18:51 Uhr
Grips mit Sixt doch von Jung von Matt? Leider nicht nur.
Das erste Sixt-Motiv mit Ulla Schmidt replizierte sich durch die Blogosphäre als Inhouse-Kreation von Sixt. Gegen diese Version wurden „Stimmen“ laut. Möglicherweise war die Ur-Quelle für die Inhouse-Version Horizont.Net (sowohl Olaf Kolbrück im ersten als auch Julia Fuhr im zweiten Artikel berichteten von einem bei Sixt „inhouse entwickelten Werbemotiv“), aber so etwas läßt sich ja in der Regel einfach klären. Anfragen sind unterwegs.
Was würde es bedeuten, wenn alle drei Motive von Jung von Matt sind? Das erste Motiv hielte ich in diesem Falle natürlich für ebenso genial. Und das Folgemotiv hielte ich in diesem Falle natürlich ebenso für einen Schnitzelklopfer, dessen „Mehrwert nur minimal erkennbar ist“, wie Roland (H.) es im ersten Kommentar eleganter formulierte.
Interessant wäre, wie diese falsche Zuordnung — wenn es denn eine falsche Zuordnung ist — überhaupt entstehen konnte. Aber halt, das Internet! Ach ja.
Apropos Internet. Offenbar finden verschiedene Leute es nicht erlaubt oder in Ordnung, Kritik an einer fußlahmen Folgeanzeige zu üben, auch wenn ich die verantwortliche Agentur insgesamt sehr schätze und mein Lob ebenso offen und unmißverständlich kundtue wie meine Kritik — und zwar exakt dieselben Leute, die es dagegen für völlig in Ordnung und offenbar auch netiquetteüblich halten, wenn sie als Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter dieser Agentur die kritisierten Anzeigen in Kommentaren anonym bejauchzeln.
Leute! Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich an dem Verhalten mehr bewundere: sich in anonymen Blog-Kommentaren schamlos selbst die Schultern wundzuklopfen oder zu glauben, dabei nicht erwischt zu werden. Und nebenbei: Wer in (Sixt-)Werbung so gut austeilen kann, sollte auch einen Schnitzelklopfer einstecken können. Nur „Jef“ nehme ich von dieser Kritik explizit aus. Dessen Kommentare besitzen sowohl klassisches Sixt- wie JvM-in-Form-Format.
EDIT 3.8.09 10:30
Im Moment wandern Ruhm und Ehre für das erste Ulla-Schmidt-Motiv doch wieder in Richtung „Inhouse Sixt“ zurück. In der Vollversion des Interviews mit Erich Sixt in der Spiegel-Printausgabe sagt Sixt laut Leser-/Leserinnenkommentaren hier und hier: „Die Online-Kampagne war ein spontaner Einfall, der am Montagmorgen in unserem Internetteam entstanden ist und in nur wenigen Stunden umgesetzt wurde.“ Das schaue ich mir nachher noch an. Olaf Kolbrück antwortete mir auf meine Anfrage zur Quelle der Inhouse-Information, daß die Aussage aus dem „zuständigen Sixt-Pressebereich, Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen“, gekommen sei. Und dann haben wir noch dieses Juwel von 21:27 Uhr am Freitag mit der dynamischen IP-Adresse eines privaten Teilnehmeranschlusses aus dem Hansenet.
Es bleibt spannend.
14 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 31. Juli 2009 um 18:53 Uhr
Darf ich kurz fragen, was ein “Schnitzelklopfer” ist?
Am 31. Juli 2009 um 18:57 Uhr
Wollt ich auch grad fragen. :-/
Am 31. Juli 2009 um 19:09 Uhr
Aha.
Son Ding hab ich übrigens auch. Macht tatsächich gute Schnitzel. Und ist wirklich sehr laut!
Am 31. Juli 2009 um 19:55 Uhr
Mitnichten.
aboutpixel.de/data/d...
:)
Am 31. Juli 2009 um 19:05 Uhr
Meine persönlichen Erfahrungen mit schweinhaltiger Nahrung sind begrenzt, aber ich erinnere mich, als Kind bei befreundeten Familien gelegentlich mit einem beängstigenden Getöse aus der Küche konfrontiert worden zu sein. Dessen Quelle, so wurde mir bedeutet, stamme vom „Platt- und Weichklopfen der Schnitzel“ mit einem hammerähnlichen Gegenstand aus Holz, bevor die Schnitzel in einer mehligen Substanz gebadet und in die Pfanne gehauen wurden.
Das ist seitdem für mich der Inbegriff geworden dafür, wenn etwas (zum Beispiel ein Motiv) wie mit dem Holzhammer platt- und weichgehauen wird :-)
Am 31. Juli 2009 um 19:13 Uhr
Whoa, das gibt’s noch! Ich dachte, das gäb’s nur noch als kryptische Metapher! :-)
Am 1. August 2009 um 09:54 Uhr
wichtiger für die geschätzten werber fände ich, sich einmal gedanken darüber zu machen, was denn wohl eine “krytische metapher” sein sollte, und ob ein schnitzelklopfer überhaupt eine metapher sein kann und wie denn wohl das richtige wort für dass gemeinte heisst …
Am 1. August 2009 um 09:56 Uhr
… ein oberlehrer, der es gut mit ihnen meint ;)
Am 1. August 2009 um 13:38 Uhr
Jetzt wäre es doch Zeit für ein gemeinsames Versöhnungsschnitzel.
Am 3. August 2009 um 10:24 Uhr
Im gedruckten SPIEGEL von heute steht auf Seite 72 (Interview mit Erich Sixt): “Die Online-Kampagne war ein spontaner Einfall, der am Montagmorgen in unserem Internetteam entstanden ist und in nur wenigen Stunden umgesetzt wurde.”
Am 3. August 2009 um 10:45 Uhr
Dieses lauern auf und verwursten von Verfehlungen anderer hat meiner Meinung nach nicht viel mit Kreation zu tun. Es ist wie bei einem Elfmeter. Da sagt man doch auch nicht “Schön herausgespielt”. Klar, man muss schießen und treffen können. Aber so richtig freuen kann man sich darüber nicht.
Genial wäre es, wenn im ungedruckten Spiegel von 2040 KW 31 stehen würde:
“Mein größter Coup? Wir haben damals unseren Carlos, Gott möge seiner Seele gnädig sein, beauftragt den Wagen von der Ulla Schmidt zu klauen. Für den Einsatz eines Flugtickets und Schraubenziehers haben wir PR in Millionenhöhe generieren können. Und keiner hat es gemerkt. Das war wahrhaftig trojanisch.”
;-)
Am 3. August 2009 um 11:13 Uhr
Im laufenden Kreativ-Match zwischen JvM und Sixt gibt es einen neuen Zwischenstand, siehe EDIT 3.8.09 10:30 im Beitrag.
@Steino LOL!
@Six Kalbsschnitzel, dann. Aber noch bruzzelts vor sich hin, ohne richtig gar zu werden.
Am 4. August 2009 um 14:34 Uhr
Jetzt hat ja Ulla Schmidt genug zeit schnitzel zu klopfen
Am 30. September 2009 um 12:35 Uhr
[...] Der Spannungsbogen des Bundestagswahlkampfs fällt langsam wieder in sich zusammen, wenn er denn überhaupt je relevante Höhen erreicht hatte. Vielleicht ist auch die insgesamt wenig polarisierende Dramaturgie und vor allem das politische Führungspersonal in Deutschland ein Grund, warum die Anzahl werblicher Trittbrettfahrer in Deutschland überschaubar blieb. Das Skandälchen über die verloren gegangene Edelkarrosse von Ulla Schmidt war Sixt noch einen Schnellschuss wert. [...]