmahnt, muss man wohl jeden kleinen Schritt mit Hoffnung betrachten.

  27. Jan

    “Ist man beeindruckt, hat man verloren”??

    Auch wenn die Einschätzung der Lage durch Herrn Hell natürlich spannend sein wird (in diesem Sinne Glückwunsch zur Gelegenheit, mit ihm zu sprechen):

    Dieser Eintrag liest sich, als wäre dem CEO die öffentliche Meinung schlicht egal, und er würde sich nächste Woche dann halt doch mal bequemen, sich um den lästigen PR-Gau in seinem Unternehmen zu kümmern. Wirkt ziemlich träge und ignorant.

    Weshalb der Mann also “kühlen Kopf bewahrt” hat und so beeindruckend sein soll, erschließt sich für mich überhaupt nicht.

  28. Kirstin Walther

    Das hört sich doch gut an, wenn ich auch nicht wirklich glaube, daß Herr Hell überhaupt nicht beeindruckt war, von dem was in den letzten Tagen/Wochen passierte. Aber Männer reden ja nicht über so was – schon mal gar nicht untereinander.. ;-)

    Ralf, ich gebe Dir voll und ganz recht. Eben weil die Welt durch das Internet eine Art Dorf geworden ist, wird es Veränderungsprozesse geben (müssen). Und das ist gut so und unvermeidlich.

    In (großen) Unternehmen sollte das Thema “Internet heute” ganz im Allgemeinen ernster oder besser überhaupt wahrgenommen werden, damit es nicht – wie im Fall Jako zum Beispiel (bei JW zeichnet sich Markenboykottierung auch bereits ab) – durch menschliche Fehler bzw. Fehlberatung oder auch Dreistigkeit der eigenen Anwälte zu wirtschaftlichen Schäden kommen kann. Man sollte endlich mal beginnen vorallem die Chancen und nicht immer nur die Risiken zu sehen, wenn wir an diese Entwicklungen denken.

    Ich glaube es wäre ein leichtes für JW oder auch Jako das alles ins Positive umzukehren. Vorausgesetzt man vergißt mal den persönlichen Stolz, die angeblichen “Regeln”, Gesichtsbewahrungsfloskeln etc. und denkt darüber nach, ob und warum einem ein Zacken aus der Krone brechen könnte, wenn man sich vielleicht doch zum Einlenken entscheidet.

    Weil wir auf dem Gebiet ja leider auch Erfahrung sammeln mußten, halte ich es jetzt so, daß ich immer zuerst versuche mit der abmahnenden Firma und nicht mit den Anwälten Kontakt aufzunehmen. Aber das muß man halt wissen, daß Anwälte in solchen Dingen oftmals eigenverantwortlich handeln dürfen, ohne daß die Firmen selbst von den Verstößen wissen. Die Unternehmen selbst sehen diese angeblichen Rechtsverletzungen nämlich meistens im richtigen Licht oder im richtigen Verhältnis – was die Anwälte nicht unbedingt tun.

    Erst vor wenigen Monaten tappte ich wieder in so ein abmahnbares Fettnäpfchen eines riesengroßen Unternehmens, das Ihr alle kennt und meine Strategie hat funktioniert. Chef kontaktiert auf allen Wegen die mir möglich erschienen (und ohne jeglichen Hinweis auf die Geschichte von damals!!!): Die Anwälte bekamen auf die Finger und die Abmahnung war vom Tisch.

    (Ich muß allerdings erwähnen, daß es eine tierische Genugtuung war, den Anwalt einer riesengroßen Kanzlei weinerlich sagen zu hören: “Das hätten Sie uns doch aber auch schreiben können, was Sie an den Herrn … geschrieben haben – wirklich!”) ;-D

    Aber zurück zum Thema:

    Für mich heißt das alles, daß die Unternehmen heutzutage (um Himmelswillen) ihre Anwälte nicht mehr ohne Einschränkungen Markenrechtsverletzungen oder ähnliches überwachen und bekämpfen lassen dürfen. Das kann ganz übel ins Auge gehen, wie man sieht. Eben weil die Anwälte nur Dienst nach Vorschrift machen wollen/können. Man darf nicht vergessen, daß Markenrechtsverletzungen durchaus ein Problem für die entsprechenden Unternehmen darstellen können. Es gibt UNTER UMSTÄNDEN eine sehr große Notwendigkeit dagegen vorzugehen, um wirtschaftlichen Schäden vorzubeugen. Aber die Betonung liegt eben auf UNTER UMSTÄNDEN.

    Jedenfalls bin ich sehr gespannt, was JW aus der Sache nun macht. Hoffentlich habt Ihr ihnen ein Beratungsangebot gemacht?! ;-)

  29. Tom

    Der Artikel hinterläßt bei mir einen sehr schalen Nachgeschmack.

    Da startet Jack Wolfskin eine nahezu einmalige Kampagne, um den (berechtigten) Schutz des eigenen Markenzeichen weit über die Grenzen von Anstand und gesundem Rechtsempfinden auszudehnen. Dabei ist die jetzige Abmahnaktion kein Einzel- oder Unfall, sóndern die logische Fortsetzung der Unternehmenspolitik.

    Nun schlägt der Firma eine Entrüstungswelle aus dem Internet entgegen, und Herr wolfskin sieht sich gezwungen, zur Wahrung des guten Images ein Einlenken und einen möglichen neuen Kurs zu signalisieren. Das ist ja nett, offensichtlich hat man die Macht des Mediums erkannt.

    Aber warum lassen Sie sich so vor den Karren dieses Unternehmens spannen? Warum schreiben Sie etwas von “nicht tief beeindruck” und “nicht verloren”? Wollen Sie uns glauben machen, Herr Wolfskin findet seinen eigenen Weg zum Unternehmenserfolg zufällig seit heute doch nicht mehr so brilliant? Ist das der erste Schritt, einer PR-Reaktion oder och ein unabhängiger Kommentar?

    Danke für die Aufmerksamkeit

    T.

  30. Petra

    Jeder Chef ist für das Tun seiner Mitarbeiter verantwortlich. Wenn ich bei uns irgendeine Aktion starte und es kommen SOLCHE Reaktionen, die extrem schädlich für die Firma sind, dann wartet mein Chef sicher nicht ein paar Tage so nach dem Motto “die beruhigen sich alle wieder”. Nee, dann krieg ich aber nen Einlauf vom Feinsten.
    Und ich verwette meinen Hintern darauf, dass Herr Hell nicht mit dieser Reaktion gerechnet hat, schließlich mahnt JW schon länger ab bzw. lässt abmahnen. Nur diesmal schlägt der kleine Mann zurück.
    Allein in meinem Bekanntenkreis sind zig Leute, die jährlich ungefähr 500 bis 1500 Euro bei JW gelassen haben. KEINER von denen wird dort mehr kaufen.
    Und das, was Herr Hell da tut, ist einfach nur heucheln. In meinen Augen.

  31. ralf schwartz

    @Tom
    Das sag ich Dir Montag (am Telephon nimmt man die Worte und leisen Untertöne wahr, ja, aber mir sind Gestik und Mimik zum Ton immer noch sehr wichtig).

    Ich glaube, er ist in den letzten Tagen aufgeschreckt worden, weil er zum ersten Mal die Kraft der Massen spürte. Er hat aber nicht aktionistisch irgendwas gemacht, (ja, auch ich meine, er hätte zu wenig gemacht), sondern ‘kühlen Kopf bewahrt. Vielleicht auch erst durch unser Gespräch verstanden, was wirklich Sache ist, denn die PM findet ja noch andere Worte.

    Ich denke, dies heute ist ein Fortschritt – der muß nun mit Leben gefüllt werden. Zumindest können die Damen wieder ruhig schlafen.

  32. Chris

    Sich von einer Welle der Entrüstung unbeeindruckt zu zeigen zeugt wohl eher von Ignoranz als von Professionalität.

    Wenn JW die eigenen Kunden tatsächlich für unfähig hält von Hobbynäherinnen liebevoll mit Pfötchen dekorierte Einzelstücke von den eigenen Kollektionen zu unterscheiden, ist das wirklich traurig.
    Naja, dann lassen wir uns halt die Abbildung eines Kackhaufens markenrechtlich schützen und verkaufen fortan unter dem Label “Kack Wolfshit”. Dann kann man auch endlich die Millionen Hundebesitzer abmahnen, die das geschützte Markenlogo einfach so auf dem Gehweg hinterlassen.

  33. T.S.

    Für ein Telefonat (auch wenn es eine Stunde gedauert haben soll) ist mir der Beitrag zu unkritisch. Spontan kamen mir böse gedanken in den Kopf.

    1. Werbeblogger hat einen gutdotierten Beratervertrag angeboten bekommen. Als Gegenleistung soll er den Social Media Tsunami abmildern.
    2. Jack Wolfskin wurde nun selbst mit rechtlichen Konsequenzen gedroht.
    3. Die Aussage des CEO von Jack Wolfskin dient nur dazu die Leute ruhigzustellen, vergessen zu lassen.
    4. Wie kann ich guten Gewissens meine aktive Negativ-PR einstellen bei Freunden, Verwandten und Bekannten. Ich hab ja keinen Schimmer was besprochen wurde.

    Ich bin zutiefst beeindruckt wie der Werbeblogger so unkritisch nach einem Telefonat und 0 (in Worten: Null) reale Handlungen, seitens Jack Wolfskin, sein kann. Das ist mir unerklärlich. Ich stell mir gerade die Frage ob man nicht jemanden finden kann der mal gerichtlich überprüfen lässt ob Jack Wolfskin die Rechte an sämtlichen pfoten dieser Welt hat. Pfote. Tatze. Stilisiert. Unstilisiert. Will Jack Wolfskin tatsächlich auf jeden Pfotenabdruck Lizenzgebühren einfordern? Entschuldigung auch wenn dies das aktuelle Markenrecht hergeben sollte, ist Jack Wolfskin für seine taten verantwortlich. Einige wollens ja gerne auf das Markenrecht abwälzen.

    Ich hab mir einige der “Plagiate” angesehen und kann nur sagen: Absurd!

  34. trashfamous

    Irgendwie klingt diese Reaktion nach; “Was, oh, gar nicht so ganz mitbekommen irgendwie, war nicht da”, und die kennt man von Politikern und anderen ins Fettnäpfchentretern.

  35. DaWanda-Bastlerin

    Warten wir mal ab, was Herr Hell am Montag zu sagen hat.

    Wir Bastel-Muttis sind ja großzügig, wenn er sich bei den betroffenen Damen entschuldigt und die Abmahnungen zurücknimmt, zeigt er meiner bescheidenen Meinung nach Größe.

    Ich habe im übrigen keine Pfoten auf meinen Quilts.

  36. satyasingh

    Ich sehe das vollkommen anders.

    Ein CEO, der sich beeindrucken lässt, hat keineswegs verloren. Und ein CEO, der sich beeeindrucken lässt ist nicht gleich ein Umfaller. Das ist etwas arg platt formuliert, lieber Ralf.

    Die Reaktionen zu den Abmahnungen kamen von Menschen, die sich den Werkzeugen des Web2.0 bedient haben. Wenn du die Beiträge liest und die Kommentare verfolgst, sind es sogar sehr sehr viele Kunden von JW. Man nennt sowas auch Kunden-Feedback. Davon sollte Manfred Hell sehr wohl beeindruckt sein. Dass dieses Feedback nicht über die eigene Homepage, Briefe oder gar eine hausinterne Kundenbefragung eintrudelt, ist dem Medium Internet geschuldet.

    Und beeindruckt sein, heißt nicht den kühlen Kopf verlieren. Ein moderner CEO sollte meines Erachtens nicht er kühle einsame Wolf sein, der sich sich nicht beeindrucken lässt, weil ihm sonst gleich Weich-Eiigkeit oder Umfallertum vorgeworfen wird. Er sollte die Situation richtig einschätzen und Feedback von Kunden durchaus ernst nehmen. Und wenn es über andere Kanäle geballt reinkommt, kann das auch mal beeindrucken dürfen.

  37. Martin

    Liebe Leute, die Reaktion des Herrn Hell ist das übliche “Crisis Management” Verfahren. Er macht das, was er als CEO machen muss und das wird er sicher gut machen: erst einmal Zeit gewinnen, bis sich die Gemüter wieder beruhigt haben; Stärke und Selbstsicherheit demonstrieren und die Angelegenheit demonstrativ auf kleiner Flamme kochen; dann ein paar Opinion-Leader (in diesem Fall z.B. den Werbeblogger) für sich als Sprachrohr gewinnen und zu Kaffee und Kuchen einladen, um abschliessend vielleicht sogar ein zwei Einzelfälle der Abgemahnten herausgreifen, denen man die Anwaltsgebühren erstattet um das ganze dann PR-mässig ausschlachten zu lassen. Weihnachten heult kein Wolf mehr nach der Sache. Ihr werdet sehen.

  38. Jack Wolfskin und die Dawanda-Abmahnungen - wie es weiter geht | Gongmeditation.de

    [...] Stein brachte neben dem Dawanda-Forum der Werbeblogger ins Rollen. Dort meldete sich heute auch per Telefon Manfred Hell, Geschäftsführer von Jack Wolfskin. Was mich viel mehr beeindruckt [...]

  39. Nic

    mich befremdet dieser schmusekurs hier gerade etwas…

    “unbeindruckt sein” könnte man auch als selbstgefällige ignoranz sehen.

    und ein käffchen in 5 tagen als hinhaltetaktik.

    erinnert mich alles sehr an politiker vor der wahl. nee, ich bin ganz und gar nicht beeindruckt.

  40. Bingo-Bongo

    Sorry…den abgetauchten CEO nehme ich dem Mann nicht ab. Als PR-Mensch in einem großen und immer auch krisengefährdetem Unternehmen kann ich aus Erfahrung sagen: JEDER CEO eines so großen Unternehmens könnte am Ende der Welt weilen und würde trotzdem über solche Vorgänge informiert. Und jeder CEO hätte dann auch Eingriffsmöglichkeiten.
    Aber natürlich ist es nachvollziehbar, dass erst versucht wurde die alte Startegie zu fahren und man dann Zeit brauchte um die Reaktionen darauf zu bewerten und eine neue Strategie zu entwickeln. Das hätte er aber auch einfach so sagen können.

    Meine Vermutung: Es war durchaus genau so hart gemeint, wie es bisher auch ankam. Und genau DAS ist doch das Problem. Die JW-Leute wissen doch auch, dass bspw. dieses Glitzer-Katzenshirt niemals mit JW verwechselt werden könnte. Trotzdem zieht man den Kreis der Abmahnunge 1. sehr weit und geht dann 2. auch gleich mit der größten Härte im ersten Kontakt vor. Dieses Verhalten ist es doch, dass nicht zum bisherigen Markenimage passt und jetzt so sauer aufstösst.

  41. giovanni

    das kommt mir schon alles sehr weichgespült vor… war’s in der geschichte nicht so, dass der wolf die kreide fressen musste…?

  42. josquin

    Nun, ich jedenfalls bin beeindruckt. Im Zuge der öffentlichen Empörung kommen nämlich geballt Fakten ans Tageslicht, die ich noch nicht kannte.

    - Da ist einmal die Lawiererei seitens JW, wer nun genau und wo die Klamotten näht

    - Dann war da was mit einer Versandhalle im Naturschutzgebiet

    - und nicht zuletzt: Ein Logo (die TAZze) als Marke registrieren, die jemand anders versäumt hat zu registrieren, mag noch in Ordnung gehen.
    Dann aber denjenigen noch zu verklagen, da hört bei mir der Spaß auf.

    Mein persönliches Fazit: Hell ist für mich nichts weiter als ein gieriges Bürschchen mit einer miesen Geschäftsmoral, alles natürlich im Rahmen geltenden Rechts. Seine Unbeeindrucktheit, die offensichtlich andere beeindruckt, ist m.E. nichts weiter als Arroganz.

    Ich werde die Faktenlage (zu der es zahlreiche Links gibt) in meinem Umfeld weiterverbreiten und wünsche JW von Herzen ein schlechtes Weihnachtsgeschäft, möge die Krise dann noch ihr Übriges tun :-)

  43. ts ts ts...

    ohhhhh! jetzt wird wieder alles schön geredet und alle haben sich lieb! nice!!!
    die “marke” hat inzwischen einen imageschaden! basta!
    hätte es nicht diesen “aufschrei” im internet gegeben, würde jw die dawanda-hobbybastler gnadenlos zur kasse bitten!
    das blablabla kann sich das unternehmen inzwischen sparen!!!
    peinlich, wer dieses armselige logo zukünftig noch trägt!!!!!

  44. ralf schwartz

    @Kirstin Walther
    “Ich glaube es wäre ein leichtes für JW oder auch Jako das alles ins Positive umzukehren. Vorausgesetzt man vergißt mal den persönlichen Stolz, die angeblichen “Regeln”, Gesichtsbewahrungsfloskeln etc. und denkt darüber nach, ob und warum einem ein Zacken aus der Krone brechen könnte, wenn man sich vielleicht doch zum Einlenken entscheidet.”

    Ich denke dies ist der Kern. Dies braucht Zeit. Das muß in einem reifen.

    @Bingo-Bongo
    “JEDER CEO eines so großen Unternehmens könnte am Ende der Welt weilen und würde trotzdem über solche Vorgänge informiert.”

    Ich kenne sehr viele Unternehmen, die auch erst aufmerksam geworden wären als es zu SPON oder taz rüberschwappte.
    Was wir heute als normal ansehen ist in den meisten Unternehmen noch Zukunftsmusik.

    “Es war durchaus genau so hart gemeint, wie es bisher auch ankam.”
    Glaube ich auch.

    Und ich hatte nicht geschrieben, er sei nicht ‘beeindruckt’ sondern ich hatte geschrieben, er sei nicht ‘tief beeindruckt’! Sorry, spitzfindig you, spitzfindig me.

    Aber jetzt laßt uns nicht weier spekulieren … Montag wissen wir mehr!
    In diesem Sinne: Danke für Eure erhellenden Kommentare! Schön, daß Ihr da seid

  45. Chris

    Mein erster Gedanke war auch JW zu wünschen, dass die Kunden nicht so dumm sein mögen für wie sie das JW-Management offenbar hält und die Waren in den Regalen liegen bleiben mögen.

    Aber: Wer sind dann die Leidtragenden?
    Doch leider nicht die verantwortlichen JW Manager sondern die bislang von der Unternehmensphilosphie überzeugten kleinen Mitarbeiter, die mitgeteilt bekommen werden, dass man aufgrund empfindlicher Umsatzrückgänge leider personelle Einsparungen vornehmen muss.
    Mein Mitgefühl gilt auch den Franchisenehmern der JW-Shops, die nun auf ihren Waren sitzen bleiben werden und deren Existenz bedroht ist.
    Die Tragweite dieses Missmanagements geht noch viel weiter als man zunächst meint…

  46. Petra

    Chris, das stimmt natürlich, nur ist das leider die einzige Möglichkeit, die Verantwortlichen mit den Konsequenzen ihres Tuns bekannt zu machen.

  47. Meike

    M.E. ist es doch vollkommen gleichwertig, ob die Abmahnungen an Hersteller/Produzenten gehen, die 2-3 Artikel oder aber 2-3 Mio. Artikel verkaufen.
    Entscheidend ist doch die Marken-Ähnlichkeit der jeweiligen Artikel/Abbildungen/Logos usw.
    In dieser Hinsicht ist doch eine Grundsatzentscheidung erforderlich! Man muss die Einzelfälle nicht im Bezug auf die Quantität/die Umsätze hin prüfen, sondern daraufhin, ob die Ähnlichkeit zur Abbildung der JW-Tatze tatsächlich besteht!
    Viele der abgemahnten Darstellungen weisen außer der Tatsache, dass es Tatzen sind, kaum gleiche Merkmale auf.

  48. Sebastian

    Na da ist aber jemand beeindruckt vom Telefongespräch… und ich meine nicht CEO Hell;-)

    Ist ja auch sehr nett, dass alles nochmal geprüft wird, ist eben ein Fehler passiert, das kommt schon mal vor

    Und was ist denn das für ein Wort: hereingebrieft? Würd ich mich nicht trauen, das im normalen Leben zu nutzen (die Gefahr ist zu gross, dass jemand aufspringt und “Bullshitbingo” ruft).

    Wie ich höre, wird gerade an einem Spendenkonto gearbeitet, dass die “Bastelmuttis” sich gerichtlich wehren können, ein Batzen von mir ist jedenfalls sicher.

  49. Peter

    “Geben wir ihm die Zeit. Er hat sie verdient.”
    Ich weiß zwar nicht, womit er sich er sich die Zeit verdient hat aber von mir aus kann er sie haben.
    Er wird noch viel mehr Zeit nötig haben, wenn er die verlorenen Kunden zurückgewinnen will.
    Mich ist er für immer los, meine Wolfstatzen sind heute mit dem Restmüll entsorgt worden.
    Irgendwie genial, der ultimative Markenschutz. Aus Angst vorm Verwässern verbrannt.

  50. Frau Fischer Pressestelle

    Früher war ein Chef noch im Büro anwesend, wenn man arme Hausfrauen in den finanziellen Ruin trieb.

    Heute nennt sich der Chef CLO. Das CLO ist auch nicht im Office während das Unternehmen den Bach runtergeht.

    Das CLO war wahrscheinlich in vietnamesischen Kinderfabriken.

  51. DaWanda-Bastlerin

    @ Frau Fischer Pressestelle

    Der Herr CEO ist doch selbst sein oberster Produkttester. Herr Jack Hell legt großen Wert darauf einmal im Monat irgendwo durch die Pampa zu schleichen. Kann man alles auf der Website nachlesen.

    Vermutlich krabbelt er gerade auf Tristan da Cuhna durchs Unterholz und da kommt man nunmal nicht so schnell wieder weg. *fg*

  52. BLOGTIPPS » Blog Archive » JACK WOLFSKIN Abmahnwelle - Werbemasche?

    [...] Abmahnwellen als Marketinginstrument? Wundern würde es mich nicht. Der Mastermind von Jack Wolfskin Manfred Hell wird den WERBEBLOGGER demnächst treffen und sich zur … [...]

  53. Millus

    Wer weiß, vielleicht sind diese ganzen Abmahnwellen eine Werbemasche. So eine weltweite kostenlose Promoaktion schafft ein Unternehmen nicht mal mit der besten Werbeagentur.
    :)
    siehe Jack Wolfskin: Abmahnwelle – eine Werbemasche?
    superhais.de/bloggen...

  54. Frau Fischer Pressestelle

    @DaWanda-Bastlerin

    Nach meine Informationen, wie immer von Frau Fischer, war Herr Hölle (Hell) wirklich in Vietnam.

  55. DaWanda-Bastlerin

    @ Frau Fischer,

    Tristan da Cuhna war nur ein wild guess, da so schön abgelegen und off the beaten track. Ist es nicht egal, in welcher Weltgegend er sich allmonatlich herumtreibt statt sich um die Eskapaden des heimischen Rudels zu kümmern?

  56. Frau Fischer Pressestelle

    @DaWanda-Bastlerin

    sicher wäre es egal, wo er sich herumtreibt….

    …aber zur Gewinnmaximierung ausgerechnet die Produktionsstätten in Vietnam?

  57. Nedra

    ich finde es für den Pfötchenclub von Dawanda postiv – sie können auf ein Happy End hoffen.

    Und der Herr Hell ist privat ein sympathischer, ja charismatischer Typ mit dem man gerne Golf spielt? Auch schön – aber das gehört doch nicht hierher und interessiert nach diesem Desaster niemanden mehr.
    Er will sprechen, prüfen und einlenken? Er hat sich eine Stunde Zeit genommen für die – doch eigentlich schon eingehenst geprüften Fälle – das hört sich für mich nach “segr beeindruckt” an. Hat da jemand den Wolf in die Ecke getrieben?
    Herr Hell mag in Vietnam gewesen sein, denn dort werden ja die Jacken genäht. Ich lass mir meine nächste Fleecejacke jedenfalls schön mit Liebe von den Bastelmuttis nähen.

  58. Petra

    Jack Wolfskin? Jack WHO? Wer war das noch gleich.

    Erinnert Ihr Euch an Shell? Als die Brent Spar im Meer versenkt werden sollte? Shell to hell war damals ein beliebter Slogan…

  59. DaWanda-Bastlerin

    Produktionsstätten in Vietnam oder an sonstigen zweifelhaften Standorten, Logistikzentren im Naturschutzgebiet, Abmahnmafia … bis zum Wochenende war mir das nicht bekannt.

    Für mich alles Gründe keine Wolfskin-Produkte mehr zu kaufen und bei vier Kindern kommt da in jeder Saison einiges an Schnee-, Ski- und Regenkleidung zusammen.

    Jack Wolfskin hat sich selbst ins Knie geschossen.

    Ich schließe mich Nedra an, daß der Wolf steht mit dem Rücken zur Wand.

  60. Peau de loup

    Und, wieviel hat er für’s Schönschreiben auf den Tisch gelegt?

  61. Frau Fischer Pressestelle

    @DaWanda-Bastlerin

    ZITAT: “Jack Wolfskin hat sich selbst ins Knie geschossen.

    Ich schließe mich Nedra an, daß der Wolf steht mit dem Rücken zur Wand.”…

    …und dort sollte er auch bleiben! Also bitte keine Jack Wolfskin-Sachen mehr kaufen.

    kleine Anekdote am Rande:

    Als der finanzielle Werdegang der beiden Frauen auf der Kippe stand, fand es Frau Fischer (Pressestelle JW) sehr bedauerlich, wegen “solcher Sachen” so lange arbeiten zu müssen.

  62. togo

    Vielleicht war Herr Hell nicht sonderlich tief beeindruckt ob der öffentlichen Reaktion. Herr Schwarz zumindest war es ob des Anrufs definitiv ;)

    Es ist ein Faktum, dass JW ein mieses Krisenmanagement an den Tag gelegt hat. Normalerweise sollte eine halbwegs funktionierende Krisenkommunikation in einem Unternehmen mit mehr als 200 Mio Umsatz selbstverständlich sein. Doch in diesem Fall hat gar nichts gegriffen. Zweieinhalb Tage lang hatte die öffentliche Meinung Zeit, sich ohne Einflussnahme JWs zu bilden. So etwas ist jämmerlich und fordert Konsequenzen. Ich bin gespannt, wer zukünftig die PR-Arbeit für JW erledigt. Die bisherige Pressesprecherin sicherlich nicht.

  63. Jens Nordmann

    “Geben wir ihm die Zeit. Er hat sie verdient.”
    Wodurch er sich die Zeit verdient hat, ist mir ein Rätsel…

  64. DaWanda-Bastlerin

    Jack ist für mich gestorben (RIP)

    Die noch in den Schränken befindlichen JW-Kleidung werde ich mit den Solidaritätsaufnähern verschönern und ansonsten zur Konkurrenz wechseln.

  65. ralf schwartz

    @Jens Nordmann, et al.

    “Er hat sie verdient”, habe ich geschrieben! Verdient, wie jeder verdient hätte, daß er einen Fehler einsieht, sich bemüht, ihn wieder gutzumachen und schlauer aus dem Schlamassel, auch wenn er ihn selbst verursacht hat, wieder hervorgeht.

    Hätte ich geschrieben “Er hat sie sich verdient”, dann hätte ich gelogen, denn er hat bisher nur mit mir gesprochen, mir etwas erzählt, mehr weiß ich nicht, noch nichts getan, außer Absichtserklärungen geäußert.
    Jetzt müssen Taten folgen. Daran werden wir ihn messen, oder?

  66. Frau Fischer Pressestelle

    @werbeblogger

    …wenn der Kritiker zum kritisierten fahren darf (!!!) und sich auch noch darüber freut… na dann: Prost Malzeit!

  67. Tarantula

    Bei mir liegt die Sache ganz einfach. Ich habe ein langes Gedächtnis für böse Firmen.

  68. Jessica

    Das Telefonat war ja offensichtlich sehr beeindruckend,
    das klingt ja wie nach einer Gehi´rnwäsche *grusel*.

  69. T.S.

    @Tarantula Das ist bei mir ähnlich. Ich hab aber auch ein langes Gedächtnis für zweifelhaft recherchierte Blogartikel der sich hinter einem Trackback zwischen den Kommentaren verbirgt. Zitat: “Wer Pfoten benutzt die der Tatze von Jack Wolfskin aehnlich sieht ist selber Schuld.” Entschuldigung hat der Author sich mal die Sachen angesehen oder ist das nur ein Jack Wolfskin Fanboy? Vielleicht auch ein Mitarbeiter der wie schon andere Firmen ohne Chance versucht die Meinung zu beeinflussen. Armselig.

    @Frau Fischer Pressestelle: Guter Einwand! Seh ich aehnlich und ist nur dadurch zu entschuldigen das ein CEO vielleicht schwerer einen Termin freischaufeln kann als der Werbeblogger. Achja den Termin auf Montag zu legen find ich ziemlich dreist. Der CEO hofft wohl das wir uns abregen. Wie gesagt ich hab Freunde, Bekannte, Verwandte und Kollegen schon geimpft.

    Wie ich schon sagte find ich es sehr bedenklich wie weichgespült der Beitrag aufgrund eines Gesprächs, von dem übrigens wenig bis nichts verraten wurde, ist. Ich gedulde mich nicht ich werde die Leute weiter über die Praktiken von Jack Wolfskin aufklären.

  70. Ludwig

    Erfordert der Markenschutz eine anwaltliche Kostennote als Erstkontakt?

    Sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsleitung,
    lieber Herr Hell (mastermind von Jack Wolfskin)
    liebe Kunden, liebe Abmahngeschädigte,

    mit Entsetzen habe ich heute, 21.10.2009, im Handelsblatt auf Seite 16 von Ihrer Abmahnaktion gelesen. Sie schießen mit Kanonen und treffen leider manchmal auch Spatzen.

    Schockiert bin ich, weil ich seit 1986 ein überzeugter markentreuer Kunde bin und von einem Unternehmen, das “Draussen zu Hause” ist eine anwaltliche und damit kostenpflichtige Abmahnung als letztes erwartet habe.
    Betroffen bin ich, weil ich 2004 persönlich wegen einer Urheberrechtsverletzung (eine gedankenlos ins Netz gestellte Landkartenkopie) juristisch völlig korrekt abgemahnt wurde und damit finanziell (vorsätzlich) um ca. 1.000 Euro geschädigt wurde.

    Meine Rechtsverletzung geschah unwissentlich. Der Schaden an entgangenen Lizenzgebühren betrug rd. 150 Euro. Selbstverständlich habe ich unverzüglich mein unrechtmäßiges Handeln eingestellt. Zusätzlich musste ich eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben. Dies bedeutet, wenn ich mal wieder aus Unwissenheit einen Fehler mache, werden sofort X0.000 Euro zur Zahlung fällig.
    Mit einer einfachen eMail, einem Brief, selbst ein Telefonat hätte das gleiche Ergebnis erzielt werden können, ohne mich zu kriminalisieren. Ein verhandeln mit Rechtsanwälten ist nicht möglich, er bezahlt sich ja selbst.
    Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte oder Hilfe benötigt: Abmahnwelle.de oder sucht nach Jack Wolfskin Abmahnung (so führen alle Stichworte zum richtigen Link).

    Die Kunden fordere ich auf,
    ab sofort alle Einkäufe bei Jack Wolfskin auszusetzen, bis die Geschäftsleitung die Erfüllung nachstehender Forderungen einklagbar zugesichert hat.

    Die Geschäftsleitung von Jack Wolfskin fordere ich auf,

    1. der Anwaltskanzlei Harmsen Utescher, Neuer Wall 80, 20354 Hamburg mit sofortiger Wirkung das Mandat zu entziehen. Für den bereits entstandenen Imageschaden ist Schadenersatz einzufordern, ggfs. einzuklagen.

    2. um zukünftig weiteren Imageschaden von der Marke Jack Wolfskin abzuwenden, ist mit der Forschungsstelle Abmahnwelle e.V. ein geeignetes abgestuftes Verfahren zur sozialverträglichen Durchsetzung der Markenrechte in Deutschland zu erarbeiten.

    3. öffentlich ein Mitglied der Geschäftsleitung zu benennen, mit dem die geschädigten “Kleinkriminellen” unter Beschreibung ihrer persönlichen Verhältnisse eine sozialverträgliche Geldbuße verhandeln können. Die Zahlung erfolgt zugunsten des Forschungsstelle Abmahnwelle e.V. Bereits gezahlte Kostennoten werden erstattet, die strafbewehrte Unterlassungserklärung wird zurückgegeben.

    Übernehmen sie unternehmerische Verantwortung und zeigen Respekt allen Menschen.
    “Wir verschließen nicht die Augen vor Ungerechtigkeiten, mit denen diese konfrontiert werden.” (Copyright jack-wolfskin.com/de...)
    Helfen Sie die Volksweisheit “Unwissenheit schützt vor (Strafe) Buße nicht” abzuändern. Schließlich gilt auch der juristische Grundsatz “In dubio pro reo”.

    Mit freundlichem Gruß
    Ludwig
    P.S. Ich möchte auch morgen meine Jack Wolfskin Kleidung noch tragen, ohne angespuckt zu werden. Emotional geht es mir Roland Kühl-v.Puttkamer und dem Kunden aus der Ukraine. Sie treffen kleine Fische, die Haie schwimmen weiter.

    Vielleicht kann Herr Ralf Schwarz dies auch an Herrn Hell weiterleiten. Danke. Es handelt sich nämlich nicht um ein Problem von Jack Wolfskin, sondern um das Ethos des Juristenstandes.

  71. Heiko C.

    Warum wird die Verbindung mit euch gesucht, und nicht mit den Dawanda-Frauen? Es tut mir leid, aber das sieht so aus als wollte der Wolfskin-Chef mit aller Macht die Zahnpasta an der Stelle wieder in die Tube drücken, aus der sie rausgekommen ist.

    Und dass scheinbar noch immer auf Wolfskinseite ERNSTHAFT der Standpunkt vertreten wird, dass Katzenpfötchen aus Strassteinen mit senfgelben Wolfsklauen verwechselt werden können, halte ich noch immer für den Gipfel der Ignoranz oder eben Unverschämtheit.
    “Ein Auge zudrücken”, heißt doch in dem Kontext, daß Jack Wolfskin auch alle Katzenpfoten gehören, aber sie gnädigerweise nicht abmahnen, weil die betreffenden Anbieter zu geringfügig verkaufen.
    Das ist Irrsinn. Katzen sind keine Wölfe. Da braucht man keine Minute Bedenkzeit, um das festzustellen.

  72. Gila von Meissner

    Mir ist es wichtig, dass die Fronten sich nicht verhärten. Es muss die Möglichkeit einer Win-Win Situation gegeben sein. Irgendwie.

    In erster Linie für die Abgemahnten UND die Firma. Und ein wenig auch für andere Kunsthandwerker & Kreative sowie die Blogszene.

    Aber nur die Abgemahnten können für sich entscheiden. Monate- oder jahrelange Panikattacken, wenn man im Briefkasten schon wieder einen gelben Brief vorfindet… Unmengen an Geld für Anwälte… das ist nicht schön.

    Wir stecken nicht drin, wir müssen dies nicht durchstehen. Und das Ziel muss immer Win-Win sein.

  73. Frau Fischer Pressestelle

    @T.S.

    primäres Ziel sollte es schon sein den beiden Damen zu helfen.

    Werbeblogger hat das Thema sehr gut aufgegriffen und in die Öffentlichkeit getragen. Das ist sehr löblich.

    Aber was sich jetzt abspielt, ist doch eher peinlich.
    Da zitiert das CLO von Jack Wolfskin den Kritiker zu sich und der gehorcht. …

    …ist doch echt nicht zu glauben!

  74. computerbilly

    Wenn der Wolf dreimal klingelt…
    will er den Jäger in den Wald einladen um ihn zu fressen.

  75. Che

    Das ist das allerletzte und für mich ein guter Grund, für meine Familie keine Jack Wolfskin Produkte mehr zu kaufen.
    Ich werde mich dafü einsetzen, daß in meinem Bekanntenkreis und auf der Arbeit möglichst viele Jack Wolskin Produkte boykottieren werden.

  76. T.S.

    @Frau Fischer Pressestelle: Ich kann Deinen Ärger verstehen. Der Werbeblogger fühlt sich sicher ein wenig gebauchpinselt das er zu einem Gespräch mit dem CEO eingeladen wird. Mich regt viel mehr auf das Sie das nicht zeitnah machen sondern sich eine Woche vorbereiten wollen. Hab ich die Diskussion richtig verstanden mahnt Wolfskin schon lange ab. Das bedeutet für mich das sie einen Standpunkt haben und auch eine PR-Strategie. Den die Pressesprecherin ja deutlich zum Ausdruck gebracht hat. Sorry Wolfskin reagier schneller oder wunder dich nicht das das Internet weiterkocht. Viele wie ich werden dafür sorgen das auch Leute die sich nicht zu den Digital Natives zählen darüber informiert werden.

  77. markus

    mein gott, ist das peinlich. alle fakten “vergessen”?

  78. jumbok

    Ich bin schwer irritiert, dass du, lieber Werbeblogger, dich offenbar völlig überflüssigerweise beeindrucken lässt von einem einstündigen Telefonat mit dem Chef dieser Firma, die jetzt endlich und überfälligerweise an genau dem Pranger steht, an den sie schon lange gehört!?

    Es fing doch schon damit an, dass sich ein mit Cuba-Fähnchen im Büro bewaffneter Commandante eine Marke beim DPAM eintragen ließ, die ihm in jedem Fall überhaupt nicht zustand: die allseits bekannte (auf jeden Fall bei allen, die sich ein Cuba-Fähnchen irgendwo hinstellen) TAZE als Erkennungszeichen gab es nämlich bereits 3 Jahre, bevor sie Hell sich unter den Nagel reißen musste. Kein Wunder übrigens, dass die TAZ sich den Pfotenabdruck nicht schützen ließ: kein mit etwas Verstand und Anstand ausgestatteter Mensch wäre je auf die Idee gekommen, sich den – jeglicher schöpferischer Höhe mangelnden – Abdruck einer seit Menschengedenken im Alltag bekannten und benutzten Tierpfote “schützen” zu lassen.

    Dann aber der TAZ auch noch gerichtlich verbieten zu lassen ihr ureigenes Zeichen (das durch das Taz-Wortspiel ja erst zu einer kreativen Benutzung kommen konnte, denn die Fa. Wolfskin heißt ja nichtmal WolfsPFOTE!) war eine unverschämte Frechheit. Aber es geht ja NOCH weiter: Jack Wolfskin wird zu großen Teilen an zwei Heuschrecken (!) verschachert, lässt in Entwicklungsländern billig und unter ungeklärten ökologischen und sozialen Bedingungen fertigen (Wolfskin verweigerte die Beantwortung des entsprechenden Fragebogens, der Aufklärung hätte bringen können!) und hat als Naturfreundeausstatter auch kein Problem damit für ein Wolfskin-Lager mal eben ein Naturschutzgebiet anzuknabbern.

    Und jetzt wird auch noch bekannt, dass diese unsympathische Geldschaufel auch noch seit geraumer Zeit Hinz und Kunz abmahnen lässt. Falls da überhaupt eine Notwendigkeit zu bestanden haben könnte, dann ja wohl eher bei echten Firmen wie KELME (schaut Euch mal das Logo an: kelme.com) oder beim Fressnapf (fressnapf.de/unterha...). Wer bei Google in der Bildersuche “Pfote” oder “Paw” oder “Tatze” eingibt, wird übrigens sofort sehen, wie gering die Bedeutung der Hell-Marke für die Welt wirklich ist…

    Erst jetzt wird Jack Wolfskin richtig bekannt und die Leute erkennen gleichzeitig, wie absurd die Firma ihre Marke errichtet hat, ohne auch nur den geringsten Gedanken an eine stimmige Corporate Identity zu verschwenden.

    Jetzt merken auch viele Menschen, wie hohl und krank das selbsterstellte Natur- und Freiheitsimage dieser Firma ist, die ja eigentlich bloß überteuerte Plastikklamotten aus Gründen der Gewinnmaximierung mit einem “gezockten” Erkennungszeichen an Möchtegern-Großstadt-Djangos verhökert.

    Egal, was jetzt noch kommt:
    Die Marke ist tot. Mausetot.

  79. Frau Fischer Pressestelle

    @T.S.

    na ärgern sollten sich die Damen.

    Der Streit um die TAZze geht nun schon viele Jahre.

    Vergessen werden aber die vielen Kinder, die diese Sachen für Jack Wolfskin nähen, die Hausfrauen die 991 Euro zahlen um etwas zu verdienen.
    JW ist ja eine KG auf Aktien, also bekommt man keinen Einblick in die Geschäftsbücher.

    Ich vermute die Kinderarbeit und der Abmahnwahn gehört zur Strategie.

  80. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Ich komme gerade von der Twittnite in Hamburg (180 aktive Twitterer treffen sich in lockerer Runde), wo ich kurz noch über die Entwicklungen bzgl. Wolfskin ein paar Worte gesagt habe.

    Ich bin jetzt zu Hause, lese diesen Kommentarstrang und fasse es nicht, was hier stellenweise abgeht. Wollt ihr “Blut sehen”, oder wollen wir für die 8 Damen DAS primäre Ergebnis erreichen – nämlich finanziellen Schaden von den Dawanda-Damen abwenden? JW hat maßlos agiert, wir und mit uns die gesamte Deutsche Presse und mehr haben gezeigt, dass es so nicht geht. Somit steht wieder ein Kräfteverhältnis auf Augenhöhe. Das haben wir zweifellos erreicht, vermutlich mit dem zusätzlichen Effekt, dass einige bis viele Wolfskin bis auf weiteres kein Vertrauen mehr schenken. Aktion – Reaktion: so ist das eben und damit muss JW jetzt klarkommen.
    Aber bitte, lasst uns das Ziel nicht aus den Augen verlieren und das ist -jedenfalls aus Werbeblogger-Sicht- nicht, verbrannte Erde zu hinterlassen und sich dabei im Sog der Social Media Power beim Untergang einer Deutschen Marke inkl. möglichem Verlust von Arbeitsplätzen zu aalen. Ziel ist und bleibt es, die völlig unverhältnismäßigen konkreten Abmahnungen nach Möglichkeit aus der Welt zu schaffen und durch die Veröffentlichung hier mindestens bei JW für die Zukunft zu mehr Fingerspitzengefühl und Augenmaß bei ihrer “Markenverteidigung” aufzurufen. Ob sie´s tun? Wir werden darüber berichten – und das ggf. nicht unkritisch.

    Darüber hinaus liegt es mir ganz persönlich am Herzen, eine erweiterte und breite Debatte über unsere unsäglichen Deutschen Abmahngesetze zu zünden, über die andere Rechtssysteme sich nur wundern.

  81. Sebastian

    @Frau Fischer Pressestelle
    möglicherweise würde ich mich auch geehrt fühlen, wenn ein “Mastermind” kommt und mich einlädt, da stehen wohl nur wenige drüber.

  82. Gila von Meissner

    Ich bin happy, dass Roland und Ralf das eigentliche Ziel nicht aus den Augen verlieren.

    Es geht nicht darum zu beweisen, dass Blogs eine Marke vernichten können. Wir wollen nicht, dass JW Konkurs anmeldet, nur damit wir dann schreien können “das habt ihr jetzt davon.” Es geht nicht darum, die Macht der Online-Szene zu beweisen und herauszuschreien. Die Macht hat die Aktion sehr wohl gezeigt.

    Es geht darum, dass die Abgemahnten mit einer gemeinsam gefundenen Regelung glücklich sind, egal wie die aussieht.

    Und es ist zu wünschen, dass zukünftig ALLE Firmen mehr Augenmaß beweisen. Und dass wir irgendwann eine Grundlage haben, gegen die Lobbyisten in Berlin ein anderes Abmahnrecht durchzusetzen.

    Das erreicht man aber nur durch Win-Win. Verhärtete Fronten sind tödlich.

    LG Gila
    freiepfote.de

  83. T.S.

    @Roland Kühl-v.Puttkamer: Keiner möchte verbrannte Erde hinterlassen. Ich halte es aber auch für wichtig einen gewissen Druck aufrecht zu erhalten. Natürlich ist und muss das primäre Ziel sein Schaden von den zu unrecht abgemahnten Damen abzuwenden. Jack Wolfskin aufzuzeigen wie man seine Marke werbetechnisch clever schützen kann. Anderen Firmen zeigt das die Holzhammermethode eine Marke beschädigen kann. Eine Diskussion über eine angemessene gesellschaftspolitische Novellierung des Marken- und Urheberrechts notwendig ist. Das alles hatte ich selbstverständlich vorrausgesetzt. Ich habe es aber gerne nochmal niedergeschrieben.

  84. Ludwig

    @Roland Kühl-v.Puttkamer – Debatte über deutsche Abmahngesetze
    Dazu wird es auch endlich Zeit. Dann binde die Leute ein, die hier schon jahrelange Erfahrungen haben.
    abmahnwelle.de

  85. Ludwig

    Gibt es hier eine Zensur oder muß ich Mitglied werden?

  86. Ludwig

    Sorry, war ein Fehler.
    Die Debatte zu den Abmahngesetzen ist gut.
    Infos bei abmahnwelle.de
    Das geht schon seit Jahren so. Das Markenrecht muß geschützt werden, aber ohnen konkrete Handlungsanweisung schießt der Rechtsanwalt über das Ziel hinaus und hinterläßt verbrannte Erde.

  87. T.S.

    @Ludwig: Meine Beiträge wurden bisher nicht verändert. Deswegen wage ich der nur Gast ist zu behaupten das der Werbeblogger nicht zensiert. Solange die Kommentare die guten Sitten nicht verlassen. Hart in der Sache aber halbwegs ordentlich formuliert gibt es wohl keine Probleme.

  88. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Ludwig
    Nö, aber unser Bloghäuschen.

  89. hendz

    @ Heiko C.
    ‘Warum wird die Verbindung mit euch gesucht, und nicht mit den Dawanda-Frauen? Es tut mir leid, aber das sieht so aus als wollte der Wolfskin-Chef mit aller Macht die Zahnpasta an der Stelle wieder in die Tube drücken, aus der sie rausgekommen ist.’
    Genau, dass habe ich mich auch gefragt?! Und teile Deine Meinung!
    Da meldet sich ein (kreidefressender) ‘Wolf’, um ein Sprachrohr zu stopfen.
    Die Vergangenheit hat gezeigt wie diese Firma agiert, jetzt zu glauben, dass dies alles bedauerliche Einzelfaelle sind und bleiben..wer soll das glauben?

  90. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @hendz Wir ziehen unsere Hose doch nicht mit der Kneifzange an. Hälst du uns, nachdem wir das alles in Gang gebracht haben, wirklich für so blöd und naiv? “Sprachrohr stopfen??!!)

    Ich kann nur nochmal appellieren: Es ist jetzt -bis Montag- nicht ganz dämlich, den Ball etwas flacher zu halten. Der Mediendruck ist enorm und steigt noch an bis Montag, ggf. TV und weitere Print-Titel inkl. Und die Damen bei Dawanda hoffen nur eins: Bloß keine 8×1000 € bezahlen müssen, denn das ist ne Masse Holz für die Familienkasse.

  91. Nedra

    Nur nochmal Zitat Werbeblogger:”Heißgelaufene Umfaller haben wir da draussen schon genug” – gut, also bitte nicht auf die Einschmeicheltaktik des Langhaarigen hereinfallen.

    Von wegen nicht beeindruckt … ich kann den Angstschweiß direkt riechen! Tja, warum sucht er nicht die direkte Verbindung mit den Betroffenen oder mit Dawanda. Gute Frage – vielleicht gibt es am Montag Antworten …
    ändert alles nichts mehr an meiner Einstellung zur Marke Wolfskin.

  92. Carlotta

    @Roland

    Gestern gab es noch mit lautem Testosteron-Gebrüll und ohne Vorwarnung die gußeiserne Pfanne um die Ohren.
    Heute wird ein längst überfälliges Signal der Gesprächsbereitschaft, die im sozialen Miteinander eine Selbstverständlichkeit sein sollte, mit einem Enthusiasmus kommuniziert, als käme sie einer Mt. Everest Besteigung gleich.

    Das mag zu dem ein oder anderen grätzigen Kommentar beigetragen haben und ist auch für mich äußerst befremdlich.

    Eine etwas nüchternere Berichterstattung wäre im Hinblick auf die jüngsten Ereignisse eine glücklichere Wahl gewesen und hätte auch keine Vermutungen laut werden lassen, dass es sich bei dem posting um den ersten Ansatz handelt, das zertrampelte Image wieder aufzurichten.

    Das Ergebnis des Gesprächs bleibt abzuwarten und es würde mich aufrichtig freuen, wenn die Angelegenheit im Sinne der 8 betroffenden Dawanda-Mädels beigelegt werden könnte.
    Skepsis sei jedoch erlaubt!

    Um mich – sind wir hier nicht auch in einem werbe-blog? – von der Authentizität eines Herrn Hell zu überzeugen, bedarf es ein wenig mehr als ein fremdgeführtes Telefongespräch und die Einladung zum Kaffeekränzchen.

    Dem Thema der deutschen Abmahngesetze sehe ich erwartungsvoll entgegen. Vielleicht sind die jüngsten Ereignisse wenigstens die Basis, an dieser Front etwas zu bewegen.

    Umgangssprache, Gegenstände und Motive aus der Natur sollen einzeln stehend wieder der Allgemeinheit gehören!

  93. What’s new, pussycat? « …Kaffee bei mir?

    [...] raus, schon ein update: Beim werbeblogger gibt es ein hochinteressantes Telefongespräch zu [...]

  94. Tichy

    Ich glaube ebenfalls nicht, dass JW grundlegend etwas aendern wird oder aendern moechte. Wir sehen vielmehr den Versuch einer sowieso notwendigen Schadensbegrenzung, lasse mich aber auch sehr gerne positiv ueberraschen.

    Meine bisherigen Recherchen sagen mir eher, dass hier eine extrem langjaehrig geplante und agressive Markenstrategie gefahren wird, die ganz sicher nicht grundlegend ueber Board geworfen wird. Den meisten geht es laengst nicht mehr nur um “etwas mehr Fingerspitzengefuehl”!

    Liest man das Schweizer Urteil von 2007 (Widerspruchsverfahren Nr. 8157, “Tuc Tuc”) genauer durch und schaut sich die Veraenderungen der JW-Kollektion seither genauer an, kommen gewisse Vermutungen in den Sinn. Seither wird vermehrt auf die Pfote alleine gesetzt und diese auf einer Art und Weise verwendet, so dass Kennzeichnung und Muster fliessend ineinander uebergehen. Zudem werden nun zusaetzlich verschiedene Tatzen und Pfoten verwendet, in Einzelfaellen sogar von verschiedenen Tieren. Man koennte annehmen, dass dies die Vorbereitung darauf ist, langfristig die Weltherrschaft ueber alle Pfoten und Tatzen fuer sich in Anspruch nehmen zu koennen. JW geht in aktuellen und juengeren Abmahnungen auch ganz gezielt gegen Produkte vor, die eine Pfote oder Tatze gerade nicht als Kennzeichnung nutzen, als vielmehr als eigentlich (!) unproblematisches und nicht abmahnfaehiges Muster. Auch scheint man gezielt gerade nicht aehnliche Pfoten anzugehen. Alles mit an Sicherheit grenzener Wahrscheinlichkeit weder Zufall noch ein Versehen. Man scheint jetzt genau das anders anzugehen, was u.a. ein Verhaengnis beim Schweizer Urteil 2007 war.

    Die ganz aktuell Betroffenen von DaWanda sind leider auch nur Spitze eines wahrscheinlch groesseren Eisberges. Vor geraumer Zeit wurden SpreadShirt-Shops abgemahnt. Viele Shops mit Tierartikekeln sind ebenfalls mit von der Partie. Nicht zuletzt werden sogar Tierschutzvereine abgemahnt. Fehlt eigentlich nur noch, dass man der Stadt Nienborg ihr Wappen nimmt und den Blinden Ihre Armmanschette.

    Was uebrigens die taz angeht, ist es nicht korrekt wie meist in anderen Beitraegen erwaehnt wird, dass diese versaeumt haette eine Marke zu registrieren. Es wurde nur veraeumt diese u.a. auch in den Klassen 24+25 einzutragen. (Bildmarke der Taz: 2106610, Klassen: 16, 14, 20, 21, 28, 34).

    Aktuell frage ich mich, ob die taz gegen die von JW am 02.09.09. neu beantragte Marke Widerspruch einlegen wird? (Bildmarke: 3020090522197, Klassen: 25, 1, 3, 6, 9, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 21, 22, 24, 26, 27, 28, 35, 39, 41, 42, 45).

    Am Rande vielleicht noch der Hinweis, dass JW gerade u.a. z.B. gegen KELME in Spanien vorgeht. KELME benutzt als Kennzeichnung ebenfalls eine Pfote, wenngleich keine wirklich Aehnliche. (Internationale Marke: 006273858, Widerspruchsnummer: 001325945, Eingangsdatum: 13/05/2008, Eroeffnung des Verfahrens: 05/02/2009, Name des Widersprechenden: Jack Wolfskin Ausrüstung für Draussen GmbH & Co. KGaA).

    Alle – inzwischen die ganze Welt – schauen nun GANZ genau auf JW und dabei nicht nur auf Gegenwart und Zukunft. Der Schaden potenziert sich gerade noch dadurch, das bei der Gelegenheit auch andere unangenehme Dinge an die Oberflaeche gespuelt werden.

    Wirkliche Groesse und Mut wuerde Manfred Hell genau genommen nur dann zeigen, wenn er die Pfote der Allgemeinheit vollstaendig zurueck geben wuerde.

    *wink*
    Tichy

  95. Vroni

    Das, was die Blogosphäre tatsächlich vom auch nicht immer koscheren Johurnalismus unterscheidet, wird hier deutlich sichtbar:

    Erst Aufregung und moralisch Welle machen (eine/r sagte hier treffend Testosterongebrüll), dann aber schnell geschmeichelt sein, wenn Wichtigwichtig anruft. Ich wage mal den leicht unstatthaften Vergleich zu engagiertem, investigativem Journalismus, wie zu dem, der den Watergate Skandal aufdeckte und eine saubere OP hinlegte:
    Die waren nicht gleich geschmeichelt, wenn Wichtigwichtig anrief. Solche Journalisten mussten, um ihr Ziel zu erreichen, sogar deutlich mehr aushalten als manipulative Bauchpinseleien, um auf Linie zu bleiben.

    Ist ja alles menschlich, was in der Blogosphäre passiert.
    Aber bitte nennt Blogger nicht Journalisten.

    Wegen ihrer durchgehend pfauenhaften Blogger-Eitelkeiten (egal wer, ob mit W. B., S. oder D. vorndran) nehme ich Blogger tasächlich ebenfalls nicht mehr recht ernst. Ich frage mich ebenfalls, weshalb von seiten Hells nicht ersichtlich Kontakt zu den Damen aufgenommen wurde (zumindest mein Informationsstand), sondern lieber mit dem Werbeblogger gelabert wird.

    Ist halt doch (cave-)man’s world, Kerle regeln wohl immer noch lieber Dinge gemütlich aussitzend mit Kerlen, oder Pfau mit Pfau – oder wie soll ich das verstehen. Lachnummer. Oder Weinnumer, je nach Tagesform. Gefällt mir gar nicht.

  96. Update: Protest auf Jack-Wolfskin-Website, Chef meldet sich beim Werbeblogger | Spreeblick

    [...] des Werbeblogger-Artikels, der die Sache an die Öffentlichkeit brachte) in Verbindung gesetzt. Und zeigt sich wenig beeindruckt. Ganz im Gegensatz zu Ralf Schwartz, der nach seinem einstündigen Gespräch mit Manfred Hell beim [...]

  97. cama

    Auf jeden Fall sollte der Druck bestehen bleiben und die Protestwelle nicht abflauen. Nur der öffentliche Druck kann ein Einlenken bewirken.
    Ein Anruf und ein paar Worte sind noch keine Taten. Ich hoffe auch auf ein positives Ergebnis und ein Einlenken.
    Für Alle die auf dawanda anbieten ist das viel Geld und jeden kann es treffen.

    Damit ist aber der Abmahnwahnsinn nicht gestoppt, hier ist der Gesetzgeber gefordert. Die Internetgemeinde muß an dem Thema dran bleiben.

    Außerdem, wer in Asien produziert braucht sich nicht zu wundern wenn die Plagiate schneller auf dem Markt sind wie das Original. Siehe Türkei, Tunesien, Ägypten etc..

  98. Boris Noll

    Ehrlich gesagt finde ich es schade das Wolfskin doch nur das Gejaule der Blogger wahrnimmt (bitte nicht negativ verstehen ich finde das ganze wichtig und richtig) aber hätte der gute Mann sich nicht eher bei den Abgemahnten melden sollen? Hätte er nicht den Dialog zwischen ihm den Abgemahnten und den Bloggern suchen sollen? Das ganze kommt mir vor als hätte er eben mal den Hörer in die Hand genommen und ausversehen die falsche Nummer gewählt.

  99. Tichy

    Hier ist nun die modifizierte Unterlassungserklaerung fuer alle ehemaligen oder potentiellen JW-Kunden:
    file-upload.net/down...

  100. Boris Noll

    Ich will hier jetzt einen kleinen Vorstoß wagen. Roland :) ich glaube jeder fleißige BrandEins Leser weiß wie die Markenentwicklung von Jack Wolfskin voran ging und auch das sie nicht die “Bösen” sind. Jetzt musst du als Blogger aber den Kritiken gerecht werden und einen neuen Weg als nur ein “Interview” suchen. Mach einen Podcast daraus lass Leute fragen stellen und ich mein definitiv nicht die Verschwörungstheoretiker, nicht Traffic geilen Blogger und nicht diese Pseudo Social Media Experten. Ich meine die Leser die wirklich Wissen wollen was die Geschäftsführung für eine Stellung nimmt, wie sie zb zu der Kanzlei gekommen sind wieso nach dem damaligen TAZ Schaukampf jetzt wild um sich geschlagen wird,wieso Wolfskin das “nötig” wo sich ihre Marke doch durch andere Kernelemente hervorhebt und so weiter. Ich würde mich freuen wenn die Abgemahnten zu Wort kommen wenn der Soziale Aspekte solcher Abmahnungen mit aufgenommen wird (Seelische Grausamkeit.. ziemlich Hart aber gerechtfertigt wenn eine Hausfrau eine 991€ bekommt und es sich vllt nicht mal richtig traut ihrem Mann zu sagen) vllt übertrieben aber genau darum gehts doch oder nicht?

    Mit einem fünkchen Hoffnung

    Boris

  101. Gila von Meissner

    Ralf – hier mal mein Lösungsvorschlag:
    freiepfote.de/loesun...

    Andere Firmen schaffen das auch mit der Lizenzvergabe…

  102. Ein Leser

    Der Anruf beeindruckt mich in keinster weise – so hätte wohl jetzt jeder CEO reagiert.

    hätte das unternehmen einsicht gezeigt, wenn die 8 abgemahnten darum gebeten hätten?

    ->>> NEIN, hätte 1) die Anwaltskanzlei nicht, 2) das Unternehmen auch nicht.

  103. Dranbleiben « Mein vielseitiges Ich

    [...] Dranbleiben 22. Oktober 2009 Gespeichert unter: NurSo — IneS. @ 8:45 Das Thema ist noch immer nicht ausgestanden. Obwohl der Werbeblogger sich scheinbar beindrucken lässt von einer Kaltschnäuzigkeit sondersgleichen. [...]

  104. Manfred Hell (CEO von Jack Wolfskin) meldet sich zu Abmahn-PR Debakel | Das Meinungs-Blog

    [...] Nun endlich hat sich Manfred Hell, der CEO, also Geschäftsführer, von Jack Wolfskin zu der Abmahn-Aktion geäußert. [...]

  105. togo

    @Boris

    Du hast die Fragen ja jetzt schon alle gestellt. Nicht, dass dann Post vom Anwalt kommt, wenn wir die für einen Podcast nutzten ;)

  106. Katzenpfote

    So unbeeindruckt scheint Herr H. wohl doch nicht zu sein wenn er sich persönlich an den Werbeblogger wendet der ja dafür gesorgt hat, daß die Sache erst so richtig publik wurde. Oder sucht er vielleicht einen neuen PR-Berater (jetzt mal ganz unöffentlich vor mich hin gedacht)?!

  107. David vs. Goliath | Deutschflüsterer

    [...] (werbeblogger.de, netzpolitik.org, etc.) und weniger bekannte Blogs stehen plötzlich im Fokus des Users. Auch hier [...]

  108. Thorsten

    @Ein Leser um CEO zu sein müsste Wolfskin als Aktienunternehmen fungieren oder nicht?

  109. togo

    Aber Scherz beiseite. Mich interessiert momentan zuvorderst, wieso JW ein derart mieses Krisenmanagement an den Tag legt. Laut ihres Xing-Profils ist die Pressesprecherin eine Expertin für Krisenkommunikation. Davon ist allerdings nichts zu bemerken. Diese lauwarme, der Situation überhaupt nicht angemessene Pressemitteilung, die bisher ja als einzige Stellungnahme existiert, zeigt doch, dass die Dimensionen der Abmahnaffäre im Hause Wolfskin überhaupt nicht realisiert wurden.

    Der offene Brief von Ludwig (23:19) geht hier auch ein wenig unter. Vielleicht mag RS ihn ja ausdrucken und Herrn Hell in die Hand drücken? So zwischen Darjeeling und Assam? ;)

  110. NadineW.

    na toll. “Sie kommentieren zu schnell” HAHA, mein Eintrag ist auf alle fälle weg und ich werds nicht mehr neu schreiben.
    Nur soviel: Mir liest sich das ganze echt ein bißchen weichgespült und ich frage mich wieso der Werbeblogger so beeindruckt ist angesichts des J.W. Oberhaupts… Der m.M. nach besser bei den DaWanda Mädels mal angeklingelt hätte!

  111. Kopftennis

    man wird das gefühl nicht los, dass herr schwartz neben hohlen phrasen und vermeintlichem entgegenkommen des ceo’s vielleicht auch ein nettes schreiben in aussicht gestellt bekommen hat. wie sonst erklärt sich das plötzliche zurückrudern auf einen kuschelkurs? schließlich hat herr schwartz selbst dafür gesorgt, dass der teufel los ist und jetzt, wo die hölle anruft hat er anscheinend den a**** am brennen. man wird sehen, welche tatsächlichen maßnahmen von seiten des herrn hell getroffen werden…und was das langfristig bedeutet.

  112. **Kiki**

    Es versteht sich von selbst, daß es für den Pfötchenclub vor allem darauf ankommt, die Abmahnungskosten wieder vom Hals zu bekommen. Aber ich bezweifle sehr, daß irgendwer sonst noch bereit ist, sich damit zufriedenzugeben. Diesen Geist wird Herr Hell jetzt nicht mehr so leicht, wie er zu glauben scheint, in die Flasche zurückbekommen. Die Gelegenheit dazu hätte noch bis zur Veröffentlichung der ersten Stellungnahme bestanden. Jetzt besteht sie nicht mehr.

    Eine unverzügliche Rücknahme der Abmahnungen, ein sofortiger Abbruch der Beziehungen zu jener unsäglichen Anwaltskanzlei und eine halbwegs ehrlich klingende Entschuldigung war jedenfalls das mindeste, das nötig gewesen wäre, um MICH jetzt noch davon zu überzeugen, daß Herr Hell den Kern der Kritik am Vorgehen seines Unternehmens verstanden hat. Und ich schließe mich zahlreichen Vorrednern an: Er hätte sich bei den Betroffenen selbst melden müssen, nicht bei dem, der er für den wichtigsten Meinungsbildner in dieser Sache zu halten scheint.

    Für mich riecht das alles sehr nach Hinhaltetaktik – Herr Hell spekuliert offenbar auf ein Abflauen des schlimmsten Entrüstungssturms bis zum Gesprächstermin. Was auch immer er sich davon jetzt noch versprechen mag, denn der kurzfristige Schaden ist ohnehin längst nicht mehr gutzumachen.

    Wie viele von den Leuten, die unter dem Eindruck dieser Affäre gerade eine bewußte Kaufentscheidung GEGEN Jack Wolfskin getroffen haben, werden sich denn voraussichtlich wieder umentscheiden, nur weil der Wolf für den Moment mal Kreide gefressen hat? Wenn auch nur ein Bruchteil von denen, die ausdrücklich GESCHRIEBEN haben, einen bereits geplanten Kauf nicht zu tätigen, das tatsächlich tun wird, dann läuft das ja schon auf einen Schaden in sechsstelliger Höhe hinaus. Und mein Tipp lautet: Der Schaden wird noch um einiges höher als das ausfallen.

  113. ERIN

    Tja, da ist wohl jemand kräftig auf Herrn Hell reingefallen!!!!!!

    Herr Hell wahrt nur seine emotionale Autonomie. Das lernt man in Manager SEMINAREN und bei einem Coach. Er trägt sie nun nach aussen, das ist sein JOB!

    Würde Herr Hell anders reagieren – sich irgendwie aufregen – käme das als einer Bestätigung gleich, dass seine Firma da echt Bockmist gebaut hat.

    Jemand verursacht einen Autounfall und bleibt dann erst einmal ruhig – so etwas beeindruckt leider andere Menschen.

    In Wirklichkeit drehen die PR Berater der Firma jetzt am Rad weil Marketing und Rechtsabteilung vorher nicht miteinander geredet haben
    und der Kunde und der Konsument an sich unterschätzt wurde.

    Ich kenne einige CEO’s: Diese Leben komplett in einer anderen Welt.
    Die wissen eigentlich gar nichts über Blogs Kennen Etsy und Dawanda gar nicht, geschweige denn ihre Kunden.

    Das Sauber Image dieser Firma ist im Eimer und es wird jetzt überlegt wie man geschickt aus der Sache wieder raus kommt.

    Schon aus der Formulierung: “Er ist erst seit Montag wieder im Office” zieht sich der Mann aus der Verantwortung. Geschickt auswendig gelernt im Manager Seminar!”

    Alles Tricks Mann!!!! Und Du bist reingefalen!!

  114. Hit the road, Jack! « kadekmedien’s Blog

    [...] Ralf Schwartz berichtet auf werbeblogger.de, dass Jack Wolfskin-GF Manfred Hell ihn telefonisch kontaktiert habe. Er gab sich einerseits unbeeindruckt von der Reaktion aus dem Social Media, andererseits jedoch werde er ab kommenden Montag – wenn er „zum ersten Male wieder im Office“ sein wird – „den gesamten Abmahnprozess, seine Verhältnismäßigkeit und die eigene Rolle in den letzten Tagen hinterfragen“. [...]

  115. Polysarcus

    Guten Morgen! Ich glaube nicht, dass der Anruf von Hell beim Werbeblogger nur dazu dienen soll, die “Zahnpasta wieder in die Tube zu bekommen”, wie es oben jemand ausgedrückt hat. Vielmehr denke ich, dass Hell wirklich überrascht war, was da passiert ist, und es verstehen wollte, und dazu sich an einen der Auslöser dieser Welle gewendet hat. Das ist nachvollziehbar.

    Vor allem, wenn man folgendes bedenkt: Jack Wolfskin handelt offenbar seit Jahren so, ohne dass es die breite Öffentlichkeit groß gewusst oder gestört hätte. Für Hell kam es überraschend, dass eine Strategie, die seit Jahren scheinbar erfolgreich war, plötzlich zu einem Problem wurde.

    Und warum wurde sie zu einem Problem? Vielleicht waren es zuvor zu sehr Einzelfälle. Personen, die ggf. zu nahe am Objekt Wolfstatze arbeiteten, oder Personen, die den Mut nicht hatten, darüber zu sprechen und sich Verbündete zu suchen, oder denen damals nicht genug Leute zugehört haben. Personen, die nicht genügend “David-Appeal” hatten.

    Die Story “Böser internationaler Wolfskonzern, der von Heuschrecken-Investoren gekauft wurde, will Bastel-Muttis und Strick-Omas, die Katzen und deren Pfötchen auf Schminkspiegel sticken” hingegen hat an mehr als nur einer Stelle deutliches Potential für eine David-Goliath-Schlacht.

    Und Dawanda ist per so schon eine soziale Gemeinschaft, sehr kommunikativ. Da hat man sich schneller ausgetauscht, gemeinsam empört und solidarisiert – und dann hat, was auch das Verdienst des Werbebloggers ist, jemand das Potential dieser Story gewittert und für die Betroffenen und auch für sich genutzt. Die Öffentlichkeit hat das genau so gesehen – und hat den Protest zu dem gemacht, was er nun ist – eine Nachricht, die es in die wesentlichen Mainstream-Onlinemedien geschafft hat und inzwischen im Print und TV angekommen ist.

    Das ist, was Hell zuerst nicht verstanden hat und nun verstehen will. Ob der daraus die richtigen Konsequenzen zieht, ist nicht gesagt, aber ich vermute es.

    Dass er auf die Betroffenen nicht zuerst oder parallel zugegangen ist, halte ich auch für einen sehr großen Fehler, damit hätte er mehr Sympathien gewinnen können. Die Frage ist, ob er den Mut dazu hat, und was er ihnen gesagt hätte.

    Denn die strategische Entscheidung, wie Jack Wolfskin in Zukunft mit seiner Marke und der Verteidigung gegen berechtigte und unberechtige Ansprüche umgeht, ist nicht gefallen, kann es auch in so kurzer Zeit nicht sein – dafür braucht JW Zeit, das ist vollkommen klar.

    Hell hätte aber zumindest den betroffenen Frauen mal direkt oder über den Werbeblogger mitteilen können, dass die finanziellen Folgen durch JW beglichen werden unabhängig von der rechtlichen Beurteilung (“ohne Anerkennung einer Rechtspflicht”). Damit hätte er sehr leicht und sehr viel Wind aus den Segeln nehmen können, ohne sich in der Sache selbst zu früh festlegen zu müssen.

    Dass er das NICHT getan hat, finde ich das eigentlich traurige und auch ärgerliche an seinem Verhalten!

    Und auch taktisch einen schweren Fehler. Denn die Debatte wird morgen nicht mehr nur sein, ob die “Bastel-Muttis” ihre 970 Euro zahlen müssen. Sondern Jack Wolfskin wird klären müssen, ob es ok ist, sämtliche Tierpfoten egal welcher Species auf jeglichen faserhaltigen und nicht faserhaltigen Objekten dieser Welt für sich zu reklamieren oder nicht. Und Jack Wolfskin wird unter stärkerer Beobachtung stehen – in welche Naturschutzgebiete baut es in Zukunft seine Logistikzentren, in welchen Unternehmen werden die Kleider genäht und zu welchen Bedingungen, wie sieht es mit dem ökologischen Fussabdruck der Produkte von der Faser bis zum fertigen Produkt aus, auch im Vergleich zu Wettbewerbern wie Patagonia, die hier schon sehr viel weiter sind.

    Viel zu tun für Hell und sein Team, würde ich sagen. Von daher wäre ich nicht erst Montag wieder “im Office”, wenn das mein Job wäre :-)

  116. Sandstrahler

    Lieber Werbeblogger, wie tief befinden wir uns denn gerade im Allerwertesten des Wolfs? Das ist ja Fremdscham pur, dieser Werbetext da oben? Hat er euch Kekse angeboten?!!!

    : D

  117. Peter

    Im Zeitalter von Blackberries, Iphones (entschuldigt bitte die platte Formulierung) und Telefonen im Allgemeinen zu sagen “Ich war nicht im Office” finde ich…, nun ja, es ist eine Ausrede.

  118. C. Corleis

    Hat der Wolf plötzlich Kreide gefressen oder was? Was bedeutet, dass “Die Prozesse überdacht” werden sollen? Habe da so eine dunkle Ahnung es folgt nun eine Anweisung an die Anwaltsrotte bei neuen Abmahnungen folgender Zusatz mit reinzunehmen “Dem Abgemahnten ist es gegen eine Strafandrohung von 100000 Euro untersagt, auch nur ein Wörtchen über diese Abmahnung an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen”.
    Ich traue dem Wolfshäuter nur noch soweit ich einen Amboss werfen kann!

  119. IneS.

    Schade. Dieser Artikel lässt bei mir nur einen einzigen Gedanken zu:

    Wer hat den Dickeren in der Hose?!

    Ist doch echt traurig, dass “man” unbeeindruckt ist von dieser ganzen Welle- da hat “man” doch menschlich etwas falsch gemacht und zeugt nicht gerade von Führungskompetenz…

    Tza, keine Tatzen mehr in diesem Haushalt, selbst wenn es zu einer “gütlichen” Einigung kommt (und was bitteschön heißt schon “gütliche Einigung” nach dem ganzen Zores für die Betroffenen?!)

    Herzliche Grüße,
    IneS. (Bastelmutti ihres Zeichens)

  120. JMK

    Was ich mich die ganze Zeit frage ist, dass sich innerhalb des Unternehmens niemand zu Wort meldete um die Abmahnungen erst gar nicht zu produzieren. Solch ein Prozess läuft in der Regel durch mehrere Hände und Abteilungen. Auch und gerade bei einem mittelständischen Unternehmen erwarte ich doch eher gesunden Menschenverstand und so altmodischen es klingt: ein wenig Moral und Angemessenheit der Prozesse.

  121. Jack Wolfskin – der Weg ist das Ziel « Aydon's Pommesbude

    [...] doch das ist jetzt schon wieder obsolet. Manfred Hell, CEO von JW hat sich beim Werbeblogger gemeldet.  Er werde die Einzelfälle prüfen, sich dann entscheiden. Und den Werbeblogger am Montag [...]

  122. mark793

    @vroni, (2 Uhr 39): Der gewöhnliche Wald-, Wiesen- und Wirtschafts- (oder gar Werbe-)Journalist ist aber nun mal nicht aus dem Holz der Woodwards geschnitzt – genau so wenig wie ein Branchenblogger. Während aber der Journalist qua Berufsbild so tun muss, als sei er nicht geschmeichelt oder beeindruckt, wenn Mr. Oberwichtig anruft, kann man sich als Blogger diese Offenheit durchaus leisten, das zuzugeben. Finde ich nicht unsympathisch oder gar verwerflich.

    Die Erwartungshaltung, ein Branchenblog müsste 24/7 nur den Rächer der Enterbten geben, ist ja wohl auch bisschen utopisch, oder? Ich meine, hier schreiben Leute, die in dem Bereich arbeiten, die Kunden und vielleicht Beratungsmandate haben, selber auch Markenpflege und dergleichen im Angebot haben, ich wüßte nicht, warum man hier jetzt gleiche oder noch strengere Maßstäbe anlegen müsste wie an die Washington Post oder auch nur w&v.

    Disclosure: Ich schreibe freiberuflich für die Werbefachpresse (beef, w&v-Sonderpublikationen, media spectrum etc.).

  123. David Bowman

    Ich kenne Herrn Hell nicht … und ich brauche IHN auch nicht
    persönlich zu kennen … aber eines lehrt die Erfahrung mit
    Menschen wie Herrn Hell: Der Schritt vom “Selbstbewußtsein”
    zur “Selbstgefälligkeit” ist ein sehr kleiner. Unternehmen
    ab einer bestimmten Größe neigen – per Definition – zur
    Selbstgefälligkeit. Eine Art “Unantastbarkeits-Syndrom”.
    “Uns kann keiner” …
    Die Liste der Unternehmen, die an ihrer Selbstgefälligkeit
    zu Grunde gegangen sind, sprengt den Rahmen dieses Textes.
    Selbstreflexion scheint, primär bei deutschen Unternehmen,
    eher ein Fremdwort zu sein.
    “Der Kunde zahlt meine Miete” gilt ab dem Moment nicht mehr,
    wo die Zahlungen schon für Wohneigentum ausgereicht haben.
    Ab diesem Zeitpunkt “braucht” man selbst (als Eigentümer) den
    Kunden nicht mehr zum “Lebensunterhalt”, sondern nur noch
    um sein Eigentum zu mehren und sein Ego zu befriedigen:
    “Schaut her wie toll ich das alles mache” …
    Ein Dialog findet, wenn Überhaupt, nicht mehr auf Augenhöhe,
    sondern von “Oben” (hier bin ich) nach “Unten” (dort seid ihr)
    statt. Anpassungen an neue, ökonomische und kommunikative
    Gegebenheiten, finden nur noch unter “Zwang” statt. Reagieren
    statt agieren. Verwalten statt aktiv managen … solange bis
    einen die “neue Realität” eingeholt hat – und über den Haufen
    rennt. Dann … ja dann sprechen wir noch einmal mit Herrn Hell.

  124. Jokerman

    Seltsam

    Herr Schwartz,

    tagelang haben Sie wie ein “tollwütiger” Wolf die krasse Unternehmensführung von JW angeprangert, die Fehler aufgedeckt, den Finger in die Wunde gelegt. Tagelang bestaunen wir hier auf Werbeblogger die Geschehnisse und nichts ließe JW anmerken, das es aus Fehlern lernt.

    ABER NUN:

    Ruft der Hell, direkt aus der Hell an und Sie brechen ein, wie ein Kartenhaus. Applaus für soviel Widerstandskraft! Also ich will wissen, was dort 1 Stunde lang verhandelt wurde. Das Sie plötzlich, innerhalb 1er Stunde, aus bissig wütend und der Gerechtigkeit verschrieben nun nur noch ein Schatten Ihrer selbst sind. Plötzlich ein zahnloser Wolf, der einem CEO auf die Knie fällt und nun so tut, als wäre nix gewesen. Eine Schande ist das.

    Aber so ist es eben, nichts als heiße Luft. Mich würde es nicht wundern, das Ihnen das eine oder andere Angebot gemacht wurde. Schade Herr Schwartz.

  125. googlehupf

    Ob sich zwei mehr oder weniger sympathische Figuren beim ‘Werbeblogger’ zusammensetzen und überlegen, wie man die Kuh wieder vom Eis bekommt – was soll daran interessant sein?

    Glücklicherweise wurde dieses Thema längst von den seriösen Medien aufgegriffen.

    Eine Firma die sich – für jedermann erkennbar – derart unethisch verhält, muss man einfach kritisch sehen. Daran ändern auch ein paar schöne Worte nichts mehr.

    Beim Werbeblogger glaubt man vielleicht noch, man könnte die Meinungen wieder positiv beeinflussen, indem man jetzt eine richtige gute PR-Aktion macht. Ridiculous!

  126. C. Gutermann

    Alles schön und gut, aber …
    hier ist immer von MONTAG die Rede. Dummerweise tickt aber die Abmahnuhr weiter. Das wichtigste Signal, nämlich dass JW alle Fristen _verbindlich_ aussetzt und alle Aktionen gegen die Abgemahnten bis zur Klärung der Angelegenheit stoppt, die fehlt.
    Auf der JW-Homepage steht immer noch die “aktuelle Stellungnahme” und die ließt sich bekanntlich alles andere als einsichtig.

  127. Hermione

    Hat denn hier wirklich jemand geglaubt JW würde nun den Schwanz einziehen und zu Kreuze kriechen? Das wäre doch ein Gesichtsverlust erster Güte, nachdem man so unnachgiebig den Knüppel geschwungen hat. Natürlich kann man auch nicht zugeben, dass man ob dieser grandiosen Protestwelle arge Bedenken hegt, finanziellen Schaden davonzutragen.
    Schade, dass hier bei der Aussage “alles nochmal genauer zu prüfen zu wollen” einige schon vor Dankbarkeit zerfließen.
    Hier geht es nicht um ein paar Pfoten, hier geht´s ums Prinzip.
    Morgen oder übermorgen, wenn sich der Sturm gelegt hat, kommt der nächste “Riese” auf die Idee sein Kässchen mittels Abmahnungen etwas aufzustocken.
    Irgendwann sind wir Sklaven, die sich jedes Wort überlegen müssen, das sie jemals veröffentlichen.
    Und seid sicher, wer etwas finden WILL, findet es!!
    Hier ist die Politik gefragt, die jedoch aus genannten Gründen
    nur auf massiven Druck seitens der Untertanen reagieren wird.

  128. Nico

    Alles klar. Da bleibt einer kühl und der Blogger, der nur in die Tasten hauen, aber am Telefon wahrscheinlich rhetorisch ‘ne Niete und deshalb selbst bei der kleinsten Gelegenheit beeindruckt ist, leckt ihm die Füße.

    Was hat er denn gemacht? ‘ne Stunde telefoniert? Und du findest den jetzt toll? Ja super. Da ist aber einer richtig kritisch geblieben.

  129. Nico

    Achso. Und die Marke Jack Wolfskin wird von Leuten, die die Kleidung nicht nur in der Großstadt tragen, ziemlich ausgelacht, weil die Konkurrenz viel höhere Qualität herstellt und dabei ähnlich teuer ist.

  130. Bärli ... mit Tatzen + Krallen

    @ Ralf Schwartz,
    nach deiner Ausführung über dein (positiv formuliertes ???) Telefonat mit dem kapitalistischen Wolf in Menschengestalt.
    - nimm dir zu diesem Treffen Menschen mit, die nicht so leicht durch diesen Herrn und seine Macht zu beeindrucken sind, sonst kommst du noch freudestrahlend mit ein paar Sponsor-Winterjacken wieder zurück in deine und auch unsere Welt.

    Gruß vom Bärlibärchen (ist + bleibt sauer auf J.W. und deren Machenschaften)

  131. Jokerman

    Hehehe genau:

    Lass dir Eier wachsen!

  132. Siamfisch

    Also ehrlich gesagt, ich bin auch nicht im Geringsten beeindruckt. Hätte sich Herr Hell mal lieber die Zeit genommen, die Abgemahnten zu kontaktieren und mit den Damen selber zu sprechen, die Abmahnungen vom Tisch zu wischen und sich zu entschuldigen, als mit dem Werbeblogger Süssholz zu raspeln. Erst wenn diese Abmahnungen vom tisch sind, DANN kann man über alles reden. Bis dahin sehe ich keinen Grund nicht weiter zu versuchen, den Herrn doch noch zu beeindrucken. Ich glaube, ich werd heute nachmittag mal dem JW-Store vor Ort einen Besuch abstatten und das Gespräch mit Personal und Kunden suchen, speziell mit Kunden …

  133. kein0815

    Wie kann man nur so schnell umfallen?!

    Angesichts der Tatsache, das der CEO total unbeeindruckt ist, macht er sich dennoch die Mühe, sich persönlich an den Werbeblogger per Telefon zu wenden. Das ansich widerspricht sich doch schon. Das nun aus dem lauten Wolfsgeknurre ein Schmusekatzengeschnurre geworden ist bleibt insofern unverständlich, als das sich die Situation für die Betroffenen bisher in keinster Weise geändert hat. Sowohl die Abmahnungen stehen noch wie auch die offizielle Stellungnahme.

    Den Sachverhalt noch einmal prüfen zu wollen ist wohl eher billiges Zeitschinden und drückt von vornherein aus, das so oder so dem Wolf das Schafspelz über die Ohren gezogen wurde.

    Hätte der Wolf out of Hell einfach einen Schlußstrich gezogen, die Aktion eingestampft und jedem der Abgemahnten eine neue Winterkollektion als Schadenersatz für dieses bescheuerte Getue geschickt, ja dann hätte sich JW wohl eine Menge Sympathien wieder zurückholen können.

    So aber geht das Gezerre weiter, obwohl bereits jetzt schon feststeht, das der unbeeindruckte CEO out of Hell einen Rückzieher machen wird und die PR-Vertretungstante wohl nie mehr kostenlose JW Klamotten erhalten wird. Der CEO geht aus dem Ganzen unbeeindruckt aber mit Nachsicht und Kooperationswillen aus dem Ganzen hervor, er hat ja schließlich eine Stunde lang telefoniert.

    Ich für meinen Teil werde so oder so nie mehr JW kaufen, denn die haben es einfach verkackt!

  134. subbselchen

    Ich muss sagen, ich war über dieses Posting auch etwas überrascht. Wenn JW nun zum ersten Mal solche Abmahnungen an gar nicht ähnlich sehenden Tierfußabdrücken gemacht hätte, dann könnte man sagen, gut, die haben ihren Fehler eingesehen.

    Höchst unangenehm nur: Warum hat man eigentlich so einen schalen Beigeschmack? Man denkt, dass dies doch nur eine Reaktion der Firma ist, um den Schaden hoffentlich für sich begrenzen zu können. Und dann tauchen vor einem die Bilder von diesen 0815-Schulungen der Führungsebenen auf. Und sofort kommt mir in diesem Zusammenhang diese unselige Begrüßungsformel: “Ich grüße Sie” in den Kopf, die man dort auch lernt. Schablonenartig abgespielte Handlungen, brav eintrainiert und man kommt sich so toll vor, weil Herr mindestens Doktor Irgendwas einmal angeblich herausgefunden hat, dass damit eine schnellere Kundennähe entstehen würde. Und das wird dann auch noch fälschlicherweise als Ich-Botschaft verkauft.

    Diese Gedanken bekomme ich nicht aus dem Kopf. Für mich heißt das: Ich hoffe, dass die Firma zur Besinnung kommt und als Widergutmachung die Abmahnungen in den Dawanda-Fällen fallen lässt und auch vorherige überprüft, wo denn da nun wirklich eine Markenrechtsverletzung besteht.
    Nur das wird mich bestimmt nicht mehr veranlassen, deshalb irgendwann noch einmal JW-Sachen zu kaufen.

    Es tut mir leid, eine Win-Win-Situation, wie sie hier schon angesprochen wurde, kann ich nicht sehen.
    Wenn jemand so offensichtlich, immer wieder und jedem normalen Menschenverstand zuwider alle Tatzen abmahnt, dann muss man sich einfach mal anschauen, welche Parteien sich nun gegenüber stehen:
    Auf der einen Seite der reiche Konzern, auf der anderen Seite Hobby-Kreative. Ok, das ist noch kein Kriterium, warum man nicht eine Win-Win-Situation wünschen könnte.
    Erst wenn man weiter denkt, wird es klar. JW mahnt auch Tatzen ab, die mit ihrem Logo von niemanden verwechselt würden. Sie bringen damit völlig normale Leute, die weder unbewusst noch bewusst etwas getan haben, in Misskredit und Schwierigkeiten. Es tut mir leid, aber da kann ich keinerlei Ansatz für eine Win-Win-Situation sehen.
    Wenn einem die komplette Autoseite von jemanden zerkratzt wurde, dann können auch nicht alle glücklich sein, weil der Verursacher für den Schaden an dem vorderen Kotflügel und die Vordertür aufkommt.

    Hier geht es um Verantwortung, ethische Grundsätze und einem gesunden Menschenverstand. Wenn das die Firma zeigt, dann kann sie hoffen, dass sie in Zukunft neue Kunden findet, denn ich denke von den alten, die die Geschichte kennen, wird sie nicht mehr viel sehen.

    Aber wisst ihr, worüber ich mich freue?
    Das Web funktioniert endlich wieder auch in Zeiten als Massenmedium! Hier hat das Volk seine Macht und kann dem Wahnsinn seine Grenzen zeigen! Ich würde mir nur wünschen, dass deutsche Politiker in dem Bereich endlich fit werden, denn dann würde sie sehen, welche Gesetze nicht akzeptiert werden, wie z.B. einige Möglichkeiten im Markenrecht.

    Dass keiner das falsch versteht: Ich bin schon für einen Markenschutz, aber er darf nicht die Möglichkeit zu solchen Auswüchsen lassen, wie wir gerade erlebt haben. Wenn Firmen ganz alltäglich Sachen als Marke nutzen, muss ihnen klar sein, dass dann extrem enge Grenzen sind. Das würde ich mir wünschen.

    Noch was: Mein Bekannter erzählte mir, dass er gestern in SternTV erstmals Werbung von JW gesehen habe. Ich bin keine so große Fernsehschauerin, muss aber sagen, mir ist sie auch noch nicht über dem Weg gelaufen. Sollte die Firma nun auch das versuchen, um wenigstens etwas zu retten? Ist diese Werbung in den nicht spezialisierten Fernsehangeboten neu?

  135. Faserfimmel.de » Blog Archive » Neue Entwicklungen

    [...] hell, CEO bei Jack Wolfskin, hat mit dem Werbeblogger gesprochen. Mehr dazu hier. Man trifft sich am kommenden Montag in [...]

  136. Ada

    Was wäre eigentlich geworden, hätten nun die Dawanda Damen ebenfalls geschwiegen und nicht alles veröffentlicht???

    Ich habe so sehr alle versucht, mit dem Herrn persönlich zu sprechen – Keine Chance. Jetzt will er etwas und wie ein dominanter Hund, diktiert er euch einen Termin. Nä, irgendwie muss ich lachen!

    Im Frühjahr haben sich viele auf Ratenzahlungen geeinigt. Statt der 911 wurden dann zum Beispiel sechs mal je 50 Euronen an die Kanzlei gezahlt. Ein bisschen hat wohl jeder sein Glück versucht.

    Warum auch immer musste ich dann keine 3700 zahlen. Oder bis heute noch nicht. Man hat sich einfach nicht mehr bei mir gemeldet…

    Jetzt zu sagen, wir prüfen, ob alles richtig ist: Gelogen! Spätestens bei der März Aktion hätte man doch einmal genauer prüfen müssen, was sich da tut.

    Nur wie, hat man selbst das Wort “Tatze” zur Marke gemacht?
    Komisch, Wölfe haben eigentlich Pfoten – Großkatzen aber Tatzen. Die TAZ hat ihre Tatze vom Luchs. Warum jetzt der Wolf von Tatzen spricht, immer noch, sagt mir genug.

  137. Carlotta

    @tichy

    Danke, für die für mich sehr aufschlußreichen Zeilen, was die Vereinnahmung der Pfote anbelangt.

    Zitat Polysarcus

    “…Denn die Debatte wird morgen nicht mehr nur sein, ob die “Bastel-Muttis” ihre 970 Euro zahlen müssen. Sondern Jack Wolfskin wird klären müssen, ob es ok ist, sämtliche Tierpfoten egal welcher Species auf jeglichen faserhaltigen und nicht faserhaltigen Objekten dieser Welt für sich zu reklamieren oder nicht.”

    Genau hier wird sich zeigen, wie groß die Lernbereitschaft von JW/Hell ist.
    Zumindest ICH und noch einige(viele) Andere wollen die Katze und den Hund zurück, die Hell NIE gehört haben!
    Dabei ist es mir schnurzpiepegal, ob irgendwelche weltfremden Paragraphenbrabbler darin einen Wolf sehen.

    Ein weiteres Beharren darauf, einen Anspruch auf sämtliche Pfotenabdrücke zu haben – selbstverständlich nachdem sich die Gemüter erstmal wieder beruhigt haben – dürfte einen durch die Kreativ-/Tierhalterszene verursachten Flächenbrand in den Medien auslösen, der dem jetzigen in nichts nachsteht und ich halte die Menschen für nicht so dumm, dass sie das aktuelle Debakel in wenigen Wochen vergessen haben.

  138. Vroni

    @ Mark 793

    “Die Erwartungshaltung, ein Branchenblog müsste 24/7 nur den Rächer der Enterbten geben,”

    Diese Erwartungshaltung wirst du bei mir von vorne herein nicht vorfinden.

    Mein Posting ist gegen die Eitelkeit gerichtet und dass ich da Gefühl habe, dass was falsch läuft, wenn nicht mit den Betroffenen geredet wird, sondern nur zwischen Mini-Wichtig und Wichtig-Wichtig.
    Ich versteh auch nicht, was es da zu labern gibt. Einfach den Häkelclub nicht ausnehmen, die Anwälte zurückpfeifen, fertig. Die Welt kann so einfach sein, wenn man das Pfauengelaber mal weglässt.

  139. Nico

    Achso, die Verwendung von Ausdrücken wie Mastermind, kontaktet, ist im Office und hineingebrieft, erweckt auf mich irgendwie den Anschein, du wolltest jetzt ziemlich wichtig wirken, weil du mal mit einem von den Großen deine große Pause verbracht hast.

  140. mark793

    @ Vroni:

    Wir leben nun mal nicht in dieser idealen, einfachen und umkomplizierten Welt, in der das böse Wölflein bei den Strickschäfchen weidet. Und dass es ist, wie es ist, hat auch mit Eitelkeiten zu tun, ganz klar. Ich kann trotzdem nichts per se verwerfliches daran finden an dem Versuch, hier moderierend was zu bewirken. Natürlich würde auch ich es viel lieber sehen, der Leitwolf würde sich nicht lange zieren, gleich das Gespräch mit den Abgemahnten suchen und die ganze Aktion auf Null zurückdrehen. Aber vielleicht braucht es eben nicht nur das skandierte “Kreuzige ihn” der aufgeputschten Bloggermassen, sondern auch etwas Diplomatie, um ihm diese Brücke zu bauen.

  141. fliegenpilzle

    Wir vom Pfötchenclub (die Abgemahnten) finden es toll, dass der große Jack (Manfred Hell) uns nun seine Hand hinstreckt und wir 8 werden in diese Hand bestimmt nicht spucken!

  142. Clara

    Es ist schön zu lesen, dass dieses Thema die Leute nicht kalt lässt.
    Was ich nicht ganz verstehe ist die Reaktion von euch Werbebloggern auf die Aussagen, dass die Leute die Konsequenz aus dem Verhalten von JW ziehen und die Produkte beukottieren wollen.
    Welche andere Möglichkeit hat denn der Verbraucher sonst?
    Briefe schreiben?
    Diese landen gleich im Müll bzw. im Spam-Filter.
    Schön ist es aber, dass JW sich wenigstens rührt. Das lässt hoffen.

    Für mich ist die Marke seit Jahren schon gestorben – seit die Qualität ihrer Produkte so ratten schlecht geworden ist.
    Ich hatte eine Jacke gekauft, die angeblich wasserabweisend sein sollte… nach 10 Minuten Nieselregen war ich klatsch nass.
    Auf meine Reklamation hin wurde mir gesagt, ich sollte mich an den Hersteller des Stoffes wenden… Gnädiger weise wurde dann die Jacke nach einigem Hin und Her umgetauscht.
    Seit dem mache ich einen großen Bogen um JW-Produkte.
    Nach der gelaufenen Debatte wird dieser Bogen noch größer.

    Ich wünsche allen Pfoten-Abgemahten, dass diese absurden Vorwürfe fallen gelassen werden. Und dass die Konsumenten ein langes Gedächtnis haben.

  143. dschinny

    Wärend ein Hr. Hell gaaanz in Ruhe seine Prozesse überdenkt, um VIELLEICHT zum Offensichtlichen durchzudringen, vielleicht aber auch nicht, und FALLS, dann auf einige bekannte Fälle von Ungerechtigkeit gnädigst zu verzichten, dürfen sich die Bastelmuttis um die Fristen sorgen, die Abmahnungen ihrer Existenz setzen.

    Anstatt Zeit zu schinden, sollte Hr. Hell schleunigst seine Abmahner zurückpfeifen, sich öffentlich und persönlich bei den Dawanda Mädels entschuldigen, Ausgleich für Angst Und Ärger anbieten und glaubhaft dafür sorgen das sowas nie wieder vorkommt.

    Danach! können wie Verbraucher darüber nachdenken, ob “Sorgfältige Prüfung” für JW nicht generell nur eine wohlfeile Worthülse ist um ihre Marke aufzuhübschen, solange ihnen niemand drauf kommt.

  144. Ein Leser

    Mich würde generell mal interessieren, wo und wie man prüfen kann, ob JW wirklich so (in meinen Augen) grössenwahnsinnig sein darf und jedes Pfotenbild abmahnen kann.

    Normalerweise gehört dieser Firma einfach das Markenrecht auf ein Pfotenbild das keinen Schriftzug oder keine weitere markanten erkennunsdetails hat, entzogen – dann ist nämlich auch zukünftig ruhe (zumindest was tierpfoten angeht).

    @Thorsten: Ich ändere den Begriff CEO in Firmenlenker :)

  145. Petra

    Dschinny, Dein Beitrag spricht mir aus der Seele.

  146. giovanni

    liebe werbebloggerleute

    seid ihr nicht auch gerade dabei, mit euren reaktionen auf die leserkommentare in dasselbe fahrwasser wie der angeprangerte zu gelangen ? mag sein, dass der hintergrund eurer formulierungen ein anderer ist, als der, der offensichtlich von vielen herausgelesen wird. warum nehmt ihr dieses feedback nicht einfach ernst? offensichtlich ist doch beim bericht über DAS TELEFONAT einiges schief gelaufen. warum versucht ihr nicht, DARAN zu arbeiten, anstatt mit doch eher oberlehrerhafter kelle eure schäfchen ins richtige eck zu stellen… ?

  147. googlehupf

    .. mir stellt sich sogar die Frage nach der moralischen Integrität des ‘werbeblogger’ wenn er hier plötzlich anfängt, die Position von JW zu unterstützen. Damit erweist er dem Schutz der Tatze als Allmende wirklich einen Bärendienst. :-(

  148. Sebastian

    mal ein wenig zynisch (und ich verstehe durchaus, dass ein Branchenblog es nicht allen recht machen kann):

    dieser Artikel demonstriert glasklar den Unterschied zwischen Blogosphäre und Journalismus. Ohne es zu wollen, hat Hell dem Zentrum der Berichterstattung über JW einen Glaubwürdigkeitsschlag versetzt.
    Der Artikel wirkt einfach so, als wenn er mit einem Versprechen auf ein “Exklusivinterview” gekauft worden ist (und wollen wir wetten, dass sich Hell bis zum Montag nirgendwo äussert?). Als Gegenleistung müssen einfach mal die Füsse stillgehalten werden.

    Ich habe gerade den Beitrag im Spreeblick gelesen, da äussert ihr euch ja auch und wie gesagt, aus meiner Sicht ist es absolut verständlich, dass ein Blog, der von so einer Aufmerksamkeit überrascht wird, nicht alles richtig machen kann. Dafür habt ihr euch mehr als wacker geschlagen – meinen vollen Respekt.
    Dieser Blogartikel ist allerdings lächerlich.

  149. ralf schwartz

    Eure Zeilen zeigen mir, daß Ihr Euch viele Gedanken macht. Vielleicht kann ich einige davon auflösen:

    - Nein, ich habe keinen Beratervertrag, und der Wolfskin-GF wollte auch nicht meine Konfektionsgröße wissen.
    - Nein, aufgrund meiner Historie bin ich mit 46 Jahren nicht mehr beeindruckt, wenn mich ein Geschäftsführer anruft.

    - Ja, ich bin froh, daß er sich überhaupt gemeldet hat, denn das zeigt, auch er will den Fall lösen, und ist gesprächsbereit.

    - Nein, ich denke es war richtig, daß er mich zuerst anruft, denn ich habe den Fall ins Rollen gebracht. Ich werde im Handelsblatt, etc. zitiert. Ich bin für ihn im Zweifel derjenige, bei dem die Fäden der Aktion zusammenlaufen. Dort meldet man sich zuerst. Und sei es, um nur die Wogen zu glätten.

    - Ja, der Bericht ist auffallend positiv. Warum? Weil ich Ruhe haben will auf beiden Seiten! Ich will, daß die Abmahnungen der Damen zurückgezogen und daß die Damen für all den Ärger der letzten Wochen entschädigt werden, daß sich der Hauptverantwortliche zumindest entschuldigt. Ich will, daß so etwas bei Jack Wolfskin nicht mehr vorkommt! Und ich wünsche mir, daß das ein oder andere Unternehmen aus den letzten 5 Tagen lehrreiche Schlüsse zieht.

    - Nein, er hat mich nicht bestellt, sondern ich habe das 4-Augen-Gespräch mit ihm gefordert. Am Telephon kann er mir (und Euch) alles erzählen! Unter anderem, er sei im Ausland! Interessiert mich alles nicht. Mich interessiert nur die schnelle Lösung des Konfliktes.

    - Nein, der Montag ist vollkommen okay, denn die ersten Abmahnung wird am Abend des Dienstag per Fax fällig! Zeit genug für alle Beteiligten.

    - Ja, ich denke, eine zufriedenstellende Lösung erreichen wir nur, wenn man sich im Vorfeld auf einen Level begibt, auf dem man vernünftig miteinander reden kann. Dazu können in diesen Tagen wir alle beitragen. Wir sollten weiter das ureigentliche Ziel verfolgen!

    Danke Euch allen! Wir bleiben dran!

  150. lemming

    eigentlich schon alles gesagt – mal mehr oder weniger gut. aber eines noch nicht:

    während – berechtigter weise – hier über den schaden an der marke JW diskutiert wird, leidet einen andere dadurch nicht minder. nämlich die des werbebloggers. es gab zwar schon einige kommetare in die richtung, aber für mich hat der werbeblogger genau so viel schaden abgekriegt wie JW. erst mit lostreten, dann der pr-text da oben, darauf einige spitze kommentare und dann? vom werbeblogger kommt nix …

    anstelle selber mal professionell zu sein (wie von JW gefordert) und hier klar stellung zu beziehen, schweigt man. woher dieser schwenk? warum? in den raum gestellte vermutungen, da wäre doch vielleicht ein beratervertrag rübergereicht worden, wird unkommentiert gelassen … warum nicht mal klar und deutlich sagen, was sache ist? eventuell sogar zugeben, dass der autor sich hat einlullen lassen … oder sogar dass man selber einen fehler beim bloggen gemacht hat …

    das ist für mich das eigentlich unschöne – und fast schon peinliche – hier (JW hat mich noch nie interessiert):

    einen pr-gau bei ner großen marke thematisieren und dann als markenexperten dabei selber einen kleinen abliefern.

    werbeblogger für mich in zukunft: nur noch dann, wenn ich mal wieder was über twitter oder so erfahren möchte.

    adieu

  151. googlehupf

    “ich habe den Fall ins Rollen gebracht.”

    “Weil ich Ruhe haben will auf beiden Seiten!”

    Größenwahn?

    Ihre persönlichen Befindlichkeiten interessieren mich bsp. überhaupt nicht – die Sache schon!

  152. fliegenpilzle

    Lieber Ralf,

    der Pfötchenclub ist dir unendlich dankbar, dass du dich so für uns einsetzt.
    Auch uns Abgemahnten tuen ein paar Tage Ruhe und Zeit zum Nachdenken mal ganz gut.

    Liebe Grüße von Sandra (die erste der Abgemahnten)

  153. blogZicke

    wenn alle Kommentatoren auf einen Kauf von Produkten der oben erwähnten Marke verzichten, wäre das zumindest etwas, was der einzelne ohne weiteres machen könnte.

  154. fliegenpilzle

    @googlehupf

    Ich hoffe doch du interessierst dich wenigstens für das Befinden von uns Abgemahnten.
    Wir sind definitiv keine Sache sondern lebende Menschen.

  155. auchschonabgemahntworden

    Viele gehen hier davon aus – und hoffen insgeheim vielleicht auch – das es sich bei den Abmahnungen an die Dawada-Mitglieder eventuell um ein bedauerliches Versehen von eigenmächtig handelnden Anwälten gehandelt hat. Wer einmal gründlich recherchiert, wird schnell feststellen, das JW europaweit seit Jahren alles abmahnt was eine Pfote in einer wie auch immer gearteten Form gewerblich nutzt. (Beispiel: http://www.tuctuc.es)

    Wir selber sind auch abgemahnt worden und würden uns im Leben nicht trauen den Fall mit offenem Visier öffentlich zu machen und uns wieder mit den Staranwälten und der gigatischen Kriegskasse von JW anzulegen, die auch einen Mittelständler mühelos in den Ruin treiben können und das auch so formulieren. Natürlich ist das alles völlig Rechtens. Wir mussten damals alle Kataloge, Werbemittel, Firmenpapiere, Produktverpackungen, Anleitungen, Webseiten etc. von der Pfote “reinigen” – das alleine hat ein Vermögen gekostet – war die Pfote (die meiner subjektiven Meinung nach, nichts mit der einer Wolfspfote gemein hatte) doch Teil unseres Firmenlogos. Natürlich sind wir auch nicht gerichtlich gegen die Abmahnung vorgegangen – gegen solch einen Konzern und Anwälte die locker 800,- EUR die Stunde kosten ist das Ruinös – wir haben selbstverständlich gezahlt.

    Die Dunkelziffer der Abgemahnten dürfte gigantisch gross sein. Es wird sich kaum einer finden, der die Sache öffentlich macht. Und das ist gewollt.

    In Zukunft wird es sich jede Firma doppelt überlegen eine Katze im Logo zu führen – die Anwälte haben Ihren Job sehr gut gemacht! Alle potenziellen Gegner sind eingeschüchtert. Ne Leute, hier geht es nicht um ein paar zu unrecht abgemahnte Hausfrauen – das hat Methode und läuft seit Jahren.

    Es geht hier doch einfach um die generelle Frage ob unser Markenrecht bzw. die Rechtsprechung (denn nicht nur ein Werbeblogger, sondern auch ein Richter ist leicht beeindruckt von einem Staraufgebot von Anwälten und einem Grosskonzern, der nach eigenen Angaben um die 200 Mio EURO Umsatz im Jahr macht) es zulassen kann, das allgemeine Symbole zur Marke erklärt werden und die Nutzung dieser der Allgemeinheit damit dann untersagt wird.

    Die Telekom hat es schom mit der Farbe “Magenta” und dem Buchstaben “T” versucht – was kommt als nächstes – ein Verbot aller Blumenabbildungen weil – sagen wir einmal ein Konzern wie Microsoft – zukünftig eine Blume im Logo führt?

    Das Ziel sollte eigentlich sein, gerichtlich prüfen zu lassen, ob die Pfote generell für JW als Bildmarke eintragungsfähig war – um diese dann eventuell der Öffentlichkeit wieder zurück zu geben. Nur – wer soll diesen Prozess jemals gegen JW führen? Das könnte nur ein anderer grosser Konzern mit Tatze – aber die werden von JW ja nicht abgemahnt.

  156. Wolfgang

    Wirklich heiß, wie es hier teilweise zu geht.
    Zur Sache:

    Ich sehe es erst mal postiv, das sich der Boss selbst der Sache annimmt. Mir kam zwar auch, beim Lesen des Artikels, erstmal der Gedanke, dass er natürlich noch nix gesagt hat mit seinen Aussagen. Wenn jemand ankündigt, dass er etwas hinterfragen wird, dann ist das all zu oft auch nur der Ansatz zu einem “JA,Ja!” Und wir alle wissen was “Ja,Ja” bedeutet.(LMAA) Das will ich aber gar nicht unterstellen. Viel mehr geht es wirklich darum einen guten Boden für Montag zu schaffen.

    Das bedeutet natürlich, einerseits Herrn Hell die Chance geben sich wirklich über alles gelaufenen, intern wie extern, zu informieren bis zum Gespräch. (daher wohl die eher wagen Formulierungen) Das bedeutet andererseits aber auch dem Werbeblogger den Rücken zu stärken und ihn auf mögliche “Gefahrenquellen” hinzu weisen. Also es wäre schon gut, wenn am Montag nichts wages mehr dabei heraus käme, sondern was festgenageltes für die Dawandas dieser Welt.

    Es ist natürlich der Job eines Bosses Schaden vom Unternehmen ab zu wenden. Ich habe gestern bereits darauf hingewiesen dass so eine ganze Aktion aber ja auch Nutzen für das Unternehmen haben kann. Die Berichterstattung in der Presse, Handelsblatt z.B.war meines Erachtens bisher immer noch sehr neutral. Keiner schreibt, da, dass die Pfoten und die Tatzen nicht mal ungefähre Ähnlichkeiten haben. In Managerkreisen, nach altem Schlag, zeigt so ein Artikel im Handelsblatt doch nur Stärke, wenn sich die kleinen Fälscher und die paar Blogger so aufregen, dass man zu günstiger PR im HB kommt. Das Denken müsste sich da bis weit nach oben einfach deutlich ändern. Dazu hat Herr Hell ja nun Gelegenheit und kann das beweisen und als leutendes Beispiel voran gehen. Wenn es dazu hilft, wäre ja super.

    Man müsste eventuell die erweiterte Frage stellen, ob es nicht nur darum geht finanziellen Schaden von den Abmahnopfern ab zu wenden, sondern vielleicht auch darum geht finanziellen Nutzen von JW ab zu wenden, den man mit der Öffentlichkeit nun mal haben wird. (Ich seh schon die Schalgzeile: Wolf nach Tatzenstreit wieder ganz Zahm) Also lasst euch nicht auf einen Schönwetter-Deal ein am Montag, nach dem Motto, wir verzichten auf die 8000 EUR aus den Abmahnungen wenn ihr dafür die Stimmung positiv beeinflußt. Man muss bei allem immer die Verhältnissmäßigkeit sehen.

    Vielleicht ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, auch zwischen mir und JAck Wolfskin. Aber dafür muss es echte Einsicht beim Unternehmen und echte Aussicht auf Veränderung dieser Praktiken geben. Und keine “Oh, wie toll” Berichterstattung beim Werbeblogger anschließend.
    Das Netz regt sich schnell auf, kühlt sich schnell ab, aber vergisst nie. Und wenn den Worten keine oder falsche Taten folgen wird das Netz sicher wieder Querschießen.

    Ich bin offen, gespannt und hoffnungsfroh für Montag und freu mich auf euren Bericht. Würde mich sachlich im Übrigen wirklich interessieren wie der “Comandante” zum Unterschied zwischen Tatzen und Pfoten und ihrem Gebrauch durch Shakira oder Dawandahändlern so steht und ob es nicht allgemein sinnvoller ist, die geballte juristische und unternehmerische Power auf echte Markenfälscher, die auch ganz ungezwungen das Logo komplett kopieren, zu legen, statt auf den allgemeinen Gebrauch von Tatzen und Pfoten in der allgemeinen Gestaltung.

  157. googlehupf

    @fliegenpilzle

    ich bin sogar ganz generell gegen das Abmahnwesen ohne Vorwarnung, wie es heute in Deutschland praktiziert wird und zudem gegen die Vereinnahmung des Tatzensymbols durch einen Klamottenladen. Da bin ich übrigens auch ganz auf der Seite der TAZ, die sicher auch nicht angenommen hat, dass ihr jemand mal ihr Markenzeichen streitig machen will.

  158. ist der Ruf erstmal versaut … | Das Prinzip Begeisterung® : Business & Marketing Management

    [...] Jack Wolfskin bewegt sich und sucht das Gespräch mit dem werbeblogger [...]

  159. fliegenpilzle

    @googlehupf

    Ich wollte hier nur nochmal ins Gedächtnis rufen, das hinter dieser großen Sache 8 Hausfrauen und Mamis stehen, die zur Zeit einer wahnsinnigen nervlichen Belastung standhalten müssen.

  160. Silkes Blog · sehens wir’s mal positiv

    [...] ganz klar Jack Wolfskin, da kann der CEO jetzt Beschwichtigungsversuche starten, wie er [...]

  161. Sebastian

    @fliegenpilzle

    hinter dieser Sache stehen eine ganze Menge mehr Leute, die wegen dem Gebrauch von Pfoten oder Tatzen von Wolfskin abgemahnt wurden, zum Teil mit einem Vielfachen der jetzigen Summe. Die gehen in der aktuellen Situation leider komplett unter.
    Ich bin mir aber sicher: sollte es zu irgendeinen Prozess kommen, sollte der schon zu finanzieren sein…

  162. Rainer

    @googlehupf, lemming und so weiter:
    Was erwartet Ihr vom Werbeblogger? Dass er das Gesprächsangebot ablehnt und die Sofortlösung verlangt? Mit welchem Recht eigentlich?
    Vielleicht denkt Ihr mal nach, was Kommunikation bedeutet. Nicht nur Rumschreien (wo’s berechtigt ist), sondern auch zuhören, Bedenkzeit einräumen, selbst mal in Ruhe nachdenken (was ja auch die Abgemahnten wünschen!) und jede Seite das Gesicht wahren lassen.
    Werbeblogger, in dem Fall Ralf Schwartz, HAT den Fall ins Rollen gebracht, da sich hier zuerst das Thema multipliziert hat und von hier in weiteren Medien verbreitet hat. Das ist kein Größenwahn sondern Fakt.
    Wenn Euch das derzeitige Vorgehen nicht passt: Veranstaltet doch was Eigenes. Wer hindert Euch an selbst organisierten Aktionen für die Abgemahnten/gegen JW? (Anonym) labern und motzen kann jeder, das geht ja in Blogs schnell, gut und gefahrlos. Selber aktiv werden, dazu muss man schon mal den Grips bemühen und den Hintern heben.

  163. lemming

    na ja, da kam sie ja doch noch, sogar zeitgleich, die stellungnahme des autors. aber beim besten willen:

    die hat die sache nicht besser gemacht. im gegenteil, ganz im gegenteil …

  164. timodoro

    Finde toll, was Werbeblogger hier macht und wie er sich einsetzt. Finde nicht toll, dass dieser Herr von JW die armen Damen bis nächste Woche zittern lässt. Einfach menschenverachtend und die allgemeine Moral ignorierend. Ein Machtwort von ihm an die Rechtsanwälte und alles ist vorbei.
    Sofern JW nicht nachweisen kann, dass sie gerade tausende Mails erhalten, welche ihr Vorgehen für gut heissen, so scheint die Meinung der JW-Kunden für JW wohl vollkommen Peanuts zu sein…

  165. bel

    Ich als vollkommen Unwichtig erwarte von JWichtig, dass nun pronto bis Montag diese Abmahnungen zurückgezogen werden.

    Das wäre ja wohl das Mindeste.

    Sonst besteht meiner unwichtigen Ansicht nach, nämlich auch kein Anlaß für ein (nettes) Come-together in Idstein.

    Was dann die Herren S und H noch so absprechen, ist mir schnurz.

    Ich trage nix von JW und werde auch fürderhin nix von JW kaufen, solange nicht auch ein paar andere Punkte vom Tisch sind.
    (Stichpunkte: Kinderarbeit, Naturschutzgebiet, Verhalten in der Vergangenheit, Inanspruchnahme aller Pfotenabbildungen als Markenzeichen)

    Solange werde ich das deutlich zum Vorschein gekommen Markenimage der Firma JW auch in meinem Bekannten- und Freundeskreis vermitteln.

    Gruß bel

  166. Wenn Abmahnungen zur PR-Katastrophe ausarten « AdClicks-Agent.de

    [...] gestern hat das Unternehmen eingelenkt bzw. hat sich der CEO mit dem Werbeblogger in Verbindung gesetzt – Letzter ist es nämlich gewesen, der die Welle ins Rollen gebracht hat. Eine weitere [...]

  167. 50hz - Werkstatt für Netzkommunikation

    Jack Wolfskin: Wenn man nicht alles selber macht…

    Der Nimbus der Marke Jack Wolfskin baut bzw. baute nicht zuletzt auf dem Unternehmensgründer Gründer Manfred Hell auf. Wie so oft auf dem Weg vom Pionier zum Massengeschäft ist dessen Einfluss auf die Details der Unternehmenspolitik wohl…

  168. googlehupf

    “Was erwartet Ihr vom Werbeblogger?”

    Ich erwarte jedenfalls nicht, dass er sich zum Vermittler in dieser Sache berufen fühlt. “Der esoterische Marketing-Kram des ‘Gastbloggers’ Ralf Schwarz” (Originalzitat aus ‘Spreeblick’) zieht hier nicht.

    Ich finde dieser Kommentator beim Spiegel hat die Situation klar auf den Punkt gebracht:

    forum.spiegel.de/sho...

  169. Rodscher

    Shame on you, JW!

    Lustig finde ich dennoch, daß durch den Wirbelsturm der (berechtigten!!) Entrüstung viel Staub von früher aufgewirbelt wurde und wird. So gesammelt ergibt sich ein Bild der JW-Realität, welches sich mit dem erwünschten – leider irrealen – Image nicht vereinbaren lässt.

    Zum Thema Marken- und Musterschutz: “Vor Gericht und auf hoher See…”

    JW kann mit seinem Ansinnen vor Gericht untergehen, oder triumphieren – je nachdem wie die richterliche Entscheidung ausfällt. Und die ist gerade bei Marken- und Musterschutz oft subjektive Willkür.

    Vor der Öffentlichkeit jedoch, führt nun für einige Zeit kein Weg mehr zum Triumph.

    Draußen im Naturschutzgebiet zu Hause…

  170. Martin

    Der Wolf und die sieben Geißlein….äähh Blogs.

    Kaum frißt der Wolf ein wenig Kreide (Nein, nicht wegen dem Werbeblogger Schwartz, sondern, siehe hier: werbeblogger.de/2009... hier: werbeblogger.de/2009... und dann hier: werbeblogger.de/2009... ) glaubt dass Geißlein, dass er nicht mehr fressen will? Nein, er handelt betriebswirtschaftlich. Schadensbegrenzung bei weiterer maximaler Durchsetzung der eigenen Interessen. Ich wette mal auf folgendes: JW verzichtet “großzügig” auf die Abmahngebühren für die aktuell betroffenen Kleinstunternehmer(innen) im Gegenzug für ein Unterlassungserklärung. Die (genauso bekloppten) vorhergehenden Abmahnungen (siehe diverse Kommentare hier im Blog) fallen unter den Tisch und nachdem die positive Presse über das “großzügige Angebot” von JW abgeklungen ist, kommt der nächste “Markenrechtsverletzer” dran.
    Wer hält dagegen?

  171. Carlotta

    @fliegenpilzle

    Natürlich denken wir an Euch, Ihr 8 seid für mich und viele Andere der Anlass gewesen, überhaupt tiefer zu graben. Nur das, was dabei zu Tage gekommen ist, hat mich gruseln lassen!

    Niemand erwartet von Euch in eine hingehaltene Hand zu spucken und ich drücke Euch alle Daumen, dass es am Montag für Euch zu einem guten Ende findet.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Eure Nerven blank liegen, aber bitte nicht enttäuscht sein, wenn mein Mitgefühl auch all jenen gilt, die das, was Ihr im Moment durchmacht, in den letzten Wochen und Monaten ohne eine so große Lobby hinter sich erleiden mussten.

    Auch möchte ich nicht in drei Monaten die nächsten Mamis mit schlaflosen Nächten wissen.

    Ein Kommentar von SPON

    *Zitatanfang*

    Viele gehen hier davon aus – und hoffen insgeheim vielleicht auch – das es sich bei den Abmahnungen an die Hausfrauen von Dawanda eventuell um ein bedauerliches Versehen von eigenmächtig handelnden Anwälten gehandelt hat. Wer einmal gründlich recherchiert, wird feststellen können, das JW europaweit seit Jahren wohl etliche Firmen abgemahnt hat, die eine Pfote nutzen. (Nicht immer sind Sie damit durchgekommen – Beispiel: http://www.tuctuc.es)

    Wir selber sind auch abgemahnt worden und würden uns im Leben nicht trauen den Fall mit offenem Visier öffentlich zu machen und uns wieder mit den Staranwälten und der gigatischen Kriegskasse von JW anzulegen, die auch einen Mittelständler mühelos in den Ruin treiben können.

    Natürlich ist das alles völlig Rechtens gewesen. Keiner hat einen Fehler gemacht. Wir haben unseren Fehler schriftlich bestätigt und gezahlt. Wir mussten damals alle Kataloge, Werbemittel, Firmenpapiere, Produktverpackungen, Anleitungen, Webseiten etc. von der Pfote und damit unserem Logo “reinigen” – das alleine hat ein Vermögen gekostet und Arbeitsplätze gefährdet – war die verwendete Pfote (die meiner subjektiven Meinung nach, nichts mit der einer Wolfspfote gemein hatte) doch Teil unseres Firmenlogos. Ganz nebenbei, wir verkaufen weder Schuhe noch Textilien.

    Natürlich sind wir auch nicht gerichtlich gegen die Abmahnung vorgegangen – gegen solch einen Konzern und Anwälte die locker 800,- EUR die Stunde kosten, ist das Ruinös – wir haben selbstverständlich unterschrieben und gezahlt und haben bis heute Angst, das wir ein Logo irgendwo auf der Webseite übersehen haben – denn dann können wir nach der unterschriebenen Unterlassungserklärung und der daraus fälligen Zahlung Insolvenz anmelden.

    Die Dunkelziffer der Abgemahnten dürfte gross sein. Es wird sich kaum einer finden, der die Sache öffentlich macht.

    In Zukunft wird es sich jede Firma doppelt überlegen eine Pfote im Logo zu führen – die Anwälte haben Ihren Job sehr gut gemacht! Alle potenziellen Gegner sind eingeschüchtert. Nein, hier geht es nicht um ein paar zu unrecht abgemahnte Hausfrauen – das hat offenbar Methode und läuft seit Jahren.

    *Zitatende*

    Dieser Wahnsinn muss ein Ende haben!

  172. auchschonabgemahntworden

    Wie so ein Gerichtsverfahren läuft könnt und wie JW argumentiert wenn es darauf ankommt könnt Ihr hier nachlesen. Vielleicht hilft es auch den Abgemahnten bzw. deren Anwälten gegen JW – denn in diesem Fall ging es auch um eine Tatze die JW verbieten lassen wollte (man beachte wie weit die Tatze grafisch von der JW Tatze entfernt war – und damals sind sie vor einem Schweizer Gericht – sogar nach Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht – damit gescheitert:

    relevancy.bger.ch/pd...

  173. Roland Kühl-v.Puttkamer

    googlehupf:
    Der Werbeblogger fühlt sich nicht berufen, sondern wurde angerufen.
    Was wäre die Alternative? Gespräch ablehnen so nach dem Motto: entweder ihr nehmt alles zurück, oder wir reden nicht mit dir?
    Seltsames Verständnis…

  174. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Martin: Das ist alles nicht auszuschließen. Leider. Aber wenn es so käme, kommt halt die nächste Welle. Auch von uns.

  175. Carlotta

    Ups, sehe gerade, googlehupf hat auf denselben Beitrag verlinkt. Sorry, hatte nicht noch einmal aktualisiert.

  176. *StillerBeobachter

    Auch ich bin von der Vorgehensweise seitens JW keinesfalls
    beeindruckt und sehe hier keine WINWIN Situationweiles ja das*Grundübel*nicht an der Wurzel packt.
    Meinen Kolleginnen, die zu unrecht eine Abmahnung wünsche
    ich natürlich von Herzen eine für sie abzeptable Lösung und das sie endlich zur Ruhe kommen.Eine Heerschaft helfender Hände steht hinter ihnen.Und ich bin sicher hier wird es zur Lösung kommen.
    Dennoch:

    Es hilft hier keinem *die Kuh vom Eis* zu holen,sondern die
    Kuh muß gehörig hin -und hergejagt werden…
    Nun – hier war es JW – man könnte fast *Mitleid* haben,
    ob der Riesenschelte die sie bisher eingesteckt haben, weil die
    DawandaMitglieder nicht geschwiegen haben sondern in die Öffentlichkeit gegangen sind.Was kommt als Nächstes?
    Hier müssen ganz grundliegende Änderungen seitens des Gestzgebers
    erfolgen.
    Die DAWANDAGEMEINSCHAFT wird allerdings nicht den *Kopf in den Sand stecken* , sondern weiterhin für ihre Rechte kämpfen.
    Ein Anfang ist gemacht.Und allen Beteilgten danken wir für die
    großartige Unterstützung.

    Und damit alle verstehen lernen, was der richtige Weg ist:
    Hier der Text an die Geschätsstelle der FDP und ich hoffe,
    das der Herr Westerwelle nicht einer Antwort entzieht.
    Und wir hoffen natürlich weiterhin auf Eure Unterstützung.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    zuersteinmal möchte ich mich vorstellen,.
    Ich bin einer der zahlreichen Kleinunternehmer in diesem Land, der über das
    Internet einen Handel mit kunsthandwerklichen Arbeiten und die von der Politik völligst vernachlässig verden.
    Unter anderem biete ich auch auf der durch die erneute *Abmahnwelle der
    Firma Jack Wolfskin auf der betroffenen Plattform DAWANDA an.
    Dieser Fall hat bereits ein so hohe Präsenz im Internet und in den öffentlichen
    Medien, das man dies gar nicht mehr ignorieren kann.
    Durch solche Aktionen (JW ist nur einer der vielen…)
    wird ganz eklatant in das Produktionwesen eingegriffen und Produktivität im Keim erstickt.
    Hier hat der Gesetzgeber die einmalige Chance Korrekturen vorzunehmen
    um freien und sicheren Handel ersteinmal zu ermöglichen-
    Ich weiß nicht , ob ich hier Links setzten darf.
    Das Thema ist sehr leicht zu ergooglen,wenn man
    nach Jack Wolfskin sucht.
    Aber wer *orientiert* ist ,weiß um den jüngsten *Abmahnskandal*
    der Firma Jack Wolfskin .
    Es ist eine Schande, daß in einem Land wie der Bundesrepublik Deutschland
    der Wettbewerb durch Abmahnmissbrauch und *Kostenlage* die Wettbewerbsfähigkeit eines Mitbewerbers geregelt wird.Und es ist eine Schande für dieses Land,wenn für Betroffene ein Spendenkonto eingerichtet werden muß, um sich gegen solch einen Angriff mit Kostennoten um die 1000,00 Euro zu wehren.
    Die wenigsten Kleinunternehmer verzeichnen über Einnahmen in dieser Höhe und steuern geradewegs in HARTZ4. Ist das gewollt?
    Wird der durch die Gesetzgebung *zugelassene* Spielraum für solche Geschäftspraktiken, der ja inzwischen eine sehr lukrative Einnahmequelle für eine Anzahl von Lobbyisten geworden ist, weiterhin aufrechterhalten ?
    Dazu gehört vor allem das völlig veraltete *Markenrecht*aus dem letzten
    Jahrhundert, daß solchen missbräuchlichen Abmahnungen den Nährboden bietet.
    Wir sind im Web 2.0 angekommen, liebe Volksvertreter.

    Dazu gehören die *Abzockmethoden* wie die unsinnige Verpackungsverordnung,
    Gegen diese Novellierung dieser Verordnung wurde im letzten Jahr! ebenfalls von der Plattform DAWANDA eine Petition organisiert und beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht, weil sie eine unzumutbare Belastung für die Kleinunternehmen darstellt. Heute- 8 Monate !!!danach ist diese Petition noch immer in der parlamentarischenPrüfung ??? ohne Mitteilung an die Hauptpetentin.
    Wir wurden gezwungen einen Vertrag mit einem *Versorgungsunternehmen abzuschliessen z.B. Duales System – Grüner Punkt
    Es wurden Verträge abschlossen, die an einen Markennutzungsvertrag *gekoppelt* waren,. Die Ankündigung der verdreifachung dieser Kosten , die ein Sonderkündigungsrecht auslösen, wird dem Lizenzvertrag aber nicht dem Markennutungsvertrag zugebilligt???
    Ist das *Freie Marktwirtschaft*, wenn man sich ständig an den Konten der Kleinunternehmer bedient um Lobbyisten das *lukrative Geschäft* aufrechtzuerhalten???
    Dazu gehört natürlich wie oben beschrieben eine rechtssichere Formulierung
    der Widerrufsbelehrung. Das sind Käuferrechte , die mit Füßen getreten werden,
    weil sie vom Käufer überhaupt nicht mehr verstanden werden.Die vom bmj vorgegebene und veröffentlichte Widerrufsbelehrung ist in keinerweise sicher.Der Europäische Gerichtshof hat eine Reihe von Urteilen gesprochen, die in dieser Belehrung für den Verbraucher n i c h t enthalten sind.Das Inkrafttreten einer Neufassung der Widerrufsbelehrung ,die für den Oktober diesen Jahres angekündigt war, wurde auf den Juni 2010 verschoben. Das heißt jeder Gang zum Briefkasten wird zur Odysse.Und das betrifft nicht nur die Kleinunternehmen.Nur, diese können die lukrativen Einnahmequellen von findigen Anwälten, die mit Abmahnungen ihr *täglich Brot verdienen*nicht aus der Portokasse bezahlen und die Kleinunternehmen werden so in den Ruin getrieben und zurAufgabe gezwungen.
    Hier werden Arbeitsplätze vernichtet!!! Ist das gewollt???
    Wann kommt endlich die Harmonisierung des Europäischen Handels
    voran, damit überhaupt erstmal ein fairer Wettbewerb stattfinden kann.?Es wird Zeit , daß die Politik hier endlich tätig wird und besonders
    die Kleinunternehmen ( das sind in der Hauptsache Mütter mit Kindern,die einen enormen Beitrag für dieses Land leisten …das sind die Frauen,die die
    nächste Käufer -und Verkäufergeneration großziehen und deren wertvolle Arbeit für dieses Land -mit Füßen getreten wird)
    Auch nicht zu unterschätzen ist es , das eben diese Frauen auch die nächste
    Wählergeneration erzieht…
    Wir fordern deshalb eine Reformierung des Markenrechtes
    FINGER WEG VOM ALLGEMEINGUT
    KEINE AMERIKANISCHEN VERHÄLTNISSE
    STOPPT ENDLICH DEN ABMAHNMISSBRAUCH
    SORGT FÜR EINE SICHERE GRUNDLAGE FÜR FAIREN HANDEL
    IM INTERNET
    Sie sehen, ich habe viele Fragen, die eine Gruppe von Menschen betrifft, nämlich Menschen,ich spreche hier in erster Linie für die Frauen, die eigenverantwortlich handeln und durch unsinnige Verordnungen und *dehnbaren Gesetzesauslagen* in ihrer Kreativität und in Ihrem Handeln ungerechtfertigterweise gehindert und benachteiligt werden
    Und das diese Frauen sich sehr engagieren , weil sie mit ihrem Verdienst ihre Familien miternähren !weil das Familieneinkommen dazu nicht mehr ausreicht -zeigt ganz deutlich das öffentliche Interesse.
    Eine weitere Petition und *aufrüttelnde* Aktionen sind bereits in Planung .
    So – nun bedanke ich mich sehr für Ihr *offenes Ohr* und hoffe auf eine Antwort .Ein Blick in Ihr Wahlprogramm läßt mich hoffen.
    Mit sehr freundlichen Grüßen (Kleinunternehmer)

  177. UltraBit

    Ich habe bereits per Twitter darüber nachgedacht, meinen Katalog an die Zentrale zurückzusenden. Um den Protest mehr nachdruck zu verleihen. Nach der jetzigen Entwicklung werd’ ich es NOCH NICHT machen. Ich werde das Thema noch ein paar Tage weiter Verfolgen und erst dann meine Überlegung umsetzen, wenn feststeht, dass die Abmahner wider Erwarten ihre harte Line weiter fahren wollen.

  178. Sebastian

    @Roland,
    ihr lasst ja vermehrt durchblicken, dass ihr an der Grenze eurer Leistungsfähigkeit agiert. Wie ich früher schon meinte, habe ich absolute Hochachtung, wie ihr diese Aufmerksamkeits-Welle bearbeitet. Und irgendwann geht eben die Luft aus, was absolut schade aber nachvollziehbar ist.

    Ich persönlich sehe nach diesem Artikel die Gefahr, dass “Mastermind” Hell in diesem Interview in 4 Tagen (?!?) alles im Sinne seiner “Deutschen Marke” (die mehr oder weniger genauso deutsch ist wie jeder globalisierte Konzern) steuern wird.
    Dazu wird gehören, dass die Abmahnungen der jüngeren Vergangenheit (ausser den aktuellen Fällen) nicht auf den Tisch gebracht werden und falls doch, mit irgendwelchen Floskeln weggewischt werden (“kann man nun nicht mehr ändern, tut mir persönlich aber seeehr leid”).

    Wie *StillerBeobachter schrieb: “Es hilft hier keinem *die Kuh vom Eis* zu holen, sondern die
    Kuh muß gehörig hin -und hergejagt werden.”
    Hinzuzufügen wäre noch, dass die anderen Kühe das sehen sollten, damit keine mehr auf Eis spaziert – da gibts nicht zu fressen.

    Ich hoffe wirklich, dass euer Interessenkonflikt nicht zu gross wird, den Spagat zwischen Werbewirtschaft und “Blogmob” stelle ich mir schlimm vor (und das ist ehrlich gemeint!)

  179. eigenwillig

    Primäres Ziel für den “Pfötchenclub” muß es sein, unbeschadet aus der Misere zu kommen, insofern ist Deeskalation zwingend geboten. Daß eben diese Deeskalation zwangsläufig JW zum Vorteil gereicht ist bedauerlich, aber nicht zu ändern.

    Leider kann niemand erwarten, daß der “Pfötchenclub” sich zum Kreuzritter der Pfotenverwendungsfrage aufschwingt, die Rechtsunsicherheit wird also für alle “Bastelmuttis” weiter bestehen bleiben. DAS ist in meinen Augen das eigentliche Desaster.

  180. quakemaster

    “Geben wir ihm bis Montag Zeit. Er hat es verdient”

    Nix hat er verdient. Der läßt den PR-Gau jetzt schön munter bis Montag weiterköcheln. Entweder hat er die Lage nicht realisiert oder sie ist ihm shiceegal.

    Gesunder Menschenverstand oder der kleine Dienstweg sähen so aus:
    1. Sekretärin anrufen “Frau Rottenmeier, schicken Sie mir die Namen und Telefonnummern der acht Damen aufs Blackberry!”
    2. Die acht Damen anrufen und sich entschuldigen
    3. Die Anwälte anrufen und zur Sau machen, Abmahnungen zurücknehmen.
    4. Hoffen, das sich das rumspricht und die (Ex-)Kunden kein allzulanges Gedächnis haben.

    Dauert wie lange? Eine Stunde? Vielleicht zwei. Aber es gibt sicher Wichtigeres zu tun.

    cu +quakemaster+

  181. Jack Wolfskin: Die Twitter-Welle ebbt ab. | Dr. Volker Meise: Online.Strategie.Beratung.

    [...] hat sich der Chef und Miteigentümer Manfred Hell bei Ralf Schwartz von werbeblogger.de gemeldet und versprochen, den Abmahnprozess und seine Verhältnismäßigkeit zu prüfen. Das will er tun, [...]

  182. googlehupf

    Nett gemacht, IMHO :-)

    freiepfote.de

  183. Stefan

    Zitat Artikel:
    “Heißgelaufene Umfaller haben wir da draussen schon genug. Ist man beeindruckt, hat man verloren.”

    Interessanter Satz von jemanden, der selber schwer beeindruckt nach einem einzigen Telefonat mit dem großen Jack umfällt.

  184. Polysarcus

    Hochinteressant, was hier gerade passiert! Kaum kommt Bewegung in das Thema, gibt es auch die ersten Diskussionen um Deutungshoheit, um gedachte oder geforderte Rollenzuweisungen und daraus resultierende Konflikte, sichtbare Spaltungen innerhalb der Proteste. Ein paar Gedanken von mir dazu:

    Wer wie Ralph Schwartz Tagessätze von 2500 Euro für sein KnowHow am Markt durchsetzt, braucht keine geschenkten Jacken von Jack Wolfskin als Gegenleistung für irgendetwas, er kann sie sich selbst kaufen. Vorwürfe in die Richtung sind also vollkommen absurd.

    Dass Ralph Schwartz einen versöhnlichen Tonfall einschlägt, ist nicht zu verurteilen, egal aus welcher Motivation heraus es erfolgt sein sollte. Denn das gebietet schon der Respekt gegenüber Herrn Hell, der aktiv das Gespräch gesucht hat. Klar fragen manche jetzt: Respekt für jemand, der so verachtenswert handelt oder handeln lässt? Kann ich gut verstehen, aber: Wenn man etwas erreichen will, sollte man nicht die gleichen Fehler machen wie seine Gegner!

    Bevor es vergessen wird, möchte ich noch mal daran erinnern: Ralph Schwartz hat sich des Themas angenommen, hat sich tagelang unentgeltlich (soweit wir wissen) engagiert, für das Thema, für die Sache, und damit AUCH für die betroffenen “Bastelmuttis”. Und er hatte damit Erfolg, wenn wir das Medienecho betrachten, und den Anruf von Hell als erstes Zeichen. Hierfür gebührt ihm zunächst unser großer Dank und unsere Glückwünsche!

    Die entscheidende Frage ist: Was nun? Wie geht es weiter? Welche Rolle kann und will Ralph Schwartz in dieser Sache weiter einnehmen, und wie geht er damit um? Ist er Berater, Blogger oder Beichtvater? Journalist, Moderator, Anwalt, Werber, politischer Aktivist, oder von allem ein bisschen?

    Hier treffen, wie die jetzt aufkommenden Diskussionen und Konflikte anschaulich zeigen, vollkommen unterschiedliche Erwartungen ganz verschiedener Personen aufeinander. Explizit hier formulierte, aber auch implizite Erwartungen, in der Sache selbst wie auch im Tonfall. Ich nenne nur mal exemplarisch drei mögliche und berechtigte Haltungen:

    Die einen wollen Jack Wolfskin in der Hölle sehen, wünschen sich einen »Rächer der Enterbten«, einen unbestechlichen Fahnenträger des Widerstands, einen wütenden Flammenschwert-Träger, der dem Wolf den Kopf abschlägt, oder es zumindest kraftvoll androht, solange dieser nicht auf die Knie fällt und um Gnade winselt. Verständlich, aber möglicherweise besser beim Herrn der Ringe aufgehoben als in der realen Welt.

    Für andere steht erst mal und vor allem im Vordergrund, den aktuell betroffenen “Bastel-Muttis” zu helfen, und die finanziellen und seelischen Grausamkeiten aus der Welt zu schaffen, die ihnen Jack Wolfskin hier seelen- und gedankenlos durch seine Anwaltskanzlei angetan hat. Höchst verständlich und berechtigt für mich, wenn man mal auszugsweise in den privaten Blogs oder bei Dawanda liest, was für Ängste und schlaflose Nächte hier bei den betroffenen Frauen entstanden sind. Und nicht zuletzt waren sie es, die das Thema ins Rollen gebracht haben, und die auch zu Recht fordern, dass es zunächst mal um sie geht.

    Trotzdem müssen wir, und hier wären wir bei der dritten Haltung, die auch den konkreten Protest der letzten Tage massiv stützt, weit über diese konkrete Betroffenheit hinaus denken. Denn sonst bleibt dieser Protest nur eine kleine Eintags-Fliege, eine Anekdote. Die entscheidende Frage im konkreten ist, wie weit eigentlich die Besitzansprüche von Jack Wolfskin als Konzern an einem Natursymbol gehen und gehen dürfen, wie weit sie juristisch und moralisch berechtigt sind oder nicht, und wie weit Jack Wolfskin gehen darf und soll,
    diese berechtigten wie auch unberechtigten Ansprüche durchzusetzen. Denn wenn aus Gründen des fehlenden Kräfte-Gleichgewichts mit Angst und Schrecken und sehr teuren Abmahnungen heute täglich auch unberechtigte Ansprüche durchgesetzt werden, dann läuft nicht nur auf der Ebene des ethischen Verhaltens des Unternehmens etwas falsch, sondern auch auf auf der Ebene der politischen und juristischen Wirklichkeit. Denn in einer Gesellschaft sollten die Bürger nicht auf das Wohlwollen von Konzernen angewiesen sein, nicht wegen einer Bagatelle in Grund und Boden prozessiert zu werden, sie sollten davor juristisch geschützt werden. Hier muss, und das nicht erst seit dieser Woche, das unsägliche Abmahnwesen in Deutschland endlich zu Fall gebracht werden und langfristig das Markenrecht weiterentwickelt werden. Dies ist aber nichts, was Herr Schwartz und Herr Hell am Montag zusammen lösen können.

    Insofern sind auch einige der hier geäußerten Erwartungen schlicht überzogen, es handelt sich um Erwartungen, denen Ralph Schwartz nicht entsprechen muss und auch zum Teil gar nicht kann. Dadurch aber auch Erwartungen, die – weil sie enttäuscht werden müssen – dazu führen, dass sich Ralph Schwartz nun plötzlich mit etwas Erstaunen selbst in der Rolle des Angegriffenen wiederfindet, in einer Situation, in der er sich rechtfertigen soll. Zu Recht?

    Hier sehe ich zwei Perspektiven:

    Die eine ist: Ralph Schwartz kann tun und lassen, was er will. Es ist nicht sein Job, unsere Ziele zu verfolgen, er ist schließlich nicht unser Anwalt oder Verhandlungsführer, dafür hat er kein Mandat und er wird auch nicht von uns bezahlt. Wer von ihm jetzt fordert, dieses und jenes zu tun, nur weil Ralph Schwartz sich in den letzten Tagen so massiv für dieses Thema engagiert hat, sollte sich mal fragen, wie ehrenamtliches Engagement eigentlich funktioniert. Und woher jemand das Recht nimmt, von jemand anderen solches und eine ganz bestimmte Form davon einzufordern.

    Es ist doch ganz einfach: Wenn wir etwas wollen, so oder so, dann müssen wir uns selbst dafür einsetzen. Es ist nicht der, bezahlte oder unbezahlte, Job von Ralph Schwartz, unsere Ziele und Wünsche und Erwartungen zu erfüllen. Mag sein, dass einige hier ihn schon zum Messias der Entrechteten gemacht haben, aber er hat sich auf diese Rolle nicht beworben, wir haben ihn nicht dazu gewählt, und er hat uns, anders als unsere gewählten und von uns mit Mandat und viel Macht versehenen Politiker auch nie versprochen, diese oder jene Forderung oder Erwartung einzuhalten. Insofern kann ich nur sagen: Wer hier am lautesten schreit, sollte doch bitte zunächst prüfen, was er selbst in den nächsten Tagen und Wochen dazu beitragen kann und will, die diskutierten Missstände zu ändern.

    Die andere Perspektive ist: Wenn auch nicht explizit und nicht gewählt, hat Ralph Schwartz alleine durch das, was er schon getan hat, eine Stellung in dem Konflikt bekommen, die ihn automatisch als “Ersten unter Gleichen” dastehen lässt. Dagegen hätte er sich wehren und abgrenzen können, indem er ausdrücklich dazu Stellung bezieht, aber aufheben kann er diese herausgehobene Stellung nicht. Denn er verdankt sie nicht alleine den Artikeln in dem Werbeblogger, sondern der Macht der vielen, die sich durch Kommentare, Blogeinträge, Verlinkungen, Tweets und all die anderen digitalen und analogen Wege der viralen Verbreitung ihren Weg an die Öffentlichkeit gebahnt hat, bis aufgrund eben dieser massiven Resonanz eine Bedeutung entstanden ist, die für die Mainstream-Onlinemedien und inzwischen auch die klassische Presse wichtig genug war, darüber zu berichten. Auch das war eine Win-Win-Situation – das Thema wurde prominent und der Werbeblogger auch – beides verstärkte sich im Einklang, alle haben es gerne unterstützt. Und daraus enstand dann, gefühlt und irgendwie auch real, eben doch ein Mandat und damit Macht und Verpflichtung zugleich. Und wenn nun, wie einige befürchten, der Werbeblogger ausschert, sich nicht mehr so wie erwartet verhält, gar Verschwörungstheorien aufkommen, Ralph Schwartz würde gegen Geld zum Verräter, dann ist das zwar einerseits absurd, aber wohl auch unvermeidbar unter einem solch enormen Erwartungsdruck.

    Was nun, habe ich gefragt, und will dazu nur eines sagen: Wir wollten Ralph Schwartz den Rücken stärken für sein Gespräch am Montag, in welcher Rolle er es auch führen will. Wir sollten ihm wünschen, dass er, mit leisen oder lauten Tönen erfolgreich darin ist, erst einmal das konkrete Problem zu lösen.

    Wenn das Gespräch erfolgreich ist, dann ist damit auch ein Fenster offen, aus der Marke Jack Wolfskin eine bessere Marke zu machen und aus dem Konzern einen, der seine Marke mehr als bisher mit Glaubwürdigkeit füllt. Auf dass Jack Wolfskin seine Marke mit Augenmaß gegen echte Produktpiratie verteidigt, anstatt blind und wahllos auf alles Anspruch zu erheben, was wie eine Pfote oder Tatze aussieht. Auf dass Jack Wolfskin bei seiner weiteren Entwicklung stärker auf die Ökologie der Produkte und seiner Bautätigkeit achtet. Auf dass die sozialen Belange die ihnen zustehende Bedeutung bekommen, hier in Europa wie auch in Asien, wo Menschen immer noch für ein paar Cent pro Stunde Jacken zusammennähen, die nachher 300 Euro und mehr kosten.

    Sollte das Gespräch am Montag ein Misserfolg werden und Jack Wolfskin nicht die geforderte Einsicht zeigen, dann ist der Marke und dem Konzern nicht mehr zu helfen, dann wird der Zorn nur umso größer sein, weil die Zeit gewährt und nicht genutzt wurde, zur Besinnung zu kommen. Und dann sind weitere Kampagnen, für die viele hier und anderswo schon viele gute Ideen haben, sicher nicht zu verhindern.

    Bis dahin sollte jeder tun, was er oder sie für richtig hält. Nachdenken oder weiterdiskutieren, Emails an und Kommentare gegen Jack Wolfskin schreiben oder schon Pläne schmieden, was gegen das Abmahn-Unwesen als Ganzes getan werden könnte. Nur Ralph Schwartz hier unnötig schwächen und unberechtigt im Voraus diskreditieren, das sollten wir absolut nicht – denn das wäre nicht nur extrem undfair, sondern damit ist niemandem gedient, der Sache nicht und den Betroffenen nicht.

  185. togo

    Um mal ein wenig Ruhe in die Diskussion zu bringen: Klar zeigt sich Ralf Schwartz ein wenig beeindruckt. Das finde ich aber nicht verwerflich. Außerdem ist es jetzt wirklich sinnvoller, wenn von seiner Seite der Ball flach gehalten wird. Es bringt gar nichts, wenn er jetzt neue Artikel postet. Das übernehmen für ihn schon die anderen Blogs. Der Stein rollt. Schwartz muss ihn nicht mehr anschieben. Er kann sich auf die Rolle konzentrieren, die ihm das “Spiel” zugedacht hat. Und das mag dem einen oder anderen nicht schmecken, aber: Er ist der Vermittler, eine Art Anwalt der Abmahnopfer. Das wird er nicht geplant haben, das hat sich eigendynamisch so entwickelt.

    Ob Schwartz ein Umfaller ist, wird sich Montagabend zeigen, wenn wir uns alle wieder hier treffen, um das Ergebnis des Idsteiner Teekränzchens zu diskutieren. Allein seine Vita lässt mich aber vermuten, dass er nicht umfällt.

    Also, abwarten und / bis zum Tee trinken. Das PR-Desaster geht anderswo weiter.

  186. Nanika

    Jessas, was ist denn hier los? Das liest sich ja wie ein Fanal, das auf jemand abgeladen wird. Abgesehen davon, dass sich der Artikel in der Tat etwas weichgespült liest, ist doch eigentlich nur eines passiert: Herr Hell hat angerufen und mit jemand von hier einen Termin vereinbart. Dass der Jemand ein gutes Gespräch mit Herrn Hell hatte, ist letztlich wurscht, denn:

    Das zweite, das Wichtigste, was passiert ist, haben alle hier irgendwie mit gestaltet: Herr Hell hätte sich niemals einen feuchten Kehricht um das alles geschert, wäre ihm nicht fast die Website hops gegangen, das Gästebuch dürfte mittlerweile endgültig die Biege gemacht haben, die Bestellserver platzen vor stornierten Aufträgen und das Kontaktformular zeigt schon Fusseln mit all den bösen Nachrichten, die da eingeschlagen sind. Das ist erstmal die gute Nachricht.

    Natürlich – hat da jemand wirklich noch Zweifel? – werden die Abmahnungen zurückgenommen, natürlich wird von “Missverständnissen” die Rede sein von “Kaum bin ich mal weg, passiert sowas” und all dem Kram. Schietegal, ob das richtig ist, ob JW jetzt Kreide gefressen hat, ob die nur einlenken, weil die große Masse sich auf JW gesetzt hat. Wichtig ist, die sind im 21. Jahrhundert angefangen und sehen, dass es da noch eine Instanz gibt, die Sitzu

  187. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Sebastian: Naja, der Sensenmann ist noch nicht da, geht schon noch :-). Aber es stimmt, wir haben als Blog und Blogosphäre zusammen mit den Dawandas und hunderten von Foren und engagierten Leuten ein großes und breites Medienecho ausgelöst. Unanbhängig davon, ob wir hier nun weiter Krawall machen und einen Beitrag nach dem anderen zu JW zu bringen. Das absorbiert uns im Moment ziemlich denn auch hinter den Kulissen wird natürlich kräftig recherchiert,wichtige Kommentare und Links sortiert, Musterurteile gesichtet, befreundete Fachanwälte befragt undundund…
    Es ist einfach traurig, dass JW es nicht hinbekommt, sich direkt an die Damen zu wenden, um wenigstens dort weitere ruhelose Nächte bis Montag zu verhindern. Leider passiert es nicht, ich verstehe es nicht und so bleibt, dass am kommenden Montag ein Angebot zum Gespräch existiert.
    Was wir dort tun können, werden wir tun. Und wir werden uns sicher nicht vor den Karren spannen lassen.
    Sind ja nicht erst seit gestern in der Branche unterwegs :-).

  188. Nanika

    sorry, zu früh gedrückt: wichtig, ist, die sind im 21. Jahrhundert angekommen und sehen, dass es da noch eine Instanz gibt, die zu ignorieren äußerst schädlich ist. Und dafür haben wir gemeinsam gesorgt – veranlasst unter anderem von Werbeblogger, die mit als erste gemerkt haben, dass das alles so nicht geht.

    Insofern gucken wir doch erstmal und ziehen dann unsere je eigenen Konsequenzen.

  189. Raventhird

    Cooler Artikel, so lässig aus der Hüfte. Ja, ich glaube, der Typ hat echt Respekt verdient, auch wenn ihm so viele Leute auch gerne eine reinbriefen würden.

  190. ralf schwartz

    @Polysarcus
    Treffender hätte ich es nicht formulieren können!
    Danke für den Gedankengang und diesen elaborierten Text!

    Eine Bereicherung auch der immens wichtige Aspekt von *Stiller Beobachter zum Markenrecht und der Comment von Sebastian.

    Und Dank Euch allen für den Support. So macht es (uns) Spaß!

  191. Vroni

    @ Mark 793

    “Aber vielleicht braucht es eben nicht nur das skandierte “Kreuzige ihn” der aufgeputschten Bloggermassen, sondern auch etwas Diplomatie, um ihm diese Brücke zu bauen.”

    Hab ich nie behauptet: kreuzigt ihn.
    Vielleicht kriege ich in diesem Leben noch raus, warum Dinge unterstellt werden, die ich nicht gesagt habe. Aber das ist mir eher wumpe. Verglichen damit, dass da etwas Elementares verwechselt wird: Sich darüber genervt zeigen, dass bei Tee und Torte mit gespreiztem Fingerchen getalkt wird, wenn es brennt und es doch einfacher ginge, ist nicht: “aufgeputscht” sein. Was soll das.

    Warum verteidigst du dieses Eitle?
    Selber? Krähe und so? (” eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus”, nene)

    Das mit der Diplomatie und Brücken bauen ist ja ganz nett. Fällt mir dazu spontan “Biedermann und der Brandstifter” ein, Biedermann war auch immer sehr nett zu den Herren, die in sein Haus Benzinkanister reintrugen, und befleißigte sich ausgesuchter Höflichkeit, damit sie doch auch nett zu IHM sein mögen…

    Klartext: Mensch Kinners, der Herr Hell ist ein ganz ausgeschlafener, (mit den üblichen Floskeln, die man aus Verlautbarungen kennt von Wichtigwichtigs). Mit Diplomatie von seiten der ganz Großen Eitlen^^ der Blogsphäre mit Mords-Tagessatz^^ wird man ihn trefflichst erheitern. Mehr aber auch nicht.

    Geh mit D. A. konform:
    (Zitat): “Irgendwer, irgendwo in diesem Konglomerat hat am Ende eines Entscheidungsprozesses gesagt, das machen wir. Aber letztlich waren es doch Alle und Keiner.”

    Ich geh da sogar noch einen Schritt weiter: Und das ist für mich sogar das Bau-Prinzip solcher Firmen, ihr Kern. Das macht sie nahezu wasserdicht, unangreifbar (weil man eben so rasch keinen Verantwortlichen vor die Nase kriegt, und wenn man denkt, man hätte einen, sagt der doch glatt freundlich (sie sind alle sehr freundlich), er war “grade nicht da…, um was gehts?”….). Solche Firmenkonstrukte können machen, was sie wollen, man kriegt sie nicht an den Latz. Ob mit oder ohne Diplomatie (useless as a chocalate teapot), wenn amn realistisch bleibt. Das vergangene Gebaren von JW zeigt es.

    Am ehesten geht tatsächlich noch Kaufverweigerung. Das ist bodenständige Abstimmung mit den Füßen. Und gar nicht so blöd. Diplomatie hingegen ist bei solchen aber eher eine Lachnummer, sie sind hartfellig hinter ihrer freundlichen Art, glaubts mir. Homo konzernikus.

    Den Damen des Dawanda-Clubs wünsche ich alles Gute.

  192. googlehupf

    Hallo Vroni

    Ich hoffe, dass ‘D.A.’ (aka Don Alphons) mit folgendem Satz nicht recht behält und alles bald ausgeht, wie das Hornberger Schießen.

    “Die sollen ihre Anwälte zurückpfeifen und sich entschuldigen, dann hat sich die Sache.”

  193. Vroni

    @ Roland

    “Es ist einfach traurig, dass JW es nicht hinbekommt, sich direkt an die Damen zu wenden, um wenigstens dort weitere ruhelose Nächte bis Montag zu verhindern. Leider passiert es nicht,…”

    Schön, dass du das ebenfalls sagst.

    “…ich verstehe es nicht und so bleibt, dass am kommenden Montag ein Angebot zum Gespräch existiert.”

    Welches (das Gesprächsangebot) nicht von Hell kam, sondern von Schwartz.

  194. Vroni

    ““Die sollen ihre Anwälte zurückpfeifen und sich entschuldigen, dann hat sich die Sache.””

    Mei Red’.
    Das Gedöns ist doch nur, weil irgendwelche wieder irgendwas PR-mäßig ausschlachten oder ihre Pfauenfedern spazierentragen wollen.

  195. Gila von Meissner

    Kurze Anekdote am Rande. Ich stecke mitten im gruenderseminar, heute neuer Dozent. Steuerberater, Mitte Ende 50. Ich erzähle, was ich vorhabe (Kunsthandwerk & Marketing Consulting), nenne Etsy & Dawanda als Verkaufskanal.

    “Ach, das sind doch die mit Jack Wolfskin”. *prust* Ich möchte nicht wissen, wieviel Traffic Dawanda dadurch gewinnt – der Kerl hatte vorher noch nie von den “Bastelmuttis” gehört.

    Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass nicht der Werbeblogger Drahtzieher hinter den Kulissen wäre, sondern Dawanda. Aber ja… es überrascht mich nicht.

    LG Gila
    www,freiepfote.de

  196. Wolfstatze Nienborg's vs Tatze von Jack Wolfskin?

    [...] werbeblogger.de/2009... [...]

  197. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Vroni: Ich kann wirklich nicht verstehen, warum du diese ganze Angelegenheit als pure Selbstdarstellung der Aktiven des WB in die Tonne kloppen willst.
    Du liest hier lange mit, du weißt, dass wir -als Werbeblog- aus der Branche kommen – und das nicht erst seit gestern. Du weist auch, wie ich über Eitelkeiten in der Branche denke. Schreib ja auch gelegentlich mal drüber.

    Zu deinen weiteren Ausführungen am Ende: glaub mir, ich kenne auch Firmenkonstrukte, und nicht in Priorität als Blogger, sondern in ganz normaler bezahlter Tätigkeit ;-) (Oder ist dir das auch schon wieder zu eitel?)
    Und stimme dir zu. Es gibt diese Mechanismen und sie sind mir/uns wohlbekannt und wir sind darauf eingestellt.

  198. Vroni

    @ Roland

    Wenn ich an die Sache denke mit dem Saftblog. Da gab es auch Solidarisierungen, die wie soll ich sagen, etwas von hinten durchs Knie waren. Auch da waren massig Eitelkeiten im Spiel.

    Es fällt auf. Mehr will ich dazu nicht mehr sagen.

    “warum du diese ganze Angelegenheit als pure Selbstdarstellung der Aktiven des WB in die Tonne kloppen willst.”

    Wieso das Ganze.
    Ich kloppe nur die Eitelkeiten in die Tonne. Die find ich peinlich.

  199. Polysarcus

    @Vroni: Ich glaube, Deine Haltung ist nicht nur etwas destruktiv, sie ist auch teilweise falsch. Nimm mal ganz generell die Diplomatie. Im zwischenstaatlichen Handeln hat sie schon manchen Konflikt gelöst statt eskaliert. Krieg ist immer nur eine – und besser die letzte Handlungsoption, besser noch, man muss sie als Option gar nicht erst in Betracht ziehen.

    Was glaubst Du, wie viele Konflikte zwischen Kunden und Unternehmen ebenfalls schon durch eine Mischung aus Druck und Diplomatie gelöst wurden? Leider geht es meist nicht ohne Druck, aber nur mit Druck geht es meistens auch nicht.

    Es gibt in jedem Konflikt einen Punkt, wo man sich entscheiden muss, ob weitere Eskalation nicht die Fronten so verhärtet, dass beide nur noch unter massivem Gesichtsverlust zurück können. Das steht manchmal einer Lösung irgendwann mehr im Wege als das eigentliche Problem. Ich habe oft genug solche Fälle aus der Zuschauerperspektive erlebt.

    Momentan sagt Hell, er sei gesprächsbereit, das ist mehr als das, wo wir am Tag davor standen. Warum also sollte man dies ablehnen, oder von vorne herein mit so negativen Emotionen belegen, dass es ihm schon aus prinzipiellen Gründen schwer fällt, zuzuhören?

    Du sprichst zu Recht das wichtige Thema Verantwortung an und beschwerst Dich, dass in modernen Konzernen niemand verantwortlich ist. Ich sehe das anders. Die Frage ist eher, ob jemand, der die Verantwortung hat, auch trägt.

    Bei Jack Wolfskin sind zuerst einmal die Besitzer verantwortlich. Das sind große Investoren, deren Hauptinteresse in der kurz- und langfristigen Rendite liegt. Mit dem echten Geschäft wollen sie nix zu tun haben, das ist viel Arbeit und davon verstehen sie auch nichts. Deswegen berufen und bezahlen sie einen Herrn wie den Herrn Hell. Der versteht zumindest wirtschaftlich etwas davon, und ist mit seinen Kollegen im Vorstand verantwortlich für den Betrieb als solches. Da er die Arbeit alleine nicht erledigen kann, hat er viele Mitarbeiter, die wiederum Mitarbeiter haben, die wiederum Mitarbeiter haben. Und die alle ein bisschen oder auch ein bisschen mehr Verantwortung tragen, und entsprechend viel oder wenig Einfluss haben.

    Wenn jetzt etwas passiert wie das, was wir diese Woche diskutieren, dann gibt es eine ganze Reihe Verantwortlicher. Zunächst mal ist die Anwaltskanzlei verantwortlich. Sie hat offenbar ein Mandat gehabt, relativ frei und eigenständig jeglichen echten oder auch nur scheinbaren Marken-Rechtsverletzungen nachzugehen und diese zu ahnden. Wer weiß, wie sehr gerade das Weltbild von Juristen manchmal von gesundem Menschenverstand entfernt ist, den braucht es auch nicht zu wundern, dass hier Katzenpfoten mit Wolfstatzen verwechselt werden, oder es ihnen letztlich egal ist, weil das Recht des Stärkeren ohnehin gilt. An solche Dinge gewöhnt man sich schnell, Gegenwehr wird mit Macht gebrochen, so hat es die Kanzlei von Jack Wolfskin seit Jahren getan und ist dafür gut bezahlt worden. Also kein Grund, etwas zu ändern oder in Frage zu stellen.

    Aber Juristen sind keine Kommunikationsexperten. Sie überschauen die Folge ihres Handelns nicht, und wenn man weiß, welche Stundensätze die Kanzlei von Jack Wolfskin berechnet, dann wundert es einen auch nicht, dass die 900 Euro für die Peanuts sind, jedenfalls kein Grund, auch nur einen falschen Gedanken zu viel an seine Arbeit zu verschwenden, oder sich gar noch eine schlaflose Nacht zu machen und sich zu fragen, ob es nicht vielleicht auch mal den falschen trifft oder man sich zum willfährigen Vollstrecker eines Unrechtes macht.

    Die Sache ging, nachdem dutzende andere betroffen waren, sich aber nicht wehren konnten, nun endlich in die Hose. Protest kam auf, verstärkte sich, allerdings auf Plätzen, zu denen Jack Wolfskin keine Fenster hat. Protest drang zu dem Unternehmen vor, aber auf Ebenen, die sich nicht inhaltlich für etwas interessieren – wenn jemand eine Adresslöschung will, löscht der dafür zuständige Sachbearbeiter die Adresse.

    Die Pressesprecherin ist in Elternzeit, die Stellvertreterin komplett inkompetent und überfordert. Im Grunde können sie einem leid tun, denn sie wissen von nix, oder zu wenig, und sie verstehen nichts. Und die Macht, etwas halbwegs substantielles von sich zu geben, haben sie auch nicht, denn es geht um ein scheinbar primär juristisches Problem. Also stammt die erste offizielle Stellungnahme zumindest dem Tonfall nach von denen, die am wenigsten begreifen, worum es geht, von den Anwälten, oder Leuten, die in Anwaltssprache verkehren, und denen der Wert von 970 Euro für eine normal oder wenig verdienende Person nicht bewusst ist. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf, die Reaktion ist Öl ins Feuer des Protestes.

    Auch wenn es anders aussieht, ist hier trotzdem immer jemand verantwortlich, und das ist in letzter Instanz Herr Hell – egal ob er in Europa oder in Nepal ist. Damit kann sich niemand herausreden, denn selbst wenn er nicht da ist, ist er verantwortlich dafür, dass ohne ihn zu Hause die Dinge so laufen, wie er diese entschieden und installiert hat. Das weiß er, und ich glaube nicht, dass er sich davor drücken will oder kann. Er muss, wenn sich kein anderen Sündenbock finden lässt oder die Katastrophe zu groß ist, als dass ein “bedauerlicher Fehler eines einzelnen” glaubwürdig kommunizierbar ist, die Verantwortung übernehmen und Fehler einräumen. Und in der Folge dann Konsequenzen ziehen, sprich, im Unternehmen Prozesse ändern, Aufgaben und Verantwortung anders verteilen, Mandate anders ausgestalten, Auswirkungen eines Bereichs auf andere Bereiche sehen und entsprechende Kommunikationsprozesse zwischen den Bereichen installieren lassen usw.

    DASS er das tun wird, steht für mich nicht in Zweifel. WIE er es tun wird, wird zeigen, wie ernst er das nimmt, was passiert ist, für wie stark er diese Bewegung hält, die sich hier gegen Jack Wolfskin positioniert hat. Kommt er ihren Forderungen zu sehr nach, könnte er intern wiederum Probleme, z.B. mit den Besitzern bekommen, da er Jack Wolfskin und die Marke unnötig schwächt. Reagiert er zu wenig, schadet er der Marke aber noch mehr als ohnehin schon, und wird die Umsatz-Einbußen zu verantworten haben. Eine einfache Rolle hat er hier sicher nicht. Aber er drückt sich nicht und er versucht nicht, sich hinter irgendjemand zu verstecken oder jemand vorzuschicken. Das finde ich gut, denn niemand, von den Investoren mal abgesehen, hat mehr Macht innerhalb des Konzerns, also bietet dieses Gespräch am Montag auch mehr Chancen, als wenn es mit der Pressesprecherin oder jemand aus dem Marketing stattfinden würde.

  200. mark793

    @Vroni, das “kreuzige ihn” habe ich natürlich nicht von Dir gehört ich hab Dich auch nicht zur aufgeputschten Bloggermasse gezählt – sorry, wenn das so rüberkam. Das bezog sich auf gefühlte 150 andere Kommentare in diesem Thread.

    Nur für den Fall, dass das unklar ist: Was Ralf hier mit seinen Mitteln und auf seine Weise versucht, muss doch keinen davon abhalten, das seinige zu tun, selber Mails zu schreiben, mit den Füßen und der EC-Karte abzustimmen wie immer er oder sie oder es will. Wo habe ich denn gesagt, dass das alles Mumpitz wäre oder dass jetzt auf einmal alle zu ganz großen Diplomaten werden müssten? Ich denke, jeder einzelne Beitrag zu der ganzen Geschichte hat seine Berechtigung – und vielleicht ist eine gute Kombination von good-cops-bad-cops das was es braucht, um die Sache für die Betroffenen zu einem schnellen und guten Ende zu bringen.

    Und was die Eitelkeiten angeht: Davon sind nur die allerwenigsten ganz frei, die sich auf diesem Jahrmarkt rumtreiben. Aber zumindest traue ich Ralf (wir waren vor paar Monaten mal zusammen essen und mailen ab und zu, falls das was zur Wahrheitsfindung im Krähenkäfig beiträgt) schon zu, die Angelegenheit der abgemahnten Damen wichtiger zu nehmen als seine Ego-Interessen.

    Da können diejenigen, die jetzt die großen Zweifel an der Integrität des Werbebloggers säen, den Sattel von ihrem hohen moralischen Ross ruhig bisschen runterschrauben, finde ich.

  201. Pfoten verbrannt…

    [...] Da hat sich wohl einer die Tatzen Pfoten verbrannt… [...]

  202. Warren

    Dieser Fall wird für JW keinerlei ernste Konsequenzen haben.

    Vielleicht werden 100-200 Jacken weniger verkauft.
    Vielleicht taucht ihr Name in einer Web 2.0 Case Study
    in zukünftigen Social Media Präsentationen statt.
    Vielleicht erhalten Pfotenlogo-Verwender demnächst
    erst ein freundliches Bitte-keine-Pfoten-mehr-Schreiben.
    Vielleicht.
    Aber, werden ihre Umsätze dramatsich einbrechen?
    Werden sie ihre Geschäftspolitik grundlegend ändern?
    Wird es personelle Konsequenzen bei JW geben?

    Bitte, so naiv kann hier keiner sein…

  203. Vroni

    @ Mark 793

    “Eine einfache Rolle hat er hier sicher nicht. ”

    Doch die hat er:
    Kulanz

    Aber sach mal, bis du Unternehmensversteher oder warum erklärst du dem doofen Vronibär jetzt die Unternehmenswelt. Hab schon ach, evtl länger als du “gedient” und mit dicken Bossen nicht nur an Weihnachtsfeiern zu tun gehabt. Core assets zu analysieren gehört zu meinem Job, aber auch, sich von dicker Hose nicht beeindrucken zu lassen. Bisher habe ich das ganz gut geschafft, und es ist nicht zuviel verlangt, es auch von anderen zu verlangen. Soviel Rückgrat muss sein, von Destruktivität sehe ich keine Spur.

    Sonst weine ich für gewisse Unternehmen gleich noch eine Träne mit.

  204. Carlotta

    Wie bereits geschrieben, hätte der Artikel für meinen Geschmack auch nüchterner ausfallen dürfen, da es (mittlerweile) vorgestern noch von JW die gußeiserne Pfanne um die Ohren gab, dennoch finde ich es wenig konstruktiv zu debattieren, wem welche Eitelkeiten vorgeworfen werden können.

    Offensichtlich ist in dem Bestreben eine neutralere Basis für das Gespräch am Montag zu schaffen, genau das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung eingetreten.

    Das geschriebene Wort ohne Mimik und Gestik ist nicht immer einfach – ebenso wenig wie die derzeitige Position von Ralph Schwartz, um die ich ihn nicht wirklich beneide – und gerade in einem Kessel derart aufgeheizter Emotionen eine Gratwanderung.

    Um aber zum Kern der Sache zurück zu kommen, hier die Stellungnahme von Globetrotter:

    globetrotter.de/de/f...

  205. Peter

    @Carlotta:
    Danke dafür. Hab mich gestern auch gefragt, ob Globetrotter/North Face noch aktiv werden.

  206. Waldfee

    @Polysarcus – wohl gesprochen :)

    Dem Herrn Hell wird schon aus ur-eigenstem Interesse daran gelegen sein, diese “Kuh” so schnell und leise vom Eis zu holen wie nur irgend möglich.

    Jeder weitere formaljuristische Schlagabtausch gießt nur weiter Öl ins Feuer, und ein Einbrechen der Verkaufszahlen (speziell im Weihnachtsgeschäft) kann ihn durchaus selber den Job kosten.
    Es ist dabei durchaus möglich, dass von seinen Kapitalgebern SEIN Kopf gefordert wird.

    Aber: der Schaden ist ja schon da – in Form von schlaflosen Nächten und einigen tausend Euro bei den Bastelmuttis und bei JW in Form von Offenlegung der gängigen Geschäftspraktiken.

    Eine Win-Win Situation ist das schon mal nicht mehr.

    Es bleibt abzuwarten ob JW nun durch massives Marketing oder durch tatsächliches Umdenken weiter auffällt. Und die Reaktion wird dann eben wiederum dadurch beeinflusst.

    Allen nicht direkt Betroffenen kann man nur raten sich bei abmahnwelle.de oder ähnlichen Organisationen, Petitionen, etc einzubringen um wenigstens auf eine kostenlose oder zumindest kostengünstige Abmahnpraxis für die Zukunft hinzuarbeiten.

    Den Bastelmuttis wünsche ich jedenfalls viel Glück und Kraft in dieser Situation

  207. sk8erBLN

    wow, was für ein update!

    Erstmal meinen herzlichen glückwunsch an ralf schwartz! Newbusinesstermine sind in solchen unternehmen sicher schwieriger zu bekommen als durch ein paar blogartikel. DAS genau ist mein erster gedanke zum artikel. (fänd ich nebenbei bemerkt ok wenn es sich so ergäbe)

    Gedanke 2: sicher für jeden im werbebereich tätigen eine spannende aufgabe das eingetretene pr-desaster aufarbeiten zu dürfen. Ist aber nicht meine baustelle und interessiert mich als outdoorbegeisterten herzlich wenig.

    Gedanke 3: könnte es sein dass die frist zur abgabe von unterlassungserklärung etc. nicht mal unterbrochen wurde und vermutlich noch vor dem gespräch kommende woche bereits diese woche freitag abgelaufen ist?

    Ich trage/nutze die JW-klamotten eh schon länger nicht. Wie schon einige geschrieben haben gibts wesentlich bessere klamotten am markt als ausgerechnet die von JW. Wer die praktische erfahrung machen durfte kommt nicht mehr auf die idee erneut JW zu kaufen.

    Das weiss man bei JW selbst ja auch und hat sich konsequent eine neue zielgruppe die mit echtem outdoor nur sehr sehr entfernt zu tun hat erobert. Die mit der eher unterdurchschnittlichen quali also kein problem bekommen wird im städtischen djungel …

    Das von JW gezeigte lausige verhalten bzgl. abmahnwahn rundet das bild bestenfalls zusätzlich ab, so dass gewichtige argumente hinzugekommen sind von JW abzuraten. (auslieferungslager ins naturschutzgebiet geklatscht, wahre abmahnorgien, kinderarbeit die man lieber nicht so ganz genau überprüft wissen wollte. Prima dass der ganze dreck noch mal eindrucksvoll nach oben gespült wurde und so schön komprimiert darstellbar ist.

    Dafür mein dank an den werbeblogger, der das ursächlich thematisiert hat, vermutlich nicht ahnend wie sehr er die sache ins rollen bringt. Mir reicht der blick von außen aufs unternehmen. Mit el commandante hell wollte ich nicht an einem tisch sitzen müssen und wenn wärs mir wichtig das extrem transparent zu tun z.b. durch einen dokumentierenden podcast.

    Was ich ein wenig vermisse hier ist die genauere auseinandersetzung mit dem thema inwieweit das eigentlich überhaupt eine markenrechtsverletzung vorliegt… Aber ok, ihr seid ein werber- und kein jurablog.

    Dennoch…
    sehr interessante JURISTISCHE überlegungen von zwei auf markenrecht spezialisierten anwälten:

    Jack Wolfskin und das Pfötchenmuster
    ip-notiz.de/jack-wol...

    Auch den kommentarbereich dort beachten, da “schlummert” möglicherweise eine echte bombe für JW denn die eingesetzen materialien wiesen selbst ein copyright auf und zwar für katzen- und nicht etwa wolfspfoten. Konkret kommentare #7, #9,#10 und #11.

    In deren blog habe ich ein sehr spannendes urteil zu JW aus der schweiz verlinkt #19. Selbes thema und das wurde JW höchstinstanzlich um die ohren gehauen… Mit sehr ähnlicher argumentation wie die anwälte selbst in ihrem blog argumentierten.

    Weshalb sie zu dem von mir geposteten link nur schrieben:
    Dar Urteil des (schweizerischen) Bundesverwaltungsgerichts ist in der Tat interessant und aufschlussreich: Das Gericht geht überzeugend von einer geringen Kennzeichnungskraft der JW-Bildmarke aus. JW beware! (#20)

    Da wünsche ich mir doch weit eher als eine simple rücknahme dass JW die klatsche bei gericht on top zum schon vorhandene PR-GAU erlebt.

    Und die komplette neuregelung des abmahnrechts wie hier schon von einigen im blog geschrieben sehe ich auch als dringlich.

  208. Carlotta

    @Peter

    Ich denke Globetrotter ist aufgrund der Kundenanfragen/-meinungen nicht um eine Stellungnahme herum gekommen.

    Btw über den ultimativen Markenschutz habe ich gestern herzlich gelacht, trotz üblem Thema.

  209. mark793

    @vroni, bist Du sicher, dass Du mich meinst? Die Stichworte “Destruktivität” und “eine einfache Rolle…” sind nicht auf meinem Mist gewachsen. Entsprechend zögere ich auch, mir den Schuh des “Unternehmensverstehers” anzuziehen. Dass Du den ganzen Zirkus innerhalb von großen Unternehmen besser von innen kennst, kaufe ich Dir jederzeit ab. Konzerngedöns war es übrigens auch nicht, was ich mit dem Jahrmarkt der Eitelkeiten meinte.

    ALso präzisier doch bitte mal, wen Du da adressierst.

  210. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @sk8erBLN Gedanke3: Soweit wir informiert sind, besteht die erste Frist mit Ablauf des 27.10, weitere dann am 28.10 und 29.10.

  211. Update … | Zuzsas & Sternos Blog

    [...] dem werbeblogger scheint Jack Wolfskin mittlerweile zum Gespräch bereit und kündigt an die Abmahnungen gegen [...]

  212. Jogga

    Mir kam der Artikel über das Telefonat auch sehr positiv gegenüber Hell vor, das kommt wohl von der Freude, dass JW bereit ist wirklich über die Thematik zu diskutieren.
    Zu Hell: Das er aus dem Urlaub kommt glaub ich ihm sogar, dass die Sache anders verlaufen wäre, wäre er hier gewesen, glaub ich nicht. (ok… evtl hätte er etwas früher angerufen) Die Abmahnungen laufen, laut Kommentaren, ja schon längere Zeit. Und plötzlich so ein Aufstand. Natürlich wird jetzt versucht den Imageschaden gering zu halten und die Wogen zu glätten: Mit Anruf und Audienz. Aber jetzt darf man JW dieses Fehlverhalten auch nicht zu leicht vergeben. Die Rücknahme der Abmahnungen und eine Entschuldigung an die Dawandauser ist dafür zwar eine Grundvoraussetzung, würde in meinen Augen aber nicht reichen. Denn was ist mit den abgemahnten Kleinstunternehmern, die das Geld bereits zahlen mussten, weil es derzeit keine öffentliche Entrüstung gab?

  213. Christian

    Stimme @sk8erBLN zu: Mit ein bisschen Distanz betrachtet (kaufe seit Ewigkeiten kein JW mehr) hat RS hier vielleicht einfach nur (sehr erfolgreich) die Blogosphäre instrumentalisiert, um sich selbst bei JW als – defintiv beratungswürdigem – Unternehmen ins Gespräch zu bringen. Sonst hätte ja an Stelle des pathetischen Artikels vom 21.10. auch eine kurze Statusmeldung mit Hinweis auf mehr Details am Montag gereicht.

    Aber, so what: Wenn bei JW dadurch ein Transparenzprozess angestossen wird, wenn man eines fernen Tages dort vielleicht wieder ein Gespür dafür hat, welche Sensibilitäten die Outdoor-Zielgruppe hat (sehen sich ja scho a bisserl “sozialer”), wenn man sich zu einer zeitgemäßen, nachhaltigen Markenpolitik durchringt, die bitte auch schon die Produktion beinhaltet (und nicht nur den PR-Output) – dann ist das absolut okay!

    Ich zweifle allerdings daran, dass das in der derzeitigen Konstellation gelingt: Wenn ich als Geschäftsführer vier Tage “Auszeit” (Bendenkzeit) brauche, um eine angemessene Reaktion zu liefern – liegt mir dann wirklich noch was an der Marke oder ihren Käufern?

  214. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Wie ich gerade erfahren habe, sind aus den 8 abgemahnten Damen 9 geworden. Sie kam aus dem Urlaub zurück und fand im Briefkasten die üble Überraschung.

  215. Dags

    Glückwunsch! Da hast du viel erreicht und ich freue mich, dass ich dabei ein wenig mithelfen konnte. Mich würde brennend interessieren, ob die Abgemahnten denn zukünftig ihre Pfötchen auch weiter “basteln” dürfen oder ob sie nur ihr Geld zurück bekommen und trotzdem einen Wisch unterschrieben müssen? Schönen Gruß von mir an den Herrn CEO Hell: ich bin auch eine Bastlerin, aber ich habe beruflich auch auf Augenhöhe mit CEOs zu tun. Deren Worte beeindrucken mich erst, wenn sie ihnen handfeste Taten folgen lassen. Ob mein empfindlich gestörtes Vertrauen in das Unternehmen JW sich wieder herstellen läßt, hängt entscheidend von den kommenden Tagen ab.

  216. sk8erBLN

    @ Roland Kühl-v.Puttkamer

    danke für die info dass die fristenden immerhin nicht vor dem treffen liegen. So bleiben zwar tage und nächte der ungewissheit für die bastlerinnen aber es bleibt immerhin noch 1 tag zum überlegen nach dem geplanten gespräch.

    @ Christian

    zu “RS hat die blogspäre instrumentalisiert”:

    ich würde das positiver formulieren. RS hat nicht dem commandante hinterhertelefoniert sondern umgekehrt. Offensichtlich hatten die zwei sich genügend interessantes zu sagen und hell sieht für sich einen nutzen das gespräch zu vertiefen. Dass er unter handlungszwang steht, hat er sicher auch in vietnam realisiert. Ich sehe auch nicht wo RS die blogsphäre aktiv instrumentalisiert haben soll für akquiseziele. Ich bezweifele auch dass die sich so leicht instrumentalisieren lässt aber david gegen goliath spielchen stoßen leicht auf interesse. Denkst du durch die zahlreichen follow ups zum thema JW?, ich denke eher das hat sich so verselbständigt wie zuletzt auch beim thema internetzensur. Da hat v.d.leyen sicher auch nicht schlecht gestaunt als ihr heftigster gegenwind für ihr wahlkampfthema sperren entgegenblies.
    Willkommen im web 2.0 *hehe*

    Nein, das war ganz ehrlich gemeint. Sollte RS das glück haben dass aus der geschichte sogar ne längerfristige zusammenarbeit mit JW wird, wäre das für mich völlig okay. Wenn wäre es einfach ne sehr interessante art neugeschäft zu generieren. :)

    Den ganzen rest könnte ich so unterschreiben. Aber ich denke wie gesagt der hell hat sich innerlich schon von dem gedanken verabschiedet dass die echten outdoorfreaks sein zeugs nutzen. Der schielt auf die breite masse die sich outdoorklamotten als schickes immage zulegen weil das grad in ist. Ob da nähte wirklich dicht und doppelt geklebt sind, das material extrem belastbar ist bei nur 30 min weg zur arbeit ist fast schon sekundär ;). Auf sensibilitäten die bei outdoorfreaks auch nach meiner einschätzung ausgeprägter vorhanden sind, muss er da nicht mehr so sehr achten. Diesmal wurde er nur kalt erwischt und die welle war deutlich höher als von JW kalkuliert.

  217. Max

    Dieser Anruf war nur möglich, weil im 21. Jahrhundert nicht mehr die Konzerne regieren, sondern die Kunden. Heutzutage muss sich jedes Unternehmen sehr gut überlegen, wie es sich präsentieren will. Der PR-Gau ist einfach herbeizurufen im Web 2.0

  218. Martin

    …bei SPON werden immer mehr Abmahnopfer und andere zweifelhafte Praktiken von JW bekannt – interessant was da alles nach oben gespült wird.

    In der Schwulenszene hat man offenbar auch schon Shops abgemahnt und zusätzlich noch ein paar Schwulenclubs, die die Bärentatze traditionsgemäß als Erkennungszeichen führen:
    samstagisteinguterta...

    zitat —
    Anscheinend traut sich niemand mehr aus der Bärenszene die Tatze zu verwenden.
    Im gesamten Programmheft der Kölner Bartmänner zum Bärenpride findet man keine Tatze, noch nicht mal als Tattoo auf irgendeinem Bärenkörper und in keiner Werbeanzeige. Entweder Bärentatzen sind out, oder hier hat auch JW die Hände im Spiel.
    zitat ende —

    Die Geschichte mit dem Versandlager im Vogelschutzgebiet ist ja schon bekannt gewesen – ganz nebenbei hat man auch noch ein paar Kleingärtner enteignet:
    han-online.de/HANArt...

  219. sk8erBLN

    @ Roland Kühl-v.Puttkamer

    zu fall nr. 9

    und ich hätte dann gleich noch fall nr. 10 im angebot, diesmal sitzt der frevler der sich an der tatze verging in den niederlanden und benutzt bärentatzen statt katzenpfoten. :((.

    nach den bastlerinnen sind jetzt anscheinend schwule ins visier von JW gerutscht. Auch hier natürlich keine ähnlichkeit der tatzen aber schaut selbst:

    gefunden via:
    forum.spiegel.de/sho...

    samstagisteinguterta...

    skorpionstich.wordpr...

    samstagisteinguterta...

    Da sollte man in der tat kommenden montag das thema deutlich über die dawanda betroffenen hinaus ausweiten!

  220. Wolfgang

    Hier gehts ja rund. :)
    Ich glaube es bringt nix, wenn wir hier diskutieren ob wir der Marke einen wirklich großen Schaden zu fügen mit der Aktion. Ich seh das ein wenig wie Warren, ich denke nicht, dass es ins Gewicht fällt bei den Absatzzahlen.

    Beim dauerhaften Image der Firma fällt es da schon eher ins Gewicht. Da liegt der spannende Punkt. Und bei der Wirkung, die wir vielleicht lostreten können, wenn es um die Abmahnpraxis in Deutschland grundsätzlich geht. Mal angenommen JW würde am Montag deutlich sagen, dass die Aktion sehr dumm gelaufen ist und man in Zukunft erstmal normal versucht mit den Leuten zu reden, bevor man die Anwälte von der Leine lässt, dann wäre das doch sicherlich ein guter Aufhänger um weitere Kreise zu ziehen. (Wenn alles gut geht bis in die Politik, aber die sind wohl gerade zu sehr mit sich selbst und Regierungsbildung beschäftigt.)

    Weiter ist wichtig, dass den 9 Leuten direkt geholfen wird und man dann vielleicht nochmal nachprüft wieviele ähnliche Fälle da schon abgemahnt wurden und still und leise bezahlt haben. Die Dunkelziffer scheint ja nicht so unerheblich zu sein.
    Am Ende wäre ein klares Statment eben gut, dass man als Großkonzern lieber den kleinen ein wenig Luft zum Atmen lässt und sich mit geballter Kraft auf die echten Fälscher und Produktpiraten stürzt. Es kann einfach als Globales Unternehmen nicht angehen, dass man so kurzsichtig ist und die Hobbypfotenmaler in den Hinterhöfen hier angeht, aber vor Ukrainischen Großfälschern (hat hier irgendwer mal erwähnt) oder wo auch immer gefälscht wird, zurück schreckt. Auch Globalisierung hat nicht nur positive Seiten für Unternehmen und sich diesen Herausforderungen ernsthaft zu stellen wäre jetzt ganz gut. Also nicht alle Fabriken nach China verlagern und dann nicht sehen wollen, dass direkt nebenan ne Fabrik steht die alles 1 zu 1 kopiert. Das Managment der Großkonzerne muss vom hohen Finanzroß runter kommen und wieder anfangen ganz normal ihre Arbeit zu tun. Nicht alles auf die Rechtabteilung z.B. delegieren, sondern mal wieder selbst was in die Hand nehmen. JW und Herr Hell können da jetzt ein prima Vorreiter werden. Und dann dürfen sie den “Ruhm” und die Öffentlichkeit, die sie durch die Aktion bekommen haben durchaus auch positiv nutzen. Das wäre ne echte Win Win Situation.

    Die Gesetzgebung muss dann dafür Sorgen, dass man immer zuerst im Guten mit Leuten reden muss, bevor man abmahnt, oder klagt. Das hat dann aber nichts mehr mit JW und Dawanda zu tun.

    Ich kann nur Roland und Ralf viel Glück und Erfolg wünschen für Ihr Gespräch. Vielleicht sollten wir die beiden im Moment erstmal weiter mit Ideen und Hinweisen zum Gespräch helfen. Ich fand den Beitrag von sk8erBLN da schon ziemlich hilfreich. Ich kann mir auch vorstellen, wenn sich z.B. noch mehr bereits abgemahnte und bereits bezahlte hier melden und den beiden Ihren Fall schildern haben die beiden auch was in der Hand um am Montag nicht da zu stehen und ihnen gehen die Argumente aus. :)

    Und vielleicht gibts ja auch noch ein paar andere Ideen wie man die beiden jetzt erstmal unterstützen kann. Ausbuhen können wir sie ja immer noch, falls sie am Montag mit dickem, fettem Beratervertrag zurück komen und sich nix ändert. :)

  221. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Wolfgang: wir wollen und brauchen! keinen Beratervertrag von JW, wir wollen Ergebnisse, ganz so, wie du sie geschildert hat. Kann sein, dass andere Unternehmen sich unserer Leistungen bedienen, aber JW ist ein NoGo für uns. Auch wenn wir “nur” Marketingfuzzis und Blogger sind ;-).

    Wir sammeln übrigens im Hintergrund schon kräftig Fakten, das Telefon steht nicht still und auch mit mit dem “Pfötchenclub” sind wir im engen direkten Kontakt.

  222. mars

    “Und sei es, um nur die Wogen zu glätten.”

    Äh. “Nur”?

    Aus welchem Grund sollte der Mann denn sonst mit Dir das Gespräch suchen?

    Weil er diese Seite so hübsch findet? Der meinung ist, daß Du auch sonst ein ganz interessanter Kerl bist?

    Tz. Natürlich geht es ihm ausschließlich darum, dass Du zukünftig bitte den Ball flach hältst und er in Ruhe noch ein paar bastelnde Damen ausnehmen kann.

  223. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Boris Noll: Es ist ein Podcast mit den Damen geplant. Und mehr. Ja.

  224. Gila von Meissner

    Dogsticker.de / Hr Hellmich kennst Du demnach? Der war im Sommer dran. Denn seine Kunden sind vor allem Hundevereine und Hundeschulen. Und die wagen es doch tatsächlich, so gewagte Logos wie ein I-Punkt als Pfote zu haben. Und wollen doch tatsächlich, dass Herr Hellmich ihnen die druckt.

    Der verliert jetzt Kunden, denn komischerweise sind Hundeschulen nicht gewillt, ihr Logo zu ändern, weil Drucker A) das nicht mehr drucken darf.

    Ruf ihn an, der Mann ist klasse… mit dem habe ich gestern lange telefoniert. Und so einiges an Background erfahren.

  225. googlehupf

    Podcast finde ich gut!

    Es wurde auch schon die Idee ventiliert den JW-Chef in die einschlägigen kritischen Fernsehsendungen einzuladen.

    Ich rechne zudem mit humoristischen Videos bei Youtube.

    -> youtube.com/watch?v=...

  226. Martin

    ..wenn ich das alles lese komme ich doch zu dem Schluss, das JW schon seit Jahren europaweit gegen alles vorgeht was Hunde-, Katzen-, Bärentatzen und Handabdrücke von kleinen Kindern sind, weil Sie hier eine Verwechslungsgefahr mit “Ihrer” Tatze sehen. Wie viele Geschädigte gibt es denn 100, 500, 1.000, 5.000? Das wäre doch mal eine anständige Rechercheaufgabe für einen Journalisten!

  227. Carlotta

    Soweit ist es nun also schon gekommen:

    Quelle SPON

    mietzmietz.de/thread...

    Shops rund um Tiere entfernen ihre Pfoten, bevor sie es aufgrund Abmahnung müssen, die Schwulen haben keinen Anrecht mehr auf die Bärentatze…

    Was kommt eigentlich noch?

    Auf in eine pfotenfreie Zukunft!

  228. peOn

    @Carlotta: Ja, ist mir auch schon aufgefallen, siehe twitter.com/Wauzikon...

  229. Vroni

    @ Mark 793

    Sorry, es war nicht Mark mit den Nummer hintendran, es war an
    Polysarcus.

  230. Waldfee

    @carlotta

    ich habe (mehr aus Protest denn aus Abmahnangst) die Pfoten aus dem Design unserer HP entfernt. Nat

  231. Waldfee

    sorry – Fehlpost
    natürlich nicht ohne den Grund dafür anzugeben ;)

    Da wir so um die 3000 Hits im Monat haben wird das dadurch weiter getragen, als wenn ich nur irgendwo irgendeinen Kommentar gepostet hätte.

    Trägt damit also zur allgemeinen Verbreitung bei.
    Bei uns war es allerdings nur Stilmittel, und weder Logo noch kommerziell genutzt.

  232. Outdoor-Wandern

    Hallo,

    ich bin da immer etwas skeptischer, besonders solche Leute sitzen nicht umsonst auf dieses Posten und die sind gut, aber das gilt eben auch dafür, dass sie gut Leute um den Finger wickeln können.

    Nach meinem Geschmack hätte das noch viel größere Kreise ziehen können, nicht um JW zu schaden, sondern damit auch andere Firmen und Rechtsanwälte mal sehen, wie solche ( in deren Augen eigentlich kleinigkeiten ) Aktionen auch zum Boomerang werden können.

    Den eines hat diese Aktion gezeigt, wie schnell um mächtig das Internet sein kann und wie eine etablierte Marke ins Fadenkreuz von vielen ihrer Käufer kommen kann. Und wenn sowas bei JW klappt, warum nicht auchg bei anderen wie Nokia, Aral, Rewe, Politiker oder wen auch immer.

    Mad

  233. Ada

    Warum stellen wir nicht alle gemeinsam einen Löschungsantrag beim DPMA???
    Kostet – wie alles – je 300 Euronen. Schon jeder Kommentar 1 Euro reicht also.

    Die Pfote allein kann keine Marke sein. Schon JW selbst verwendet sie als Muster oder Dekoration. Ein paar Millionen Hunde- und Katzenfreunde ebenso. Microsoft, Nintendo, Sega, Adobe, Fressnapf, Shakira – Ebenso. Ettliche “ähnliche” Marken, weltweit wie in D-LAnd genau so. An sich hat JW entweder zu lange nichts für seine MArke getan.

    Jack WOlfskin mit Tatze daneben – Kann eine Marke sein. Der Pfotenabdruck lässt jeden Hundemenschen, selbst in gelb schwarz, an Hunde denken. Frettchenbesitzer an Frettchen, Jäger an Hunde, Löwen, Tieger, Pumas, Wildkatzen, Luchs und Wölfe und Frettchen und noch ein paar hundert Tierchen! Und so weiter…

    Ich muss gestehen, bei jedem Store erwarte ich einen Hundeladen. Selbst nachdem ich dazu immer “böse Marke” sage, ich habe bei Pfoten nun einmal Hunde vor Augen. Und nicht falsche Wölfe!
    JW selbst hat schon für Grundlagen gesorgt. So wie die tageszeitung TAZ sich eben neben der Pfote immer “die tageszeitung” nennen muss, ist es absolut folgerichtig dass auch JW sich eben JW Pfote nennen muss.

  234. Pfotenfreund

    @Ada

    Löschungsantrag – hört sich gut an! Ich bin dabei!

  235. mic

    Zitat ” Und ich wünsche mir, daß das ein oder andere Unternehmen aus den letzten 5 Tagen lehrreiche Schlüsse zieht. ”

    Word! Mir bleibt auch nicht viel mehr als dem beizupflichten, aber das es immer NOCH erst so weit kommen muss!
    Auf der anderen Seite muss man auch sehen, das überall wo Menschen handelnd agieren Fehler passieren können und sowohl die eine wie auch die andere Seite ihre Sichtweisen und Standpunkte verändern und daraus Erkenntnisse und Einsichten gewinnen können!

  236. Sabine

    Daumen hoch! Endlich mal jemand, der das Thema neutral und kosntruktiv aufgreift und nicht so ein weiterer nutzloser Krakeler ist wie 90% des web 2.0 ;-)

  237. Carlotta

    @Martin

    Das scheint tatsächlich schon seit längerer Zeit zu laufen.

    # jwerger
    Am 22. Oktober 2009 um 16:24 Uhr

    … arme Tierfachhändler, was dort alles mit Pfotendesign verkauft wird ? Vielleicht sollten Firmen wie Jack Wolfskin gleich alle Läden schliessen lassen. Es gibt wohl keinen Artikel von Hundehalsband bis Spielzeug den es nicht mit Tatze gibt. Da gibt es auch noch reichlich Hersteller wie Trixie, Karlie oder die FRESSNAPF-Kette, da gibt es fette Beute für die Anwälte. Als folge verbannen wir dann alle Haustiere da es kaum noch Tierhandlungen geben dürfte.
    Nur… wie fängt Jack Wolfskin die Umsatzverluste aller Hundebesitzer auf die Ihre Wolfskinsachen nun nicht mehr brauchen werden oder ?

    ..ein leidgeprüfter – von Jack Wolfskin bereits in 2006 – abgemahnter ehemaliger Zoofachhändler.

  238. Susanne

    “Die DAWANDAGEMEINSCHAFT wird allerdings nicht den *Kopf in den Sand stecken* , sondern weiterhin für ihre Rechte kämpfen.!

    Wer kämpft denn hier um sein Recht?
    Es geht doch nur darum ” unbeschadet aus der Sache raus zukommen!”

    Das Ganze verkommt zur Lachnummer. Wenn nicht so traurig wäre würde ich lachen.

    Der Wolf brüllt und alle sagen ok.
    Stellt euch schon mal drauf ein das es absofort nur noch solche Großkonzerne gibt die Markenrechte auf alles haben und der kleine Mann bzw Frau nichts mehr im Internet anbieten darf.

    Da, obwohl fast das gesamte Internet (auch Spenden sollten für die Gerichstverhandlunge gesammelt werden) hinter den Damen stand, keiner wirklich kämpfen will
    Zitat:
    ” Wir wollen zur Ruhe kommen”
    Ja ruht euch aus, und lasst Gott nen schönen Mann sein….

    Die Deutschen wollen doch betrogen werden, sei es im Internet in Inserate, sei es beim kreativen Design oder weiss der Deufel was.
    Von wegen der Wolf hätte kein Recht alle Tierpfoten für sich zubeanspruchen. Doch hat er und warum?
    Weil ihr es ihm gebt!
    Ihr habt der gesamten Internet Comunity ab absurdum geführt

    Ja ruht euch aus unterschreibt am Montag einfach die Erklärung das ihr niewieder Pfötchen Design auf angegebenen Teilen anbringt und der große Wolf erlässt euch die Anwaltsgebühr.
    Darum gehts doch und um nix anders.
    Und dann kehrt heim, denn euer Mann kommt ja nach Hause und ihr müsst noch Kaffee kochen und die Pantoffel ans Sofa stellen.

    Wozu eigentlich Gleichstellung der Frau brauchen wir das überhaupt noch? Der deutschen Hausfrau gehts doch im Grunde nur um eins Ruhe und Frieden zuhaben.

    Warum schäme ich mich nur Deutsche, Mensch und Frau zusein?

    Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und Selbstverantwortung wozu? Die deutsche Hausfrau will das doch garnicht sondern nur ihrer Ruhe.

    Warum kämpfen sollen das doch andere machen, genau sollen doch andere…
    Ich will zur Ruhe kommen.
    Ach ja strickt lieber in euren kleinen Fischteich denn der große Ozean (Internet) ist nur was für große Fische wie man sieht.

    Warum habe ich nur so ein flaues Gefühl im Magen und bin entäuscht? Das keiner mal aufsteht udn sagt bis hierher und nicht weiter?

  239. Sven

    Warum hat er sich wohl gemeldet??? Es gibt nur einen einzigen Grund. Er hat Angst um seine Kohle!! und den “guten” Ruf seiner Firma. Das ist der einzig wahre Grund, warum er sich gemeldet hat. Und glaub mir, er ist beeindruckt!!! Und zwar gewaltig!!! Hoffentlich bekommt er die gerechte Strafe für diese unmenschliche Aktion, das ist das Allerletzte!

  240. Hansen

    Der Fall JW gehört ins Guiness-Buch der Rekorde. Rubrik: schnellster Imageabsturz einer vormals coolen Marke.

  241. Daniela

    Ich denke JW hat nicht mit dieser Medienresonanz gerechnet, die sich diesmal ergeben hat. Dieses waren nicht die ersten Abmahnungen, die JW aus dem Grund verschickt hat. Ich selber bin 2007 von JW abgemahnt worden. Aus dem gleichen Grund und auch meine Pfote war weit von der JW-Pfote entfernt. Ganze 2 Artikel hatte ich verkauft. Mein kompletter Shop hatte einen Jahresumstaz von unter EUR 1000,00. Einziger Unterschied, damals kostete die Abmahnung 1800,– EUR, weil angeblich ein spezialisierter Anwalt beauftragt werden musste, der den doppelten Satz verlangen kann.
    Auch ich hatte das Gespräch zu den Anälten (die gleichen wie heute) gesucht. Die einzige Einigung die erzielt werden konnte, war, dass ich die Kosten in Raten abstottern durfte.
    Da ich nicht auf so einer großen Plattform wie Dawanda registriert war, und ich damals den Eindruck hatte ein Einzelfall zu sein, ist dies nicht so bekannt geworden. Heute weiss ichs besser! Unterlagen bzw Nachweise können gerne vorgelegt werden.

  242. Gila von Meissner

    @ Susanne,

    Ich denke, die Abgemahnten wollen erst einmal schauen, was am Montag kommt. Man kann niemanden dazu verdonnern, der Kreuzritter im Markenrecht zu werden.

    Kurzfristig – schauen, was Montag kommt
    Mittelfristig – DPMA Loeschung beantragen
    Mittelfristig – Gruppe organisieren, die weitere solche Loeschantraege sponsort und organisiert
    Langfristig – Abmahnrecht (und ggf Markenrecht) aendern

    LG Gila
    freiepfote.de

  243. togo

    @Susanne

    Lediglich HIER sollte der Ball flach gehalten werden, bis die Ergebnisse des Gesprächs feststehen. Andernorts in anderen Blogs, Zeitungen, Magazinen, etc. wird es weitergehen. Ohne Reibungsverluste ;) Denn es geht weniger um Jack Wolfskin selbst, sondern um die gesamte sinnbefreite Praxis des teuren Abmahnenkönnens.

    Kleine Story am Rande (ist sicher schon bekannt, mich hat es aber trotzdem umgehauen): Gestern habe ich für unseren Hund Futter beim Fressnapf gekauft. An der Tür sind Pfotenaufkleber mit Namen von Leuten, die Geld für den Tierschutz gespendet haben. Da meinte ich scherzhaft zur Verkäuferin, ob sie keine Sorge habe, dass Jack Wolfskin sie abmahne. Ihre Antwort: Das ist längst passiert, seitdem dürften sie keine Tierdeckchen mehr mit Pfotenmuster verkaufen. Und DAS ist wirklich krank. Denn bei einem Zoofachhändler kann man eine inhaltliche Nähe zu Tierpfoten noch nachvollziehen. Aber bei einem Klamottenaugust?

    Bei einem Löschungsantrag bin ich dabei. Bitte Webseite machen mit Kontonummer, Spenderliste etc. Denke, da kann noch mehr draus werden. Online-Petition, Fonds für Abmahnopfer etc. Man sollte die jetzige Dynamik nutzen um der Sache einen Schubser zu geben.

  244. Tichy

    Langsam aber sicher wuerde ich sagen, ist das mit Ball flach halten absoluter Bloedsinn! Warum? Ganz einfach, weil es um viel mehr geht, als die meisten bisher ahnen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Montag ausser Kosmetik und Nebelkerzen nichts zu erwarten ist!

    Es handelt es sich um einen seit vielen Jahren gross angelegten Feldzug durch ganz Europa! Dabei sind nicht nur tausende Abmahnungen gegen Kleinere, sonderen auch jahrelange Rechtstreite gegen groessere Firmen mit dabei, wie z.B. gegen Fressnapf! Auch gibt es Faelle wo einem die Traenen kommen. Auch vor Tierschutzvereinen und aehnlichem wird nicht halt gemacht. Selbst die Schwulen haben sie nun aufgebracht:
    http://bearwear.nl (siehe auch: samstagisteinguterta...)
    Es fehlt wirklich nicht mehr viel, dann weren auch noch Blinde wegen ihres Armbandes abgemahnt, mittlerweile waere das garnicht mehr abwaegig.

    Seit dem bekannt ist, dass das TV recherchiert, kommt am Monat ploetzlich massvist JW-Werbung um Stern-TV herum. Das hat UNSUMMEN an Geld gekostet und ploetzlich wird erstmal nix gebracht, komisch?

    Geht man drei Schritte zurueck und betrachtet dies alles mal von einem gewissen Abstand und im Gesamten, glaubt hier dann auch nur einer, dass dies alles von heute auf morgen JW in die Tonne treten wird? Wenn das passiert, dann glaub ich wieder an den Weihnachtsmann und den Osterhasen! Unmoeglich ist es zwar nicht klar, aber leider auch sehr unwahrscheinlich.

    Das Schlimme dabei ist, dass massivst gegen die eigentlich erlaubte Verwendung von Tatzen und Pfoten als Muster vorgegangen wird und dabei seitens JW regelmaessig behauptet wird, es handelt sich um eine abmahnwuerdige Verwendung als Kennzeichen. Bisher scheint ein aufhalten des Wahnsinn unmoeglich gewesen zu sein. Das kann nicht sein und das darf nicht sein!

    *wink*
    Tichy

  245. googlehupf

    Welche Forderungen will der Werbeblogger JW denn stellen?
    Darf man darüber vor Montag etwas erfahren?
    Nur so könnte man herausfinden, ob das Gespräch im Ergebnis auch etwas gebracht hat.

    Ist man schon mit Schadensbegrenzung in der Dawanda-Sache zufrieden?

    Ich fände das nicht ausreichend und würde alles was ‚togo’ aufzählt, Löschungsantrag etc. mit einer kleinen Spende unterstützen.

    Man verzeihe mir bitte meine kritische Haltung gegenüber dem Werbeblogger. Diese kommt einfach daher, dass ich weder die Leute kenne, noch ihre Einstellung, noch ihre Ziele.

    Ich gehe davon aus, dass JW ein ganz harter (Wolfs-?)Hund ist und eigentlich nur durch Gerichte auf seinem geschäftlichen Egotrip gestoppt werden kann. Das zeigt schon die jahrelange Vorgeschichte, wie er sein Revier zäh verteidigt bzw. versucht hat, dieses auszuweiten.

    Ein Einzelgespräch kann doch sicher keinen Paradigmenwechsel herbeiführen!

    Welche Wirkung die Aufregung in der sog. Web 2.0 Szene hat, kann ich nicht einschätzen. Ich nutze zwar das Internet seit den allerersten Anfängen und hatte mehr als 15 Jahre eine eigene Agentur (bis es mir zu langweilig damit wurde) in der Tat sind aber im Internet viele Schwätzer unterwegs, die man als vielleicht als ‚unwichtig’ abtun kann.

    Warum ich mich über die Sache JW aufrege? Weil ich selbst schon vielfach durch ähnliche Probleme in meiner unternehmerischen Tätigkeit behindert wurde – teils auch durch Gesetze. Ich kann das gar nicht alles aufzählen… Da ich schon etwas älter bin, habe ich auch noch andere Moralvorstellungen. Ich kenne noch den Begriff des ‚ehrbaren Kaufmanns’.

  246. Susanne

    Solange alle kuschen wird garnichts passieren.
    Sowas kann man nur vor Gericht wirklich lösen und keiner geht vor Gericht.
    Um was wollen wir wetten? – Ach nein geht ja nicht Glücksspiel ist ja im Internet verboten

    ” Sie können soviele Protestnoten schreiben wie sie wollen, und während sie dies tun – schreiten wir zur Tat.” Ein wirklich sinniger Spruch der hier super passt

    grinste der Wolf,seine Anwälte schritten zur Tat, schrieben noch mehr Abmahnungen da sie ja wussten das Alle zahlen und Alle zahlten nahmen die Pfoten aus dem Sortiement (wie schon getan)
    Und der Wolf lacht sich ein Ast da seine Strategie auf gegangen war und zu Weihnachten war alles vergessen und alles war gut vorallem für den Wolf der sich ein Ast grinst

    Naja was solls ich hab kein online shop werde hoffentlich niemals einen brauchen.
    Glaubt bloß nicht das das Alles zu Wiehnachten noch jemand weiß.

  247. Tatze

    Durfte JW die Tatze überhaupt schützen lassen?

    https://www.taz.de/1...

  248. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Tichy Wie ich in meinem Kommentar hier schon schrieb: Der Druck wird weiter ansteigen bis Montag, inkl. TV und Print.
    Den Druck ist da und wächst. Das entgeht JW auch nicht. Die Machenschaften, die du aufführst, sind uns bekannt. Und wir sammeln für Montag weitere Quellen.
    werbeblogger.de/2009...

  249. Klausi

    …ich fände es interessant einmal festzustellen, wer noch alles abgemahnt wurde. Hier melden sich doch immer mehr Opfer – offenbar auch Grosse, wie der Zoozubehörladen Fressnapf, Verbände, Firmen, Schwulenvereingungen, Zeitungen etc. – die nichts gegen die JW Anwälte unternehmen konnten und stillschweigend auf die Katzen und Hundepfote, Tatze, Handabdruck, “verzichtet” haben.

    Es ist doch klar, das es sich um eine Massenabmahnung handelt die schon Jahre läuft und die JEDE gewerblich und viele nicht gewerblich genutzte Pfoten in jeder Form betrifft. Deshalb mein Aufruf: Meldet Euch – macht einen kurzen Eintrag (kann ja anonym sein) ob und wann ihr abgemahnt wurdet!

  250. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Daniela: Bitte kontakte mich via Web-Formular und schick mir ein paar Infos darüber bzw. wie ich dich kontaktieren kann. Gilt natürlich auch für alle anderen Geschädigten außerhalb der Dawanda-Community.
    Danke.
    werbeblogger.de/kont...

  251. maxe frisch

    “Wir bleiben dran”, sagt ihr. Was haltet ihr denn davon, dass Hell jetzt auch Bärentatzen abmahnen lässt?
    samstagisteinguterta...

  252. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Maxe. Ja, ist schon länger bekannt. Danke.

  253. Sebastian

    vielleicht ist die Frist bis Montag doch ganz gut, wenn jetzt nur genügend im Abmahnsumpf recherchiert wird.
    Also, kann mich nur anschliessen: die bisherigen Abmahnopfer sollten sich hier melden.
    Es kann nicht darum gehen, dass hier jeder wieder Ruhe hat (full ack Susanne), hier schlummern Geschäftspraktiken unter der Oberfläche, die sind kaum witzig. Und meiner Meinung nach darf sich das Gespräch am Montag nicht nur auf Dawanda beziehen, das muss die bisherigen Abmahnungen beeinhalten.

    Und verdammt, in welchen Preisregionen bewegt sich denn ein Prozess? Warum nicht ein besonders absurdes Beispiel raussuchen und JW die Grenzen aufzeigen (und es geht mir nicht darum, der Firma zu schaden, sie muss nur davon abgehalten werden, anderen zu schaden).

    Meine Seiten erreichen täglich 5.000 bis 6.000 Besucher im Reisebereich, nett angesprochen, kommen da ein paar Euro zusammen.

  254. sk8erBLN

    ein paar links….

    in ergänztung zum juristischen von gestern (siehe werbeblogger.de/2009... )
    hier noch einige weitere urteile:

    Von Red Bull bis Wolfskin – Eine kurze Geschichte von Tierlogo-Urteilen

    markenmagazin.de/von...

    ne praktische linkzusammenstellung für alle die auf der konkreten suche nach alternativen herstellern von outdoor equiptment und kleidung sind findet sich hier:

    Outdoor Bekleidungs Hersteller

    Ich habe mir einen kleinen Protest überlegt. Auch andere Mütter haben schöne Töchter. Jack Wolfskin ist zum Glück nicht alleine in der Outdoor Welt. Deshalb habe ich hier einmal eine kleine, sicherlich unvollständige, Liste von Bekleidungsherstellern im Outdoor Umfeld zusammengestellt.

    Da sind sehr viele dabei die mindestens in der gleichen Qualität anbieten. Von Geschmack, Design & Mode einmal komplett abgesehen. Die Tatze muss definitiv nicht mehr sein.

    media-digest.com/200...

  255. Petra

    Im Grunde müsste mal ein Gericht urteilen, dass JW auf ihre eigene Pfote das Recht hat, aber nicht alle anderen Pfoten/Tatzen oder wie immer man sie nennen will verbieten kann.

  256. ralph gravenstein

    mit verlaub, aber ein unbeeindruckter CEO, der sich mit dem berichterstatter der krise am telefon unterhält und trifft beeindruckt mich null. wenn herr hell verstanden hätte, um was es da eigentlich geht, nämlich die beschädigung der eigenen marke, würde er sich in den flieger setzen, sich mit den abgemahnten und den fraglichen produkten sowie der anwaltsbande an einen tisch setzen, daneben mal die wolfskin-produktpalette packen und dann die realitäten gerade rücken. man nennt sowas kontrolle über aus dem ruder gelaufene prozesse erlangen. von mir aus kann man zu so einem treffen auch den werbeblogger als beobachter bitten.

    ich finde, einen CEO schmückt diese “montag dann”-ansage gar nicht. im gegenteil. diese schwammige labernummer, die da heißt “wir werden die einzelfälle nochmal prüfen” ist nicht nur schwach, sondern am thema vorbei. es wurde schon viel zu viel zeit vertrödelt mit dummen stellungnahmen und ratlosem schweigen zum eigenen tun. jetzt sind handlungen angesagt, nicht weitere beschwichtigungsversuche. ein chef / ceo sollte erkennen, wann es zeit ist, auf den tisch zu hauen. den hieb auf die tischplatte darf er von mir aus dann auch medial ausschlachten. es sollten nur nennenswerte (!) ergebnisse dabei herauskommen.

  257. Klausi

    @petra

    das Gericht gibt es – siehe Link unten.

    Das Problem ist, das das immer nur am Einzelfall entschieden werden kann, solange es einer Firma erlaubt ist, eine stinknormale Pfote als Marke schützen zu lassen. Und so ein Prozess in mehreren Instanzen gegen JW und deren Staranwälten mit ungewissem Ausgang kostet schnell mal 70.000 – 100.000 Eur. JW mit einem Jahresumsatz von über 200 Mio EUR “kauft” sich damit das Recht an JEDER Pfote ganz einfach, weil jeder Abgenahnte “froh” ist, wenn er nur mit der Abmahngebühr davon kommt und nicht vor Gericht ziehen muss.

    relevancy.bger.ch/pd...

  258. Susanne

    @Seabstian
    Nicht ich hab gesagt
    “ich will wieder zur Ruhe kommen”
    sondern die Bastlerinnen
    “sie wollen unbeschadet daraus kommen”
    nicht ich, mir kanns egal sein, solange nur Protestnoten geschrieben werden was solls:
    Wer hat Ansgt vorm schwarzen Wolf? Niemand denn wenn er kommt dann zahlen sie.

  259. Raoul

    Mal abgesehen von dem Verhalten der Firma Jack Wolfskin ist hier auch endlich mal der Gesetzgeber gefordert das Thema Abmahnungen neu zu ordnen. Vergleichbar mit dem Fussball kann es nicht sein, dass sofort die gelb/rote Karte gezückt wird, wenn doch eine gelbe aussreichen würde. Wenn ein Verstoss des Markenrechtes vorliegt und dieser als marginal anzusehen ist, dann sollte eine Frist zur Elemenierung des Verstosses gegeben sein.

  260. Sebastian

    @Susanne: ich weiss, dass der Satz von einer der Bastlerinnen gekommen ist, ich verfolge das Thema doch auch;-)
    Ich habe Deiner Argumentation zu zugestimmt:
    werbeblogger.de/2009...

    Nur als kurze Erklärung, hat nichts mit der Diskussion zu tun…

  261. sk8erBLN

    ja klar muss man bei dem thema auch ganz grundsätzlich vorgehen um das abmahnwesen auf neue gesetzliche grundlagen stellen.

    Mit der JW aktion im rücken sollte es möglich sein heutzutage mehr rückhalt für ne petition zu erhalten wie jene(ziemlich schlecht formulierte) aus 2007:
    https://epetitionen....

    Aber im moment sehe ich weit dringender ne gute gesprächsstrategie für montag zu überlegen und möglichst viele weitere geschädigte ausfindig zu machen.

    Der rest hat zeit bis nächste woche nach meiner meinung.

  262. sk8erBLN

    ja, na klar muss man bei dem thema auch ganz grundsätzlich vorgehen um das abmahnwesen auf neue gesetzliche grundlagen stellen.

    Mit der JW aktion im rücken sollte es möglich sein heutzutage mehr rückhalt für ne petition zu erhalten wie jene(ziemlich schlecht formulierte) aus 2007:
    https://epetitionen....

    Aber im moment sehe ich weit dringender ne gute gesprächsstrategie für montag zu überlegen und möglichst viele weitere geschädigte ausfindig zu machen.

    Der rest hat zeit bis nächste woche nach meiner meinung.

  263. Outdoor-Wandern

    Der Gesetzgeber wird da gar nix ordnen, was meinste wieviel Milliarden das jährlich in die Kasse spült weil auch diese RAs Umsatz machen.

    Ethik, Moral und Nächstenliebe haben in einem solchen System keinen Platz. Die Vorstandschefs sind doch nur “gut” wenn am Ende des Jahres die Dividende für die Gierigen Aktionäre stimmt.

  264. Daniela

    Hallo,
    für diejenigen, die sich fragen, warum bisher keiner der kleinen Anbieter was dagegen getan hat und gegen die Abmahnung geklagt hat…
    Die Kosten für dises Verfahren richten sich nach dem Streitwert und dieser liegt nicht in Höhe der Abmahnkosten. Bei der Abmahnung, die ich 2007 von JW erhalten habe, hat das Landgericht Hamburg einen Streitwert von EUR 125.000,00 zu grunde gelegt. Für jemanden wir mich, der 2 Shirts mit Pfote verkauft hat, daran ca 5 EUR verdient hat und dessen Shop gerade mal einen Jahresumsatz von EUR 1000,– hatte, für den ist das Risiko und die Kosten viel zu hoch.
    @ Roland: Mail mit Kontaktinfos kommt jetzt

  265. Dr Walter zitiert: Hintergrundinfos zum bösen Wolf ...

    Mit scheint, der Plan ist ein anderer…
    Erst alle Kleinen besiegen, danach die Großen angehen.
    Aber lest selbst (zitierter Artikel aus artig4kids.blogspot....

    “Übersetzung von Nancy’s tollem Bericht zum Thema ‘JW Abmahnwelle in Deutschland’. (…)”

    “Reason to ‘paws’…
    by Nancy Langdon
    (fledgeflyingiseasy.b...)

    Da gibt es einen gewissen Wolf, ein großes Raubtier, das kleine und schwache Beute gefunden hat. Dieser Wolf heult „geistiger Diebstahl“, obgleich uns gesunder Menschenverstand sagt das da garnichts ist. Ein Schaf in Wolfshaut-Kleidung.

    Um es mal zusammenzufassen, Jack Wolfskin ist Hersteller von Bekleidung, Schuhen und Gear mit Schwerpunkt Outdoor-Freizeitaktivitäten. Diese Firma benutzt die Darstellung einer goldenen Wolfspfote auf schwarzem Untergrund als Firmenlogo. Jack Wolfskin hat für dieses Bild in Deutschland Markenschutz beantragt und auch bekommen. Ich glaube das dehnt sich auch auf die EU aus. Jack Wolfskin fordert von DaWanda Verkäufern (das deutsche Equivalent zu etsy) die irgendetwas—irgendetwas– mit einem Tatzenabdruck herstellen, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Ganz genau: DaWanda Verkäufer. Verkäufer die mehrere Artikel mit der Darstellung eines Tatzenabdrucks hergestellt haben, wurden wirksame Rechnungen über ca. 1.000,- € zugestellt, um Jack Wolfskin für den ganzen Ärger und die Kosten zu entschädigen, die er erlitten hat, um ihnen die Unterlassungserklärungen zuzuschicken. Ich kenne ein paar Damen die solche Briefe erhalten haben. Ziemlich furchteinflößende Sachen, sag ich Euch.

    Aber last uns mit ein paar Informationen über Markenschutz anfangen: Du kannst ein kleines ™ neben jedes kleines Logo-Dings oder jeden Namen den du dir ausgedacht hast setzen. Auf meinem Mac ist das die Optionstaste 2. Das ist deine Art der Welt zu sagen , „Hey, ich benutze dieses Identifierzieungszeichen um meinen Krempel im Markt zu kennzeichnen.“ Ein registriertes Markenzeichen (Optionstaste R auf dem Mac ®) bekommt man, wenn man beim Markenamt des eigenen Landes einen Antrag stellt, um dieses Zeichen exklusiv innerhalb eines geregelten Handelsbereichs und für (und das ist wichtig) einen bestimmten Warenbereich nutzen zu dürfen. Das Markenamt sagt dazu jedoch meistens „NEIN“. Meine Erfahrungen in den USA sind so, dass die Hürden ziemlich hoch sind. Du kannst nicht schlichte, übliche Formen und Bilder, wie z.B. einfache Herzen oder Sterne, registrieren. Wenn du einen Kürbis oder Weihnachtsbaum benutzt, sollte es besser eine ganz ganz besondere Darstellung eines Kürbises oder Weihnachtsbaums sein. Demzufolge gibt es in den USA über 3,400 registrierten Marken, die eine Art Tierpfote verweden. Mein Markenschutz gilt nur für Bekleidung. Ich vermute, jemand könnte das selbe Zeichen benutzen um völlig andere Produkte zu kennzeichen, Reifenheber oder Fußpuder, solange der untersuchende Anwalt keine Möglichkeit eines Durcheinander auf dem Marktplatz sieht.

    Es scheint als ob Deutschland ein wenig strenger mit der Nutzung von Markenrechten ist. Jack Wolfskin ist garnicht der Erste der einen Tatzenabdruck als Unternehmenskennzeichen benutzt. Da gibt es noch die Deutsche Tageszeitung „taz“ die schon Jahre vorher einen Tatzenabdruck benutzt hat. Allerdings haben die den Tatzenabdruck nicht registrieren lassen, denn, na ja, es ist eben ein Tatzenabdruck. Also hat Jack Wolfskin vor einigen Jahren die Zeitung vor Gericht gerzerrt und jetzt, jetzt darf die taz den Tatzenabdruck nicht mehr für Textil-Sachen benutzen die sie verkaufen. Wie Outdoor-Equipment mit einer Tageszeitung verwechselt werden kann ist mir ein Rätsel, aber klügere Leute als ich haben darüber entschieden.

    Was mir durch meinen kleinen Kopf geht ist, warum ? Warum um alles in der Welt hat es eine weltweite Firma auf Heimarbeiter abgesehen ? Ist denen langweilig ? Als Firma in Zeiten der schlimmsten Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren ist das keine langweilige Zeit. Also habe ich mal ein wenig über Jack Wolfskin recherchiert.

    Jack Wolfskin wurde 1982 in Idstein/Taunus gegründet, einer Vorstadtgemeinde von Frankfurt am Main. Das Ziel vieler Jungunternehmer ist, stell was auf die Beine und werde es wieder los. Verkauf die Firma, schnapp dir etwas Zeug aus dem Lager und geh und leb ein tolles Leben. Jack Wolfskin wurde verkauft und wurde somit eine Tochtergesellschaft von Johnson Outdoor Inc.(johnsonoutdoors.com/...), die wiederum zu Johnson Wax gehört. Keine schlechte Hochzeit, wirklich. Johnson Outdoor Inc. Ist eine Firma mit Fokus auf und Bildung in Outdoor Freizeitaktivitäten. Die Zugehörigkeit zum Produkterfinder Johnson Wax erlaubte die Entwicklung von neuen Technologien und Materialien. Jack Wolfskin besitzt ein paar tolle Patente. 2002 wurde Jack Wolfskin wieder verkauft, diesmal an Bain Capital (internationallawoffi...). Bain Capital ist eine in Boston ansässige private Finanzinvestoren-Firma. Das war im gleichen Jahr als Jack Wolfskin die tägliche Tageszeitung „taz“ wegen der Benutzung eines Tatzenabdrucks als Zeitungslogo vor den Kadi schleifte. Hier kann man schon eine Veränderung des Fokus von der Innovation zur Markenbildung sehen. Private Finanzinvestoren bedeutet, um es mal zusammenzufassen, es geht hier nicht –oder besser nie– um das Produkt, es geht um’s Geld –immer–. Private Finanzinvestoren kaufen Firmen die sie als unterbewertes Anlagegut ansehen, um sie dann auf Vordermann zu bringen und wieder zu verkaufen. Normalerweise gibt es in dieser Art Beziehung nicht sonderlich viel Liebe. Es ist wahrscheinlicher einen Bain Investment Banker in einer Limousine anzutreffen als auf dem Mountain Bike. Das ist so eine Art zocken mit Immobilien. Und Bain hat das gut hingekriegt: Ihre 42 Millionen Euro Investition haben sie für 93 Millionen Euro an die Russian Quadriga Capital verkauft. Okay, dann ist die Barclay Private Equity gekommen und hat Quadriga aufgekauft. So gehört Jack Wolfskin wieder einer anderen Privat-Finanzinvestoren-Firma. Diese hat kürzlich eine Neufinanzierung ihrer Schulden vorgenommen (das ist wie Umfinanzierung der Hypothek). Die lange Geschichte: Dieser kleine Wolf ist nur ein Anlageinstrument. Jack Wolfskin ist ziemlich weit entfernt von seinen Rucksacktour- und Vogelbeobachtungs-Wurzeln. Private Finanzinvestoren verstehen etwas von dreiteiligen Anzügen wie Markenbildung, aber nicht sonderlich viel von Arbeitsmantel-Sachen wie Produktentwicklung und Innovation. Typen aus dem Finanzinvestoren-Sektor verbringen ihre Zeit lieber mit Mad Men, anstatt mit durchgedrehten Forschern oder Radfahrern. Sie bevorzugen die Hintertürchen und Interpretationen des Gesetzes statt der Fußhalterungen einer Klippe. Deshalb ist die Markenstärkung durch einen Stapel Unterlassungserklärungen an alle Rechtsverletzter in der Bekleidungs- und Sportartikelindustrie ein ziemlich übliches Spiel aus dem Finanzinvestoren Spielbuch.

    Aber warum DaWanda Verkäufer? Dem Richter würde ich gerne in die Augen sehen der denkt das ein Kissen, welches mit einem Kätzchen-Fußabdruck appliziert und 10 oder 20x verkauft wurde, die Marke Jack Wolfskin schwächen kann. Einer Firma die 2007 weltweit Verkäufe in Höhe von $ 227 Million einstecken konnte. (Guckt Euch mal die kleine Slide Show der Artikel an, die der Markenrechtsverletzung bezichtigt werden: spiegel.de/netzwelt/...). Ich würde gerne den Namen des Richters kennen der denkt, ein Tatzenabdruck –eine sehr allgemeine Definition eines Tatzenabdrucks– gehört nicht der Öffentlichkeit (anders als, z.B., der Nike-Swoosh bzw. die Milka Lila Kuh, sind die Tatzenabdrücke karnivorer, vierfüssiger Säugetiere in der menschlichen Kognition wahrgenommen seit, genau gesagt, menschlicher Kognition. Tatzenabdrücke sind in den Felsbildern der Sanilac Petroglyphs(rae.org/sanilac1.htm...) in Michigan zu erkennen, in den Twyfelfontein-Gravüren(geocities.com/Athens...) in Namibia zu sehen und Wölfe sind in den Eiszeit Kunstwerke der Gruben von Lascaux und Font-de-Gaume(donsmaps.com/fontdeg...) wunderschön dargestellt). Ich kann mir nicht vorstellen das jemand mit auch nur einer Unze Erfahrung in geistigem Eigentumsrecht sagt, das ein Unternehmen allein die wirtschaftliche Nutzung jeglicher Darstellung einer gewöhnlichen Sache besitzen kann. Ansonsten, wenn man dieser Logik folgt, würde jedes Bild nur für jeweils eine Organisation im Handel zugelassen werden (Herzen für Hostess(hostesscakes.com/cup...), Äpfel für Apple Computer, irgendwelche Streifen für Adidas, alle Löwen für MGM und so weiter). Das wäre auf unerhöhrte Weise eine noch nie dagewesene Marktabschottung mit der auch die wettbewerbscheue Deutsche Regulierungsbehörde nicht übereinstimmen kann. Darf. Firmen mögen Marktabschottung. Kunden nicht so sehr. Deshalb macht das alles keinen Sinn. Außer die schwache Hoffnung ein paar tausend Euro einzusammeln gehört zum Geschäftsplan. Hey Jack, wenn das der Fall ist, ehrlich: Schaff dir einen besseren Geschäftsplan an.

    Also warum, Jack ? Wenn Du nichts in der Hand hast ? Sind eine Gruppe Hausfrauen mit DaWanda Shops eine Art leichte Beute für Dich ? Warum jagst Du nicht größere Tiere ? Wird das den Markenwiedererkennungswert überhaupt erhöhen ? Na ja, klar, das wird es. Auf jeden Fall wird es den Markenwiedererkennungswert bei denen verbessern, die Du bedroht hast und bei denen, die Du dadurch beleidigt hast. Ich bin mir sicher dieser Markenwiedererkennungswert wird sich jedoch negativ umsetzen, wenn wir uns dafür entscheiden, welche Snowboardjacke dieses Jahr unter dem Christbaum liegen soll. Das ist eine wirklich bescheuerte PR Taktik so kurz vor dem Weihnachtsgeschäft.

    Ein Grund dafür könnte jedoch ein Teil des Mechanismusses sein, ein Markenzeichen zu schützen. Immer wenn das Markenrecht verletzt wird ist der Rechtsinhaber dazu verpflichtet diesem nachzugehen. Ansonten könnte beschlossen werden das, da ein Rechtsinhaber mit der Nichtverfolgung des Rechtsverletzers seiner Sorgfaltspflicht versäumt hat, sich der Rechtsinhaber nicht wirklich darum schert ob sein Besitz geschützt ist oder nicht. Das ist vergleichbar damit wie wenn du deine Haustür weit offen läßt, zusiehst wie Räuber durch dein Haus maschieren und deinen Fernseher und Laptop mitnehmen, ohne das du die Polizei rufst. Die Räuber könnten dann sehr wohl sagen, hey, der Typ will sein Zeug doch garnicht, da haben wir es eben mitgenommen. Deshalb muß Jack Wolfskin ab und an mal ein wenig seiner Sorgfaltspflicht nachkommen, um seine Marke zu schützen. Das bedeuted das er sich zuerst einmal um, na vielleicht den rosaroten Panther, Iams Tiernahrung, wahrscheinlich Tausende von Tierärzten und jeden der sonst noch ein Tatzenabdruck-Logo hat, kümmert… Das ist eine lange Liste. Und die meisten dieser Leute hätten wahrscheinlich genug Geld um sich zu währen und zu gewinnen, denn, wie ich schon sagte, es ist ein Tatzenabdruck. Seien wir ehrlich, auch nur tausend Euro an Rechtsanwaltskosten sind für einen von zu Hause tätigen Handarbeiter, der sehr wahrscheinlich noch nicht mal eine Haftpflichtversicherung hat, zu viel. Leichte Beute.

    Deshalb hier mein Verdacht: Jack Wolfskin hat es erfolgreich in Deutschland geschafft zu verhindern das die Tageszeitung „taz“ auch nur irgend etwas mit einem Tatzenabdruck verkauft. Da die vielen DaWanda Verkäufer sehr wahrscheinlich nicht gegen die Unterlassungserklärungen vorgehen werden, einfach weil sie eingeschüchtert sind und nicht die Mittel zum Kampf haben, wird das allein dadurch schon Jack Wolfskin Recht geben. Und das Ergebnis wird sein –das muss man sich mal vorstellen– das Jack Wolfskin genug Präsenz haben wird um die alleinigen Rechte am geistigen Eigentum einer Abbildung eines Tatzenabdrucks zu besitzen. Heiliger Strohsack!

    Ihr könnt meiner Logik nicht folgen? Also nochmal: Wenn ich oft genug schreie, „Du bist ein Dieb! Das gehört mir. Du bist ein Dieb! Das gehört mir.“ und du tust nichts dagegen oder bestreitest das du ein Dieb bist, dann ist das nicht nur falscher Alarm. Das bedeuted dann nämlich das du ein Dieb bist. Aber noch wichtiger, dadurch das du das nicht bestritten hast ist, was auch immer „gestohlen“ wurde, nun tatsächlich „meins“. Ich denke darum geht es Jack Wolfskin. Die haben sicherlich nichts dagegen diesen 1.000 € Scheck von dir zu bekommen, aber ich wette, sie rechnen nicht wirklich damit. Jack Wolfskin will nur das exklusive Recht an einer Tatzenabbildung zu seinen Vermögenswerten hinzufügen. Und das ist die Art und Weise wie sie die Sache angehen. Am Ende des Tages werden sie einen so dicken Ablageordner mit Unterlassungserklärungen haben und niemand hat dabei bestritten das der Tatzenabdruck Jack Wolfskin gehört. Sogar die Tatzenabdrücke ohne Krallen. Sogar die Tatzenabdrücke die pink sind. Sogar die Tatzenabdrücke der Kätzchen. Sogar die mehr stilisierten grafischen Tatzenabdrücke. Und sobald sie diesen Ablageordner haben, hält sie nicht mehr viel davon ab, hinter Iams und dem rosaroten Panther und allen anderen die einen Tatzenabdruck benutzen, her zu sein. Das ist das größere Spiel. Mit Verlaub, stell dir vor, nur weil ich die Markenrechte an einem Herz und dem Wort „love“ habe, würde ich die exklusiven Rechte an allen Bildern von Herzen und dem Wort „love“ besitzen. Da hätte ich aber ziemlich Glück. Valentinstag wäre nicht nur mein Geburtstag – chaka – es wäre mein Zahltag! Ich würde einen Prozentanteil an allem mit einem Herzen darauf bekommen oder sonst… Jede Art Abbildung eines Tatzenabdrucks ist Kapital in Form von geistigem Eigentum und wahrscheinlich hunderte mal mehr von Wert als irgend eine Textilie oder ein Zeltpatent von Jack Wolfskin. Das ist hinter was die Barclay-Typen her sein müssen. Ansonsten würde das alles keinen Sinn ergeben. Überhaupt keinen Sinn.”

    Tja… jetzt muss man definitiv etwas machen und mehr erreichen als nur die Rücknahme der Abmahnungen.

  266. Susanne

    @Sebastian

    jetzt muss ich doch grinsen weil ich was ganz anderes vermutet haben was ” Full ack” heißt bin nicht so bewandert mit Abkürzungen im www habe gerade mal gegooglet

  267. Dr Walter zitiert: ...

    [intern: achso, sorry, jetzt die richtige email]

  268. Ada

    @sk8erBLN

    Die Zusammenstellung ist hier fehl am Platz. Hier hat niemand eine Marke anmelden wollen, mit einer PFotenähnlichen Darstellung.
    Hier verwendet jemand die Bildliche Dekordarstellung der Hinterlassenschaften seiner HAustiere. Was ein sehr großer Unterschied ist!

    Marke zu Marke – Kein Problem, da ist der Vergleich so zu sagen richtig.

    Sammeln wir aber mal alle Marken, die Pfoten beinhalten. Gerade auch im US & Eu Bereich. JW hat total gepennt. Nicht nur aus Fernost gibt es Outdoor Pfoten Marken die sogar seit Jahren aktiv sind. Im wirklich geschäftlichen Bereich ist die Abmahnung Zuhause. Zu Recht!

    Die Welle der Ich-Ag’s vor Jahren hat etwas verwässert: Die fließenden Grenzen der gewerblichen Tätigkeit / Berufe mit dem Hobby.
    Schon die Anmeldung bei einem der Shirt Druck Anbieter – ohne je etwas verkauft zu haben – kann “gewerblich” eingestuft werden. Offenbar lesen die wenigsten je die AGB’s durch.

    Mein Problem mit der Tatze ist aber der grundlegend nicht “eigenständige” Charakter. Vielleicht hätte JW schon seit Jahrzehnten Abmahnen müssen. Und zwar nicht Handarbeiten sondern alles, was da wirklich zum tragen kommt – Eben wirklich gewerbliche Anmeldungen. Nur hat man es versäumt oder vernachlässigt oder Angst gehabt, selbst von der TAZ erwischt werden zu können.
    Nun zieht man gerade nach Hamburg, hat sich schon mit der Aberwitzigen GmbH & Co. KGaA etwas erlaubt, was schon einmalig ist (Aktien, aber wir müssen nichts bekannt geben, da GmbH Träger. Sehr interessante Geschäftsform, wenn man so tun will, als sei man größer. Denn keiner weiß wie viel Gewinn 300 Mio Umsatz bringen! Oder wenn überhaupt.) und Herr Hell schafft es trotz unterschiedlicher Geldgeber immer noch die Leitung zu haben. Da ist der Größenwahn dann gleich dabei. Noch ein falscher Anwaltsfreund, der Salat ist fertig.

    Ich wäre so gerne Maus in der Kanzlei. Ich glaube beim lesen unserer Kommentare denkt man schon lange in § und vergleicht nur, was eher durchzusetzen ist. Und übersieht auch heute noch was das Problem ist…

    Der Apple Apfel hat eine sehr feine, subtile Form, sie ist nicht so draussen zu finden. Das Blatt mit dem Biss, genial einfache Idee – Da muss man erst drauf kommen! Das sind klasse Logos, echte Schöpfungen wenn man so will. Ich finde es klasse!
    Die Pfote sieht man auf der Zeitung, meint, ok, passt – Aber jeder Hund macht sie schon nach. Null Leistung.
    Nur zur Info, der Nike Swoof wurde einmal für bescheidene 50 Dollar gezeichnet! Der Grafiker wird sich wohl neue heute ärgern – Dabei kann er sich auch freuen. Aber die klasse Logo Lösung ist eben sehr wohl sehr gut. Nicht einfach ein Hacken den jeder zufällig so kritzeln würde. Ich finde drauf kommt es an. Auch wenn es eine Kleinigkeit ist, etwas “geniales” oder eben einmaliges muss das Ding haben.
    Das Ahorn Blatt von Kanada – Ist so sehr stilisiert, dass es eben auch deutlich anders ist. Und das Rote Kreuz eben nur in der weiß auf rot gültigen Form geschützt. Die könnten sonst ebenso jedes Plus abmahnen.

    Die Tatzenmarke gehört gelöscht – Die Jack Wolfskin mit Tatze nicht. Die Wortmarke ebenso. Und die Pfotenspur (mir wäre es peinlich eine Hundespur als Wolfsspur zu verkaufen – Wölfe gehen ja gerade…) ebenso. Die wird übrigens immer noch nicht mit Stichworten Tatzenspur oder Tatze / Pfote gefunden! Da fragt man sich schon, wie soll man sie vermeiden, wenn man nicht einmal wissen kann, dass es diese Marke gibt.
    Ist je ein Witz für sich. Wenn die Pfote allein so gut ist, kann kein Muster davon noch besser sein. Verwässert sich wieder selbst meine Herren.

  269. Susanne

    @Daniela
    Zur Zeit werden Spenden gesammelt für Gerichstksoten, somit wäre Geld vorhanden. Bin mir sicher das sehr viele Spenden würden ganz sicher
    Die große Summe des Streitwertes dient nur zur Abschreckung damit keiner klagt, wenn der geprüft werden würde, wäre er um Vieles kleiner
    Denn wenn du recht bekommst vor Gericht muss der Gegner zahlen. Der Wolf pokert und blöfft und das verdammt gut
    denn nur diese Summer hält jeden ab zu klagen so das er genau weiß was er tut
    Und so kann er schalten, walten wie er will, jeder zahlt lieber den kleinen überschaubaren Betrag und der Wolf lacht sich einen Ast.
    Und hat bald das alleinige Markenrecht auf alle Produkte die es auf dem Markt gibt darauf eine Pfote zu kleben
    Der Antrag läuft schon
    Vielleicht soll es ja auch so sein wer weiß das schon

  270. Marketingrecht

    Die Tatze des Grauens? Oder: Da frohlockt das Blog….

    Es gibt wohl nichts Schöneres für Blogger, als wenn sie sich als Gutmenschen 2.0 präsentieren können. Die Hüter der Freiheit und Brüderlichkeit, letzte Bastion gegen die pösepöse Welt da draußen, wo Menschen mit Rechten diese auch noch wahrnehmen wolle…

  271. Klausi

    @ ada

    “Die Tatzenmarke gehört gelöscht – Die Jack Wolfskin mit Tatze nicht.”

    Genau so sollte es sein!

  272. Sebastian

    Kosten, die bei einem Verfahren entstehen können:
    markenrecht.justlaw....

    Sehe ich das richtig, dass wir hier über etwa 2.000 bis 3.000 Euro reden? Und die sollen nicht zusammenzukriegen sein? Mit der ganzen Aufmerksamkeit und Hintergrundrecherche?

    Die Idee, dass man Logos sammeln sollte, die die Tatze verwenden, an die sich JW aber nicht rangetraut hat (Xe Blackwater, Shakira) finde ich gut, damit wird wohl der eigenständige Charakter der JW-Pfote geschwächt. Vor Gericht bestimmt nicht so schön? Aber ich bin kein Jurist.
    Aber Juristen (die im Online/Markenbereich tätig sind) sollten sich doch finden lassen, ist doch eine schöne Werbung.

  273. Jack Wolfskin & die Tatzen Abmahnungen » SEO Marketing Blog

    [...] gezogen hat. Kommenden Montag wird sich anscheinend der Jack Wolfskin Geschäftsführer zum Thema äußern (ist wohl gerade im Urlaub Ausland) – nun gilt es zumindest den Supergau hinsichtlich der [...]

  274. DaWandarianerin

    soq.de/Magazin/Artik...

    Die Wende?

    Wie zuverlässig schätzt Ihr die Meldung ein?

  275. sk8erBLN

    an alle hier mit einem twitter-account:

    Seid doch mal so lieb und twittert schnellstmöglich diesen text

    ” Alle die als ABGEMAHNTE zur sache #wolfskin beitragen können bei http://u.nu/357n3 schnellstens melden! weitersagen, thnx!”

  276. Naruseg

    Der Wolf kriegt nun doch kalte Füße…

    “Jack Wolfskin reagiert auf Kritik beim Vorgehen zum Markenschutz”

    soq.de/Magazin/Artik...

  277. Klausi

    Hier ist noch einer – offenbar wurde in einigen Fällen aber von einer Abmahnung abgesehen und nur eine Aufforderung versendet eine Pfote zu entfernen:

    “Ich hatte bereits mal vor etwa 3 Jahren Kontakt mit Jack Wolfskin aufgrund einer ebenfalls etwas merkwürdigen Situation. Wir hatten damals als Designelement ein winziges selbst gestaltetes Tatzen-Icon (ein Zeh mehr als bei der JW-Tatze) vor einer Breadcrumb Navi platziert. Wir hatten uns dabei gar nichts gedacht, außer dass das ja prima zu einer Brotkrümel Navigation passt, bzw. das man eben die Spuren innnerhalb der Seiten Navi visualisieren wollte.
    Ich weiß bis heute nicht, wie die das Icon überhaupt so schnell gefunden haben (war vielleicht 4-6 Wochen online), weil es auf der Seite textuell nirgends um Tatzen ging, da es ein Optik-Infoportal ist?”

    seo-marketing-blog.d...

  278. AndreasK

    Tach! Das haben jetzt schon viele aufgegriffen, trotzdem will ich drauf hinweisen: Das Entrèe des Artikels spielt sehr mit dem unbeeindruckten JW-Chef. Und ruft entsprechende Reaktionen hervor.

    Warum? Ich denke, du verwechselst “beeindruckt sein” mit “sich einschüchtern lassen”.

    Ansonsten bin ich ab jetzt sehr gespannt auf die weiteren Schritte, die der Leitwolf in den Schnee setzt …

  279. Pfotenfreund

    soq.de/Magazin/Artik...

    Die Reaktion seitens JW war abzusehen.

    Schön, dass die Abgemahnten nicht zur Kasse gebeten werden.

    Am grundliegenden Problem des geschützten Pfotenzeichens ändert das aber leider so gar nichts – und das finde ich furchtbar.

    Ich sage: Gebt uns unsere Pfötchen zurück!

  280. Lobbel

    Wie ich dem “Handelsblatt” vom 22.10. entnehme, ist JW bereit, den Fall noch einmal eingehend zu prüfen, wenn sich die Betroffenen dort melden.Dort melden!!! Kleinstunternehmerin M. Hopf z.B., die éin (1) Produkt mit aufgestickter Pfote verkauft hatte mit 4 Euro Verdienst soll sich dort melden.
    Unfassbar. Unfassbar ist die noch nicht aufgegebene Arroganz, Uneinsichtigkeit und Dreistigkeit. Alle erwarten, dass JW etwas unternimmt: die Anwälte zurückpfeift. Diese gegenüber den Betroffenen mitteilen lässt, dass sich die Sache erledigt hat und selbstverständlich die Anwaltskosten trägt.
    Von Wiedergutmachung, Entschuldigung und PR-Reparatur mal ganz abgesehen.
    Ein Gespräch am nächsten Montag? Wird doch durch die Ereignisse immer mehr absurd.
    JW, nein danke.

  281. dschinny

    Die 9. Handarbeiterin hatte bei der Rückkehr aus dem Urlaub eine Abmahnung im Briefkasten. Zeit, Hrn. Hell auch mal mit einem schönen Urlaubsfoto zu beglücken:

    flickr.com/photos/10...

    Lieber nackt als in Wolf-Skin!

  282. sk8erBLN

    @ ralf schwartz @ Roland Kühl-v.Puttkamer

    Das sind ja mal news -wie es aussieht, bewegt sich da was!!! Ist euch das schon bekannt?

    “Der Schutz unserer Marke hat für uns oberste Priorität”, sagt Manfred Hell, Geschäftsführer von Jack Wolfskin, in einer Presserklärung. “Wir sind immer bemüht, mit Augenmaß und nur dort vorzugehen, wo wir unsere Schutzrechte wirklich gefährdet sehen. Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda-Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen. Dies bedeutet, dass wir mit dem Entfernen der betroffenen Produkte von der Internetplattform die Fälle als erledigt ansehen, keine weiteren rechtlichen Schritte verfolgen und den Anbietern die vor allem kritisierten Kosten erlassen.”

    Das Unternehmen will nun auch grundsätzliche Konsequenzen ziehen. Wo kleingewerbliche Angebote möglicherweise gegen Markenrecht verstoßen, soll künftig zunächst auf anwaltliche Schritte verzichtet und stattdessen das Gespräch gesucht werden. Kommt es zu einer Einigung, sollen Kosten möglichst ganz vermieden werden. Anwaltliche Hilfe soll erst ein letzter Schritt sein.

    Manfred Hell macht aus der PR-Not eine Tugend: “An der großen Emotionalität, mit der die Debatte geführt wurde, sehen wir, wie hoch die Erwartungshaltung an uns ist. Dem wollen wir gerecht werden. Wir haben uns der Kritik gestellt, unser Vorgehen kritisch durchleuchtet und werden in Zukunft sensibler agieren.” (hv)
    quelle:
    computerwoche.de/man...

  283. papperlapapp

    Vorschlag für eine Vermeidungsstrategie für alle Hobby-Schneider, die ein bisschen Zierat mögen:
    “Katzenpfötchen” links oben.
    Rechts oben “pUSSY”.
    Darunter quer “cATTAIL”
    Darunter quer “… anything else”
    Oder ist das zu lang?

  284. Mitch

    Im Netz gefunden, aus der Schweiz. Da ist JW auch schon abgeblitzt: “…eine Kombination geometrischer Figuren, welche, einzeln betrachtet,
    als sog. einfache Zeichen auf Grund ihrer Banalität nicht schutzfähig
    wären.”

    Quelle: relevancy.bger.ch/pd...

  285. Carlotta

    Wissen die Betroffenen schon davon?

    soq.de/Magazin/Artik...

  286. virale Tendenzen

    Jetzt gibt es wenigstens für alle Tiere eine Lösung gegen die Jack Wolfskin-Abmahnungen. Schaut euch mal den Artikel hier an: affenkralle.de/blog/... und vielleicht ladet ihr euch dann ja das Bild auf nen Server und verseht es mit einem passenden Firmennamen!? ;)

  287. Der Herbst des Hauses Jack Wolfskin | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Der Herbst des Hauses Jack Wolfskin

    [...] jeden zwischenmenschlichen Zungenschlag, keine Entschuldigung – selbst nachdem wir mit dem letzten Artikel unsere Hand reichten – deutlich, dass es dem Hause Wolfskin auf absehbare Zeit nicht gelingen [...]

  288. Ehrgeizige Agenda für das Montagstreffen zwischen Jack #Wolfskin, Manfred #Hell und Ralf Schwartz « Stadtgespräch – Public Relations DPRG

    [...] ohne jeden zwischenmenschlichen Zungenschlag, keine Entschuldigung – selbst nachdem wir mit dem letzten Artikel unsere Hand reichten – deutlich, dass es dem Hause Wolfskin auf absehbare Zeit nicht gelingen [...]

  289. Lobbel

    Die Firmenleitung hat sich nur den ersten notwendigen Schritt getraut: Forderungserlass
    Der zweite notwendige Schritt lässt auf sich warten oder wird einfach verweigert: Entschuldigung
    Auf den Dritten können wir nur hoffen: Den Unterschied von Wolfs-, Katzen- und anderen Pfoten zur Kenntnis zu nehmen.
    Der Inhalt der Pressemitteilung ist schlichtweg und gezwungenermaßen Reaktion auf den öffentlichen Druck. Nichts weiter.
    Ich verzichte weiterhin auf Tatzen auf der Brust, dem Rücken, der Sohle und sonstwo.

  290. Daniela

    Ich freue mich für die DaWanda-Leute, schade nur für alle anderen, die in den letzten Jahren nicht das Glück hatten. Ich fürchte, durch dieses “einlenken” wird das ganze schnell aus den Köpfen verschwinden und JW kann wieder genauso weiter machen, wie bisher.

  291. Bastelomi

    @ Daniela, genau da sollen wir ansetzen und jetzt nicht zu business as usual zurückkehren.

    Sonst mach JK in einem halben Jahr weiter wie bisher.

  292. rab

    “Jack Wolfskin – Dies ist erst der Anfang”
    Die Bären-Community hat Ärger mit JW:

    skorpionstich.wordpr...

  293. In aller Kürze: Jack Wolfskin zieht die Krallen ein : netzpolitik.org

    [...] ohne jeden zwischenmenschlichen Zungenschlag, keine Entschuldigung – selbst nachdem wir mit dem letzten Artikel unsere Hand reichten – deutlich, dass es dem Hause Wolfskin auf absehbare Zeit nicht gelingen [...]

  294. Susanne

    Es soll ja TV Berichte geben, doch hat von euch schon irgendwo einen einzigen Bericht darüber gesehen?
    Ich nicht
    Glaube nicht das da jetzt noch was kommt. Am Montag wird gut gegessen,ein Rundgang im Betrieb gemacht, nebenbei ein bisschen Smalltalk gehalten, dann
    gehen Alle nach Hause, überlegen Zuhause, was sie jetzt eigentlich erreicht haben und werden zu den Schluss kommen das der Wolf ein netter Mann ist
    der Mann hat gelernt freundlich lächelnd mit sehr guten Reden andere Leute zu beeindrucken darauf wurde er geschult und ihr
    Glaubt wirklich das ihr so jemanden im Gespräch gewachsen seit?
    Na dann träumt weiter

  295. subbselchen

    Mir geht durch den Kopf:
    Warum muss das Web in Deutschland warten, bis sogenannte “Bastelmuttis” (mehr dazu später)abgemahnt werden? Hier schreiben so viele, dass sie abgemahnt worden sind, anscheinend einschließlich Firmen. Warum haben die nicht versucht, so etwas zu mobilisieren?
    Diese Macht des Webs sollte doch jeder kennen und da ist vieles möglich. Liegt es daran, dass unter den Handarbeitern noch ein größerer Zusammenhalt ist? Liegt es daran, weil man denkt, ach die armen “Bastelmuttis”?
    Es ist doch vollkommen egal, wer dahinter steckt. Dieser Abmahnwahn hätte schon viel früher durch das Web in die Schranken gewiesen werden müssen.

    @Susanne
    Eines sollte einmal gesagt werden: Es geht hier nicht unbedingt um Bastelmuttis, die sehnsüchtig auf ihren Mann warten und ihm die Pantoffeln vor das Sofa stellen.
    Da sollte sich das Bild endlich auch mal wenden.
    Ich bin selbst eine erfolgreiche Geschäftsfrau, stricke, nähe, webe und bin auch noch anders künstlerisch tätig. Das ist eine geniale Möglichkeit zur Entspannung. Man muss nicht unbedingt einen Personal Trainer haben und in ein Fitnessstudio gehen. Man kann auch hervorragend einen Sport in der Natur oder im Team treiben und zusätzlich in der Kreativität seine Kraft tanken. Ich habe einen Mann, aber es ist eine Partnerschaft und nicht reine Versorgungsgemeinschaft und glaub mir, ich bin da nicht eine Minderheit.
    Es ist immer wieder lustig, wenn ich die Gesichter sehe, z.B. in der ersten Klasse ICE sitzend und an meinem Notebook arbeite. Klar, Geschäftsfrau! Wenn ich dann mein Strickzeug auspacke und entspannt zu stricken beginne, wird es richtig lustig. Von verwirrten Gesichtsausdrücken bis Fassungslosigkeit sehe ich alles. Eine Geschäftsfrau die strickt? Wie kann sie denn nur solche “niederen Bastelmuttiarbeiten” machen? Na gut, wenn das nicht überzeugt, dann müssen wir wieder mal in die USA. Dort ist es inzwischen unter Promis üblich zu zeigen, dass sie zur Entspannung stricken, siehe z.B. Julia Roberts.

    Schaut euch mal die meistgeklickten Webseiten in diesem Jahr an. Unter den ersten 10 ist ravelry. Eine internationale Community für alle kreativen Handarbeiter. Glaub mir, da sind alles andere als als “nur Bastelmuttis” darauf. Auch viele Männer, die handarbeiten – in Deutschland auch hochexotisch. Dort ist von der “Bastelmutti” bis Geschäftsleuten, Politikern bis Designern, unbekannt bis weltweit bekannt, Mann/Frau alles vertreten.

    Außerdem: Die überwiegenden Hausfrauen passen gar nicht in das Bild, das du von ihnen zeichnest. Du schreibst: “Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und Selbstverantwortung wozu? Die deutsche Hausfrau will das doch garnicht sondern nur ihrer Ruhe.” Ah ja, schön, dass du noch das Bild der Frau von anno dazumal hast. Solche Frauen wie du sind es, die die Stellung der Frau untergraben. Inzwischen sind wir bei der Emanzipation glücklicherweise dort angekommen, dass eine Frau eine Frau sein darf und trotzdem gleichgestellt ist.
    Übrigens: Selbstverwirklichung kann auch Kreativität bedeuten.

    Also nicht nur ans Markenrecht denken, sondern auch einmal die Vorurteile updaten!

  296. Vadder Krause

    Und schon hat sich der Sturm hier wieder gelegt.
    .
    In einigen Wochen macht Jack Wolfskin weiter wie bisher.
    .

  297. D.O.E.

    *LOL*
    Ich weiss zwar nicht warum mein Beitrag hier _ZENSIERT_ wurde (darf man Mitbewerber nicht erwähnen?!?) aber das offenbart dann nur das äusserst zweifelhafte Gebaren dieses Schreibers hier!!!!!!!

  298. Jack Sparrow

    Wenn das nicht solche Wellen schlagen würde, wäre Herr Hell sicher nicht so gesprächsbereit. So schauts aus. Das ist reine Schadensbegrenzung.

  299. Prosac

    @D.O.E stimmt *LOL*

    Hier steht nur Sülze….30 Minuten meines Lebens verschenkt.
    Der Abmahnwahnsinn ist nur in Deutschland möglich. Da spielt es keine Rolle ob JW oder sonst wer.
    Boykott der (sinnlos) Abmahner ist die einzig wahre logische Folge solcher Vorgehen. Was JW angeht, so toll sind die Sachen von denen auch nicht. In Thailand produzierte Ware die überteuert in Deutschland verkauft wird.

    Und… ob in China ein Sack Reis umfällt oder Herr Schwarz mit JW redet hat den gleichen Unterhaltungswert…

  300. Pragmatic

    Der Traum aller Gutmenschen …. ich bin nichts, ich kann nichts, aber ich schaffe es mich als irdischer Stellvertreter einer höheren, unangreifbaren Moral zu positionieren. Trotz meiner ganzen macht- und bedeutungslosigkeit bringe ich dann mächtige, intelligente, erfolgreiche Menschen dazu sich bei mir (oder zumindestens wg. mir) entschuldigen zu müssen – ob sie nun Schönbohm, Sarazin oder Heil oder wie auch immer heißen.
    Auch eine mögliche Strategie … und immer wieder erfolgreich, wie man sieht.

  301. Vadder Krause

    Das muß kein Traum bleiben.
    .
    Auch SHELL mßte umdenken, als die Leute an der Tankstelle abgestimmt hatte.
    .
    Also Boykott gegen Jack Wolfskin.
    .
    Beim Umsatz und Gewinn trifft man Sie empfindlich.

  302. Charly W.

    Gerade in den Militaria-Shops an den Auslandseinsatzstandorten der Bundeswehr wurde bisher viel von JW angeboten. Ich glaube, das können sie sich ab jetzt klemmen… Unter Kameraden ist es zwar nicht üblich, jemanden “anzuspucken” wenn er das Logo von JW noch offen trägt, aber eben weil es ein Kamerad ist, wird er einfach drauf angesprochen, das diese Marke ab jetzt “out” ist!

  303. Schwarzliste

    Dir Vögel von jws sollen sich mal gedanken machen weshalb billigheimer mehr als erfolgreich sind.

  304. supergrobi

    Seh ich auch so, Jack Wolfskin ist jetzt out.

    Lediglich gegen die Hobby-Bastler wird zurückgerudert, aber der Kurs wird mit Sicherheit weiterhin gehalten. Wer eine Tatze nutzt wird auch in Zukunft mit der Abmahnkeule eine draufbekommen, JW ist es dabei egal ob Bär oder Hund, die werden sich nicht ändern.

    Ich werde keine Produkte von JW mehr kaufen, besser als andere sind sie auch nicht, es war halt ein bekannter Name, aber diesen Bonus haben sie jetzt verloren, zumindest bei mir, vielleicht geht es euch ja genauso.

    Möglich ist sowas nur in der Bananenrepublik Deutschland.

  305. ernst

    Bei mir hat JW trotzdem verloren. Mich hat das “Zurückrudern” nämlich nicht beeindruckt. Das was davor war, lässt sehr tief blicken und das vergessen wir nicht so schnell.

  306. Brand Management im Internet Zeitalter – Bsp. Jack Wolfskin | Lemundo: Online Marketing Services

    [...] 21.10.2009 ruft der Jack Wolfskin CEO bei Werbeblogger.de an und diskutiert die Angelegenheit scheinbar direkt und sachlich nüchtern, aber auch recht [...]

  307. Phaidros

    Was ist jetzt aus dem gestrigen Gespräch geworden? Hieß ja, am Montag geht die Show weiter.
    Oder ist Janus nicht mehr interessiert, den Schaden irgendwie zu begrenzen?

  308. Mit Kanonen auf Tatzen « CrisisEverywhere Blog

    [...] scheint enorm gewesen zu sein. Wolfskin-CEO Manfred Hell wendete sich sogar persönlich an Werbeblogger und schaffte es, einen halbwegs positiven Artikel zu generieren. Nichtsdestotrotz dürfte das Image [...]

  309. Ludwig

    Jack Wolfskin – ein Einzelfall oder die Spitze des Eisbergs?
    ————————————————————

    Leider kein Einzelfall. Gelegentlich lenken Firmen ein (es soll noch andere gegeben haben, ich kenne keine). Was bedeudet Einlenken für die bereits Betroffenen? Das Engagement im Netz schätze ich sehr, aber es wird nur Einzelschicksalen geholfen. Und in wie vielen Fällen gibt es gar keine Mobilisierung?

    Jack Wolfskin – ein einmaliges Beispiel für die Macht der Marke und die Marktmacht der Verbraucher. Dies war aber nur möglich, weil der Konzern eine so gewichtige und wertvolle Marke “Jack Wolfskin” innehält, stilisiert durch die Bildmarke der “Wolfspfote”. Nur weil sich die riesige FANgemeinde der Produkte, auch Gutverdienende (pioneers, opinion leader, und und und) mit Bastelmuttis solidarisierten, vielleicht auch weil sie das Image IHRER Marke gefährdet sahen. WIR alle mussten einschreiten und aktiv werden. Mich eingeschlossen, sonst hätte die eigene Investition in teure outdoor-Kleidung massiv an Wert (Image) verloren.
    Was solls, so geht man nicht mit Kunden um. Ich trenne die Pfoten ab und schicke sie an Herrn Hell persönlich zurück. Ich brauche keine Pfote. Ich sehe die Pfote im weiteren Sinn nicht als schutzfähig an (meine ganz persönliche Meinung). Mit einer speziellen Abbildung sieht das anders aus.

    Als internetgeschädigtes Abmahnopfer in anderer Angelegenheit fand ich 2002 ähnliche Stürme der Entrüstung allerdings begrenzt auf abmahnwelle.de – Eine solche breite MOBILISIERUNG war damals nicht möglich. Die Chance dazu wiederholt sich ständig, wie tausende sich schützender Firmen zeigen. Jeder einzelne Fall hat die Chance dazu, manchmal bleibt nur das Risiko für die Betroffenen.

    “Wehret den Anfängen.” Dafür ist es schon lange zu spät.
    ——————————————————–

    Viel wichtiger wird jetzt, Schaden für die Zukunft zu verhindern. Sowohl für Firmen als auch für die Verbraucher. Abmahnopfer kann jeder werden. Abmahnopfer gibt es auf beiden Seiten, wie die Wolfspfote zeigt. Der richtige Adressat ist die Politik, das Bundesministerium der Justiz, …

    Zu diesem Thema sind einige Petitionen ohne die erforderliche Unterstützung abgelaufen. Einmalig ist m.E. die Konstellation: starke outdoor-Marke gegen Oma&Mutter (ich kann auch stricken aber nicht so gut).

    Leute begreift, dies ist eine einmalige CHANCE für uns Verbraucher (= potentielles Abmahnopfer = machtloser Empfänger einer anwaltlichen Kostennote über ca.1.000 Euro inkl. lebenslänglichem schwebendem Todesurteil = strafbewehrte Unterlassungserklärung)!

    Von der Wolfpfote sind wenige betroffen, aber VIELE BEWEGT. Die Wolfspfote ist eben eine starke Marke. Ihre Markenträger verbinden ein Lebensgefühl damit, so ist es von den Markenstrategen gewollt. Gute Arbeit! Dieser Erfolg bröselt … wegen Juristen.

    Wer ist gut, wer ist der Böse?
    ——————————

    Die Frage nach “Gute Strickliesl” und “Böser Wolf” stellt sich nicht.
    Die Frage ist geltendes Recht und Verhältnismäßigkeit.
    Die Situation in Bildern:
    Was stört es eine deutsche (internationale) Eiche, wenn ein kleiner Hund sie anpinkelt.
    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht – ignorantia legis non excusat.

    Da schickt ein Goliath Rechtsanwälte los, seine mühsam aufgebaute Marke zu verteidigen. Muß Goliath ja auch, sonst wird ihm das später als mangelnder Markenschutz zur Last gelegt, wenn er mal gegen einen anderen Goliath kämpft. Das Rundumfeuer trifft gelegentlich auf viele kleine Davids ohne Steinschleuder. Gutgläubiger David fällt aus allen Wolken, soll ca.1000 Euro zahlen für etwas, was er gar nicht wollte, weil nicht wußte (siehe Unwissenheit) und dies nun unverzüglich abstellt, in Kenntnis dieser Rechtsverletzung niemals getan hätte. Er kennt zwar die 10 Gebote (die Bibel, die Tora, den Koran, o.a.), aber vom Gewerblichen Rechtsschutz mit allen seinen Ausprägungen (Markenrecht, Namensrecht, Urheberrecht, Wettbewerbsrecht, usw.), davon hat er keine Ahnung, die Vielfalt ist unglaublich de.wikipedia.org/wik...

    Das ist keine Auseinandersetzung unter Gleichberechtigten. Für ebenbürtige Marktteilnehmer ist das Instrument der Abmahnung geschaffen, zur außergerichtlichen Durchsetzung ihres Rechts, nicht um rechtschaffene Bürger am Rechtssystem (ver-)zweifeln zu lassen. Viele Rechtsanwälte kennen ihr Recht. Verhältnismäßigkeit anzuwenden oder es gar bei einer Ermahnung zu belassen ist nicht ihr Job. Diesen Ermessensspielraum hat ein Polizist, als Vertreter der Staatsmacht, er darf ermahnen statt gnadenlos zu strafen. Bei einer Abmahnung geht es nicht um ein Bußgeld (60 Euro), sondern um ca.1000 Euro anwaltliche Kostennote und die werden als Strafe empfunden. Es ist nur ein Buchstabe E->A mit verhehrender Wirkung.

    Was können wir tun?
    ——————-
    Viele sind mobilisiert, jetzt müssen wir uns KANALISIEREN und multiplizieren. Ich habe am 27.10.2009 eine ePetition Nr. 8033 formuliert, diese muß erst noch geprüft werden, einige sind schon wirkungslos abgelaufen. Schaut auf der Seite des Bundestags: https://epetitionen....
    oder für ganz neugierige hier der download des Textes
    file-upload.net/down...
    Legt schon mal euren account an, erfüllt die direkte Demokratie mit Menschen. Vielleicht unterstützt ihr die eine oder anderere ePetition auch gleich.
    Spätestens wenn die ePetition zur Abstimmung eingestellt ist, melde ich mich hier wieder. Bis dahin bleibt aktiv, vergesst nicht (so schnell – 3 Wochen sind lange), die Petition läuft nur 3 Monate und tragt euch ein. Die Zeit ist günstig, die Chance einmalig.

    Und zwei Bitten am Schluß…
    —————————-
    1. Straft die Pfote nicht durch Konsumverweigerung, sondern kauft eure Marke, trennt die Pfote ab und schickt sie zurück – zeigt EURE Krallen – aber mit Stil.

    2. Sollten sich hier abmahnfähige Stellen befinden, bitte ich, als gutgläubiger Ignorant, um einen freundlichen Hinweis. Ich werde dies unverzüglich abstellen. Vielen Dank. Ludwig Hoch, c/o Petition, Sonnenstr. 42, 97640 Stockheim

  310. 50hz – Werkstatt für Netzkommunikation » Blogarchiv » Der Wolf rettet seine Haut – Rehabilitation wäre angemessen

    [...] im Web 2.0-Umfeld. Kurzzeitig hatte man den Eindruck, Jack Wolfskin könnte kurzfristig angemessen reagieren, doch schließlich verfiel man doch in stereotype [...]

  311. Dirk "festus" Festerling

    Blöde Frage:
    Gab es das Gespräch?
    Wenn ja, kam was dabei rum?

  312. ralf schwartz

    Nein, das Gespräch gab es nicht. Wir haben es abgesagt, nachdem Wolfskin eine PM veröffentlichte > werbeblogger.de/2009...

    Danach war es verhältnismäßig ruhig – bis wir nach einem Monat nachfaßten > werbeblogger.de/2009...

    Für mehr Infos zu bestimmten Themen kannst Du einfach das Thema in die werbeblogger-Suche eingeben ;-)
    Für zB Wolfskin erhältst Du dann alle Infos schnell und chronologisch geordnet.
    Frohes Neues Jahr!

  313. Unterschätze NIE die Macht der Netz-Community! | UltraBit's Blog

    [...] nicht ohne Folgen bleiben durfte. Der CEO von Jack Wolfskin, Manfred Hell, hat sogar Kontakt zum Werbeblogger aufgenommen, denn der PR-GAU war eingetreten. Werbeblogger.de berichtete in den vergangenen Tagen [...]

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  • Thomas Beichel: Wirklich geschmackvoll ist der Werbebanner wirklich nicht, aber jede Werbeagentur wird ihnen recht geben, denn die Werbung erfüllt...
  • Sebastian: Was ich nie verstehen werde warum die nicht wirkliche Kulanz walten lassen. 10€ Guthaben tun dem Anbieter nicht weh.. für ihn bedeutet...
  • Roland Kühl-v.Puttkamer: Nein, tot nicht, wir leben und arbeiten ja alle und auch der Werbeblogger ist online ;-). Für die nähere Zukunft der...
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