07.12.09
11:29 Uhr

Die Betten brennen. Der Klimagipfel in Kopenhagen

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ScreenShot076
(Bildquelle: Greenpeace)

Auf Basis des alten Songklassikers der australischen Band „Midnight Oil“ macht die laufende Kampagne „TckTckTck“ auf die dramatischen Folgen des Klimawandels aufmerksam und stilisiert mit der Armgestik eines analogen Sekundenzeigers die hohe Dringlichkeit, weltweit abgestimmt auf die globale Erwärmung zu reagieren.

Mit dem heutigen Tag beginnt nun der UN-Klimagipfel in Kopenhagen, der für viele Wissenschaftler und Klimaforscher den letzten Startschuss darstellt, um international abgestimmt wirksame Ergebnisse und Beschlüsse einzuleiten.

Und die verantwortlichen Politiker in aller Welt sind dringend aufgerufen, tatsächlich zu handeln. Greenpeace hat dafür eine Kampagne im Airport Kopenhagen gestartet, die die aktuellen politischen Führer wie Angela Merkel, Sakkozy oder Obama zeigt, wie sie nach Ablauf von weiteren 20 Jahren ihr Bedauern ausdrücken, nicht rechtzeitig etwas unternommen zu haben. Aber die Ordnungspolitik und Wirtschaft werden es alleine nicht hinbekommen. Wir als Konsumenten sind gefordert, bewusst über unseren täglichen Verbrauch mit Energie, Wasser und anderen Rohstoffen nachzudenken und unser Verhalten aktiv anzupassen.

Für die digitale Welt bedeutet das vor allem: Kaufen wir zu Weihnachten lieber nicht die aktuellste Mördergrafikkarte für Spiele, die mal eben alleine im 3D-Betrieb 250 Watt und mehr aus der Steckdose saugt. Verzichten wir auf ein TFT-Display von 50 Zoll für das hippe 20 Quadratmeter-Multimediazimmer. Und oft genug tut es auch ein Notebook im täglichen „Social-Media“-Betrieb, der im Vergleich zu hochgezüchteten Desktop-Boliden nur ein Zehntel an Strom-Power benötigt…

33 Kommentare

  1. Clevergy Blog: Alles außer Strom - voller Energie.

    Das ist der Gipfel ……

    … auf den die Menschen gewartet haben: der Klimagipfel in Kopenhagen. Forderungen gibt es viele. Und auch Teilnehmer. Repräsentanten aus über 190 Länder dieser Erde kamen (wahrscheinlich nicht mit dem Fahrrad) in die dänische Hauptstadt, um darüber z…

  2. Frank Meier

    Laaaaangweilig.

    Immer der gleiche Ton, immer die gleiche Botschaft. Habe heute in der Zeitung die Klimajugend (KJ) entdeckt. Beängstigend; erst braun, dann rot und nun Grün.

    Aber Ihr wollte ja die Athmo des Sportpalastes oder der Aurora. Nur zu, mit Größenwahn erfolgreich den Planeten … , war doch schon immer Bestandteil unserer Tradition.

  3. Weltklimagipfel in Kopenhagen

    […] (gefunden beim Werbeblogger) […]

  4. Vroni

    Nicht die Mördergrafikkarte allein ist es.
    Ja doch, lasst diesen Krempel weg und bezieht endlich Strom für eure Rechner von Wasserwerken. Denn die Kohlekraftwerke, Autos und Heizungen sind es. Co2-Löwenanteil.

    Seit 2o Jahren und länger wird gewarnt und hätte man das machen können, leider war in den 70er, 80ern und 90ern Energie sparen ungefähr so cool wie Pullunder mit V-Ausschnitt tragen und Umweltbewusstsein was für neurotische unmännliche Weicheier. Wer kein Auto fährt, gilt heute noch als Loser, ders irgendwie nicht einmal zu einem Auto geschafft hat..

    ___

    Überheizte Wohnungen (2/3 aller Wohnungen, in denen ich besuchsweise bei Freunden und Verwandten aufhalte sind überheizt – zum Teil, weil man ja im kurzen T-Shirt darin herumhipstern will…) und jeden Pups mit dem Auto fahren, das könnte man sich endlich mal zu Weihnachten schenken. Sich schenken im Sinne von weglassen.

    Aber wozu bis Weihnachten warten?
    Für den, der’s ernst meint und nicht nur schìck umweltbewusst sich unterm leuchtenden Baum präsentieren will: jetzt! Ach ja und die vielen Glühlämpchen an den vielen Bäumen…

    Aber es ist sowieso zu spät, die Erwärmung ist nur zu mildern, aber nicht mehr aufzuhalten. Schon gar nicht mehr mit einer unterdimensionierten Ruckel-Grafikkarte und Stromspar-Leds an der Tanne.

  5. Frank Meier

    Irgendwie hatte ich es erwartet, das Frau Gräbel gleich vorbeischreibt. Nachdem ich Ihren Kommentar gelesen haben, fällt mir es wie Schuppen von den Augen.

    Nun verstehe ich, was meine Großmutter seinerzeit damit meinte; … wir waren nicht imstande uns dagegen zu wehren … alles um uns herum spielte die gleiche Melodie … wie von Geisterhand entstand eine Ordnung, sie dominierte alles, wer davon abweiche war moralisch am Ende … plötzlich fabelten Freunde und Bekannte etwas von Zukunft, Richtigkeit, Verzicht und Opfer

  6. Vroni

    Herr Meier, mit Verlaub: Sie faseln.

    Es ist nicht: „Es ist sowieso alles wurscht.“
    Sondern:
    „Ihr hättet wesentlich früher etwas dagegen unternehmen können, jetzt habt ihr den CO2-Salat. Und das Weihnachtsbetroffenheitgedöns mit Mager-Grafikkärtlein unterm hellen Baumilein macht es nicht besser.“

    Ganz andere Aussage. Die aber nur der wahrnimmt, der lesen kann und nicht nur Buchstaben sieht (struktureller Analphabet).

    Ich fahre seit Jahrzehnt(en) absichtlich wegen der Klima- und Umweltsache kein Auto mehr und musste und muss mich noch blöd anreden lassen. Das Harmloseste ist noch: „Ja, schrecklich…, kommen Sie denn zurecht so ohne Auto?“
    Ja ich komme zurecht und sogar blendend, davon wollen sie aber dann schon wieder nichts mehr wissen, wie das so geht mit Bahnticket, Fahrrad und Typ/Mietwagen, off they go für neue Blahblah-Themen… Oder das ist auch gut: „Ja, wer fährt dann die Kinder in den Sport-(Fecht-, Flöten-, blah)Unterricht?“

    Im Ernst: Ja, können die nimmer laufen? Wissen die nicht, was ein Bus ist und wie das Laufen geht, die lieben Blagen?

    Und das: Ja, aber der Verkehr heutzutage, das geht doch nicht, das ist zu gefährlich.“

    Ja, das geht tatsächlich nicht: mehr.
    Dazu tragen aber dann schon alle bei, nicht wahr, dass wir genau deswegen den Straßenverkehr erhöhen, um die lieben Kinder vor’m Straßenverkehr zu retten. Und das Beste sind dann diese Mütter mit den ach so sicheren SUVs, aber ich höre schon auf…

    Die gute alte neue Oberflächlichkeit im Gewand der Betroffenheit und Überbesorgtheit.

  7. Frank Meier

    Tja Vroni, ich schrieb es ja bereits … der Liebespfand, statt nur fürs Vaterland diesmal für die ganze Welt.

    Kommen Sie geben Sie sich einen Ruck, Ihr Leben ist noch nicht endgültig optimiert. Da geht noch etwas.

    Trennen sie auch ja gewissenhaft den Müll, haben Sie alle Leuchtmittel durch Energieeinsparlampen ersetzt? Das Haus ist gedämmt, der Wagen verkauft? Die monatlichen Abgaben an Greenpeace, B.U.N.D. und Peta schon angewiesen?

    Wussten Sie, das Sie mit bestimmten pilates-entlehnter Atemübungen Ihren persönlichen CO2-Haushalt um 30 Prozent optimieren können?
    Buchen Sie noch heute unverbindlichen Ihren Kurs. Wenn Sie jemanden denunzieren, ähm mitbringen erhalten Sie 20 Prozent Nachlass.

  8. mark793

    @Frank Meier: Ich teile Ihr Unbehagen an den Versuchen, das Klima-Ding zu einer neuen Weltreligion aufzubauen. Wegen mir kann der Kopenhagen-Gipfel auch mit Pauken und Trompeten scheitern, kein Problem. Mehr als eine neue Dimension des Ablasshandels und des Rumdealens mit Emissions-Erlaubnissen auf Kosten des Steuerzahlers sollte man sich als Realist davon auch nicht erwarten.

    Ganz großes Aber: Das ist alles kein Grund, jedwedes Bemühen um umweltbewusstes Handeln von vornherein zu denunzieren. Ich gehöre absolut nicht zu den Klima-Hysterikern und verkneife mir auch nicht jeden methanhaltigen Furz. Aber trotzdem versuche ich sinnloser Energievergeudung in unserem Haushalt und Fuhrpark gegenzusteuern, schon allein mit Blick auf Strom-, Gas- und Spritrechnung. Wenn das dem Öko-Faschismus Vorschub leistet, tja, dann bin ich wohl irgendwie auch mitschuldig.

  9. Frank Meier

    @ mark793
    Pssssst. Nicht weitersagen, aber je mehr Sie an Strom sparen, desto mehr erhöht sich der Preis. Aber hey, psst ;-))

    Ich weiß nicht recht, wie ich beginnen kann. Ich probier es mal damit.

    Ist Ihnen jemals aufgefallen, wie verschwenderisch die Natur ist? Das obwohl ständig neue Arten auf der roten Liste stehen, keine davon je ausgestorben ist, statt dessen aber ständig neue Arten entdeckt werden. Sind Sie sich der Tatsache bewusst, dass die heutigen Ressourcen nicht unbedingt die Ressourcen von morgen darstellen müssen? Die Bedeutung der Bronze für das Mittelalter ist locker mit dem heutigen Erdöl vergleichbar. Wir erleben eine fortwährende Zeitepoche einer rückwärtsgewandter und idealisiert romatisierter Ideologie, so zu sagen, das Kontrastprogramm zur technikaffinen Aufbruchstimmung der 1950er Jahre. Mal ganz davon abgesehen dass dieses idealisierte Traumbild einer Rügenwalder-Teewurst-Landwirtschaft mit freudiger Oma und dazugehöriger Familie bis Enkel auf dem Feld nie real existierte.

    Seien Sie mir nicht böse, aber das Jahrzehnte lange herunterbeten macht Inhalte nicht wahrer. Umweltbewusstsein ist per se KEINE Erfindung der Grünen, das gab es auch schon vorher. Zugegeben punktuell, aber dafür umso erfolgreicher und weniger idealisiert.

    Problematisch wurde es als Umweltbewusstsein politisiert wurde und seitdem Energieumwandlung jeglicher Energieformen frevelhaft belastet ist. Dabei kennt die Natur keinen sinnlosen Transfer, denn es geht ja auch nichts verloren. Wir können vielleicht nur ein Teil einer Energieumwandlung für uns nutzbar machen, verloren aber geht nichts. So gesehen stellt sich die Frage, warum die moralische Aufwertung der Energieumwandlung?

  10. Vroni

    Der ungebrochene und von Meier wacker gepredigte Glaube an die Wandlungsfähigkeit der Natur ist ganz nett, haut aber nicht hin. Und bringt die Leute dazu, erst recht gar nix mehr zu tun. Vorher taten sie nix aus Faulheit, fortgesetzter paralysierter Dummheit (Mensch weiß es ja schon lange) oder falsch verstandenem Männlichkeitswahn um Riesenkohlekraftwerke, Wachstum um jeden Preis und Potenzboliden, Jetzt tun sie nix, weil die tolle Natur doch eh wieder alles in Onrdnung bringt, näch? Irre. Alle Andersdenkenden sind doch bloß Hysteriker und Ökofaschisten.
    Return of: Gib Gas ich will Spaß?

    Problem bei der natürlichen Wandlungsfähigkeit der Matur: der Mensch. Obwohl Teil der Natur.
    Sonst ginge diese hübsche Meier`sche Hyptothese vermutlich in Orndung. Leider hat sie einen kleinen Schönheitsfehler.

    Er (der Mensch jetzt) verhält sich wie eine dumme Bakterie, die sich auf der Erdkugel rasend ausbreitet und ihre Toxine überall hinterlässt, während er/sie die natürliche Rückkoppelung dazu bringt, nicht mehr zu funktionieren. Ein Hauptgrund ist Überbevölkerung. Eine sehr fiese, aber natürliche Rückkoppelung – im Meierschen Sinne – wäre eine finale: der Mensch, dieses entartete Bakterium versaut sich seinen Lebensraum derart unbewohnbar, dass es ihn von der Erdoberfläche wegputzt.

    Wenn er weg ist, dann könnte sich die Erde – gaanz natürlich – erholen. Dauert aber. Das aber wäre erst finaler Ökofaschismus, darin eine Lösung zu sehen. Kann man machen, muss man aber nicht.

  11. mark793

    @Frank Meier:

    @ mark793
    Pssssst. Nicht weitersagen, aber je mehr Sie an Strom sparen, desto mehr erhöht sich der Preis. Aber hey, psst ;-))

    Dieser Zusammenhang ist mir durchaus bewusst, aber die Chose wird für mich als Endkunde auch nicht günstiger, wenn ich signifikant mehr verbrauche in der Hoffnung, damit das Gesamtpreisniveau zu drücken. Sie können mir folgen?

    Wie gesagt, mir gehen Büßer-Attitüde und Apokalypse-Angst völlig ab, ich wünsche mich auch nicht in „Unsere kleine Farm“ oder nach Walton’s Mountain zurück. Ich kenne auch niemanden, der das ernsthaft täte. Aber deswegen muss man ja trotzdem nicht die Kühlschranktür offen lassen, um die Küche zu beleuchten.

  12. Nici

    Frank Meier schrieb:

    „Irgendwie hatte ich es erwartet, das Frau Gräbel gleich vorbeischreibt. Nachdem ich Ihren Kommentar gelesen haben, fällt mir es wie Schuppen von den Augen.

    Nun verstehe ich, was meine Großmutter seinerzeit damit meinte; … wir waren nicht imstande uns dagegen zu wehren … alles um uns herum spielte die gleiche Melodie … wie von Geisterhand entstand eine Ordnung, sie dominierte alles, wer davon abweiche war moralisch am Ende … plötzlich fabelten Freunde und Bekannte etwas von Zukunft, Richtigkeit, Verzicht und Opfer“

    Mein kleines Hirn reicht wohl nicht aus, um die Aussage des zweiten Absatzes voll & ganz zu verstehen.

    Wird hier eine politisierte Öko-Bewegung mit dem Aufkommen des Faschismus verglichen?
    Ich weiß nicht, ob man über sowas ernsthaft diskutieren sollte. Meines Erachtens disqualifiziert man sich mit so einem Ansatz selbst von jeder sachlichen Diskussion.

  13. Nici

    Ich empfehle übrigens mal die Lektüre folgender Quelle:

    de.wikipedia.org/wik...

  14. Frank Meier

    @ Nici
    Die Jugend damals: youtube.com/watch?v=...
    Die Jugend heute: youtube.com/watch?v=...
    nochmals die Jugend heute: youtube.com/watch?v=...

    Spätestens wenn Pickelfr*** (Anmerk. der Red.: Beleidigungen werden gelöscht) zu Botschaftern gemacht werden, sollte man hellhörig werden.

    @ Vroni
    Ich weiß net, wo Ihre Aggression gegenüber dem Manne im Allgemeinen, dem Testosteron im Speziellen oder gar dem Automobil herrühren, es erklärt aber so einiges. Wenn Sie doch nur einmal das Mantra abstellen würden und das Gerät zwischen den Kopfhörern auch benutzen wollten, ein einziges Mal vielleicht. Ich weiß nicht warum, aber ich werde den Eindruck nicht los, sie wären eine 47 jährige Jungfrau, die in nem beige-farbigen Pyjama rumsitzt, einen Bananen-Brockoli-Shake trinkt, und singt :“Ich bin das heisseste Wiener-Würstchen.“

    @ mark793
    Klar kann ich Ihnen folgen. Ein wahrhaftiges Dilemma, in dem nicht nur Sie stecken. Ich habe laut letzter Verbrauchsanalyse, überschlagen je ein Drittel weniger Strom, Gas und Wasser verbraucht, jedoch ca. 300 EUR nachgezahlt. Wenn ich mir dabei überlege dass der Großteil der weltweiten Öl- und Gasvorkommen nicht in der Hand eines freien Marktes, sondern in der Hand von Despoten und korrupten Regierungen liegt und ich ferner durch politisierte Angstmacherei und Weltuntergangstheorien noch eimal obendrauf unendlich viele Abgaben und Steuern bezahle, wird mir erst Recht schlecht. Das EEG bringt das Fass gänzlich zum überlaufen.
    Aber ums verrecken möchte ich eines gern klarstellen, der Natur ist es egal ob Sie die Küche mit offenen gelassenen Kühlschrank erleuchten oder auch nicht.

    @ Nici
    Lektüre: Sie kommen aus Ihrer Milchmädchenrechnung nicht heraus. So lange der Stromnutzer laut EEG die Zeche für den eingespeisten Strom aus erneuerbaren Energiequellen selber zahlt und als Steuerzahler doppelt per Subvention das Windräder-Wagniskapital zur Verfügung stellt, brauchen wir uns nicht über Preise, ob nun börsial gehandelt oder nicht, unterhalten. Und bitte unterliegen Sie nicht der Versuchung nun über subventionierte Trilliarden neuer Arbeitsplätzen die Kuh vom Eis zu bekommen.

  15. Vroni

    Lieber Frank Meier, den Männlichkeitswahn, der unser Erde in den Abgrund treibt, den konstatieren auch Männer. Tatsache.

    Ach wenn Sie’s nicht glauben mögen. Aber da ist nicht mein Problem.

    Im Gegensatz zu Ihnen unterlasse ich auch diffamierende, süffige Imaginationen darüber, wie Sie vorm Rechner aussehen könnten und wie alt Sie sind. Das ist unter der Gürtellinie und ein echter Krampf, verrät Ihren echten (Un-)Geist. Oder sind Sie eine männliche Krampfhenne, dann dürfen Sie weiter unsachlich und emotional sein, gern geschehen!

    Bin hier raus.

    („Krampfhenne“ ist/war ein geflügeltes Un-Zitat von Stoiber über weiland Renate Schmidt, SPD.)

  16. Frank Meier

    @ Vroni

    ;-)) Der Männlichkeitswahn? ;-))

  17. mark793

    @Frank Meier: Sorry für die Selbstverlinkung, aber meine Anmerkungen zum Klimagipfel in Kopenhagen hätten den Rahmen eines weiteren Kommentars hier dann doch gesprengt.

    Wie weiter oben gesagt: Ich teile Ihr Unbehagen an der Umweltdebatte nicht vollumfänglich und sehe auch nach wie vor keinen Anlass, jedes persönliche Bemühen um umweltgerechtes Handeln als praktizierten Öko-Faschismus zu diffamieren. Gleichwohl rechne ich aber auch nicht damit, dass wir unweigerlich bis auf die Mittelgebirge und die Alpen absaufen, wenn dieses Klima-Abkommen nicht unterzeichnet wird.

  18. Frank Meier

    Hey, gab es jemals in der Menschheitsgeschichte etwas größeres als den kompletten Untergang der Erde? Ich mein, tausende und aber tausende opferten (und tun es immer noch) sich für die Freiheit, fürs Wahlrecht, für Demokratie, für Brüderlichkeit. Jeder Zentimeter war, ist hart umkämpft, schloss und schließt harte Debatten darüber mit ein. Unser heutiges Leben haben wir der Kirche im stetigen Kampf abgetrotzt.

    Und ausgerechnet jetzt, das Schicksal ist bekanntlich unausweichlich, ist Vroni wegen mangelnder PC beleidigt und Nici meint man dürfe so schöne Weltuntergänge nicht faschistoid betrachten.

    2 Grad ist das Ziel. Jo wir schaffen das und danach trinken wir ne Tasse Hagebutten-Tee. Geht es noch?

    Ich möchte, das, wenn es ums Ganze geht die Fetzen fliegen. Und zwar gewaltig. Hier geht es nicht um austarierte Mittagspausen für Schwangere und andere Bedürftige. Da erwarte ich keine multimediale Berieselung mit Starlets die sich gegenseitig bestätigen, hier erwarte ich Skandale, Rücktritte, Wortgefechte, Drohgebärden, Kampf … aber bestimmt keinen Kongress wo das Verhältnis Diplomaten vs. Reporter nahezu 1 zu 1 beträgt.

    @ mark793
    Ich nehme Ihr Stöckchen an, aber … „Wenn eine Seite nun besonders hervortritt, sich der Menge bemächtigt und in dem Grade triumphiert, dass die entgegengesetzte sich in die Enge zurückziehen und für den Augenblick im Stillen verbergen muss, so nennt man jenes Übergewicht den Zeitgeist, der dann auch eine Zeitlang sein Wesen treibt.“ Johann Wolfgang von Goethe. Man fragt sich, an welche Zeitspanne Goethe dachte, als er „eine Zeitlang“ schrieb. Ein Vorschlag stammt von Arthur Schopenhauer, der beobachtete, „dass wir den wissenschaftlichen, literarischen und artistischen Zeitgeist ungefähr alle 30 Jahre deklarierten Bankrott machen sehen. In solcher Zeit nämlich haben alsdann die jedesmaligen Irrtümer sich so gesteigert, dass sie unter der Last ihrer Absurdität zusammenstürzen.“

    In diesem Sinne wird die Zukunft zeigen, ob Ihr umweltgerechtes Handeln Liebespfand war oder ob es wirklich etwas gebracht hat.

  19. Patrick Breitenbach

    Unsere Erde am Abgrund? So ein Blödsinn.

    Es sollte nicht Naturschutz sondern Menschenschutz heissen. Die Natur kommt bestens ohne uns klar. Schließlich besteht alles letztendlich aus den gleichen Atomen. Das sollten wir uns mal verinnerlichen. Es geht nicht darum einen Planeten, die Umwelt oder das Klima zu schützen. Es geht darum unseren menschlichen Arsch zu retten, naja wohl eher die Ärsche unserer Nachkommen.

    Die Klimakatastrophe muss erst richtig da sein, bevor wir das kapieren. Ansonsten isses wie ein pastorales Gebet: Begeht keine Sünden. Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen und so weiter. Kaum draußen aus der Kirche gehts dann wieder rund mit lügen und bescheissen. Vor allem sich selbst gegenüber.

    Also: Der Mensch ist so ignorant und egoistisch, dass er meint er selbst sei Herr, Zerstörer und Beschützer der Natur und Umwelt. Und genau das ist ja gleichzeitig das Problem, er ist zu ignorant und egoistisch für seine Nachkommen die Umweltbedingungen zu verbessern oder nicht immens zu verschlechtern.

    Wer weiß, vielleicht mutieren wir auch schlagartig und uns wachsen Kiemen und Sonnenschutzpanzer. Unterschätzt nie die Evolution. Sie ist der wahre Herr im Haus!

  20. mark793

    Patrick, in der Wärmephase des Mittelalters vor der kleinen Eiszeit war Grönland eisfrei, fruchtbar (daher der Name grön = grün) und besiedelt. Das Klima mit Schwankungen von wenigen Grad ist nicht per se und notwendigerweise katastrophal. Die Katastrophe ist doch längst da: Überbevölkerung und die extrem ungerechte Verteilung der Güter und Ressourcen auf der Welt. Und all der Aktionismus und die Mittel für kurzfristige CO2-Vermeidung fehlen da, wo es wirklich brennt und Not tut. Das regt mich auf.

    @Frank Meier: Und wenn es nur Liebespfand gewesen sein sollte, so what? Dass bei vermeintlich umweltkorrektem Verhalten auch immer ein gerüttelt Maß Götzendienst dabei ist, dessen bin ich mir bewusst. Das schränkt meine Lebensqualität aber nun wirklich nicht ein.

  21. Vroni

    Treibhauseffekt in a nutshell:

    n-tv.de/bilderserien...

    Für die, die es immer noch nicht begriffen haben:
    Es geht nicht darum, dass der Deich vor Hamburg halt einfach nur einem Meter höher werden muss, dann sei mit a bisserl Energiesparlampe alles wieder für die nächsten 10 Jahre geritzt, und dass dafür die Sommer in unseren Schlottergraden jetzt so toll warm werden. Ansonsten sei alles übertrieben.

    Es ist global: Es geht um die Verwüstung von ganzen Landstrichen außerhalb unseres tunneligen Gesichtskreises, um kaputte Ernten, extrem lange Trockenperioden, Versalzung und Hurrikaneschäden. Das ist durchaus nicht nur etwas unangenehmerer Aufenthalt für andere, die halt Pech hätten, es ist schlicht: unseren Aufenthaltsraum das menschliche Habitat im Dienste der Gier und der Bequemlichkeit kaputt machen.

    Vor allem den Aufenthaltsraum für die kaputt machen, die in den schwierigen Zonen eh schon nicht viel haben. Dieser Bumerang wird an uns zurückgehen. Da hilft die schicke, tolle Patenschaft mit einem Kind in Honduras wenig, mit der ich mich auf Parties brüste, wenn ich mit meiner Energieverschwendung exakt dazu beitrage, dass dort die Hurrikanes genau diesem Kind alle Lebensgrundlagen nehmen, die meine 30 EUR im Monat ihm erst geben sollen. Nullsummen- oder gar Minusspiel.

    Kann also diese Mythen, dass es die Natur schon selber richte, und das Geseiere, dass man nicht um die Natur besorgt sein solle, wo bleibe denn der Mensch (mit dieser Aussage soll wohl demonstriert sein, dass der Klimabesorgte ein elender Menschenfeind sei, weil es ihm ganz gefühlskalt nur um die Natur ginge) nicht nachvollziehen. Sie sind elende Totschlagsrethorik, gekrönt von dem Totschlagsargument „Ökofaschist“. Vor wenigen Jahren war der leider super funktionierende Hit das Totschlagswort „Gutmensch“ gegenüber jemanden, der sich stark machte für andere oder gar so etwas ekliges Uncooles hatte wie linksverdächtige Positionen…

    Ähnlicher rhetorischer Trick wie man aktiven Tierschützern in den 80ern gerne vorwarf, sie seien doch elende Menschenverachter, weil sie nur die Tiere schützen wollen, aber wohl für Kinder nichts übrig hätten, sonst würden sie sich doch für Kinder engagieren – Kinder seien doch wichtiger. Wohlweislich in der unredlichen und scheinheiligen Argumentation unterschlagend, dass derjenige, der Respekt und Achtung vor relativ rechtlosen Wesen, den Tieren hat, auch Kindern nicht mit der erhobenen Faust begegnet.

  22. Frank Meier

    Hey, Vroni is back

    Sie haben (nur der Vollständigkeit halber) das Wort – Nachhaltigkeit – vergessen und das Sie als Münchnerin zu Tode tief betrübt sind, wenn in HH der Deich platzt, kauf ich Ihnen nicht ab ;-))

    Argumentativ haben Sie außer bekannten Allgemeinplätzen nichts neues hervorgebracht.
    Vielmehr noch, und eben dies kreide ich jedem an, Sie zitieren sich zu Tode. Ein einziger gedanklicher Kreisverkehr, begründet auf einige unbewiesenen Theorien, ausgestattet mit … was wäre wenn … wird das Ende an die Wand gemalt.

    extrem lange Trockenperioden, Versalzung und Hurrikaneschäden … Rhabarber, Rhabarber

    Trockenperioden gibt es, seit dem es die Erde gibt, Versalzungen und Hurrikans gleichfalls. Falls Sie auf ein mehr an Hurrikans und deren Schäden aus sind, lassen Sie es. Die Zahl der Hurrikans, Tornados etc. pp ist seit Jahren rückläufig, nirgends ist eine Anomalie feststellbar. Für die Erhöhung der Schäden steht einzig die Erhöhung des Wohlstandes und die Ansiedlung in bislang unbesiedelten Gebieten im Vordergrund. Da es gleichzeitig mit der medialen Dauerberieselung zu einer verstärkten Wahrnehmung gekommen ist lassen wir als Medienmenschen mal aussen vor. Das hier aber die Münchener Rück jammert und vom Ende aller Tage posaunt ist wohl jedem klar.

    Richtig lustig wird es, wenn ich von Deutschland aus, meiner Energieverschwendung wegen, den Aufenthaltsraum hilfsbedürftiger Zonen-Honduraner zerstöre. Sorry, aber diese Verquickung linker und grüner Utopien steigt mir zu Hauf aufs Dach.

    Wenn Sie es wirklich ernst damit meinen, Menschen in Honduras, Afrika etc. pp zu helfen, dann stellen Sie sofort diese rassistische Entwicklungshilfe ein, verweisen Sie jede NGOs und Hilfswerke des Landes und fangen mit besagten Menschen vor Ort an zu handeln. Sorgen Sie dafür das sich die Menschen an den sprichwörtlich eigenen Haaren aus dem Schlamassel helfen und ertragen Sie es gleichzeitig, das nicht alles dabei schön aussieht, so etwas dauert.

    Das sich die Natur selbst reguliert (heilt) halte ich nicht nur für einen Mythus, diese Tatsache raubt Ihnen aber, ich sehe das gern ein, ein regulatives Hauptargument. Sorry, aber ich halt mich gern an Realitäten, nicht am Wunsch.

    Totschlag-Argumente kommen auf allen Seiten vor, Gott sei Dank. Das löst Denkblockaden.

  23. Frank Meier

    @ Vroni
    Eines noch. Habs glatt vergessen.

    Wir benötigen unbedingt Anti-Raser-Plakate, denn es darf nicht sein, was nicht sein darf.

    Der technische Fortschritt bei Autos und intelligente Verkehrssteuerung zahlen sich aus: Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wird wohl auch dieses Jahr deutlich auf ein Rekordtief sinken.

  24. #Vroni#

    Ach je, der Meier wieder auf seinem Kreuzzug gegen die böse, böse Welt der Leute, die sich die Frechheit erlauben, nicht seiner komischen Meinung zu sein.

  25. Patrick Breitenbach

    @mark793 „Die Katastrophe ist doch längst da: Überbevölkerung und die extrem ungerechte Verteilung der Güter und Ressourcen auf der Welt.“

    unterschreibe ich voll und ganz, aber das juckt die Natur nicht im mindesten. Die hat schon ärgeres überstanden, (außerdem war ganz früher ja überall auch noch mehr Wasser, wenn ich mich nicht irre)

    Es sind in erster Linie menschliche Probleme. Menschenschutz statt Naturschutz! Daher sollten wir die eigentlichen Probleme nicht mit Eisbärenfotos und schmelzenden Polen verdrängen. So putzige Eisbären sehen aber einfach netter aus als verhungernde mit Fliegen besetzt Kinder in den Armutsregionen und die zigtausend Durchfalltoten, die entstehen, weil 40% der Weltbevölkerung noch nicht über Toiletten verfügt.

    Wenn wir unsere ganz kleinen konkreteren und umsetzbaren Problem lösen, dann verschwindet das große Klimadingens von ganz alleine.

    Weltklimageheul lenkt ab und vergeudet wertvolle Zeit, die wir nutzen sollten um die Zusammenhänge des Problem zu verändern. Eine Uhr besteht nunmal aus ganz vielen verschiedenen Rädchen. Ich repariere die Uhr ja auch nicht indem mit dem Hammer draufhaue, weil ich nicht weiß welches Rädchen drinnen grad hakt.

    ABER: Auf der anderen Seite kann die Klimadiskussion auch ein wichtiger Anker sein, um überhaupt auf die Vielzahl der damit zusammenhängenden Problemen zu stoßen und dabei hängenzubleiben.

    Aber wir hauen uns scheinbar eh lieber persönlich die Köppe ein, egal ob reell oder virtuell, und gönnen dem anderen noch nicht mal eine Meinung! (von Recht mal gar nicht zu sprechen) ;-)
    Das wäre schonmal ein kleiner Anfang: Vernünftiges miteinander kommunizieren. Andere Meinungen akzeptieren. Perspektiven wechseln. Offenheit. Lösungsorientierung. Entstarrung. Entdogmen.

  26. Patrick Breitenbach

    „Der Mensch ist nicht immer der Mittelpunkt des Universums – höchstens in seinem eigenen Dickschädel!“

    youtube.com/watch?v=...

  27. Patrick Breitenbach

    Witzig. Von oben sehen wir ein bißchen aus wie ein Melanom.

  28. Vroni

    Naturschutz IST Menschenschutz.

    Und nein, die Durchfälle kommen nicht hauptsächlich von fehlenden Toiletten, sondern von Mangel- und Unterernährung, damit einhergehender Immunschwäche und schlechtem, verseuchtem Trinkwasser. Was sich bei Überschwemmungen und Hurrikanes besonders zeigt.

    Wo wir dann wieder beim Klimaschutz sind.

  29. Patrick Breitenbach

    Das mit den Toiletten wird die UNO anders sehen, aber was hat die schon für ne Ahnung?

    So ein Toilette ist überhaupt auch sicherlich schwieriger zu installieren, als mal eben das Klima zu retten.

  30. Vroni

    Von Toiletten installieren in Delhi hab ich ebenfalls null Ahnung. Vielleicht sollten wir Toiletten-Patenschaften machen statt Bildungs-Patenschaften. Ich red mal mit der Kinder-Diakonie.

    Klartext. Entwicklungshilfe ist nicht in erster Linie: ihnen Toiletten zu schicken und zu installieren, das entwürdigt und macht sie zu abhängigen Bittstellern. Sondern ihnen zu ermöglichen, sie selber zu bauen und ihr Hygienewissen zu verbessern. Wenn schon Scheiß dann richtig. Der nächste Hurrikan, die nächste Flut kann die aber wieder umnieten, ist klar oder?

  31. Frank Meier

    @ VRONI, @ Patrick Breitenbach
    Endlich ist die Diskussion da wo sie hingehört. Es gibt ne Handvoll Probleme, lösbarer Probleme, die es meines Erachtens und Patrick legt hier vor, vielmehr verdient hätten in den Vordergrund gestellt zu werden. Wohl angemerkt lösbare Probleme.

    Leider hindern uns wilde ideologische Spielchen am Fortschritt für die gesamte Menschheit. Der Mensch ist nicht Zerstörer und Verbraucher der Welt, sondern in erster Linie Gestalter seiner Umwelt. Was heute ständig medialisiert wird, ist kein Fortschritt, im Sinne des Vorankommens, sondern ein drehen im engen Kreis, dessen Umfang sich stetig verkleinert. Die geforderte Umkehr ist nichts, als ein fataler Stillstand.

    Sollten wir es mal ernst meinen, könnten wir mal anfangen darüber nachzudenken ob es wirklich eine Wohltat ist, den Menschen in Afrika seit nunmehr 60 Jahren Billionen an Entwicklungshilfe zukommen zu lassen. Die nur den einzigen Effekt gehabt hatten, dass die Machthaber immer reicher wurden, das Land immer ärmer und dabei die Anzahl der Waffen immer weiter gestiegen ist. Afrika ist nachweißlich im BIP innerhalb des Zeitraum der Entwicklungshilfe derart gesunken, wahrscheinlich muss man das in extra Werten angeben.
    Wenn Sie sich dagegen die Entwicklung in Regionen ansehen, die nicht von Entwicklungshilfe profitiert haben, müssen Sie zwangsläufig erkennen, das wir uns mit moralische Geldtransfers vielleicht die Seele am heiligen Abend rein waschen, aber in Wirklichkeit einen Rassismus in Reinstform installiert haben.

    Wenn wir uns doch nur ab und zu mal dem Getöse der sich selbst finanzierenden NGOs abwenden könnten, wir würden den schadhaften Baum im Walde erblicken. Und das wäre nur eine Möglichkeit, vermeintlich für immer feststehende Dinge mal endlich über Bord zu werfen.

    @ Vroni
    Überfliegen Sie mal diesen Link und Sie werden verstehen, was ich mit ideologischem Kreisverkehr meine: morgenpost.de/web-wi...

  32. Frank Meier

    Warum nicht einmal zu Weihnachten ein Spot, in dem ein Kinderchor aus Afrika gemeinsam singt … Danke wir brauchen Euer Geld nicht, Danke wir brauchen Eure Wohltaten nicht, was wir brauchen ist ein Zugang zu Eurem Markt … lasst uns gemeinsam handeln, das hilft Euch und uns … wohlan … blabla …

    Warum werden wir so etwas wohl nie sehen?

  33. Patrick Breitenbach

    Einer der allerbesten Beispiele für hervorragende Problemlösung hat Rüdiger Nehberg geleistet gegen die Beschneidung von Frauen in Afrika. Er hat die Komplexität der Probleme erkannt und folgende Maßnahmen eingeleitet:

    1. Er hat sich eine offizielle anerkannte Fatwa (en.wikipedia.org/wik...) eingeholt, da ein Großteil der afrikanischen islamischen Bevölkerung, die Frauenbeschneidungen vornehmen, noch geglaubt haben, das stünde im Koran als Gesetz drin. Siehe target-human-rights....

    2. Hat er diese Fatwa durch geschickte Munpropaganda entsprechend unter das Volk gemischt, nämlich indem er die Fatwa und andere Texte gegen Beschneidung als „goldenes Buch“ drucken ließ und an die Vorbeter in den Moscheen der Region verschenkt hat.

    3. Hat er den Frauen, die von Beschneidungen beruflich abhängig waren (der Job der Beschneiderinnen), eine Nähmaschine besorgt. Damit waren sie in ihrem Kulturkreis Unternehmerinnen und konnten fortan mit einem anderen Beruf ihr Geld verdienen. Sie haben also nicht einfach mal so durch ein schwachsinniges Verbot ihre Zukunftsperspektive verloren.

    Das hat mich sehr beeindruckt, denn die Aktion hat ein großes komplexes Problem gelöst in dem man auf viele konkrete kleine Probleme eingegangen ist und vor allem nix verteufelt hat sondern die Menschen mit eingebunden. So löst man in Zukunft Probleme und ich kann Frank Meiers Satz nur nochmal unterstreichen: „Wir sind Gestalter unserer Umwelt“. Wir haben es in der Hand, jeder einzelne von uns. Lokal anfangen (natürlich auch auf Energiekonsum und generellem ethischen Konsum achten, aber man kann es keinem anderen Menschen diktieren ohne persönliche Gründe oder Alternativen zu liefern -> Nehberg), der Rest ergibt sich dann schon. An den Weltproblemen beissen wir uns mit all dem politischen Gewäsch sowieso nur frustriert die Zähne aus.

    Also lieber mal kleine Lösungen entwickeln statt sich gegenseitig die Köppe einzuhauen wie schlimm denn jetzt wirklich der nächste Hurricane werden könnte oder anderen vorzupredigen dass man das Klima doch gefälligst schützen soll. Es fühlt sich ehrlich gesagt ja niemand angesprochen, selbst die Politiker ja nicht. Das ist ja das Problem.

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