17.12.09
15:26 Uhr

Telstra Social Media Guidelines: Respect, Responsibility & Representation

{lang: 'de'}

Während deutsche Unternehmen in der Breite noch zögern, lehnt die australische Telstra sich weit weit aus dem Fenster und schult nicht nur ihre 40.000+ Mitarbeiter in Social Media, sondern veröffentlicht die Schulungs-Unterlagen auch im Netz!

Die Unterlagen sind gut gemacht, die muß man einfach mal durchclicken.

Telstra

Dabei sind die Regeln pragmatisch und würden manchem deutschen Denken gut zu Gesicht stehen:

So what should be the rules of the game? At one end of the continuum, it could be open slather with no rules at all, but that is unrealistic given issues like disclosure and the need for coordination and consistency of messaging in a company like Telstra.

At the other end of the continuum, we could be highly prescriptive, discouraging staff from using social media other than in their own personal time and only about issues unrelated to Telstra.

Such a restrictive policy might fit with more traditional corporate approaches to media management. But in the online world, it is likely to be ineffective and counter-productive. People will still use social media and inevitably conversations turn to matters relating to Telstra.

So shouldn’t we start from a position that Telstra employees are responsible people and, if we give them the  opportunity, they are likely to be among our best advocates – our best online ‚word of mouthers‘ if you like?

Ein wegweisendes Statement von David Quilty, Telstra Group Managing Director for Public Policy and Communications, oder?

Bei der Bewertung der gesamten Aktion stimme ich mit Mashable überein:

Clearly, it’s a bold move by Telstra that will leave them open to plenty of criticism, but ultimately we think it’s a smart one that should foster a lot of conversation in the space.

Unternehmen müssen sich in diesen Zeiten eine Social Media Guideline geben, sie müssen sich entscheiden, ob sie ihre Mitarbeiter demotivieren wollen, verstummen lassen, gegen rückwärts-gerichtete Regeln verstoßen lassen oder ob sie die Zukunft und den Wandel hin zu einem offenen Unternehmen gehen wollen, in dem Mitarbeiter auch Botschafter der Kultur, Philosophie und Marke des Unternehmens sind, sein dürfen und sollen.

Die Unternehmen müssen sich entscheiden, ob sie ihren Mitarbeitern auch beim Umgang mit Social Media vertrauen, wie sie ihren Mitarbeitern auch sonst vertrauen und sie weitreichende Entscheidungen treffen lassen, ihr eigenverantwortliches und vorausschauendes Denken und Handeln fordern und fördern.

Die Mitarbeiter müssen sich entscheiden, ob sie erwachsen genug sind, mit den neuen Medien offen, progressiv, dennoch kritisch umzugehen, wie sie auch mit den übrigen Assets des Unternehmens umsichtig und weise umgehen.

Responsibility, Respect and Representation sind die Säulen der Telstra Social Media ‚Policy of 3R‘ – diese gelten genauso gut in jedem anderen Teil des Unternehmens, der Gesellschaft, der Welt.

Warum sollten sie gerade beim Thema Social Media nicht gelten und funktionieren?

Ich jedenfalls wünsche Telstra, daß viele Unternehmen ihrem Beispiel folgen. Gerade Agenturen könnten von solch einer Policy profitieren, führt sie nicht zuletzt auch zur notwendigen Social Media Literacy aller am Agentur-Erfolg Beteiligten.

2 Kommentare

  1. Vroni

    Dieses digitale „e-learing“-Comic-Heftchen ist sicher eine nettere Art, seinen Mitarbeitern zu sagen: Sprecht in der Öffentlichkeit (Facebok, Myspace et alii) um Gotteswillen nicht despektierlich über uns = euere Firma und deren Kunden. Aber auch eine relativ aufwändige.

    Wie der deutsche Weg aussähe?
    Wohl per bellender Chef-E-Mail: Betreff: Anweisung an alle. Text: Wer despektierlich labernd auf Facebook/Blogs erwischt wird fliegt. Nach Diktat verreist.

    Hocheffizient. Und spart die Kosten für so ein nettes Heftchen. Ist für den Controller eh bloß Designkram für Selbtverwirklicher, die morgens nicht aus ihren Betten kommen.
    :-)

  2. ralf schwartz

    Bist aber wieder ironisch, Vroni, so kurz vor Weihnachten, wo alle in sich gehen werden und im Neuen Jahr alles besser und noch socialer machen werden. ;-)

Eure Kommentare

Feed
  • Tom: Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ein guter Texter oder auch Grafiker meistens besser verdienen als bei gehalt.de geschrieben....
  • WERBOU: Ich denke es ist in der Werbebranche sehr unterschiedlich. Gerade was in Sachen Grafik geht, wird meistens der Preis ziemlich gedrückt, was...
  • Thomas Beichel: Wirklich geschmackvoll ist der Werbebanner wirklich nicht, aber jede Werbeagentur wird ihnen recht geben, denn die Werbung erfüllt...
  • Sebastian: Was ich nie verstehen werde warum die nicht wirkliche Kulanz walten lassen. 10€ Guthaben tun dem Anbieter nicht weh.. für ihn bedeutet...
  • Roland Kühl-v.Puttkamer: Nein, tot nicht, wir leben und arbeiten ja alle und auch der Werbeblogger ist online ;-). Für die nähere Zukunft der...
  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
  • Gatzetec flashlights for friends: Wir denken der Auftrag wurde erfüllt. Gute Werbung für das Produkt und man schaut zweimal hin :-) Gibt es...
  • Detlef Arndt: Als Marketing Experte müsste man auch wissen, warum das so ist. Angebot und Nachfrage sind hier nicht im Einklag. Klare Sache. Daher...
Adscene: The Kaiser Report
Werbeblogger Late Night Podcast
Werbeblogger Podcast auf iTunes abonnieren



Wordpress-Blogsoftware
blogoscoop