26.10.11
13:49 Uhr

Montagspredigt: ‘Binsen-Gebinde’ haben Revolutions-Potential!

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Ich habe mich total verliebt in dieses Wort ‘Binsen-Gebinde’ von AvLBerlin, aus deren Tweet “Werbung ist eintönig: Koch und Schwartz in der Wirtschaftswoche – knackige Kritik oder Binsen-Gebinde? http://j.mp/rbEeus” – und habe in der Folge ein wenig reflektiert, wiedergekäut und philosophiert. (Dank gebührt, ohne Ironie, AvL, die mich auf diese Spur brachten.) 

Binsen-Gebinde: eine Strauß von Binsenweisheiten und Binsenwahrheiten. Binsenweisheit/-wahrheit: eine allgemein bekannte Tatsache, die keiner weiteren Verbreitung bedarf.

UND GENAU DA WIRD ES SPANNEND!

Manchmal denke ich, es ist viel sinnvoller in Binsenweisheiten zu sprechen, damit aus der Weisheit endlich die Tat wird, als in Innovationen sich zu verlieren, die erst langsam durch die Trendsetter-Hirne tröpfeln müssen, durch die Early-Adopter-Adern fließen müssen, ehe sie in relevanten Mengen auftreten und die Massem bewegen können.

Binsenweisheiten dagegen sind allgemein bekannt, allein der letzte Schritt fehlt: die Umsetzung. Schwatzen können wir alle. Vor allem, wenn die Tage nie vergehen, wir auf die Uhr starren oder in den Untiefen des Tagesgeschäftes langsam versacken, uns verstecken gar, damit neue Horizonte uns nicht entdecken, uns nicht rufen, uns nicht locken mit Sonne, güldenen Verheißungen und Zukünften und uns nur noch frustrierter am Abend nach Hause schleichen lassen würden.

Nein, das einzige Contra der Binsenweisheit ist ihre theoretische Konsistenz.

INNOVATION im binsenweisheitlichen Sinne und Kontext könnte man definieren als:
ES ZUM ALLERERSTEN MALE RICHTIG MACHEN!

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18.10.11
09:10 Uhr

Montagspredigt: Ist das gut oder schlecht, wenn @MediaCom_de 76 Follower hat?

{lang: 'de'}

(Anmerkung: Der geneigte Leser möge im Geiste in den folgenden Zeilen ‘MediaCom’ durch die eigene Agentur, das eigene Unternehmen ersetzen, sich dann – bitte wertfrei – an die eigene Nase fassen.)

76 Follower, hm, das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass mit MediaCom hier “Deutschlands größte Media-Agentur” twittert.

Sieht man sich jedoch die Tweets an, die dort in den Äther gesandt werden, muss man sagen, 76 Follower sind eine ganze Menge – für diesen Inhalt, der im Grunde gegen Null geht, qualitativ und quantitativ.

Aber Qualität, ebenso wie Schönheit, das wissen wir, liegt im Auge des Betrachters.

“Deutschlands größte Media-Agentur” hat nach eigenen Twitter-Bio-Angaben 720 Mitarbeiter. Und dann nur 76 Follower!?

Interessieren sich MediaCom-Leute nicht für Neue Medien, das Netz, Social Media?
Interessieren sich MediaCom-Leute nicht für die Verlautbarungen, Ankündigungen, weltweiten News des eigenen Unternehmens, der eigenen Gruppe?

Interessieren sich MediaCom-Kunden nicht für ihre Agentur?

Gibt es bei MediaCom nur 76 Personen, die sich mit Neuen Medien, dem Netz, Social Media identifizieren können?
Oder gar: Gibt es bei MediaCom nur 76 Personen, die sich mit dem eigenen Unternehmen identifizieren können?

Auf der anderen Seite hat MediaCom nur 25 Personen nahegelegt, MediaCom zu folgen – denn sovielen Accounts folgt MediaCom selbst.
Da ist es eine Leistung, 3mal mehr Follower zu mobilisieren, oder? Mancher, der mal eben 2.500-25.000 Leuten folgt, wäre glücklich, er hätte Follower von einem Drittel dieser Zahl gewonnen, geschweige gar eine Balance erreicht.

Ist nur 25 Accounts zu folgen eigentlich Bescheidenheit oder Faulheit?

Trotzdem gibt es – ob der Größe MediaComs – zu denken, dass weder aus der MediaCom selbst, noch aus der Kreativschwester Grey, noch aus der Gruppe, noch aus dem Markt relevante Follower-Zahlen zusammenkommen.

MediaCom ist am Ende eine normale Network-Agentur. Ein Konzern. Ein gutes Beispiel dafür, daß man engagierte und kompetente Menschen braucht, um Dinge zum Leben zu erwecken, um zB Social Media zu leben. Das ist weder gut, noch schlecht. Das ist einfach so. Und hängt mit den eigenen Zielen, den eigenen Prioritäten, dem eigenen Kontext, den eigenen Ansprüchen zusammen.

Hängt damit zusammen, ob man neugierig, vielfältig, kreativ, innovativ und wertschöpfend ist – oder ob man das – völlig wertfrei – nicht mehr nötig hat, da man eh der Größte ist!?

13.10.11
12:19 Uhr

Die neue Kampagne für Adler, Vittel, Deichmann, Ricola, Hörgeräte, Axe

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Wir erinnern uns noch: Warum ein neuer Spot, wenn ich nur das alte Produkt rausschneiden muß!?.

Hier ein weiterer Kandidat, ausgenutzt zu werden von immer unspezifischeren Produkten, Positionierungen und Marken. Ausgenutzt, von einer seltsamen Beliebigkeit der Marke, der Werbung und ihrer Agentur.

Vittel, Ricola, Hörgeräte, Shampoo, Rotkäppchen, Lebertran, Fruchtzwerge …

Auch wenn Otrivin in der YouTube-Headline steht, der Spot verrät es bis zum Ende nicht. Und während der obige Spot noch ganz nett gemacht ist, ist der folgende irgendwie am Rande …

Adler Modemärkte, Vittel, Deichmann, Ricola, Hörgeräte, Shampoo, Axe Deo & Duschgel …

Und welche phantastischen Produkte aus unseren Marketing-Etageren könnte man da hinten noch einfach dranklatschen? Ideen?

30.09.11
12:01 Uhr

Werberätsel #65

{lang: 'de'}

Zum Wochenende ein schönes Motiv, was uns hier als Werberätsel entgegenflattert. Aber für welche Marke bzw. Produkt könnte hier geworben werden?!

Eine Bitte: Wer die Lösung schon kennt, kann das gerne in den Kommentaren bekennen, aber deckt hier im Sinne der anderen Rätselteilnehmer nicht gleich die Lösung auf. Danke. Und noch etwas in eigener Sache:
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28.09.11
12:42 Uhr

Montagspredigt: Regierung trocknet Agentur-Nachwuchs aus. Wen juckt’s?

{lang: 'de'}

Nein, die Überschrift ist nicht weit hergeholt. Thomas und ich diskutierten vor Monaten schon, daß uns nahezu Null Agenturgründungen der letzten 10 Jahre im Gedächtnis sind.
Immer wieder schafft es die ein oder andere Agentur, aber von einer fruchtbaren Zeit kann man in diesem Sinne nicht wirklich reden.

Nun also ändert die Regierung ihre Gründungszuschuß-Regelungen für den Übergang in die Selbstständigkeit – und zwar dramatisch:

“170.000 Gründer machten sich 2010 aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig und schufen rund 80.000 weitere Arbeitsplätze. Im vergangenen Jahr wurden Gründer mit rund 1,8 Milliarden Euro staatlich gefördert – wenn sie zuvor Arbeitslosengeld 1 bezogen haben oder ein Anrecht darauf hatten. 2012 sollen es rund eine Milliarde Euro weniger sein, in den Folgejahren sollen 1,3 Milliarden Euro eingespart werden.”

Dies ist ein Zeichen, was in unserer Ökonomie überhaupt keinen Sinn macht. Wir brauchen nichts dringender als Gründer, um neue Ideen auf die Straße zu bringen, um Menschen Arbeit zu geben, um die Vormachtstellung Asiens und Amerikas auf vielen Gebieten irgendwann einmal wieder brechen zu können.

Wir brauchen vor allem Perspektiven für junge Frauen und Männer, die noch kreativ, innovativ und wertschöpfend genug sind, sich als Selbstständige mit einer selbstständig realisierbaren Idee, einem eigenen Geschäftsmodell auf den Weg in die freie Wirtschaft machen wollen – ja, auch mit einer Agentur!

Und wo sind w&v, VDZ, GWA, ZAW bei diesem Thema? Unsichtbar! Lieber prokrastinieren sie mit hiermit: Montagspredigt: “Gib uns ein BWRBNG – UND GIB DIR SELBST DIE SPANNENDSTE BRANCHE DER WELT!”.

Nicht nur, daß sich hier zu Tode gespart wird (siehe oben), vor allem wird der Willkür Tür und Tor geöffnet: “Mit der Gesetzesänderung liegt es im Ermessen der Berater in den Arbeitsämtern, ob sie einen Zuschuss gewähren oder nicht.”

Wohin soll das führen? Die unmotivierte Dame im Arbeitsamt sagt Nein zu Deiner Idee, einen sms-ähnlichen Service namens Twitter zu realisieren, ein Social Network namens Facebook zu gründen, eine Suchmaschine namens Google zu entwickeln?

Prost Mahlzeit!

Hier dürfen wir nicht am falschen Ende und unser aller Zukunft sparen. Hier geht es um die Zukunft der Jugend selbst, die Zukunft ganzer Branchen und die Zukunft des Standortes Deutschland. Auch um die Zukunft der Agentur, der Kommunikation, der Kreativität und Innovation!

Ein Thema, das wahrlich eines “Wortes vorm Regal” wert wäre! Oder?

23.09.11
12:05 Uhr

Passend zum Papst-Besuch in Deutschland. Aides gegen Aids.

{lang: 'de'}

http://www.youtube.com/watch?v=VXoUaJB9zCA

Sound Communication passt auch gut für eine Kampagne der gemeinnützigen französischen Hilfsorgansation “Aides”, wie man hören und sehen kann. Immer wieder präsentiert uns die Organsation kreative Clips und Kampagnen, die auf unverkrampfte und charmante Art daran erinnern, wie wichtig nach wie vor die Aids-Aufklärung und Prävention ist. Und weil der Papst auf seiner Deutschlandreise zu dem Thema trotz vieler Hoffnungen und Erwartungen wohl nicht viel sagen wird, gibt es dann eben hier zum Wochenende einen kurzen “Überzieher-Beitrag”.

Wer Lust auf einen eigenen Beat hat, kann das auf dieser Website tun oder gleich mobil mit dieser Android-App.
Schönes Wochenende.

 

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