13:38 Uhr
Social Commerce mit Jette bei eBay?
Ebay und Amazon sind die Vorzeige-Unternehmen, wenn es um den Online-(Einzel-)Handel im Web geht. Ursprünglich hatte Ebay zwar eher den “Gebrauchtwaren-Handel” im Fokus und für viele Menschen steht Ebay auch heute noch für den “digitalen Auktionsflohmarkt”, aber schon länger bildet Ebay als Plattform alle Möglichkeiten des klassischen Online-Handels ab, gewerbliche Anbieter von Neuwaren inkl. Festpreisen eingeschlossen. Der wesentliche Unterschied zwischen Amazon und Ebay bleibt aber nach wie vor, dass Ebay selbst keine eigene Handelsware anbietet und ausliefert sondern im Schwerpunkt eine technische Plattform zur Abwicklung des Handels bereitstellt und aus den Umsätzen eine Gebühr erhält.
Die dynamische Entwicklung des Social Web (formerly known als Web 2.0) hat ebenfalls Einfluss auf die weltweit größten E-Commerce Plattformen genommen. Unter dem Schlagwort Social Commerce sollten zukünftig die Menschen und Communities im Mittelpunkt einer Handelsplattform stehen, die dann (im besten Fall) von den Empfehlungsmechanismen der Nutzer belebt wird. Amazon ist mit seiner seit Jahren aktiven Community im Prinzip schon länger in diesem Feld unterwegs; Rezensionen, User-Bewertungen und Communities gibt es jedenfalls schon seit Jahren. Obwohl Amazon selbst nicht unbedingt damit wirbt, die größte Social Commerce Community zu haben, dürfte es aber trotzdem eine Tatsache sein. Amazon punktet dazu mit einem klaren System eigener Handelsprodukte inkl. Gewährleistung, Versand und Abrechnung.
Das Image von eBay ist geprägt vom ursprünglich privaten Auktions-Charakter. “3, 2, 1. meins” ist eben fest in den Köpfen der Verbraucher verankert. Wie auf einem Flohmarkt lebt der alte Charme von eBay von einem etwas “ramschigem” aber durch die privaten Anbieter sympathisch dargebotenen Warenmix gepaart mit dem immer präsenten Gefühl, ein außerordentliches Schnäppchen aus den Kellern der Republik machen zu können.
Neue Wachstumsfelder konnte eBay bisher nie so wirksam ausbauen, wie es der Wettbewerber Nr. 1 Amazon verstand, weil der Markenkern von eBay eben ganz andere Voraussetzungen mitbringt. Was kann eBay also tun, um sich sauber vom Wettbewerb abzugrenzen und sein Markenprofil zu stärken?!
Für Antworten auf diese Fragen ist in Deutschland u.a. die “achtung! Kommunikationsagentur” zuständig, die mir auch persönlich bekannt ist durch z.B. die Mitarbeiter Bastian Scherbeck oder -ganz frisch- den “Haltungsturner” Wolfgang Lüneburger-Reidenbach.
Im Frühjahr dieses Jahres diskutierten wir u.a. mit Bastian auf der mbc09 über die Chancen und Einsatzgebiete, die sich mit Twitter für Ebay öffnen könnten. Eine Fortsetzung der durch “achtung!” betreuten Social Media Aktivitäten ist das Blog “Dealhunter“, betreut durch “Jette”, ebenfalls Mitarbeiterin der Agentur.
Das übergeordnete Ziel scheint es bei Ebay zu sein, ein umfangreiches “Community-System” um das Angebot herum zu entwickeln. Ganz dem Prinzip des “Social Commerce” folgend, sollen also die Bindungs- und Empfehlungskräfte der vielen Ebay-Nutzer verstärkt werden.
Kehrt Ebay demnach zu den Wurzeln zurück, die einst die Quelle des Erfolges waren? Dreht Ebay den Spieß jetzt um, indem sie zunehmend die Nutzer inkl. ihrer Angebote in den Mittelpunkt stellen? Wenn dieses der Weg ist, dann sollte Ebay einmal darüber nachdenken, nicht nur die Deals mittels Dealhunter in das Zentrum eines Blogs zu stellen sondern ggf. auch die eigenen Community-Mitglieder, die das Empfehlungsmarketing vermutlich wirksamer auslösen können als Jette alleine. Oder kommt das noch?
Ein Kommentar
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
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Am 5. Oktober 2009 um 17:31 Uhr
Hallo,
da Jette gerade im Urlaub ist und ich als ihre Urlaubsvertretung die Stellung halte: Stimmt, wir starten gerade mit der aktiven Kommunikation der Deals von uns aus und nicht mit einer Plattform, die auf einer Community basiert. Das ist aber ja auf alle Fälle schon mal ein erster Schritt für Austausch mit anderen – sei es über den Blog, Twitter oder Facebook. Und: Es ist eben wirklich ein Start – da gibt es in Zukunft sicher auch noch andere spannende Möglichkeiten. :-) Wir halten euch auf alle Fälle auf dem Laufenden!
Viele Grüße, Marita (in Vertretung von Jette)