09.11.09
14:47 Uhr

Einblicke schaffen Nähe

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Nähe zur Marke, Einblicke in das Unternehmen selbst und sein Denken und Handeln, können nicht alleine durch Social Media geschaffen werden. Erfolg verspricht auch der Rückgriff auf die klassischen Mittel der Kommunikation.

Gerne gewählt wird dabei die redaktionell aufbereitete Dokumentation von Denk-, Innovations- und Fertigungs-Prozessen. Schnell fallen uns dabei natürlich die allabendlichen Privat-TV-Dokus zur Herstellung von Currywurst, Hamburgern oder Cola-haltigen Getränken ein, die die Produktionskosten-Budgets der Sender entlasten.

Im folgenden möchten wir 2 ästhetischere Beispiele zeigen, die sich besonders durch ihre Nähe zur Zielgruppe auszeichnen:

1 – Jonathan Ive, Apples Senior Vice President for Industrial Design,
über Apples Design-Prozess. Dies ist eine Sequenz aus ‚Objectified‘ (YouTube Trailer), dem aktuellen Dokumentarfilm von Gary Hustwit (‚Helvetica‘, 2007).
(Background: „Inside Apple’s industrial design lab“, via brainstormtech)

Hier noch die eher ‚kommerzielle‘ Version, versus der obigen dokumentarischen:

(Die Clips erzeugen eine Aura von ‚Heilung der Malaria‘, ‚Errettung der Welt‘, etc. Kein Wunder also, daß sie vereinzelt Reaktanz hervorrufen können, auch wenn sie ansonsten den Ruf Apples weiter befördern werden.)

2 – Unser zweites Beispiel ist Nike/Jordan anläßlich der Vorstellung des M6. Hier wurde eine ‚klassische‘ Website zur Präsentation gewählt. Nähe wird durch die schnellen Schnitte, Wahl der Schauplätze und Protagonisten erzeugt. Musik und Design tun ein übriges.

NikeM6

Ihr solltet Euch ruhig mal durch die M6-Site clicken, um Look and Feel zu inhalieren.
(Background: „Nike Uses Cinematic Narrative to Launch M6“, via psfk)

Für mich sind dies valide Facetten zukünftiger Markenaktivitäten, die als massenkommunikativ-wirksam neben den individuellen und interaktiven Möglichkeiten von Social Media stehen. Sie erfinden das Rad nicht neu, sind aber wertvolle Säule eines tragfähigen Markenkommunikations-Modells.

Vor allem aber Facetten, in denen Agenturen noch ihrer Kreativität freies Spiel lassen können, um Marke und Produkt authentisch zu präsentieren und zu ‚erklären‘.

Natürlich werden diese Formen nicht jeden interessieren, sie bieten dem Enthusiasten jedoch Material, sich in seiner Peer Group stärker zu etablieren – und damit die Marke insgesamt zu stärken.

Gut gemacht – vor allem mit der authentischen Brand Tonality versehen – würde ich mir mehr davon wünschen.

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5 Kommentare

  1. Kille

    im Gegensatz zum TV-Beitrag erscheint ja auch das Apple-Zeichen. Das würde im Fernsehen als Schleichwerbung gelten.

  2. Patricia

    Die öffentlich rechtlichen Sender dürfen die gesponsorten Beiträge eh nicht senden. Und bei den Privaten kann das Logo zu sehen sein, soweit ich weiß.

  3. Seychelles

    Ich denke das Apple Logo ist Kult wie der Mercedes Stern. Mercedes Sterne werden auch nicht ausgeblendet.

  4. Flogag

    Ich weiß warum Apple so teuer ist; weil die Firma einen Spot drehen lässt, in der gezeigt wird wie ein Mann sich das Maul über eine sehr simple Aluplatte, die zu einem Tastaturgehäuse wird zerreißt… Wie kann man nur etwas so simples so hoch loben… Eigenlob stinkt etwas nicht mehr???

    Generell ist Apple doch immer mit Grafikkarten von vor 100 Jahren ausgestattet und hängt mit Leistung immer hinterher, wenn man nicht gerade 5k€ hat…
    KEIN echtes 64 bit bis auf Kernel Ebene, das bringen die erst mit Snow Leopard, also ganze 4 Jahre !!!! nach Mircosoft.

  5. seven

    @ Flogag

    …und wieviele XP64-Systeme sind im Einsatz? Bla Bla.

    Man kann Apple vieles vorwerfen, aber sicher nicht mangelnde Innovation. Der imac war bahnbrechend in Funktionalität und Design und ja, ich spreche vom allerersten mit CRT-Röhre. Andere Hersteller hinken beim Thema All-in-one-pc hinterher. Das ändert sich allmählich.

    Tastatur: Zeig doch mal eine her, die so gut ist wie das aktuelle Apple-Keyboard.

    Die Powerperformance, von der Du redest, benötigt so gut wie niemand. Meistens dient sie nur als Vehikel für das, was man im Allgemeinen Mac-Fanboys vorwirft: elektronischen Schwanzvergleich.

    Kauf dir doch n Gamer PC von Alienware. Der hat mächtig Power-Stellt sich nur die Frage, ob das Ding so leise bleibt wie ein MacPro. Auch das Preis/Leistungsverhältnis würde mich im Vergleich zum MacPro echt interessieren. Vom Aussehen ganz zu schweigen, aber das ist Geschmackssache.

    Generell ist Apple ein intransparenter Monopolist, der für sein verdongeltes Zeug ziemlich saftige Preise verangt – Und ein innovativer Hersteller, der in Sachen Usability, Design und Werterhalt absolute Spitze ist.

Eure Kommentare

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