16:23 Uhr
Dawanda und Jack Wolfskin
Soeben telefonierte ich mit Claudia Helming, Gründerin und Geschäftsführerin bei Dawanda, die mir über den aktuellen “Zwischenstand” im Zusammenhang mit den bei Dawanda durch Jack Wolfskin abgemahnten Nutzern Auskunft gab.
Nach ihren Angaben beschäftigt sich Dawanda schon intensiv seit über zwei Wochen mit der “Jack Wolfskin”-Thematik; kein Tag verging, ohne dass man zu dieser Frage im Innenverhältnis “Dawanda-Jack Wolfskin” das Gespräch gesucht und den Versuch unternommen hätte, Schaden von den Dawanda-Usern abzuwenden.
Aus diesem Grund wurde auch der Aufforderung von Jack Wolfskin (JW) im Schreiben an Dawanda entsprochen und gut 40! markenrechtlich beanstandete Produkte der Nutzergemeinde aus den Dawanda-Shops umgehend entfernt.
Dass nun trotz umgehender Löschung denoch mindestens 6 Dawanda-Nutzer eine kostenpflichtige Abmahnung erhielten, verwunderte Dawanda.
Aus unserem Gespräch entnahm ich weiterhin, dass der Wunsch und das Ziel von Claudia Helming bestimmend war, die “Kuh vom Eis” zu bekommen, also möglichst JW dazu zu bewegen, diese konkreten Abmahnungen zurückzuziehen. Eine aktuelle Entscheidung darüber steht seitens JW noch aus und wird mit Veröffentlichung einer Pressemitteilung von JW zeitnah erwartet.
Ein besonderes, formales Problem besteht wie bei jedem anderen Shopdienst und Forenbetreiber, dass sich auch Dawanda nicht stellvertretend für seine Mitglieder die “angeblichen Markenrechtsverstöße” zu eigen machen kann und darf, denn dann könnte u.U. die volle Wucht der gesammelten Abmahnungen auch Dawanda selbst treffen. Daher sieht es Claudia Helming nun als ihre Hauptaufgabe an, zwischen ihren betroffenen Mitgliedern und JW zu vermitteln und -möglichst- eine gütliche Einigung zu erzielen.
Sollte diese Einigung nicht möglich sein, werde man weitere und ggf. neue Schritte erwägen müssen. Eine Erklärung von Dawanda soll auch “in Kürze” folgen. Daraus schließe ich, dass man bei Dawanda in jedem Fall zunächst die offizielle Erklärung von JW abwarten will.
Update 20.10.09: Dawanda kommentiert die Situation im Dawanda-Blog.
17 Kommentare
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- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...
- Brian: Der Titel ist genial. Danke :).
- PlaceY: @Tobias Mandelartz : “..denn er bewahrt einen davor, für einen Kandidaten anzurufen , der sowieso schon haushoch überlegen...
- Gerry K.: Der hat sich das nicht beim Sport sondern bei den Call-In Sendungen abgeschaut. Nichts anderes ist das. Schon das Anheizen der...
- Herr Bergauer: Bei den Problemen, die Mercedes (besonders mit Rost und Elektrik) in den letzten Jahren gehabt hat, würde ich den aufdringlichen,...
- peekaboo321: Sicher ist es möglich von der anderen Seite anzuschauen und hahaped wird damit helfen.

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Am 19. Oktober 2009 um 16:47 Uhr
Auf Spiegel-Online gibt es einen aktuellen Artikel mit Zitaten der Pressesprecherin von JW. Nach einer “gütlichen Einigung” hört sich das für mich nicht an.
Das war: JW wird vom EInkaufszettel gestrichen! Die benehmen sich wie die Axt im Walde!
Am 19. Oktober 2009 um 16:52 Uhr
[...] Nebenan gibt es zwei interessante Updates zu den Abmahnungen von Dawanda-Usern durch den Outdoorausrüster Jack Wolfskin. Zum einen eine Zusammenfassung der Ereignisse vom Wochende, zum anderen hat Werbeblogger Roland Kühl-v.Puttkamer heute Nachmittag mit Claudia Helming, Gründerin und Geschäftsführerin bei Dawanda, telefoniert: [...]
Am 19. Oktober 2009 um 17:11 Uhr
Wenn man mit Google nach ‘Wolfskin’ sucht, kommt obig eine Anzeige von JW. Welche Kosten verursacht es eigentlich, wenn ein (oder auch mehrere) Nutzer darauf klicken? (Evtl. um nachzuschauen, ob JW schon einen Entschädigungsfond für Abmahnopfer eingerichtet hat?)
Am 19. Oktober 2009 um 17:33 Uhr
Hey!
Geht doch einfach auf “http://www.jack-wolfskin.com/desktopdefault.aspx” und schreibt denen Eure Meinung. Schaden kann es ja nicht und jeder weitere Boykoteur der sich namentlich abmeldet tut bestimmt weh!
Am 19. Oktober 2009 um 17:49 Uhr
Mir ist es letztlich völlig egal, wie Jack Wolfskin weiter vorgeht – natürlich hoffe ich für die entsprechenden abgemahnten Opfer, daß ihnen keine Kosten entstehen und JW sich entschuldigt. Aber mein Entschluss steht fest – man ist zu weit gegangen, ICH kaufe KEINE Produkte mehr. Die patzige Reaktion der Sprecherin, die SpOnline dokumentiert, festigt meine Meinung.
Am 19. Oktober 2009 um 20:26 Uhr
Es ist doch wirklich sehr weit ausgeholt, wenn ab sofort diese Firma sämtliche Tatzen Verwender zukünftig abmahnen will. Die sollten mal googlen und wären überrascht, wer und wie oft diese Tatze verwendet wird und vielleicht dies bereits vor Gründung der Fa. J.W. – bevor diese die TATZE erfunden haben ;o))
Wie diese Firma hier mit Menschen umgeht ist das Letzte !!!
Für mich steht fest: ich werde dort KEIN Kunde werden und im Bekanntenkreis davon abraten!
Am 19. Oktober 2009 um 20:32 Uhr
Für den Fall, dass noch jemand helfen mag, bei Wikinews ist ein neuer Artikel mit der aktuellen Entwicklung im Entstehen: de.wikinews.org/wiki...
Grüße,
Hand of Evil™
Am 19. Oktober 2009 um 22:58 Uhr
Ja sind denn die Bosse von Jack Wolfskin in Urlaub? Das Statement von Frau Fischer (10 Monate bei Wolfskin) ist nicht nur patzig, sondern zynisch und zeugt davon, dass der PR und Online Assistentin nach meiner Ansicht noch ein paar Jahre Berufserfahrung fehlen, um zu erkennen, wie Verantwortliche (bzw deren Assistent/innen) mit den Instrumenten von Pressearbeit, PR und Medienkommunikation professionell umgehen und Fehler im Umgang mit Medien vermeiden.
Eine Marke zu schützen ist die eine (korrekte) Seite, eine Marke beschädigen (unangemessene anwaltliche Gebührenkeule, unzureichende Kommunikation) die andere.
Hier im Netz fliegt irgendwo die „offizielle“ Stellungnahme von Wolfskin rum, könnte die mal jemand posten?
Am 19. Oktober 2009 um 23:35 Uhr
Richtisch soo! Immer schön abmahnen. Sind eh zuviele Möchtegern-Unternehmer unterwegs.
Am 20. Oktober 2009 um 08:44 Uhr
[...] schon, tiere mit kleinen pfoten und so. wenn ihr mehr darüber wissen wollt, dann klickt einfach hier, hier, hier, hier und [...]
Am 20. Oktober 2009 um 13:28 Uhr
[...] werden künftig allerdings nicht mehr bei Jack Wolfskin kaufen. Grund dafür sind Abmahnungen, die Jack Wolfskin im Oktober 2009 verschickt hat. (Spiegel online berichtet ausführlich über die Abmahnung von Jack [...]
Am 20. Oktober 2009 um 14:51 Uhr
Wieder ein Unternehmen, was definitiv keine Kunden verdient hat!
Es gibt sowieso wesentlich bessere Outdoor-Hersteller!
Am 20. Oktober 2009 um 20:47 Uhr
[...] gibt die Geschäftsführerin von DaWanda an, sie hätten bereits versucht mit JW zu reden und ihre Handarbeiterinnen zu [...]
Am 21. Oktober 2009 um 12:57 Uhr
[...] Was mich bestärkt hat in dieser Überlegung, war dass ich beim Werbeblogger gelesen habe, dass man bei Dawanda bereits seit einigen Wochen die Situation zu entschärfen versucht und jetzt selbst etwas überrascht war, als trotzdem Dawandahändler abgemahnt wurden. Interview mit Dawanda Chefin bei Werbeblogger.de [...]
Am 22. Oktober 2009 um 08:30 Uhr
[...] deutschen Blogcharts klettert der Werbeblogger durch die oft verlinkte Berichterstattung über die Abmahnungen der Dawanda-Shop-Betreiber durch die Bekleidungsmarke von Platz 84 auf Platz [...]
Am 23. Oktober 2009 um 11:33 Uhr
“Jack Wolfskin – Dies ist erst der Anfang”
Die Bären-Community hat Ärger mit JW:
skorpionstich.wordpr...
Am 23. Oktober 2009 um 22:52 Uhr
Auch wenn es mir um die Mitarbeiter von JW leid tut, wünsche ich, dass dies das Aus der Erfolgsstorie von JW ist. Dies würde endlich mal ein Zeichen setzen, so dass jedes Unternehmen in Zukunft vorher überlegt eine von der Allgemeinheit als unsinnig angesehene Abmahnung zu versenden.
Der Kunde hat es in der Hand. Leider hat die Vergangenheit jedoch gezeigt, dass nicht nachvollziehbare Geschäftspraktiken (Behandlung oder Überwachung der eigenen Mitarbeiter) aufgrund von fehlenden preiswerten Alternativen schnell vergessen wurden.
Zu JW gibt es jedoch massig preiswerte Alternativen. Der Erfolg lag ja mehr an dem Statussymbol, welches mit der Marke verbunden ist.
Die deutsche Wirtschaft kommt nur mit einem Umdenken in den Führungsetagen aus der momentanen Krise. Bei diesem Umdenken sollte der Mitarbeiter und damit schliesslich auch das gesamte Volk im Mittelpunkt stehen. Erst wenn sich die Mitarbeiter wieder mit dem eigenen Unternehmen identifizieren können, kann sich eine positive Einstellung gegenüber dem Unternehmen im Volk entwickeln. Unternehmen in denen diese Maxime gelebt wird, gibt es in Deutschland leider zu wenige. Derzeit sind die meisten Arbeitnehemer mit der Behandlung im eigenem Unternehmen nicht zufrieden und dies spiegelt sich auch in der Kundenzufriedenheit nieder. Vor 10 Jahren sah das noch ganz anders aus.