13.05.11
09:07 Uhr

ISPCC: mit gewalttätiger Darstellung gegen Gewalt an Kindern

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Die ISPCC, eine gemeinnützige Organisation aus Irland zum Schutz vor Kindesmisshandlungen, macht gerade mit einem drastischen Spot im Social Web auf ihr Anliegen aufmerksam.

Vordergründig ist es natürlich die im bekannten „Shockvertising-Stil“ umgesetzte Machart des Videos, die den viralen Verbreitungsträger fördert. Aber die nackte Darstellung rüder Gewalt ist es nicht alleine. Die besondere Spannung und Bedrohlichkeit entsteht hier durch die thematisch sehr passende Darstellung der Anonymität des Erwachsenen, verbunden mit der „standhaften und wehrhaften“ Persönlichkeit des Jungen, der seine Botschaft trotz ständig neu drohender Übergriffe überbringen kann.Und jeder versteht sofort, warum es bei häuslicher Gewalt an Kindern immer noch eine erhebliche Dunkelziffer gibt. In der Realtität nämlich haben oft genug die misshandelnden Erziehungsberechtigten ein „harmloses“ Gesicht, während den Kindern nicht gelaubt wird ode sie gar nicht zu Wort kommen können. Beeindruckend und nachhaltig.

http://www.youtube.com/watch?v=cdHb6I0kSiM

10.05.11
10:55 Uhr

Yes, I Love You Too! “Data Love” auf der #Next11

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J. @ Next 10

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag gestern schon veröffentlichen, aber ich schlief zu lang :-) …

Im Lichte der heranrückenden Next11 ist es sicher weder völlig zufällig noch überraschend, daß Roland und ich praktisch gleichzeitig Blogeinträge dazu verfaßten.

——————

Einiges lief dieses Jahr bei mir terminlich eher unrund, gerade auch in der zeitlichen Nachbarschaft der kommenden Next11. Ursprünglich dachte ich, ich sei am 18. Mai bereits in München, um dort für die Akademie des Deutschen Buchhandels ein Seminar zum Thema Social Gaming in der Corporate Communication zu geben. Darum hatte ich mich auch nicht um ein Presse- bzw. Blogger-Ticket für die Next11 bemüht.

Nun stellt sich heraus, daß es terminlich doch gepaßt hätte, was mich ärgert. Denn in meinen beiden Master-Kursen an der MD.H in Düsseldorf — jeweils in den Lehrstühlen Game Design und Medienmanagement — reden wir, direkt oder indirekt, kaum über etwas anderes als “Daten”!

Let me explain.

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09.05.11
10:20 Uhr

Datenliebe und was „kreative Unternehmensberater“ damit anfangen könnten.

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Auf der kommenden Next11 am 17./18. Mai bin ich mit meinem alten Weggefährten Patrick u.a. auch für einen Werbeblogger Podcast unterwegs. Nachdem mich die vergangene Next thematisch nicht so einfangen konnte, ist mit dem diesjährigen Veranstaltungsmotto „Data Love“ allerdings eines meiner Lieblingsthemen am Start. Einige Aspekte, was „Datenliebe“ für das Arbeits- und Entwicklungsfeld von Werbeagenturen bedeuten kann, will ich gerne mit euch teilen.

Digitale Konsumenten und Daten, Daten, Daten. Genaugenommen ist das gesamte digitale Konzert nichts anderes als die fortwährende (Ein- und Zu-)Ordnung von Daten. Was wir alle täglich privat und persönlich mit unseren technischen Hilfsmitteln und Filtern tun, wird  in der Kommunikationsbranche allgemein und bei der Online-Werbung im Speziellen natürlich wesentlich systematischer und analytischer organisiert. Denn bei der Werbung geht es vor allem um eines: um Geld. Geld, was für Werbung ausgegeben werden muss und Geld, was durch Werbung wieder in das Ertragssäckel der Werbetreibenden fließen soll. Da kommen Daten und mit ihnen die Messbarkeit von Erfolg bzw. Misserfolg wie gerufen.

Vorbei also die Zeiten, in denen man sich auf einem uralten Spruch von Autoveteran Henry Ford stützen konnte, der nicht wusste, welche Hälfte der Werbeinvestitionen rausgeschmissenes Geld war. Vereinzelt ist der Auspruch zwar auch heute noch in der Welt der klassischen Imagewerbung zu hören; im Online-Advertising hingegen kann man mit diesem Credo keinen Blumentopf mehr gewinnen. Online ist fast alles messbar, mindestens quantitativ.

Und prompt kommen täglich die feuchten Träume der Controller an das Tageslicht; der Werber und damit sein kreatives Potenzial muss sich nun auch gnadenlos einer wirtschaftlichen Zielkalkulation und ROI-Aspekten unterwerfen. Manch ein Werber, der die „schöne alte Zeit“ von breitem Marken- und Imageaufbau noch miterlebt hat, schüttelt sich mit Grausen. Und so kommt es eben auch, dass Werber nun zunehmend mehr durch den Lieferanteneingang zum Gespräch bzw. Rapport bei den Zahlenfreaks gebeten werden, während die Branche noch vor einigen Jahren würdevoll durch den Haupteingang direkt zur obersten Unternehmensleitung hofiert wurde. Kein Wunder, dass Branchenvorreiter wie Amir Kassaei diese Entwicklung beklagen und fordern, dass die Branche ihr Heft wieder selbst in die Hand nimmt und es selbstbewusst durch den Haupteingang trägt.

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05.05.11
10:23 Uhr

Montagspredigt: justunfollow.com – Sich selbst pulverisierender SPAM

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Gestern stolperte ich über justunfollow, die einen einfachen Service bieten: „Unfollow Twitter users who do not follow you!“. Eine interessante Logik:

Ich folge zB @weißnichtwem, weil mich interessiert, was die da so machen und ich von deren Wissen und Links und Kommentaren für die Weiterentwicklung meines Intellekts, meiner Intuition und Imagination profitieren möchte.

Und dann merke ich, daß @weißnichtwem mir nicht folgt – und entfollowe die wieder, weil sich das nicht gehört? Hä? Ich schade also mir selbst, um dem anderen zu zeigen, daß es so nicht geht? Daß man mir folgen muß, auch wenn ich nichts besseres zu bieten habe als meine SEO- oder SPAM-Tweets?

Das ist so als würde ich aufhören TV-Nachrichten zu gucken, weil ich merke, daß die nicht zurückgucken? Idiotisch!

Dann jedoch dachte ich: Eigentlich cool, wenn man mit dem Tool die Follower-Sammel-Idioten sich selbst entsorgen läßt: denn genau diese quere Logik könnte natürlich mein Problem lösen, daß man einen Rattenschwanz an klebrigem Menschen-SPAM mit sich rumschleppt, der nicht an Inhalten und Qualität, sondern nur an Followerzahlen interessiert ist. SPAM, der sich mit diesem Tool selbstständig in Wohlgefallen auflösen, selbst entsorgen könnte. Wow!

Ich kann also nur jedem Follower-Sammel-Idioten raten, dieses Tool zu nutzen und mich nicht 3mal immer wieder erneut zu adden, damit ich endlich auch followe. Es wird nicht passieren. Ich werde nicht folgen, solange ich nicht relevanten Content vorfinde. Adios Idiotos, die ihr nur auf Follower spekuliert! Dank justunfollow.com!

28.04.11
08:12 Uhr

Die Sprachlosigkeit der Agenturen – am Beispiel JvM

{lang: 'de'}

Die Zeit hat Karen Heumann, „Strategiechefin der Agentur“ JvM interviewt. Leser stellten Fragen, die Karen beantwortete.

(Anmerkung: Ebenso wie bei Bullshit-Bingo – Der Network-Mediaagentur liebstes Spiel geht es auch hier nicht um den Protagonisten selbst, sondern seine Funktion als pars pro toto seiner bzw. ihrer Branche.)

Ich finde es schade, daß Agenturen keine Antworten haben auf drängende Fragen, daß sie sich um Antworten drücken, statt Stellung zu beziehen. Vielleicht hätte Karen Antworten gehabt, wenn man sie denn gefragt hätte – das aber war wohl nicht die Idee des Formats.

Es ging los mit ‚Werbung ist kreativ, wenn sie kreativ ist und verkauft‘ wie ich es hier (einmal) ketzerisch zusammenfassen möchte.

Vielleicht sollte der ADC den Agenturen zu Hilfe eilen und ihnen ihr Produkt erklären helfen. Die Definition klingt nicht spannend, nicht differenzierend. ‚Verkaufen‘ mag das Endziel sein, das macht die Definition aber nicht besser. Die Welt ist ein wenig komplexer und sie dreht sich auch unter den Füßen der Werber immer schneller als daß man heute noch mit den Sprüchen von gestern die Welt von heute und morgen erklären könnte.

A propos Sprüche von gestern: „Grundsätzlich arbeiten wir nicht für politische Parteien und für die Rüstungsindustrie“, sagt Karen im Interview. Einfacher geht es nicht. Die Agenturen machen es sich ein wenig zu einfach.

Wer heute für Atomenergie arbeitet, macht damit automatisch Politik, auch wenn er meint, wer nicht für Parteien arbeite, habe sich damit der Politischen Frage entledigt.

Wer heute für Atomenergie arbeitet, arbeitet gleichzeitig für die Rüstungsindustrie. Denn wer für bestimmte Industrien arbeitet, arbeitet damit mindestens für die Rüstungszulieferindustrie.

Dies zu leugnen ist ungefähr so als würde man behaupten, man arbeite nur für die Markenindustrie, niemals aber für Handelsmarken. Denn was denkt man, wo die ganzen Produkte der Handelsmarken produziert werden, wenn nicht bei den großen Markenartiklern selbst.

„Die deutsche Werbung ist wirklich viel besser geworden.“ – Da muß man nur den Fernseher an der nächsten Ecke aufschlagen, da fällt einem die bessere Qualität entgegen, und aus dem Gesicht. Auch erkennt man die Qualität eindrucksvoll in der Geschwindigkeit, mit der immer mehr Menschen ins Web abwandern, die traditionellen Medien ob ihrer Qualität Begleitmedien werden. Die Krise der traditionellen Medien ist auch eine Krise der Agenturen und der Werbung – auch wenn letztere dies nicht wahrhaben wollen.

„Wir möchten nicht nur verkaufen, wir möchten auch unterhalten.“ – Siehe ‚die deutsche Werbung ist wirklich viel besser geworden‘.
Dann macht es doch endlich! Statt kreativ(!) nur für die großen Festivals zu sein.

Kreative Werbung beginnt bei der ‚Erziehung‘ des Werbungtreibenden, ihn davon zu überzeugen, daß auch kreative(!) Werbung (mehr als) verkauft(!)!

„Werbung ist ja nichts, was einen noch fies verführt. Dafür sind wir alle zu aufgeklärt – hoffe ich.“ – Berühmte letzte Worte einer ganzen Branche.

 

19.04.11
08:58 Uhr

Apple vs. Samsung. Der neue Feind des iPhone.

{lang: 'de'}

(Update 20.04.2011: Wer mal einen detaillierten Blick auf die einzelnen Klagepunkte werfen möchte, kann dies bei Nilay Patel tun.)

Apple meint zu erkennen, dass Samsung mit der sehr erfolgreichen „Galaxy“-Serie so richtig schön abgekupfert hat. Daher reicht der Computerhersteller mit dem Apfel im Logo nun Klage ein gegen Samsung, um seine Innovationen zu schützen. Dass Apple generell nicht zimperlich ist, wenn es darum geht, seine Patentanwälte zu beschäftigen, dürfte dem Wettbewerb allerdings vorher schon klar gewesen sein. Es ist daher zu vermuten, dass Samsung (und auch andere Smartphone-Hersteller) es bewusst darauf anlegen und einkalkulieren.

Würde Apple mit seiner Klage erfolgreich sein, dürfte in Folge auch eine große Zahl an Smartphones anderer Hersteller betroffen sein, vor allem, was das Grundlayout und Design (Trade Dress) der Geräte betrifft. Dazu ähneln sie sich prinzipbedingt äußerlich viel zu stark, auch wenn es spürbare Unterschiede beim verbauten Material bzw. Display gibt.
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