15:36 Uhr
Fisherman´s Krabbencocktail
Vor einiger Zeit durften sich arbeitssuchende Menschen für den “besten Job der Welt” bewerben. Die Aktion, die weltweit große Aufmerksamkeit erhielt, war natürlich kein staatliches Förderprogramm für Erwerbslose sondern vor allem sehr erfolgreiches Standort-Marketing für den Nordosten von Queensland, Australien.
Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich andere Marken bzw. Agenturen (WPXL) dieser Grundidee annehmen und einen artverwandten Remix der Aktion entwickeln. So surfen Fisherman´s Friend und der neue Kommunikations-Dienstleister WPXL jetzt also im Fahrwasser des “besten Jobs der Welt” und drehen das Jobangebot gleich einmal konzeptionell auf den Kopf.
Nicht traumhafte Strände, türkisblaues Wasser und strahlender Sonnenschein erwartet die Bewerber, sondern den nach eigenen Angaben “härtesten Job der Welt” als Krabbenfischer in Alaska. Der mit 2.500 € dotierte “Job” dauert allerdings nur 10 Tage und ist daher eigentlich eher ein Gewinnspiel der klassischen Art im Stil einer maritimen “Camel-Trophy“, aufgepeppt mit einem umfangreichen Kommunikationsmix aus Plakatwerbung, TV-Presenting via DMAX, POS-Bewerbungen im Einzelhandel und einer Kampagnen-Website, auf der die Bewerber sich u.a. mit einem Kurzprofil vorstellen können und sich damit der Voting-Gemeinde im Web stellen. Auch ein Twitter-Account darf in einer zeitgemäßen “crossmedialen” Kampagne natürlich nicht fehlen; nach eigenen Angaben twittert hier der Skipper, der für Fisherman´s Friend mit den Gewinnern in See stechen wird.
Insgesamt passt die Aktion natürlich wunderbar zum Markenkern von Fisherman´s Friend und seiner Botschaft “Sind sie zu stark, bist du zu schwach” sowie zu der erfolgreichen “Strongmanrun“-Serie, die auch 2010 wieder stattfinden wird. Unter Branding-Aspekten ist also alles in trockenen Tüchern und der Drops ist schon gelutscht?! Einen Kritikpunkt möchte ich dennoch aufführen:
So schön es auch ist, dass alles konsequent in Markenwatte gepackt ist, so hilfreich wäre es, den rauhen Charakter und vor allem die potenziellen Bewerber deutlich mehr in den Mittelpunkt der Aktion zu stellen. Virales Potenzial baut sich eben am direktesten durch die Vorstellung und ggf. Bewerbungsvideos, Audios und Bildmaterial der Protagonisten selbst auf, welche sich in Folge und idealerweise an vielen Orten im Web wiederfinden.
Ein Kommentar
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 23. Juni 2009 um 23:04 Uhr
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