18:41 Uhr
Die Augsburger Abmahnkiste
Soeben sprach ich mit Michael Fleischmann über die ihm von der Stadt Augsburg bzw. durch entsprechende Anwälte vorliegende Abmahnung. Das Gespräch veröffentlichen wir hiermit mit seiner Zustimmung:
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Der Hintergrund
Michael und zwei seiner Freunde beabsichtigen, ein Blog zu starten und da alle drei Personen aus Augsburg kommen und somit Augsburger sind, haben sie die Domain “www.augsburgr.de” für dieses Projekt registriert.
Um möglichen rechtlichen Problemen bei zukünftigen Veröffentlichungen auf dieser Domain aus dem Weg zu gehen, schickte Michael vorsorglich eine Mail an die Stadt Augsburg (OB-Referat) und bat um eine entsprechende Bescheinigung, die Domain für sein Blogprojekt nutzen zu dürfen.
Statt einer Bescheinigung erhielt Michael dann auf dem Postweg eine Abmahnung inkl. Unterlassungserklärung, verbunden mit einer Kostennote in Höhe von € 1890,91. Den Streitwert legte die Kanzlei mit 50.000 € fest, nach eigenen Angaben eine “sehr moderate” Ansetzung.
Wie zu erwarten, empört diese Abmahnung und vor allem der Kommunikationstil der Stadt mit seinen Bürgern die Netzwelt, die sich via Twitter enorm beschleunigt; ganz ähnlich also den Abmahn-Vorgängen rund um Jack Wolfskin.
Das Besondere im Fall der Stadt Augsburg: Der (Marken-) Name der Stadt hat möglicherweise ein besonderes Freihaltebedürfnis, wie alle Namen, die eher dem “öffentlichen Sprachraum” zuzuordnen sind. Auch stellt sich die Frage, warum die Stadt grundsätzlich ein Kostenrisiko ohne Not eingeht, denn eine prozessuale Verfolgung könnte bei -immer möglichem- negativem Urteil für die Stadt dazu führen, dass am Ende die Steuerzahler und Bürger die Folgekosten tragen müssten.
Ein kurzer Hinweis hätte vermutlich gereicht, um Michael Fleischmann davon abzubringen, die Domain für sein Blogvorhaben tatsächlich zu nutzen. Äußerst fraglich ist dazu auch der Kommunikations-Stil der Stadt Augsburg mit einem Bürger, der die Hand zum Gespräch vor Veröffentlichung seines Web-Projektes ausgestreckt hat und nun postwendend die “Watschn” einstecken darf. So dürfte diese Art von “City-Marketing” der Stadt Augsburg wohl erneut als Rohrkrepierer enden.
Update: Wie soeben veröffentlicht wurde, zieht die Stadt Augsburg in Vertretung von OB Kurt Gribl die Kosten für die Abmahnung zurück, verdeutlicht aber, dass das grundsätzliche Vorgehen “rein rechtlich korrekt” sei. Auch hier lässt sich eine Parallele zu den Abmahnvorgängen von Jack Wolfskin ziehen, die vor allem wegen der öffentlichen Aufmerksamkeit ihr Verhalten “angepasst” haben.
Die Frage, ob und wie eine markenrechtliche Inanspruchnahme ggf. gegen das Interesse der eigenen Bürger und Menschen ausgeweitet werden dürfte, bleibt formal weiter völlig offen.
Hinweis: Wir wissen, dass das Thema Abmahnungen aktuell hoch emotional diskutiert wird. Bitte aber keine Beleidigungen oder Formulierungen “unter der Gürtellinie” in den Kommentaren. Wir müssten sie sonst löschen. Danke.
55 Kommentare
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- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...
- Brian: Der Titel ist genial. Danke :).
- PlaceY: @Tobias Mandelartz : “..denn er bewahrt einen davor, für einen Kandidaten anzurufen , der sowieso schon haushoch überlegen...
- Gerry K.: Der hat sich das nicht beim Sport sondern bei den Call-In Sendungen abgeschaut. Nichts anderes ist das. Schon das Anheizen der...
- Herr Bergauer: Bei den Problemen, die Mercedes (besonders mit Rost und Elektrik) in den letzten Jahren gehabt hat, würde ich den aufdringlichen,...
- peekaboo321: Sicher ist es möglich von der anderen Seite anzuschauen und hahaped wird damit helfen.

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Am 24. November 2009 um 18:46 Uhr
1800 Euro Kosten für Domain mit Stadtnamen…
Ich möchte euch heute von Michael berichten. Michael wollte ein Blog aufziehen. Ist ja kein Thema. Geschieht Hunderte Male in Deutschland. Da Michael aus Augsburg kommt, dachte er sich: ich besorge mir, in Anlehnung an den Fotodienst Flickr, die n…
Am 24. November 2009 um 18:53 Uhr
Schön das Ihr das Thema aufgegriffen habt. Nach dem letzten “Tornado” rund um die Wolfspfote dachte man ja eigentlich, dümmer gehts nicht mehr. Aber wie immer werden wir eines Besseren belehrt. Wie heißt es so schön, der Ehrliche ist der Dumme, gibt es doch unzähliche andere Augsburg Domains die der Stadt wohl am Allerwertesten vorbeigeht. Anscheinend hat man hier die Stadt auf eine neue Einnahmequelle hingewiesen, so kurz vor Weihnachten macht das ja auch Sinn! Bleibt zu hoffen, das hier schneller als bei JW gehandelt wird. Ansonsten muss man die Stadt Ausgburg mal darauf hinweisen, das auch Blogger Wähler und Steuerzahler sind. Scheint man ja beim Beamtenstatus immer zu vergessen, wer da die Gehälter zahlt…
Am 24. November 2009 um 19:05 Uhr
Es ist kurios. Ich gestehe: ich höre zum ersten Mal so ein Interview. Also in voller Länge. Ich lese ja eher. Aber – das Thema geht ja alle an. Ausserdem: der Roland hat eine echte Stimme, der sollte mal was “in Hörspielen” machen.
Vielen Dank aus dem hohen Norden!
Am 24. November 2009 um 19:11 Uhr
Sauerei seitens der Stadt Augsburg. Man hätte hier auch kulanter vorgehen können, zumal andere Domains existieren die nicht nachgefragt haben bei der Stadt.
So behandelt man dort also Bürger die ihre Freizeit opfern um indirekt Werbung für die Stadt zu machen. Das spornt ja mächtig an, jede andere Stadt oder Gemeinde ist froh wenn jemand was bewegt.
Am 24. November 2009 um 19:12 Uhr
Stadt Augsburg lässt Blogger abmahnen…
Es hört einfach nicht auf mit den Abmahnungen. Dieses Mal fällt die Stadt Augsburg unangenehm auf. Wie einem Bericht auf augsburger-allgemeine.de zu entnehmen ist, flatterte dem Betreiber der Domain augsburgr.de eine anwaltliche Abmahnung ins Haus, das…
Am 24. November 2009 um 19:20 Uhr
In meinen Augen macht Schilderung von Michael deutlich, dass die Abmahnung und erst recht die Kostennote völlig übers Ziel hinausschiessen. Er hat die Problemstellung erkannt und wollte diese aus eigenem Antrieb heraus aus dem Weg schaffen. Da fehlte bei der Stadt Augsburg das Fingerspitzengefühl und erst recht die Vision, dass so ein Blogprojekt auch gut für den Ruf der Stadt wäre. Erreicht hat sie jetzt jedenfalls das glatte Gegenteil.
Am 24. November 2009 um 19:22 Uhr
regio-augsburg.de
Am 24. November 2009 um 19:23 Uhr
Vielleicht fehlt mir da wirklich die juristische Einsicht. Aber wie kann es sein, dass Augsburg glaubt, einem Augsburger die Domain Augsburgr abzusprechen?
Am 24. November 2009 um 19:24 Uhr
[...] 2: Es zieht immer weitere Kreise. Jetzt gibts beim Werbeblogger ein Interview mit Michael zu hören. Und Caschy, der wohl froh sein dürfte, nicht in Augsburg zu [...]
Am 24. November 2009 um 19:44 Uhr
[...] Die Augsburger Abmahnkiste “…ein kurzer Hinweis hätte vermutlich gereicht, um Michael Fleischmann davon abzubringen, die Domain für sein Blogvorhaben tatsächlich zu nutzen. Äußerst fraglich ist dazu auch der Kommunikations-Stil der Stadt Augsburg mit einem Bürger, der die Hand zum Gespräch vor Veröffentlichung seines Web-Projektes ausgestreckt hat und nun postwendend die “Watschn” einstecken darf. So dürfte diese Art von “City-Marketing” der Stadt Augsburg wohl erneut als Rohrkrepierer enden…” (werbeblogger.de) [...]
Am 24. November 2009 um 20:13 Uhr
Liebe Augsburger, Ihr seid nicht mehr alleine. Auch auf der anderen Seite des Teiches lacht man mittlerweile über Eure Stadtverwaltung. Grüße aus Virginia, USA
Am 24. November 2009 um 20:17 Uhr
Augsburg hat augsburg.de, soweit rechtens. Kann die Stadt aber überhaupt Schutz- oder Freihaltungsrechte an augsburgr.de geltend machen?
Mich wundert, dass sich alle über die Sache an sich aufregen und meist darauf abzielen, dass man ja mit einem Gespräch die Domain anfordern/zurückfordern/freihalten hätte können. Warum eigentlich?
Der rosa Riese konnte auch nicht alle Tminus-Domains für sich reklamieren und es gibt genug Urteile, dass der Stadtname als Teil des Domainnamens noch lange nicht die Rechte des Stadt berührt. Kommt zwar auf den Einzelfall an, aber mir erscheint das Ganze äußerst zweifelhaft.
Als privater Blogger sollte man es da vielleicht auf einen Prozess ankommen lassen und dazu Prozesskostenhilfe beanspruchen, oder?
Am 24. November 2009 um 20:20 Uhr
Immer wenn Du glaubst, dümmer geht nicht mehr … Man möge den Rest ergänzen. Da hat jemand “Bürgernähe” falsch verstanden, daß bedeutet mitnichten, daß man den eigenen Bürgern möglichst brutal auf den Pelz rückt.
Am 24. November 2009 um 20:22 Uhr
Wann ist endlich Schluss mit diesem bescheuerten Selbstbedienungsladen zu Lasten kleiner Leute?
Dieses Abmahnwesen ist nun wirklich die einzige Ecke im Zivilrecht, die eine Beweisumkehr schafft.
Das ist ansich schon so doof, da kann keiner der Ausnutzer rankommen.
Am 24. November 2009 um 20:32 Uhr
[...] das Wort erhalten. Ausnahmen kann die Bürgerversammlung beschließen.Beim Werbeblogger gibt es ein Interview mit dem abgemahnten Augsburgr…Das könnte Dich auch interessieren:Ein Nachmittag in der Stadt Man muss nur einen Sonntag [...]
Am 24. November 2009 um 20:45 Uhr
Wollte in diesem Jahr eigentlich den Augsburger Christkindlesmarkt besuchen. Angesichts der Augsburger Abmahnkiste werde ich umdisponieren und nach Affing fahren und mir dort eine Bratwurst reinziehen.
Am 24. November 2009 um 20:52 Uhr
Durch wieviele Hände (Köpfe) ging Michaels Anfrage bei der Stadt Augsburg und in der Anwaltskanzlei?
War da nicht einer dabei der Charakter gezeigt hat um diesen Wahnsinn und Unsinn zu stoppen?
Die Zunft der Anwälte gerät mehr und mehr ins Zwielicht durch diese und weitere seltsamen Abmahnverfahren und das Vertrauen der Bevölkerung in diesen Berufsstand schwindet mehr und mehr.
Bisher nannten die Kabarettisten nur die Versicherungsvertreter „Die letzte Plage der Menschheit“.
Mir scheint die Anwaltszunft bemüht sich auch um diesen Titel.
Wer Heute ohne Moral und Ethik jeden Euro den es zu verdienen gibt „verdient“, der hat Morgen vielleicht keine Arbeit mehr.
Augsburg muss nun wohl das touristischen Werbebudget ein wenig erhöhen um dieses „Eigentor“ wieder auszubügeln.
Fazit:
Gott gebe Vernunft und Weitsicht in die Rathäuser und Anwaltskanzleien und wo immer beides auch so dringend benötigt wird. :-)
Vincent
Ps.
Wenn Michael ein Spendenkonto einrichtet, dann werde ich mich mit 5€ beteidigen.. es fehlen dann nur noch 371 weiter Spender.
Am 24. November 2009 um 20:55 Uhr
[...] Die Augsburger Abmahnkiste [...]
Am 24. November 2009 um 21:04 Uhr
[...] [...]
Am 24. November 2009 um 21:04 Uhr
Waren “Die Sieben Schwaben” eigentlich auch Augsburger?
Wir hier in Baden sagen: “Über Baden lacht die Sonne und über Schwaben die ganze Welt”
Daß wir Badener frei von Vorurteilen sind zeigt der aktuelle Schwank aus Schwaben, oder ist es auch nur ein Mächen wie bei den
“Sieben Schwaben”?
Am 24. November 2009 um 21:07 Uhr
Das Besondere bei der Eröffnung des Augsburger Christkindlesmarkt: Die Buden dürfen erst dann leuchten, wenn Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl sein eigenes Licht über den Markt zur Krippe getragen hat. Gott gebe ihm zusätzlich die Erleuchtung zur Beendigung des Wahnsinns.
Am 24. November 2009 um 21:54 Uhr
Kostennote scheint vom Tisch zu sein, wie die Augsburger Allgemeine schreibt (tinyurl.com/yl7cava):
Am 24. November 2009 um 21:55 Uhr
Die Kostennote scheint vom Tisch zu sein und der OB hätte sich ein sensibleres Vorgehen gewünscht. http://uteq.de/ss
Am 24. November 2009 um 22:13 Uhr
Da hat sich Augsburg aber in eine schlechtes Licht gerückt, jede Stadt sollte sich doch seine Autoren halten anstatt Ihnen auf so eine Art und Weise mitzuteilen das Sie nicht geduldet sind. Ein echtes Armutszeugnis ist das für diese Stadt.
Am 24. November 2009 um 22:32 Uhr
Was ist aber mit der Genehmigung? Naja Hr. Fleischmann kann sich ja die Freigabe von der Gemeinde Schwesing, Ortsteil Augsburg (Schleswig-Holstein)einholen oder gleich aus Arkansas (USA), siehe de.wikipedia.org/wik...
Am 24. November 2009 um 23:06 Uhr
Kurz was zum Thema Abmahnungen allgemein:
Es läuft gerade eine Petition im deutschen Bundestag, die erreichen will, dass die erste Abmahnung in bestimmten Fällen keine Kostennote enthalten darf, um dieses raffgierige und unverhältnismässige Abmahn-Unwesen endlich mal auszumerzen.
Unter anderem auch bei Gulli.com gibt es eine News mit Link zur Petition dazu, wo das Ganze näher erläutert wird. http://xrl.in/3uu0
Um Mitzeichnung wird gebeten. :)
Am 24. November 2009 um 23:41 Uhr
Hallo,
gutes Interview – danke dafür. Es ist wichtig, mal direkt mit dem Betroffenen zu sprechen und ihn zu Wort kommen zu lassen. Und zwar nicht nur in seinem eigenen Blog.
Unverständlich ist mir als juristischem Laien, dass das Anwaltshonorar an den Streitwert gekoppelt ist: Die zu honorierende Tätigkeit ist das gleiche, ob es nun um 50.000 oder 150.000 € geht.
Ich hatte mal einen ähnlichen Fall:
Damals habe ich die Domain udo-pastoers.de angemeldet und satirische Inhalte zur besten Websendezeit dort veröffentlicht. Pastörs war und ist Fraktionsvorsitzender der rechtsextremen NPD in Mecklenburg-Vorpommern. Klar, hatte er Anspruch auf die Domain, die ich ihm nach einer Unterlassungserklärung auch abtreten musste.
Allerdings hat mein Anwalt damals 1.) den Streitwert bestritten und 2.) einen Senkungssatz (oder so ähnlich) festgestellt, weil der Fall juristisch sehr einfach sei und wir keinen Widerstand (juristisch) boten.
Damals bin ich dann für eine Weile auf udo-priestoers.de umgestiegen, das war juristisch für ihn nicht anfechtbar. Hehe.
@Michael toi toi toi, ist nochmal glimpflich ausgegangen. Gut, dass Du an die Öffentlichkeit gegangen bist. Lass Dich nicht unterkriegen.
@Roland: Danke für das gute Interview.
Am 24. November 2009 um 23:58 Uhr
@Thomas Pfeiffer:
Danke für die Blumen. Warst ja nicht immer ganz unserer Meinung, als es um Jack Wolfskin ging. Aber wir lernen alle…Und werden ruhiger…
Was das Anfechten des Streitwertes betrifft… Ich hörte da ähnliches..
Wird Zeit, unsreren Medienanwalt zu generellen Themen einmal in einen Podcast einzuladen.
Am 25. November 2009 um 06:57 Uhr
[...] Die Augsburger Abmahnkiste (mit [...]
Am 25. November 2009 um 08:57 Uhr
Schön, dass es so schnell gut ausgegangen ist. Auch wenn die Stadt Augsburg juristisch gesehen vielleicht im Recht war, hat sie überreagiert. Vor allem, da Michael auf sie zugegangen ist. Meiner Meinung nach sollte man “immer Mensch bleiben” – das gilt online wie offline- sowie bei jedem Abmahnungsfall.
Am 25. November 2009 um 09:25 Uhr
hallo,
wie heißt denn das tolle musikstück am ende des interviews?
besten dank!
Am 25. November 2009 um 09:34 Uhr
Der OB meint ja nach wie vor, dass rein rechtlich der Ablauf korrekt war.
Dies zeigt doch, dass keinerlei Einsicht vorhanden ist und dass sich die Stadt nur dem öffentlichen Druck beugt.
Wo bleibt das Gewissen, wo bleib der gesunde Menschenverstand der Beteiligten?
Hat man nicht gerade in Deutschland in den vergangenen 100 Jahren immer wieder „rechtlich korrekt“ gehandelt mit teilweise katastrophalem Ausgang?
Die Amtsträger schwören, dass sie ihr Volk beschützen wollen, aber wer beschützt das Volk vor “diesen” Amtsträgern?
Am 25. November 2009 um 10:10 Uhr
[...] wurde natürlich schnell im Internet bekannt, es macht die Welle durch die Blogs und Twitter, wurde von den “großen” Medien wie Spiegel-Online oder der Rhein-Zeitung [...]
Am 25. November 2009 um 10:13 Uhr
Es mag ja rein rechtlich korrekt sein so vorzugehen, wie der Herr Bürgermeister meint.
Ich meine es war rein menschlich ziemlich dumm und unbedacht so vorzugehen.
Am 25. November 2009 um 10:49 Uhr
Es ist zu bezweifeln ob ein Ort ein eindeutiges alleiniges Recht an seinen Namen besitzt, sonst dürfte es ja diesen Ortsnamen nicht mehrfach auf unserem Erdball geben.
Am 25. November 2009 um 12:15 Uhr
Es ist nun zu hoffen, dass die Petition im Bundestag, gerade auch an Hand dieses Augsburger Beispiels, Gehör findet und diese unsäglichen Abmahnverfahren endlich ein Ende nehmen.
Diese Abmahnpraktiken sind eine Goldgrube für arbeitslose, oder nicht ausgelastete Rechtanwälte.
Deren Ziel ist es nicht ein Recht wieder herzustellen, sonder einzig und allein die Rechtunsicherheit der Internetnutzer zum Kasse machen zu verwenden. In meiner Sichtweise stehen diese Praktiken auf derselben Stufe wie die zahlreichen Internetbetrügereien.
Es ist zu hoffen, dass der Staat in diesem Punkt seine Hausaufgaben macht, bald macht!!
Am 25. November 2009 um 12:27 Uhr
Es ist schon unverschämt und soweit mir bekannt nur in Deutschland in der Form üblich, dass Anwaltsanfänger die Kohle Brauchen und sich so an Menschen bereichern, die wirklich arbeiten…
mir fällt noch viel mehr ein, aber dann werde ich 100% gesperrt oder gelöscht…
gruß
Am 25. November 2009 um 12:46 Uhr
@Oliver Unser musikalischer Abspann wird performed von der wunderbaren Robin Stine:
podsafeaudio.com/jam...
Am 25. November 2009 um 13:00 Uhr
[...] und werbeblogger haben das Thema schon [...]
Am 25. November 2009 um 13:10 Uhr
[...] Wohl vor allem Dank den A-Bloggern, die sich eingesetzt haben, unter anderem der Werbeblogger und Netzpolitik. This entry was posted in Viral, Web 2.0 and tagged augsburg, blogosphäre, Fail, [...]
Am 25. November 2009 um 15:32 Uhr
Die Verhältnisse sind hier in Augsburg leider nicht zum lachen.
Wie mit Bürgern umgesprungen wird, kann man nachlesen unter buerokraten.alchima....
Am 25. November 2009 um 16:35 Uhr
Zu einer Domain duisburg-info.de gibt es ein Urteil des OLG Düsseldorf (das zugegebenermassen nichts mit Augsburg zu tun haben dürfte). Danach genießt das Namensrecht einer Stadt nur einen eingeschränkten Schutz: urteilsticker.de/ind...
Insoweit finde ich das Beharren des OBs auf der “rechtlichen Korrektheit” schon merkwürdig.
Am 25. November 2009 um 16:50 Uhr
Es macht mich stutzig, dass hier eine Abmahnung vor der Tatsache gestellt wurde. Die Augsburgr sind doch noch gar nicht damit tätig geworden, den Blog zu betreiben.
Wenn Abmahnungen korrekter Usus sein sollen, dann läuft da etwas völlig schief. Weil dann erwarte ich eien nachvollziehbare Darstellung für eine Abmahnung. Betonung liegt auf “nachvollziehbar”.
Am 25. November 2009 um 19:28 Uhr
Nicht nur die Frage ob Augsburg ein Recht an der Domain “augsburgr.de” hat ist rechtlich nicht eindeutig. Auch muss jemand der freiwillig anbietet ein Verhalten einzustellen nicht unbedingt abgemahnt werden.
Die Rechtslage im Internet ist bekanntlich alles andere als sicher, da viele Sachverhalte neu sind und viele Richter wenig Affinität zum Internet haben.
Die Behauptung die Abmahnung sei rechtlich in Ordnung ist eher eine Schutzbehauptung um Schadensersatzforderungen der Blogger vorzubeugen.
Am 25. November 2009 um 20:58 Uhr
@Heinz
Das sind ja ital. Verhältnisse, da wundert mich nix.
Am 26. November 2009 um 09:31 Uhr
” Bitte aber keine Beleidigungen oder Formulierungen “unter der Gürtellinie” in den Kommentaren. ”
Richtig, solche sind schließlich Abmahnanwälten bzw. denen, die sie beauftragen, vorbehalten.
So bekam Dr. Adrian Fikenscher viel Geld vom Westdeutschen Rundfunk als Gehalt unter anderem dafür, mich in der Springer-Presse zu beleidigen und zu beschimpfen und mir per einsteweiliegr Verfügung über eine halbe Million die E-Mail abzustellen, während ich im Umzug war und die E-Mail der einzige nach dem Umzug noch mögliche Kontaktweg gewesen wäre.
Unter anderem war der Tod einer jahrzehntelangen Freundin die Folge.
otto net.de war auch ein Fall dreier Freunde.
Es hat sich nichts geändert seitdem.
Dabei ist “Augsburgr” als webtypische (“Flickr”) Kurzform von “Augsburger” eine klar beschreibende Domain. Der Inhaber war Ausgburger. (Jetzt wird ihn der OB wahrscheinlich ausbürgern, damit sowas nicht nochmal passiert…).
Jack Wolfskin und Augsburg haben zwar zurückgerudert, das ist aber oft nicht so. Obi hatte kein Problem damit, Tausende Kunden des Ostbayrischen Internetservice ihrer E-Mail-Adresse (z.B. lieschen.mueller@obis.de) zu berauben! :-(
Am 26. November 2009 um 12:58 Uhr
Kostenlose Werbung/PR nicht nur ausschlagen, sondern den Verantworlichen auch noch bestrafen wollen? Nun, vielleicht hat die Stadt Augsburg es einfach nicht nötig (wobei ich persönlich den ureigenen Internetauftritt Augsburgs nicht sonderlich ansprechend finde). Offenbar wird an diesem Falle jedenfalls erneut der Mangel an Kommunikation zwischen “Regierung” und Bürgern, wobei dies in erster Linie dem mangelhaften Intersse seitens der Stadtverwaltung geschuldet sein mag.
Am 26. November 2009 um 13:49 Uhr
Habe ich das richtig verstanden, dass der Anwalt über dessen Büro die Abmahnung lief im Rathaus „Zu Augsburg“ ein und aus geht? Wenn es so ist, nennt man das dann nicht Verquickung, oder Interessenkonflikt?
Michael sollte daraus lernen, dass er mit den „richtigen“ Leuten zusammen sitzen muss, dann lässt sich mit einer Stadt sogar Geld machen und wer, wie Michael, mit den falschen zusammen sitzt, den kostet es eben Geld.
Wobei ich hiermit nicht aussagen mag und auch nicht aussagen kann, dass in der Stadt Augsburg gegen geltendes Recht verstoßen wurde.
Am 27. November 2009 um 02:26 Uhr
Manueller Trackback:
Augsburger mit Erdäpfelschmarrn à la »Augsburger Bürokrat«
hyperkontext.at/webl...
Da mehlt ein Augsburger Bürokrat Augsburger ein, der Rechtsdreher brät sie anschließend knusprig an und macht dazu noch einen Haufen Erdäpfelschmarrn.
Am 27. November 2009 um 12:24 Uhr
[...] manchmal finden Abmahner ihren Meister. Oft wie jüngst Jack Wolfskin oder jetzt die Stadt Augsburg schlicht im Protest der Öffentlichkeit oder aber in einem wehrhaften Anwalt. Viel Glück, [...]
Am 28. November 2009 um 13:07 Uhr
Eine Pedition gegen den Abmahnwahn ist bereits am laufen.
https://epetitionen....
Bitte alle mitzeichnen!
Am 5. Dezember 2009 um 12:35 Uhr
[...] wir-waren-augsburgr.de, augsburger allgemeine, netzpolitik, heise/telepolis, cashy, werbeblogger [...]
Am 21. Dezember 2009 um 18:20 Uhr
[...] Moravcik ist Stadtrat in Augsburg. Stadtrat in einer Stadt, die letztens erst negativ aufgefallen ist, was den Umgang mit neuen Medien angeht. Christian Moravcik ist aber auch wohl das, was man [...]
Am 1. Februar 2010 um 22:06 Uhr
[...] Werbeblogger / Interview mit Michael Fleischmann [...]
Am 14. Februar 2010 um 21:25 Uhr
Ich glaube leider, das Abmahnungen auch die kommenden 5-10 Jahre das Internet beherrschen werden und als aktuelle Krankheit im Internet anzusehen sind. Ich hoffe einfach mal, das sich das ganze irgendwann von selbst lösen wird, zum Beispiel durch besser geschulte Richter die in Sachen Internet nicht alles durch winken.