16:27 Uhr
In eigener Sache: Social Media für Corporate Publisher
Am kommenden Donnerstag fahre ich nach München als Gastreferent für Tim Bruystens Seminar „Social Media für Corporate Publisher“ bei der Akademie des deutschen Buchhandels. Zu den Themen, die ich dabei vornehmlich beackern werde, habe ich auf between drafts bereits ein paar Worte geschrieben.
Nun ist es ja keineswegs so, als hätten wir hier auf dem Werbeblogger das Thema Social Media für die Unternehmenskommunikation stiefmütterlich behandelt! Wenn ich aber unsere Blogeinträge in diesem Themenumfeld durchklicke, fällt mir doch immer wieder auf, wie viel Wissen wir in den Diskussionen bereits voraussetzen. Selbst dort, wo wir explizit anmerken, daß viele Unternehmen (einschließlich Agenturen) „noch nicht soweit sind“, ist das Vorwissen, das wir voraussetzen, immer noch recht hoch. Es ist keine zwei Wochen her, als mir für einen Moment der Wind in den Segeln fehlte nach der absolut ernstgemeinten Frage, was eigentlich ein Blog sei. Generell habe ich für das Verfassen von Präsentationen, Studien oder Handlungsempfehlungen gelernt, daß es absolut nichts schaden kann, einige Folien von der Sorte „Was ist das Internet?” parat zu haben.
Wie kann es sein, daß selbst große und wichtige Unternehmen von den Entwicklungen der letzten zehn Jahre unberührt erscheinen? Da gibt es viele Faktoren, aber ein Faktor ist auch das berühmte “if it ain’t broke, don’t fix it.” In gewisser Weise stoßen hier zwei evolutionäre Parameter aufeinander: Das Anpassen an neue Bedingungen vs. das Vermeiden der Verschwendung von Ressourcen, wobei die voraussichtliche Stabilität neuer Bedingungen eine entscheidende Rolle spielt.
Und genau in diesem Spannungsfeld spielt meines Erachtens die wichtigste Musik bei der Social-Media-Beratung. Dies konzentriert sich auf zwei Fragen:
1) Ist bereits etwas zerbrochen oder wird voraussichtlich bald etwas zerbrechen für die etablierten Wertschöpfungsmöglichkeiten und das Geschäftsmodell?
2) Welche neuen Wertschöpfungsmöglichkeiten und Geschäftsmodelle werden durch das Social Web eröffnet?
Das soll natürlich nicht heißen, daß Social Media eine Art “(Quick) Fix” wäre für Dinge, die in anderen Kanälen nicht funktionieren, oder daß Social Media generell dazu da wäre, Löcher in der Unternehmenskommunikation zu stopfen. Social Media ist in der einen oder anderen Form sicher das wichtigste Kommunikationsmittel der Zukunft und das vielleicht wichtigste Werkzeug im Marketing überhaupt (Stichwort “Share Economy”). Aber das muß nicht sofort und nicht für alle gelten, und für das gesunde Verhältnis von investierten Ressourcen und dem zu erwartenden Ergebnis gibt es ein Zauberwort aus drei Versalien, das wir alle kennen.
4 Kommentare
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- Daniela über die Arbeitszeit: Mit dem Alter werde ich immer tagaktiver… Während ich in meiner Schulzeit zwischen 8 und 16.00 (Schule) in...
- ralf schwartz: @Selket Interessant, danke.
- Selket: Es hat noch einen weiteren Grund, weshalb Katzen 9 Leben haben sollen: im Alten Ägypten – für Katzen wohl die beste Zeit ;-), war die...
- ralf schwartz: @AndreasK Ich kann die Härte, die Du in den Post hineininterpretierst, nur schwer nachvollziehen. Nichtmal die w&v selbst sieht...
- AndreasK: Weil jetzt das Internet nun mal da und total hip ist, muss die eigene w&v-Idee natürlich brachial digital gedacht, erstellt und...
- ralf schwartz: Ah, “LEAD digital”, dieses “14-tägliche Magazin für Digital-Professionals und Online-Marketer”. So reisst...
- Annette Mattgey: Dafür hat W&V doch LEAD digital. Da kann man all diese komischen Sachen mit dem Netz nachlesen, sogar auf ner eigenen Website....
- daniel: also erst mal, coole Grafik im oberen bereich :-) und der verdienst, hängt sicherlich von jedem selbst ab, viele faktoren spielen da eine...

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Am 29. Juli 2010 um 02:45 Uhr
[...] ich in meinen vorgestrigen Post hier und hier zu sagen vergaß. “If you write for the Social Web, don’t be fooled into thinking you’re [...]
Am 29. Juli 2010 um 10:11 Uhr
Hallo zusammen, ich kann dir / Ihnen nur recht geben. Viel zu häufig setzen wir viel zu viel voraus. Ich habe mir deshalb auch angewöhnt gleich zu Beginn zu sagen, dass man mich bei Unverständnis bitte aufhalten möge. Frei nach dem Motto “Ich lasse hinten lieber was weg als dass ich jemanden unterwegs verliere.”
Am 28. September 2010 um 14:11 Uhr
[...] Während wir uns zum Beispiel auf der einen Seite darüber freuen, daß Unternehmen und Corporate Publisher sich den Neuen Medien und dem damit zwangsläufig verbundenen „Loslassen“ allmählich [...]
Am 20. Juni 2011 um 16:59 Uhr
[...] auf unsere gleichnamige Veranstaltung aus dem letzten Jahr, über die ich auf dem Werbeblogger ausführlich schrieb, beschäftigt sich unser Seminar sowohl mit dem Basis-Know-How für Social Media-Kommunikation, das [...]