02.09.09
18:05 Uhr

Monstermittwoch XII — Alien Squid vs. Giant Robots

Für den heutigen Monstermittwoch brauche ich mir gar keine Geschichte auszudenken: Das hat das Touristik-Amt der Stadt Hakodate in Hokkaidô schon getan! Die heute vorgestellten drei Commercials sind nämlich Hakodates offizielle Tourismus-Werbung.

Hakodates Stadt-Tier ist der Tintenfisch bzw. Kalmar, der sowohl ganz wesentlich zu einer lokalen Spezialität beiträgt als auch zur Kultur:

Every year (August) the city gets together for the Hakodate Port Festival. Hordes of citizens gather in the streets to dance a wiggly dance known as the Ika-odori (Squid Dance), the name of which describes the dance appropriately.

Gestützt auf eine Umfrage unter 100 Aliens führt Hakodate die Liste aller Städte auf der Welt an, die sie am liebsten erobern würden. Die Handlung des ersten Clips ist auf Pink Tentacle, dessen Feed sich für Japan-Fans unbedingt zu abonnieren lohnt, sehr schön und sehr kompakt umrissen:

The invaders here are alien cephalopods from the planet Ikaaru, who seek revenge on the people of Hakodate for eating too much squid. The aliens hijack an enlarged version of Hakodate’s tourism mascot—a mechanical squid named “Ikabo,” which was built by Future University-Hakodate (FUN) in 2007—and send it on a rampage through the city.

Ein Blick auf die Abwehr. Um die Zerstörung von Hakodate und seinen historischen Gebäuden abzuwehren, verwandelt sich Hakodates Goryôkaku-Aussichtsturm in eine Kampfmaschine und später auch die Festung selbst in ein Raumschiff. Dazu erwacht ein gigantischer Chûku Dogû — eine über 3000 Jahre alte Tonfigur, die in Hokkaidô gefunden wurde — aus seinem Schlaf, dessen Gesamtbeitrag zum Kampfgeschehen aber zweifelhaft erscheint. Die Schlacht zieht sich, im zweiten Clip, bis in den Winter. Im dritten Clip schließlich, der gepackt voll ist mit dramatischen und überraschenden Wendungen, gelingt es der Goryôkaku-Festung, das Raumschiff der Ikaaru zu zerstören. Doch eine ganze Flotte neuer Angreifer wartet schon …

Und die touristische Botschaft dieser Videos? Na klar:

Visit Hakodate soon… before it’s too late.

Wahnsinniger Maximal-Trash. Auch das jeweils abschließende Jingle ist sehr schön. All dessen ungeachtet habe ich jetzt ganz unglaublichen Appetit auf ika-nigiri, mein traditionelles Lieblings-Sushi.

Enjoy!

Hakodate Touristik—Vol.1

Hakodate Touristik—Vol.2

Hakodate Touristik—Vol.3

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Eure Kommentare

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  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
  • ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
  • Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
  • Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
  • InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
  • Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
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