14.09.10
12:28 Uhr

Warum Mercedes nicht smart ist – und Smart erst recht nicht

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Es berührt mich schon ein wenig und macht mich nachdenklich, daß jeder Werkstattbesuch bei der Marke Mercedes oder Marke Smart mich irgendwie traurig hinterläßt. Gerade nach Einführung des neuen Slogans “Das Beste oder nichts” hatte ich natürlich wahre Wunder bei Mercedes selbst erwartet – und einen frischen Wind im ganzen Konzern. Aber es kommt ja immer anders als man denkt:

01 – In der Apotheke Mercedes, das ist klar, muß man schon Privatpatient sein, sonst schmerzt es ganz schön. Aber gerade Privatpatienten sind es nicht gewohnt zu warten:

Wenn von zwei Mercedes-Rezeptionen nur eine geöffnet ist, dauert es schon mal doppelt so lange, bis man die erste Hürde, die Dame am Empfang, genommen hat. Seltsam, zumal man vorher explizit einen Termin zur Reparatur vereinbarte.

Noch seltsamer, daß die Dame einem dann eröffnet, nun doch noch eine halbe Stunde auf die persönliche Annahme durch die Werkstatt selbst warten zu müssen: - Gerne können Sie sich noch einen Moment setzen. – Wie lange dauert bei Mercedes ein Moment? – Ungefähr eine halbe Stunde. – Eine halbe Stunde?
Obwohl ich einen Termin für 14 Uhr habe? – Das ist bei uns in letzter
Zeit immer so. – Das ist beruhigend. – Wir tun unser Bestes.
Klar, das Beste oder nichts.

18 Minuten später erläutert mir der nette wirklich Verantwortliche, ‘daß man meinen Wagen mitnichten heute reparieren könne, denn wenn die Kopfdichtung kaputt ist oder … dann dauert das 2 Tage, und es sei auch gar keine Bühne frei’.

Auf meinen Einwand, einen Reparatur-Termin zu haben, antwortet er nett, davon wisse er nichts. Er gäbe aber sein Bestes. Klar, das Beste oder nichts. Ich weiß. Ich kann es schon nicht mehr hören, auch wenn es Zufall ist und bestimmt nicht einstudiert.

Nach 55 Minuten kommt er und eröffnet mir, daß der Wagen nicht notgesprengt, sondern nur ein Schlauch getauscht werden müsse. - Was kostet das? – Das muß ich kalkulieren. – Das würde mich freuen. – Dann wissen Sie es genau. – Danke.

Natürlich ist der Schlauch nicht vorrätig, aber morgen dann, das müsse klappen. - 160 Euro, ich habe es extra kalkuliert. – Danke.

Ich frage bei Mercedes immer nach den Kosten, allein weil Mercedes von selbst nicht davon anfängt. Es muß ja gemacht werden, es ist nicht verhandelbar. Alternativlos, sozusagen. Klar. Das Beste oder nichts, denke ich.

Nun, 2 Tage später hole ich den Wagen und zahle, na, wer rät’s? 260 Euro! Tja, warum auch nicht, der nette wirklich Verantwortliche hatte vergessen, den Frostschutz im Kühlmittel zu berechnen – und der kostet allein schlappe 55 Euro! Der Winter kann kommen. Die restlichen 45 Euro fressen die Kleinteile - die kalkuliere ich nie.

Der Mensch, könnte man denken, gehört bestraft, wenn er einen Mercedes kauft – und erst recht, wenn er ihn in eine Mercedes-Werkstatt bringt. Und genau das ist das Problem von Mercedes. Ein Werkstattbesuch darf nicht Strafe sein, sondern muß Erholung sein, Oase vom grauen Alltag, nicht dessen Extrapolation. Der Besuch muß wiedergutmachen, nicht noch in der Wunde des kaputten Mercedes bohren.
(Ich war übrigens nicht der Einzige der zuerst sauer wegen der übermäßigen Warterei, dann sauer wegen fehlener Ersatzteile, und schließlich sauer wegen der hohen Kosten war.)

“Das Beste oder nichts”, Freunde, das fühlt sich für mich ganz anders an!

02 – Bei Smart erklärte man meiner Freundin zum Motorölverlust, daß man sich damit abfinden müsse, daß bei 60.000 km der Motor auch langsam am Ende ist. Schock! 60.000? Ist der Smart doch nur ein Spielzeug und gar kein Auto? Oder will hier wiedermal nur jemand so richtig an uns verdienen?

Zwei Tage später ruft der Kundenservice an, um zu erfragen, wie zufrieden wir mit dem Werkstattbesuch waren. Ich antworte wahrheitsgemäß, daß ich verwundert sei, einen Motor nach schlappen 60.000 (vielleicht) zu verlieren. Ich beeindrucke die Dame mit meiner Trauer, sie verspricht, sich zu erkundigen und mich schleunigst zurückzurufen. Ich habe nie wieder von ihr gehört. Warum auch.

Weitere 2 Tage später die erneute(!) Nachfrage nach unserem Befinden. Eine andere Dame, der gleiche Verlauf (weil erstere gar nichts eingetragen hatte). - Ich rufe sie umgehend zurück. – Das hat ihre Kollegin auch gesagt. – Ich bin nicht meine Kollegin. – Ihr Wort in Smartens Ohr! Nein, auch von ihr haben wir nichts mehr gehört.

Ich höre und lese gerne von neuen Modellen, schnellen SLS AMG Sportwagen, smarten Moves, cooler Kommunikation. Allein, warum sollte ich demnächst einen Wagen kaufen, bei dem ich weiß, vom ‘Besten oder nichts’ bleibt mir doch nur letzteres? Was nutzt mir also eine Marke, deren Produkt (und dazu gehört für mich nunmal der Service) nicht hält, was die Marke mir verspricht?

Nicht im Hochglanz, sondern im tristen Alltag muß die Marke ihre Versprechen einlösen, die hochgesteckten Erwartungen erfüllen, die hohen Preise rechtfertigen. Im Alltag, in der Werkstatt, im Service, im Dialog zeigt sich die Stärke, Intelligenz, Zuverlässigkeit und Aufrichtigkeit einer Marke.

45 Kommentare

  1. Bo

    Gerne würde ich oben gesagtes beschwichtigen, doch du hast wohl fast noch Glück Gehabt – ein Kurzer Check unserer C-Klasse wurde für mich zur Odyssee: 5 Stunden gefangen im Wartebereich der Serviceannahme bei lecker Gratis-Automaten-Kaffee… keine Aussicht auf Begnadigung – kein Freikontigent für die Nutzung eines der 15 car2go auf dem hof um der Tristesse des Industriegebietes zu Entkommen, in dem sich süddeutschlands größte Niederlassung befindet. Nein, kein – kommen sie heute abend wieder, halbe Stundeweise Vertröstung und neue Schocks für den Kontostand. Etliche verpasste Termine und 4 Ausgaben AutoMotorSport später wurden der schwarze Kombi und ich entlassen – die 980 Euro für einen neuen Xenonscheinwerfer durfte ich netterweise per Überweisung begleichen… Schön dass wir uns beim kauf extra für diese 2000 Euro teure Sonderausstattung entschieden haben, da sie mit den Worten beworben wurde “..halten länger als ein Autoleben lang”.. das beste oder Nichts, Herr Benz!

  2. Michael Karl

    Ja, bei Mercedes ist das normal. Nach langem bitten und betteln rief man mir damals ein Taxi damit ich nach Hause komme…

    Inzwischen fahre ich Fiat. Beim letzten mal gabs wegen Wartezeit (hatte ja auch keinen Termin) einen Gratis-Kaffee aus dem Vollautomat, ein nettes Gespräch, eine klare Ansage wie lange es dauert und einen Mietwagen. Und nachdem das auf die Garantie ging zahlte ich gar nichts. Schade, dass das Mercedes nicht hinbekommt…

  3. hanswurst

    Letztendlich ist es das Autohaus, welches den Ruf der Marke ruiniert. Ähnliches hört man von allen Marken, genauso wie Gegensätzliches. Ich bin bei Fiat, bzw. Alfa auch schon 650 Euro für Xenon losgeworden (kurz nach Ende der Garantie natürlich). Den letzten Autokauf machte ich von einer Umfrage bei Bekannten abhängig, welche Werkstatt zu empfehlen sei. Nun fahre ich Peugeot und wurde nach einer Inspektion drei Tage später vom Meister persönlich nachgefragt, ob alles zu meiner Zufriedenheit gelaufen sei.

  4. Mo

    Ich wollte mir bei meinem Vito den Tempomaten nachrüsten lassen. Da die Vorbereitung schon drin steckte, mussten nur der Hebel eingebaut (10 Minuten) und der Tempomat in der Software freigeschaltet werden.

    Bei der Sterne-Werkstatt hieß es: Wenn sie den Montag bringen, können sie den am Donnerstag wieder abholen. Kostet 260 EUR.

    Bei der freien Werkstatt hieß es: Komm eben rein. Dauert 30 Minuten und mit Material 80 EUR.

    Und das ist nur eines von vielen Erlebnissen das wirklich beispielhaft für 4 Sternehäuser in erreichbarer Nähe ist.

  5. Tim Keil

    It’s the people, stupid!

  6. Christian Rohweder

    Ich glaube, das ist kein generelles Mercedes-Problem, sondern das trifft alle Marken. Die Werkstätten ruhen sich auf dem Namen den sie tragen einfach aus. Mit meinem Saab 9-3 I bin ich schon lange nicht mehr in der Vertragswerkstatt. Erstens teuer, und zweitens fühlte ich mich als Kunde zweiter Klasse, nur weil ich nicht nach drei Jahren ein neues Auto gekauft habe. Aber ich hänge nun mal an meinem Fließheck ;-)

    Das Schärfste was mir da passiert ist (und das war dann auch mein letzter Besuch dort): Wechsel von Sommer- auf Winterräder. Ich komme zu meinem Auto, Winterräder drauf – aber wo sind die Radkappen? Wieder rein, nachgefragt. “Oh, die haben wir vergessen, kommen gleich.” Ich wieder raus zum Auto, kommt der Werkstattleiter (!) mit den Kappen unterm Arm, wirft sie mir vor die Füße mit dem Satz “Die bekommen sie doch alleine drauf, oder?”

    In meiner freien Werkstatt ist man um mich als Kunde bemüht, man fühlt sich als Kunde und wird ernst genommen. Termine werden eingehalten, Leihfahrzeug kein Problem, machen die sogar irgendwie möglich, wenn es ein außerplanmäßiger “Boxenstop” ist.

    Was den Motor der Smart angeht: Ich habe schon von mehreren Seiten gehört, dass der ab 60.000 Kilometern anfängt Macken zu haben. Woran das liegt weiß ich leider nicht, vielleicht zu klein dimensioniert – sowas habe ich auch schon mal bei Opel mit einem Omega erlebt, aber das ist eine andere Geschichte ;-)

  7. ralf schwartz

    Schöne Aussichten!
    Inzwischen bekam ich auch den Service-Check-Anruf von Mercedes. Ihr erzählte ich die Geschichte und sie fragte ungerührt, wie ich denn meinen Besuch benoten würde, so insgesamt, unabhängig vom Geschehenen. Vielleicht hat sie ja nicht zugehört.

    Ob ich eine Beanstandung melden wolle? Ich antwortete, das hätte bisher auch nur eine laue Entschuldigung und keine Verbesserung gebracht.
    Na gut, dann lassen wir’s, war die Antwort.

    Na gut, dann lassen wir’s, kann ich da nur sagen.
    Das Beste oder nichts.

  8. Daniel Schaefer

    Das kommt mir alles sehr bekannt vor. Vereinabarte große Inspektion an meinem T-Modell wurde zeitlich um 100% überschritten kostenmäßig um 150%. Mir bekannte Mängel wurden dabei natürlich nicht behoben. Das Personal war stets unaufmerksam bis unfreundlich. Um mir die Wartezeit zu verkürzen und eh ein neuer Wagen für meine Frau ansteht bin ich dann zum Verkauf. Da ich aber in Freizeitklamotten dort war, wollte mich aber dort niemand bedienen. Auf die an eine Hostess gerichtete Bitte doch einen Verkäufer zu holen wurde mir geantwortet ich könne mir doch ein Prospekt mitnehmen. Der Verkäufer der mir das mitteilen ließ blätterte weiter in seiner Zeitung. Mercedes ist halt ein arrogantes Pack aber anscheinend können sie es sich (noch) leisten, leider.

  9. ralf schwartz

    @daniel
    Wo Du das gerade mit dem neuen Wagen erwähnst: die Dame vom Service-Check-Anruf hat mich am Ende allen Ernstes gefragt, ob ich denn erwäge, in nächster Zeit einen neuen Mercedes zu kaufen.
    Ich habe sie dann nur gebeten, einfach nochmal unser Gespräch der letzten Minuten vor ihrem inneren Auge ablaufen zu lassen.
    Also nicht, faßte sie messerscharf zusammen.

  10. Raoul

    Die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist bei Automarken wirklich frapant. Ich hatte einen Volvo V70, aber von wegen Solidität: Motorschaden bei 50 tsd. Kilometer, mit Ach und Krach 50% erstattet bekommen, diverse Radnaben verschlissen und als Krönung wollte mir eine Vertragswerkstatt ein neues Steuergerät nebst Kat für sündhaft viel Geld unterjubeln, obwohl nur eine Lambdasonne defekt war.
    Als dann die Klima im Begriff war den Geist aufzugeben und sich an der Vorderachse weiteres Unbehagen ankündigte, habe ich den Wagen verkauft. Ach so, über die Servicequalität auch bei Volvo lege ich lieber den Mantel des Schweigens. Heute fahren wir ganz piefig einen Hyundai, der läuft und läuft und läuft…

  11. mark793

    Mit der BMW-Werkstatt verbinde ich auch einige Whisky-Tango-Foxtrott-Momente. Aus diesem Grund habe ich die Glaspaläste mit dem stilisierten Propeller im Logo in den letzten Jahren auch ziemlich konsequent gemieden.

    (Fairerweise muss ich aber auch sagen: Die Freude am Fahren war in den zehn Jahren, seit ich das Darkmobil als knapp drei Jahre alten Leasing-Rückläufer erworben habe, nur sehr selten getrübt.)

  12. Manfred

    Nach so einigen Erfahrungen, die ich mit meinen Vorschreibern teilen durfte, haben wir uns dieses mal für einen Opel Insignia entschieden und hoffen das uns diesmal den bisher guten Service und die absolut zufriedenstellende Perfomance des Fahrzeugs nicht die Wirtschaftskrise verhagelt. Denn noch ist sie nicht vorbei.

  13. Popelaner

    OK, ein alter Hut, aber es zeigt was passieren kann, strengt sich eine Werkstatt für einen an und setzt sich ein. Vor 14 Jahren kaufte ich mir einen gebrauchten Opel Astra 1,6 16 V mit 15.000 km auf dem Buckel. Zunächst machten die hinteren Radlager erheblichen Krach, wurden auf Kulanz ausgetauscht. Eigentlich sollte dann bei 50.000 km der Zahnriemen ausgetauscht werden. Kein Scheiß, nur ein paar tausend Kilometer davor ist mir der Motor komplett verreckt. Es war nicht der Zahnriemen, sondern die Spannrolle. Das Fahrzeug gehörte vorher einer münchner Autovermietung, die allerdings nicht dem Austausch der Spannrolle trotz Rückrufaktion nachkam. Diese Nachforschungen stellte der Meister des Autohauses an! Und er setzte sich auch für einen neuen Rumpfmotor und Einbau auf Opels Kosten ein! Einzig die Anbauteile wurden vom kaputten Motor übernommen und die Kleinteile mußte ich extra zahlen. Das Auto fahre ich übrigens heute noch. Hatte schon einige Autos und Fabrikate, doch noch kaum vorher hatte ich so ein zuverlässiges und robustes Fahrzeug gefahren. Mit fast 250.000 Kilometern auf dem Tacho ist das Teil immernoch sehr flott unterwegs und machte beim TÜV bisher keinerlei Probleme. Leider existiert die Opel-Werkstatt nicht mehr, wenn was ist, fahre ich zu einer zuverlässigen freien Werkstatt in der Nähe.

  14. Dennis

    Ich bin in meinem Leben schon einige Fabrikate gefahren, über VW, Mitsubishi, Renault bis hin zu meinem jetzigem: E-Klasse T-Modell. Und mein Fazit ist nur, die Marke ist ziemlich Wurscht. Es kommt auf die Werkstatt an. Technisch sind alle Hersteller auf Augenhöhe, ist die ausführende Werkstatt aber technisch nicht wirklich fit, bekommt man früher oder später Probleme mit dem Fahrzeug.

    Meinen Edelstern lasse ich übrigens in “meiner” freien Werkstatt warten, wo ichs auch die letzten Jahre immer schon hingebracht habe. Günstig, schnell, technisch fit und auf Augenhöhe mit mir, dem Kunden, was sich in einem fairen, transparenten Umgang äußert und die Burschen haben mittlerweile ein dickes Vertrauenspolster über die Jahre aufgebaut.

    Und da kann ich locker ein paar Geschichten über die “Marken-Service-Vertragshändler” vom Stapel lassen, die sich exakt mit der obigen Geschichte überschneiden.

  15. Eva Herold

    @Ralf: Danke für die Graswurzel-Kaufberatung – sie hat mich vor einer A-Klasse bewahrt, mit der ich gerade geliebäugelt hatte… denn natürlich kommt’s auf die Werkstatt an, aber die Vertragswerkstatt gehört, das finde ich auch, zum Markenkonzept. Und das suggeriert uns ein Rundum-Wohlfühl-Paket.

  16. Ralf Schwartz

    @eva
    Mercedes baut gute Autos – sonst würde ich keinen fahren!
    Das Werkstattproblem scheint eher generisch, wie die anderen Kommentare beweisen. Eine Entscheidung ist also in der Tat schwierig.
    Schade, daß Mercedes hier nicht mit einer engagierten Aussage Stellung bezieht.

  17. Marion Fink

    Wieso, Mercedes sagt doch, Das Beste oder gar nichts! Zudem treffen da deutsche Wertvorstellungen auf deutsche Überheblichkeit. Und das geht in beide Richtungen. Sorry Ralf, aber so ist das halt.

    Das ist übrigens mal wieder aus dem Fach Logik.

  18. Ralf Schwartz

    Nur schade, daß es in beide Richtungen ausschlägt, obwohl die unternehmerische Entscheidung klar allein auf das Beste gehen sollte. ;)

  19. Marion Fink

    Das ist nicht schade, sondern die Konsequenz aus diesem Verhalten. Als Vorschlag: schick doch nächstes Mal Deinen Chauffeur zur Werkstatt. Dann verhandelt Personal mit Personal. Die treffen sich da auf einer ganz anderen Ebene. Und Du siehst die Kosten erst, wenn sie von Deinem Konto abgebucht werden. Oder vielleicht gar nicht, weil Dein PA das alles verwaltet.

    Das Besondere war halt schon immer etwas teurer.

  20. LinkBar: Frisch gezapft am 15.9.2010 | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv

    [...] Warum der Smart keine Rücksitze hat: Älterer Spot von BBDO Düsseldorf, der Smarts eigentliche Dienstleistung beleuchtet [...]

  21. uknaus

    Zwar keine “offizielle” Antwort von Mercedes, aber doch zumindest eine sichtbare Reaktion aus dem Hause Daimler.
    Wie Du sicherlich an den IP-Zugriffen gesehen hast, haben wir das Thema erkannt. Was Du vielleicht vermutest, aber noch nicht weißt; wir kümmern uns darum. Und wir sind tatsächlich darum bemüht, dass Anspruch und Wirklichkeit so nah wie möglich nebeneinander stehen. Dies ist zugegebenermaßen bei Superlativen wie “Das Beste oder nichts” ein anspruchsvolles Ziel – aber wir arbeiten daran. 250.000 Mitarbeiter, jeden Tag; mit Höhen und Tiefen. Menschen eben.

    Eine Kollegin aus Berlin, zuständig für den Mercedes-Benz Vertrieb in Deutschland, wird auf Dich zukommen und versuchen aus Dir wieder einen zufriedenen Kunden zu machen.

  22. Vroni

    Liebe/r uknaus,

    wird auf Dich zukommen und versuchen aus Dir wieder einen zufriedenen Kunden zu machen.

    Zu spät, dieses mit der Methode one-to-one regeln zu wollen:
    Die Geschichte ist im Netz, an der “Klowand” der Öffentlichkeit.

    Mercedes muss 1. lernen, dass Superansprüche (“Das Beste oder nichts”) eines großen Autobauers auch wirklich wahrgenommen werden udn nicht nur als “Werbespruch2 gelten und Maßstab für Auto + Service werden, 2. dass diese Ansprüche neuerdings vom Konsumenten öffentlich diskutiert und geprüft werden können. Breaking News: Wir haben jetzt sowas wie das Internet. Es ist schnell, böse und vergisst nicht :-)

  23. Stefan Seiz

    Ja,

    da beißt der Claim zurück. Das hatte ich bereits befürchtet, als ich den neuen Claim das erste Mal gelesen hatte. Das hätte auch eine professionelle Agentur kommen sehen können.

  24. Peter

    Ich möchte auch kurz folgendes loswerden:
    Die ganze Geschichte werde ich hier nicht ausführen, weil ich mich dann wieder unnötig aufrege, aber ein bestimmter Opel-Händler hat es tatsächlich geschafft, dass ich mir nach meinem aktuell dritten Opel keinen weiteren kaufen werde.

  25. ralf schwartz

    @uknaus
    Auf mich zukommen? Oder auf alle, die hier ihren am eigenen Autoleib erfahrenen Mißmut geäußert haben?
    Das wäre doch eine Aktion, oder? Der Kundenservice wird von hinten aufgerollt, initiiert von Daimlerblog und werbeblogger …
    Jung von Matt würde sich im trojanischen Grabe umdrehen.

  26. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Ähem, noch sind wir bitte ein redaktionelles Medium und nicht ein Service-Point von MB ;-)

  27. ralf schwartz

    @roland
    Wenn dies es doch selbst nicht schaffen!? ;)

    Hatte gestern noch einen – vom Namen, Tel.Nr., etc. her unverständlichen – Anruf von Mercedes(?).
    Callcenter, Bahnhof oder Flughafen würde ich sagen. Vielleicht auch Gänsefarm oder Cocktailparty.
    Da gibt sich wer jetzt richtig Mühe.

    Vielleicht liegt es ja einfach daran: ralfschwartz.typepad...

  28. Woo

    Gut, dass Fahrzeuge der Premium-Marken auch in der Wartung teuer sind, weiss man ja beim Kauf schon.. da habe ich in meinen 14 Jahren als BMW-Fahrer die gleichen Erfahrungen gemacht (60 Euro fuer 4 Liter 10W40 Motoroel?! – im Baumarkt kostet der 5L-Kanister 0W40 der gleichen Marke 18 Euro..) – aber mit der Betreuung bisher nie Probleme erlebt. Reparaturen liegen preislich innerhalb weniger Prozent Toleranz gleich wie der KV (ein paar Euro für Schrauben, Klammern etc gehen immer drauf), wenns nicht sofort wartenderweise repariert werden kann gibts kostenlosen Taxiservice oder Leihwagen..
    (nur die nervigen QA-Anrufe nerven mich ein wenig.. “Schreiben Sie einfach ‘voll zufrieden’” – “Ich muss Ihnen leider die Fragen einzeln stellen. *blaaa*”)

  29. Norbert Kraas

    Mal lesen wie smart und glatt der Marketingchef von Mercedes den neuen Claim begründet und erklärt. Schon allein dieses gestelzte Geschwurbele würde einen sofortigen Markenwechsel begründen: blog.daimler.de/2010...

  30. ralf schwartz

    @Norbert
    Ja, nett nicht?
    Hatte ich auch hier (werbeblogger.de/2010...) schon draus zitiert. Lohnt sich.

  31. Malik

    Tja, bei allen noch so tollen Werbeaktivitäten, ist gut durchgeführtes Kundenmanagement immer noch das A und O um Kunden zu binden und über diesen Weg neue zu gewinnen.

  32. Tim

    Es geht auch anders.

    Bei meiner Vertragswerkstatt läuft ein Servicefall etwa so ab: Telefonisch ungefähren Termin machen, hinfahren, Schlüssel abgeben, nach hause gebracht werden und ein paar Stunden später steht ein dröger Hilfsmechaniker vor der Haustür um Auto und Schlüssel abzugeben.

    Rechnung kommt dann per Post.

    Eigentlich hatte ich nicht vor, mir wieder einen Audi zu kaufen. Aber wenn ich euch so höre, möcht ich’s mir fast nochmal überlegen.

  33. Nils

    Die Geschichte könnte ja glatt als Satire durchgehen, wenn sie nicht so traurig für Mercedes wäre. Da lob ich mir doch meine BMW-Werkstatt, die mich sogar zur Arbeit fährt und von dort wieder abholt wenn das Auto fertig ist, gratis natürlich. Warten bei der Annahme des Werkstatt-Auftrages? Fehlanzeige. Man kommt sofort dran, wird kompetent bedient und bekommt vor allem nix aufgeschwatzt. Kleinigkeiten, wie Kühlwasser, sind bei meiner BMW-Werkstatt gratis. Das Auto wird natürlich auch gratis nochmal gewaschen und gesaugt, so gehört sich das.

    Und dabei lautet der Claim der Münchener nur “Freude am Fahren”, nicht “Freude am Werkstattbesuch”. Hier wird das Erlebnis der Werbung also im Servicefall noch intrinsisch erhöht. So gefällt mir das.

  34. ralf schwartz

    @Nils
    Ich habe von anderen Mercedes-Fahrern gehört, daß Autos “zur Strafe” schonmal nicht gewaschen werden, wenn man sich beschwert hat oder eben aufmuckt!
    Meines war nicht gewaschen und nicht gesaugt.

  35. Tim

    Böses Gerücht :)

    Speziell von deiner Werkstatt oder von Mercedes allgemein?

  36. ralf schwartz

    Mercedes allgemein, da es aber ‘schonmal’ heißt, ist es wohl nicht regelmäßig, nichtwahr? Vielleicht solch eine Urban Legend.

    Ich glaube auch nicht, daß die Wagen immer gewaschen werden, denn sie werden manchmal auch einfach sauber sein bzw. zuwenig Gegenwert an Werkstattbesuch erwirtschaftet werden, daß Waschen zuviel des Guten wäre. Tausend Gründe.
    In den Köpfen der Leute bleibt aber ein plattes ‘Schon wieder nicht gewaschen’. Man gewöhnt sich eben zu schnell an Annehmlichkeiten.

  37. Jock

    ROLAND HILF! oder HERR SCHMEISS HIRN VOM HIMMEL!
    Zitat von ralf schwartz: “Ich habe von anderen Mercedes-Fahrern gehört, daß Autos “zur Strafe” schonmal nicht gewaschen werden,…”
    So langsam erreicht die Diskussion Bildzeitungsniveau.
    Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass irgendein Automobilhersteller auf der Welt eine Anweisung seine Werkstätten herausgibt, die das Waschen von Fahrzeugen aufmüpfiger Kunden untersagt????

  38. ralf schwartz

    @Jock
    Gut, daß Du das nochmal explizit richtig stellst.
    Ich dachte, es würde klar rüberkommen. Denn:
    Erstens hatte ich das 22:48 in Anführungsstriche gesetzt (also ein Zitat, dem auch ich nicht einszueins glaube) und damit auch andeuten wollen, daß es sich hier um eine Interpretation des Geschehenen durch die Erzählenden handelt,
    zweitens habe ich es 23:31 erläutert und erweitert: “Tausend Gründe”, warum Autos mal nicht gewaschen sind.
    Kein Grund zur Sorge also. Trotzdem danke.

  39. Das Beste oder nichts: Markenführung bis zum Exzem | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv

    [...] am 13. Tage nach meinem Post (ihr erinnert euch) bekam ich den Vorschlag der “Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit & Interne [...]

  40. Martin Bernhart

    nach 13 Monaten und 18.000 km bei einem nagelneuen Opel Astra war die Batterie hinüber . Garantie – geht nich weil keine 1 Jahres Inspektion gemacht wurde. Was er denn bei der Inspektion mit der wartungsfreien Batterie gemacht haette – keine Antwort!
    Ob ich denn jetzt eine neue Batterie kaufen wollte?
    Ja habe ich gesagt – im Zubehör – da habe ich 2 Jahre Garantie, egal ob ich seine blöde inspektion machen lasse oder nicht! Ausserdem billiger!
    Bei einem Dacia hatte ich übrigens genau das gleiche Problem – nach 20 Monaten ohne Änsp. Akku platt – aber einfach einen neuen bekommen!
    Nebenbei bemerkt – ich lebe in der Türkei und der Opel Importeur hat es nicht für nötig gehalten Stellung zu nehmen!
    Deutsche Qualitaet ……

  41. Das Beste oder Mercedes – Jetzt auch bei Smart | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv

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  42. Kiki

    Ich liebe meinen Smart (BJ. 2001, >100.000 km ohne irgend welche Macken), aber der Service ist und war von jeher unterirdisch schlecht und unfassbar überteuert. Bin heilfroh über meine im letzten Jahr entdeckte freie Werkstatt.

  43. Mercedes Fan

    Ich persönlich finde ja, dass es immer auf das Mercedes Autohaus bzw. Mercedes Autogarage ankommt, was den Service betrifft. Und da gibt es – da stimme ich zu – gewaltige Unterschiede.
    Von der Qualität her finde ich aber, dass Mercedes weitaus besser ist als Alfa-Romeo, Jeep, Fiat, Hyundai, Abarth Fiat & Lancia zum Beispiel. In meiner Mercedes Garage des Vertrauens habe ich nur gute Erfahrungen gemacht – die Preise für Reparaturen und Wartungen entsprechen dabei genau dem, was zum Preis meines Mercedes passt.

  44. Das Beste oder Mercedes – Jetzt auch bei Smart | Testblog

    [...] eine oder der andere erinnert sich vielleicht noch an diese ‘lustige’ Geschichte: Warum Mercedes nicht smart ist – und Smart erst recht nicht: Man hatte mir erklärt, dass ein Smart-Motor es nur bis 60.000km schafft. Und hinter [...]

  45. Rhinus

    Fahre jetzt meinen vierten (gebrauchten) Mercedes. In drei Vertragswerkstätten im Raum Mainz/Bingen habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht, was Kundenfreundlichkeit anbelangt. Bei Mercedes zählen anscheinend “nur” Neu- und Jahreswagen! Kommt man mit einem älteren Modell (W202) wird man behandelt wie der letzte Dreck. Mercedes ist nicht besser/schlechter wie andere Fahrzeuge, nur diese Herrschaften ruhen auf ihrem glänzenden Stern. Ich lasse mittlerweile mein Fahrzeug in einer freien Werkstatt warten und werde dort bestens (!!!) bedient, in Technik wie in Kundenfreundlichkeit. Aktuelles Erlebnis: Habe heute meinen Innraumfilter selbst gewechselt und bekam einen passenden nur bei Mercedes. Freundlichkeit beim Hereinkommen bis man bemerkte, ich fahre nur einen älteren W202. Das Teil wurde mir förmlich auf die Theke geschmissen und auf eine Nachfrage zum richtigen Einbau bekam ich eine pampige unfreundliche Antwort. Ach ja, ich hatte auch noch die Frechheit besessen und den einfachen Filter zu 21,40 € verlangt und nicht den für 42,00 € – mein Hinweis, dass mein Wagen keine Klimaautomatik besitzt und es der Einfache tut, wurde schon nicht mal mehr registriert. Mercedesfahrer, die ältere Modelle fahren, sprich Gebrauchtwagenkunden, bekommen bei Mercedes im günstigsten Fall die kalte Schulter gezeigt! Mercedes sollte bedenken: Die Konkurrenz an gleichwertigen Fahrzeugen ist groß. Der Kunde ist König? In freien Werkstätten ja!

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