03.11.10
13:05 Uhr

Actions Speak Louder Than Words: 03 > T-Mobiles Kleingedruckse-FlashMob

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Puh, nun bin ich wirklich ratlos: ‚An ihren Taten sollt Ihr sie messen, nicht an ihren Worten‘ heißt es, was aber ist nun die Tat, und was ist das Wort, verkehrte Welt!

Ihr kennt bestimmt den neuen ‚Flashmob‘ von T-Mobile, das ist Imagewerbung. Werbung, Worte, leere Worte – aber doch ausschließlich Taten, oder? 3 Minuten lang:

Hier wird ausschließlich ‚getan‘, und manchem gefällt es. Warum auch nicht? Für ein paar Minuten kann man die Realität vergessen.

Und das ist auch dringend nötig, denn die Realität sieht so aus:

T-Mobile Flashmob

Diese Realität wiederum besteht nur aus Worten, vielen Worten, zu vielen Worten, wie Tapio in seinem Komplettabdruck des numerisch Kleingedruckten der Telekom/T-Mobile zeigt. 3.761 Worte, oder 28.944(!) Zeichen, wie Word zählt.

Was bewegt uns wohl mehr zum Abschluß: die werblichen Worte, die nur aus Taten oder die vertraglichen Taten, die nur aus zu vielen Worten bestehen?

Was hält länger in uns vor? Was ist der gewichtigere Baumeister des Telekom/T-Mobile-Images in unseren Köpfen? Die wortlosen ‚Taten‘ oder die tatenlosen Worte?

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7 Kommentare

  1. (Ex-)Kunde

    nachdem ich mich vor einigen Wochen bzgl einer Vertragsverlängerung in einem T-Punkt beraten lassen wollte, habe ich letzten Endes den Vertrag gekündigt.
    Zwei Ereignisse aus diesem Gespräch zeigen jedoch, wie kompliziert die Sache bei T-Mobile wirklich ist.
    Auf meine Frage, was es denn für Datentarife mittlerweile gäbe, holte die Verkäuferin erstmal dieses dicke Tarifheftchen auf den Tisch und blätterte darin rum – und das, ohne mir schlussendlich wirklich weiterhelfen zu können.
    Auch meine Frage, was denn nun Handy A und Handy B in Tarif X und Tarif Y kosten würden, konnte sie nicht direkt beantworten: „Das muss ich dann erstmal durch die Kasse ziehen.“ Und das einmal für jede Handy-Tarif-Kombination.

    Soweit ich das überblicken kann, gibt es jedoch jetzt neue Tarife, da stehen dann solche Perlen wie:
    „Minutenpreise
    Inklusivminuten in
    – alle dt. Netze: 120
    – Ins dt. Festnetz: kostenlos
    – Ins Telekom Mobilfunknetz: kostenlos
    – In andere dt. Mobilfunknetze: kostenlos“

    Ich habe somit 120 Minuten frei und auch sonst ist alles kostenlos, oder nicht?

    Letzten Endes wird es wohl auf einen Wechsel zu o2 hinauslaufen, da hat mir der Berater am Telefon immerhin nach 2 Minuten Streitgespräch über die Kosten eines Handys rechtgegeben – mit der Begründung, dass sich ja was geändert haben könne und er mal seine Cookies löschen müsse…

  2. ralf schwartz

    Es ist schon traurig, daß in einem (eigentlich) solch zukunftsorientierten Markt mit immenser Bewegung und immensen Möglichkeiten, der Kunde nicht das beste Angebot wählen kann, sondern eigentlich nach dem am wenigsten Schlechten suchen muß.

    Welch ein Potential dort jeden Tag verschwendet wird …

    Und alle haben soviel mit dem Falschen zu tun, daß ihnen für das Richtige die Zeit und der nötige Horizont fehlen.

  3. mediaclinique | ralf schwartz

    Neulich im werbeblogger: T-Mobiles Kleingedruckse-FlashMob…

    Manchmal – tatsächlich immer öfter – frage ich mich, warum immer noch Agenturen ihren Kunden dazu raten, mit Image(-Spots) zu überdecken, was an Produkt, Service, Dienstleistung, Problemlösung fehlt. Klar, wenn JvM mit seinem Trojanischen Pferde im Spi…

  4. edelbert

    Mal zurück zur Aktion: Eiskalt von

    youtube.com/watch?v=...

    geklaut.
    Zudem gebe ich meinen Vorkommentatoren recht. Die Marktlücke scheint 1&1 gefunden zu haben, die in letzter Zeit zumindest mit Kundenfreundlichkeit werben. Ob was dran ist kann ich nicht belegen – Vodafone war vor Vertragsabschluss vor einem Jahr noch günstiger (obgleich genauso Tarifdschungel-verzwickt). Grüße,
    Bert

  5. ralf schwartz

    @edelbert Was hätten wir auch von Saatchi / Telekom/T-Mobile anderes erwarten können? Die Agenturen sind seit langem mit ihrer Kreativität, geschweige Innovation am Ende – und wenn dann der Kunde nicht wirklich (heraus-)fordert, …

  6. ralf schwartz

    Vom Agentur-Chef des obigen Mobs: „Lovemarks seeks to make products, brands, and services irresistible, not just irreplaceable.“
    business-strategy-in...

  7. Philipp

    @edelbert Nicht nur vom Food Court Musical geklaut, Improv Everywhere hatte sogar mal einen Empfang am Flughafen von wildfremden Menschen organisiert.

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