14:40 Uhr
Deutsche Post erklärt die Welt: Postwurf interessanter & nützlicher als das Internet
Wow, wer hätte das gedacht: eine Studie beweist, daß in der Postwurfsendung “häufiger Werbung mit interessanten Informationen und nützlichen Tipps zu finden ist” (53%) als im Internet (36%).
Man muß nur die richtigen Fragen stellen, dann kann man das Internet immer noch auf die Plätze verweisen. Keine schlechte Idee.
Da müssen sich die Verantwortlichen in Verlagen und Medien mal richtig anstrengen, um das Netz so voll mit Werbung zu knallen, daß es wieder mit der Postwurfsendung mithalten kann.
Wem verdanken wir diese News zum Postwurf? Der Deutschen Post.
Ein weiteres wichtiges Ergebnis: “Durch das große Medien-Angebot fühlten sich außerdem 29 Prozent der 16-29-Jährigen und 51 Prozent in der Generation 60plus überfordert.” Überfordert! Frank Schirrmacher ist überall.
Ein wenig Wahrheit steckt da schon drin – und die Post hat bestimmt auch die Antwort auf diese Überforderung: Unterforderung durch Postwurf-Werbung!
Vielleicht schreibt Herr Schirrmacher da doch mal was über die Bemühungen der Deutschen Post ganz in seinem Sinne.
8 Kommentare
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- ralf schwartz: @Markus Danke. Und: Interessant. In allen Altersgruppen? Eher von Männern oder von Frauen?
- Markus: toller Artikel. “Erstmal zu Penny” ist für mich ein gutes Beispiel für einen erfolgreichen Slogan aus der jüngeren...
- ralf schwartz: @Hen Du unterstellst also, da gäbe es noch Hirn!? Ich habe manchmal wirklich nicht mehr den Eindruck. Wenn man sich allein diese...
- ralf schwartz: @Marcel Hast Du ein Blog? Kann man irgendwo die Arbeit lesen? Wäre doch bestimmt spannend …
- ralf schwartz: @AndreasK @Armin Hehe, danke für die Links! Cool.
- Hen: In diesen Kommunikations-Etagen scheint ein Virus umzugehen, der rasende Kopfschmerzen verursacht, sobald sich im Hirn ein eigenständiger...
- Marcel: Interessanter Artikel. Ich bin auch der Meinung, dass hinter den angeblich so tollen Slogans nichts dahintersteckt. Wobei ich sagen muss,...
- Sascha: Danke für den Beitrag, ein schönes Fazit – ich bin ganz bei Euch!

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Am 23. April 2010 um 19:11 Uhr
Sehr wahrer und treffender Artikel. Wenn der Strom einen mitreißt muss man sich an jedem Ästchen festklammern das man finden kann. Und wenn keins da ist muss man manchmal auch eines erfinden…
Am 23. April 2010 um 23:11 Uhr
Interessant wäre auch festzustellen, wie die Tendenz dieser Prozentzahlen ist. Waren es sicher vor 10 Jahren noch weit mehr Menschen, die Postwurfsendungen interessanter fanden als heute, so nimmt diese Zahl in den kommenden Jahren und Jahrzehten sicher weiter ab.
Trotz dem Hauch an Ironie dieses Beitrags ist es aber aus Sicht der Verantwortlichen wohl nicht völlig unverständlich, etwas Fürsprechendes für das eigene Produkt zu tun. Ist es nicht legitim, Zahlen so darzustellen, wie man sie sehen oder gesehen haben möchte? Solange die Zahlen nicht gedreht werden…ist es wohl ein netter Versuch.
“Knapp 40 Prozent der Deutschen geben an, dass sie die vielen Medien-Angebote in Print, Online, TV und Hörfunk verwirren und ihnen die Orientierung über das wirklich Wichtige erschwert wird.”
Ist es ein Problem des Intellekts? Der Aufnahmefähigkeit? Oder ist es ein Problem der Werbetreibenden bzw. Verantwortlichen der Werbestrategien? Oftmals sehe ich, gerade hier, briliante, weil anspruchsvolle und humorvolle Werbung.
Am 23. April 2010 um 23:14 Uhr
Fortsetzung:
…Frage mich allerdings auch nicht weniger oft, ob das auch tatsächlich jeder versteht. Ob es nicht Jemanden überfordert, weil er geschichtliche, kulturelle oder anders geartete Zusammenhänge gar nicht erst begreift. Und muss man Werbung erst erklären, damit sie lustig ist, ist sie nicht mehr lustig.
Und muss man erst erwähnen, wie wichtig Postwurfsendungen sind, na dann kann man sich den Rest selbst denken…
Am 26. April 2010 um 12:00 Uhr
So, so, die Post stellt also den Postwurfsendungen ein gutes Zeugnis aus. Wie immer bei Studien stellt sich mir reflexartig die Frage nach Unabhängigkeit und Methodik. Ich ignoriere Umfragen, deren genaueren Hintergrund ich nicht kenne.
Am 26. April 2010 um 13:03 Uhr
98% aller Studien entstehen eh spontan.
Am 26. April 2010 um 19:17 Uhr
… Und die absatzwirtschaft verlinkt großzügig auf deutschepost. Das hilft auch nicht sehr. …
Am 27. April 2010 um 13:38 Uhr
@Ralf Schwartz : Und dafür hat die Absatzwirtschaft auch ausnahmsweise mal keine Kritik verdient. Vernetzung ist schließlich das, was das Web2.0 am Laufen hält.
Selbst ich hab schonmal auf einen Beitrag von dir verlinkt, obwohl ich so rein gar nichts von deinen Sichtweisen halte.
Am 28. April 2010 um 09:45 Uhr
@Frank
Ich meinte damit auch nicht, daß es falsch ist, überhaupt zu verlinken, sondern daß es schön gewesen wäre, genauer auf die Studie (oder die PM dazu) auf der DeutschePost-Site zu verlinken und nicht auf deutschepostde allgemein (mein ‘großzügig’ bezog sich darauf).