02.02.10
10:57 Uhr

Das iPad oder: achtet auf die Ruhe nach dem Sturm der Entrüstung

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Ist das iPad wirklich so schlecht, wie sich die Gemeinde der Apple-Jünger jetzt fühlt? Hat Apple seine Fans enttäuscht? Ist alle Hoffnung – analog zu Obama – dem schalen Geschmack des verblassenden Hypes  (“The Grand Disappointment: Apple and Obama after Hype and Hope”) gewichen? Haben die Fans allen Glauben an Apple verloren (“I’ve lost all my faith in Apple.”, Video ‘Der Untergang’)?

Wird das iPad nun nicht die Verlagsbranche in der entwickelten Welt retten? Wird es nicht den eBooks zum endgültigen Sieg über die Books verhelfen? Wird es nicht die Geschichte der Medien neu schreiben können? Wird es nicht den Netbooks, etc. den Todesstoß versetzen können?

All das wurde in den letzten wenigen Tagen ausführlich überall im Netz diskutiert. Selbst Amir Kassaei wird von Horizont an die Öffentlichkeit gezerrt und der Kommentar-Netiquette ausgesetzt (siehe dort), obwohl sein Original-Post eigentlich eine Jobs-Präsentation von 2001 (nein, kein Zahlendreher) zum Thema hatte.

Natürlich machten sich viele auch lustig, über das, was dort von Steve Jobs vorgestellt wurde (siehe auch oben ‘Der Untergang’).

Was aber bleibt übrig nach diesen letzten Tagen der hohen Erwartungen, der Enttäuschung, des Unverständnisses über dieses neueste Apple-Produkt?

Nun, vielleicht als allererstes die Selbsterkenntnis (nicht nur) der eingeschworenen Apple-Fans, daß solche höchst-gesteckten Erwartungen einfach nicht mehr zu erfüllen, zu befriedigen sind. Daß all das, was sie erwarteten, sich tatsächlich nur in ihrem Kopf, ihrer Imagination, ihren Träumen, Hoffnungen und Sehnsüchten abspielte. Es hätte natürlich so schön werden können, …

Darüber aber sollten wir nun hinweg sein und uns wieder mit der Realität beschäftigen, diese mit unseren Erfahrungen zu Apple kombinieren und einen unaufgeregten Blick in die Zukunft des iPad wagen, die ich übrigens sehr positiv sehe:

01 – Im Zweifel wird sich der Kindle warm anziehen müssen. Hier wird zB schon beschrieben, was der Kindle alles bringen muß, um sich gegen das iPad durchzusetzen: Open Up, Brighten Up, Get Social, Get cheaper. Da scheint letzteres doch am Erfolge des ersteren sägen zu können!?

02 – Mit der NYTimes war ein Verlag in die Pläne eingeweiht(?) und konnte etwas zeigen. Überlegen wir, wie lange deutsche Verlage brauchten bis sie ihre erste App präsentierten. Da sollte man dem iPad die Chance geben, die auch iPod und iPhone hatten – und nutzten.

03 – Man sollte mal am Flughafen die iPhones am Morgen und Abend zählen. Werden 50-75% davon nicht bis Weihnachten in die Jackentasche wandern und durch ein schickes, sichtbareres und image-fördernderes iPad ersetzt? Auch wenn mancher dies heute noch für sich verneint? All die Werber, Designer, Leser, Gamer, eMailer, Surfer, Musikfans also?

04 – Und werden nicht auch iPod touch Besitzer beim nächsten Upgrade direkt auf’s iPad springen statt auf die nächste touch-Generation? Drei Millionen iPod touch werden laut Tom Asacker, pro Quartal(!) verkauft, das sollte ein überzeugendes Potential sein. Auch wenn sich das iPad dieses Potential im Zweifel mit dem iPhone teilen muß (eine Frage des Alters oder der Lebensumgebung).

05 – Die Medien schließlich werden durch iTunes kommen. Den Store mit der einfachsten Bedienbarkeit. Und werden dann nicht die (mobilen) DVD-Player durch ein iPad ersetzt? So wie die CD-Player durch MP3-Player / iPods? Muß man da nicht nur ein wenig Geduld mitbringen, wie sich Peter Kafka wünscht?

Auch wenn das iPad ersteinmal enttäuschte, so ist es doch ein Gerät mit nicht zu unterschätzendem Potential. Die größten Schwächen wird Apple bis zum Erstverkaufstag eliminieren. Die unterschiedlichen Stakeholder werden sich mit dem iPad und seinen Möglichkeiten anfreunden. Der ‘Kindle lover’, der ‘heavy laptop user’, der ‘gamer’ und der ‘music fan’ haben damit schon begonnen – wie entsprechende, qualitative Einzel-Interviews zart andeuten.

Ob ich es kaufen werde, steht noch nicht fest – habe ja auch kein iPhone -, finde die Idee der Entschleunigung, die für mich persönlich in diesem Gerät steckt, aber sehr (ent)spannend. Ich bin wirklich neugierig auf die Entwicklungen der nächsten Wochen und Monate bis zur Einführung.

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28 Kommentare

  1. Alex

    “Drei Millionen iPod touch werden laut Tom Asacker, pro Quartal(!) verkauft, das sollte ein überzeugendes Potential sein.”

    Werden die iPod-Touch nicht eigentlich als “MP3-Player” verkauft?
    Okay sie haben zusätzliche Möglichkeiten, aber die Jugendlichen die ich kenne, haben das zum Musikhören.. ich stelle mir nun den iPad beim Joggen vor oder wenn man damit in Schule will oder sonstwo.. den kann man nicht einfach so in die Hosentasche stecken….

  2. Matthias

    Die Punkte eins und zwei sind meines Erachtens falsch. Unter den wenigen Dingen, die das iPad nun tatsächlich kann, ist die Funktion als eBook die schlechteste. Jeder Ebook Reader – auch der Kindle – hat aus einem guten Grund ein passives E-Ink Display: Weil sich das einfach viel “augenfreundlicher” lesen lässt als ein strahlender TFT-Display.
    Punkt 3 und 4 kann man so stehen lassen.

    Punkt 5 ist in dem Punkt falsch, dass das iPad keine DVDs spielt. Und das nicht nur, weil es kein DVD-Laufwerk hat, sondern auch, weil es anscheinend (vermutlich wegen Lizenzkosten) keinen Decoder für MPEG2/DVD an Board hat. Und selbst wenn es zukünfti im Appstore ein Programm dafür gäbe – eine DVD hat 4 bis 9 GB und lässt sich auch nicht einfach so “rüberkopieren”. Wer also ganz legal sein will müsste sich seine DVD-Filme alle noch einmal erneut im iPad kompatiblen Format kaufen. Wenn überhaupt verfügbar. Das wird die Besitzer von DVDs und portablen DVD-Playern eher abschrecken als begeistern.

  3. Jokerman

    Also ich sehe viele erwärten Punkte oben ebenfalls sehr kritisch. Also ein iPad kann nicht ein iPod ersetzen (die größe), auch kann es nicht das iPhone ersetzen (keine Telefonfunktion) und den Kindle von Amazon schon garnicht (e-ink Display, Formatunterstützung) schon garnicht.

    Das ganze Ding ist eine Totgeburt: Kein Multitasking (was man von einem selbst ernannten Notebook erwartet), kein USB Eingang und einem Mini-Speicher (selbst 64GB sind ein furchtbarer Witz).

    Zudem kommt nochmal ein ganz wichtiger Punkt: Um das iPad zu bedienen brauch man 3 Hände. Weil aufs Knie legen ist nur Daheim. In der Bahn aufs Knie legen um zu schreiben ist kaum möglich (jeder Sitz Nachbar kann dann aufs Display gucken). Spiele spielen wo man zwei Hände für brauch geht auch nicht im stehen, außer man hat so eine Kette am Hals, was das iPad für mich hält.

    Nochwas: Tablets gibt es schon seit vielen vielen Jahren. Keines hat sich durchgesetzt und das trotz all der Stärken, die Sie bewiesen haben. Auch Wunderflunder HP Slate oder das wirklich gute PB88 sehen sich einem Markt konfrontiert, der entweder durch ein tragbares Smartphone ersetzt werden kann oder durch ein technisch Multifunktionales Netbook.

    iPhone und iPod hatten es leicht, sie sind in bestehende Märkte eingetreten, das war keine große Kunst. Das iPad und alle anderen Geräte wie HPSlate und PB88 müssen diesen Markt noch erschaffen. E-Book Reader haben es ein wenig leichter, aber da ist das letzte Wort noch garnicht gesprochen (Buchpreisbindung etc..)

  4. Jokerman

    Sehr geehrter Herr Schwartz,

    bitte erläutern Sie, warum ein iPad Sie entschleunigen sollte. Dieser Punkt ist mir nicht ganz verständlich. Immer und überall schreiben und Online sein, was hat das bitte mit entschleunigen zu tun? Das gegenteil ist der Fall.

    Danke

  5. Oliver Fröhlich

    Zunächst … ja, ich bin Apple-User. Und ein Überzeugter noch dazu. (Was für sich betrachtet schon mal genügend Futter für die vielen Windows-User ist, die gern Apple und seine User aufs Korn nehmen. Aber das ist ein anderes Thema.) Nun zum eigentlichen … zum iPad und zu den o.g. Punkten. Ich stimme allen zu und füge noch ein paar Gedanken an:
    A) Warum kein DVD Laufwerk? Wozu auch … wer die Funktion “entferntes Laufwerk” kennt, weiß sofort, wie man das iPad in sein Apple-Umgebung wohl integrieren kann.
    B) “Nur so wenig Speicher”? Wozu auch …wer (wie ich z.B.) in einem Netzwerk mit Mediafestplatte (Film-/Musikspeicher), AppleTV etc. arbeitet, braucht keinen Megaspeicher auf dem iPad. Meine “Vision”: Ich schau mir einen Film (sozusagen gestreamt über Hausnetzwerk) auf dem Ding an. Oder ich zieh den Film und nehm ihn mit … auf dem iPad. (Dafür reicht der Speicher allemal)
    C) Kein USB und Co? Nun, das Teil kann sich wireless (inkl. Bluetooth) ohnehin mit allem, was man so rumstehen oder sonstwie ins sein Netz eingebunden hat, verbinden und austauschen. Ja, ja, ich weiß … ist alles nicht so schnell und schick wie mit Firewire oder USB … aber das Teil erhebt meiner Meinung nach auch nicht den Anspruch, ein vollwertiger Arbeitsplatz mit optimaler Anbindung an Drucker, Festplatte etc, zu sein.
    D) Display nicht so ebook-tauglich? Tja, ich schätze mal, für 1 bis 2 Std. wird’s “schon gehen”, ohne dass man sich die Augen ruiniert ;-) Länger am Stück wird wohl die Mehrheit nicht elektronisch lesen. Und dazu sei angemerkt: Vermutlich lesen die Menschen an ihren TFTs im Office oder Zuhause mehr (Email, Internet, WordDoks, PDFs und Co.) als sie es jemals mit irgendeinem ebookreader tun. Insofern ist jedes “das ist aber schlechter zu lesen” schon ziemlich komisch ;-)

    Und noch etwas zum Nutzen: Ich hatte immer den Wunsch nach einem Teil, mit dem ich zuhause surfen kann (auf dem Sofa), das nicht so unhandlich wie ein Laptop ist, mit dem ich Emails irgendwo im Haus oder unterwegs “ansprechend” abrufen und lesen kann, mit dem ich kleinere Dinge schreiben kann (iWork) und das es mir ermöglicht, via RemoteDesktop auf meine anderen Macs zuzugreifen. Ob letzteres funktionieren wird … ich denke, das ist nur eine Frage des Apps ;-) Alles andere scheint mit dem iPad zu funktionieren. Abschließend: 1) Ja, eine Kamera muss her. (Keine Sorge, die kommt noch, spätestens in Version 2). Flash … ist “nice to have” … aber nicht kriegsentscheidend. 3) Gäbe es nichts, was man an dem iPad vermissen oder schlecht finden könnte, wäre seiner Zeit nicht voraus ;-) (<= Was zu nachdenken ;-)

  6. Jokerman

    :-) Zu allererst:

    Zunächst … ja, ich bin Windows-User. Und ein Überzeugter noch dazu. (Was für sich betrachtet schon mal genügend Futter für die wenigen Apple-User ist, die gern Windows und seine User aufs Korn nehmen. Aber das ist ein anderes Thema.)

    Es ist typisch, wie Apple User – technisch unterentwickelte Hardware und zum Teil auch Software verteidigen. Typische Early Adopters. In deinem Fall benötigt man noch mehr Apple Hardware und noch mehr Geld um Funktionen zu nutzen, die man echt nicht nutzt! Man, wenn ich schon so einen absoluten schwachsinn höre”

  7. Jokerman

    …. absoluten schwachsinn höre:

    ” A) Warum kein DVD Laufwerk? Wozu auch … wer die Funktion “entferntes Laufwerk” kennt, weiß sofort, wie man das iPad in sein Apple-Umgebung wohl integrieren kann.”

    und …

    ” B) “Nur so wenig Speicher”? Wozu auch …wer (wie ich z.B.) in einem Netzwerk mit Mediafestplatte (Film-/Musikspeicher), AppleTV etc. arbeitet, braucht keinen Megaspeicher auf dem iPad. Meine “Vision”: Ich schau mir einen Film (sozusagen gestreamt über Hausnetzwerk) auf dem Ding an. Oder ich zieh den Film und nehm ihn mit … auf dem iPad. (Dafür reicht der Speicher allemal)”

    und auch noch …

    ”C) Kein USB und Co? Nun, das Teil kann sich wireless (inkl. Bluetooth) ohnehin mit allem, was man so rumstehen oder sonstwie ins sein Netz eingebunden hat, verbinden und austauschen.”

    nicht zu vergessen …

    “D) Display nicht so ebook-tauglich? Tja, ich schätze mal, für 1 bis 2 Std. wird’s “schon gehen”, ohne dass man sich die Augen ruiniert ;-) ”

    Warum redest du dir alles so sch… schön? Alles total unpraktikabel. Streamst dir einen Film ins Wohnzimmer, nicht auf den Fernseher, sondern auf so ein kleines ding. Man kann sich weder entspannt hinlegen, noch es zu zweit (oder mehr) gucken! Warum dieses gequassele von wegen “meine Vision?”

    Und seit wann ist ein Netbook unhandlicher als ein Tablet? Wo lebst du? Flash – “nice to have” !?!?! Gerne können wir Rückwärts gehen und gemachte Errungenschaften wieder abschaffen, weil es einige nicht so wichtig halten, weil es bei denen nicht unterstützt wird.

    Achja, gerade deswegen verstehe ich den Hype nicht, der um ein unterentwickeltes Dinges gemacht wird, was keiner braucht und was andere dennoch besser machen. (Was zum selber denken)

    MFG

    Kein APPLE OPFER

  8. Oliver Fröhlich

    @Jokermann
    Das Intro meines Beitrages verlangte nicht wirklich nach einem lebenden Beweis ;-) Aber trotzdem danke dafür. Und schön auch zu lesen, wie Du umgehend in den Angriff übergehst. Ich glaube, dass ich hinreichend zum Ausdruck brachte, dass es meine Visionen und Meinungen sind. Ferner kann ich in meinem Beitrag nichts lesen, was die Windowswelt vergleichbar “angeht”. Aber nun gut. Ich versuch’s gern noch mal. Das iPAD ist für MICH eine willkommene Neuerung (und, ja, ich glaube, dass es viele Freunde finden wird.)
    Thema Flash: Die Zukunft wird vermutlich ohne Flash kommen ;-) (Ich bin nebenbei geduldig.)
    Thema Streamen und Wohnzimmer: Ich vergaß zu erwähnen, dass ich meine Firma (VIELE ;-) Macs) und mein Heim unter einem Dach habe. GigabitNetzwerk etc., Große Fernseher haben wir ürbigens auch. man glaubt es kaum ;-) (Und nicht mal von Apple. Gibt’s leider nicht). Konntest Du alles nicht wissen. Sorry dafür. Für mich also durchaus eine Umgebung, in der das iPad Sinn macht.
    Thema Laptop: OK, man kann damit auf dem Sofa sitzen. Mach ich gerade. Und man kann damit surfen. Mach ich auch gerade. Es ist aber (für mich!) nicht wirklich die denkbar beste/angenhmste Form. Da erwarte ich vom iPad deutliche Bequemlichkeitssteigerung.
    Thema Apple allg., teuer, EarlyAdopter usw.: Nun, wie reagiert man darauf am besten? Ich meine … nach Deinem Beitrag. Mit Argumenten? Hmm … Ist es das wert? Ich versuch’s mal anders: ich akzeptiere und honoriere, dass Du anscheinend mit Windows oder was auch immer arbeitest und entsprechend andere als AppleHardware verwendest. Du wirst gute Gründe dafür haben. Ich habe Gründe dafür, warum ich mir Apple arbeitet und (!) auch Gründe dafür, warum ich deren Produkte gut finde. Und, Achtung, jetzt wird’s ernst, wenn ich, ein Mensch, den Du nicht kennst, meine, mein Geld für aus Deiner Sicht untaugliches, überteuertes Zeug auszugeben, dann, lieber Jokermann, ist das immer noch mein Ding. Das ist dann in der Tat noch mal was für Dich zum Nachdenken. Im Gegensatz zu dem, was Du zum selber nachdenken mit auf den Weg gegeben hast. Ob das jedoch ankommt, ich bezweifel es: Denn wie Du schon selber schreibst: Du Du verstehst es nicht ;-)

    So, ich denke, wir beide haben jetzt genügend gegen den Baum des anderen gepinkelt und unsere Duftmarken hinterlassen. Nichts für ungut ;)))

  9. Jokerman

    :-)

    Hallo Fröhlich,

    es ist wirklich bemerkenswert, wie du einem das Wort im Munde drehst. Respekt dafür. Es macht ja auch Spaß Apple User zu einer Diskussion zu holen um ein wenig über die Technik-Welt zu sprechen. Aber leider stoße ich dabei immer auf die selben hohlen Argumente, wenn überhaubt! Antworten auf Fragen bekommt man selten, eigentlich nur “Diese Frage ist lächerlich… oder nicht vergleichbar .. ach du hast keine Ahnung, usw”. Das selbe nun auch wieder von dir:

    “Mit Argumenten? Hmm … Ist es das wert?

    Ja verdammt, das ist Sinn und Zweck einer Diskussion!

    Das es sich bei Apple Usern (weniger als 5% aller Computer User der Welt) um eine Gruppe handelt, die der Meinung ist (und das ist unumstößlich) das Apple Hardware besser ist und nur Sie das Wissen, weil alle anderen (95%) das nicht kapieren, das weiß mittlerweile jeder nicht-geek.

    Dieses weltfremde Bild legst auch du hier zu Tage. Apple-Kritiker sind dumm, Windows-User sind noch dümmer und alle zusammen können sich Apple nicht leisten und haben keine Ahnung. – Apple-Opfer, wie Geil. Eine Zielgruppe gibts sich die blöße.

    Das Nutzer sich mit Apple-Geräten ein Image kaufen kann keiner wirklich bestreiten. Das Gefühl und das Verlangen diese Geräte zu besitzen um Gesellschaftlich anerkannt zu werden, ist zu deutlich. Man muß sich nur mal in die Bahn setzen und die Leute beobachten. Das ist wirklich peinlich.

    Wenn man wirklich rational sich die “specs” anschaut, welches Geräte am Markt mit sich bringen. Egal ob von Apple, Microsoft oder was auch immer. Der Verlierer ist meistens der selbe. Argumente wie Sicherheit, Stabilität und Usability sind teilweise noch aus den 90iger. Ein Blick in verschiedende Suchmaschinen genügt vollkommen (Vor kurzem z.B. wurde Windows 7 als sicherer als Mac OS X und Linux eingestuft).

    Eine Diskussion zwischen Apple (A.) und Windows (W.) Usern erinnert immer an einer Diskussion zwischen Träumern (A.) und Realisten (W.), Religiösen(A.) und Wissenschaftlern (W.).

    Entweder man glaubt daran oder man lässt es, nerven tut es mich dennoch.

    So, jetzt gebe ich dir noch einen Rat, dieser ist kostenlos. Deine überhebliche Art ist einfach nur ekelhaft, denk mal darüber nach. Anstatt eine wirklich konstruktive Diskussion aufzubauen, redest du oberflächlig und großkotzig daher. Heiße Luft, kaum Argumente, keine antworten auf Fragen und oben drauf noch prahlerei! Auch du erlaubst dir ein Urteil ohne mich zu kennen. Selbstverständlich kannst du dir viel Schrott für noch mehr Geld kaufen, das interessiert mich nicht. Aber wenn du dumm daher labberst und ein Stück Schei… (iPad) als Gold darstellst, dann interessiert mich das und ich gebe meine Meinung dazu ab. Und das kann ein Apple-Lämmchen auch nicht verhindern.

    Nichts für ungut.

  10. ralf schwartz

    Wow, vielen Dank für diese langen Beiträge und die angeregte Diskussion – nur aber ein wenig Entschleunigung, bitte. Time Out!
    ;-)

    Auch das iPad ist nur ein Produkt. Man muß es weder lieben, noch kaufen. Die Vor- und Nachteile des iPad resultieren aus den jeweiligen Lebenskontexten und noch zu stillenden Bedürfnissen des Betrachters. Ist doch gut, daß es solche Produkte gibt.

    In den frühen 90ern habe ich ua. für Dr. Best-Zahnbürsten gearbeitet (auf Kundenseite). Dem damaligen Marketingdirektor wurde die aus MaFo-Sicht furchtbare Erkenntnis überbracht, daß mehr als 50% der Deutschen Dr. Best ‘hassen’. Der MD sagte nur trocken, daß ihm die anderen knapp 50% als Marktpotential reichen würden.

    Manchen Marken kann nichts besseres passieren als so zu polarisieren. Da gibt es auch kein richtig oder falsch. Einige identifizieren sich damit, andere nicht. Das ist besser als allen auf Teufel-komm-raus gefallen zu wollen (und ich meine hier nicht MS, sondern Marken allgemein).

    Ein weiterführender Gedanke: Vielleicht sind die Experten und Profis und ‘Freaks’ gar nicht die Zielgruppe, sondern der Anwender, den mancher mitleidig belächelt, der aber einfach die beschriebenen Funktionen möglichst einfach nutzen möchte. Ein riesiges Potential! Menschen, die der Meinung sind, der Computer ist heute immer noch zu kompliziert, zu technisch, zu umständlich hochzufahren und zu bedienen. Menschen, die nicht x Geräte, die im Zweifel vielleicht die einzelne Funktion besser beherrschen, um sich haben wollen.

    Was denkt Ihr?

  11. Oliver Fröhlich

    @ Jokerman
    Upps, da hab ich wohl noch ein paar Bäumchen übersehen ;-)
    Nun denn:
    1) Ich denke nicht, dass ich Dir die Worte im Munde ge- bzw. verdreht habe.
    2) Jemanden in eine Diskussion holen zu wollen, indem man seinen Beitrag mit Worten wie “absoluter Schwachsinn” kommentiert, ist mit Verlaub eine denkbar ungünstige Vorgehensweise.
    3) “Diese Frage ist lächerlich… oder nicht vergleichbar .. ach du hast keine Ahnung, usw”. Das selbe nun auch wieder von dir:
    Ähh, anscheinend leben wir beide auf verschiedenen Planeten. Zumindest konnte ich in meinen Beiträgen nichts dergleichen finden.
    4) Ich bewundere Deine Kompetenz in puncto Statistik. Wäre beizeiten nett, wenn Du mir die Quelle verrätst, die besagt, dass ALLE Apple User der von Dir beschriebenen Meinung sind.
    5) Schön, dass Du mir ein “weltfremde Bild” unterstellst … (siehe dazu auch Punkt 2)
    6) Apple-Nutzer erkaufen sich ein Image … auch so eine Pauschal-Aussage … (Siehe auch den 4. Punkt)
    7) Eine Diskussion zwischen Apple (A.) und Windows (W.) Usern erinnert immer an einer Diskussion zwischen Träumern (A.) und Realisten (W.), Religiösen(A.) und Wissenschaftlern (W.)
    Fällt Dir etwas auf? Falls nicht: A) = Definitionen, die irgendwie den beigeschmack des Abwertenden haben. W) = Gott (oder zumindest sein kleiner Bruder)
    8) Entweder man glaubt daran oder man lässt es, nerven tut es mich dennoch. Den Teil vor dem Komma, auf den wollte ich die ganze Zeit hinaus. Den Teil danach, dafür gibt’s Medikamente ;-)
    9) Deinen Rat, auch wenn er kostenlos ist, möchte ich dankend ablehnen. Und mich lieber auf folgendes stürzen: Anstatt eine wirklich konstruktive Diskussion aufzubauen, redest du oberflächlig und großkotzig daher.
    Wenn mich nicht alles täuscht, dann habe ich in meinen allerersten Beitrag etwas ähnliches versucht. Also das mit “konstruktive Diskussion” und so ;-)
    10) Selbstverständlich kannst du dir viel Schrott für noch mehr Geld kaufen, das interessiert mich nicht.
    Hmm, anscheinend doch. ;-)
    11) Aber wenn du dumm daher labberst und ein Stück Schei… (iPad) als Gold darstellst, dann interessiert mich das und ich gebe meine Meinung dazu ab.
    Gegen Deine Meinung ist ja gar nichts zu sagen. Wer bin ich, dass ich Dir selbige abstreiten würde. Einzig … Dir Art, wie Du das, was Du “Meinung” nennst, vorträgst, lässt doch arg an … nennen wir’s mal … soziale Kompetenz … zweifeln.
    12) Guck mal, lieber Jokerman: Und das kann ein Apple-Lämmchen auch nicht verhindern.
    Und schon wieder bist Du in jene Falle getappt, in die man fällt, wenn man nicht in der Lage ist, einen Satz zu formulieren, der nicht auf den ersten Blick als dümmliche Anmache dekodiert werden kann. ;-)))
    So, und nun lieber Jokermann, noch etwas: Wir beide stehen anscheinend an einer verbalen Ampel und aus welchen Gründen auch immer werden hier gerade die Motoren wortreich strapaziert. Bevor Du nun aber in Deiner Dir eigenen, so liebevollen Art das Buchstabenpedal gänzlich durchdrückst, solltest Du vielleicht folgendes wissen. Das Geld, das ich in Deinen Augen für untaugliches Apple-Zeug zum Fenster rauswerfe, hole ich vorher als Schreiberling durch die Tür. Von daher weiß ich mich zu wehren. Mehr noch … ich weiß sogar, was Du jetzt alles schreiben willst. Und vermutlich auch wirst. Es läuft auf eine wie auch immer geartete Form der Beleidigung hinaus. Aber weist Du was: Ich werde genau darauf nicht mehr antworten. Warum? Ganz einfach: Das Ende meines Beitrages hier wird dann wie ein Mahnmal im virtuellen Raum stehenbleiben. Andere werden es lesen, werden Deine “Antwort” darauf lesen und denken “Was für eine arme Wurst, der Jokerman, Nicht mal das hat er verstanden”.
    In diesem Sinne grüßt Dich der Oliver

    @Ralf Schwartz
    Sorry, tut mir leid, dass Ihr Ausgangsbetrag so missbraucht wurde. Ich finde und fand ihn gut. Hut ab. Eine intelligente Form des Aufrufes zum Wider- oder Zuspruch. Gern hätte ich daran teilgehabt. Aber einer der anderen Gäste scheint doch etwas überfordert zu sein. Herzlichst und bis irgendwann mal wieder. O.F.

  12. Jokerman

    Hallo Herr Schwartz,

    solche Geräte gibt es und gab es schon sehr lange. Ich erinnere mich an ein Tablet (ich glaube Sony), das nur fürs Surfen gemacht war. Aber mal ehrlich, Leute, die keinen PC bedienen können und es zu kompliziert halten, die werden auch mit einem Tablet nicht klar kommen. SOlche Zielgruppen erreicht man nur über solche Geräte wie e-book reader (nicht nur kindle). Weil 1. diese sehr einfach gehalten sind, kein boot, keine extra software nötig, sehr leicht zu lesen ohne ermüdungserscheinungen und kostenlose verbindung zu einem Buchshop.

    Ältere Zielgruppen wollen nicht Filme auf so kleinen Geräte schauen, auch wollen Sie nicht auf mini Displays im Internet surfen. Zudem kommt die unhandlichkeit eines Tablets, ganz abgesehen von Touchscreen-tastatur etc. Das ist doch wirklich nicht für jeden direkt ersichtlich. Schonmal ein Handy für ältere gesehen? Dann wissen Sie was ich meine.

    Wir müssen das wirklich realistisch sehen. Hinzu kommt der hohe Einstiegspreis: Erst muss man paar hundert euro auf den Tisch legen um dann nochmal für jeden Inhalt (Zeitung, Bücher etc) nochmal zu bezahlen. Dafür denken ältere Zielgruppen viel zu sehr an Preis/Leistung. Man bekommt mit einem Tablet auch mit keinem eReader keine technik unaffine Gruppen zum Kauf. Die werden Ihr Zeitungsabo (Papier) nicht so einfach kündigen.

    Woher nehmen Sie den Ihre Zielgruppe? Ich kenne mehrere Golden-Ager die sich nicht für ein e-Reader entscheiden wollten, weil diese der Meinung waren, das ein Buch aus Papier sein muss. Für mich unverständlich, aber dennoch nachvollziehbar.

    Leute die aber Technik-Affin sind, werden vergleichen und dann entscheiden. Diese haben hohe Anforderungen je nachdem wie Sie Ihr Gerät vewenden möchten. Und da sehe ich für alle Tablets schwarz. Ein Smartphone ist handlich, praktisch und teilweise mit großzügigen Displays. Tablets (auch iPad und wie sie alle heißen) haben nur eine kleine Nische, die Sie besetzen könnten. Aber das bezweifele ich auch sehr stark. Auch Microwellen mit Androidsoftware und Kühlschränke mit Internetbrowsern sind zwar coole Geeks, aber nicht Markttauglich.

  13. Maforist

    @ Ralf Schwatz
    Ein interessanter Gedanke, den SIe da hinsichtlich der ZG aufwerfen. Ich las vor kurzem einen Artikel, in dem der Autor das iPad für seine Oma kaufen wollte. In der Tat glaube ich, dass sich das iPad über kurz oder lang in ZG finden wird, die bisher kaum oder keinen Zugang zu ComputerTechnik hatten. Die Handhabung und der (fast) gänzliche Ausschluss jedweder “Betriebssystem-Problematik” (vom Starten bis hin zum Installieren von Treibern) kann sicherlich vorhandene Ängste abbauen. Vielleicht finden sich ja auch Verwerter (außerhalb des Verlagswesens), die mit dem Gerät neue Felder bestellen. Ich denke da z.B. an größere Altenheim oder Altenresidenzen, die ihren Bewohner ein solches teil zur Verfügung stellen. (Menükarten online, Medikamentenpläne abrufen, dazu Zeitung lesen, surfen etc.) OK, erst mal ne Spinnerei. Aber es bedurfte eines solchen Gerätes, um überhaupt solche Überlegungen mal anstellen zu können.

  14. Jokerman

    @Oliver

    Anscheinend hast du nun deine Worthülsen dafür verwendet, mir eine Antwort auf deinen Beitrag ausreden zu wollen. :-)

    Naja wie auch immer.

  15. Dirk

    @Jokerman:
    nun mach aber mal halblang: Dein Ton ist auch nicht gerade freundlich, das war er auch von Anfang an nicht.

    Ich greife nur zwei deiner Argumente auf, weil ich die auch anders einschätze als du:
    1. Image: Die Unterstellung, dass Apple-Käufer ausschließlich am Image dieser Marke interessiert sind, finde ich zweifelhaft. Alleine schon in die Zukunft extrapoliert: Es werden langsam so viele Apple-User, dass es bald schon uncool würde, wenn man Apple ausschließlich wegen des Image vorziehen würde (ähnlich wie bei Google abzusehen). Ich war früher auch mal ein Apple-Evangelist, zugegeben, aber das gilt schon länger nicht mehr. Es ist einfach nicht mehr nötig.
    2. Niemand, den ich als Apple-Fachmann kenne und schätze, behauptet, Apple habe eine überlegene Hardware. Was Apple aber besser beherrscht als jede andere Elektronikfirma, und das kapieren ganz offensichtlich die meisten Windows-User und Feature-List-Fetischiscten nicht: Sie kreieren die beste User-Expierence, den angenehmsten Umgang mit einem Gerät, das eine Synthese aus Soft- und Hardware darstellt. Insofern ist nämlich auch der Begriff ‘Design’ zu verstehen. Design ist nicht die Verhübschung eines an sich hässlichen Produkts, wie in geschätzten 90% der Fälle in der Industrie. Design im Sinne von Apple ist ein durchgehendes Konzept der Benutzbarkeit. Es steht nicht am Ende des Produktionsprozesses, sondern durchzieht diesen von Anfang an.
    Weil sie das konsequent machen, sind die Produkte eben gerade nicht für Early Adopters, denen es egal ist, wenn sie entsprechend dem Bananensystem ein unfertiges Produkt bekommen, das beim Käufer reift. Sondern Apple hat es spätestens seit dem ersten iPod geschafft, Produkte schon im Labor zu perfektionieren, mit einer an Manie grenzenden Detailverliebtheit. Dazu gehört dann auch der bewusste Verzicht auf manche Features. Denn ein zu früh und schlecht eingebautes Feature wäre eventuell mit einem nur halb perfekten Benutzererlebnis verbunden. Und ehe Apple ein Produkt mit Mängeln herausbringt, entwickeln sie lieber noch ein Jahr länger dran.
    Es ist immer wieder spannend und ernüchternd, dass diese Denke einigen wenigen nicht einleuchtet, weil sie immer neue technische Produkte mit technischer Innovation verbinden. Nein, das iPad ist technisch gar nicht so arg innovativ. Aber dafür ist es das Konzept: Das ist der Weg der Zukunft. Wir werden uns in 10 Jahren fragen, warum Computer jemals komplizierter zu benutzen waren als das iPad.
    :-) Dirk

  16. Stefan

    Wunderbarer Beitrag, herrlich amüsante Kommentare, vielen Dank vor allem an den Fröhlichen Schreiberling. Ich denke übrigens auch, dass sich das iPad gut im Wohnzimmer machen wird und schon bald seinen Platz dort und auf Geschäftsreisen einnehmen wird.

  17. Marvin

    @Dirk:
    “Es ist immer wieder spannend und ernüchternd, dass diese Denke einigen wenigen nicht einleuchtet”.

    jetzt mach du aber mal halblang. kennst du den spruch “wer menschenverachter verachtet, ist selbst ein menschenverachter”? das trifft auf dich zu, sowie auf “Oliver Fröhlich”. nur weil dir ein tolles UI (=user interface) am wichtigsten ist, muss es ja nicht jedem am wichtigsten sein. im gegenteil. den meisten menschen die ich kenne ist es egal wie ein programm geöffnet wird (ob es jetzt einfach da ist, oder ob es mit einer animation begleitet wird), hauptsache es funktioniert. ich kann natürlich nicht sagen das jeder mensch so denkt, aber meinem gefühl nach ist es die masse.

    ich bin meiner meinung nach ein perfektionist. auch ich bevorzuge ein schönes UI. denoch habe ich meine 2 iphones (dachte nach dem ersten wechsel ich gebe ihm noch eine chance) wieder weggelegt und mir ein nokia gekauft (e72). es ist zwar nicht so schön zu bedienen, hat auch keine tollen grafiken, aber das MEHR an hardware (und auch funktionen) ist einfach nicht wegzudenken. und so sind viele. was nützt es eine tolle diashow am handy haben zu können, wenn man keine ordentlichen fotos machen kann? was nützen mir die vielen programme, wenn der akku eh nur bis zur mittagsstunde hält? usw.

    auf was ich hinaus will ist eigentlich, dass ihr (Dirk und Oliver) die verallgemeinerung “hardware ist das wichtigste” nicht versteht, selbst aber die verallgemeinerung “usability ist das wichtigste” in den raum werft. jedem das seine, und gut ists ;)

    und @oliver fröhlich: ich habe mal gelernt, dass wenn man allgemein etwas ausspricht, es andere leute ärgert, als wenn man ich-botschaften mit einem “ich finde/ich meine” begleitet. z.b. “das buch ist langweilig”, ärgert einige leute, da dies eine allgemeine botschaft ist, bzw. eine absolute. und da einige leute das buch nicht langweilig finden, fühlen sie sich gekränkt. wenn man aber sagt “ICH finde das buch langweilig”, dann wird das auch als ihre meinung angesehen und die leute fühlen sich nicht gekränkt, weil es ihnen egal ist was ihre meinung ist.

    also sollten sie phrasen wie “Warum kein DVD-Laufwerk? WOZU AUCH…” in zukunft unterlassen, und mit einer ich-botschaft begleiten, dass wird ihnen in zukunft viele diskussionen und streitereien ersparen, glauben sie mir. sollte jetzt auch nicht als bevormundung, sondern als hilfestellung angesehen werden, meine obigen sätze!

  18. Oliver

    @ Marvin:

    Zitat: “Ich stimme allen zu und füge noch ein paar Gedanken an:”
    Dies waren meine Worte, mit denen ich Sätze wie “…Wozu auch?” eingeleitet habe. Ich habe nämlich mal gelernt, dass man auch anders als mit “Ich meine, Ich denke etc.” zum Ausdruck bringen kann, was man selbst meint. (Hier sogar noch als Gedanken, nicht einmal Meinung gekennzeichnet! Hinzu kommt: Ich habe für mich geschrieben und niemanden unterstellt geschweige denn abverlangt, dass er meine Sichtweise als die seine übernehmen soll -dies als meine Antwort auf Zitat: “nur weil dir ein tolles UI (=user interface) am wichtigsten ist, muss es ja nicht jedem am wichtigsten sein.”) Warum Sie mich nun, den auch Sie nicht kennen, als “Menschenverachter” titulieren … keine Ahnung. Was Ihre angebotene Hilfestellung betrifft …. ;-) Sie können sich sicherlich denken, wie unendlich wertvoll die für mich mit als “Menschenverachter” ist ;-)
    Und wo ich schon dabei bin: Weder ich noch Dirk (jedenfalls habe ich ihn so verstanden) haben den Fokus auf die von Dir erwähnte Verallgemeinerung “usability ist das wichtigste” in den Raum gestellt. Ich hoffe, dass meine obigen Sätze nicht als Bevormundung angesehen werden oder zu Streitereien führen. (Dies nur als Hilfestellung für den geneigten Leser ;-) (Achtung Ironie … bitte nicht persönlich nehmen.)

  19. Oliver

    @ Marvin
    5 Satz von unten in meinem Beitrag an Sie. Es sollte “Ihnen” sein. Nicht “Dir”. Ich bitte um Entschuldigung.

  20. Dirk

    “den meisten menschen die ich kenne ist es egal wie ein programm geöffnet wird [...] ich kann natürlich nicht sagen das jeder mensch so denkt, aber meinem gefühl nach ist es die masse.”

    Das halte ich (Du siehst: Ich-Botschaft! ;-) ) aber für einen falschen Induktionsschluss von dir und deinem Bekannentenkreis auf alle.
    Ich kenne und beobachte viele Menschen, die von einer Maus überfordert sind: Sie klicken auf Links im Browser doppelt und sind völlig perplex, wenn sie aus Versehen die rechte Maustaste erwischen.
    Viele, mit denen ich gesprochen habe, sind begeistert vom iPod und vom iPhone und fragen sich, warum es keinen Computer gibt, der genauso einfach funktioniert.
    _Diese_ Leute halte ich für die Masse.
    Viele von denen benutzen die zZ. existierenden Computer gar nicht, haben es nie gelernt (du glaubst gar nicht, wie viele das sind!). Und viele, die die existenten Computer benutzen, machen es zähneknirschend und nur deswegen, weil es keine anderen gibt. Du glaubst gar nicht, wie viele den Umgang mit dem Computer hassen – ich habe täglich mit solchen Leuten zu tun.
    Jetzt wird es demnächst einen Computer geben, mit dem das so einfach geht wie mit einem iPod. Du magst subjektiv meinen, das Ding ist nichts für dich. Mag sein. Aber ich wage die Voraussage: Das wird den Umgang mit dem Computer insgesamt revolutionieren – auch für die, zu denen ich mich auch zähle, die mit dem Computer umgehen können. Ich freue mich drauf.
    :-) Dirk

  21. jokerman

    Es scheint mir fast so, das das iPad nur für dumme und grobmotoriker gemacht wurde oder habe ich eure Argumente falsch verstanden?

    Übrigens geht eure Definition der Zielgruppe ziemlich weit an der Realität vorbei. (Siehe meinen Beitrag weiter oben von 17.30 Uhr)

  22. Maforist

    Zitat: Übrigens geht eure Definition der Zielgruppe ziemlich weit an der Realität vorbei. (Siehe meinen Beitrag weiter oben von 17.30 Uhr)

    Setzt voraus, das Sie die Realität kennen und andere hier Schreibende nicht ;-) Nehmen wir einfach mal an, das die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegt. Meint: Es wird Tech-Affine geben, die das Pad aufgrund seiner “Mängel” nicht akzeptieren. Und es wird Erst-Einsteiger geben, die es eben deshalb kaufen. Ich glaube, dass keiner von uns hier genügend Kenntnisse hat, um den Erfolg bzw. Misserfolg des Pads vorhersagen zu können. Die Zukunft wird es zeigen. Und da kann ich nur dem Dirk zustimmen. Irgendwann in der Zukunft werden “wir” uns fragen, wie es ohne “ipad” eigentlich ging. Ich meine damit die Art … nicht das Gerät an sich! Ich verstehe aber das Pad als Vorreiter. Insofern, als dass es ja auch in puncto Betriebssystem und Programme andere als die herkömmlichen Wege geht.

  23. Dirk

    Zitat: “Es scheint mir fast so, das das iPad nur für dumme und grobmotoriker gemacht wurde”

    Wer ist jetzt hier der Menschenverachter? ;-)
    Ich verstehe nicht, warum im Jahr 2010 immer noch große technische Hürden als selbstverständliche Barriere vor den Segnungen des Digitalzeitalters akzeptiert werden müssen. Nach dem Motto: wer sich die Technik nicht aneignen kann oder will, für den bleibt diese Welt halt verschlossen.
    Immer wieder hilft die Analogie Computer-Auto weiter: Es gab auch mal eine Zeit, als Leute nur autofahren konnten, die das Ding auch auseinandernehmen konnten und die Wirkweise eines Getriebes verstanden hatten. Das Konzept des Zwischengases war schon recht komplex. Aber inzwischen gibt es Automatik, ESP, ASR etc., und viele Leute kommen gut und sicher von A nach B, ohne dass sie irgend eine Ahnung haben, was sie mit den Bewegungen am Lenkrad und am Gaspedal genau bewirken.

    Zitat:
    “Übrigens geht eure Definition der Zielgruppe ziemlich weit an der Realität vorbei.”
    Ich hoffe du erlaubst auch andere Einschätzungen der Realität als diese?
    Klar wird das iPad nicht so sehr die Technik-Affinen erreichen und auch nicht die Billigheimer. Aber ich kenne nicht wenige Menschen, denen es beim Umgang mit Computern nicht um eine Masse an Features geht ODER um Geschwindigkeit ODER um den billigstmöglichen Preis. Es gibt Leute, die bereit sind, mehr Geld zu zahlen als unbedingt nötig für ein Gerät mit weniger Features, solange dieses stimmt: Sie können das, was sie mit einem Computer machen wollen, möglichst simpel und einfach und mit Freude am Tun erreichen.
    In diese Richtung interpretiere ich den Erfolg des iPhones, und das iPad wird genauso ein Erfolg, wart’s nur ab.
    :-) DIrk

  24. Maforist

    Gute Nach John-Boy, Gute Nacht Marry-Ann, Gute Nacht Jokerman. Und Gute Nacht, Dirk. (Gib’s auf. Du hast Recht. Aber das merken die drei vor Dir genannten eh nicht ;-)) PS: Ich bin denn mal weg, im Bett. Leider ohne iPad. Aber meine Frau, die hat ja eins ;-))

  25. Julia

    Mir ist das iPad relativ egal, aber ich würde es sehr bedauern, wenn aus dem Kindle eine Art social networking tool wird. Ich glaube, es ist auch nicht eine Minderheit von “Puristen” (GigaOm), die mit dem Ding einfach nur in Ruhe lesen wollen. Herrrlich ist das! Da kann man sogar erst mal über das, was man da liest, nachdenken, ohne es gleich weiterverbeiten (“sharen”) zu müssen.

    Eine Sache fand ich aber doch interessant an der iPad-Präsentation: Zuerst sprach Steve Jobs immer von “iPad” ohne Artikel (“You can use iPad to …” oder so ähnlich), aber irgendwann knickte er ein und nannte es “the iPad” – war das Absicht? Sollte “iPad” (ohne “the”) eigentlich als eine Art Person präsentiert werden? Und warum wurde bei diesen ganzen Demo-Videos nie gezeigt, wie man auf der Tastatur tippt? (Okay, das ist ein zweiter Punkt.)

  26. ralf schwartz

    Na also: das iPad ist so einfach wie Nachos! ;-)
    buzzfeed.com/leemfra...

  27. Matthias

    Ich sage nur abwarten. Viele kaufen dieses Ding doch nur, weil es von Apple ist. Was danach kommt werde wir sehen. Ich denke es hängt zum großen Teil auch von den Apps ab und da wird es einige geben …

  28. ralf schwartz

    Jay hat den ultimativen Post zum iPad gefunden: “Terrific monumental iPad compilation-cum-analysis by @VenessaMiemis …” >
    http://u.nu/8hky4

    Plus:
    “Perhaps the iPad isn’t revolutionary in terms of computing history, but if we examine the cultural implications of the device on audiences, it may influence the next trends in computing’s future (if we will necessarily call the next wave of entertainment devices “computers”).” Convergence Culture Consortium
    convergenceculture.o...

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