09:07 Uhr
ISPCC: mit gewalttätiger Darstellung gegen Gewalt an Kindern
Die ISPCC, eine gemeinnützige Organisation aus Irland zum Schutz vor Kindesmisshandlungen, macht gerade mit einem drastischen Spot im Social Web auf ihr Anliegen aufmerksam.
Vordergründig ist es natürlich die im bekannten “Shockvertising-Stil” umgesetzte Machart des Videos, die den viralen Verbreitungsträger fördert. Aber die nackte Darstellung rüder Gewalt ist es nicht alleine. Die besondere Spannung und Bedrohlichkeit entsteht hier durch die thematisch sehr passende Darstellung der Anonymität des Erwachsenen, verbunden mit der “standhaften und wehrhaften” Persönlichkeit des Jungen, der seine Botschaft trotz ständig neu drohender Übergriffe überbringen kann.Und jeder versteht sofort, warum es bei häuslicher Gewalt an Kindern immer noch eine erhebliche Dunkelziffer gibt. In der Realtität nämlich haben oft genug die misshandelnden Erziehungsberechtigten ein “harmloses” Gesicht, während den Kindern nicht gelaubt wird ode sie gar nicht zu Wort kommen können. Beeindruckend und nachhaltig.
6 Kommentare
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- ralf schwartz: @Markus Danke. Und: Interessant. In allen Altersgruppen? Eher von Männern oder von Frauen?
- Markus: toller Artikel. “Erstmal zu Penny” ist für mich ein gutes Beispiel für einen erfolgreichen Slogan aus der jüngeren...
- ralf schwartz: @Hen Du unterstellst also, da gäbe es noch Hirn!? Ich habe manchmal wirklich nicht mehr den Eindruck. Wenn man sich allein diese...
- ralf schwartz: @Marcel Hast Du ein Blog? Kann man irgendwo die Arbeit lesen? Wäre doch bestimmt spannend …
- ralf schwartz: @AndreasK @Armin Hehe, danke für die Links! Cool.
- Hen: In diesen Kommunikations-Etagen scheint ein Virus umzugehen, der rasende Kopfschmerzen verursacht, sobald sich im Hirn ein eigenständiger...
- Marcel: Interessanter Artikel. Ich bin auch der Meinung, dass hinter den angeblich so tollen Slogans nichts dahintersteckt. Wobei ich sagen muss,...
- Sascha: Danke für den Beitrag, ein schönes Fazit – ich bin ganz bei Euch!

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Am 13. Mai 2011 um 11:25 Uhr
Gut im Sinn von kreativ gemacht ist er.
Die Diskrepanz zwischen den Schlägen und dem ihnen widerstehenden Kind ist fast unerträglich. Der Spot wird zwar weiterhin keine überforderten Eltern abhalten, ihre Kinder zu schlagen. Ist auch nicht zu diskutieren, denn er verfolgt einen anderen Ansatz: er will Bekanntheit damit und Spender “generieren”. Aber er schlägt dem potenziellen Spender zumindest auf den Magen.
Kritik
Schafft der Spot sein Ziel, neue Spender zu bekommen? Trifft er nicht nur Awareness, sondern auch den Geldbeutel?
Diese irischen ISPCC arbeiten z. B. für misshandelte Kinder mit einer löblichen 24 hours childline, Anwalt für Kinder und mehr. Das wären Informationen, die mich spenden lassen. Aber vielleicht tickt das Gros de Spender nur über das reine Grausen, keine Ahnung. Gibt es Studien drüber, wie locker das Geld sitzt entweder bei
A. Nur Grusel oder
B. ein Hauch Information dazu?
Am 13. Mai 2011 um 11:26 Uhr
großartige Umsetzung!
Am 13. Mai 2011 um 13:23 Uhr
> Ist auch nicht zu diskutieren, denn er verfolgt
> einen anderen Ansatz: er will Bekanntheit
> damit und Spender “generieren”.
Na, wenn die Spenden wirklich zur Behebung dieser Mißstände aufgewendet werden, und nicht wie bei vielen anderen Organisationen zum Großteil im Verwaltungs-Kropf landen, dann ist das i.O.
(stellt sich nur die Frage, was alleine dieser Werbespot gekostet hat… :-( )
Am 13. Mai 2011 um 13:38 Uhr
@ Kartenlegen
Sieht technisch nicht nach Hochglanzproduktion aus.
Dürfte also von den Herstellungs-Fixkosten her durchaus sehr erträglich sein. Mir ist auch nicht bekannt, ob die TV machen.
Deren Seeding ins social web sieht mir nicht nach Massenseeding einer (zu bezahlnden) Hipster-Agentur aus, wie wir es von de JvM-Filmchen kennen. Lass mich aber gern von Experten belehren
Am 13. Mai 2011 um 16:55 Uhr
Wow, die Umsetzung ist wirklich sehr gut…aber auch sehr krass..fast grenzwertig..aber dadurch sehr überzeugend. Ne klasse Leistung für eine leider notwendige Kampagne
Am 9. November 2011 um 12:37 Uhr
Es gibt soviele Baustellen bei der Gewalt gegen Kinder. Nicht nur häusliche Gewalt, sondern auch Gewalt in Kindergärten, Kinderheimen und anderer sozialer Einrichtungen für Kinder.
Daher ist der Ansatz von ISPCC mit der Kinder-Hotline sehr gut. Aber diese Information vermisst man im Spot …