30.01.12
12:08 Uhr

Das Beste oder Mercedes – Jetzt auch bei Smart

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Die eine oder der andere erinnert sich vielleicht noch an diese ‘lustige’ Geschichte: Warum Mercedes nicht smart ist – und Smart erst recht nicht: Man hatte mir erklärt, dass ein Smart-Motor es nur bis 60.000km schafft. Und hinter vorgehaltener Hand gesagt, ich hätte einen schlechten Jahrgang erwischt. Jahrgang! Nicht Tag.

Eine schöne Geschichte, nicht wahr?

Nun, diese Geschichte ist nun Historie, denn Mercedes hat das Smart-Center Düsseldorf übernommen, wie ich heute bei meinem Ölwechsel-Termin lernte.
Historie im wahrsten Sinne des Wortes. Legende, Mythos, mündliche Überlieferung. Denn Mercedes hat sich, nach Auskunft meines Ansprechpartners, gespart, die Service-Historie aller Kunden zu übernehmen. Das Beste oder nichts.

Warum auch? Wer braucht eine umfassende Anamnese? Die Besten brauchen sowas nicht. Die haben keine Kinderkrankheiten, keine Midlife-Crisis, keine Wechseljahre, keine Altersschwäche, keine Abweichung vom Soll. Das sind doch nur Autos!? Die sind doch alle gleich. Metall mit ein bißchen Öl.

Vielleicht aber auch nicht, oder? Wenn ich einen schlechten Jahrgang erwischen kann, oder? Da hab ich wohl doch ein Auto mit Seele erwischt, das vom Standard abweichen kann. Aber vielleicht ist dieser ja der Einzige, da muss man ja nicht deswegen die Historie aller Kunden übernehmen.
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17.01.12
11:14 Uhr

Baku-Blitztabellen-Beschwerde bei Medienanstalt! – War es gar Wulff?

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Jedem Gesunden Menschenverstand war klar, dass “Unser Stern für Baku” untergehen musste, fiele Stefan Raab nicht noch etwas Geniales ein. Zum Glück können wir uns auf ihn verlassen. Nicht umsonst ist er einer der erfolgreichsten Entertainer und Show-Macher in Deutschland.

Stefan kreierte für die Echtzeit-Baku-Voting-Aktualisierung die Blitztabelle, die er schlicht irgendwo im Sport abguckte.

Eine der einfachsten, aber auch genialsten Ideen der letzten Zeit. ‘Unser Star für Baku’ wurde damit zu der spannendsten, schnellsten, interaktivsten Casting-Show der letzten 9 Jahre. Eine phantastische Demonstration, wie einfach Innovation sein kann, ein Beweis, dass Innovation auch manchmal bedeutet nur, etwas einfach zum ersten Male richtig zu machen.

Aber er hat nicht mit Deutschlands Beton- und Beamtenköpfen gerechnet. Nun also liegt der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) eine Beschwerde vor. Mit der Begründung – und man lasse sich diese auf der Zunge zergehen: “dass die eingeblendete Blitztabelle einen enormen Zeitdruck aufbaue”.

Das muss die mabb natürlich prüfen, statt zurückzuschreiben:
“Seid Ihr eigentlich irre? Baut Zeitdruck auf? Und was ist mit einem 100m-Lauf? Einem Formel1-Rennen? Jeder Auktion bei diesen seltsamen Shopping-Sendern? Mit dem Ladenschluss? Dem TÜV? Der Rente mit 67? Den Rücktrittsforderungen an BP Wulff? Mailboxen? Wird da kein Zeitdruck aufgebaut?”

Ohne Worte! Ich bin gespannt, welcher Casting-Privatsender, der nicht zur ProSiebenSat.1-Gruppe gehört, die Beschwerde einreichte – und welche Entscheidung die mabb trifft.

19.12.11
11:43 Uhr

Frohes Fest 2011 mit kleinem Jahresrückblick

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Es begann als Spaßprojekt 2009, aber eigentlich noch viel früher. Denn Jan-Philipp und Malte hatten ihre gesungenen Weihnachtsgrüße in Karaoke-Form bereits regelmäßig Jahre zuvor für Freunde und Familie auf CD gebrannt und verschickt. So erreichten auch mich immer wieder ihre eingesungenen Coversongs.

Mit dem ersten öffentlichen Youtube-Jahresrückblick kam dann aber 2009 der Durchbruch als Web-Viral. Der Aufwand dafür war auch damals schon “nicht ohne”, die Stimmen und der Soundtrack wurden bereits fett aufgenommen und in das Video gemixt. Mit dem Nachfolger 2010 haben die beiden den Videopart aufgebohrt, das Setting in ihrer WG-Küche blieb dabei allerdings im Wesentlichen erhalten, ebenso wie eine Michael Jackson Hymne als Song-Grundlage.

Dieses Jahr durfte das Budget dann noch etwas höher sein, mit einem Feature bei Stern-TV und einem rundum anspruchsvoll und professionell gedrehten Musik-Video-Clip. Irgendwie ist es zwar schade, dass der ursprüngliche “Grasswurzel-WG-Küchenduft” aus den Produktionen weg ist, aber andererseits ist das Ergebnis des aktuellen Jahresrückblicks 2011 auch wieder ein echtes Schmankerl. Auf Grundlage von Madonna´s “Vogue” haben die beiden sich und ihre Leidenschaft für Mimenspiel, Tanz und Verkleidung voll ausleben können, mit grandios adaptierter Clip-Ästhetik. Stellenweise geht bei dieser Bildermacht der Text ein wenig unter, was er nicht verdient. Denn gerade der Text, der sich super auf das originale Vocal-Arrangement des Songs legt, ist ein Highlight.

Frohes Fest 2011 from zwergpisncher on Vimeo.

Trotzdem wünsche ich mir was für 2012:

Please, Malte und Jan-Philipp, go back to the roots. Gebt uns den Stallduft der WG wieder, die Heimeligkeit des Familiären, das kuschelige Setting. Und Maltes Perücken.

15.12.11
11:52 Uhr

Natürlich tödlich: Marlboro verabschiedet sich vom Konjunktiv

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Na, geht doch: in großformatigen “Anzeigen” steht Marlboro zum sicheren Tod durch Zigarette, jetzt muß dies halt nur noch im gesetzlich vorgeschriebenen Text geändert werden: “NO MORE MAYBE” – Rauchen ist tödlich!

Photo des City Light Posters: rs.

Geht nicht in das Licht!

12.12.11
10:44 Uhr

Seite 23 – Minimalistisches Drama im IKEA-Katalog

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Wenn Ihr schon immer wissen wolltet, was die Protagonisten in den IKEA-Katalogen so anstellen, wenn keiner guckt (und sie sich nicht gerade Produkte wie ‘Kloppe’ ausdenken), dann schaut Euch diese kleine Video-Perle an:

Via poppeduponthegrid.

05.12.11
14:19 Uhr

Montagspredigt: D64

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“D64 sind Menschen, die täglich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des Internets für die Transformation unserer Gesellschaft arbeiten” – ich mag diese Alleinstellungs- und Vertretungs-Ansprüche. Widersprechen kann man dem sowieso nicht: “Sie sind sich einig, dass man Politik für die Zukunft nicht mit Gedankengut von gestern machen kann”. Werden wir also alle Mitglied in diesem Verein, “um Deutschland für die digitale Demokratie vorzubereiten”. Denn das wird ja langsam Zeit.

Ein wenig haben die Herren Richel und Lumma einem schon leid getan, wenn sie wieder die Prügel einstecken mußten für den Quatsch, den die SPD wiedermal verzapfte, wenn es um Netzpolitik ging – oder was sie dafür hielt.
Umso besser, daß sich die Herren (und Damen) aus dieser selbstgewählten Falle befreien konnten, die sie eine Zeitlang als Herausforderung und Fitness-Übung verstanden, bis sie erkannten, daß dies doch nur Sisyphos-Arbeit ist – und nun versuchen, die Partei von außen zu verändern.

Daß man Systeme nicht von innen verändern kann, wußten Leonard Cohen und ich schon lange. “They sentenced me to 20 years of boredom for trying to change the system from within”, singt er in der ersten Zeile seines Songs ‘First we take Manhattan’. Aber wer hört schon auf uns?

Weder die Autoindustrie, noch Energie-, Zement-, Pharma-, Verlags- und Medien-Industrie sind von innen zu heilen, zu wandeln oder gar neu zu erfinden, dazu sind sie viel zu satt. Ebensowenig wie eben die Politik.
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