14:30 Uhr
Save the sacked. Xing und seine pseudoviralen Ausdünstungen
Es ist noch nicht ganz klar, was gerade mit der Domain “savethesacked.com” (Rettet die Gefeuerten) passiert ist, einem äußerst geschmacklosen Online-Spiel mit pseudoviralen Ausdünstungen, welches von Xing befeuert wird. Die Seite ist aktuell nicht mehr online und wird jetzt direkt auf Xing weitergeleitet.
Innerhalb der Twitter-Gemeinde häuften sich heute die kritischen Meinungen über dieses “Online-Spiel”, welches sich mit üblem Beigeschmack über diejenigen Personen lustig macht, die durch die Wirtschaftkrise ihren Job verloren haben.
Schlimm genug, dass diese Idee tatsächlich realisiert wurde, noch schlimmer ist allerdings -einmal mehr- dass niemand bei Xing in der Lage ist, hier klar eine Stellungnahme abzugeben. Stattdessen wird lieber kommentarlos etwas vom Netz genommen, was nie und nimmer dort von einem Business-Network hätte veröffentlicht werden dürfen.
45 Kommentare
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- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...
- Brian: Der Titel ist genial. Danke :).
- PlaceY: @Tobias Mandelartz : “..denn er bewahrt einen davor, für einen Kandidaten anzurufen , der sowieso schon haushoch überlegen...
- Gerry K.: Der hat sich das nicht beim Sport sondern bei den Call-In Sendungen abgeschaut. Nichts anderes ist das. Schon das Anheizen der...
- Herr Bergauer: Bei den Problemen, die Mercedes (besonders mit Rost und Elektrik) in den letzten Jahren gehabt hat, würde ich den aufdringlichen,...
- peekaboo321: Sicher ist es möglich von der anderen Seite anzuschauen und hahaped wird damit helfen.

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Am 16. Februar 2009 um 14:43 Uhr
Der Erfolg von Xing trotz kommunikativer Inkompetenz wird als eines der unerklärlichen Phänomene in die Geschichte des Web 2.0 eingehen.
Am 16. Februar 2009 um 14:46 Uhr
habe mir mal die funktionsweise des Spiels angeguckt.
Es geht ja darum das Mitarbeiter aus nem Hochhaus fliegen und man Ihnen ein Falshirm verpassen soll, oder?!
Das Lustige ist, das ich neulich in Hamburg am Gänsemarkt eine Gewerkschaftsdeno gesehen habe, in der es ähnlich zuging.
Es wurden kleine figuren von einem Kran geworfen, die an Falschirmen hingen. Aufforderung an die Demonstrierenden war: “Fangt eure Kolegen auf, lasst sie nicht runterfallen”
Besteht hier ein Zusammenhang?? :-)
Am 16. Februar 2009 um 14:47 Uhr
Xing ist ein absoluter Misthaufen – mittlerweile wird man laufend von Nutten angequatscht und das ganze Teil dient mehr als Spamschleuder für Wichtigtuer und welche, die es werden wollen…
Am 16. Februar 2009 um 15:07 Uhr
@marcin
Alleine die Verbindung Hochhaus – Menschen stürzen ab – Wirtschaftkrise – verbietet sich einfach. Da nützt der Fallschirm so gar nichts mehr.
Am 16. Februar 2009 um 15:12 Uhr
[...] So Lupus in den Kommentaren beim Werbeblogger. [...]
Am 16. Februar 2009 um 15:18 Uhr
@Lupus – Du stehst doch auf Nutten, oder warum trebste Dich bei Xing rum? Also heul nicht rum!
Am 16. Februar 2009 um 15:24 Uhr
naja klar ist das makaber…
aber ein spiel ist die eine Sache, aber das Verdie dieses für eine Demo nutzt (wo das auffangen und runterwerfen irgendwie positiv dargestellt wurde) finde ich fasst noch schlimmer…
Am 16. Februar 2009 um 15:32 Uhr
“im Rahmen unserer jetzigen Marketing-Dachkampagne mit Fokus auf Job & Karrierechancen haben wir u.a. ein virales Spiel entwickelt, dass als Metapher für die momentane Wirtschaftskrise und den Nutzen von Business-Netzwerken wie XING gedacht war.
Da das Spiel anders und negativ interpretiert wurde, haben wir uns entschieden, das Spiel offline zu nehmen. Wir bitte um Nachsicht, falls es in diesem Zusammenhang zu Irritationen gekommen sein sollte.” …
Ich denke das war nicht böse gemeint. Es passiert jedem mal, etwas ungünstig, aber ich hake das Thema jetzt mental für mich ab :)
Am 16. Februar 2009 um 15:40 Uhr
@Oliver Danke. Hast du eine öffentliche Quelle oder ist das das Statement im Xing-Forum?
Zum Viral selbst: Klar, experimentieren ist ok. Einen Rohrkrepierer zu landen kann (muss aber nicht) auch mal passieren. Nur die Kommunikation von Xing geht mal wieder gar nicht.
Am 16. Februar 2009 um 15:52 Uhr
Nee, Oliver. Wenn Euch bei mixxt Euch so ein Patzer unterläuft, kann ich das abhaken. Aber einem Weltunternehmen wie Xing darf das nicht – immer wieder – passieren. Da kommt doch auch eine Unternehmenskultur zum Tragen, mit der was nicht zu stimmen scheint.
Am 16. Februar 2009 um 16:01 Uhr
Habe mich vor ein paar Wochen schon bei XING verabschiedet.
Erhöhte einfach nur das Grundrauschen, ist voller überalteter StudiVZler, kungelnder Vertriebstypen und den letzten, die Social Networking immer noch nicht begriffen haben.
Habe mich heute auch bei Facebook verabschiedet.
Virtuelle Networking-Friedhöfe der Massen.
Am 16. Februar 2009 um 16:06 Uhr
Bei Xing hocken doch diejenigen mit ganzen vielen Business-Kontakten – natürlich als Pro-Mitglied -, die sonst das Maul nicht aufkriegen. Für mich ist das auch nur eine Pseudo-Plattform der Gestrandeten. Ein Xing Account und Karriere machen. Funktioniert leider nie!
Am 16. Februar 2009 um 16:11 Uhr
[...] Ganze, zusammengestellt vom Werbeblogger, gefunden via [...]
Am 16. Februar 2009 um 16:16 Uhr
Haben das wohl schon selber gemerkt. Website verlinkt jetzt direkt auf xing.com . Kann das spiel nicht mehr sehen.
Am 16. Februar 2009 um 16:23 Uhr
Xing sollten wir nun nicht generell und mit Pauken und Trompeten in die Tonne reden. Die öffentliche Kommunikation ist schlecht, immer wieder einmal, auch das Spammen nimmt zu und es wird sich vermutlich noch weiter verstärken, wenn die Portemonnaies dünner werden.
Und Xing ist kein Social-Web Network für mich. So gar nicht. Das muss man wissen :-). Dann kann man gelegentlich auch einen Nutzen daraus ziehen, und wenn es nur die Verwaltung der Kontakte von “Web-Einsteigern” ist, die sonst noch nirgendwo online sind…
Am 16. Februar 2009 um 16:26 Uhr
[...] Lesen Sie den ganzen Artikel Bookmark and Share: sociallist_120e922d_url = ‘albertsen-training.d...; sociallist_120e922d_title = ‘Xing: mittlerweile wird man laufend von Nutten angequatscht’; sociallist_120e922d_text = ”; sociallist_120e922d_tags = ‘Online,Online-Spiel,Spiel,Xing,Xing Business Netzwerk’; [...]
Am 16. Februar 2009 um 16:55 Uhr
[...] Apropos Job verlieren: [...]
Am 16. Februar 2009 um 16:58 Uhr
Das war eine Stellungname aus einem Forum.
@50hz: ok, keine schlechte parallele. Wir sind ohnehin etwas sensibler mit solchen Themen. Ich finde es auch generell nicht gut, Themen wie “aus dem Fenster” springen zu benutzen. Dennoch ist auch bei dem größten Aktienunternehmen irgendwo ein Mensch am Schalter. Oft gibt es aufgrund der Struktur eines solchen Unternehmens Reibungsverluste, wo eben solche Bedenken auf der Strecke bleiben können, ohne dass es jemand böse gemeint hat. Deshalb würde ich ihnen doch den “benefit of the doubt” geben…
um dem xing-bashing etwas aus dem Weg zu gehen, würde ich gerne eine sehr sympathische, fast humoristische Kritik mit einem Zwinkern zum Auflockern in die Arena schmeissen:
Xing, ist das nicht der Katalog mit der Neckermann-Anzugskollektion der letzten 30 Jahre ;) ?
Am 16. Februar 2009 um 17:12 Uhr
Neulich beim Werbeblogger in den Kommentaren! …
“Xing, ist das nicht der Katalog mit der Neckermann-Anzugskollektion der letzten 30 Jahre?”(Oliver)……
Am 16. Februar 2009 um 17:34 Uhr
@Oliver: Das ist wirklich süss ;-) Und ich bin wirklich weit davon entfernt Xing in Bausch und Bogen zu verdammen.
Mit den Stichworten Struktur und Reibungsverlust bestätigst Du mich allerdings letzlich mit meiner Frage nach der Unternehmenskultur. Es darf doch nicht sein, das Xing jetzt schon an solchen Problemen leidet. Wenn doch, ist die völlige Erstarrung nur eine Frage der Zeit. Dann hat LinkedIn leichtes Spiel. Wäre doch schade, wenn wieder mal die Amis gewinnen ;-)
Am 16. Februar 2009 um 17:36 Uhr
[...] Der Werbeblogger berichtet vom kleinen Online-Spiel “Save the sacked” (Rettet die Gefeuerten), welches auf das [...]
Am 16. Februar 2009 um 17:59 Uhr
@50hz: full ack ;)
Am 16. Februar 2009 um 18:22 Uhr
@50hz: Was heißt gewinnen? War Xing nicht dort abgekupfert?
Am 16. Februar 2009 um 21:14 Uhr
[...] Werbeblogger konnte einen diesen Screenshot [...]
Am 16. Februar 2009 um 21:35 Uhr
“Ein Xing Account und Karriere machen. Funktioniert leider nie!”
Das ist ja nun wohl totaler Quatsch. Es geht aber vermutlich ohne nicht viel schlechter.
Am 17. Februar 2009 um 00:37 Uhr
[...] siehe da: Nachdem sich die Beschwerden über das Spiel offenbar häuften, nahm Xing das Spiel klammheimlich und ohne Kommentar ganz schnell wieder aus dem Netz. Etwas später kam dann auch ein Statement: Das Spiel [...]
Am 17. Februar 2009 um 08:40 Uhr
immer wieder erstaunlich zu sehen, dass es Menschen gibt, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als sich über solchen nonsens aufzuregen.
und was soll xing denn jetzt machen? das spiel vom netz nehmen und sich danach auf der eigenen plattform sich bei den paar leuten entschuldigen, die es gesehen haben? damit killt sich ja xing selbst….schlechte nachrichten am leben halten, nur weil ein paar leute sich auf den schlips getreten fühlen und ne entschuldigung verlangen…
ps.:ich bin kein xing mitarbeiter
ps.: so jetzt hab ich mich auch mal über nonsens aufgeregt
Am 17. Februar 2009 um 11:42 Uhr
ja, das Spiel ist ziemlich geschmacklos…und hat hier wohl nicht die erreicht, die es erreichen sollte ;-)
aber Xing hat nun mal ne kritische Masse an deutschsprachigen Mitgliedern und nützlichen Funktionen, die ich sonst noch nirgendwo gefunden habe.
p.s.: auch kein Xing-Mitarbeiter, nur überzeugter User.
Am 17. Februar 2009 um 16:26 Uhr
in meinen augen ist das spiel keineswegs geschmacklos. die verbindung sollte eigtl. völlig logisch sein.
bei anderen spielen die imho um einiges tiefer unter die gürtellinie gehen, wird komischerweise gejubelt.
Am 17. Februar 2009 um 16:52 Uhr
@crieger Virale Spielchen sind niemals logisch und deswegen sind logische Argumentationsketten auch nicht zielführend; der Köder muss bekanntlich dem Fisch schmecken etc.. Sie berühren andere Bereiche unserer Wahrnehmung :-). Warum testet man so etwas eigentlich nicht vor der Veröffentlichung?
Am 17. Februar 2009 um 17:29 Uhr
Liebe Leute, es ist doch nur ein Spiel – Da begeht keiner Selbstmord und es stirbt auch keiner (oder hat das jemand gesehen?). Man sieht die Leute sogar zum Schluss mit witzigen Schildchen in der Hand, wie Werbeblogger sogar oben zeigt z.B. „Will Blog for Food“ – genau Die Leute werden gefeuert und quasi mit einem Tritt in den Allerwertesten aus dem Gebäude befördert. Meine erste Reaktion war ein Schmunzeln….
Wie kommt man darauf 9/11 darein zu interpretieren bzw. dass Leute sterben? Warum wird nur immer alles gleich negativ ausgelegt? Manchmal könnte man denken, dass Leute nur auf der Suche nach Skandalen sind! Also ich fands eher witzig…
Am 17. Februar 2009 um 17:46 Uhr
@Die_Aufregung_geht_mir_auf_dem_Sack
Das ist so überhaupt kein Skandal. Noch nicht einmal ein Skandälchen. Nur ein falsches Werbeprodukt zur Unzeit mit potenziellen Fehldeutungen.
Schön wäre es übrigens, wenn du deine inhaltliche Position zu diesem Thema insoweit ergänzt, als dass du erklärst, in welcher Funktion du tätig bist :-)
Am 17. Februar 2009 um 22:16 Uhr
[...] viraler ist meiner Meinung nach aber dieses Kommentar eines ehemaligen xing-Users: Xing ist ein absoluter Misthaufen – mittlerweile wird man laufend von Nutten angequatscht und das [...]
Am 18. Februar 2009 um 11:40 Uhr
Das Einzige, was man dem Spiel vorwerfen kann ist, dass der Humor zu britisch ist, was dem deutschen Humor einfach zuwider läuft (bezeichnen wir nicht gerade den Karneval als besonders lustige Zeit?).
Um die Aufregung anzufachen: Das hier ist auch nicht lustig! Gar nicht!! Protest!!!
youtube.com/watch?v=...
Am 18. Februar 2009 um 22:21 Uhr
Was soll ich sagen. Dank Xing hab ich nen neuen Job. Ganz einfach. Da isses mir egal, ob die einmal in den Fettnapf getreten sind…
Am 19. Februar 2009 um 03:51 Uhr
[...] ein paar Tagen machte XING mit einem äußerst geschmacklosen “Aktion” auf sich aufmerksam. Das Flashspiel zur Kampagne gab es unter “savethesacked.com” bis die [...]
Am 19. Februar 2009 um 12:19 Uhr
Da zeigt sich doch mal wieder die Humorlosigkeit von uns Deutschen…
Am 19. Februar 2009 um 13:36 Uhr
@Drexler: Ich würde es nicht “Humorlosigkeit” nennen (schon gar nicht von UNS Deutschen), denn zwischen dem Monty-Python-Sketch und dem Spiel liegen humortechnisch Welten (wobei ich natürlich zugeben muss, dass das Ansichtssache ist). Aber eine gewisse Neigung zum Empörungsreflex ist hier und da schon zu beobachten. Da sind die Angelsachsen in der Tat schmerzbefreiter. Wäre die Ambient-Idee des Economist (?) mit dem “Don’t jump” auf dem Busdach auch so aufgespießt worden?
Die Reaktion von Xing ist allerdings in der Tat ziemlich piefig.
Am 19. Februar 2009 um 13:58 Uhr
Die Empörung und die Verbindung zu 9/11 sind genau so überzogen wie das Spielverbot bestimmter Lieder ( wie “It’s raining Men”) nach 9/11 oder “Die perfekte Welle” nach der Tsunamikatastrophe … Alles nur überflüssige Show, wo plötzlich Befindlichkeiten geäußert werden, die ob eigener Handlungen/Witze/Reden eigentlich nonexistent sind. Verlogenheit nennt sich das glaub ich …
Vielleicht ist es die momentane wirtschaftliche Grundstimmung, die alles so negativ erscheinen lässt – oder die Unfähigkeit all der Meckerer, selbst mal Gutes auf die Beine zu stellen und daher auf Misserfolgen/-griffen anderer derart sinnentleert und triumphierend rumzuhacken. Das ist glaub ich eher das Problem der Deutschen: der Neid, die Missgunst und die Schadenfreude. Die Humorlosigkeit spielt da nur erschwerend hinein.
Mir sind übrigens noch keine Nutten, Callboys oder Zuhälter bei Xing über den Weg gelaufen, ich benutze die Plattform gerne, habe schon viele lukrative Jobs, Impulse und nette Menschen darüber gefunden und möchte es – als ERGÄNZENDES Akquise- und Networking-Instrument – nicht missen. Mich hats weitergebracht, aber wahrscheinlich liegts daran, weil ich weiß, wie ich’s für mich am besten einsetze und REALE Erwartungshaltungen hab.
Am 20. Februar 2009 um 12:57 Uhr
[...] Ein meiner Meinung nach interessantes Interview mit Daniela Hinrichs über Unternehmenskommnikation im Web 2.0, Pressearbeit und wie Menschlichkeit darin eine neue Rolle spielt. Die dazu passenden Buzzwords sind Twitter und Blogs. Leider nichts über die missratene Online Kampagne. [...]
Am 22. Februar 2009 um 08:55 Uhr
[...] Werbeblogger echauffiert man sich ueber ein pseudovirales Xing-Flashspiel, was Oliver Gassner trocken kommentiert: Xing, ist das nicht der Katalog mit der [...]
Am 26. Februar 2009 um 10:56 Uhr
> denn zwischen dem Monty-Python-Sketch und dem Spiel liegen
> humortechnisch Welten
Ohja, das ist Ansichtssache. Also, aus einem Bürogebäude, oder einer Bank, springen Leute oder werden gestoßen, das wird nicht ganz deutlich, und fallen einige Stockwerke gen Boden. Der Unterschied: Bei der Xing-Variante kann man die Leute noch retten, bei Monty Python wird extremst menschenverachtend auch noch gewettet, wer als nächster stirbt. Hm, stimmt doch, sind humortechnisch Welten.
Also, mal ganz ehrlich: Monty Python wurde in Deutschland zuerst auch nicht verstanden und reichlich angefeindet. Es ist einfach zu sehr drin, sich über alles erstmal zu echauffieren, aber irgendwann dann bahnt sich doch die Vernunft ihre Bahn, und man kann sich nur über einen selbst wundern.
So, ich gehe jetzt mal wieder BILD-Zeitung lesen, um meinen rechtschaffenen Zorn gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt zu pflegen. :-)
Am 10. April 2009 um 17:49 Uhr
Ich habe zwar nichts gegen virale Spiele einzuwenden, aber hier ist der gute Geschmack wirklich verletzt woren. Glücklicherweise gibt es auch Businessnetzwerke, die so etwas nicht nötig haben.
Am 30. April 2009 um 14:35 Uhr
Der große Unterschied zwischen Monty Python und den Machern dieser oder ähnlicher Spiele besteht darin, daß es keine Grenzen gibt. Jeder kriegt sein Fett ab. Darum hätten sich die Verantwortlichen entweder freiwillig an ein Bahngleis ketten lassen oder ein Wettspringen mit den gekündigten Mitarbeitern veranstaltet.
Abgesehen davon: Warum soll der »deutsche« Humor weniger schwarz gefärbt sein als der »britische«? Die Deutschen können in dieser Beziehung durchaus mit den angelsächsischen Inselbewohnern (Siehe Wikipedia: Angelsachsen) mithalten.
Am 7. Mai 2009 um 15:59 Uhr
Und wer hat den Sachsen das Angeln beigebracht? Richtig, König Artus war’s! :-)
Also ehrlich, die Deutschen sind im Durchschnitt immer noch um Meilen vom britischen Humor entfernt. Man schaue sich nur die TV-Landschaft an. Und außerdem kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, wie damals Monty Python hier ausgestrahlt wurde, und was das für einen Aufschrei gegeben hat. Im Endeffekt war die ganze Chause damals genauso künstlich und pseudo-entrüstet hochgespielt wie diese Sache jetzt.
Vielleicht liegt es nur an mir, aber immer wenn ich solche Formulierungen wie “äußerst geschmacklos” und “üblem Beigeschmack” lese, frage ich mich unwillkürlich, wessen Geschmack denn hier gerade instrumentalisiert werden soll. Jeder Autor scheint sich dabei als Stimme der “zurecht aufgebrachten Masse” zu sehen. Ich weiß nicht, aber sowas hat dann bei mir ganz persönlich einen üblen Beigeschmack.