20.10.09
10:08 Uhr

Jack Wolfskin bei Adage in den USA angekommen

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Die Angelegenheit zieht weitere Kreise. Neben Spiegel Online hat zwischenzeitlich auch Focus Online berichtet, viele weitere Netzpublikationen, Foren und Blogs kommen laufend dazu und mit dem bekannten Online-Journal Adage hat nun das Thema “Wolfskin” auch die USA öffentlich erreicht.

If marketing is about conversation, then the least conversational move is taking legal action to protect your brands. In a world of constant chatter, lawsuits can actually serve to cause the damage that the legal action was meant to prevent.

und weiter:

It’s evident that lawyers and marketing and communication pros alike need a finer sense of when to deploy a legal action on behalf of a brand. What can be a strategic move in corporate competition can lead to victories that are Pyrrhic at best.

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass diese ganze Negativ-PR spurlos an der Marke Wolfskin und den Verantwortlichen vorbei geht. Viele Fans der Marke melden sich enttäuscht zu Wort, und selbst wenn nicht jeder seine Ankündigung unmittelbar wahr macht, zukünftig auf Wolfskin-Produkte vollständig verzichten zu wollen, so ist doch eine messbare Marken – und Marktirritation vorhanden, die weiter weltweit viral um sich greift.

Nach wie vor könnte Wolfskin mit einer einfachen Rücknahme dieser Abmahnungen nicht nur weiteren Schaden für die Marke abwenden, sondern -im Gegenteil- mit einer offenen Kommunikation das aktuelle Meinungsbild ihrer Marke sehr positiv beeinflussen. Noch!

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22 Kommentare

  1. couch

    Da sag ich doch nur: img8.imageshack.us/i...

  2. Shirtissimo

    leider wird in den meisten artikeln nicht deutlich, dass wolfskin nicht das erste mal unberechtigt abmahnt. wie schon geschrieben, wurde ich bereits im frühjahr abgemahnt. die designs waren ebenfalls völlig unterschiedlich. leider ist damals nicht eine solche welle ausgebrochen. im nachhinein vielleicht ein fehler.

  3. Polysarcus

    Ich würde sagen: Allzu viel Zeit bleibt Jack Wolfskin jetzt nicht mehr für eine wirksame Reaktion. Die Diskussion hat seit heute morgen bereits die ersten Kindergärten und Spielplätze von Kreuzberg bis nach München erreicht, und damit auch die Zielgruppe der Eltern und Kinder, die jedes Jahr größere Jacken, Hosen und Schuhe usw. brauchen. Wenn der Markt hier erst mal einbricht, dürfte das länger tragen als nur über die Winter-Saison.

    Aber vielleicht hört Jack Wolfskin die Signale noch gar nicht? Die Pressesprecherin ist aktuell in Elternzeit und die Vertreterin offenbar überfordert mit ihrem Posteingang, der CEO vielleicht gerade in Nepal mit BAP unterwegs und der CFO beim Golf?

    Ok, Scherz beiseite, aber heute morgen kann man der Nachricht kaum noch aus dem Weg gehen, die Massenmedien ebenso wie Branchenmagazine wie W&V, Horizont.net greifen das Thema auf. Hoffen wir, dass Herr Hell es spätestens dort liest ;-)

  4. Standardabmahnartikel | saschalobo.com

    [...] zum Thema im gesamten Internet und beim beim Werbeblogger Blogbeitrag [...]

  5. icke

    Wie schön, daß man automatisch den Newsletter ohne offensichtlichen Hinweis abonniert, sobald man sich im Gästebuch des Unternehmens auslässt. “Verwendung der persönlichen Daten” heißt für mich nicht, daß ich etwas abonniere.

  6. Stefan

    Bin gespannt, wann die ersten Löschungsanträge für Tatzen-Marke von #JackWolfskin beim DPMA gestellt werden…

  7. Erdrandbewohner

    @ Stefan

    Es gab bereits ein Verfahren gegen die taz, obwohl deren Tatze wesentlich älter als die von Wolfskin ist. Was dabei herausgekommen ist, lese selber:

    taz.de/1/zukunft/wir...

  8. Remo Nemitz

    schaut euch das mal an, Merchandisingartikel zum neuen Album von Shakira (Shewolf):
    https://www.fanfire....

    Also, kann ja sein, dass Jack Wolfskin es ernst mit dem Markenschutz meint und sich nicht nur an Bastler vergreift.
    Dann kann ich aber davon ausgehen, dass Shakira schon einen Brief mit der Abmahnung bekommen hat, oder?
    Das wäre sooo eine coole Geschichte – JW vs Shakira, da hätte sich dann das Verhältnis von David und Goliath umgekehrt…

    Aber machen wir und nichts vor, zurück zum echten Leben: Anwälte wollten schnell und ohne viel Aufwand Abmahngebühren kassieren, da steckt nichts weiter dahinter.

  9. Shirtissimo

    @erdrandbwohner

    genau hier liegt das problem. wolfskin hat für seine abmahnungen die rechtlichen grundlagen und wird die meisten prozesse gewinnen. meiner meinung nach sollte man sich keine allgemeinen tierabdrücke oder allgemeine begriffe schützen lassen.

  10. Erdrandbewohner

    @ Shirtissimo

    Ich stimme Dir zu, aber es gibt noch weitere Bereiche. Die Telekom mahnt z. B. wegen der Verwendung von Magenta-Farben ab…

    Ich sehe es ein, wenn Firmen sich wehren, falls andere Firmen wissentlich (!) ähnliche Logos verwenden, die zu Verwechslungen führen – sofern sie ähnliche Produkte anbieten. Dies ist aber bei diesem hysterischen Abmahnwahn nicht der Fall. Deswegen müssen den abmahnenden Firmen durch die Öffentlichkeit und durch die Kunden Grenzen gesetzt werden. Die Gesetzgebung ist hier veraltet und nicht mehr ausreichend.

  11. Faserfimmel.de » Blog Archive » Neues zum Thema “Pfötchen”

    [...] Jack Wolfskin bei Adage in den USA angekommen [...]

  12. Cat

    Wann gibt es denn wieder neue Infos? Meldet sich Wolfskin mal wieder???
    2 Pics zum Thema:
    s3.directupload.net/...
    s6.directupload.net/...

  13. Enttatzung!

    bemme51.blogspot.com...

  14. Tobias

    In diesem, und den vergleichbaren vorangegangenen Fällen frage ich mich immer, was Rechtsanwälte zu solch einem Vorgehen gegen (Marken-)störer treibt, und wie Unternehmen dazu kommen, das in Auftrag zu geben, bzw. zu unterstützen.

    Als Rechtsanwalt ist man doch Berater und Vertreter in allen Rechtsangelegenheiten. Und als Berater sollte man doch nicht die Interessen seiner Mandanten verraten, auch wenn diese wie im Falle der Tätigkeit für ein Wirtschaftsunternehmen nicht allein im rechtlichen, sondern auch im wirtschaftlichen Bereich liegen.

    Nicht allein die Frage “habe ich Recht?”, sondern auch die Frage “Wie bekomme ich Recht?” bzw. “Setze, und wenn wie, ich mein Recht durch?” gilt es bei der anwaltlichen Beratung dem Mandanten zu beantworten.

    Hat eigentlich schon jemals ein Unternehmen seine (ehemaligen) Anwälte in solchen Fällen wegen Falschberatung in die Haftung genommen?

    Und wenn Anwälte mit rechtlichen, aber nicht taktischen Fähigkeiten, die nicht in der Lage sind den vermeintlichen Rechtsanspruch ihres Mandanten angemessen zu kommunizieren (dem Störer, aber auch dem Mandanten gegenüber) tätig werden, dann läuft es eben so wie bei Jack Wolfskin und Jako.

    Ein solches Verhalten ist nachgrade ein Schrei nach einem Schlag auf die Mütze. Und Dank des verbesserten Zugangs auch Einzelner zu massenwirksamen Kommunikationsmitteln fällt der Schlag inzwischen wesentlich heftiger und nachhaltiger aus.

  15. moh

    @Remo:

    Wäre in der Tat interessant zu wissen, ob das Shakira-Shirt abgemahnt wurde. Der Shop wird nämlich Live Nation betrieben – dem weltgrößten Konzertveranstalter. Umsatz: knapp 15x so viel wie Jack Wolfskin. Hier sollte sich zeigen, ob JW die Verteidigung “seiner” Markenrechte wirklich ernst nimmt (sofern die Marke überhaupt in den USA angemeldet ist), oder ob lediglich JWs Anwälte versuchen, ihre Kassen auf Kosten von heimarbeitenden Omis zu füllen…

    Viele Grüße,
    Martin

  16. frank wegener

    ich boykottiere die wolfshaut schon seit dem logostreit mit der taz.

  17. markus

    »Nach wie vor könnte Wolfskin mit einer einfachen Rücknahme dieser Abmahnungen nicht nur weiteren Schaden für die Marke abwenden, sondern -im Gegenteil- mit einer offenen Kommunikation das aktuelle Meinungsbild ihrer Marke sehr positiv beeinflussen. Noch!«

    nein. spätestens mit der eigentümlichen stellungnahme dürfte dieser zug abgefahren sein. wer würde eine rücknahme der abmahnungen jetzt noch als ein einlenken in der sache auffassen, als irgendetwas in richtung inhaltlicher erkenntnis? eine rücknahme in dem stadium, das durch die stellungnahme erreicht wurde, folgt letztendlich der gleichen motivation wie die abmahnungen, denn dabei hätte man sicher zu allerletzt die kernpunkte der kritik im blick, sondern wiederum allein sich selbst. auch ginge es wieder ausschliesslich um geld. nur diesmal andersherum bzw. unter anderen vorzeichen.

    ein zurückrudern wäre jetzt nur noch genau das. es ist ohne frage die einzig wünschenswerte lösung für die betroffenen. ziemlich sicher sollte es auch der einzig gangbare weg für das unternehmen sein. mit “gesicht wahren” hätte es aber wohl herzlich wenig zu tun. viel mehr mit dem ausmass des verscheissens. mein eindruck, zum leidwesen der betroffenen, ist jedoch, dass unternehmen und anwälte genau darauf voll abfahren. koste es, was es wolle.

    den betroffenen wünsche ich eine rücknahme der zweifelhaften ansprüche von ganzem herzen, bei mir kann das unternehmen allerdings nichts mehr einrenken. es ist für mich in allen bezügen der sache nur noch zur abschreckung existent, denn diese geschichte übersteigt in allen details alles einschlägige, das mir im rechtsfreien raum bislang begegnet ist. völlig grotesk. so etwas würde nur adam smithee verfilmen. die haben “windows 98″ für sich beansprucht. oder “highway” und vieles mehr, das entweder keine oder die “marke” eines anderen ist. und einen pfotenabdruck. man kann die absichten mit händen greifen. hatte in diesem laden eigentlich jemals irgendwer eine eigene idee? erbärmlich.

  18. ist der Ruf erstmal versaut … | Das Prinzip Begeisterung® : Business & Marketing Management

    [...] Klappe, die Zweite Jack Wolfskin Stellungnahme Jack Wolfskin eröffnet den Abmahn-Herbst! Jack Wolfskin bei Adage in den USA angekommen Die Fans von Jack [...]

  19. Raoul

    Gestern, Mittwoch den 21.10., war ein längerer Artikel in den Lübecker Nachrichten abgedruckt mit Aufmacher auf der 1. Seite. der Tenor war: Rechtlich ist JW wohl auf der sicheren Seite, nur moralisch verwerflich und das mit dem Protest im Internet nicht gerechnet wurde.

  20. Peter Lieser

    Wir Mitarbeiter stellen in unserem Betrieb alle Produkte des unsymphatischen Unternehmens JW einer Offenbacher Kleiderkammer zur Verfügung. Von ca. 500 Kollegen haben 58 bereits bis heute zugesagt, JW Ware mitzubringen und sie Bedürftigen zu spenden. Und dannn………kein Einkauf mehr bei Jack Wolfskin !

  21. Lobbel

    Wow,das ist der Hammer. JW muss es halt am Umsatz spüren, sonst hilft alles nichts.

  22. theMario

    Hallo Streitwütige,

    vielleicht solltet ihr euch mal Gedanken machen, dass alle Arbeitsplätze in der westlichen Welt von Dingen abhängen, wie Designschutz, Markenrecht und Produktpiraterie.
    In den asiatischen Ländern wird jedes Produkt kopiert, welches für “gut genug” befunden wird. Sei es ein Produkt (die Hexe aus dem Harz) oder eine in DE produzierte Spinn- Web- Strickmaschine in Einem für mehrere Mios von €nen.
    Es ist auch nicht wichtig, ob diese Kopien Erfolg haben, sondern viel mehr, wieviel Schaden diese Kopien haben, wenn sie nicht die Qualität des Originals aufweisen. Hinzu kommt der Umstand, dass ein jedes Produkt zu hohen Kosen entwickelt und auf den Markt geworfen wird. Eine Kopie jedoch einen vom Original geöffneten Markt betritt. Das heisst, eine Kopie eine JW Jacke in DE schaut wegen dem Produktlogo erst einmal jeder an, einige kaufen sie auch – jedoch erst wenn der Käufer neben dem Original steht und friert, und die Person im Original fragt … “iss n los?” wird klar, was passiert ist. Die Marke wird als erstes beschuldigt – 2 Produktschinen zu fahren – Billig und Qualität. Das hilft dem Hersteller sicher noch weniger.
    Gäbe es Produktpiraterie nicht, gäbe es auch nicht den Schutz davor. Es soll jeder produzieren, aber bitte nicht zu lasten von Unternehmen, welche sich durch ihre Produkte einen Namen gemacht haben. Diesen Namen verdanken die Produzenten jedoch, dass sie morgen weiter wachsen können und eine Firma die nicht wächst, geht nun einmal pleite.
    Ob nun JW bei der Jagd nach Kopierern immer rechtlich vorgeht, kann ich nicht beurteilen, aber die Sachen zu spenden ist immer noch besser, als sie zu verbrennen, wenn er sich der Marke abwendet. Allerdings, wer war zuerst da, das Original, oder die BilligRaubKopie?
    Leute, ihr könnt boykotieren, aber auch hiner JW stehen Arbeitsplätze und derer nicht wenige.

    Ich arbeite nicht mit oder für noch bei JW.

    Danke für eure Geduld

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