28.06.10
11:04 Uhr

Ritter Sport sucht den quadratischen Markenbotschafter

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Eine gute Idee: Ritter Sport stellt sich eine kleine Ritter Sportler Armee zusammen und tritt an, im Social Media Nahkampf den Wettbewerb in diesem Spiel ohne Grenzen von Takeshis Castle zu vertreiben.

Eine vernünftig und solide gemachte Seite, die (leider brav wie Ritter Sport) bei niemandem aneckt.

Ritter Sport sucht natürlich nur die Besten für den Job: „Das Blogautorenteam wählt den “besten” Botschafter unter euch aus. Wer zeigt das größte Engagement für RITTER SPORT? Wer hat die besten Ideen, Vorschläge, Beiträge und Aktionen? Wer kommentiert und empfiehlt weiter?“

Da muß man sich ein wenig anpassen, aber das sollte kein Problem sein, denn schließlich geht es um Schokolade, nicht um Sinn oder Relevanz. Man muß ja nicht alles so bierernst nehmen.

Und: „der gekrönte RITTER SPORT-Botschafter 2010 erhält natürlich eine ganz besondere
Überraschung“
vom Blogautorenteam (das anscheinend lieber anonym bzw. im Hintergrund bleibt, wir wollen es mit dem Socializing ja nicht übertreiben).

Das wichtigste für die Botschafter: „Als allererstes dürft ihr euch natürlich über regelmäßige
Schokoladenpäckchen freuen. Mal mit eurer Lieblingssorte, aber auch mit neuen Sorten, die ihr noch nicht kennt oder den aktuellen Saisonsorten von RITTER SPORT.“

Das wichtigste für das Unternehmen: „Ihr erhaltet Vorabinformationen zu neuen Sorten, Kampagnen und aktuellen Entwicklungen im Unternehmen. Ihr habt die Möglichkeit mitzubestimmen, an Umfragen teilzunehmen und Sortenideen zu bewerten.“

Eine runde und einfache Idee, den Konsumenten zu involvieren.

Gerne hätte ich Euch auch ein oder zwei Konsumentenkommentare und ihre Bilder (zumal ich so klasse finde, daß Markus zufällig in der Trauben-Nuss-Farbe seiner Lieblingssorte gewandet ist) gezeigt, traue mich aber nicht gegen die Teilnahmebedingungen von Ritter Sport zu verstoßen, die da sagen:

„Der/die Teilnehmer räumt /-en der Alfred Ritter GmbH & Co. KG das ausschließliche und zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkte Recht ein, die eingestellten Beiträge, seien es Textinhalte, produzierte Videos, Bilder, etc. umfassend und zur kommerziellen Verwertung zu nutzen. Die Rechtseinräumung erfolgt ausdrücklich unentgeltlich.“

Da ahnt man – auch ohne bösen Willen – doch schon, daß dort Unheil droht, die Bilder zu Spots zusammengeschnitten, ohne Honorar, national ausgestrahlt, die Texte als Testimonials zweitverwertet werden. Zumindest ich sie hier bestimmt nicht ungestraft in einem halbkritischen Umfeld abbilden darf.

Da sollte man nochmal dran schrauben, an den Bedingungen, oder? Was meint ihr?

(Disclosure: Markus Roder, dessen elbkind GmbH den Auftritt konzeptionierte, schreibt beim werbeblogger. Nein, ich bekomme nun keine lebenslang regelmäßige Lieferung von RS Marzipan oder RS Joghurt.)

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7 Kommentare

  1. Ben

    Hallo, ich bin Ben, einer der Autoren des RITTER SPORT Blogs. Schön, dass der werbeblogger sich so ausgiebig mit dem Blog auseinandergesetzt hat! Die Autoren waren immer unter ritter-sport.de/blog... zu finden und sind keineswegs anonym. Als kleine Verbesserung verlinken wir nun auch in der Ankündigung zur Botschafter-Aktion ritter-sport.de/blog... auf das Autorenteam. Die Teilnahmebedingungen schauen wir uns gerne noch mal genauer an.

    Ich hoffe, ich konnte mit diesem Kommentar etwas weiterhelfen.
    Wir freuen uns auf weitere, konstruktive Kritik.

    Viele Grüße
    Ben

  2. Veith Schoergenhummer

    Die Motivation der Prediger sollte nicht aus einem monatlichen Fresspaket entstehen, sondern aus Überzeugung und Spass an der Sache. Dann ist es glaubwürdiger und vor allem nachhaltiger.

    RS wäre besser beraten, mittels Web-/Social Media-Analyse bereits aktive Kandidaten aus Boards/Foren/whatever herauszufiltern und diese anzusprechen.

    Der Disclaimer ist rechtlich nachvollziehbar. Ich würde ihn vlt. etwas netter formulieren: „Die Rechtseinräumung erfolgt ausdrücklich unentgeltlich. Wir behalten uns jedoch das Recht vor, außergewöhnliche Beiträge zu honorieren.“

    Wenn ich den Konsumenten schon „an die Nadel“ bringen will, dann richtig ;) Den quid pro quo-Ansatz für Prediger finde ich gut – es zeigt zumindest, daß sich RS für Stimmen aus dem Volk interessiert.

    My six pence. /v

  3. ralf schwartz

    @Ben
    Gut, daß es so konstruktiv ankommt, wie es gemeint war.
    Ich hatte ja „anonym bzw. im Hintergrund bleibt“ geschrieben. Und Du weißt ja, einmal zuviel klicken müssen und so ;)

    Richtige Idee, nochmal zu verlinken und die Bedingungen anzusehen, danke.

    Veith gibt ja oben schon einen guten Hinweis dazu.

  4. Tobi

    @Veith Schoergenhummer: Genau diese Kandidaten werden parallel mit einem aufwendigen Social Media Monitoring identifiziert und angesprochen.

  5. Ralf Schwartz

    Ritter Sport verweist auf diesen Post. Nun kann man hier wie dort diskutieren. Enjoy!
    ritter-sport.de/blog...

  6. Luis

    Ich sehe folgenden Text bei RS vor meinem geistigen Auge:

    „Kauft Euch nun exklusiv die RS-Poloshirts mit Eurem Blognamen auf der Rückseite. Bitte denkt bei der Bestellung, dass ihr eure Shirts ein oder zwei Nummern grösser bestellt, damit ihr noch lange davon etwas habt.“

    :D

  7. Nice Greetz

    Ich finde es gut das sich gleich ein Autor von RS gemeldet hat. Und er schrieb sogar konstruktiv. Ich will die jetzt nicht loben, aber andere Firmen gehen mit solchen Artikeln anders um.

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