23:22 Uhr
Burger King Super Seven Incher: I beg your pardon?
Burger King wird in Singapur von Bon-Food als Lizenznehmer betrieben, die wiederum zur Bonvests Holdings Limited gehören. Und in den Burger Kings in Singapur läuft gerade eine bezaubernde Promo-Aktion für den BK Super Seven Incher, und wem dieses Standardmaß aus einer täglich wiederkehrenden Anzahl vertraulicher E-Mails bekannt vorkommen sollte, irrt nicht:
Für die vier Menschen auf der Welt, denen die diskreten Hinweise im Produktnamen, im Visual und in der Headline entgangen sind, legt die Copy noch einmal hilfreich nach:
Fill your desire for something long, juicy and flame-grilled with the NEW BK SUPER SEVEN INCHER. Yearn for more after you taste the mind-blowing burger that comes with a single beef patty, topped with American cheese, crispy onions and the A.1. Thick & Hearty Steak Sauce.
Plakate, die dem Neologismus “Food Porn” ganz neue Dimensionen verleihen. Die Franchise-Geber in Miami-Dade County werden begeistert sein, ich bin mir sicher.
12 Kommentare
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- Dewey: Hi there! This is kind of off topic but I need some help from an established blog. Is it very difficult to set up your own blog? I’m...
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Am 25. Juni 2009 um 03:17 Uhr
Wow, die gleiche Werbung würde ich gerne mal mit einem Mann afro-amerikanischer Herkunft sehen. Eine “schöne” Zusammenstellung sexistischer (das ist doch kommunizierter Sexismus, oder?) Printwerbung habe ich neulich hier entdeckt:
oddee.com/item_96674...
Am 25. Juni 2009 um 11:41 Uhr
“das ist doch kommunizierter Sexismus, oder?”
Dochdoch.
Am 25. Juni 2009 um 17:25 Uhr
Mhm, ich kann diese doppelmoralinsaure Diskussion nicht mehr hören. Zuhause freuen sie sich wenn Ihre Frau/Freundin französisch “spricht” und bei sowas wird gleich die Sexismus Keule rausgeholt. Klar, ich finde diese Idee auch hohl, aber mehr auch nicht. Ist nicht lustig, ist nicht intelligent, geht mir am Popo vorbei. Aber mehr auch nicht.
Am 25. Juni 2009 um 19:02 Uhr
geht mir am Popo vorbei. <<<
dieser Kommentar zu dem Plakat ist besser als die Werbung…
ich kringel mich immer noch…
Am 26. Juni 2009 um 02:08 Uhr
@perry no offence, jeder kriegt gerne einen geblasen (Cunilingus nicht zu vergessen! Das meintest du doch, oder? Und trotzdem gibt es werberelevante Codes. Gleich mehrere davon sehen wir im oberen Beispiel: Frau, jung, blond, weiße Hautfarbe. Es geht mir nicht um “Moralinsäure”, sondern um die transportierten Klischees. Außerdem stimme ich völlig zu: hohl, langweilig, absolut redundant, sprich tausendmal gesehen. Aber das genau ist doch der Punkt – wir haben es schon tausendmal gesehen. Finde ich bedenkenswert (im Wortsinn), so simpel es auch erscheinen mag. Übrigens, wenn es dir so “am Popo” vorbeigeht, warum genau lässt du dich dann zu einem Kommentar hinreißen?
Am 26. Juni 2009 um 02:47 Uhr
Was haltet ihr denn von dem ad?
adsneeze.com/files/m...
Am 26. Juni 2009 um 09:47 Uhr
Das meine ich doch: Sex sells. Und das seit Anbeginn der Menschheit. Und wegen dem Kommentar: weil ich die Diskussion um “Sex sells” für obsolet halte. Aber klar, gebe Dir schon recht, wenn es einen gar nicht interessiert, dann postet man auch nicht. Erwischt.
Am 27. Juni 2009 um 17:26 Uhr
Ich denke schon, dass diese Anzeigen bei der relevanten Zielgruppe von Burger King ankommt.
Wirklich kreativ ist es natürlich nicht und neu schon mal gar nicht.
Aber ganz anbefangen kann ich dies eh nicht bewertung, da diese Burger Buden bei mir nur Brechreiz verursachen.
Nachdem ich einmal vor so rund 6 Jahren nach dem Verzehr eines Cheeseburgers tierisch kotzen musste (in dem Restaurant selbst) wird mir schon schlecht wenn ich nur diese Bilder sehe! ;)
Am 10. Juli 2009 um 08:03 Uhr
Ich finde die Werbung auf den ersten Blick eigentlich relativ witzig. In Deutschland würde sie bestimmt nie veröffentlicht, weil doch ganz schön schweinisch, aber egal. Es ist schon ganz schön derbe, wie offensichtlich und provokativ hier geworben wird, aber ich denke, dass Burger King den potenziellen Kunden damit eher zum Schmunzeln bringen will. Ich weiß nicht, ob ich so eine Werbung befürworten würde, aber in jedem Fall gab es bereits ähnliche Fälle, welche auch in Deutschland öffentlich präsentiert wurden. Ich erinnere da mal an diese Kaffee-aus-der-Dose Werbung mit Frau Gina W. :)
Am 11. Juli 2009 um 16:59 Uhr
[...] Blow your mind away. Burger King Werbung wird auch immer schärfer. [...]
Am 16. Juli 2009 um 00:49 Uhr
[...] sein, provozierende Werbung zu machen. Die Resonanz gibt dem Unternehmen sogar recht (siehe hier, hier und hier). Der Aktienkurs spricht allerdings eine andere Sprache. Bei einer Dienstleistung, [...]
Am 30. August 2009 um 20:32 Uhr
[...] Kommen wir zum Sex. Bei dem nächsten Beispiel handelt es sich um eine Kampagne für das Deutsch Magazin inszeniert von Jung von Matt. Zunächst gilt festzuhalten, dass die Kampagne als Erfolg zu werten ist. Selbige entfachte Diskussion, Aufregung und Anstoß; einen Schock eben. Wobei hier weniger mit Gewalt, als mit Sex gearbeitet wird. Jedoch mit einer als Abart des Sexuellen visualisierten Spielart: der Sodomie. Wir sehen eine hübsche, junge blonde Frau, die sich lasziv, willig von einem Schäferhund, befriedigen bzw. verführen lässt. Wobei der sodomistische Gehalt des Bildes allein nicht der Motor des Anstoßes ist. Erst die Kombination mit dem nationalen Element, das eben der deutsche Schäferhund die deutsche blonde Frau besteigt (beides enorm starke nationale Symbole), gibt hier den Ausschlag für die Schockwirkung. Obwohl das Printformat eindeutig mit nationalistischen und somit hierzulande begriffen rechten Anspielungen kokettiert, ist der Werbung hier auch ein dekonstruktivistisches Element inhärent. Die Frau ist aufgrund ihrer Handlung eine läufige Hündin, eine Konnotation, die entgegen alle nationalen Tugend die Aufgabe des Stolzes und der Sittenhaftigkeit kommuniziert. Sprich, ebenso sehr national gesinnte Geister wie auch die konservativen Sittenwächter dürften ihre Probleme mit dem Dargestellten haben, gläubige Menschen ebenso wie Feministinnen. Und links-ideologische Naturen allein schon aufgrund des Titels. In einer Bildgesellschaft wie der unseren, in der man allzu oft das Gefühl hat, man habe alles schon gesehen, halte ich dieses Motiv für äußerst gelungen, da es die Anzeige darauf anlegt, auf den ersten Blick gleich eine Vielzahl verschiedener Personengruppen zu schockieren, obwohl das Arrangement denkbar einfach ist, eine Kombination gängiger Stereotypen. Mein Kompliment! Ein Schäferhund der einen nackten blonden deutschen Mann (am besten einen Bayer) von hinten besteigt fehlt zwar, aber das ist nur eine kleiner Abzug, da dies eigentlich auch fehlen muss. Sonst fehlte die sexistische Komponente. [...]