16:06 Uhr
Ist der 103. Dalmatiner möglicherweise ein Wolf?
Innerhalb der aktuellen Veröffentlichungen, die wir bewusst in unserem Artikel unkommentiert gelassen haben, stellt Jack Wolfskin die Notwendigkeit dar, die eigene Marke gegen markenrechtlichen Missbrauch zu schützen und zu verteidigen.
Der Aufbau und die Pflege einer Marke ist ein fortwährend arbeits- und kostenintensives Unterfangen. Die grundsätzliche Haltung, dass jede Marke also gerade gegen professionelle Fälscher und gewerbliche “Marken-Trittbrettfahrer” auch international konsequent vorgehen muss, teile ich selbst aus voller Überzeugung.
Wäre es dann nicht nach den von Jack Wolfskin aufgeführten Kriterien
* Wie ähnlich ist der Name oder das verwendete Markenzeichen?
* Wie nah ist das Produkt den Produkten, die JACK WOLFSKIN verkauft?
* Wird die Wahrnehmung unserer Marke ausgenutzt oder beeinträchtigt?
im Fall der Merchandising-Bekleidungs-Artikel von “Walt Disney” und seiner “Dalmatiner” ein besonders offensichtlicher Verstoß?!
Das Bild zeigt übrigens den Strumpf bzw. Fuß eines meiner Familienmitglieder, der mir kommentarlos “entgegengestreckt” wurde, als wir über die Abmahnfälle von Jack Wolfskin sprachen und die abgemahnten Objekte gemeinsam sichteten…
9 Kommentare
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- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...
- Brian: Der Titel ist genial. Danke :).

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Am 3. Dezember 2009 um 16:46 Uhr
Da drängt sich die Vermutung auf, das Jack Wolfskin nur in Auseinandersetzungen geht, bei denen kein Zweifel aufkommt, dass sie zu gewinnen sind, und das möglichst einfach.
Anders gesagt: Disney macht weltweit 50 Milliarden pro Jahr mit Merchandising (das ist zehnmal so viel wie in Deutschland mit ALLEN Lizenzthemen umgesetzt wird).
Mit so einem Schwergewicht traut sich der kleine Wolf dann doch nicht, in den Ring/Gerichtssaal zu steigen.
Anders herum könnte Disney theorethsich vielleicht prüfen, ob die Dalmatinermarke nicht schon länger für Textilien/Bekleidung geschützt ist als die Wolfstatze. Dann nämlich wäre der Worst Case, dass der Markenschutz (zumindest für die Bildmarke in der Markenklasse) von JW juristisch äußerst fragil und damit nicht mehr sehr langlebig.
Aber das ist die Theorie. Praktisch dürfte man bei Disney cool genug sein.
Am 3. Dezember 2009 um 17:59 Uhr
Das ist genau der Grund warum es eine solch massive Protestwelle gegen JW gibt, solche Beispiele gibt es Hunderte (Disney, Shakira She Wolf, und ..und..und).
Bei der Disney Socke ist auch der Pfotenabdruck nicht die Marke, sondern eben nur Disney.
All diese Beispiele zeigen doch das so ein in der natur vorkommender Pfotenabdruck niemals als Marke hätte eingetragen werden dürfen, da Verwechslungsgefahr schon bei der Eintragung bestanden hat!
Ich denke keine einzige Abmahnung von Jack Wolfskin würde vor gericht weiter als die 2.Instanz kommen, außer es handelt sich wirklich um Produktfälschungen.
Am 3. Dezember 2009 um 18:56 Uhr
[...] Das schöne an der Geschichte ist, das man sieht das sich kleine Unternehmen von Jack Wolfskin nichts bieten lassen und nicht beim Erhalt einer Abmahnung mit rechtlich fragwürdigem Inhalt erschrecken und klein beigeben. Und das es viele Communitys gibt die den Protest gegen Jack Wolfskin weiter führen. Selbst nach fast 2 Monaten ist der Fall Jack Wolfskin noch in aller Munde und weiter aktuell in der Blogger-Szene. [...]
Am 4. Dezember 2009 um 10:00 Uhr
Hallo zusammen,
sicher, unter den oben angeführten Kriterien macht der Schutz einer Marke und der eines Symbols Sinn.
Allein jedoch die Tatsache, dass sich JW mit fragwürdigen Drohgebärden gegen vermeintlich Schwächere stellt und die Geographie als Popularitätshebel zu Nutzen scheint, lässt das Kürzel WWW als Farce dastehen.
Unternehmen mit weltweitem Bekanntheitsgrad sind für JW keine juristischen Ziele? Dann sollte man den Rest ebenso (be)lassen.
lG
Lutz
Am 4. Dezember 2009 um 11:41 Uhr
[...] Infos auch auf Werbeblogger.de und [...]
Am 4. Dezember 2009 um 13:10 Uhr
Kann den ganzen Mist sowieso nicht verstehen den Jack Wolfskin dort veranstaltet.
Die denken doch nicht wirklich dass sie ein so tolles Markenzeichen entwickelt haben dass das nun jeder kopieren will, nur weils so wahnsinnig geil aussieht.
Egal wo man herkommt man trifft immer wieder auf die Tapser und natürlich nicht in irgendeinem Zusammenhang mit J-W.
Wahrscheinlich hat bei Jack Wolfskin wirklich nur die Rechtsabteilung ein bisschen Langeweile, genau so wie Mandatslose Anwälte und nun macht man das was man immer macht wenn man in einer Kanzlei/Rechtsabteilung nichts anständiges zu tun hat:
Abmahnen!
Am 5. Dezember 2009 um 13:43 Uhr
[...] sind auch in Übersee begehrt, die Augsburger Puppenkiste hätte fast ein Gastspiel gegeben und Outdoor-Kleidung ist im Winter sowieso [...]
Am 5. Dezember 2009 um 13:47 Uhr
Also hier spreche ich mal als durch diese Causa ziemlich genervter Corporate Designer (nicht als Ex-Werber, der war ich mal:
Lösungsansatz des ganzen Dilemmas, das nur so vor irritierenden David-Goliath-Animosiäten strotzt:
Das Problem der Pfote als Alleinbildmarke
Die Pfote ist dermaßen generic (=allgemein, gattungsbegrifflich), das man sie nur ZUSAMMEN mit der Wortmarke “Jack Wolfskin” als geschützt zu betrachten hat.
Aber nie solo.
Wenn diese Sichtweise da wäre, gäbe es den ganzen Pfotenkissenärger nicht. Hätte es nie gegeben. Schuld sind für mich eine seltsame Markengesetzgebung, Anwälte, Richter, also alle die, die von Gesetzesauslegung leben, aber nicht wirklich etwas von Corporate verstehen. (Bitte jetzt nicht motzen, was soll diese Angeberey, dass ich allein etwas von Corporate verstünde und alle Anderen wären nur Dumpfbacken: auch ich betrachte mich als Lernender, immer noch.)
Thema Wortbildmarke
Wieso begreift man – sowohl auf Juraseite, Gesetzgeberseite und auch Jack-Wolfskin-Seite – den INTEGRALEN Zusammenhang zwischen Bild und Wort nicht? Er ist essenziell.
Nur die in ihrer Darstellung nicht-generischen Bildmarken (= einzigartig, alleinstehend, unique) wie der beispielsweise der um die Weltkugel dargestellte geringelte rote Fuchs von Firefox können alleine als reine Bildmarke funktionieren. Und dürften auch alleine ohne den Wortzusatz “Firefox” schutzfähig sein.
Obwohl es sicher viele Textmarken zusammen mit der Bilddarstellung “Fuchs” gibt, ist eben der um die Kugel geringelte Fuchs unique. Nur “Fuchs” alleine wäre es nicht. Zu generisch.
Am 10. Dezember 2009 um 00:15 Uhr
Den Prozess gegen “tuc” hatte Wolfskin verloren, weil die Bildmarke allein zu schwach ist.