24.11.09
18:41 Uhr

Die Augsburger Abmahnkiste

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Soeben sprach ich mit Michael Fleischmann über die ihm von der Stadt Augsburg bzw. durch entsprechende Anwälte vorliegende Abmahnung. Das Gespräch veröffentlichen wir hiermit mit seiner Zustimmung:

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Der Hintergrund

Michael und zwei seiner Freunde beabsichtigen, ein Blog zu starten und da alle drei Personen aus Augsburg kommen und somit Augsburger sind, haben sie die Domain “www.augsburgr.de” für dieses Projekt registriert.

Um möglichen rechtlichen Problemen bei zukünftigen Veröffentlichungen auf dieser Domain aus dem Weg zu gehen, schickte Michael vorsorglich eine Mail an die Stadt Augsburg (OB-Referat) und bat um eine entsprechende Bescheinigung, die Domain für sein Blogprojekt nutzen zu dürfen.
Statt einer Bescheinigung erhielt Michael dann auf dem Postweg eine Abmahnung inkl. Unterlassungserklärung, verbunden mit einer Kostennote in Höhe von € 1890,91. Den Streitwert legte die Kanzlei mit 50.000 € fest, nach eigenen Angaben eine “sehr moderate” Ansetzung.
Wie zu erwarten, empört diese Abmahnung  und vor allem der Kommunikationstil der Stadt mit seinen Bürgern die Netzwelt, die sich via Twitter enorm beschleunigt; ganz ähnlich also den Abmahn-Vorgängen rund um Jack Wolfskin.

Das Besondere im Fall der Stadt Augsburg: Der (Marken-) Name der Stadt hat möglicherweise ein besonderes Freihaltebedürfnis, wie alle Namen, die eher dem “öffentlichen Sprachraum” zuzuordnen sind. Auch stellt sich die Frage, warum die Stadt grundsätzlich ein Kostenrisiko ohne Not eingeht, denn eine prozessuale Verfolgung könnte bei -immer möglichem- negativem Urteil für die Stadt dazu führen, dass am Ende die Steuerzahler und Bürger die Folgekosten tragen müssten.

Ein kurzer Hinweis hätte vermutlich gereicht, um Michael Fleischmann davon abzubringen, die Domain für sein Blogvorhaben tatsächlich zu nutzen. Äußerst fraglich ist dazu auch der Kommunikations-Stil der Stadt Augsburg mit einem Bürger, der die Hand zum Gespräch vor Veröffentlichung seines Web-Projektes ausgestreckt hat und nun postwendend die “Watschn” einstecken darf. So dürfte diese Art von “City-Marketing” der Stadt Augsburg wohl erneut als Rohrkrepierer enden.

Update: Wie soeben veröffentlicht wurde, zieht die Stadt Augsburg in Vertretung von OB Kurt Gribl die Kosten für die Abmahnung zurück, verdeutlicht aber, dass das grundsätzliche Vorgehen “rein rechtlich korrekt” sei. Auch hier lässt sich eine Parallele zu den Abmahnvorgängen von Jack Wolfskin ziehen, die vor allem wegen der öffentlichen Aufmerksamkeit ihr Verhalten “angepasst” haben.

Die Frage, ob und wie eine markenrechtliche Inanspruchnahme ggf. gegen das Interesse der eigenen Bürger und Menschen ausgeweitet werden dürfte, bleibt formal weiter völlig offen.

Hinweis: Wir wissen, dass das Thema Abmahnungen aktuell hoch emotional diskutiert wird. Bitte aber keine Beleidigungen oder Formulierungen “unter der Gürtellinie” in den Kommentaren. Wir müssten sie sonst löschen. Danke.

Schlagworte (Tags):

55 Kommentare

  1. Caschys Blog

    1800 Euro Kosten für Domain mit Stadtnamen…

    Ich möchte euch heute von Michael berichten. Michael wollte ein Blog aufziehen. Ist ja kein Thema. Geschieht Hunderte Male in Deutschland. Da Michael aus Augsburg kommt, dachte er sich: ich besorge mir, in Anlehnung an den Fotodienst Flickr, die n…

  2. kein0815

    Schön das Ihr das Thema aufgegriffen habt. Nach dem letzten “Tornado” rund um die Wolfspfote dachte man ja eigentlich, dümmer gehts nicht mehr. Aber wie immer werden wir eines Besseren belehrt. Wie heißt es so schön, der Ehrliche ist der Dumme, gibt es doch unzähliche andere Augsburg Domains die der Stadt wohl am Allerwertesten vorbeigeht. Anscheinend hat man hier die Stadt auf eine neue Einnahmequelle hingewiesen, so kurz vor Weihnachten macht das ja auch Sinn! Bleibt zu hoffen, das hier schneller als bei JW gehandelt wird. Ansonsten muss man die Stadt Ausgburg mal darauf hinweisen, das auch Blogger Wähler und Steuerzahler sind. Scheint man ja beim Beamtenstatus immer zu vergessen, wer da die Gehälter zahlt…

  3. caschy

    Es ist kurios. Ich gestehe: ich höre zum ersten Mal so ein Interview. Also in voller Länge. Ich lese ja eher. Aber – das Thema geht ja alle an. Ausserdem: der Roland hat eine echte Stimme, der sollte mal was “in Hörspielen” machen.

    Vielen Dank aus dem hohen Norden!

  4. Josef

    Sauerei seitens der Stadt Augsburg. Man hätte hier auch kulanter vorgehen können, zumal andere Domains existieren die nicht nachgefragt haben bei der Stadt.

    So behandelt man dort also Bürger die ihre Freizeit opfern um indirekt Werbung für die Stadt zu machen. Das spornt ja mächtig an, jede andere Stadt oder Gemeinde ist froh wenn jemand was bewegt.

  5. Farmblogger

    Stadt Augsburg lässt Blogger abmahnen…

    Es hört einfach nicht auf mit den Abmahnungen. Dieses Mal fällt die Stadt Augsburg unangenehm auf. Wie einem Bericht auf augsburger-allgemeine.de zu entnehmen ist, flatterte dem Betreiber der Domain augsburgr.de eine anwaltliche Abmahnung ins Haus, das…

  6. Michael Wenzl

    In meinen Augen macht Schilderung von Michael deutlich, dass die Abmahnung und erst recht die Kostennote völlig übers Ziel hinausschiessen. Er hat die Problemstellung erkannt und wollte diese aus eigenem Antrieb heraus aus dem Weg schaffen. Da fehlte bei der Stadt Augsburg das Fingerspitzengefühl und erst recht die Vision, dass so ein Blogprojekt auch gut für den Ruf der Stadt wäre. Erreicht hat sie jetzt jedenfalls das glatte Gegenteil.

  7. Johannes

    regio-augsburg.de

  8. ramses101

    Vielleicht fehlt mir da wirklich die juristische Einsicht. Aber wie kann es sein, dass Augsburg glaubt, einem Augsburger die Domain Augsburgr abzusprechen?

  9. augsburgr.de | Tarphos

    [...] 2: Es zieht immer weitere Kreise. Jetzt gibts beim Werbeblogger ein Interview mit Michael zu hören. Und Caschy, der wohl froh sein dürfte, nicht in Augsburg zu [...]

  10. Augsburg mahnt Blogger wegen Domain www.augsburgr.de kostenpflichtig ab! | www.tutsi.de

    [...] Die Augsburger Abmahnkiste “…ein kurzer Hinweis hätte vermutlich gereicht, um Michael Fleischmann davon abzubringen, die Domain für sein Blogvorhaben tatsächlich zu nutzen. Äußerst fraglich ist dazu auch der Kommunikations-Stil der Stadt Augsburg mit einem Bürger, der die Hand zum Gespräch vor Veröffentlichung seines Web-Projektes ausgestreckt hat und nun postwendend die “Watschn” einstecken darf. So dürfte diese Art von “City-Marketing” der Stadt Augsburg wohl erneut als Rohrkrepierer enden…” (werbeblogger.de) [...]

  11. Dominik Menakker

    Liebe Augsburger, Ihr seid nicht mehr alleine. Auch auf der anderen Seite des Teiches lacht man mittlerweile über Eure Stadtverwaltung. Grüße aus Virginia, USA

  12. Rainer

    Augsburg hat augsburg.de, soweit rechtens. Kann die Stadt aber überhaupt Schutz- oder Freihaltungsrechte an augsburgr.de geltend machen?

    Mich wundert, dass sich alle über die Sache an sich aufregen und meist darauf abzielen, dass man ja mit einem Gespräch die Domain anfordern/zurückfordern/freihalten hätte können. Warum eigentlich?

    Der rosa Riese konnte auch nicht alle Tminus-Domains für sich reklamieren und es gibt genug Urteile, dass der Stadtname als Teil des Domainnamens noch lange nicht die Rechte des Stadt berührt. Kommt zwar auf den Einzelfall an, aber mir erscheint das Ganze äußerst zweifelhaft.

    Als privater Blogger sollte man es da vielleicht auf einen Prozess ankommen lassen und dazu Prozesskostenhilfe beanspruchen, oder?

  13. Dennis Rottler

    Immer wenn Du glaubst, dümmer geht nicht mehr … Man möge den Rest ergänzen. Da hat jemand “Bürgernähe” falsch verstanden, daß bedeutet mitnichten, daß man den eigenen Bürgern möglichst brutal auf den Pelz rückt.

  14. blue0711

    Wann ist endlich Schluss mit diesem bescheuerten Selbstbedienungsladen zu Lasten kleiner Leute?

    Dieses Abmahnwesen ist nun wirklich die einzige Ecke im Zivilrecht, die eine Beweisumkehr schafft.
    Das ist ansich schon so doof, da kann keiner der Ausnutzer rankommen.

  15. Dobschat » Augsburgr

    [...] das Wort erhalten. Ausnahmen kann die Bürgerversammlung beschließen.Beim Werbeblogger gibt es ein Interview mit dem abgemahnten Augsburgr…Das könnte Dich auch interessieren:Ein Nachmittag in der Stadt Man muss nur einen Sonntag [...]

  16. R.Reiberg

    Wollte in diesem Jahr eigentlich den Augsburger Christkindlesmarkt besuchen. Angesichts der Augsburger Abmahnkiste werde ich umdisponieren und nach Affing fahren und mir dort eine Bratwurst reinziehen.

  17. Vincent

    Durch wieviele Hände (Köpfe) ging Michaels Anfrage bei der Stadt Augsburg und in der Anwaltskanzlei?
    War da nicht einer dabei der Charakter gezeigt hat um diesen Wahnsinn und Unsinn zu stoppen?
    Die Zunft der Anwälte gerät mehr und mehr ins Zwielicht durch diese und weitere seltsamen Abmahnverfahren und das Vertrauen der Bevölkerung in diesen Berufsstand schwindet mehr und mehr.
    Bisher nannten die Kabarettisten nur die Versicherungsvertreter „Die letzte Plage der Menschheit“.
    Mir scheint die Anwaltszunft bemüht sich auch um diesen Titel.
    Wer Heute ohne Moral und Ethik jeden Euro den es zu verdienen gibt „verdient“, der hat Morgen vielleicht keine Arbeit mehr.
    Augsburg muss nun wohl das touristischen Werbebudget ein wenig erhöhen um dieses „Eigentor“ wieder auszubügeln.
    Fazit:
    Gott gebe Vernunft und Weitsicht in die Rathäuser und Anwaltskanzleien und wo immer beides auch so dringend benötigt wird. :-)

    Vincent

    Ps.
    Wenn Michael ein Spendenkonto einrichtet, dann werde ich mich mit 5€ beteidigen.. es fehlen dann nur noch 371 weiter Spender.

  18. Weitere Abmahnungen - diesmal durch die Stadt Augsburg | www.antscd.de

    [...] Die Augsburger Abmahnkiste [...]

  19. augsburgr.de: Stadt Augsburg mahnt Blogger ab - Seite 17 - Augsburger Allgemeine Community

    [...] [...]

  20. Helmut

    Waren “Die Sieben Schwaben” eigentlich auch Augsburger?

    Wir hier in Baden sagen: “Über Baden lacht die Sonne und über Schwaben die ganze Welt”

    Daß wir Badener frei von Vorurteilen sind zeigt der aktuelle Schwank aus Schwaben, oder ist es auch nur ein Mächen wie bei den
    “Sieben Schwaben”?

  21. R.Reiberg

    Das Besondere bei der Eröffnung des Augsburger Christkindlesmarkt: Die Buden dürfen erst dann leuchten, wenn Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl sein eigenes Licht über den Markt zur Krippe getragen hat. Gott gebe ihm zusätzlich die Erleuchtung zur Beendigung des Wahnsinns.

  22. Stefan Evertz

    Kostennote scheint vom Tisch zu sein, wie die Augsburger Allgemeine schreibt (tinyurl.com/yl7cava):

    Gribl versicherte, dass Blogger Fleischmann die Abmahnkosten von 1890 Euro nicht bezahlen müsse. “Ich hätte mir da ein sensibleres Vorgehen gewünscht”, sagte der Oberbürgermeister wörtlich gegenüber der Augsburger Allgemeinen.

  23. Michael Wenzl

    Die Kostennote scheint vom Tisch zu sein und der OB hätte sich ein sensibleres Vorgehen gewünscht. http://uteq.de/ss

  24. Jörg

    Da hat sich Augsburg aber in eine schlechtes Licht gerückt, jede Stadt sollte sich doch seine Autoren halten anstatt Ihnen auf so eine Art und Weise mitzuteilen das Sie nicht geduldet sind. Ein echtes Armutszeugnis ist das für diese Stadt.

  25. R.Reiberg

    Was ist aber mit der Genehmigung? Naja Hr. Fleischmann kann sich ja die Freigabe von der Gemeinde Schwesing, Ortsteil Augsburg (Schleswig-Holstein)einholen oder gleich aus Arkansas (USA), siehe de.wikipedia.org/wik...

  26. titus_shg

    Kurz was zum Thema Abmahnungen allgemein:

    Es läuft gerade eine Petition im deutschen Bundestag, die erreichen will, dass die erste Abmahnung in bestimmten Fällen keine Kostennote enthalten darf, um dieses raffgierige und unverhältnismässige Abmahn-Unwesen endlich mal auszumerzen.

    Unter anderem auch bei Gulli.com gibt es eine News mit Link zur Petition dazu, wo das Ganze näher erläutert wird. http://xrl.in/3uu0

    Um Mitzeichnung wird gebeten. :)

  27. Thomas Pfeiffer

    Hallo,

    gutes Interview – danke dafür. Es ist wichtig, mal direkt mit dem Betroffenen zu sprechen und ihn zu Wort kommen zu lassen. Und zwar nicht nur in seinem eigenen Blog.

    Unverständlich ist mir als juristischem Laien, dass das Anwaltshonorar an den Streitwert gekoppelt ist: Die zu honorierende Tätigkeit ist das gleiche, ob es nun um 50.000 oder 150.000 € geht.

    Ich hatte mal einen ähnlichen Fall:
    Damals habe ich die Domain udo-pastoers.de angemeldet und satirische Inhalte zur besten Websendezeit dort veröffentlicht. Pastörs war und ist Fraktionsvorsitzender der rechtsextremen NPD in Mecklenburg-Vorpommern. Klar, hatte er Anspruch auf die Domain, die ich ihm nach einer Unterlassungserklärung auch abtreten musste.
    Allerdings hat mein Anwalt damals 1.) den Streitwert bestritten und 2.) einen Senkungssatz (oder so ähnlich) festgestellt, weil der Fall juristisch sehr einfach sei und wir keinen Widerstand (juristisch) boten.
    Damals bin ich dann für eine Weile auf udo-priestoers.de umgestiegen, das war juristisch für ihn nicht anfechtbar. Hehe.

    @Michael toi toi toi, ist nochmal glimpflich ausgegangen. Gut, dass Du an die Öffentlichkeit gegangen bist. Lass Dich nicht unterkriegen.
    @Roland: Danke für das gute Interview.

  28. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Thomas Pfeiffer:
    Danke für die Blumen. Warst ja nicht immer ganz unserer Meinung, als es um Jack Wolfskin ging. Aber wir lernen alle…Und werden ruhiger…
    Was das Anfechten des Streitwertes betrifft… Ich hörte da ähnliches..
    Wird Zeit, unsreren Medienanwalt zu generellen Themen einmal in einen Podcast einzuladen.

  29. Web-Echo…. « Augsburger 'Gschichten

    [...] Die Augsburger Abmahnkiste (mit [...]

  30. Sabrina

    Schön, dass es so schnell gut ausgegangen ist. Auch wenn die Stadt Augsburg juristisch gesehen vielleicht im Recht war, hat sie überreagiert. Vor allem, da Michael auf sie zugegangen ist. Meiner Meinung nach sollte man “immer Mensch bleiben” – das gilt online wie offline- sowie bei jedem Abmahnungsfall.

  31. Oliver

    hallo,
    wie heißt denn das tolle musikstück am ende des interviews?

    besten dank!

  32. Helmut

    Der OB meint ja nach wie vor, dass rein rechtlich der Ablauf korrekt war.
    Dies zeigt doch, dass keinerlei Einsicht vorhanden ist und dass sich die Stadt nur dem öffentlichen Druck beugt.
    Wo bleibt das Gewissen, wo bleib der gesunde Menschenverstand der Beteiligten?
    Hat man nicht gerade in Deutschland in den vergangenen 100 Jahren immer wieder „rechtlich korrekt“ gehandelt mit teilweise katastrophalem Ausgang?
    Die Amtsträger schwören, dass sie ihr Volk beschützen wollen, aber wer beschützt das Volk vor “diesen” Amtsträgern?

  33. Augsburg mahnt Blogger ab | Gongmeditation.de

    [...] wurde natürlich schnell im Internet bekannt, es macht die Welle durch die Blogs und Twitter, wurde von den “großen” Medien wie Spiegel-Online oder der Rhein-Zeitung [...]

  34. Jürgen

    Es mag ja rein rechtlich korrekt sein so vorzugehen, wie der Herr Bürgermeister meint.

    Ich meine es war rein menschlich ziemlich dumm und unbedacht so vorzugehen.

  35. R.Reiberg

    Es ist zu bezweifeln ob ein Ort ein eindeutiges alleiniges Recht an seinen Namen besitzt, sonst dürfte es ja diesen Ortsnamen nicht mehrfach auf unserem Erdball geben.

  36. Vincent

    Es ist nun zu hoffen, dass die Petition im Bundestag, gerade auch an Hand dieses Augsburger Beispiels, Gehör findet und diese unsäglichen Abmahnverfahren endlich ein Ende nehmen.
    Diese Abmahnpraktiken sind eine Goldgrube für arbeitslose, oder nicht ausgelastete Rechtanwälte.
    Deren Ziel ist es nicht ein Recht wieder herzustellen, sonder einzig und allein die Rechtunsicherheit der Internetnutzer zum Kasse machen zu verwenden. In meiner Sichtweise stehen diese Praktiken auf derselben Stufe wie die zahlreichen Internetbetrügereien.
    Es ist zu hoffen, dass der Staat in diesem Punkt seine Hausaufgaben macht, bald macht!!

  37. ibo K

    Es ist schon unverschämt und soweit mir bekannt nur in Deutschland in der Form üblich, dass Anwaltsanfänger die Kohle Brauchen und sich so an Menschen bereichern, die wirklich arbeiten…

    mir fällt noch viel mehr ein, aber dann werde ich 100% gesperrt oder gelöscht…

    gruß

  38. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Oliver Unser musikalischer Abspann wird performed von der wunderbaren Robin Stine:
    podsafeaudio.com/jam...

  39. Abmahnung 2.0

    [...] und werbeblogger haben das Thema schon [...]

  40. Abmahnung 2.0 [Update]

    [...] Wohl vor allem Dank den A-Bloggern, die sich eingesetzt haben, unter anderem der Werbeblogger und Netzpolitik. This entry was posted in Viral, Web 2.0 and tagged augsburg, blogosphäre, Fail, [...]

  41. Heinz

    Die Verhältnisse sind hier in Augsburg leider nicht zum lachen.
    Wie mit Bürgern umgesprungen wird, kann man nachlesen unter buerokraten.alchima....

  42. Ulf

    Zu einer Domain duisburg-info.de gibt es ein Urteil des OLG Düsseldorf (das zugegebenermassen nichts mit Augsburg zu tun haben dürfte). Danach genießt das Namensrecht einer Stadt nur einen eingeschränkten Schutz: urteilsticker.de/ind...

    Insoweit finde ich das Beharren des OBs auf der “rechtlichen Korrektheit” schon merkwürdig.

  43. Paul

    Es macht mich stutzig, dass hier eine Abmahnung vor der Tatsache gestellt wurde. Die Augsburgr sind doch noch gar nicht damit tätig geworden, den Blog zu betreiben.

    Wenn Abmahnungen korrekter Usus sein sollen, dann läuft da etwas völlig schief. Weil dann erwarte ich eien nachvollziehbare Darstellung für eine Abmahnung. Betonung liegt auf “nachvollziehbar”.

  44. Velofisch

    Nicht nur die Frage ob Augsburg ein Recht an der Domain “augsburgr.de” hat ist rechtlich nicht eindeutig. Auch muss jemand der freiwillig anbietet ein Verhalten einzustellen nicht unbedingt abgemahnt werden.
    Die Rechtslage im Internet ist bekanntlich alles andere als sicher, da viele Sachverhalte neu sind und viele Richter wenig Affinität zum Internet haben.
    Die Behauptung die Abmahnung sei rechtlich in Ordnung ist eher eine Schutzbehauptung um Schadensersatzforderungen der Blogger vorzubeugen.

  45. R.Reiberg

    @Heinz
    Das sind ja ital. Verhältnisse, da wundert mich nix.

  46. DL2MCD

    ” Bitte aber keine Beleidigungen oder Formulierungen “unter der Gürtellinie” in den Kommentaren. ”

    Richtig, solche sind schließlich Abmahnanwälten bzw. denen, die sie beauftragen, vorbehalten.

    So bekam Dr. Adrian Fikenscher viel Geld vom Westdeutschen Rundfunk als Gehalt unter anderem dafür, mich in der Springer-Presse zu beleidigen und zu beschimpfen und mir per einsteweiliegr Verfügung über eine halbe Million die E-Mail abzustellen, während ich im Umzug war und die E-Mail der einzige nach dem Umzug noch mögliche Kontaktweg gewesen wäre.

    Unter anderem war der Tod einer jahrzehntelangen Freundin die Folge.

    otto net.de war auch ein Fall dreier Freunde.

    Es hat sich nichts geändert seitdem.

    Dabei ist “Augsburgr” als webtypische (“Flickr”) Kurzform von “Augsburger” eine klar beschreibende Domain. Der Inhaber war Ausgburger. (Jetzt wird ihn der OB wahrscheinlich ausbürgern, damit sowas nicht nochmal passiert…).

    Jack Wolfskin und Augsburg haben zwar zurückgerudert, das ist aber oft nicht so. Obi hatte kein Problem damit, Tausende Kunden des Ostbayrischen Internetservice ihrer E-Mail-Adresse (z.B. lieschen.mueller@obis.de) zu berauben! :-(

  47. Aldhissla

    Kostenlose Werbung/PR nicht nur ausschlagen, sondern den Verantworlichen auch noch bestrafen wollen? Nun, vielleicht hat die Stadt Augsburg es einfach nicht nötig (wobei ich persönlich den ureigenen Internetauftritt Augsburgs nicht sonderlich ansprechend finde). Offenbar wird an diesem Falle jedenfalls erneut der Mangel an Kommunikation zwischen “Regierung” und Bürgern, wobei dies in erster Linie dem mangelhaften Intersse seitens der Stadtverwaltung geschuldet sein mag.

  48. Vincent

    Habe ich das richtig verstanden, dass der Anwalt über dessen Büro die Abmahnung lief im Rathaus „Zu Augsburg“ ein und aus geht? Wenn es so ist, nennt man das dann nicht Verquickung, oder Interessenkonflikt?
    Michael sollte daraus lernen, dass er mit den „richtigen“ Leuten zusammen sitzen muss, dann lässt sich mit einer Stadt sogar Geld machen und wer, wie Michael, mit den falschen zusammen sitzt, den kostet es eben Geld.
    Wobei ich hiermit nicht aussagen mag und auch nicht aussagen kann, dass in der Stadt Augsburg gegen geltendes Recht verstoßen wurde.

  49. Gerald - hyperkontext

    Manueller Trackback:
    Augsburger mit Erdäpfelschmarrn à la »Augsburger Bürokrat«
    hyperkontext.at/webl...

    Da mehlt ein Augsburger Bürokrat Augsburger ein, der Rechtsdreher brät sie anschließend knusprig an und macht dazu noch einen Haufen Erdäpfelschmarrn.

  50. 50hz – Werkstatt für Netzkommunikation » Blogarchiv » Pest

    [...] manchmal finden Abmahner ihren Meister. Oft wie jüngst Jack Wolfskin oder jetzt die Stadt Augsburg schlicht im Protest der Öffentlichkeit oder aber in einem wehrhaften Anwalt. Viel Glück, [...]

  51. Abmahn Pedition

    Eine Pedition gegen den Abmahnwahn ist bereits am laufen.

    https://epetitionen....

    Bitte alle mitzeichnen!

  52. augsburg.de vs augsburgR.de | TTmann.com

    [...] wir-waren-augsburgr.de, augsburger allgemeine, netzpolitik, heise/telepolis, cashy, werbeblogger [...]

  53. StoiBär » Blog Archiv » Twittern im Augsburger Stadtrat verboten

    [...] Moravcik ist Stadtrat in Augsburg. Stadtrat in einer Stadt, die letztens erst negativ aufgefallen ist, was den Umgang mit neuen Medien angeht. Christian Moravcik ist aber auch wohl das, was man [...]

  54. Brouhaha 17 – augsburgr.de und die Folgen | Brouhaha mit Podpimp und Luebue

    [...] Werbeblogger / Interview mit Michael Fleischmann [...]

  55. SantaCruze

    Ich glaube leider, das Abmahnungen auch die kommenden 5-10 Jahre das Internet beherrschen werden und als aktuelle Krankheit im Internet anzusehen sind. Ich hoffe einfach mal, das sich das ganze irgendwann von selbst lösen wird, zum Beispiel durch besser geschulte Richter die in Sachen Internet nicht alles durch winken.

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