19.10.09
19:23 Uhr

Kognitive Dissonanz, Klappe, die Zweite

jws-abmahn
Bildquelle: Heiko C.

Wenn Unternehmen sich mit einer besonders ökologischen bzw. kommunikativ-sozialen Aura schmücken, dann ist der “Fall” in die Untiefen völlig falsch verstandener “Markenpflege” besonders schmerzhaft. Sehr treffend formuliert das auch unser Kommentator “Brett” und daher geben wir diesen weitsichtigen Einschätzungen gerne einen Platz.

Das Desaster geht tief, weil ein Stück des Markenkerns plötzlich wegbricht. JW verkauft ja auch ein Gefühl von “Freiheit und Abenteuer”, von Individualismus und hinaus ins Weite, wo es keine Bürokratie, keine Rechtsanwälte und keine Geldgier gibt, sondern die freie Natur. Und jetzt benehmen sie sich konzernhaft, unsensibel wie eine Dampfwalze, die durchs Naturschutzgebiet rollt. Die Ironie haben sie sich verdient: Sie wollten ihre Marke schützen und haben sie selbst mehr zerschlagen, als dass irgendeine Handarbeiterin je könnte. Markenführung – schwieriges Thema. Geht eben nicht, wenn man sich die Leute von Cola oder P&G reinholt und meint, die würden das mit JW-Marke schon hinkriegen. Haben vermutlich Markenführung “studiert” – und das führt ja oft zu Techniken und nie zum Begreifen. Lehrreicher Fall!

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36 Kommentare

  1. Thomas Stetten

    Wunderbar treffende Zeichnung und ein wunderbar treffender Kommentar. Wird beides fleißig verlinkt!

  2. Mawin

    Sehr gute Karikatur. Aber die Aktion von der Mode-Marke ist auch etwas ekelig. Alles was wie Hundepfoten aussieht, ist verboten. Disney verklagt auch nicht jeden der Produkte mit Maus-Silhouette macht.

  3. Peter

    Mir fällt zu der Marken debatte nur eins ein: “Die Anzahl der Marken in Deutschland übersteigt die Anzahl der Wörter im Wortschatz eines durchnittlichen Deutschen…”

    Prägend ist die Debatte sicher für die Marke… Später wird man nur noch sagen:

    “Wie hieß die Marke nochmal? Jacke Wolfskind? …Ahh… die mit den Abmahnungen…”

    In diesem Sinn: Man sollte nicht eine Marke über Menschen heben…

  4. Juergen Weber

    Was mich interessiert, schützt das eingetragene Warenzeichen eines Wolfs-Tatzen-Abdruckes, denn jetzt auch alle Tatzen von Tigern, Löwen, Hyänen, Hauskatzen (lang oder kurzes Haar),Zebras, Pferden (sind zwar Hufen) aber auch 4x am Tier angebracht, Bären usw.?
    Und wie wird die sogenannte Verwechslungsgefahr definiert? Ist es die Anzahl der Zehen, die Form des Ballens?
    Das ganze denke ist doch nur um die “armen” Juristen über den Winter zu bringen in die Landschaft gesetzt worden oder? Denn wo wird denn durch die “Basteltruppe” das Image von JW (übrigens meine Initialen- und von Geburt an geschützt)beschädigt. Das kann doch kein normal denkender Mensch glauben, es sei er hat Jura studiert.

  5. Finn

    Jack Wolfskin hat nur das verwendete Logo geschützt. In der Datenbank des DPMA kann man auch sehen in welchen Bereichen. Einfach unter register.dpma.de/DPM... nach “Jack Wolfskin” suchen.

    Man sieht dort auch chronologisch, dass Jack Wolfskin nach und nach ihre Marke in immer weiteren Bereichen gesichert hat. Vom letzten Monat liegt sogar eine Anmeldung vor, in der Jack Wolfskin sich die Rechte für ähm fast alle Bereiche sichert: Schreibutensilien, Technische Geräte, Rohre etc.

    Ob man sich damit weitere Abmahnbereiche erschließen will?

  6. Hand of Evil™

    Noch schöner am Kommentar von Brett: diese Analogie mit der Dampfwalze und dem Naturschutzgebiet ist gar nicht so weit hergeholt, wie man z.B. unter taz.de/1/archiv/prin... (vom 23.07.2008) lesen kann.

    Grüße,
    Hand of Evil™

  7. Tom

    Ich kanns immer noch nicht glauben – meinen die das ernst?
    Aber wir sind der Ignoranz dieser Firma nicht ausgeliefert! Die stärkste Waffe ist unser Verhalten. Lasst uns diese Geschichte verbreiten, einen solchen Image-Schaden kann sich eigentlich keine Firma leisten!

  8. chris

    Unfassbar. Ich hab auch noch so viele Klamotten von denen. Werde ich nie wieder kaufen. Wie wäre es denn jetzt mit kreativen Abdeck oder Veralberungs Bastel- Näharbeiten für das Logo auf den vorhandenen Klamotten? Das wäre doch jetzt was für das Näharbeiten Forum?

  9. Vroni

    Wenn man das Wort Community ernst nimmt:

    Im Unterschied zu DaWanda, wo die Kleinstanbieter einer abmahnenden Firma ausgesetzt sind, macht es Spreadshirt anders.

    Es prüft vor dem Upload die auf dem Spreadshirt-Marketplace angebotenen Designs. Weder T-Shirts mit dem Selbstbildnis von van Gogh drauf noch irgendwelche s/w-Hundepfoten gehen da durch (wie Spreadhirt-KLeinshop-Inhaber mittlerweile erfahrungsgemäß wissen), da sichtlich von vorneherein Urheberechte und Markenrecht verletzt werden.

    So hat für mich DaWanda ebenfalls etwas Graues am Leib, nicht nur Jack Wolfskin. Wenn wir mal ganz ehtlich sind und konsequent meckern wollen, meckern wir doch mal gleich richtig. Denn eine Plattform, die Gebühr von Ihren Mitgliedern erhebt, damit diese da verkaufen können, sollte sie im rechtlichen Bereich nicht gänzlich nackt da stehen lassen und schützen. Muss nicht, kann. Kommt jedenfalls gut.

  10. maike3000

    die zeichnung ist natürlich totaler unfug. jack wolfskin mahnt ja keine menschen (oder tiere) ab, die eine tierpfote irgendwo außer auf “bekleidung aller art” hinterlassen haben. ihr könnt also alle eure tattoos beahlten und auch die füße eurer katzen, hunde, wölfe usw. müssen nicht abgehackt werden. es geht JW nur um tierpfoten auf kleidung. das problem hierbei ist aber weniger JW sondern eher das DPMA, diese lassen es zu solche einfachen formen schützen zu lassen, vorallem auch dann wenn sie nicht neben einem firmenschriftzug stehen. es gibt im übrigen noch vioel simplere formen die beim DPMA eingetragen wurden. das JW auch kleinhändler mit katzenpfoten (ohne krallen) abmhant ist natürlich der totale hohn. damit zeigen sie das sie ihre eignes log nicht verstehen. im übrigen kann man auch gegen die markeneintragung beim DPMA einspruch erheben, das kostet allerdings einiges. und genau hier ist die stelle an der der staat kohle ohne ende scheffelt. man kann sich x-beliebige begriffe schützen lassen (aus dem normalen sprachgebrauch) und dann jeden abmahnen der dies irgendwo auf shirts bügelt. die fehler sind also in erster linie beim DPMA zu suchen, jack wolfskin macht nur das, was ihnen rechtlich zusteht. was natürlich nicht immer der schlauste ist.

  11. Ronald

    Vroni, gut das du Spreadshirt erwähnst. Leider hast du nicht wirklich Recht. Denn bei Spreadshirt wurden schon anfang diesen Jahres mehrere Anbieter abgemahnt. Dies kann man alles im Spreadshirt-Forum nachlesen. Teilweise haben die Shopbetreiber von Spreadshirt gezahlt, teilweise müssen die Summen wohl höher als 1000 euro gewesen sein. Es hat dort auch Mitglieder getroffen die nur ‘Katzenpfoten’ oder ‘Hundepfoten’ eingestellt hatten, also Pfoten und keine Tatzen mit Krallen. Das JW sich jetzt auch die Markenklassen für Büroartikel gesichert hat, zeigt natürlich das dies ein gezieltes Abmahnverfahren war.

  12. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @maike3000: Die Zeichnung ist vor allem eine Karrikatur mit durchaus passender Metapher ;-).

  13. maike3000

    hallo roland, ja das habe ich verstanden. ;) ich wollte nur drauf hinweisen das niemand seinen tierchen die pfoten abschneiden muss. es sei denn: sie halten sich einen wolf und der läuft im büro über das stempelkissen und danach über das bürozubehör samt badehandtuch und kinderunterwäsche. … falls das passiert: “ja nicht bei ebay verkaufen!”

  14. Polysarcus

    @meike3000: Was Du schreibst, verharmlost die Situation! Der böse Staat zwingt niemanden dazu, der sich eine Wolfs-Tatze (dazu noch direkt der Natur entnommen) als Logo für Kleidung schützen lässt, Personen für 1000 Euro abzumahnen, die ein Kirschkernkissen aus Stoff nähen, auf den Katzen-Pfoten gedruckt sind.

    Jack Wolfskin hat die Freiheit einzusehen, dass Katzenpfoten anders aussehen als Wolfs-Pfoten. Jack Wolfskin hat die Freiheit einzusehen, dass ein selbstgenähtes Kirschkernsäckchen erstens keine Outdoorkleidung ist und zweitens nicht wegen der Ähnlichkeit zu ihrem Logo gekauft wird, sondern wegen dem selbstgemachten Katzenpfotendekor und drittens nicht wirklich ihren Umsatz bedroht.

    Und selbst wenn Jack Wolfskin all diese Freiheit meint missbrauchen zu müssen, dann bliebe ihnen immer noch die Freiheit, anders zu reagieren, mit einem freundlichen Brief, der 55 Cent kostet und nicht 991 Euro für den Empfänger.

    Ihre Stellungnahme von heute zeigt nur, dass sie nichts verstanden haben! Und damit ihre Marke auf lange Zeit ruinieren, wenn sie nicht sofort die Notbremse ziehen.

    Denn das, was sie hier tun, widerspricht all den jahrelang teuer und mühevoll aufgebauten positiven Assoziationen zu ihren Outdoor-Produkten – oder wie Politiker dieser Tage es so gerne sagen: Das Verhalten widerspricht diametral ihrem Marken-Kern.

  15. Vroni

    Frage:
    Was hat denn Wolfskin für einen Markenkern (Hach Markenkern, mein Lieblingsthema):

    Jack Wolfskin sagt (wie Werbemeier ihm aufgetragen):
    “Jack Wolfskin ist die Marke für Menschen, die sich DRAUSSEN ZU HAUSE fühlen.”

    Der Verbraucher denkt:
    “Nett, wenn man als Städter sich leger anziehen kann und sich in der öden Stadt fühlen darf wie ein Wolf.”

    Das ist ja recht lustig und ein schlauer Markenkern (geheime Sehnsüchte, Alibi, all das). Wo ist da bitte ein Markenkern, der “für die Kleinen” ist, der für “alle” ist und vor allem “nett” ist? Der Eigner hat das nirgendwo versprochen,acuh wenn er ab und an nette, schlaue Interviews in brand eins gibt, der Hoffnungszeitung für Werber und Gründer.

    Bitte also nicht jemanden wg. eines vermuteten Markenkerns (tolle Gemeinnschaft, & “wir sind die Guten” , blah et alii) prügeln, den er gar nicht hat :-)

    //Advovatus diabolus mephistophorus//

    NB: “es sei denn: sie halten sich einen wolf und der läuft im büro über das stempelkissen”

    Nunja, ich halte mir einen Wolf :-)
    Der läuft ständig über was, was er nicht soll:
    Tinte/Tusche/Stempelkissen

  16. Gunnar Brune

    Zusammenfassung Jako und Jack Wolfskin bei Adage.com (übrigens: vielen Dank Werbeblogger!) adage.com/globalnews...

  17. mic

    Der Kommentar trifft die Sache genau auf den Punkt, der Kommentator spricht mir aus der Seele. Das ist echt mal ein Beispiel wie man eine wertvolle Marke beschädigt, durch vollkommen unverhältnismäßige Reaktionen.

    Man könnte es echt für ein Lehrbuchbeispiel halten, aber ich befürchte es ist wirklich die Real-Satire, als die es mir scheint. Ich kann auf die Produkte jedenfalls verzichten auch wenn ich schon den ein oder anderen Artikel von der Firma habe. Die Sachen bleiben dann wohl mal demonstrativ im Schrank.

  18. Carlotta

    “Völlig falsch verstandene Markenpflege” trifft den Nagel auf den Kopf!
    Unter den Kommentaren bei Spiegel Online war von der Gefahr einer Verwässerung der Marke die Rede. Für mein Empfinden ist bei solcher Handhabe nur eins verwässert: der gesunde Menschenverstand!
    Das alles hat mit Markenpiraterie, die ich ebenfalls scharf verurteile, so wenig zu tun, wie fastfood mit ausgewogener Ernährung.

    Selbst “potentielle Täterin” mit Nadel und Faden, wenn zum Glück auch nicht gewerblich und nicht betroffen, sage ich Danke für diese Berichterstattung!
    Danke für’s Recherchieren, aufmerksam machen, nicht locker lassen!

    Heute sind es Pfoten, morgen Äpfel, übermorgen vielleicht Sterne und der Rahmen “legaler Kreativität” schrumpft für Kleinunternehmer, wie auf dawanda, immer weiter zusammen. Wo der Markt gerade erst durch solche Angebote bereichert wurde.

    Artikel im Einheitsbrei durch Abmahnwillkür und überstrapaziertes Markengehabe kann in Niemandes Interesse liegen.

    Was die ökologische und sozial-kommunikative Aura anbelangt, kratzt daran schon der Eintrag unter “Unternehmensverantwortung” bei wikipedia und wenn man ein wenig im web stöbert und von schrumpfenden Mooren bei Buxtehude liest, werden die Kratzer sogar noch tiefer.

    Ich wünsche allen Betroffenen/Unterstützenden Durchhaltevermögen; mein Mitgefühl und meine Solidarität haben sie. :-)

  19. Polysarcus

    @vroni: Jack Wolfskin bemüht sich schon seit einiger Zeit, die von den Kunden vermuteten Werte zumindest “nachzuliefern”: Nicht Öko, aber ein paar PET-Flaschen zerschreddert und zu Fleece verarbeitet, Ökobaumwolle ab nächsten Jahr, Kontrollen nein, aber gegen Kinderarbeit sind sie natürlich schon – und so weiter. Von daher pflegen sie ihren “gefühlten” Markenkern an sich schon und bauen ihn auch aus…

    Ich habe mich, als bisheriger Fan dieser Marke (neben North Face, Mammut und Salewa), heute notgedrungen ziemlich viel damit beschäftigt, und musste feststellen, dass ich doch einiges nicht wusste.

    Die TAZ-Prozesse waren irgendwie an mir vorbeigegangen. Dass Jack Wolfskin im Ausland und im Partnerlook schon wieder uncool sind, las ich heute zum ersten Mal. Nun ja, und inzwischen gibt es bereits die ersten Vergewaltiger in Jack-Wolfskin-Klamotten, gesucht via XY-ungelöst:

    presseportal.de/poli...

    Da wird es wirklich Zeit, sich nach Alternativen umzuschauen. Am glaubwürdigsten im Bereich der sozialen und ökologischen Themen scheint u.a. patagonia zu sein

    patagonia.com/

    Ebenso fiel mir Vaude (von denen hatte ich früher einen sehr langlebigen Rucksack) auf:

    http://www.vaude.de

    Beide lassen ihre Produktion auch neutral und transparent bewerten. Alternativen gibt es jedenfalls mehr als genug. Die Macht von uns als Konsumenten wächst durch das Internet immer mehr. Gut so.

  20. Matthias

    @Finn und @Ronald (und natürlich an alle anderen, die es interessiert):

    Das sich Jack Wolfskin seine Marke jetzt auch in anderen Klassen eintragen lässt, muss nichts mit Abmahnungen zu tun haben. Dafür gibt es meiner Erfahrung nach meistens nur zwei Gründe:
    1. Huch, da gibt’s Lücken im Markenschutz, die schließen wir mal sicherheitshalber. Auch wenn wir in dem Bereich gar nichts herstellen.
    2. Wir spielen mit dem Gedanken, Merchandisinglizenzen zu vergeben (Kugelschreiber, Feuerzeuge, Gepäck, Unterwäsche, Bettlaken, Taschenwärmer, Regenschirme…). Da müssen wir den Markenschutz entsprechend erweitern.

    Ansonsten stimme ich zu – die Abmahnung war völlig unnötig und schadet extrem. Und wer das bei JW anders sieht, gehört entlassen. Wegen Inkompetenz und “geschäftschädigendem Verhalten”.

  21. tina

    Jack Wolfskin mahnt ab?
    Da fällt mir eigentlich nur das schöne Wortspiel

    PAW is not LAW

    zu ein…

    Aufkleber o.ä. können gern bei mir bestellt werden, nachdem ich die Marke rechtlich habe prüfen lassen…

    Vielleicht ergibt sich daraus ja auch ein social sponsoring…web 2.0 machts möglich…

  22. Jack Wolfskin verschickt Abmahnungen an Bastler | EGM Weblog

    [...] 11:10 Uhr: beim Werbeblogger gibts einen treffenden Cartoon dazu. Ein Kommentator meinte dort: Das Desaster geht tief, weil ein Stück des Markenkerns [...]

  23. till1

    wie hier jemand vor mir schon schreibt, ist das echte problem eher das thema markenrecht sowie die frage nach geistigem eigentum. intellectual property rights – das ist die stellschraube, an der eigentlich gedreht werden müsste. virtuelle werte mit dem rechtsanwalt schützen ist doch schon recht bizarr, wenn auch in einem winzigen umfang womöglich gerechtfertigt.

    vielleicht kennt sich jemand besser aus und kann dazu mal eine übersicht erstellen. vielleicht müsste man darauf hinarbeiten, dass gewisse regelungen noch strenger gefasst werden bzw. abgeschafft werden.

  24. Daniel

    Bei aller -zu Recht- geäußerten Kritik am unklugen, unsensiblen und unsympathischen Vorgehen des Unternehmens: Beweihräuchern wir uns als netzaffine Werber nicht gerade etwas selbst, indem wir die “Macht” dieser losgetretenen Lawine bestaunen? Wollen wir das nicht gerne auch so dramatisch sehen, um dadurch unsere Wichtigkeit als Marken-im-Netz-Berater zu betonen.

    Einfach mal ganz ketzerisch gefragt: Nach dem ersten Fallout, wieviel wird sich davon als Kundenreaktion und Markenschaden (an der Kasse) messen lassen? Wird das Thema auch aus dem Netz in andere Medien springen?

  25. Roland Kühl-v.Puttkamer

    @Daniel: als kurze Antwort auf deine letzte Frage: Ja, soweit ich informiert bin: TV und Print folgt.

  26. Cat

    Ich habe mittlerweile schon drei Illustrationen zum Thema. Und ich wette es gibt schon viele, viele Zeichner die sich an dem Thema auslassen ;)

  27. Hit the road, Jack! « kadekmedien’s Blog

    [...] auf, weil sie das unsoziale Verhalten des Markenwolfs nicht tolerieren mag und entfacht mit einem Sturm der Entrüstung gelinde gesagt einen PR-Gau für die [...]

  28. Uwe

    Vielleicht sollten sich die Unternehmen mal im Vorfeld Gedanken machen, für weches Logo sie sich entscheiden. Es ist zwar schön sich solch ein auffälliges Logo zu sichern. Denen sollte aber auch klar sein, dass solche Logos eben auch automatisch andere (ähnliche) Abbildungen nach sich ziehen.
    Ich jedenfalls werde kein Produckt mehr von denen kaufen, ebenso wie damals bei Nokia. Den Firmen sollte langsam einmal klar werden, dass dieses Umgehen mit den Menschen so nicht funktioniert.

  29. Sven

    Kann ich jetzt JW eigentlich auf Schdensersatz verklagen? Immerhin haben die Sachen, die ich für nicht wenig Geld bei denen gekauft habe, durch diese PR-Aktion erheblich an Wiederverkaufswert verloren. Abgesehen davon, dass man sie eigentlich nicht mehr tragen kann, ohne schief angesehen zu werden…

  30. christiane

    wenn es nur die wolfstatzen wären! da aber auch katzenpfoten angefeindet werden wächst sich das zu einer dimension der unfreiheit aus. das ungute gefühl ständig von verboten umgeben zu sein, permanent anwaltswillkür ausgeliefert zu sein, kleingeistiger bürokratenmentalität nicht ausweichen zu können wirkt lähmend.
    da ist die jw- aktion nur ein beispiel. mehreres dieser sorte zusammenaddiert läßt die lebensmöglichkeiten erheblich schrumpfen. man denke nur den nonsens, die kämen auf die idee jedes wolfsbild, jede silhouette auch noch zu vermarkten, oder jedes wort, oder jmd. hätte die abstruse idee buchstaben für sich zu reklamieren, gedankengänge usw.
    die perfekte überwachungsmaschinerie!
    und weil die dieses schema bedienen, werden wir (5 personen) dort garantiert nicht mehr kaufen. thx

  31. maiuguali

    Die Abmahnwellen dienen einzig dem Einkommen der klagenden Anwälte. Ich hatte schon 3 Abmahnungen auf dem Tisch, und immer konnte ich sie durch ein direktes Gespräch mit dem Geschäfsführer der betroffenen Firma abwenden.

    Für die Anwälte ist es ein lukratives Geschäft. Entweder es verdient der klagende Anwalt oder der verteidigende Anwalt.

    Und da die meisten Mitarbeiter des Justizministeriums sind ehemalige Kommilitonen der klagenden Anwälte sind, wird sich in Deutschland auf absehbare Zeit leider nichts ändern. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

    Weg mit Abmahnungen. In Österreich kostet die erste Abmahnung 50 Euro.

    Warum nicht auch so in Deutschland. ??????

    Anwaltsmafia!!!!

  32. Jack Wolskin in der Negativ-Presse - Seite 2 - outdoorCHANNEL

    [...] zusammen, mal einen link <klick> wo die sache von einer ganz anderen seite betrachtet wird. __________________ Ein [...]

  33. Jack Wolfskin riskiert PR-Desaster im Internet | Kölling Medien-Service

    [...] Das tatsächlich an den Tag gelegte Verhalten ist jedoch kurzsichtig und destruktiv. Oder, wie jemand an anderer Stelle treffend formulierte, „jetzt benehmen sie sich konzernhaft, unsensibel wie eine Dampfwalze, die durchs [...]

  34. Mit Kanonen auf Tatzen « CrisisEverywhere Blog

    [...] Jack Wolfskin, das Journal AdvertisingAge brachte das Thema sogar bis in die USA. Der Blog-Autor „Roland Kühl-v.Puttkamer“ bringt das besondere Dilemma bei Jack Wolfskin auf den Punkt: Das Desaster geht tief, weil ein [...]

  35. A.Jablonski

    Ich möchte mich selbst anzeigen – bzw. meinen Hund:

    Nach einem Spaziergang im Schlamm hat er seine Pfotenabdrücke auf dem Parkett aufgebracht.

    Als er über mein T-Shirt lief – Sie werden es nicht glauben – trat er auf dieses drauf.

    Ist mein Hund rechtsfähig oder muss ich für ihn haften?

  36. Pfote

    Übrigens – wer eine ALLGEMEINGÜLTIGE und nicht “geschütze” Pfote in einem Onlineshop einsetzt, sollte aufpassen, um was es sich da handelt. Wer Produkte für Menschen verlinkt mit diesem Button, den könnte sich JW zur Brust nehmen. Bei Tierprodukten würde man ein Auge zudrücken. Wie großzügig!

    Den ganzen Irrsinn sieht man hier:
    finnleys.de/images/f...

    (Der Shopbetreiber hat aufgrund des Tatzengates einmal nachgefragt, ob er für seinen Hundeshop das grafische Element einer Hundepfote nutzen darf…

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