26.06.09
15:26 Uhr

Werbe-Vertigo — Extended Downturn Remix

Diese Plakatserie mit selbstassemblierenden Motiven von DDB, London, für die Financial Times finde ich gelungen oszillierend-rekursiv wie Zeichnungen von M. C. Escher:

Global Downturn. What’s the first mistake businesses make?

We Live in Financial Times
We Live in Financial Times

Die gestaltete Abwesenheit von Werbung als Werbung für Werbung verstanden als: Werbung für die Financial Times selbst; Werbung dafür, daß die Financial Times sich Werbung leisten kann; Werbung für Anzeigenkunden, weiterhin in der Financial Times zu werben.

Und ganz dazu passend gibt es auch eine Microsite www.ft.com/budgets, die umleitet auf www.ftadmin.co.uk/downturn_web/index.html als “Website in a Website”. Irgendjemand hat hier zu viel Shakespeare gelesen :-)

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6 Kommentare

  1. 2abacus

    Wenn man das so als Bildergalerie auf einer Webseite mit der passenden Überschrift hat ist das ja nett, aber würde man dieses kleine Ding in der Ecke auch wahrnehmen wenn man im Auto daran vorbei fährt?

    (OT: Liegt es an den Bildern oder hat der Aufkleber wirklich die falsche Farbe?)

  2. J. Martin

    @2abacus Hehe stimmt. Obwohl, Wahrnehmen glaube ich schon, aus verschiedenen Gründen. Aber Lesen ist eine andere Geschichte.

    Mit der Farbe, das sind wohl eher die Aufnahmen. Hier sind zwei Bilder, die einen ähnlicheren Farbton aufweisen:
    files.coloribus.com/...
    farm4.static.flickr....

  3. Vroni Gräbel

    Gute Idee, gefällt mir
    Aaaaber: Der Aufkleber müsste deutlich größer, die HL nur 13, maximalst 27 Bucchstaben-Anschläge und eigentlich knallrot sein. So wird das nix mit dem Autofahrer im Stau.

    (Ähnlich fataler Fehler bei Plakatentwurf ist, das Logo ganz unten auf das 18/1 Plakat zu pappen, wird meist von parkenden Fahrzeugen verdeckt – dumm gelaufen, sieht man als Passant dann auch oft nicht, ähm dumm gefahren…)

    Leider ist die Corporate-Farbe des Papiers der FT rosa-blassgrau-beige-weißnicht. Zuviel konsequentes Corporate Design kann manchmal hinderlich sein… :-)
    Oder. Zeitungen können halt: Anzeigen. Sie können nicht: Plakate.

  4. Roland

    Der Hinweis ist viel zu klein. So werden wohl die meisten Leute die Wand als “grad im Aufbau oder werbefrei” wahrnehmen… Ich hab mich beim Anblick jedenfalls gefragt wo denn die Werbung sein soll :P

  5. dermachtdieworte

    @J.
    “selbstassemblierenden Motiven von DDB, London, (…) gelungen oszillierend-rekursiv”
    Versteh ich nicht. Muss ich?

  6. Malik

    Ich hatte anfnags wirklich nicht verstanden, um was es bei den angegebenen Bildern geht.
    Leider ist dieses Plakate so unscheinbar (die Farbe ist ähnlich dieser Papierrollen, die man nimmt um etwas zu zu kleben – vielleicht ja absichtlich so gewollt bei dieser Werbung?) und ist dann auch noch vor diesem Hintergrund, der sich kaum abgrenzt.

    Die kampagne selbst verstehe ich auc nicht richtig: geh es darum anzeigenkundne zu gewinnen?
    Falls ja, frage ich mich, wieso man diesen weg wählt und welche Zielgruppe man damit überhaupt ansprechen will?

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Eure Kommentare

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  • ralf schwartz: @Markus Danke. Und: Interessant. In allen Altersgruppen? Eher von Männern oder von Frauen?
  • Markus: toller Artikel. “Erstmal zu Penny” ist für mich ein gutes Beispiel für einen erfolgreichen Slogan aus der jüngeren...
  • ralf schwartz: @Hen Du unterstellst also, da gäbe es noch Hirn!? Ich habe manchmal wirklich nicht mehr den Eindruck. Wenn man sich allein diese...
  • ralf schwartz: @Marcel Hast Du ein Blog? Kann man irgendwo die Arbeit lesen? Wäre doch bestimmt spannend …
  • ralf schwartz: @AndreasK @Armin Hehe, danke für die Links! Cool.
  • Hen: In diesen Kommunikations-Etagen scheint ein Virus umzugehen, der rasende Kopfschmerzen verursacht, sobald sich im Hirn ein eigenständiger...
  • Marcel: Interessanter Artikel. Ich bin auch der Meinung, dass hinter den angeblich so tollen Slogans nichts dahintersteckt. Wobei ich sagen muss,...
  • Sascha: Danke für den Beitrag, ein schönes Fazit – ich bin ganz bei Euch!
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