04.09.09
03:37 Uhr
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World AIDS Day 2009: Mass Murderer
World AIDS Day 2009: Mass Murderer — Achtung: NSFW
Ein dazu passender Radiospot:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Zu der Kampagne gehören außerdem eine Website, mehrere Printmotive und weitere Kommunikationsmittel.
Ich stelle das ohne Vorgabe einfach nur in den Raum und beteilige mich dann an der Diskussion in den Kommentaren (die gerne hart, aber bitte gesittet ausfallen darf). Der Spot stammt von der Hamburger Agentur das comitee für den Berliner Regenbogen e.V.
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21 Kommentare
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- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...

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Am 4. September 2009 um 06:07 Uhr
Hach, immer der Adolf in der Werbung…
youtube.com/watch?v=...
Am 4. September 2009 um 08:18 Uhr
DAS HAT DEUTSCHLAND und die Welt gebraucht, genau so muss es sein. die englsiche Doamin ist weltweit schon bekannter als die deutsche, echt klaase Kampagne:-)
aids-is-a-mass-murde...
Am 4. September 2009 um 10:03 Uhr
Sagen wir so: er ist längst zum Synonym geworden, das wird sich auch nicht mehr ändern. Aber bei jedem Schritt hin zum Symbol, steht er auch immer weniger für Deutschland.
Abgesehen davon: Klasse Spot!
Am 4. September 2009 um 10:45 Uhr
Ich reagier da jetzt keineswegs panisch drauf, aber ich mag die Mechanik nicht, die solche Spots auslösen. Kommt mir halt immer sehr kalkuliert vor, da finde ich diesen beklemmender. Nicht immer erzielt der Dampfhammer die größere Wirkung.
Am 4. September 2009 um 11:00 Uhr
[...] auf Werbeblogger.de. Link zur Kampagne (mit interessanten Printmotiven): AIDS ist ein [...]
Am 4. September 2009 um 11:06 Uhr
Hm, ob der Spot im Englischsprachigen Raum (zumindest Grossbritannien) so toll funktionieren wird?
So wegen “Hitler only had one ball” und so. Meinjanur.
Am 4. September 2009 um 11:19 Uhr
Was die Medizin für HIV verzweifelt sucht, hat die Werbebranche für plumpe Auftritte schon längst gefunden: ein Patentrezept. Man nehme eine Handvoll Diktatoren, vermische diese mit einer möglichst reißerischen Tonalität und fertig ist die sensationsgeile, unsensible, unkreative Pampe.
Am 4. September 2009 um 12:22 Uhr
Die Kampagne schießt über das Ziel hinaus. Aids ist ein wichtiges Thema und muß dementsprechend aggressiv angegangen werden. Diese Kampagne aber stigmatisiert an HIV erkrankte Menschen – mich würde interessieren was ein Erkrankter davon hält, als psychopathischer Massenmörder dargestellt zu werden…
Am 4. September 2009 um 13:58 Uhr
Was Sabine schreibt ist so peinlich und gutmenschenhaft.
Es geht doch um ungeschützten Sex, bei dem ‘Mensch’ keine Verantwortung übernimmt und damit kaltblütig mit dem Leben spielt.
Der Gutmensch ansich nutzt das dann gerne, um noch mehr Pathos (dieser griechische Käse) rauszuhauen, z.B. durch Mitleidsgeheuchel gegenüber den Opfern (denen dadurch auch nicht geholfen wird.)
Nach dieser ziemlich ärmlichen Logik könnte man ja auch keine Kampagne gegen Nazis mit Hitler fahren, da man die Opfer stigamtisieren würde. Sowas ist echt Quatsch.
Mich würde interessieren, was jemand davon hält, der dank dieser aufrüttelnden Erinnerung beim nächsten OneNightStand ein Kondom benutzt.
Geht einfach weiter Kerzen anzünden gegen AIDS, Nazis, Bänker, und Flutopfer; hauptsache man glaubt man selbst wäre gut.
Am 4. September 2009 um 13:59 Uhr
Ich stimme Sabine zu; das war auch eine meiner eigenen ersten Reaktionen, daß die Kampagne an AIDS erkrankte Menschen stigmatisiert. Aber dann, vielleicht ist Stigmatisierung ja genau das, was gewollt ist, nur auf einer anderen Ebene: Daß nicht jeder AIDS-Kranke als psychopathischer Massenmörder stigmatisiert wird, sondern überhaupt jeder, der kein Kondom benutzt. Dazu würde es auch passen, daß die Massenmörder im Spot und in den Printmotiven ausschließlich Männer sind (wäre mit dieser Metapher allerdings anders auch schlecht möglich). Schließlich sind es die Männer, denen die Kondompflicht obliegt, ohne daß man oder frau sie erst darum bitten müssen sollte.
Zu meinen ersten Reaktionen gehörte auch, daß es in diesem Aids-Metaphern-Land nur heterosexuellen Sex gibt. Tatsächlich ließe diese Metapher auch gar nichts anderes zu, weil das Thema sonst durch andere Konnotationen wie die Verfolgung von Homosexuellen durch die Nazis zu stark überlagert worden wäre. Zwar hätte dies auch wieder gepaßt, aber auf eine völlig andere Weise, die keine „Personalisierung“ jedes Einzelnen zugelassen hätte, der kein Kondom benutzt, sondern AIDS als Krankheit selbst dämonisiert hätte.
Meine dritte eingängliche Reaktion war die von vielen hier, „oh please, nicht schon wieder Hitler in der Werbung …“, und es geht doch auch wirklich anders, wie in dem Spot, zu dem nilsn weiter oben verlinkt. Aber heute, bei Licht betrachtet, bin ich mir nicht mehr hundertprozentig sicher, ob der Spot unter „Werbung mit Hitler“ fällt oder nicht einfach nur sein Thema legitim bis zu diesem maximalen Punkt eskaliert. In diesem Fall diente Hitler nicht als illustrierende Werbebotschaft, sondern als integraler Bestandteil der eigenen Überzeugung und der Botschaft.
Ich bin gespannt, wie ihr das seht. Ich bin, das ist wohl klar, auch nicht völlig sicher, ob ich selbst das so sehe.
Am 4. September 2009 um 14:08 Uhr
@Christian Persönliche Beleidigungen sind nicht das, was ich unter einer harten, aber gesitteten Diskussion verstehe.
Am 4. September 2009 um 15:39 Uhr
Plattes Wortspiel, peinliche Scheiße. Die Diktatoren Nummer ödet doch nur noch an.
Am 5. September 2009 um 16:47 Uhr
Adolf und Aids passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Aids gab es zu Hitlers Zeiten nicht, und geliebt hat der nur seinen Hund!
Werbetechnisch ein Griff ins Klo.
Am 5. September 2009 um 17:37 Uhr
@Christian: Dieses reflexhafte Gutmensch-Geschrei finde ich viel peinlicher.
Am 5. September 2009 um 21:05 Uhr
Ich lach mich tot: Das Comitee mit einer weiteren(!) Hitler-Idee!!! Sonst habt ihr nichts drauf?!
Freunde, jetzt mal ehrlich, das kann doch nicht euer Ernst sein. Dazu kommt, dass die Anzeigen extrem mies gephotoshopt sind (mindestens die Saddam-Anzeige gehört handwerklich auf Photoshop-Disasters), und der TV-Spot kommt am Ende rüber, wie wenn Switch den Stromberg-Hitler macht.
Und wo bleibt die No Angels-Anzeige?
Am 5. September 2009 um 21:10 Uhr
Und was soll die Kampagne eigentlich aussagen? Aids ist gefährlich? Aids-Infizierte sind im Grunde Massenmörer (irgendwie)? Hitler war ein guter Liebhaber?
Nein.
Diese Kampagne hilft niemandem. Außer eventuell ein paar alternden Werbern zu Auszeichnungen im Ausland.
Am 6. September 2009 um 14:32 Uhr
Vielen Betroffenen-Organisationen scheint der Tobak definitiv zu hart:
telegraph.co.uk/news...
Am 8. September 2009 um 22:00 Uhr
ich finde, dass das video sein ziel verfehlt. im grunde hat es null aussage und schreit förmlich danach infizierte menschen zu diskriminieren (sie wissen nicht unbedingt, dass sie an aids erkrankt sind). ich finde die gesellschaft sollte offener mit aids umgehen und menschen nicht als massenmörder und psychopathische diktatoren darstellen.
Am 9. September 2009 um 10:21 Uhr
[...] den Diskussionsbeiträgen zu diesem Spot im ursprünglichen Eintrag überwog die Ablehnung. Zwei Beispiele: nilsn [...]
Am 9. September 2009 um 13:35 Uhr
Nicht nur das es HIV Betroffene diskriminiert ! Es verfehlt jegliche Wirkung in der Aussage, da bin ich bei Jeff.
Das es Hitler dem Comitee angetan haben muss sieht man schon an Herrn Weishäupls “Fotokunst” max.de/lifestyle/ges...
Macht den Laden zu ! Die Klagewelle aus den USA und dem Ausland ist im anrollen…. Ob die Photographierten einer Zweitverwertung in der AIDS Kampagne zugestimmt habe bezweifele ich.
Am 11. September 2009 um 00:04 Uhr
Die Krankheit wird mit hitler gleichgesetzt nicht der erkrankte.