12.08.10
15:17 Uhr

David Armano war ein Social-Media-Arschloch

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David Armano, Senior Vice President bei Edelman Digital, weiß, wie man Aufmerksamkeit in eigener Sache erzeugt. Damit ergänzt er seinen Kollegen Steve Rubel durchaus passend, der eher die leiseren Töne bevorzugt.

Interessant an seinem Vortrag, den er kürzlich im Rahmen des neu geschaffenen TEDx Veranstaltungsformates hielt, ist besonders seine Selbsteinschätzung im Bezug auf eigene Verhaltensmuster, wenn es um das Buzzthema „Social Media“ geht. Vor gar nicht so langer Zeit nämlich ordnete er sich selbst als „Asshole“ ein. Er vergleicht die ganzen „SocialmedIalisten“ mit einer Religionsbewegung, die in ihrer „Hochphase“ als „self-righteous jerks“ auftreten und schließt sich gleich selbst mit ein.

Niemand wolle mit solchen Typen in einem Raum sein, denn alles, was diese Typen täten, ist über „Social Media“ zu reden.

Seine wesentliche Bewusstseinsänderung ist entstanden, so berichtet er, als er eine vom Schicksal getroffene Familie über seine Social-Media-Präsenz via Blog, Twitter etc. aktiv unterstützen konnte. Der Hilfeaufruf wurde derart positiv aufgenommen, dass er die Familie mit einer erheblichen Summe unterstützen konnte, die seine Community zusammensammelte, eine Erfahrung, die in Deutschland mit einer tollen Aktion z.B. auch Sachar (Kriwoj) machen konnte.

Sicher, David Armano ist ein Medien-Profi und verfolgt mit dem Bericht über seine Tat auch den PR-Grundsatz „Tu Gutes und berichte darüber!“.
Aber dennoch halte ich seine Selbsterkenntnis für mehr als einen weiteren medialen Spin. Ich nehme ihm ab, was er für sich selbst erlebt hat und wie er die ganze Social-Media-Szene sieht.

Denn ich war auch einmal ein „Arschloch“ und kann es nachempfinden.

David Armano nutzt sein selbst erlebtes, gemeinnütziges Beispiel, um Social-Media nach seinem Verständnis neu zu „erfinden“. Vieles ist dabei nicht wirklich neu, aber er macht deutlich, wie sehr wir einen holistischen Betrachtungsansatz brauchen, um die komplexen Kommunkationsprozesse rum um Social Media besser zu verstehen um dann in Konsequenz aus Social-Media „Social Action“ zu machen, auch im kommerziellen Umfeld.

2 Kommentare

  1. Von einer Gruppe Werber und Medienmenschen die auszog, um die Welt ein klein wenig besser zu machen … | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv

    […] Ein Gastbeitrag von Thomas Wagner. (Gute Aktion. Einfach machen. Social Action statt blanker Theorie.) […]

  2. David Armano's Wahnsinnskreis | NeueWerbung

    […] David Armano war ein Social-Media-Arschloch—Roland Kühl-v.Puttkamer, Werbeblogger […]

Eure Kommentare

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  • Tom: Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ein guter Texter oder auch Grafiker meistens besser verdienen als bei gehalt.de geschrieben....
  • WERBOU: Ich denke es ist in der Werbebranche sehr unterschiedlich. Gerade was in Sachen Grafik geht, wird meistens der Preis ziemlich gedrückt, was...
  • Thomas Beichel: Wirklich geschmackvoll ist der Werbebanner wirklich nicht, aber jede Werbeagentur wird ihnen recht geben, denn die Werbung erfüllt...
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  • Roland Kühl-v.Puttkamer: Nein, tot nicht, wir leben und arbeiten ja alle und auch der Werbeblogger ist online ;-). Für die nähere Zukunft der...
  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
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  • Detlef Arndt: Als Marketing Experte müsste man auch wissen, warum das so ist. Angebot und Nachfrage sind hier nicht im Einklag. Klare Sache. Daher...
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