06.05.10
16:16 Uhr

TED Talk: Wie Menschen, Marken und Unternehmen uns (wieder) inspirieren können

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Warum waren Apple, Martin Luther King und die Wright Brothers erfolgreicher als ihr jeweiliges Umfeld?

Im Falle Apple haben doch alle das gleiche Umfeld, die gleichen Mitarbeiter, aus denen sie auswählen, haben die gleichen Agenturen, Berater und Medien. Was unterscheidet Apple von seinen Mitstreitern?

Diese Fragen stellt sich Simon Sinek für King und die Wright Brothers.

Man muß ihn nicht für seine Bescheidenheit mögen, man sollte aber seinem Gedanken folgen:

Die meisten Menschen und Organisationen kommunizieren,
01 – WAS sie tun, produzieren, vermarkten, bzw.
02 – WIE sie etwas tun, produzieren, vermarkten.

Nur die Apples, Kings und Wrights dieser Welt reden darüber
03 – WARUM sie tun, was sie tun! Und sie beginnen mit dem WARUM.

Beispiel:

Apple könnte sagen (hätte damit aber sehr wenig Erfolg), was alle sagen:
01 – Was > „We make great Computers.“
02 – Wie > „Beautifully designed. Simple to use. Userfriendly.“
Wanna buy one?

Nein, denn das ist langweilig, uninspirierend, und so kommunizieren die meisten – laut Simon.

Apple aber sagt tatsächlich – und wählt intuitiv die erfolgreiche Logik:
01 – Warum > „Everything we do, we believe in challenging the status quo. We believe in thinking differently.“
02 – Wie > „By making our products beautifully designed, simply to use, and userfriendly.“
03 – Was > „We just happen to make great computers.“
Wanna buy one? Or an iPhone, iPod, iPad …

Dies ist für mich nicht nur eine interessante Beobachtung, eine interessante Logik, sondern auch eine erfolgversprechende Möglichkeit, sich als Marke oder Unternehmen stärker vom Wettbewerb abzusetzen, und sich stärker mit der Zielgruppe zu identifizieren und zu verbinden.

Aber ehe ihr etwas dazu sagt > Dies sind aber nur die ersten wenigen Minuten aus Simons TED-Talk. Hier das komplette Video. Enjoy:

Und? Ist das eine tragfähige Idee? Wert, in die eigene Agentur hinein – oder gar zum Kunden – getragen zu werden?

Ich denke, es könnte einen Versuch wert sein. Denn auch was sich im Moment als Zukunft abzeichnet, entwickelt sich für mich stärker in eine Why- als in eine What-Richtung.

5 Kommentare

  1. Vroni

    Das Why der meisten Unternehmen ist: … weil… wir damit Geld verdienen wollen.
    Das wäre das ehrlichste Why.

    Ein Werte- oder Edel-Haltungs-Why muss schon sehr überzeugend sein. Viele sind unglaubwürdig, es nimmt ihnen keiner ab.

    Meist kommt halbwegs glaubwürdige Warums aus der Person des Gründers heraus. Wenn er an Herausforderungen und an die Wohltaten des Be-Different glaubt, dann muss er das wohl auch sagen. Vorausetzung: Es passt zum Produkt.

    Edles Why daher schwätzen UND me-too Produkt haben funktioniert hingegen nicht, sondern ist aufgesetzt. Keine Strategie also für die Agenturkunden, deren Produkt ein sauberes Wofür (Benefit) fehlt. Ist aber nur meine Meinung. Ansonsten bleibt es bei der alten zynischen Media-Regel (an Agenturkunden gerichtet): Wenn du nichts zu sagen hast, musst du – leider – viel Geld mitbringen.

    Ein altmodischer Fan des Wofür.

  2. ralf schwartz

    @vroni
    „Das Why der meisten Unternehmen ist: … weil… wir damit Geld verdienen wollen.
    Das wäre das ehrlichste Why.“

    Ich lehne mich mal ein wenig weit aus dem Fenster und sage: Kein gutes Unternehmen wird wegen des Geldverdienens gegründet! Und verweise auf Deinen ‚Gründer‘-Gedanken. In den allermeisten Fällen steckt in der Gründung noch der Wunsch, die Welt, den Markt, das Produkt zu verbessern …
    Das das später vor allem mit fremdem Management anders ist, ist unbestritten und das große Problem unserer Zeit.

    Natürlich sind heute die meisten Whys unglaubwürdig (wie Du auch sagst), im Grunde aber nur, weil das Unternehmen sie nicht lebt, sondern nur in der Kommunikation nach vorne zerrt.

    Was ist der Unterschied zwischen Why und Wofür?

  3. Vroni

    Verstehe die Frage nicht ganz.
    „Why“ heißt doch „Warum“ oder?
    Wie können „Warum“ und „Wofür“ Synonyme sein? Geht doch gar nicht. „Warum“ fragt nach dem (Beweg-)Grund, der Ursache, die in der Vergangenheit liegen, „Wofür“ fragt nach dem Zweck, für den es sein soll (eher etwas Zukünfiges.)
    Vielleicht sollten wir weniger Englisch reden, dann verbuxeln wir’s nicht so arg. :-)

    Das „Wofür“ heißt: Wofür ist das gut, warum ist das oder das gut für mich, Nutzen, Wert. Und wenns „noch a bissi mehra sei derf“: MEHRwert. Unschlagbar.

  4. ralf schwartz

    Warum? Wegen des Geldes.
    Wofür? Für’s Geld.
    Aber vielleicht ist das eine niedrrheinische Beugung des Wofür.

  5. Wie Menschen, Marken und Unternehmen uns (wieder) inspirieren können | tom berger

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