13.10.09
13:19 Uhr

Effie-zient

Der “Preis für Spitzenleistung in der gesellschaftlich relevanten Kommunikation” aus dem diesjährigen Effie Award (Social Effie) geht an Scholz & Friends (Gold). Glückwunsch. Mit ihrer Kampagne hätten sie dazu beigetragen, dass im Jahr 2008 knapp 500 Menschen weniger im Straßenverkehr ihr Leben verloren als noch 2007.

Die Kampagne ist aufmerksamkeitsstark, polarisierend und setzt auf den Schockfaktor. Zweifellos wird das Plakat dazu an vielen Autobahnabschnitten von den Verkehrteilnehmern wahrgenommen worden sein. Es ist daher eine Kampagne, die den Preis auch verdient hat. Ist es aber wirklich stringent messbar, in welchem Umfang diese Kampagne zur Reduktion von Verkehrstoten geführt hat, so wie es Welt-Online in ihrem Bericht (in der Klickstrecke) andeutet?

ScreenShot035

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19 Kommentare

  1. MF

    Die Kampagne ist genial – Glückwunsch an die Agentur Scholz & Friends ;)

  2. chris

    glaub ich nicht,…der Spiesser meinte auch einst wg. dem schlechten Satz/Lesbarkeit gäbe es mehr Tote.

    wieauchimmer messbar isses nicht.

  3. ralf

    Eine an den Haaren herbeigezogene und durch nichts zu beweisende Begründung für den Effie-Gewinn. Weniger Tote, weil 3 Plakate an der Autobahn stehen!?
    Eindrucksvoller kann sich die Branche nicht zum Affen machen! Glückwunsch!

    Hier ein Auszug aus meiner Sicht der Kampagne:
    “…
    Vielleicht sind sie aber auch nur vom Verkehrsminister bestellt und bezahlt, um den mit 123 km/h vor sich hinrasenden Verkehr zu bremsen und Deutschlands Straßen wieder vermeintlich sicherer zu machen.

    Das nämlich wird die aktuelle Kampagne des Ministers – ‘Todesanzeigen an der Autobahn!’ möchte ich sie nennen – wohl nicht schaffen.

    Lange war ich nicht mehr auf größerer Strecke mit dem Auto mobil. Umso überraschter war ich dieser Tage, als ich der für mich neuen Kampagne gegen Raserei an bzw. auf Deutschlands Autobahnen angesichtig wurde. Das ist die mediale Keule par Excellence.

    Sie sorgt eher für eine Raserei des Herzens und der Wut, die man im Bauche verspürt, wenn an der Autobahn plötzlich Todesanzeigen auftauchen, mit schwarzem Rand und kleinem Photo der Familie oder der Jugendlichen, die dort vermeintlich zu Tode gekommen sind. Denn des Menschen unbewußte Neugier sorgt dafür, daß er lesen will, was dort in viel zu kleinen Lettern die Konsequenzen des Rasens anprangern will.

    In gefühlter Schriftgröße 12 – also ungefähr so groß wie dieser Text hier – steht dort sinngemäß: Peter, Paul and Mary fuhren gern schnell. Peter, Paul and Mary wollten schnell nach Hause. Wunderschön gedichtet, aber eben viel zu klein. Im Zweifel auch zu kleingeistig.

    Aber auch Kryptisches wie: “Peter, Paul and Mary – Motorradleistung überschätzt.” findet man – wofür man ja eigentlich noch nicht sterben muß.

    Die kleine Schrift ein eleganter Schachzug des Verkehrsministers, um möglichst viele Wagen von der Straße zu bekommen? Oder Selffulfilling Prophecy, um zu zeigen, wie gefährlich Deutschlands Straßen sind, hängt man nur die richtigen Bilder an deren Rande auf?

    Unten rechts in der Ecke steht dann noch “Runter vom Gas!” – was man längst getan hat, wollte man doch lesen, wer dort und warum gestorben ist. Was einen nur seinem Gotte näher bringt, denn der nachrückende Verkehr ist erbarmungslos.

    Vielleicht sollte der Minister nochmal selbst daran vorbeifahren – oder seine Agentur – oder man sollte sich mal bei Stroeer, etc. erkundigen, wie groß die Schrift sein muß.
    …”

    ralfschwartz.typepad...

  4. Raoul

    In jedem Fall eine, wie erwähnt, aufmerksamkeitstarke, Kampagne. Sie muss so shocking sein, um überhaupt noch den Weg in unser reizüberflutetes Hirn zu finden. Ob die Botschaft da dann verarbeitet wird, ist eine andere Frage.

  5. Vroni

    Rasern – und damit Todespofer vermeidend – auf der Autobahn ist wesentlich effizienter als mit effie-gekrönten Pseudo-Todesanzeigen beizukommen:

    Einfach endlich mal Deutschland nicht mehr als einziges “freies” Land, in dem man noch rasen kann verkaufen. “Freie Fahrt für freie Bürger” und all den Unsinn. Gwschwindigkeutsbegrenzungen überall wie in U.S. 80 Meilen und fertig. It will help a lot!

    (Wär natürlich auch das Ende überdimensionierter SUVs und ähnlicher Geschosse, wem es nicht gefällt nun guit – mir würde das sehr gefallen. Und die Werbung könnte sich endlich wieder um Werbung kümmern und nicht pseudosozial rumtun. Aber nun genug der Ätze.)

  6. Frank Meier

    Juhuuu … man feiert sich wieder einmal selbst. Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen übergibt den Effie der Agentur Scholz & Friends. Wofür? Ach ja, die haben ja nachweislich knapp 500 Menschen gerettet. Das sind so zusagen die Supermänner der Werbebranche.

    Immer, wenn man glaubt den derzeit grassierenden Irrsinn könnte man nicht mehr steigern, kommt aus irgendeiner Ecke ein neuer Schelm hervor. Das mittlerweile Blogger die vorgegebene Polemik rezitieren macht mir Angst und Bange.

    Ich würde ja mal gerne Plakate gegen Grippentote, Gefahren die von Treppen herrühren oder gegen Selbstmord sehen.

    BTW .. ich liebe das Statistische Bundesamt, nach deren Aufstellung kommt der Straßenverkehr glatt erst auf Platz 8 in der allgemeinen Sterbehitliste. Besonderes Augenmerk möchte ich einmal auf den Selbstmord legen.
    1) 363.785  – Herz-Kreislauf-Systems 
    2) 214.307 – Krebs
    3) 116.871 – Schwangerschaftsabbrüche
    4) 21.883 – Grippe
    5) 21.871 – Diabetis
    6) 9.331 – Selbstmord
    7) 7728 – Stolperfallen, von Treppe gefalle etc. pp.
    8) 5.170 – Verkehrsunfälle
    9) 2656 – Todesfälle unter Säuglingen
    10) 461 – Aids

    Und weil es so schön ist, bleiben wir mal allein bei den Autounfällen, bei denen es wie folgt lautet:
    61.035 — Unfälle wegen Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren oder Ein- und Anfahren etc. pp
    58.192 — Nichtbeachten der Vorfahrt
    55.710 — zu hohe Geschwindigkeit

    Wenn man jetzt noch in Betracht zieht, dass die meisten Todesopfer auf Landstraßen zu beklagen sind, fragt man sich doch zu recht, was diese Aktion auf der Autobahn für einen Erfolg gehabt haben kann. Mit Sicherheit hat sie keine 500 Menschenleben gerettet.

    @Vroni
    Wie naiv muss man sein, wenn man glaubt ein generelles Tempolimit würde weniger Verkehrstote verursachen. Erklären Sie mir das mal bitte. Sie dürfen gern auch mal mit ein paar Zahlen aus anderen Ländern jonglieren. Ach ja, ein paar Zahlen gebe ich Ihnen mit auf den Weg, allein in einer einzigen Schweizer Skisaison verunglücken passieren mehr Unfälle als im gesamten Jahr in ganz Deutschland. Sie sind dran, ich warte.

  7. Frank Meier

    Ach ja, bezogen auf den Straßenverkehr könnte doch die SiegerSupermannAgentur doch einmal ein paar andere Plakate machen, mögliche Benefits:

    Biegen Sie nicht ab!
    Wenden Sie nicht!
    Fahren Sie nicht rückwärts!
    Beachten Sie die Vorfahrt!

    btw. für die übrigen Themen:
    Begehen Sie keinen Selbstmord!
    Meiden Sie Ihre Leiter!

    weiter gesponnen:
    Machen Sie am besten gar nix!
    Legen Sie sich ins Bett und warten Sie den natürlichen Tod ab! Dabei bitte nicht vergessen den Fahrradhelm zu tragen!

  8. Christian

    Das Shooting der Kampagne hat wohl in den USA, mit amerikanischen Modellen, stattgefunden- nicht, das aus Versehen doch einer der Modelle unter nem Laster endet.

  9. Andi

    Abtreibungen sind die dritthäufigste Todesursache in Deutschland!? DAS find ich krass!!
    (Selbst wenn man die ungewollten Abbrüche abzieht….)

  10. Christian

    O Mann,

    damit hat sich der Effie zur Witznummer gemacht. Selbst wenn ein paar Autobahnschidchen wirklich Einfluss auf die Statistik gehabt hätten, ist die Geschichte so was von multikausal und überhaupt nicht messbar.

    Zum Thema Aufmerksamkeitsstark und Schockwirkung: Gähn.

  11. Patricia

    Mir ist die Kampagne aufgefallen, keine Frage. Allerdings hat mich ein Zeitungsartikel über die Länge von Bremswegen zum Ändern meiner Fahrweise gebracht. Manchmal können Zahlen mehr bewirken.

  12. Vroni

    Ach Gottchen, Frank Meier…

    Rasen allein ist es klar nicht. Aber es muss mords Spaß machen, wenn mal selternweise ne Frau postet, ihr gleich naiv! entgegenzuhämmern. Hach, passt das herrlich, ähm dämlich.

    Man kann auf der Straße natürlich mit allen möglichen Dingen zu Tode kommen, man kann vom Schuh fallen, man kann auch in den Suppenteller fallen und in dessen Huhnerbrühe ertrinken, man hatte das Handy am Ohr, suchte die Zigarette auf dem Autoboden, war nicht angeschnallt, billige Reifen gehabt, gesoffen dabei, alles möglich und in Kombination. Aber Rasen ist eben auch dabei. Und Raserunfälle sind dann eben gleich richtig dramatisch und schwere Unfälle mit mehreren Toten auf einen Schlag.

    Weißt du was, ich kann Raser und SUVs einfach nicht leiden, auch wenn es dir nicht gefällt. Ich kann auch die K(r)ampfradler nicht ausstehen, die schneller fahren als sie denken können und die in MUC auf der Leopoldstraße alles umnieten, was ihnen zu nahe an den hyperbreiten Lenker kommt.

    Es gibt eine andere These:
    Hohe Spritpreise, weniger Verkehrstote
    scienceblogs.de/medl...

    Auszug:

    ” Ihre Anzahl unter den Verkehrstoten sank im Untersuchungszeitraum um 24 Prozent.

    Und wer jetzt glaubt, dass Morrisey und Grabowski lediglich einen mediengerechten Schnellschuss vorgelegt haben, täuscht sich gewaltig.

    Die beiden Forscher untersuchen bereits seit Jahren den Zusammenhang zwischen Benzinpreisen (einer höheren Besteuerung) und Verkehrstoten. Dabei haben sie bereits 2005 gezeigt, dass sinkende Spritpreise einen gegenteiligen Effekt haben und die Anzahl der Verkehrstoten, sowie die Anzahl von alkoholisierten Jugendlichen am Steuer heraufsetzen.

    Wenn man die Daten übersetzt, heißt das also, dass ein hoher Spritpreis die jungen Leute zu einer folgenschweren Entscheidung zwingt:

    “Tanke ich jetzt mein Auto voll oder lass’ ich mich selber voll laufen? ”

    Auch nicht schlecht.

  13. Frank Meier

    @Vroni

    Ich wusste gar nicht, das zwischen Naivität und Weiblichkeit ein kausaler Zusammenhang besteht. Aber bezeichnend, wenn Sie es so sehen.

    Zitat: Rasen allein ist es klar nicht.
    Ich habe mir das mehrmals durchgelesen. Schön dass sich dieses Wissen so langsam durchsetzt, hat ja auch lange gedauert: siehe Bleifuß im Visier (Link oben) vom 25.03.2008

    Zitat: Aber Rasen ist eben auch dabei. Und Raserunfälle sind dann eben gleich richtig dramatisch und schwere Unfälle mit mehreren Toten auf einen Schlag.
    Richtig „Rasen“ ist dabei. Dass es dabei unter anderen auch „richtig dramatische und schwere Unfälle“ gibt, ohne Frage. Das ist jedoch nur eine Seite der Medaille, nämlich die der multimedial anerzogenen Weltsicht. Nur um ein Beispiel zu nennen. Die letzten 10 LKW-Unfälle auf der A2 (im übrigen die meist befahrene Autobahn Deutschlands) waren so „richtig dramatische und schwere Unfälle“, nur leider ohne viel Raserei. In den meisten Fällen zu wenig Abstand und oder Übermüdung. Also Vorsicht, wenn nicht Weisheit, sondern Weltsicht zum Tragen kommt.

    Zitat: ich kann Raser und SUVs einfach nicht leiden
    Und? Wer verlangt das? BTW: die meisten SUV werden von Frauen bewegt. Frage: Wenn wir Naivität schon kausal in die weibliche Ecke stellen, ist dass dann hier Stutenbeißen?

    Zitat: Es gibt eine andere These: Hohe Spritpreise, weniger Verkehrstote
    Wir wollen mal kurz auseinander halten: Eine Argumentation im Bereich der Wissenschaft und eine Argumentation im Bereich der Rhetorik sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Im erst genannten Bereich geht es um die Wahrheit von Behauptungen, beim Zweit genannten um die Verbreitung von beliebigen Meinungen. Sie unterscheiden sich auch in der Wahl der eingesetzten Mittel. Bei der Rhetorik steht die Wiederholung derselben Aussage im Vordergrund, also das Mittel der Überredung, bei der Wissenschaft um beweisbare und nachvollziehbare Argumente. So dient z. B. ein Peer-Review erst einmal für eine Art Qualitätssicherung der betreffenden Aussagen und zum zweiten müssen die getroffenen Argumente und gezogenen Schlüsse bewiesen werden. Und so lange bleibt es eine These. Und nur eine These.

    Was die Aussage dieser These angeht, so erscheint es mir, wird sie über kurz oder lang keinen darüber hinaus gehenden Bestand/Bedeutung haben. Allein beim bloßen Überschlagen der dargereichten Daten, graut es mir. Demnach sollen 0,22 US-Cent pro Gallone weniger, zwischen 2006 und 2009 10.000 Menschenleben gerettet haben. Macht pro Jahr ca. 3333 Tote weniger, bei einer durchschnittlichen Anzahl von Todesopfern in den USA von ca. 50.000. Das sind etwas mehr als 6 Prozent. Verglichen mit Deutschland, sind das bei einer Jahreszahl von 5170 Toten pro Jahr und 6 Prozent ca. 310 Todesopfer. Die ja, wie wir ja nun wissen, allein schon durch die „Todesschilder“ an den Autobahnen gerettet worden sind, mehr noch, wir haben sogar mehr als 6 Prozent gerettet, nämlich rein rechnerisch über 9 Prozent.
    Wenn man nun auch noch die zunehmende Fahrzeugdichte seit den Beginn derer Aufzeichnungen und die abnehmenden Unfallzahlen, sowie deren sinkenden Zahlen der Verkehrstoten und Verletzten in die Berechnung einfließen lässt, handelt es sich hier um nicht beweisbare, kausal nicht zusammenhängende und im allgemeinen statistischen Rauschen untergehende Zahlendreherei.

    Mir dünkt es, hier wird wieder viel Polemik mit pseudowissenschaftlicher Tarnung an der Aufrechterhaltung bestehender Weltsichten geschraubt. Schade in dem Zusammenhang die immer wieder auftretende Wiederkäuung ohne dass deren Wahrheitsgehalt in irgendeiner Weise signifikant erhöht wird.

    Und ums zu beweisen. Holen Sie sich die Zahlen von statistischen Bundesamt. Rechnen Sie nach. Machen Sie Charts, Tabellen. Vergleichen Sie.

  14. Vroni

    Warum sollte ich mir jetzt diese Arbeit machen.
    Dafür bin ich viel zu faul.

    Statistiken vom Bundesamt sind auch nicht besser, jeder kann damit hervorragend die Rückschlüsse und Apfel-Birnen-Vergleiche machen, die ihm nach wie vor belieben.

    Jeder wird für sich selbst immer die Beweislücken finden, die Ausreden erfinden, die er braucht, um weiter rasen, Benzin verschwenden, sich nicht auf die Straße konzentrieren oder trinken zu können.

    Für mich ist jeder Tote weniger auf der Straße (und sonstwo) eine tolle Sache. Ich stelle ganz arg in Frage, ob das diese Werbeplakate angeblich geschafft haben. Und da sind wir uns doch einig. Ich mag diese Art social Advertisement zudem eh nicht.
    Alles andere ist Statistik-Rabulistery und Zerreden.

    Schönes WE und schöne Beschäftigung mit den Bundesstats.
    Dann ist wenigstens einer wech von der Straße^^ (vielleicht hilft das sogar besser als Plakate am Autobahnrand…).
    *duck*

  15. Frank Meier

    @ Vroni

    Es stimmt, wer dazu zu faul ist, der ist dazu verdammt, das nachzuplappern was andere Vorgeben.

    … jeder Tote weniger …
    BTW: Es wird niemals eine Situation eintreten in der es keine Toten oder Verletzte geben wird. Rein philosophisch, also gar nicht mal vom praktischen her gesehen, stelle ich mir das zudem, auch arg bedenklich vor. Wenn Sie kurzerhand erkennen wollten, das eine immer weitere Verringerung der Anzahl der Todesopfer ab einen bestimmten Punkt kontraproduktiv werden wird, werden Sie vielleicht eine Ahnung davon erhalten, dass der Tod zum Leben gehört. Er lässt sich nicht verhindern.

    Deutschland
    Einwohner im Jahr 2008: 82.002.356 Menschen
    Tote im Jahr 2008: 844.000 Menschen = 1,02 Prozent der Einwohner
    Geburten im Jahr 2008: 675.000 = 0,82 Prozent der Einwohner
    Anzahl der Toten im Straßenverkehr: 5.170 = 0.006 Prozent der Einwohner

    Wenn man 1,02 und 0,82 zu Rate nimmt, kann man nicht davon sprechen, das hier in Deutschland, der Tod leibhaftig durchgreifen würde. Die runden 1 Prozent auf der einen wie auch auf der anderen Seite gleichen sich ja nahezu aus.

    Wie groß ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit bei 0.006 Prozent selbst durch einen Tod im Straßenverkehr betroffen zu werden?

    Also die Aussage, für mich ist jeder Tote weniger auf der Straße (und sonstwo) eine tolle Sache, ein typisch polemisches Wunschkonzert.

    Ebenfalls ein schönes WE.

  16. Vroni

    @
    Meier

    Ich plapper überhaupt nichts nach. Vorsicht.
    Im Gegenteil: Ihnen ist mein ironische Einschlag vermutlich entgangen. Nun, kommt vor.

    Es geht mir darum:
    Zahlenwerke sind das eine
    Ihre Interpretation ist das andere: Gummi.

    Ich habe auch nicht behauptet, dass der leibhaftige Tod um sich greife. Wo steht das. Stroh-Argument*.

    Daher bin ich schlau genug (wer faul ist, ist schlau), mir nicht unnötige WE-Arbeit aufzuhalten und mich im “social” Web mit Beckmessern, Rabulistierern und rechtwinklingen Statistik-Geeks mühsam auseinanderzusetzen.

    “Polemisches Wunschkonzert” ist natürlich auch ein netter Fehde-Handschuh, den man dem entgegenwerfen kann, dem man aus kampf-rhetorischen Gründen eh im Ponyhof verortet, ja aus Selbstschutzgründen und aus Gründen des Gewinnen-Müssens verorten muss.

    Siehe
    de.wikipedia.org/wik...

    *(Die 38 Kunstgriffe der Eristischen Dialektik nach Schopenhauer.
    Die Behauptung des Gegners muss erweitert, verallgemeinert und verunglimpft werden.)

    Grüße an den Kampf-Rhetoriker relax!

    Relax

  17. Frank Meier

    @Vroni
    Wenn ich einmal rekapituliere dürfte:

    Sie äußern Sie sich in der Art; das Sie alle SUV und ähnliche Geschosse nicht mögen, Sie die Freiheit der persönlichen Entscheidung anderer sowieso als nicht erstrebenswert erachten und es wäre Ihrer Sicht nach, alleinig Effektiv zur Vermeidung von Todesopfern eine generelle Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit vorzuziehen.

    Am letzt genannten Punkt hätten Sie vielleicht mit Fakten aufwarten können, die Ihre Annahme untermauern. Da kam aber von Ihnen nichts. Einzig und allein, eine haarsträubende These über Wechselwirkung zwischen Benzin-Preis und Todesopfern, die derart schnell und mit einfachsten Mitteln als haltlos dargestellt werden kann.

    Jede weitere Darreichung zu einer Diskussion haben Sie, mit Bemerkungen wie … bin zu faul…, Apfel-Birnen-Vergleiche … oder mit dem Argument … nicht hauen ich bin ne Frau … in den Wind geschlagen.

    Mir nun den Vorwurf zu machen, ich wäre anmaßend und das auch noch, weil ich argumentativ unterlegen wäre … oh ha …

    Gute Frau, warum haben Sie überhaupt irgendetwas etwas geschrieben? Einfach mal geistigen Dünnschiss absondern?

    Wenn Sie nicht möchten, das Ihnen Ihre Worte um die Ohren gehauen werden, verzichten Sie entweder aufs schreiben oder legen sich ein paar stimmige Argument parat, die es lohnen .

    Mit folgenden Zitat (auch wenn es mittlerweile abgenudelt ist) will ich mal beenden, was sinnlos war anzufangen:
    Dieter Nuhr: „Ich glaube, das ist damals [nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland] falsch verstanden worden mit der Demokratie: Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht. ‘s wär ganz wichtig, dass sich das mal rumspricht. Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“

  18. ramses101

    Von “Rasen allein ist es klar nicht.” zu “… es wäre Ihrer Sicht nach, alleinig Effektiv …”

    Herr Meier, Sie sehen das wirklich nicht, oder?

    @Vroni: Herr Meier liest anders als andere. Er setzt sich die einzelnen Wörter die er gebrauchen kann neu zusammen und macht sich dann lustig über den Blödsinn, den er sich selber so zusammengereimt hat hat. Das ist bei ihm nichts neues :-)

  19. Frank Meier

    @ramses101
    Dann klären Sie mich bitte ein mal darüber auf, was ich zu sehen nicht im Stande bin.

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