15.04.11
11:51 Uhr

Perspektivwechsel bei der kreativen Arbeit

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Links für mich, rechts für mein Gegenüber; alles nur eine Frage der Blickrichtung. Es lohnt sich oft bei der Schöpfungssarbeit der bewusste Ansatz, werblich-kreative Arbeit konsequent aus der Perspektive der Menschen zu sehen, für die sie gemacht wird.

Eigentlich ist das selbstverständlich, aber (wir) Werbemenschen neigen dazu, ihre Arbeit auch für sich, für die Agentur und ggf. für potenzielle Preise zu denken. Der Kunde macht auf seine Weise mit und betrachtet die Kreation zu sehr aus dem Wettbewerbsgedanken heraus. Dadurch entsteht im Kreationsprozess oft eine falsche Richtung; die Kreativen und der Kunde denken im „Benchmarking“-Modus, anstatt -zunächst- einen unterhaltsamen und/oder informativen Mehrwert für ihr werbliches Produkt zu schaffen. „Make good products.“ gilt eben auch für „Werbeprodukte“ selbst.

Schön, wenn als Erinnerung dann zufällig bei einem kreativen Workshop so ein Bild entsteht. Die Strümpfe sind laut gesticktem Hinweis zwar falsch angezogen, aber aus Sicht des Gegenüber sitzt alles eigentlich genau richtig.

Schönes Wochenende.

14.04.11
13:49 Uhr

ADC/DB: Fehlleistung aus Leidenschaft

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Wow, das war nicht einfach. Aber dem ADC ist es geglückt. Fehlleistung aus Leidenschaft eben.

Was ist passiert? Der ADC macht ein ‚Projekt‘. So wie Hornbach. Das ist hip, das ist kreativ – denkt der ADC.

Das ‚Projekt‘ heißt „Zwei Minuten Leidenschaft“. Warum? Nun, hauptsächlich weil es von der Deutschen Bank gesponsort wird. Warum Deutsche Bank? Na, die stand doch schon immer für überragende Kreativität, oder? Der ideale Partner des ADC.

Wie sehr das ‚Projekt‘ an den Haaren herbeigezogen ist, und wieviel wie wenig Kreativ- und Kommunikationskompetenz dort eingeflossen ist, sieht man an der flotten Umsetzung:

Aber eins nach dem anderen:
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08.04.11
08:38 Uhr

Homann Salate im Schatten der Brüste. Sex Sells?

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Die meisten Marken, die in Ihrer TV-Werbung auf prominente Persönlichkeiten setzen und diese für ihre Dienste durchaus fürstlich bezahlen, hoffen auf eine überduchschnittliche Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen im Spot selbst. Außerdem sind durch den Einsatz von VIP´s & Co. begleitende PR-Effekte und breite redaktionelle Medienplatzierungen wahrscheinlicher.

Aber ist dieses „celebrity endorsement“ für die Marken- und Produktwahrnehnung immer hilfreich? Was passiert, wenn die exponierte Werbepersönlichkeit durch ihre Bildschirmpräsenz das beworbene Produkt regelrecht „überstrahlt“ und es dadurch in den Hintergrund tritt? Macht es wirklich Sinn, dabei auf Fleischeslust und große Brüste (beileibe keine Hühnerbrüste) zu setzen? Was bleibt zumindest bei den Männern wohl hängen? Die pralle Deern oder ein Geflügelsalat?

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05.04.11
12:50 Uhr

Montagspredigt: Telekom4010 und Hippe Coolness

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Update 11.04.2011, 09:48 Uhr: (Mit Dank an Matze in den Kommentaren.)
Die Telekom scheint diesen Artikel gelesen zu haben und tauschte das untenstehende Bild, das ich von der Facebook-Startseite ihres Kölner-4010-Shops verlinkte, aus. Schon besser.

War jemand in Köln unterwegs als das iPad 2 seinen Erstverkaufstag hatte? Hat jemand die Schlange gesehen vor dem Store? Und hat jemand den Telekom4010-Store und die Menschen davor zum Vergleich gesehen?

Ich sage euch, es war furchtbar mitanzusehen, welche Leute da (vermeintlich) lässig vor 4010 standen. 4010 soll der hippe, jugendliche Store der Telekom sein (Übrigens: 2 der 2000 aus dem Jülicher Reaktor verschwundenen Brennelemente-Kugeln sind dort aufgetaucht, siehe Intro).

Hippness neu definiert, anhand des aktuellen Kölner Facebook-4010Shop-Photos:

Einladend, oder?

Als ich dort war, trug der aktuelle Imageträger magenta-farbene Socken, weiße Billigturnschuhe (dieses weibliche Modell), eine schwarze Jeans, ein ordentlich von Mutter aufgekrempeltes, hellblau/weißes Anzughemd. Adrett – aber nicht hipp.

Adrett genug, um die älteren Herrschaften aus dem Telekom-Vorstand in hippes Verzücken zu versetzen, nicht aber hipp genug, um etwas in der Welt da draussen zu bewegen. Den ganzen Beitrag lesen »

31.03.11
12:45 Uhr

Websites für den Mittelstand?

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Update 01.04.2011: Der im Beitrag erwähnte Werbelink auf der Google Startseite wird aktuell nicht mehr publiziert. Aber heute ist der 1. April und da spielen ja gerne alle einmal mit der Wahrheit… Ob z.B. Renault Deutschland auch verrückt spielt und dauerhaft seine komplette Website schießt und auf Facebook weiterleitet, darf auch gerätselt werden. Solche Maßnahmen würden allerdings erklären, warum (bald wieder) 40% des Mittelstands (und der Großunternehmen) keine Website (mehr) haben…

Mehr als 40% der mittelständischen Unternehmen haben laut Angaben der Initiative „Online Motor Deutschland“ noch keinen eigenen Internet-Auftritt. Kann das sein? Mit meinen -nicht repräsentativen- persönlichen Erfahrungen deckt sich das nicht. Ich kenne praktisch kein KMU oder sogar Freelancer mehr, der ganz ohne Webpräsenz dasteht.

Jedenfalls hat Google mit Strato, einem der großen Internetprovider in Deutschland, eine Kampagne und Verkaufsaktion mit Roadshow in 10 deutschen Event-Standorten gestartet und bewirbt diese auch über die eigene Suchmaschinenseite.

Einen stärker frequentierten Anzeigenplatz als auf der Homepage von Google kann man sich kaum wünschen. Da Google laut der Süddeutschen angibt, für diese Aktion selbst einen „mehrstelligen Millionenbetrag“ bereitzustellen, ist wohl nicht damit zu rechnen, dass Strato hier einen gigantischen Werbeplatz gebucht und bezahlt hat. Somit könnte die Kampagne für Strato ein günstige und ggf. auch erfolgreiche Marketing-Streubombe in den unternehmerischen Mittelstand sein. Glückwunsch also an Strato für den Coup. Aber natürlich kann und wird mittelfristig auch Google profitieren, denn das Werbeprogramm Adwords hat im Mittelstand noch großes Wachstumspotenzial und neue kommerzielle Websites bedeuten zu einem großen Anteil auch neue Adwords-Umsätze.
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28.03.11
11:29 Uhr

Breaking! TV-Wirkungstag-Studie: Der Küchentisch ist wahres Social Media

{lang: 'de'}

(Anmerkung: Der folgende Text ist von w&v (TV-Wirkungstag: „Fernsehen ist wahres Social Media“) übernommen. Ich habe nur die Durchstreichungen, ‚Küchentische‘ und ‚Abendessen‘, etc. eingefügt.
Diese Übung soll auf satirische Art und Weise die Studie und die Relevanz von TV, die vom TV-Wirkungstag wiedermal postuliert wird, hinterfragen. Mit Dank an w&v.)

„Am 8. TV-Wirkungstag kommenden Donnerstag in Düsseldorf (31.3.2011) legen die beteiligten TV-Vermarkter die Gemeinschaftsstudie „TV Der Küchentisch ist wahres Social Media“ vor. Studienleiter Olaf Rüsing, Managing Director bei Rich Harvest, erläutert, was dahinter steckt.

Herr Rüsing, TV Der Küchentisch ist das wahre Social Media – zu diesem Schluss kommt ihre Studie. Das müssen Sie erklären …

Alle reden von Social Media und meinen soziale Netzwerke, Blogs und andere Webmedien. Doch im Verlauf unserer Studie fragten wir uns immer mehr: Ist das Fernsehen der Küchentisch nicht das wahre Social Media? Zum einen konnten wir feststellen, dass das Fernsehen der Küchentisch im Vergleich das Medium ist, welches am häufigsten gemeinsam genutzt wird. Egal, welche Altersgruppe wir uns anschauen. Zum anderen zeigten aber auch unsere Beobachtungen und Interviews in den Haushalten: Fernsehen der Küchentisch bringt nicht nur enge soziale Gruppen wie Familien zusammen, sondern im großen Maße auch Freunde und Bekannte. Und selbst in Singlehaushalten schauen sitzen noch knapp sechzig Prozent mindestens einmal die Woche mit anderen zusammen fern am Küchentisch.

Was bewegt die Menschen, sich gemeinsam um den Fernseher Küchentisch zu versammeln?

Mag auch die Vorstellung von der Welt moderner und die technischen Geräte Küchentische immer ausgereifter werden: Grundlegende emotionale und soziale Bedürfnisse wirken unvermindert fort. Zum Beispiel Bedürfnisse nach Gemeinschaft und Zusammenhalt. Diese Bedürfnisse können hervorragend und unaufwändig durch das Fernsehen den Küchentisch ausgelebt werden. In diesen gemeinsamen Fernseh- Küchentisch-Momenten werden die Bedürfnisse nach Gemeinschaft, Geborgenheit und Selbstvergewisserung gestärkt und aktualisiert. Und zwar durch tatsächliche Anwesenheit. Obwohl natürlich auch einige während und zum laufenden TV-Programm zur laufenden Nahrungsaufnahme chatten oder netzwerken – eine moderne Form des gemeinsamen Fernsehens Küchentisches. Dadurch findet eine Intensivierung des Gefühlserlebnisses statt. Dies ist auch der Hauptgrund, den die Befragten für das gemeinsame Fernsehen den gemeinsamen Küchentisch angeben. Zugleich schafft das gemeinsame Fernsehen der gemeinsame Küchentisch auch eine Art „Quasi-Live-Satt-Erlebnis“. Es kommt zu einer Aufwertung und Intensivierung der Fernseh-Küchentisch-situation. Man trifft sich, kocht vorher, tauscht sich über die Sendung anderen Gäste aus, lacht, weint oder lästert miteinander. An dieser Stelle auch die gute Nachricht an alle klassischen Fernsehgeräte Küchentische: Ihr werdet noch immer gebraucht! Mehr als 80 Prozent unserer Befragten sagten, dass sie das klassische Fernsehgerät den traditionellen Küchentisch genauso häufig oder häufiger zum Fernsehen Abendessen nutzen werden. Warum? Weil der soziale Aspekt des Fernsehens Küchentisches eben unvermindert wichtig bleibt. Den ganzen Beitrag lesen »

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