01.09.09
14:31 Uhr

Nichts Genaues weiß man nicht: Xing und LinkedIn

{lang: 'de'}

Xing ist bei den Business-Networks in Deutschland nach wie vor die Nummer 1, auch wenn der internationale Wettbewerb insbesondere in Form von LinkedIn mit einer deutschen Version den Markt angreifen will. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während Xing nach wie vor bei der Reichweite und Verweildauer klar vorne liegt, dümpelt LinkedIn in Deutschland vor sich hin.

Die Größenverhältnisse in Deutschland stehen allerdings einem ganz anderen Zahlen- und Wertegerüst gegenüber, wenn man über die nationalen Grenzen blickt: LinkedIn hat insgesamt rund 43 Mio. Mitglieder (Xing: 8 Mio) und verfügt theoretisch durchaus über die investiven Möglichkeiten, Xing zu kaufen und damit den Mitgliedsbestand in das eigene Netzwerk zu integrieren. Gleichzeitig wäre für LinkedIn der einzige Wettweberb auf dem deutschen Markt strukturell beseitigt.

Die Gerüchte über eine Übernahme werden aktuell beflügelt durch den positiven Kursverlauf der Xing-Aktie und die Chance für die Shareholder und Risikokapitalgeber, zu guten Kursen zu verkaufen. Spätestens nach dem operativen Ausstieg von Unternehmensgründer Lars Hinrichs hat Xing den Führungscharakter eines „Privatunternehmen“ verlassen und richtet sich demnach zunehmend an den Marktmechanismen der Kapitalmärkte aus, was aus Sicht der institutionellen Anteilseigner vermutlich auch gefordert wurde.

Sollte LinkedIn also mit einem Angebot winken, dann wäre es nur verständlich, wenn dem einen oder anderen Aktionär auch angesichts der insgesamt noch volatilen Märkte die Vorstellung gefallen könnte, frische Liquidität in die eigene Kasse zu spülen.

Schlagworte (Tags):

3 Kommentare

  1. Mark

    Es würde mich überhaupt nicht verwundern, wenn LinkedIn einen Kauf versucht. Und solange die Xing-Oberfläche und Usability sich nicht ändert, ist es dem durchschnittlichen Nutzer sicher auch ein Stückweit egal. Auch den Aktionär kann ich verstehen, mit Aktien von Internet-Unternehmen sollte man schließlich eventuell auftretende Gewinne so schnell wie möglich mitnehmen. Das hat die Dotcom-Blase seinerzeit deutlich vor Augen geführt.

  2. Abacus

    Gefühlt sind die rein deutschen Netzwerke nicht mehr Zeitgemäß. Viele sind im Job doch mittlerweile International verstrickt und wenn Kontakte aus Asien mangels alternative schon bei Facebook anklopfen ist eine große Internationale Plattform wir LinkedIn vielleicht gar nicht so schlecht um Job und Privat noch halbwegs zu trennen.

  3. Reinhold Kuffer

    Ich bin im Moment nur Mitglied bei XING, würde mir aber eine mehr internationale Ausrichtung wünschen. Meinetwegen kann LinkedIn gerne auf XING zugreifen. Die Marktmechanismen kenne eh keine Gnade.

Eure Kommentare

Feed
  • Tom: Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ein guter Texter oder auch Grafiker meistens besser verdienen als bei gehalt.de geschrieben....
  • WERBOU: Ich denke es ist in der Werbebranche sehr unterschiedlich. Gerade was in Sachen Grafik geht, wird meistens der Preis ziemlich gedrückt, was...
  • Thomas Beichel: Wirklich geschmackvoll ist der Werbebanner wirklich nicht, aber jede Werbeagentur wird ihnen recht geben, denn die Werbung erfüllt...
  • Sebastian: Was ich nie verstehen werde warum die nicht wirkliche Kulanz walten lassen. 10€ Guthaben tun dem Anbieter nicht weh.. für ihn bedeutet...
  • Roland Kühl-v.Puttkamer: Nein, tot nicht, wir leben und arbeiten ja alle und auch der Werbeblogger ist online ;-). Für die nähere Zukunft der...
  • Tina: Ist der Blog tot? Wäre echt schade
  • Gatzetec flashlights for friends: Wir denken der Auftrag wurde erfüllt. Gute Werbung für das Produkt und man schaut zweimal hin :-) Gibt es...
  • Detlef Arndt: Als Marketing Experte müsste man auch wissen, warum das so ist. Angebot und Nachfrage sind hier nicht im Einklag. Klare Sache. Daher...
Adscene: The Kaiser Report
Werbeblogger Late Night Podcast
Werbeblogger Podcast auf iTunes abonnieren



Wordpress-Blogsoftware
blogoscoop