13:08 Uhr
Gestern Allianz-Arena, heute Otto-Stadt!?
Vielleicht habt Ihr die Diskussion in Achims Design Tagebuch mitbekommen: “Imagekampagne: Magdeburg ist jetzt ottostadt”.
Die Meinungen gehen weit auseinander, wie man allein in den dortigen Kommentaren sieht. Einen weiteren Aspekt möchte ich noch beisteuern:
Wenn die Slogans lauten (ja, alles wird kleingeschrieben) …
- otto ist olympisch
- otto macht geschichte
- otto hält zusammen
- otto singt
- otto forscht
… kommt dann noch irgend jemand auf Magdeburg?
Hätte man – und sei die Nähe zu ‘Kaiser Otto dem Großen’ und ‘Erfinder/Diplomat Otto von Guericke’ noch so groß, und damit die eigentliche Idee noch so gut -, nicht auf die Umsetzung dieser Idee allein wegen der immensen Verwechslungsgefahr verzichten müssen? (siehe auch das Bild!)
Muß man nicht manchmal die beste Idee auch einfach fallenlassen können?

Was meint Ihr?
Schönes Wochenende!
10 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 19. Februar 2010 um 13:59 Uhr
Kampagnen zur Imagepolitur und Attraktivitätssteigerung von Städten, Institutionen etc. sind ja ganz nett und mitunter gewiss auch notwendig. Im vorliegenden Fall war das aber eher ein Schuss in den Ofen – die mental entstehende Querverbindung zu einem gewissen Versandhandel ist einfach zu eklatant; darüber hinaus fällt auch der Brückenschlag zu “ausrangierten” Städtenamen wie “Karl-Marx-Stadt” nicht schwer.
Am 19. Februar 2010 um 15:02 Uhr
Ich möchte hier mal die frühe Gelegenheit nutzen (bei Achim haben das alle ständig überlesen): Dieser Teil der Kampagne richtet sich nur an die Magdeburger Bevölkerung, ist nur dort gestartet. Die aktuellen Motive müssen daher keine besonders große Transferleistung voraussetzen.
Interessant wird es aber, wenn die Kampagne 2011 bundesweit gefahren wird. Da bin ich noch skeptisch wie man Otto und Ottostadt möglichst unverwechselbar mit Magdeburg verknüpft.
Grüße aus eben dieser Ottostadt.
Am 19. Februar 2010 um 15:59 Uhr
Hatte ich gelesen, aber was ändert das? Der schnelle Blick auf das obige Bild schreit otto und flüstert magdeburg.
Die kommende nationale Kampagne wird darauf aufbauen müssen, sonst war die Investition von Geld, Zeit und Aufwand in die aktuelle Kampagne umsonst. Aber: nichts wird so heiß plakatiert, wie es kreiert wird.
Lassen wir uns vom Scholz & Friends ‘Orchester der Ideen’ überraschen.
Am 19. Februar 2010 um 17:28 Uhr
Was sagt eigentlich der Versandhändler zu der Kampagne? Werden hier nicht Namensrechte verletzt?
Am 21. Februar 2010 um 18:56 Uhr
Ich dachte erstmal, dass das irgendwas mit Wolfsburg – Autostadt, Ottomotor oder so zu tun hat.
Zu Magdeburg fällt einem Außenstehenden sowieso nicht viel ein, außer “grauenhaft” vielleicht…
Am 22. Februar 2010 um 10:51 Uhr
Ein Zitat von der Scholz and Friends Seite lässt mich doch schmunzeln:
“Der Titel leitet sich aus der Stadtgeschichte ab und bezieht sich auf zwei bedeutende historische Persönlichkeiten der Stadt: Kaiser Otto der Große und Erfinder Otto von Guericke. Sie haben Magdeburg nachhaltig geprägt und machen die Stadt bis heute unverwechselbar.”
Unverwechselbar? Was hier wohl für die Stadt gelten mag, trifft auf die Kampagne leider nicht zu. Ich würde in diesem Fall von klassischer Betriebsblindheit sprechen. Da wurde vergessen, dass irgendwann auch einmal Menschen die Kampagne verstehen sollen, die nicht an deren Entwicklung mitgewirkt haben. Und auch wenn die Kampagne vorerst nur für Magdeburg gedacht ist, so ist es doch sehr optimistisch zu glauben, dass alle in Magdeburg lebenden Menschen eine solch enge Bindung zum Heimatort haben und sofort eine Assoziation haben zu “Otto”, außer Waschmaschine.
Und zu “blabla”: Ottto (das Versandhaus) wäre äußerst unklug, wenn Sie nun vielleicht geltende Namensrechte einklagen würden. Ich meine, eine günstigere Kampagne wird das Haus wohl noch nicht gehab haben.
In diesem Sinne, ich bestellt mir jetzt erstmal nen Trockner.
mad ausser Currywurst-Stadt
Am 22. Februar 2010 um 12:12 Uhr
Ich bin erst jetzt auf diese Kampagne gestossen und dachte natürlich sponatn auch erst an Otto aus Hamburg, jener Firma, die von meiner Frau gern frequentiert wird. Im Ernst, die Assoziationskette zur geschichtlichen Person des “Otto” ist schon arg weit hergeholt und mir bis dato auch nicht geläufig. Wurde denn da vorab kein Pre-Test gefahren oder waren die Entscheider so geblendet vom Glamour des Agenturlebens, dass diese Kampagne Wirklichkeit werden konnte. Eines hat sie nun aber tatsächlich erreicht, die Aufmerksamkeit ist ihr gewiss.
Am 23. Februar 2010 um 16:19 Uhr
Mehrfach fragwürdig:
Wer will schon wissen, was Scholz und Friends sich an Wissen angelesen haben?
Und wie kann man annehmen, Otto von Guericke würde damit prominenter als Otto Versand?
Und selbst wenn: Assoziiert man künftig mit Magdeburg ein Vakuum?
Haben die nicht irgendeine tolle Magda in ihrer Stadt?
Am 20. März 2010 um 22:38 Uhr
Das Ding ist nen Rohrkrepierer. Die Agenturleute können sich als “Ausländer” nicht in die Mentalität der Magdeburger versetzen. Die Kampagne wird von der Bevölkerung alles andere als angenommen.
Am 21. März 2010 um 12:59 Uhr
@torsten
“Die Kampagne wird von der Bevölkerung alles andere als angenommen.”
Erzähl doch mal mehr dazu.