16.02.11
17:26 Uhr

L’Oreal launcht mit „Elnett Kölsch“ dreistes Früh-Kölsch-Plagiat

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Überraschender – aber auch dreister – Coup von L’Oreal in Düsseldorf: nur wenige Tage nachdem die UBS L’Oreal von „Buy“ auf „Neutral“ (Handelsblatt) herabstufte, versuchen sich die Franzosen in einem neuen Markt: Bier, genauer: Kölsch. Dort will man nun mit Kraft und dem Vorbild Paris Hilton / Rich versuchen, verlorenen Boden wiedergutzumachen.

Kaum zu glauben, aber wahr: die gute, alte Haarspray-Marke Elnett kommt als das Kölsch der Stars zurück nach Düsseldorf.

Düsseldorf, genauer: die KÖ, Düsseldorfs Prachtstrasse des global-konsumorientierten Trendmarken-Shoppers, ist Ausgangspunkt des weltweiten Launches von Elnett Kölsch. Welche Metropole könnte mehr Sinn machen? Auch Früh Kölsch begann auf der KÖ seinen Düsseldorfer Siegeszug!

Hier die aktuellen Elnett-KÖ-Kölsch-Kampagnen-Motive:


(photographiert von mir selbst – CityLightPoster)

Zur Erinnerung – Frühs KÖ-Kölsch-Kampagne:

Schade, daß Elnett nicht mehr zustande gebracht hat als eine dreiste Kopie des zentralen Kölsch-Motiv-Glases. Drapiert allein mit ein paar Damen, von denen wir nicht wissen, ob sie uns sagen wollen „Junge, trinke Elnett-Kö-Kölsch und ich bin Dein“ oder „Mädchen, mit Elnett-Kö-Kölsch wirst Du zum Mittelpunkt jeder Männerrunde“?

Schade, mit anderen Worten, daß L’Oreal nichtmal eine klare Zielgruppen-Ansprache zustande gebracht hat, sondern auf vorhandenes Konzern-Material zurückgreift.

Kann dieser einerseits fast schon verzweifelte, andererseits mutige, dritterseits aber halbherzige Versuch L’Oreals erfolgreich sein? Was denkt ihr?

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6 Kommentare

  1. Frank

    Kann man in Düsseldorf aber machen. Kölsch-Plakate werden hier ja _ Gott sei Dank – schneller abgerissen als angeklebt.

  2. Katz

    Dieser Beitrag hätte erst in 43 Tagen erscheinen müssen.

  3. ralf schwartz

    Zuerst hatte ich an Karneval gedacht, aber das ist wohl zu nah. 01. April? Nanana.

  4. Patrick Breitenbach

    Ich glaube man muss hier schon nochmal deutlich unterscheiden zwischen „plagiat“ und einfach nur „fantasielos“, ne!

  5. ralf schwartz

    @patrick Bei Kölsch betrachtet hast Du natürlich recht. Ersteres war einfach nur plagativer, um klarer den Punkt zu machen. Interpretatorische Unschärfe in diesem Einzelfall.

  6. pretty

    Mir ist noch was aufgefallen: unser örtliches Finanzamt hat fast exakt die gleichen Proportionen wie eine Cornflakes-Schachtel. Bäh, haben die denn keine bessere Idee gehabt?

Eure Kommentare

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