15.09.10
11:41 Uhr

Sie liebte ihn, er liebte Fastfood.

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Schwere Geschütze gegen die Burgerindustrie und insbesondere gegen McDonald´s fährt die Nonprofit-Organisation PCRM (Physicians Committee for Responsible Medicine) auf, um ihr Anliegen zu kommunizieren. Pure Angstszenarien und die direkten Anspielungen auf das McDonald´s Marketing sind Kern des Spotkonzeptes, welches heiß diskutiert wird.

Wie so oft, gelingt es mit stimmungsmachender Polarisierung, den Spot über die allgemeine Wahrnehmungsschwelle im Netz zu heben (Rival is Viral), aber kann der Inhalt die Verbraucher bewegen, weniger Fastfood zu verzehren oder gar -wie im Spot gefordert- ganz auf Fleisch zu verzichten (Make It Vegetarian), was ja übrigens auch bei McDonald´s möglich wäre?

Was hat Michael Moore Morgan Spurlock [danke den aufmerksamen Kommentatoren] damals mit „Super Size Me“ verändern können im grundsätzlichen Essverhalten vieler US-Bürger?

Greift der Spot nun eher die Fleischfresser im Allgemeinen an, McDonald´s im besonderen oder das amerikanische „Kulturgut“ Burger an sich? Wie fair ist es, McDonald´s herauszupicken und die vielen anderen relevanten Fastfood-Ketten wie Wendy´s oder Burger King zu ignorieren? Mir ist natürlich schon klar, dass McDonald´s als Weltmarktführer eine perfekte „Hookline“ für den Spot bietet, allerdings führt die Machart des Spots und die Radikalität der Aussage bei mir genauso wenig dazu, meinen -gemäßigten- Burgerkonsum zu verändern wie zu glauben, ich hätte es bei diesem NGO mit sachlichen Anliegen und ernsthaften Medizinern zu tun. Sorry. Nur Polarisieren funktioniert eben auch nicht.

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8 Kommentare

  1. Sigbert

    Hej „Super Size Me“ war nich von Moore sondern von Morgan Spurlock -> en.wikipedia.org/wik...

    Grüße

  2. rené

    Super Size Me: Morgan Spurlock hat in dieser Dokumentation zugenommen. Michael Moore war schon länger etwas beleibter.

  3. Chris

    Super Size Me ist nicht von Michael Moore, sondern von Morgan Spurlock

  4. Dr.-Schiwago-Mutter

    Nun hat er sich also die Augen zugefressen, der Alte. Sie hat ihn ja immer gewarnt, seine ranke und schlanke Salatblatt- und Evian-Tussi. Kommt jetzt wenigstens noch ne Autopsie, oder war das schon alles?

    Primitiver Spot. Treibt wie jedes Junk-Food den Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe, bevor dieser vermutlich ebenso schnell wieder ins Bodenlose absackt.

  5. Christoph

    Das für den Spot als Ziel der Marktführer gewählt wurde, ist verständlich. Das der Marktführer in Deutschland den Spot auf seiner Facebook Seite einbindet und zur Diskussion aufruft finde ich überraschend, aber richtig und sehr lobenswert: facebook.com/#!/post...

  6. Matthias

    In Deutschland würde solch eine Werbung gar nicht mal erlaubt werden…

  7. LinkBar: Frisch gezapft am 5.10.2010 | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv

    […] Break the Habit Ganz schön böse, so ungefähr wie das und […]

  8. Krieg der Fettleibigkeit bei Kindern | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv

    […] wieder ein Spot, der McDonalds & Co. ins Visier (und Eltern in die Verantwortung) nimmt. Der Clip breitet sich gerade viral aus und dürfte […]

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  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
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