04.09.09
03:37 Uhr

World AIDS Day 2009: Mass Murderer

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World AIDS Day 2009: Mass Murderer — Achtung: NSFW

Ein dazu passender Radiospot:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Zu der Kampagne gehören außerdem eine Website, mehrere Printmotive und weitere Kommunikationsmittel.

Ich stelle das ohne Vorgabe einfach nur in den Raum und beteilige mich dann an der Diskussion in den Kommentaren (die gerne hart, aber bitte gesittet ausfallen darf). Der Spot stammt von der Hamburger Agentur das comitee für den Berliner Regenbogen e.V.

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21 Kommentare

  1. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Hach, immer der Adolf in der Werbung…
    youtube.com/watch?v=...

  2. Karin

    DAS HAT DEUTSCHLAND und die Welt gebraucht, genau so muss es sein. die englsiche Doamin ist weltweit schon bekannter als die deutsche, echt klaase Kampagne:-)
    aids-is-a-mass-murde...

  3. Michael

    Sagen wir so: er ist längst zum Synonym geworden, das wird sich auch nicht mehr ändern. Aber bei jedem Schritt hin zum Symbol, steht er auch immer weniger für Deutschland.
    Abgesehen davon: Klasse Spot!

  4. nilsn

    Ich reagier da jetzt keineswegs panisch drauf, aber ich mag die Mechanik nicht, die solche Spots auslösen. Kommt mir halt immer sehr kalkuliert vor, da finde ich diesen beklemmender. Nicht immer erzielt der Dampfhammer die größere Wirkung.

  5. WORLD AIDS DAY | DMN LGSH

    […] auf Werbeblogger.de. Link zur Kampagne (mit interessanten Printmotiven): AIDS ist ein […]

  6. Armin

    Hm, ob der Spot im Englischsprachigen Raum (zumindest Grossbritannien) so toll funktionieren wird?

    So wegen „Hitler only had one ball“ und so. Meinjanur.

  7. Banause

    Was die Medizin für HIV verzweifelt sucht, hat die Werbebranche für plumpe Auftritte schon längst gefunden: ein Patentrezept. Man nehme eine Handvoll Diktatoren, vermische diese mit einer möglichst reißerischen Tonalität und fertig ist die sensationsgeile, unsensible, unkreative Pampe.

  8. Sabine

    Die Kampagne schießt über das Ziel hinaus. Aids ist ein wichtiges Thema und muß dementsprechend aggressiv angegangen werden. Diese Kampagne aber stigmatisiert an HIV erkrankte Menschen – mich würde interessieren was ein Erkrankter davon hält, als psychopathischer Massenmörder dargestellt zu werden…

  9. Christian

    Was Sabine schreibt ist so peinlich und gutmenschenhaft.
    Es geht doch um ungeschützten Sex, bei dem ‚Mensch‘ keine Verantwortung übernimmt und damit kaltblütig mit dem Leben spielt.

    Der Gutmensch ansich nutzt das dann gerne, um noch mehr Pathos (dieser griechische Käse) rauszuhauen, z.B. durch Mitleidsgeheuchel gegenüber den Opfern (denen dadurch auch nicht geholfen wird.)
    Nach dieser ziemlich ärmlichen Logik könnte man ja auch keine Kampagne gegen Nazis mit Hitler fahren, da man die Opfer stigamtisieren würde. Sowas ist echt Quatsch.
    Mich würde interessieren, was jemand davon hält, der dank dieser aufrüttelnden Erinnerung beim nächsten OneNightStand ein Kondom benutzt.

    Geht einfach weiter Kerzen anzünden gegen AIDS, Nazis, Bänker, und Flutopfer; hauptsache man glaubt man selbst wäre gut.

  10. J. Martin

    Ich stimme Sabine zu; das war auch eine meiner eigenen ersten Reaktionen, daß die Kampagne an AIDS erkrankte Menschen stigmatisiert. Aber dann, vielleicht ist Stigmatisierung ja genau das, was gewollt ist, nur auf einer anderen Ebene: Daß nicht jeder AIDS-Kranke als psychopathischer Massenmörder stigmatisiert wird, sondern überhaupt jeder, der kein Kondom benutzt. Dazu würde es auch passen, daß die Massenmörder im Spot und in den Printmotiven ausschließlich Männer sind (wäre mit dieser Metapher allerdings anders auch schlecht möglich). Schließlich sind es die Männer, denen die Kondompflicht obliegt, ohne daß man oder frau sie erst darum bitten müssen sollte.

    Zu meinen ersten Reaktionen gehörte auch, daß es in diesem Aids-Metaphern-Land nur heterosexuellen Sex gibt. Tatsächlich ließe diese Metapher auch gar nichts anderes zu, weil das Thema sonst durch andere Konnotationen wie die Verfolgung von Homosexuellen durch die Nazis zu stark überlagert worden wäre. Zwar hätte dies auch wieder gepaßt, aber auf eine völlig andere Weise, die keine „Personalisierung“ jedes Einzelnen zugelassen hätte, der kein Kondom benutzt, sondern AIDS als Krankheit selbst dämonisiert hätte.

    Meine dritte eingängliche Reaktion war die von vielen hier, „oh please, nicht schon wieder Hitler in der Werbung …“, und es geht doch auch wirklich anders, wie in dem Spot, zu dem nilsn weiter oben verlinkt. Aber heute, bei Licht betrachtet, bin ich mir nicht mehr hundertprozentig sicher, ob der Spot unter „Werbung mit Hitler“ fällt oder nicht einfach nur sein Thema legitim bis zu diesem maximalen Punkt eskaliert. In diesem Fall diente Hitler nicht als illustrierende Werbebotschaft, sondern als integraler Bestandteil der eigenen Überzeugung und der Botschaft.

    Ich bin gespannt, wie ihr das seht. Ich bin, das ist wohl klar, auch nicht völlig sicher, ob ich selbst das so sehe.

  11. J. Martin

    @Christian Persönliche Beleidigungen sind nicht das, was ich unter einer harten, aber gesitteten Diskussion verstehe.

  12. Mullah Trullalah

    Plattes Wortspiel, peinliche Scheiße. Die Diktatoren Nummer ödet doch nur noch an.

  13. Bakugan

    Adolf und Aids passt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Aids gab es zu Hitlers Zeiten nicht, und geliebt hat der nur seinen Hund!
    Werbetechnisch ein Griff ins Klo.

  14. ramses101

    @Christian: Dieses reflexhafte Gutmensch-Geschrei finde ich viel peinlicher.

  15. Jeff

    Ich lach mich tot: Das Comitee mit einer weiteren(!) Hitler-Idee!!! Sonst habt ihr nichts drauf?!

    Freunde, jetzt mal ehrlich, das kann doch nicht euer Ernst sein. Dazu kommt, dass die Anzeigen extrem mies gephotoshopt sind (mindestens die Saddam-Anzeige gehört handwerklich auf Photoshop-Disasters), und der TV-Spot kommt am Ende rüber, wie wenn Switch den Stromberg-Hitler macht.

    Und wo bleibt die No Angels-Anzeige?

  16. Jeff

    Und was soll die Kampagne eigentlich aussagen? Aids ist gefährlich? Aids-Infizierte sind im Grunde Massenmörer (irgendwie)? Hitler war ein guter Liebhaber?

    Nein.

    Diese Kampagne hilft niemandem. Außer eventuell ein paar alternden Werbern zu Auszeichnungen im Ausland.

  17. Roland Kühl-v.Puttkamer

    Vielen Betroffenen-Organisationen scheint der Tobak definitiv zu hart:
    telegraph.co.uk/news...

  18. vica

    ich finde, dass das video sein ziel verfehlt. im grunde hat es null aussage und schreit förmlich danach infizierte menschen zu diskriminieren (sie wissen nicht unbedingt, dass sie an aids erkrankt sind). ich finde die gesellschaft sollte offener mit aids umgehen und menschen nicht als massenmörder und psychopathische diktatoren darstellen.

  19. World AIDS Day 2009: Mass Murderer (Follow-Up) | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR » Blog Archiv » World AIDS Day 2009: Mass Murderer (Follow-Up)

    […] den Diskussionsbeiträgen zu diesem Spot im ursprünglichen Eintrag überwog die Ablehnung. Zwei Beispiele: nilsn […]

  20. Ralf

    Nicht nur das es HIV Betroffene diskriminiert ! Es verfehlt jegliche Wirkung in der Aussage, da bin ich bei Jeff.

    Das es Hitler dem Comitee angetan haben muss sieht man schon an Herrn Weishäupls „Fotokunst“ max.de/lifestyle/ges...
    Macht den Laden zu ! Die Klagewelle aus den USA und dem Ausland ist im anrollen…. Ob die Photographierten einer Zweitverwertung in der AIDS Kampagne zugestimmt habe bezweifele ich.

  21. A. HIdLER

    Die Krankheit wird mit hitler gleichgesetzt nicht der erkrankte.

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