03.12.09
08:11 Uhr

Jack Wolfskin bezieht Position

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Nach den öffentlich intensiv und kontrovers diskutierten Abmahnungen durch die Marke „Jack Wolfskin“ und den in Folge veröffentlichten Pressemitteilungen bezieht das Unternehmen zu grundsätzlichen Fragen ihres Markenschutzes Position.

Mit dieser Veröffentlichung im Werbeblogger erhält Jack Wolfskin zugleich den Platz für eine Gegen- bzw. eigene Darstellung.
Die folgenden Ausführungen finden sich bereits öffentlich auch auf der eigenen Firmen-Website.

Auch hier noch einmal der Hinweis Gerne kann hier in den Kommentaren diskutiert werden. Bitte aber keine Beleidigungen oder Formulierungen “unter der Gürtellinie” in den Kommentaren. Wir müssten sie sonst löschen. Danke.
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1. Warum muss man Marken schützen?

Eine Marke ist eine Kennzeichnung eines Produktes oder einer Dienstleistung, die eine Unterscheidung möglich macht. In der Regel kennzeichnet sie von welchem Hersteller ein Produkt kommt. Markenprodukte sind mit bestimmten Eigenschaften und Qualitäten verbunden, weshalb die Marke dem Verbraucher Orientierung bei der Produktauswahl gibt.

Damit diese Kennzeichnung eindeutig ist und nicht von mehreren gleichzeitig verwendet wird, werden Marken über den Eintrag ins Register des Patent- und Markenamts geschützt. Dabei werden nicht nur der Name sondern auch Bildelemente wie die Tatze und Wort- / Bild­kombinationen geschützt. Der Schutz einer Marke bezieht sich immer auf bestimmte Produkt- oder Dienstleistungs­bereiche.

2. Welche Marken schützt JACK WOLFSKIN?

JACK WOLFSKIN hat Bezeichnungen wie TEXAPORE (wasserdichte, atmungsaktive Textilien) und STORMLOCK (winddichte, atmungsaktive Textilien) als Marken für bestimmte Materialen und zur Kennzeichnung von Produkten schützen lassen. Mit diesen Begriffen sind bestimmte, immer gleiche Eigenschaften verbunden.

Selbstverständlich sind auch die Marke JACK WOLFSKIN und das Symbol der Tatze international geschützt. Alle Produkte, die mit dem JACK WOLFSKIN-Logo gekennzeichnet sind, hat JACK WOLFSKIN entwickelt und vertrieben oder lizenziert. Mit der Markenkennzeichnung verbinden sich die spezifischen Eigenschaften der JACK WOLFSKIN Produkte. Darauf soll sich der Käufer verlassen können und Verwechslungen sollen ausgeschlossen sein. Das ist der Sinn von Markenschutz, wie wir ihn verstehen und praktizieren.

Informationen über eingetragenen Marken kann man in der Datenbank des Deutschen Patent- und Markenamts online recherchieren. http://register.dpma.de/DPMAregister/Uebersicht

3. Wem dient der Schutz der Markenzeichen?

Letztendlich dient der Schutz der Marke jedem, der mit Marken in Berührung kommt, denn er soll gewährleisten, dass die Marke eine eindeutige Kennzeichnung ist. Das sind vor allem:

– Verbraucher, die darüber einen sicheren Hinweis auf den Ursprung, die Qualität und den Nutzen eines Produktes bekommen.

– Die Markeninhaber, der damit sicher sein kann, dass Investitionen in seine Marke auch seinem Produkt und dem damit verbunden Geschäftserfolg zu gute kommen.

4. Wann verstößt ein Logo oder Produkt gegen den Markenschutz?

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten. Für die Frage ob ein Verstoß vorliegt, kommt es auf folgende Grundfragen an:

  • Wie ähnlich ist der Name oder das verwendete Markenzeichen?
  • Wie nah ist das Produkt den Produkten, die JACK WOLFSKIN verkauft?
  • Wird die Wahrnehmung unserer Marke ausgenutzt oder beeinträchtigt?

Es kommt daher immer auf die Prüfung des Einzelfalls und einer individuellen Abwägung an, der wir uns verpflichten.

5. Wie geht JACK WOLFSKIN gegen Markenrechtsverletzungen vor?

Es ist in unserem Interesse, dass unsere Marke langfristig geschützt wird. Das Vorgehen, wie die Marke zu schützen ist, beruht auf Gesetzen und der aktuellen Rechtssprechung. Im Grunde sind wir verpflichtet, Fälle von Missbrauch und Verwechslungsgefahr zu verfolgen, um den Schutz der Marke auf Dauer aufrecht zu erhalten. Die Verfolgung von Markenrechtsverletzungen unserer Marken erfolgt aber nicht automatisch, sondern geht immer von uns aus. Wir sind darauf bedacht mit Augenmaß vorzugehen.

Das notwendige Vorgehen bei professionellen Produktfälschungen ist unumstritten. Schwieriger wird es, wenn es um kleinteiligen Handel etwa über Internetbörsen geht. Wir haben uns entschieden, in Zukunft nach der eigenen Prüfung der Sachlage in diesen Fällen immer zuerst selbst Kontakt mit dem Verkäufer aufzunehmen.

Unser Vorgehen ist folgendermaßen:

– Auf Rechtsverletzungen durch Unternehmen werden wir nach sorgfältiger Prüfung und ggf. auch mit anwaltlicher Hilfe schnell reagieren, um dieses zu unterbinden.

– Gleiches gilt ganz besonders bei der Herstellung oder dem Vertrieb von Plagiaten (Fälschungen).

– Bei markenrechtlichen Konflikten mit kleingewerblichen Anbietern prüfen wir zuerst, ob ein Verkauf im geschäftlichen Verkehr vorliegt, der unsere Markenrechte berührt. Ist das gegeben, nehmen wir zuerst selbst Kontakt mit dem Anbieter auf und weisen auf den Markenrechtskonflikt hin. Wir bitten um Stellungnahme und ggf. Unterlassung. Es folgt ein Dialogprozess, um ein besseres Verständnis zu erlangen. Kommt es dadurch zu einer Einigung, sollen Kosten möglichst ganz vermieden werden. Anwaltliche Hilfe ist erst der letzte Schritt, wenn eine Einigung nicht möglich erscheint.

– JACK WOLFSKIN steuert alle diese Prozesse selbst. Es gibt keine Generalaufträge an Anwälte oder Abmahnvereine, Verstöße zu suchen und ohne Absprache abzumahnen. Im Unternehmen ist eine Person für alle Markenrechtsfragen verantwortlich. Sie berichtet direkt an die Geschäftsführung.

6. Gibt es Abmahnwellen?

Nein. In der Regel sind es Einzelfälle, auf die wir aufmerksam gemacht werden. Werden wir auf ein Verkaufsportal im Internet hingewiesen, können mit einem Mal mehrere Markenrechtsverletzungen bekannt werden, die wir dann gleichzeitig verfolgen. Außerhalb der Beobachtung von neuen Markenanmeldungen und Plagiaten gibt es keine systematische Suche nach Markenrechtskonflikten.

7. Geht JACK WOLFSKIN gegen spezielle Zielgruppen vor?

Wir gehen immer gegen Plagiate vor. Darüber hinaus gibt es keine speziellen Zielgruppen, die wir systematisch untersuchen und gegen die wir vorgehen.

8. In einigen Medien wird behauptet, JACK WOLFSKIN mahne auch selbstgebastelte Textilien ab. Ist das richtig?

Das Thema der handwerklichen Tatzenprodukte kam für uns erst in der Kritik unseres Vorgehens bei der Internetplattform „dawanda.de“ auf. Unter die zehn Abmahnungen, die wir dort verschickt haben, fielen nach unseren Recherchen ausschließlich Produkte, die maschinell oder industriell hergestellt wurden und nicht als selbstgebastelt gelten können. Alle wurden im geschäftlichen Verkehr vertrieben. Diese Abmahnungen sehen wir mit der Entfernung der Produkte aus dem Angebot als erledig an.

Im Vorfeld der Abmahnungen für Angebote auf dieser Internetplattform sind wir Anfang Oktober 2009 mit einer Liste von 46 Produkten, die auf den ersten Blick eine Verwechslungsgefahr nahe legten, auf den Plattformbetreiber zugegangen. Diese Produkte sind vom Betreiber von der Plattform gelöscht worden. Wir können leider nicht ausschließen, dass darunter auch Handarbeiten waren und dass deren Konfliktpotential mit unserem Markenschutz bei der Detailprüfung als weniger gravierend eingestuft worden wäre.

Um in Zukunft solche Konflikte zu vermeiden, haben wir den Schritten gegen solche kleingewerblich vertriebenen Produkte jetzt einen Dialogprozess mit dem Hersteller bzw. Anbieter vorangestellt.

Hinweis: Die vorstehenden Antworten auf die FAQs dienen allein dem Zweck, unser Handeln in Markenangelegenheiten zu erläutern und transparent zu gestalten. Unter keinen Umständen können Dritte daraus etwaige Rechte für sich selbst herleiten.

(Quelle: Jack Wolfskin)

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30 Kommentare

  1. AndreasK

    Where’s the beef?

  2. Suse

    Ich vergebe einen Scheinheiligenschein!

  3. Andrea

    Wir haben gesehen, welche Produkte von J.W. für abmahnenswert gehalten und wie weit da über das Ziel hinausgeschossen wurde. Da helfen Erklärungen und Rechtfertigungen jetzt auch nicht mehr viel, das Kind ist in den Brunnen gefallen.

    Für mich persönlich ist die Konsequenz tatsächlich, dass ich keine Sachen mehr von Jack Wolfskin kaufen mag, weil die Marke mir so unsymphatisch geworden ist.

    Jetzt zu Weihnachten wollte ich einen Rucksack verschenken und tatsächlich hätte einer von J.W. recht gut gepasst. Ich habe dann trotzdem so lange weitergesucht, bis ich einen anderen gefunden hatte. Nächstes Jahr steht die Anschaffung eines neuen Zeltes an, das wird dann auch ein Produkt der Konkurrenz, aus demselben Grund.

  4. Eddi, der nicht mit dem Wolf tanzt

    Ich möchte hier garkeine Fragen der speziellen rechtlichen Sicht und Vorgehensweise interpretieren oder kommentieren. Das wurde zu genüge getan.

    Unter Werbern gibt es öfter die Diskussion, für welche Marken man aus „Gewissensgründen“ nicht arbeiten würde. Bei einigen ist es die Atomlobby, bei anderen die Zigarettenindustrie, gerne auch spezielle Pharma-Konzerne, der Verband der Tretminen-Hersteller (so es ihn geben sollte….) usw.

    Bei mir ist es Jack Wolfskin. Eine Marke, die mental für mich auf der privaten und beruflichen Wish-List mal relativ weit oben vorkam. (Und gerade WEIL sie dort so weit oben war).
    Zwischenzeitlich gab es eine Phase, bei der ich Menschen, die Klamotten von JW trugen, ebenso „an die Kehle gehen“ wollte, wie ich es sonst bei Thor Steinar machen möchte.

    Jetzt bin ich entspannter. Und weder ich, noch irgendjemand aus meinem Bekanntenkreis wird Rest seines Lebens auch nur irgendein Teil von JW im Geschäft anfassen – geschweige denn kaufen. Muss ja auch keiner, bei derartig vielen guten Alternativen im Segment.
    Das ist mein Beitrag die Marke zu schützen – und zwar vor sich selbst.

  5. Kai Anja

    Zitat:
    „Unter die zehn Abmahnungen, die wir dort verschickt haben, fielen nach unseren Recherchen ausschließlich Produkte, die maschinell oder industriell hergestellt wurden und nicht als selbstgebastelt gelten können.“

    Verstehe ich nicht. Das waren doch alles selbst gefertigte Produkte.
    Ich sitze hier mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf.

    „Verwechslungsgefahr“ finde ich ja auch ganz niedlich.
    Ich glaube die Wahrnehmung ist da schon sehr unterschiedlich. ;)

    So, ich geh jetzt gleich mal in den örtlichen JW-Laden und suche nach Hundedecken, Ohrringen und Kissen. ;)
    Muss es ja geben, wenn Verwechslungsgefahr besteht…

  6. anonym

    Es ist doch erstaunlich, dass viele Firmen immer wieder mit so wenig Gespür und Weitsicht agieren. Allem Anschein nach werden immer noch viele „virtuelle Realitäten“ nicht als relevante Größen wahrgenommen und manches was passiert überrascht die Verantwortlichen. Da bleibt nur zu folgern, dass viele Leute von dem was da im Netz passiert schlicht überfordert sind.

  7. Vroni

    „Wir haben uns entschieden, in Zukunft nach der eigenen Prüfung der Sachlage in diesen Fällen immer zuerst selbst Kontakt mit dem Verkäufer aufzunehmen.“.

    Ein weiser Satz.

    So wie es EH SCHON IN ANDEREN LÄNDERN GEHT!
    (Warum ist unser deutsches Abmahnrecht so besch—den, aber anscheinend will man auf Regierungsseite gar nicht nachbessern, neulich auch ein Spruch von Merkel dazu, dass sie keine Lust hat, da in Punkto Abmahnung etwas zu ändern.)

    So muss es also gehen.
    Aber: Kettenhunde auf Spatzen loszulassen – egal jetzt, ob per hochtrabendem einschüchterndem Brief, oder per scheinheiligem Pseudo-Anruf vorher – ist immer schlechter Stil.
    Also kann auch vordergründig-netter Säusel-Flöt-Anruf ebenfalls schlechter Stil sein.

    „Nach vorheriger Prüfung der Sachlage…“ Gummiformulierung.
    Wie sind die Kriterien jetzt definiert. Wer prüft und wie ist die Sachlage denn.

    „Unter die zehn Abmahnungen, die wir dort verschickt haben, fielen nach unseren Recherchen ausschließlich Produkte, die maschinell oder industriell hergestellt wurden und nicht als selbstgebastelt gelten können.“.

    Ägypten? Prgel? Otern?
    Wie jetzt. Das waren maschinell hergestellte Katzenpfötchenkissen?

    Wieso gibt man nicht einfach zu, dass sich die Anwaltskettenhunde bös vergriffen haben. Vermutlich weil sie schlecht oder gar nicht gebrieft worden sind.

    Das ist es eigentlich, was mir übel aufstößt: Werber, wenn sie Fehler machen, kommen an den Pranger. Anwälte die Fehler amchen, werden zusätzlich zu ihren 300,00 EUR/h Stundenabrechnungen (nach BRAGO) auch noch geschützt, wenn sie Bockmist bauen. Man stellt sich vor sie mit halbgaren flauen Pressemitteilungen.

    Notiz an mich:
    Das Falsche studiert. Jura wäre es gewesen. Das Hirn dazu wäre da gewesen und immer ab 300 die Stunde, egal welchen Mist ich verzapfe. Kopf an die Wand hau.

    Public Relation zu studieren wäre es NICHT gewesen. Wenn ich mir diese Jack-Wolfskin-Veröffentlichung heute im Werbeblogger vom Sprachstil her anschaue: steifes übliches Verlautbarungs-PR-Deutsch. Langweilig, nicht wirklich dialog-bereit. Nebenbei: Braucht man für solche Texte überhaupt ein Hirn? Oder ein Studium (welches btw auch ohne Hirn geht…)? Anja-Tanja-Marc-Jens hat wohl artig aus der Anwaltssprache abkopiert plus einen Spritzer Bundesregierungs-Sprech dazu, eine Prise Werbeslang. Wie man das halt so macht.

    Man will sie ja unterstützen diese dialogbereiten Unternehmen und nicht nur meckern, aber wie?
    Unternehmen müssen tatsächlich den Dialog noch lernen.
    Erstmal von der inneren Einstellung her, aber auch von der Art der Sprache = Leute, die das dann betreiben. Leute/Angestellte/PR-Dienstleister, die so einen steifen, unlebendigen verschleiernden Sprachstil haben wie in dieser Verlautbarung, würde ich ale erstes feuern. Geht g-a-r nicht.

  8. Remo Nemitz

    Der Text wirkt so, als wenn noch Satzbausteine aus der ersten Verlautbarung übriggeblieben waren.
    Wie geht es eigentlich den Leuten aus der „Bären-Szene“, die von Wolfskin abgemahnt wurden?

  9. AMOK-Blok

    Ich hatte meine JW Sachen an JW zurückgeschickt. Nach einem Monat habe ich einen Anruf von Herrn Hell bekommen. Das war eher ein Monolog des Herrn Hell, der die letzte Pressemitteilung wieder gab.
    Eine Einsicht, bezüglich das JW ja auch Logos, Produkte, Vereine abmahnt bei denen es keine Verwechslungsgefahr gibt, gab es seitens Herrn Hell nicht. Er ist stur auf seinem Standpunkt das der Gesetzgeber schuld ist und nur die daran etwas ändern können und er so handeln müsse.
    Ein derart ignorantes Vorgehen ist mir wirklich zu zu wieder, ich persönlich werde keine Sachen mehr von JW kaufen. Bin schon auf eine andere Marke umgestiegen, mit einem netten Tierchen als Logo. Hier ist das Logo auch ein Logo, und nicht nur ein Abbild der Natur.
    Ich hoffe JW wird angesichts der Verwechslungsgefahr seines in der Natur vorkommenden Tazenabdruckes noch viel Ärger bekommen.
    Aus Raider wurde Twix…… das kommt wohl auf JW auch bald zu (auch wenn Herr Hell darüber nur lacht).

  10. Jack Wolfskin – Jacke lieblos zurückgesndet | Amok-Blog

    […] Wochen (die Zeitspanne ist nicht verwunderlich, da es ja einen massiven Protest um Jack Wolfskin gab) später bekam ich einen Anruf von Herrn Hell (Chef von Jack Wolfskin) höchst […]

  11. Britta Stahl

    Hm, wenn der Chef schon zum Hörer greift und sich dafür rechtfertigt, in welcher Weise abgemahnt wird, kann man nur sagen: „Getroffene Wölfe bellen“ – oder wie war das Sprichwort?

  12. Veröffentlichung von Jack Wolfskin zu den Abmahnungen | Gongmeditation.de

    […] beim Werbeblogger könnt ihr Jack Wolfskins komplette Veröffentlichung nachlesen. Sie ist blutleer, kalt, gequält […]

  13. Ist der 103. Dalmatiner möglicherweise ein Wolf? | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Ist der 103. Dalmatiner möglicherweise ein Wolf?

    […] der aktuellen Veröffentlichungen, die wir bewusst in unserem Artikel unkommentiert gelassen haben, stellt Jack Wolfskin die […]

  14. Der Gande

    Eine Tier-Tatze als Logo??? Da wird doch das Markenrecht mit „Füssen“ getreten.
    JW Klamotten benötige ich nicht…..

  15. Matthias

    @Eddi (Kommentar Nummer 4)

    Faszinierend. So eine Liste habe ich auch. Beruflich wie privat. Und ja, einer der neusten Einträge ist Jack Wolfskin.

  16. Ada

    Marke selbst entwickelt???
    Mein Hund hat vier Pfoten und macht dieses Bild jeden Tag ein paar tausend mal nach! Auch immer selbst…
    Und wie bitte erklärt man das TAZ Logo, im gleichen Schrägwinkel?
    Welches „nachweislich“ ein paar Jahre bevor es die Firma Jack Wolfskin gab, schon im Verkehr war?
    Und welche Entwicklung hat man bei der eingetragenen Marke „born to be wild“ denn selbst betrieben? Musik gehört und daraus eine Marke für Textilien gemacht???
    Kein Generallauftrag? Nein, nur immer dann, wenn der Chef im Urlaub ist. Passt ja, der eine entspannt, der andere soll sehen, wie er mit einer Abmahnung klar kommt.
    Solche Texte – Unglaublich!!! Da fehlen mir zum Glück die Worte, die „Beleidigung“ zu finden, die darstellen könnte, wie sehr ich den Text missbillige.

    Die erhaltene Abmahnung im März war schlimm. Dennoch, ich habe mich intensiv damit beschäftigt und versucht, den Standpunkt zu verstehen. So sehr ich will, diese fadenscheinigen „Erklärungen“ machen für mich diese Marke zur absoluten Farce. Show, Szene, sehr, sehr schlechte PR. Ich kaufe es nicht mehr, ich trage es nicht mehr. Und das es die richtige Entscheidung ist, untermauert der Text noch mehr.

  17. AMOK-Blog

    @Ada (Doggenhaus.de)
    In deinem Onlineshop sehe ich keine Pfote mehr, ich nehme an vor dem März gab es da noch schöne Motive.
    Mit hat Herr Manfred Hell persönlich gesagt, das es in der ganzen Firmen Geschichte niemals mehr als 19 Abmahnungen gab. Ich denke fast das kann man als glatte Lüge entlarven. Mich würde echt interesieren wie viele alleine 2009 abgemahnt wurden. Das sind bestimmt mehr als 19.
    Schade das es da keine Liste(Aufstellung) gibt, am besten mit Screenshoot vom Abmahngrund.

    Wär ich ein waffenlobiist, könnte ich jetzt AMOK laufen.

    PS: Liebes BKA, nur zur Info, bevor sie eine Hausdurchsuchung machen, ich habe den Vortrag „Siehaben das Recht zu schweigen“ von Udo Vetter schon gesehen! ;-)

  18. Wolfgang

    Frage?
    Ist es bereits gewerblich, wenn sich ein, na nehmen wir mal, als Beispiel, einen Schwulenverein, für alle seine Mitglieder und Freunde schicke Tatzen von Bären auf T-Shirts, Tassen, und Vereinsheime drucken läst?

    Über Texaporen oder Sturmlocken hat kein Mensch diskutiert,oder? Ist das wieder extra werbisch? Stellt mir Jack Wolfskin damit in einer Pressemitteilung zu einem anderen Thema Produkte vor, die ich vorher schon nicht gebraucht habe, entschuldigung, gekannt habe?

    Was die Dalmatiner angeht würde ich echt mal sagen: Disney ist grundsätzlich Gewerblich. Oder Jack?

    Jack, hast du das gewerbliche Tatzennutzen bei Shakira wirklich unterbunden? Darfst du ruhig sagen,wenn es so ist. Jedenfalls hat sie die Tatzenshirts tatsächlich nicht mehr in ihrem offiziellen Shop. Bin mal gespannt wann der Disney seine Dalmatiner feuert.

    Bitte, nur mal zum Nachdenken lieber Jack. Wie viele Stars sind erst Weltstars geworden weil seine Fans Ihn, sein Logo, seine Optik, ja sogar seine Musik und seine Produkte nachgemacht und kopiert haben? Kann es also sein, dass du dir den Aufstieg zur Weltfirma mit Verboten selbst verbaust?

    Überlege doch mal wie schön das ist, wenn jeder der durch die Stadt,entschuldige, bei dir natürlich die Natur, geht und irgendwo ne Tatze sieht direkt an Jack Wolfskin denken muss. So wie es mal mit Alpenkühen war, lila oder braun, war da sogar egal, irgendwann dachten alle grundsätzlich bei den Viehchern, dass es sich dabei um Schokoladentiere handelt. Nicht um Milchlieferanten.

    Theoretisch solltest du Tatzenbausätze anbieten. Zum Download und kostenlosen weiternutzen. So als Virals, oder Guerillias, oder wie die jetzt heißen.

    Was eine Marke wirklich in schlechtes Licht bringt hast du doch erkannt, sind billige, qualitativ schlechte, möglichst exakt gemachte Fälschungen. Also gegen Produktpiraten mit aller Härte, versteh ich sofort, die nutzen das Logo ja auch wirklich komplett so wie es ist oder leicht verändert um den Anschein zu erwecken ihr Mist wäre von euch.

    Aber alle anderen Tatzen, die offensichtlich nicht schwarz, gelb, und mit eurem Schriftzug verbunden sind, sind doch unbezahltes Marketing für euch, oder?

    Bei mir ist das jedenfalls so. Wenn ich Tatzen irgendwo sehe, dann denk ich nur noch an dich lieber Jack! :)

  19. Hannes

    „Wir sind darauf bedacht mit Augenmaß vorzugehen.“ – Aha.
    Das ist ja lustig.

    Irgendwie – ich weiß auch nicht.
    Ne, da kann ich nur lachen.

  20. dot tilde dot

    position? offensichtlich im schützengraben. markenbildung als stellungskrieg, kundenkommunikation als verteidigungsfall.

    man muss prioritäten setzen im aufmerksamkeitsbusiness. ich kaufe mittlerweile andere klamotten. eigentlich schade, die mitarbeiterinnen im shop waren immer so nett. aber was soll es, ich fühle mich von jack wolfskin nicht mehr angesprochen.

    .~.

  21. Paraphen

    Die Pfote von Wolfskin ist prima. Einfach schön … aber kein Alleinstellungsmerkmal. Als JW auf dem Markt erschien, hab ich die Sachen gerne gekauft, weil sie wie TAZ Klamotten aussahen und praktisch waren.

    Dann stritt sich Wolfskin mit der TAZ, was ich so gar nicht lustig fand. Hab dann JW nur noch selten erworben, wenn mir irgendwas wirklich gut gefiel. Aber auch damit ist jetzt Schluß. Mit dem Pfotenabdruck hab ich zu keinem Zeitpunkt überhaupt Jack Wolfskin in Verbindung gebracht, sondern nur den Roman von Jack London: Wolfsblut. Und einzig und allein, weil ich vermutete, daß dieser hinter der Namensfindung stand, war mir das Produkt kaufenswert.

    Aber so wie sich die Firma in den letzten Jahren seit der JT-Wende verhalten hat, ist sie für mich als Konsumenten untragbar geworden. Was JW geschafft hat ist, daß ich nun definitiv die Pfote mit Jack Wolfskin verbinde und diese Assoziation keine gute ist. Am Ende hat der Konsument den längeren Hebel, wenn es heißt kaufen oder nicht kaufen. Da es ausreichend Hersteller für den Outdoorbereich gibt, ist man glücklicherweise nicht darauf angewiesen, JW zu kaufen.

    Ich empfehle übrigens eine kleine Tschechische Manufaktur: Warmpeace.

    Paraphen.

  22. 50hz – Werkstatt für Netzkommunikation » Blogarchiv » Der Wolf rettet seine Haut – Rehabilitation wäre angemessen

    […] – vorbildlich passt Jack Wolfskin seine Markenstrategie den Gegebenheiten an und stellt sich bei den Werbebloggern der Kritik. Die fällt zwar nach wie vor überwiegend negativ aus, wird jedoch nur noch von wenigen in […]

  23. cama

    Bin gerade auf diese Stellungsnahme hingewiesen worden und muß sagen, gerade Seite 4 ist einfach eine Unverschämtheit.

    Da werden die dawanda Frauen beleidigt und ich frage mich, ob JW das so stehen lassen darf. Genau das Gleiche hatte er schon bei seiner dpa Meldung versucht, die wurde abgeändert.

    Gibt es da keine rechtliche Möglichkeit, solche Unwahrheiten entfernen zu lassen? Müssen die Handarbeiter hinnehmen, dass sie maschinell hergestellte Plagiate verkauft hätten?

    Einsicht sieht für mich anders aus.

    Bisher wurden alle Anfragen der Handarbeiterinnen negativ abgeblockt, egal um welche Artikel es ging. Hundehalsbänder, Hundehalstücher, Hundemäntel, bunte Stoffe die eher an einen Comic erinnern. Könnt ihr auf dawanda nachlesen.

    Die Bärencommunity darf ihre Shirts weiter verbreiten, dazu solltet Ihr Euch mal die Begründung ansehen.

    Auf jeden Fall ist der derzeitige Zustand untragbar für kreative Handarbeiter.

    Am Weihnachtsmarkt durfte ich ganz viel JW bewundern, besonders aufgefallen ist, dass jeder Artikel mindestens 3mal den Hinweis auf den Hersteller drauf hatte, ob als Logo oder Schriftzeichen.

    Gute Marken haben so was nicht nötig, da wird der Hinweis dezent gesetzt.

  24. Social Media PReview

    Roundtable Diskussion: Jack Wolfskin: Rehabilitiert oder nicht? – und wer hats mitgekriegt?…

    Das Jahr geht zu Ende, wir werden nächstes Jahr wieder voll durchstarten mit neuem Konzept, erweiterter Besetzung, vielen Ideen und tollen Themen – ihr dürft gespannt sein!
    Aber bis dahin gibts heute noch eine Roundtable Diskussion mi…

  25. Nochmal beim Wolf vorbeigeschaut » 50hz - Werkstatt für Netzkommunikation

    […] meinem letzten Beitrag zum Thema Jack Wolfskin und der Abmahnherbst, hatte ich die neue Marken(schutz)strategie des Outdoor-Ausstatters zum Anlass genommen, ein wenig für die Rehabilitation von Unternehmen zu werben, die – […]

  26. Brought to you by Tatze « …Kaffee bei mir?

    […] Dezember – ein wenig Vorbeugung für das Gebot der Stunde hielt. Nur nichts riskieren. Beim werbeblogger veröffentlicht sie nochmals eine dröge, aber recht ausführliche Erklärung zum Thema […]

  27. Tina

    so,
    seit Anfang März hat sich der Wolf fast alle Markenklassen gekrallt.

    Auf ein fröhliches abmahnen – teil 2

  28. mimi

    Die haben es jedenfalls geschafft, dass es bereits peinlich ist, mit JW-Teilen auf der Straße gesehen zu werden (auch wenn es sichtlich keine neu gekauften sind). So kann man eine Marke auch kaputtmachen!

  29. Abmahnungen sind teuer. Aloha Hawaii! Hallo Deutschland! | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » Abmahnungen sind teuer. Aloha Hawaii! Hallo Deutschland!

    […] erst seit den allseits bekannt gewordenen Abmahnungen der Marke “Jack Wolfskin” sollten Kleingewerbetreibende, die selbstgestaltete T-Shirts, Caps oder andere […]

  30. Printable Bead Patterns Blog

    Disney Pfotenabdruck Display…

    […] sogar seine Musik und seine Produkte nachgemacht und kopiert haben? Kann es also […]…

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