08:54 Uhr
Dänin sucht Vater – Viral Danish Dynamite
Wenn aus einem One Night Stand ein Kind entsteht, dann lässt sich meistens daraus schließen, dass kein Kondom benutzt wurde. So muss es im übertragenden Sinne wohl auch bei der Werbeagentur Grey zugegangen sein, als man sich einen Viralclip für Dänemarks offizielle Tourismuszentrale “Visit Denmark” überlegt hatte. Der virale Schnellschuss wurde wohl ziemlich kopflos veröffentlicht und jetzt hat man den PR-Salat. Worum geht´s? In einem Youtube-Video sucht eine protypische smarte Dänin den Vater ihres Kleinkindes. Weder Nationalität noch Name sei ihr bekannt, wohl aber, dass aus eben diesem One Night Stand das in ihren Händen liegende Baby mit Namen “August!”enstanden war, weil sie zwischenzeitlich keinen Sex mehr hatte.
Das Video, welches im Stil eines privaten Home-Clips produziert wurde, nennt Ross und Reiter nicht, sondern lässt die Zuschauer zunächst glauben, dass das Video “echt” sei. So nahmen Hundertausende von Zuschauern an ihrem “Schicksal” in gutem Glauben teil, andere produzierten Video-Antworten und Spoofs.
Nachdem bekannt wurde, dass die ganze Geschichte ein werblicher viraler Fake ist, nahmen die unangenehmen Folgen dieses Clips ihren Lauf und die Tourismuszentrale das Video aus dem Netz. Entschuldigung inklusive. Zu spät.
Die grundsätzliche Mechanik des Virals dagegen ist durchaus bekannt. Grey versuchte sich in diesem Video an dem Trigger “Mystizismus vs. Aufklärung“, also einem Prizip, bei dem zumindest offen sein sollte, ob das Video tatsächlich echt sei. Das Problem: Die Story war ein wenig zu wahrscheinlich ;-).
3 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 18. September 2009 um 03:48 Uhr
Das Video hätte meiner Ansicht nach auch mit einem (den Film kontrastierenden) Claim und Logo am Ende noch viral funktioniert, und die Enttäuschung hätte nicht so lange auf sich warten lassen, daß sich Ärger aufbaut.
Also sowas wie “Yes, we got the prettiest girls. But we got much more to see.”, “We don’t just want an email. Come visit us in Denmark.” oder “Next time, take your souvenirs back home.”
Ich glaube, der Gesprächsstoff wäre genauso da gewesen.
Am 18. September 2009 um 06:56 Uhr
Oder auch “Danmark has outstanding actors. But we have much more to discover.”
Am 19. September 2009 um 22:10 Uhr
[...] kann ein bisschen Werbung in eigener Sache gut gebrauchen. Aber jetzt: das ach so kleine Dänemark! Kommt daher mit einer Suchanzeige im [...]