05.04.06
14:26 Uhr
14:26 Uhr
Gute Blogosphäre – Böse Blogosphäre
Mario Sixtus, dessen dezentrale-blog aktuell ziemlich verwaist ist, wie man am Kommentar-Spam leicht sieht :-) – Mario macht sich in der Frankfurter Rundschau Gedanken zur Blogosphäre. Genauer: Zum Verhalten derselben bei den kürzlich durchlebten Abmahnfällen.
Das Gesetz des Netzes
Das Internet ist ein merkwürdiger Ort und die Erforschung der dort herrschenden Gesetze hat gerade erst begonnen. Das Netz hat eine neue Grauzone geschaffen, die man irgendwo zwischen Kommunikation und Publikation verorten kann. .. weiter bei der FR
via wirres.net
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6 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 5. April 2006 um 14:55 Uhr
Schade, dass in diesem Fall auch nur wieder aus einer Blickrichtung argumentiert wird. Blogs als neue Form des Journalismus.
Wenigstens eine andere Stimme hätte ich mir gewünscht. Stattdessen purer Betroffenheitsblogismus.
Trotzdem ist die Diskussion natürlich wichtig, keine Frage! Selbstregulierung oder Verbote? Das ist hier die Frage. Blogs also eine virtuelle Staatsform?
Am 5. April 2006 um 17:04 Uhr
Böse Blogosphäre?
Keine Lust über ungelegte Eier zu gackern, den großen Manipulationsfall, der mal kommen könnte, in dem die Blogsphäre benutzt wird, um ein Unternehmen gezielt fertig zu machen. Hätte. Wenn. Könnte.
Rudelbildung kenne ich von meinem Hund. Feine Sache für ihn. Alle tun sich zusammen und sind gemeinsam stärker als der Einzelgänger. Beim nächsten Abmahnfall werde ich mir wieder kurz ein Bild machen, und wenn ich den Eindruck hab, dass es der betroffene Blogger nicht gerade darauf angelegt hat, einen Konflikt vom zaun zu brechen, werde ich wieder eine Meldung mit Bitte um Unterstützung hier einstellen. So einfach ist das. Nennt mich einen Gutmenschen. Kein Problem damit. Zyniker sind schon genug unterwegs.
Gute Blogosphäre?
Zum Beispiel das hier.
Aber zugegeben, das Böse hat natürlich wesentlich mehr Sex Appeal und philosophischen Tiefgang.
Am 5. April 2006 um 17:08 Uhr
Mario verortet Blogs ja irgendwo zwischen “Kommunikation und Publikation” – insofern zeigt er da schon was anderes als Journalismus, der ja rein objetiv berichtet.
Betroffenheitsblogismus ;-) stimmt. Ich habe z.B. nicht den Eindruck, dass der Tonfall “zunehmend lauter und aggressiver wird”.
Und auch das “ab der 2. Linkeben losgelöst von differenzierter Betrachtung” – was soll daran falsch oder bedenklich sein.
Ich z.B. gehörte bei TI vs. Moni zur 2. vielleicht sogar zur 3. Linkebene. Ich war halt nicht soo nah dran. Aber da gibt es ein paar Blogger, die ich lese und dadurch auch kenne und schätze. Und die waren nah dran und hielten es für wichtig. Als Blogger, der irgendwann von einer unsinnigen Abmahnung betroffen sein könnte, brauch ich da nicht mehr groß eigene differenzierte Betrachtungen anstellen. Ich schreibe ja nicht für eine Zeitung.
(Und bei zuviel differenzierter Betrachtung kommt dann sowas, wie der Tagesschaubeitrag raus. – Gefälligkeitsjournalismus.)
Am 5. April 2006 um 17:38 Uhr
Ich finde die Betrachtungsweise a la “Blogs sind irgendwie ein journalistisches Medium” etwas zu eindimensional. Klar gibt es viele Blogs, die geiwssermassen einen journalistischen Charakter haben (euch würde ich jetzt mal irgendwie in diese Schublade stecken)
aber es gibt auch noch tausend andere möglichkeiten wie blogs genutzt werden. Ich z.B. blogge, weil es eine Möglichkeit ist meine Gedanken(in diesem Fall zu einem bestimmten Thema) besser als jemals zuvor niederzuschreiben, zu reflektieren und gleichzeitg sogar zusätzliche Infos in Form von Links gleich mit dran zu hängen.
Andere Blogs wie z.B der creative criminal sammeln einfach nur Bilder und kommentieren diese teilweise nichtmal. Der Blog ist eigentlich nichts anderes als ein öffentliches Archiv.
Ich glaube diese Abmahndiskussion – so wichtig sie auch ist – führt langfristig zu einer sehr eindimensionalen Definition und Wahrnehmung. Fast so ähnlich wie mit dem Nachhaltigkeitsbegriff, den ja dank Krombacher und Konsorten als Umweltschutz interpretieren.
Am 5. April 2006 um 23:49 Uhr
Ich frug mich einmal, ob Sixtus nicht Haeussler ist. ;)
Am 6. April 2006 um 00:00 Uhr
Ich sehe es schon kommen, irgendwann geht es nur noch darum, wo das Komma gesetzt wurde,
wer das interpretiert und was nach der aktuellen Rechtschreibung (Stand 05) und der Interpretation eines Juristen daraus gedreht werden kann. (((-:
Haltet die Ideale hoch!
Klarheit, Wahrheit, Meinungsfreiheit
Gegen öffentliche Zensur durch Juristen und andere Politiker!