14.09.09
17:15 Uhr

Dies ist keine Parteienwerbung: RetteDeineFreiheit.de

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RetteDeineFreiheit.de

Passend zum Thema Zensur ein absolut erstklassiger Spot des von Alexander „DuBistTerrorist.de“ Lehmann ins Leben gerufenen „RetteDeineFreiheit“-Projekts. Erläuterungen und weitere Formate gibt es auf der dazugehörigen Website. Deren schwarzumrandete Schlichtheit dem Thema gegenüber genial angemessen ist.

Keine Parteienwerbung, das ist klar. Auch keine Wahlwerbung — aber über Bande irgendwie doch schon. Ist aber gut so.

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12 Kommentare

  1. chem

    ist so wirklich gut und leider auch notwendig.

  2. Thor

    Wow! Inhaltlich nicht viel neues. Aber sehr, sehr ansprechend umgesetzt. Passend dazu auch die nicht mehr ganz so neue (und leider doch aktuelle) Flashanimation „Ein Tag im Leben von Paul“:
    panopti.com.onreact....

  3. MaHo

    Warum spricht hier eigentlich keiner von der SPD? Zu der großen Koalition gehören in diesem Fall zwei Parteien. Dies sieht man auch deutlich beim Abstimmungsverhalten der beiden großen Volksparteien am Ende des Videos – welches ich inhaltlich zum großen Teil für richtig erachte. Doch schlechte Stimmung wird nur gegen die CDU betrieben – war es nicht SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz der sich eine Ausweitung der Netzsperren vorstellen kann (welt.de/politik/arti...)?
    Soviel zur Überschrift „Dies ist keine Parteienwerbung“!

  4. weiterdenken

    Was hat Internet mit Meinungsfreiheit zu tun? Kann man das bei Amazon kaufen? Und wo bleibt die Menschenwürde in Pornos?

    Die Fragen sind ernst gemeint. Gab es nicht vor dem Internetzeitalter (ja, erinnert euch bitte, so lange ists noch nicht her) genug Möglichkeiten zur Meinungsäußerung – waren diese dem Internet nicht sogar überlegen, weil man damals wirklich zu seiner Meinung stehen musste, Risiken auf sich nahm, um sich öffentlich zu bekennen? Unter dem Aspekt empfinde ich die „Zensur“bestrebungen sogar als Fortschritt, weil sie Menschen wieder klar macht, was es heißt, eine Meinung zu haben und diese zu vertreten.

    Vielleicht bringt es die Menschen endlich zu Aufständen und zivilem Ungehorsam, Generalstreiks und Protesten. Vielleicht hilft es dabei, die Parteiendiktatur endlich zu beseitigen und eine direkte Demokratie mit genügend Volksentscheiden für eure Meinung einzuführen. Wäre das nicht sinnvoller als ständig nur neue Videos gegen gefallene Entscheidungen zu produzieren, zu verbreiten und zu kommentieren?

    Doch ich bezweifle, dass daran Interesse besteht, denn die vermeintlich politischen Diskussionen um die „Freiheit“ begannen ja erst ihre Kreise zu ziehen, als das heilige Gut der Spaßgesellschaft, das Internet, angegriffen wurde – und führte nur dazu, dass die Spaß-Piraten Wähler um sich scharen. Die Aufmerksamkeit und Unterstützung hätten sich die Menschen (darunter ich), die schon frühzeitig gegen Vorratsdatenspeicherung, RFID-Überwachung, etc. protestiert haben, gewünscht. Das Thema Kinderpornographie immer wieder als Aufhänger zu nehmen, hat einen sehr bitteren Beigeschmack – auf beiden Seiten. Vor allem, da Teile der Freiheitskämpfer (sprich die Piraten) sogar „Menschen“ wie Tauss herzlich in ihre Reihen aufnehmen. Die „Wahlempfehlungen“ am Ende des Videos tun ihr Übriges. Eine Wahlentscheidung davon abhängig zu machen, welche Partei eventuell gegen Internetsperren ist, zeigt, welchen geistig beschränkten Zustand diese Anti-Zensur-Aktion angenommen hat. Was ist zur gleichen Zeit mit der Ausspionierung aller Daten durch die Unternehmen, bei denen wir im Internet oder per Mobilfunk so gern zu Gast sind? Kein Problem? Da bekommen wir im besten Fall Rabatt dafür?

    Doch abseits davon denke ich, ist es Zeit umzudenken, vor allem für uns Internetuser. Das Internet war etwas Neues, Regeln schwer zu definieren, ein großes Experimentierfeld. Immer noch und immer wieder gibt man sich diesem oder jenem schwachsinnigen Hype hin (bspw. Twitter). Bisher habe ich noch kein Argument gehört, warum im Internet nicht die selben Gesetze gelten sollten, wie im „realen Leben“ (da war ja noch was!). Ich habe MP3s illegal gezogen, empfinde es aber nicht mehr als korrekt den Künstlern gegenüber. Privatkopien im Freundeskreis haben eine andere Qualität (sprich Erreichbarkeit) als das www – das sollte jeder zugeben können. Und warum schreibe ich hier eigentlich meine Meinung anonym? Das liegt unter anderem darin begründet, dass wahre Hasskampagnen gegen Menschen gefahren werden, die das Internet nicht als rechtsfreien Raum sehen oder sonstige „unpopuläre“ Meinungen vertreten. Es ist schade, dass „Meinungsfreiheit“ eher dazu genutzt wird, die Meinungsfreiheit anderer Menschen lächerlich zu machen. Und dass das Wort „Freiheit“ mittlerweile nur für die Legalisierung krimineller Handlungen genutzt wird. Mittlerweile bin ich sogar der Meinung, das Internet ganz abzuschaffen – es hat die Menschen nicht sozialer, nicht intelligenter gemacht, sondern nur ihre Bequemlichkeit, Oberflächlichkeit und andere hässliche Seiten gefördert. Sieht das jemand anders? Ernsthaft? Ich sage das als Mensch, der das Internet jeden Tag exzessiv nutzt, beruflich und privat, sogar meine Lebenspartnerin lernte ich über das Internet kennen. Trotzdem sage ich: Das Internet ist eine große Ablenkung, eine große Wannabe-Blase. Wenn einem die Recherche nach Informationen oder Produkten, die man am Ende auch im Netz vergeblich sucht, nicht gerade Zeit und Nerven raubt, dann sind es die vielen Verpflichtungen in „sozialen Netzwerken“. In der gleichen Zeit hätte ein Ausflug mit Freunden zumindest positivere Auswirkungen auf den Körper gehabt und wahrscheinlich auch auf die Seele.

    Nicht nur gesellschaftlich wirkt sich das Internet also negativ aus, sondern auch wirtschaftlich. Für Inhalte möchte keiner zahlen und die werbenden Unternehmen betrachten das Internet eh als große Sparmaßnahme.

    Während um uns herum Wirtschaft, Demokratie und Gesellschaft den Bach runtergehen, was macht da nun die Internetgemeinde? Ach ja, die hat ja noch ihre hübsch aufgemachten Selbstbeweihräuchungs-Videos, Schwulen-, Lesben- und Kinderpornos. Gott sei Dank!

    ….weiterdenken

  5. MaHo

    @J. Martin Ich bin finde, dass während des gesamten Clips ein gewisses Anti-CDU-Grundrauschen existiert. Nur ein Beispiel ist die Stelle, welche sagt: „aus diesem Drund lassen wir auch keine versierten Internetnurtze in unsere Partei; CDUugle –> o Treffer“. Will meinen, die CDU wird als Hauptakteur dargestellt (da hilft auch das Diagramm am Ende des Clips nicht wirklich). Und dies ist einfach nicht der Fall. Zwar stellte Frau von der Leyen diesen Quatsch vor, nur war die SPD enorm verärgert darüber, dass keiner Ihrer glorreichen Politiker mit der Partie war – die ja ein Erfolg werden sollte. Nach meinem Empfinden, ist dies eine recht einseitige Abrechnung mit lediglich einer Partei der Regierung, die diesen Unsinn beschlossen hat.

    Die Argumentation soll jedoch keine „pro Zensur Einsteillung“ einnehmen. Im Gegenteil ich bin besorgt über die Entwicklung der letzten Monate, nur bitte ich um Gleichehandlung aller involvierten Parteien, positiv wie negativ.

  6. MaHo

    @ j.Martin
    Das mag sein, doch spricht der Aufruf nach all den Aufzählungen (bspw. Militär im Inneren und Überwachungskameras; bei Min. 4:22) „… also wähle CDU und RetteDeineFreiheit.de!“ eine recht deutliche Sprache. Nur wie Du schon richtig anmerkst, liegt dies immer im Auge/Ohr/Impliziten des Betrachters.
    Nichtsdestotrotz ein gut gemachter Clip!

  7. J. Martin

    @MaHo Die Überschrift greift den Disclaimer am Ende des Clips auf und ist somit ein Zitat. Sagst Du uns auch noch kurz mit einer ungefähren Zeitangabe, welche Passage in dem Clip Dich besonders gestört hat, weil sie speziell nur die CDU und nicht die Große Koalition auf Korn nimmt? Das wäre hilfreich.

  8. J. Martin

    @MaHo Ah, okay, danke. Ich persönlich nehme dieses „Grundrauschen“ so nicht wahr und empfinde die Diagramme am Schluß auch als wesentlich gewichtiger angelegt als diesen CDuugle-Seitenhieb. (Den ich, im Gegensatz zu den Diagrammen, trotz mehrfachen Sehens auch total vergessen hatte.) Dafür gibt es kein Pendant in Richtung SPD im Clip, das ist wahr, aber ich glaube nicht, daß der Spot deswegen explizit in Richtung CDU-Bashing krängt. Implizit mag das vielleicht anders sein, abhängig davon, ob das von Dir empfundene „Grundrauschen“ wahrgenommen wird.

  9. J. Martin

    @MaHo Ja, absolut. Aber so allmählich hast Du mich auch überzeugt, daß die SPD tatsächlich unterrepräsentiert ist :-)

  10. Axel

    @weiterdenken: In dem Moment, in dem du einem Menschen mittels Anführungszeichen versuchst, die Menschlichkeit zu nehmen, in diesem Moment möchte ich mit deiner Freiheit nichts mehr zu tun haben.

  11. J. Martin

    @Axel Gut beobachtet.

  12. Ralf Zmölnig

    Wow, fidne ich wirklich phantastisch und sehr kurzweilig und intelligent umgesetzt, Respekt!

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