16:21 Uhr
Wie man virale Produkte baut: Zuhören und nachmachen, bitte.
Diesmal zeigt uns DelMonte Foods, wie man den Hawthorne-Effekt nutzt, um ein neues Produkt, in diesem Falle Hunde-Frühstücks-Snacks, so zu launchen, dass
- 1. Gut vernetzte Hundehalter sich wie Markeneigner anstatt wie Konsumenten fühlen
- 2. Diese Stars der Haustierszene damit gefühlten VIP-Status besitzen und sofortige Loyalität zeigen
- 3. Eben jene Hundehalter natürlich auch sofort als Weiterempfehler “Ihres eigenen” Produkts auftreten
- 4. Das resultierende Produkt einen unwiderstehlichen Gesprächs-Widerhaken enthält, der nicht nur Hardcore-Fans begeistert, sondern auch bei “normalen” Tierhalten ein sofortiges “Awwww… cute!”, verbunden mit einer positiven Diskussion im Bekanntenkreis auslöst.
Die Geschichte schön verpackt in einer Präsentation von Josh Bernoff bei der IAB Social Media Conference. Enjoy:
Zwar wissen wir noch nichts über den kommerziellen Erfolg des Produktes “Snausages Bacon & Eggs”, das in einer Zeitspane von 6 Wochen (!!) gerade erst gelauncht wurde, aber die ersten Reviews sind -- wie zu erwarten -- sehr positiv. Ob der Hersteller noch eine breitere Seeding-Kapagne bzw. weitere virale Container an die Aktivierung der Opinion Leader anschliessen wird, wie ich persönlich diess empfehlen würde, lässt sich aus veröffentlichten Informationen bisher ebenfalls noch nicht entnehmen.
Dass aber die Sequenz “Den Fans Zuhören” -- ”Produktfeatures genau so bauen” -- “Über soziale und virale Kanäle launchen” genau die richtige ist, um Begeisterung, Weiterempfehlung und dauerhafte Produktloyalität herzustellen, steht jetzt schon fest. Und das gilt für jedes Produkt, gerade auch solche, die angeblich zu langweilig sind oder “von der Kategorie her nicht passen”.
Wer anderer Meinung ist, kann dies aber gerne mit mir auf Twitter unter @MarkusvonRoder diskutieren.
8 Kommentare
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- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...
- Brian: Der Titel ist genial. Danke :).

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Am 26. Mai 2009 um 16:40 Uhr
Auf Twitter kann man es diskutieren, aber selbstverständlich auch noch im Blog selbst :-).
Am 26. Mai 2009 um 16:52 Uhr
Aber, aber… das MUSS MAN DOCH NICHT DAZU SAGEN, Roland ;).
Am 26. Mai 2009 um 18:45 Uhr
Ich diskutier das auch lieber hier oder besser gesagt habe ich meinen Kommentar einfach beim besten Willen nicht in 140 Zeichen gepackt bekommen;-)
Das Hundefutter Beispiel habe ich glaube ich schon Mitte letzten Jahres in dem empfehlenswerten Buch Groundswell gelesen;-) Sprich inzwischen müssten da eigentlich weitere Erfahrungswerte zu vorliegen. Kurz mal nachgeschaut… Erster Anhaltspunkt: Auch die Bewertungen auf buzzillions.com die Du in dem Beitrag hier verlinkt hast sind aus dem Mai bzw. Juni 2008. Wobei zumindest bei buzzilions danach scheinbar keine weiteren Bewertungen mehr erfolgt sind:-( Würde sich trotzdem ja fast lohnen da mal ein wenig genauer zu recherchieren, wie es mit dem wirtschaftlichen Erfolg aussieht. Denn die Idee / Kampagne an sich ist natürlich schon eine feine Sache!
Am 26. Mai 2009 um 18:54 Uhr
@ Jay Martin: Volle Zustimmung. Für mich geht der Trend auch immer weiter weg von der “Paranoia”-Individuen-Gesellschaft, in der persönliche Urheberrechte und Anonymität im Zentrum stehen – hin zu einem Kollektiv von von “Creatives”, in dem der Urtrieb nach Herdenbildung auch anhand von “selbstgeschaffenen” Marken und Produkten wesentlich demonstrativer ausgelebt werden kann.
Am 26. Mai 2009 um 18:55 Uhr
@ Felix: Gut beobachtet – die Jahreszahl habe ich irgendwie von 8 auf 9 gedreht und dachte somit, dass das ganz neu sei. Ich werde mich mal etwas tiefer in die Materie eingraben und bei DelMonte anklopfen…
Am 26. Mai 2009 um 18:00 Uhr
Erstklassig. Exakt das, wovon Jarvis, Haque und andere reden, auf der next09 und anderswo. Die quid-pro-quo-Tendenz, die ich gestern in meinem Beitrag zu dem Thema ansprach, sehe ich hier ebenfalls bestätigt: Die Menge der persönlichen Informationen, die die Beteiligten einbringen, damit das alles funktioniert, ist nicht unbeträchtlich. Mit „anonymisierten Daten“ könnte ich mir dieses Szenario nicht vorstellen.
Am 27. Mai 2009 um 23:06 Uhr
Eigentlich ist dies ja keine revolutionäre Idee.
Oder anders gesagt: es dürfte keine revolutionäre Idee sein!
Man fragt einfach nur die Leute: Was wollt ihr?
Achso?
Na dann kriegt ihr es auch.
Mehr ist es ja nicht ;-)
Durch die zur Verfügung gestellte Plattform hat man zusätzlich ohne grossen Aufwand potenzielle Innovatoren und Meinungsführer und schon rollt die Sache.
Am 29. Mai 2009 um 15:42 Uhr
[...] >> werbeblogger.de [...]