24.11.09
13:45 Uhr

AOL. Alles ohne Linie. Die neue Markenidentität

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Am 10.12.2009 wird AOL, die „Ich bin drin„-Company der ersten Internet-Blase, sich komplett von Time Warner gelöst haben und als eigenständiges Unternehmen an der Börse ihr Glück versuchen. Und weil Coolness offensichtlich ein emotionaler Wirkungsfaktor ist, den viele Online-Brands anstreben, wird zeitgleich zur neuen Positionierung von AOL eine komplett neue Markenidentität geschaffen.

Dabei zeigt sich AOL, pardon Aol, jetzt ganz der Netiquette verpflichtet und verzichtet auf „schreiende“ Großbuchstaben. Außerdem findet man es offensichtlich erstrebenswert, das Doodle-Prinzip von Google aufzunehmen. Selbstbewusst lässt man also chamäleonartig ganz unterschiedliche Hintergründe und Bildmotive im neuen Visual zu.

Der große Unterschied zu Google ist allerdings: Google hat diese „Logo-Spielart“ Schritt für Schritt eingeführt, basierend auf einer gigantischen Markenwahrnehmung und festen Markenverankerung. Das „Logo-Wechseldich“ ist also Teil einer kreativen Markenspielart von Google, die ganz sicher nicht a priori bei einem Unternehmen funktioniert, welches diverse Beteiligungs- und Strategieodysseen hinter sich hat und erst einmal wieder einen soliden eigenen Markenkern entwickeln müsste.

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7 Kommentare

  1. Henning Meyer

    AOL hatte zuvor schon ein äußerst kraftloses Logo. Jetzt haben sie gar keins mehr.

  2. Matthias

    Hihi – mit AOL /aol. assoziiere ich nur negatives. „AOL-User“, das war ein Schimpfwort.
    AOL war etwas, das sich naive Landmenschen haben andrehen lassen. An einem AOL-Promotionstand im Edeka. „Bin ich schon drin?“
    Es gab im Internet Wettbewerbe, wer die meisten AOL-Starter CDs/Disketten im Briefkasten hatte.
    Und dann diese AOL Software mit AOL Browser. Wie Netscape, nur in schlecht.
    Hätten die nicht ICQ gekauft (nutzt das noch jemand im Zeitalter von Skype?), wären die wohl völlig von der deutschen Bildfläche verschwunden.
    Aber vielleicht wird AOL ja sowas wie Jason; will einfach nicht sterben.

  3. °flo

    Abwarten. Ich finde den Ansatz zeitgemäß und mutig. Ein Unternehmen, das so vielschichtig und facettenreich auftreten will, wie seine Nutzer. Und sein Produktportfolio. Klar, erstmal eine Behauptung. Aber wer weiss, vielleicht wird sie ja eingelöst. Irgendwann. Die gestalterische Idee – die Marke ist die ganze Zeit da und erscheint je nach Hintergrund unterschiedlich – ist wirklich gut!
    I ike!!

  4. °flo

    l

  5. Finn

    Ich finde es eigentlich auch nicht so übel. Klar, ob sie sich durchsetzen und das alte Image erfolgreich ablegen können bleibt abzuwarten, aber ein erster Schritt ist auf jeden Fall getan. Und ein erkennbares Logo haben sie meines Erachtens nach auch – sogar ein sehr flexibles. Die Typo an sich wird ja nicht verändert, nur halt der Hintergrund. Diese Neugeburt find ich auf jeden Fall „beobachtenswert“ :)

  6. Maik

    Das neue Logo ist sicherlich eins: Anders. Kraftlos und schlecht bestimmt nicht. Ich finde es äußerst mutig wozu man sich hier bereit erklärt. aol. schafft ein neues Markenzeichen das direkt einläd es zu remixen oder in mashups zu nutzen. Somit ist es doch wie geschaffen für eine Unternehmen im Zeitalter des Web 2.0.

  7. Harry

    Bei mir funzt seit 2 Wochen der alte Briefkasten nicht mehr. Also:Muss mich als AOLer jetzt auf der webseite einloggen und da die mails abholen. Bei der Gelegenheit wurde mein Hausbriefkasten so verändert, dass ich meine alten empfangenen mails und vor allem die nicht abgeschickten Entwürfe nicht mehr lesen kann. Kennt jemand eine Methode, doch noch an die alte Post auf meinem lokalen Rechner zu kommen?

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