09:50 Uhr
Jamie Oliver oder unterschätzt niemals den Koch!
Wow, ich halte ja nichts von Köchen (im Fernsehen, in diversen Kochsendungen und -büchern), aber dieser Koch Jamie Oliver hat mich mit seinem TED-Beitrag wirklich beeindruckt.
Knapp 22 Minuten Power pur! Das muß man gesehen haben. Ein Rundumschlag aus vollem Herzen und gegen Corporate America, die Schulbehörden, die Eltern, die Fast Food Ketten und untätigen Politiker.
Ein pausenloser Rant gegen Fett, Zucker, schlechte Ernährung, Ohnmacht, Gleichgültigkeit – mit teilweise erschreckenden Zahlen, seien es Kosten für das Gesundheitssystem oder eine Lebenserwartung bei Teenagern von weiteren 6 Jahren. Und erschreckenden Beobachtungen, wie der Unkenntnis der einfachsten und (vor der Fast Food Ära – und hiermit sind nicht die Ketten, sondern die Art des Essens gemeint) traditionell gebräuchlichsten Gemüse- und Salat-Sorten.
Deutschland übrigens nennt er nach USA und England, wenn ich mich recht erinnere, an dritter Stelle.
Es lohnt wirklich, sich diesen Wirbelwind und seine Botschaft anzutun – nicht umsonst endet sein Vortrag mit Standing Ovations. Das würde ich mir von manchem (Gesundheits- und/oder Familien-)Politiker/in wünschen. Vor allem, weil es im Grunde so furchtbar einfach ist:
19 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 25. März 2010 um 10:24 Uhr
[...] habe und diesen grandiosen Vortrag angeschaut habe. Ich kann mich nur Ralf Schwartz von Werbeblogger anschließen, wenn er [...]
Am 25. März 2010 um 10:51 Uhr
Kann mir den Vortrag erst heute abend ansehen; kenne Jamie Oliver bisher nur aus meinen Kochbüchern :-)
Junk Food, Soft Drinks, Sweets — in den USA und England ist gesunde Ernährung in der Tat “Under Siege”.
Deutschland überrascht mich jetzt etwas.
Am 25. März 2010 um 11:06 Uhr
Also wenn du Jamie Oliver und seine Meinung schon gut findest, dann les dir mal die Bücher von Anthony Bourdain durch oder schau seine No.Reservations-Reihe. Ich find seine Meinung sehr geil!
Am 25. März 2010 um 12:19 Uhr
Jamie Oliver kennt offenbar Griechenland nicht, sonst hätte er Deutschland gewiss nicht an dritter Stelle genannt;-) Davon abgesehen mag er ja druchaus recht haben, auch wenn er meiner Meinung nach einen verlorenen Kampf kämpft (auch seine Popularität wird dem Gros des Problems nur wenig entgegen zu setzen haben) – ich kann ihn als Menschen dennoch absolut nicht ausstehen.
Am 25. März 2010 um 13:17 Uhr
@j
Hatte mich zuvor nie mit ihm beschäftigt. Packte ihn in einen Topf mit Tim Mälzer und Konsorten.
Finde den Vortrag und sein Vorhaben sehr engagiert – und auch einleuchtend richtig angepackt.
@phil
Danke für den Hinweis. Muß mal tiefer in das Thema reingucken.
@rivader
Das ist ja das Problem: der verlorene Kampf. Die Gegner (auch die eigenen Schweinehunde) sind einfach übermächtig. Für die einen steht verdammt viel Geld auf dem Spiel, für die anderen die Gesundheit.
Ich glaube dennoch, daß es über kurz oder lang in die von ihm propagierte Richtung gehen muß (also Unternehmen wieder Gesundes anbieten müssen). Die Kosten für die Volkswirtschaft sind einfach zu hoch (das ist ja meist der erste Grund nach der Gesundheit des Einzelnen).
Irgendwo hat auch jemand gesagt, Fett und Zucker werden 2020 das heutige Schicksal des Tabaks ereilen.
Am 25. März 2010 um 13:41 Uhr
Das ist doch mal ein Grund den ersten Eindruck zu überarbeiten. Bisher wirkte Jamie Oliver nicht authentisch auf mich und unwahrscheinlich gestelzt.
Dieser Spot erhöht ganz klar seine Symphatiewerte bei mir.
Am 25. März 2010 um 15:19 Uhr
@Ralf Schwartz:
Ich glaube dennoch, daß es über kurz oder lang in die von ihm propagierte Richtung gehen muß (also Unternehmen wieder Gesundes anbieten müssen). Die Kosten für die Volkswirtschaft sind einfach zu hoch.
Da wären wir mal wieder bei den individuellen Gewinnen all derer, die ihr Geschäft damit machen, dass es is(s)t wie es ist – und den sozialisierten Verlusten, also den auf alle (etwa mit Umweg über die Krankenkassenbeiträge etc.) umgelegten Folgekosten. Sprich, die Volkswirtschaft hat da ohne regulatorische Eingriffe in den Markt eigentlich keinen Hebel, daran wirksam was zu ändern.
Von daher würde ich nicht drauf wetten wollen, dass es einen Automatismus geben wird, dergestalt dass gesünderes Essen auf breiter Front in die Regale und auf die Teller kommt, weil andernfalls die Volkswirtschaft zu sehr ächzt. Wir alle können aber mit unseren individuellen Kaufentscheidungen dazu beitragen, die Anbieter von gesünderem Essen zu Gewinnern am Markt zu machen. Dann denkt vielleicht auch manch ein Hersteller/Lieferant um, der bislang eher das andere Ende der Skala abdeckte.
Am 25. März 2010 um 16:52 Uhr
“Sprich, die Volkswirtschaft hat da ohne regulatorische Eingriffe in den Markt eigentlich keinen Hebel, daran wirksam was zu ändern.”
Das wird kommen, wie beim Rauchen!
“Wir alle können aber mit unseren individuellen Kaufentscheidungen dazu beitragen, die Anbieter von gesünderem Essen zu Gewinnern am Markt zu machen.”
Genau. ZB war vor langer Zeit (ich weiß nicht, wie es heute ist) die G&J-Kantine in HH berühmt für qualitativ hochwertiges, gesundes und frisches Kantinenessen.
Dem könnten Agenturen, Verlage, Mensen, Polizei-Kantinen, Schulen, etc. folgen. Jeder gibt einen Euro pro Arbeitstag dazu und schon sieht die Welt ganz anders aus.
In einigen Düsseldorfer Agenturen laufen Damen mit Körnerbrötchen, Früchten, Salaten durchs Haus und verdienen sich eine goldene Nase.
Immer mehr gesunde Lokale, Imbisse, etc. ent- und bestehen erfolgreich. Ärzte wenden sich an die EU, weil unsere Regierung vor den Lobbyisten einknickt, und fordern die Lebensmittel-Ampel.
Nur die Industrie wehrt sich noch verzweifelt – und echauffiert sich dann über Nestlé/Greenpeace.
Aber Du müßtest Dir mal die vielen Sportstudenten- und Polizeischul-Kandidaten angucken, die ihren fetten Hintern nicht mehr hochkriegen.
Am 25. März 2010 um 17:22 Uhr
@Ralf: Du kannst ihn auch weiterhin in einen Topf mit Mälzer packen, der engagiert sich nämlich auch für gesunde Ernährung beim Nachwuchs. (Bzw. fürs Kochen ansich, ist ja schon die halbe Miete, da gehören ja auch Fett und Salz wieder dazu.)
Am 25. März 2010 um 17:23 Uhr
Ich fand seinen Vortrag von ihm nicht so toll. Man merkt ihm sicherlich an, dass er nervös wirkte und er hat zu sehr herumgehampelt.
Da gibt es sicherlich bessere TED Vorträge, was die Präsentation anbelangt. Seine Message bleibt dagegen eindrucksvoll und er hat damit vollkommen recht mit seiner Aussage über Ernährung. Leider ist es schwierig Gewohnheiten die ein Mensch angenommen hat, wieder rauszukriegen. Vielleicht kommen wir in ein paar Jahren zu der Einsicht, dass wir zwei Generationen verfettet haben…
Am 25. März 2010 um 17:34 Uhr
@ramses101
Stimmt, kochen an sich ist schon die halbe Miete. Denkt man auch nicht mehr drüber nach, weil es an jeder Ecke, in jedem Kaufhaus, Einkaufszentrum, etc. Döner, Pizza, Burger, usw. gibt.
Wir sind umzingelt …
@Luis
Ich glaube, ich wäre auch nervös, wenn ich vor diesem Kreis sprechen würde. ;) Und sein Rumlaufen hatte ich für überschüssige Energie gehalten, die nun durch die Beine entweicht.
Am 26. März 2010 um 08:52 Uhr
Ein fast schon bewegener Vortrag. Ich werde mir heute mal Suppengemüse kaufen.
Am 26. März 2010 um 09:28 Uhr
Wenn Du es erkennst im Suppermarkt … ;)
Am 26. März 2010 um 12:09 Uhr
Jamie Oliver ohne Hameplei ist wie Helmut Schmidt ohne Fluppe.
So sehr ich seinen Rant unterstütze und auch gut finde, wird die ewige Wiederholung, dass zuviel Fett, Zucker etc zu Herzinfarkt, Krebs, Atomkrieg führt, leider nicht richtiger.
Am 26. März 2010 um 14:55 Uhr
Hm. Wenn schlechte Ernährung gar nicht ungesund ist, verstehe ich nicht, was du an seinem Rant gut findest und unterstützt.
Am 26. März 2010 um 16:20 Uhr
schlechte Ernährung ist ungesund, nur hat es wohl nichts mit den üblichen verdächtigten wie Zucker, Fett etc. zu tun. Zumindest gibt es bis dato keine Studie die das belegen würde.
Oliver wie die meisten die sich um gute Küche bemühen, beginnen ein Verständnis für Lebensmittel zu wecken. Also auch Grundlagen zu legen, das immer noch vielen fehlt, selbst denen die oft und viel kochen.
Am 26. März 2010 um 17:58 Uhr
Natürlich ist nicht “das Fett” Schuld. Aber wer sich nur von fetten Sachen ernährt, hat nun mal bessere Chancen, an Fettleibigkeit zu erkranken, als einer, der nur Salat isst (der aber vermutlich auch nicht weit kommt). Und die wiederum erhöht die Chancen auf einen Herzinfarkt.
Am 27. März 2010 um 00:04 Uhr
[...] reading? Now we have a very interesting video for you, watch it here! Its introduced in German because we finally have two German articles in line. First one Jamie [...]
Am 6. April 2010 um 13:55 Uhr
Jamie Oliver…
Man kann vom Hype der Kochsendungen halten was man will. Jemand, der sich so aktiv für die Ernährung der Menschen und besonders die der Kinder einsetzt, verdient Applaus im Stehen und volle Unterstützung. Alles was er sagt, unterschreibe ich und das, o…