21.12.09
14:02 Uhr

Gefälligkeiten

Und wo wir gerade beim Thema Design sind: Hier ein weiteres begnadetes Core-Toons Meisterwerk von lunchbreath:

design favors

“The Dreaded Killer Jellyfish of Graphic Design Favors”

Kenne ich auch. Spontan fiele mir zum Beispiel ein, „Kannst du mal über meine Diplomarbeit rüberschauen“, „Guck doch mal, ob die Texte auf meiner neuen Website so gehen“, „Vielleicht hast du ein paar Tips für mein Bewerbungsschreiben“, „Meinst du, ich kann das so an Verlage schicken“, „Mein Opa plant, seine Memoiren zu schreiben, setz dich doch mal mit ihm zusammen“ oder „Weißt du was, ich schick dir einfach ein paar von meinen Gedichten“.

Meine Lieblingspassage aus Copywriter Robert Blys Blogpost “What I Won’t and Will Do for Free for You”:

4—I won’t have lunch or coffee with you. (Amazing how many people expect me to give up over a thousand dollars worth of my billable time in exchange for buying me a grilled cheese sandwich.)

Darn right :-)

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11 Kommentare

  1. Vroni

    Weitere Gefälligkeiten

    Cousine im Herbst:
    “Ich will bis Weihnachten eine Finanzvermittlungsseite mit Kostenkalkulator/Konfigurator. Kannst du mir einen Freundschaftspreis machen?” – “Wie? SEO? Was ist das?”
    (Und wird nicht einmal merken, dass sogar 4000,00 € bei Finanzseiten noch ein Wahnsinns-Freundschaftspreis sind.)

    Programmierer:
    “Laden Sie bitte die von mir fertig programmierten Daten auf Ihren Webserver, damit der Kunde mit Ihnen die programmierten Funktionen einsehen und besprechen kann.”
    (Unbezahlte Kommunikationszeit, weil ich doch so furchtbar gern plausche? – warum nicht auf seinem Server.)

    Kunde:
    “Können Sie mal schnell auf die Texte und Bilder der Website schauen?” (Kunde machte Texte und Bildredaktion entgegen Abraten selber.)

    Verwandte, 1 Woche vor 18. Geburtstag von Tochter mit Geschenkidee:
    “Kannst du mir auf 50 x 70 ein Posterbild mit der Marilyn Monroe malen? Die Textidee dazu habe ich selber!” (Textidee war seltsam und 100 € wurde für eine großzügige Bezahlung gehalten.)

    to be continued

  2. J. Martin

    :-)

  3. Britta Stahl

    Man kann es manchmal fast nicht glauben… :-)

  4. helle

    Stimmt, aber so isses halt heutzutage

  5. Vroni

    So nachdem wir jetzt Umzugs (Britta)-und Ferienplaner (helle)-Werbung gesehen haben, könnte es mal substanziellere Komments geben.
    Oder auch nicht. Alles kann, nix muss. Derzeit ist LOL bei Werbern ja wieder in Mode, voll retro – ergänzt durch retweet diesmal.

    Schöne Weihnachten euch allen!

  6. Roland

    @Vroni Dir auch ein schönes Weihnachtsfest. Den beiden genannten Besucherinnnen nehme ich jetzt die Links weg. :-) Die gibt´s hier nur für das “share”-Prinzip…

  7. friedrich

    Meine No- oder Low-Budget-Jobs lassen mir immerhin gestalterisch viel freie Hand und sind vor allem nicht beratungsresistent. Das gilt zwar auch für einige der zahlenden Kunden. Aber ein wenig Querfinanzierung geht schon in Ordnung, wenn die Sache eine gute ist und der Job Spaß macht.

  8. Vroni

    @ Friedrich
    So kann man das machen. Wenn schon Lo/No-Budget, dann als darüber schwebende Forderung: pidde freie Hand und keine Resistenzen auch noch.

    Tatsächlich ist es so, dass oft beides zuammenkommt, die Kombination von Beratungsresistenz, Gängelung UND die unverschämte Forderung nach Freundschaftsbezahlung.
    Genau deshalb mache ich nix für Verwandte.

    Agenturen machen gern was für soziale Dienste. Das ist in Ordnung und es gibt meines Wissens aber durchaus ein Honorar dafür.(Was viele Kleingrafiker nicht wissen, die dann für sogar größere Evaus umsonst schrubben…).

  9. friedrich

    @Vroni

    Es ist grundsätzlich gut, zumindest etwas Geld zu fordern, auch im sozialen Sektor, damit das Gefühl von Wert entsteht und sich da keine Bestellmentalität einschleicht. No Budget geht nur bei Leuten, die das nicht ausnutzen – das können sogar Verwandte sein…

  10. Vroni

    Damits keinen Streit gibt: lieber dann gar kein Verwandter! Das ist zwar arrogant aber ein Beitrag für den Weltfrieden :-)
    Was glaubst, was sie sagen, wenn einer kriegt und ein anderer nicht.

    [Bis jetzt noch erfolgreich um jeglichen kostenlosen Entwurf von privaten Seglerzeitungen inkl. holpernden Gedichten (!) oder dicken Hochzeitszeitungen herumgekommen, würg. Und hoffe das bleibt so!]

    Ein schönes, friedvolles Fest!
    Grad drum.

  11. friedrich

    Wenig Verwandte, wenig Probleme. Ein paar Gefälligkeiten, mehr nicht bisher. Das Buch hängt noch in der Luft, wär aber auch nicht so schlimm. Immerhin haben sie mich aufgezogen.

    Frivole Weihnachten! Sei’s drum.

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Eure Kommentare

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  • Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
  • ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
  • Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
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