16:56 Uhr
Geschichtsanstalten ARD und ZDF: The Missing Link
Endlich hat sich ein Exemplar jener Spezies angefunden, die ich in meinem Beitrag zu den „Geschichtsanstalten ARD und ZDF“ vermißte: Frauen! Offenbar waren sie immer noch mit dem Anlegen von Kleidung beschäftigt nach dieser 2008er Plakataktion aus der Kreation von Kolle Rebbe und daher für das öffentlich-rechtliche Geschichtsbild leider nicht verfügbar. Grundversorgungs- und Volksbildungsaufträge verbergen sich, wie ich vermute, wie amerikanische Motorradstreifen gleich hinter den Billboards. Außer natürlich, wenn sie — wie gerade in diesem Moment — woanders für öffentliche Sicherheit und Ordnung beim GEZ-Gebührenschutz für internetfähige Geräte sorgen.
Schön dazu dieses Zitat (ich liebe ja Kreativpreise) von einer Pressemeldung des Fachverbandes Außenwerbung:
Beim Sonderpreis „Beste Kreativ-Idee“ fiel die Entscheidung für das ZDF mit einem auf drei Großflächen aufgeteilten Motiv einer leicht bekleideten Schönheit (Agentur: Kolle Rebbe). Die Werbung für erotische Filme ohne Unterbrechungen ist absoluter Favorit von FAW-Präsident Ruhfus: „Das ZDF-Plakat ‚Interruptus‘ hat alles, was eine intelligente Mediennutzung ausmacht – ein aufmerksamkeitsstarkes, sympathisches Motiv und die unmittelbare Umsetzung der Werbebotschaft in die Präsenz des Mediums. Besser kann man es nicht machen.“
Ach, und es scheint auch nur zwei, nein ein Photo von diesem Plakat zu geben! Das ganz oben in Deutsch und das ganz unten in Englisch. Andererseits, die internetweite Beschränkung auf ein agenturseitig veröffentlichtes Lichtbild ist im Zeitalter kamerabewehrter Mobiltelephone ja eigentlich auch typisch bei einer solchen Plakataktion.
10 Kommentare
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- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...

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Am 14. Dezember 2009 um 19:14 Uhr
Dass es so wenig Bilder gibt, lag am Standort dieser drei Plakate: Auf dem Gelände des ZDF am Mainzer Lerchenberg. Sie konnten also überhaupt nur von Mitarbeitern (und im Bus vorbeifahrenden Besuchergruppen) gesehen werden.
Am 14. Dezember 2009 um 19:18 Uhr
@Philipp THX. Das bestätigt meine düstersten Vermutungen.
Am 14. Dezember 2009 um 20:09 Uhr
Außerdem ist mindestens ein Motiv über via Photoshop plakatiert. Man achte mal auf Licht und Schatten! Ts,ts..
Am 14. Dezember 2009 um 21:02 Uhr
wie gerne hätte ich da mal die Lücken zwischen den Plakaten zu Gesicht bekommen…aber das dürfte ganz leicht sein, das scheint ja eh per Pixelschupserei geschnitzt zu sein.
Am 14. Dezember 2009 um 22:27 Uhr
Wie heißt es: Mit dem Zweiten sieht man besser? Sieht man.
Am 15. Dezember 2009 um 16:11 Uhr
GEZ-Gebühr (äh, ich meine Rundfunkgebühr) für Softsexfilme, phantastisch! So muss öffentlich-rechtlicher Rundfunk hierzulande aussehen – kritisch, direkt, unbestechlich.
Am 16. Dezember 2009 um 00:12 Uhr
Unglaublich…da gehen unsere Gebühren hin.
Am 16. Dezember 2009 um 10:53 Uhr
[...] Quelle: werbeblogger.de [...]
Am 16. Dezember 2009 um 13:05 Uhr
also erstmal laufen auf zdf keine derartigen filme und zudem ist die copy auf englisch. zielgruppe ebenfalls verfehlt was eindeutig darauf hinweist, dass das ne ‘goldidee” fuer ne awardgeschichte ist. nedde idee, leude, aber ist es nicht arm, dass solche fakes immer nur fuer brancheninterne awards gemacht werden?
Am 24. Dezember 2009 um 02:54 Uhr
Das Kolle Rebbe SOWAS nötig hat …