16:26 Uhr
Next09: Martin Oetting in Topform
Martin Oetting ist ein leidenschaftlicher Vertreter für virales Marketing, welches sehr wirksam auch durch klassische Mundpropaganda angeregt werden kann. Menschen lieben es, über Produkte und Marken zu sprechen, sie fassen aber auch gerne physisch etwas an, um sich ein Urteil über ein Produkt zu erlauben. Das Web, seine Communities und sozialen Plattformen können anschließend in erheblich beschleunigter Form diese Mundpropaganda verbreiten, archivieren und recherchierbar machen; alleine das Prinzip der Mundpropaganda existiert so lange es Menschen gibt, die über Produkte und Marken sprechen…
Immer wieder ein beliebtes Themenfeld auch auf dem Werbeblogger ist demnach auch der fundamentale Unterschied, den virale Clips im Web für das Marketing bedeuten und andererseites der von Martin beschriebenen strategischen Vorgehensweise von viralem Marketing. In seinem kurzen Teaser-Vortrag macht er diesen Unterschied von “Äpfeln” und “Birnen” deutlich, leidenschaftlich, pointiert, unterstützt durch passende, teilweise äußerst humorvoll unterlegte Bildmotive. Man achte bitte auf das “Klickvieh-Visual”.
Im Anschluss folgt Sven Markschläger von Jägermeister, der vor allem auf die virale Wirkung der “kein Jägermeister” Kampagne eingeht, unterstützt durch Videomaterial, welches die Kampagne entsprechend viral befeuert hätte. Warum allerdings trotz Nachfrage hunderter und tausender von Menschen die Geschichte nicht “weitergesponnen” wurde und am Ende sogar ein absatzrelevantes neues Produkt dabei herauskam, bleibt ein Geheimnis von “Jägermeister”, welches nicht alleine damit begründet werden kann, dass “Jägermeister” als Mittlelständler keine Produktionsstraße für ein weiteres Produkt “mal eben so” anschieben könne und außerdem eine Mono-Marken Strategie verfolge.
In jedem Fall ist diese Runde, moderiert durch Sascha Lobo, auf der next09 eine echte Perle gewesen. Ich habe mich selten in einem Fachkontext zugleich auch so amüsiert.
Übrigens, Martin Oetting hat in einer früheren Phase seines Wirkens im Werbeblogger-Podcast bereits zum Thema “Mundpropaganda” Rede und Antwort gestanden; ebenfalls hörenswert.
9 Kommentare
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- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...
- Ralf Hillmann: Da kann ich nur sagen, die Bezeichnung Video-Perle passt einfach perfekt. Da soll noch einmal jemand behaupten Werbung habe nichts...
- ralf schwartz: @Gerry K. Ich selbst rege mich immer am meisten über irgendwelche Tricks der Agenturen und Werbungtreibenden auf, aber die Angabe...

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Am 19. Mai 2009 um 16:43 Uhr
Hier der ganze Beitrag:
de.sevenload.com/sen...
Am 19. Mai 2009 um 17:01 Uhr
Danke, schon eingebettet.
Am 19. Mai 2009 um 19:21 Uhr
dynamische Podiumsdiskussion mit Hang zum loboschen Zeitraffer garniert durch tags, comments und thread-ende, kurz: digitale Unterhaltung-Pur in Offline-Form
Leider haben meiner Meinung nach beide Interviewten kein zukunftsweisendes Bild von Crowd-Sourcing. Entweder wirklich nicht, oder aufgrund des knackigen Zeitraffers nicht offensichtlich gemacht. Gerade Crowd-Sourcing ist doch das, wohin sämtlich Social-Media Tools und deren “Edelprofile, Brand-Accounts, etc.” hinsteuern!? Oder sehe ich das falsch?
Am 20. Mai 2009 um 12:52 Uhr
Kann es sein, dass der Vortrag von Oetting (schlecht – und teilweise mitten in irgendwelchen Sätzen) geschnitten ist? Ich kann auch das “Klickvieh-Visual” leider nicht entdecken… ;-(
(Aber ich habs zum Glück ja live miterlebt – ein Höhepunkt der gesamten next-conference ;-))
Am 20. Mai 2009 um 13:04 Uhr
@Susann Stimmt, Du hast recht. Ich war dabei gewesen und habe mir das Video erst jetzt auf Deinen Hinweis hin angesehen.
Bei Zeitindex 4:45 ist ein ganz übler Cut, und da war auch Martins „Klickvieh“. Ich frage mich, was das wohl soll.
Am 20. Mai 2009 um 16:10 Uhr
@Susann / @J. Martin – Vielen Dank für eure Hinweise. Wir hatten kurzerhand nachgeforscht. Leider war auf dem besagten Band ein Timecodesprung-Fehler. Das Band musste ausgewechselt werden. Es fehlen im Prinzip – ganz marginal – nur einige Sekunden des Vortrags.
Am 20. Mai 2009 um 16:54 Uhr
@Mike Danke für die Erklärung! (Offenbar nicht der einzige Timecodesprung, der in letzter Zeit entlaufen ist …) Schade, gerade diese Sekunden hatten es echt in sich!
Gruß, J.
Am 25. Mai 2009 um 18:22 Uhr
“… ausgeseeded haben …”
Köstlich.
Schönen Dank an Herrn Oetting, dass er auf die Offline-Komponente Wert legt – da wird letztendlich nämlich die Kohle gemacht.
Und dann: “… macht ihr immer noch so weiter, dass ihr über Marketing Produkte verkaufen wollt?” Ich habs mir zig Mal angehört so schön wars. Diese leidende, leicht nölige Stimme. Da möchte man die Liebe doch in den Arm nehmen und ganz doll schnuffeln.
Mein Vorschlag: alle mal ein paar Yogaübungen machen und beim Sonnengruß ans Marketing denken.
Marketing um Produkte verkaufen wollen – das wäre ja noch schöner.
Am 12. Juni 2009 um 15:17 Uhr
[...] eines ihrer persönlichen Highlights. Medial & Digital kürt ihn zum “Helden” und Werbeblogger Roland Kühl-von Puttkamer berichtet von “Oetting in [...]