14:11 Uhr
Ich kaufe mir meine Twitter-Follower
Warum mühevoll über Inhalte, Persönlichkeit und Relevanz punkten, wenn es doch viel einfacher geht?! Follower kann man doch kaufen:
We offer clients the ability to purchase between 2,500 to 10,000 followers which are added to their account over the space of several weeks. It’s by far the most effective way of generating an almost-instant follower base for Twitter.
Wenn alles in der Welt des Marketings so einfach wäre…
Natürlich kann jede Firma der Welt Adressen für ihr Push-Marketing zukaufen, Kunden durch verdeckte Subventionen zum Shopping-Schnellschuss animieren, Millionen von Affiliate-Bannern in die Webwelt schicken und eben auch für Twitter-Follower bezahlen. Alleine verstanden haben diese Unternehmen nicht, was qualitative und damit wirksame Reichweite in Social Media bedeutet.
Der webkundige Twitter-Nutzer hat zudem ein sehr weit entwickeltes “Näschen” für diese plumpen Blender-Versuche.
87 US Dollar kostet ein Haufen von 1000 nicht weiter definierten Twitter-Followern für Unternehmen, die es nicht selbst verstehen, in Social-Media Fuß zu fassen. 87 Dollar! Das macht so bummelige 8,7 Cent pro Follower. Jetzt wissen wir wieder einmal alle, was wir den Schleudermarketingservices des Web 2.0 wert sind.
Das kommt mir doch alles sehr bekannt vor…
10 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 18. Mai 2009 um 14:24 Uhr
Via Twollow und den daraufhin eintrudelnden Auto- oder Höflichkeitsfollowern kann man seine Followerzahl auch in kürzester Zeit aufpolieren, und zwar kostenlos. Dafür mit wenigstens ein wenig Zielgruppenrelevanz, vorausgesetzt die Twollow-Keywords sind richtig gewählt. Zurzeit bringt das aber meiner Erfahrung nach nur englischsprachig was. Die Loyalität dieser Follower ist allerdings eher gering. Also eher Quantität als Qualität.
Am 18. Mai 2009 um 16:16 Uhr
Die Zahl der Followers ist für mich rein gar nichts wert, sondern die Qualität meines Netzwerks. Wer langfristig und ernsthaft etwas gibt, kann mit der Zeit auch mit einer (nachhaltigen) Community rechnen.
Am 18. Mai 2009 um 16:52 Uhr
Die Zahl der Follower sich anzusehen, und darauf stolz zu sein, beruht auf der alten Reichweiten-Denke der Agenturen und Werbungtreibenden. Das bekommt man so schnell nicht aus den Köpfen.
(Dies ist ja auch der Grund, warum alle Banner schalten und ihre TV-Spots 1:1 ins Internet übertragen, statt wirklich kreativ, innovativ und vor allem interaktiv zu sein.)
1000 Follower bekomme ich ohne Mühe innerhalb kürzester Zeit, indem ich selbst 1000-2000 Leuten folge (ohne irgendjemand zu nahe treten zu wollen).
Meist macht mich der nervös, der mehr als 100-200 Leuten folgen will.
Relevant für mich ist die Qualität, wie Ralph oben sagt.
Positiv bewerten kann man nur die Relation, zwischen Anzahl Followern und Anzahl der Leute, denen man selbst folgt, nicht die Anzahl Follower alleine.
Am 18. Mai 2009 um 17:25 Uhr
@ralf Das mit dem Reichweitendenken der Agenturen stimmt schon. Aber man sollte fairerweise nicht verschweigen, dass es auch unter Bloggern und anderen Social-Media-Aktivisten viel zu viele Schwanzvergleichs-Junkies gibt. Früher waren es die Zahl der Blogbesucher oder RSS-Feed-Abonnenten, heute ist es die Zahl der Twitter-Follower, die für manche offenbar über Schein oder Nicht-Schein im Web 2.0 entscheidet.
Am 18. Mai 2009 um 18:46 Uhr
@Michael
Genauso wollte ich das auch verstanden wissen, wollte nur keinen Blogger nennen, der noch oder wieder in Agenturen arbeitet und ua. deshalb, aber auch wg seiner Historie so kkariert denkt.
Am 18. Mai 2009 um 22:41 Uhr
Ich verstehe nicht was das bringen soll…das spannede an Twitter und Social Media ist doch der Dialog und die damit enstehende Beziehung. Draüber verkauft man am Ende Produkte oder bindet Kunden ans Unternehmen aber doch nicht über gekaufte Follower…
manche werdens wohl nie kapieren.
Am 19. Mai 2009 um 11:08 Uhr
na ja, man sich auch einfach knallhart auf eine “kernkompetenz” seines twitterstreams beschränken, wenn die auch noch twitterrelevant ist, zb (wink mit dem twitterpfahl) “social media”, laufen einem die follower ganz von selbst rein. aber – wer will das schon schon…?!
Am 19. Mai 2009 um 13:19 Uhr
Schade, dennoch: Wo es im Leben ums Geld verdienen geht, haben immer wieder Menschen, denen es egal ist, was mit solchen Marketingmassnahmen langfristig ausgelöst wird, “profitable Ideen”.
Wollen wir hoffen, das möglichst wenige Menschen auf so etwas “reinfallen”. Sofern wenige Menschen sich nicht durch so etwas motiviert fühlen, wird es auch nicht die nötige Identifikation und den Erfolg für solche Angebote geben.
Am 19. Mai 2009 um 17:25 Uhr
[...] der Follower über andere Wege als gute und wertvolle oder einfach lesenswerte Tweets zu erhöhen. Doch beim Werbeblogger fand ich jetzt den absoluten Knaller: Warum Anstrengungen unternehmen wenn man Follower einfach kaufen [...]
Am 20. Mai 2009 um 14:33 Uhr
Ich verstehe gar nicht, warum solche Erscheinungen immer so kritisch gesehen werden.
Man muss das mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten:
Seid doch froh, dass es auch einfältige Menschen gibt, die es kreativen Köpfen einfacher machen, aufzufallen. Wenn es solche Unternehmen/Maßnahmen nicht gäbe, würden kreaive Ideen wahrscheinlich viel weniger Gehör finden.
Stellt Euch mal vor alle Menschen würden am Tag so unglaublich kreative Ideen produzieren, wie die Größen der Werbebranche (wobei ich hier jetzt bewusst keine aufzähle, da Gute Werbung auch immer Geschmackssache ist, zumindest in den Nuancen)…wir würden einer unglaublichen Flut an wunderbaren Ideenkindern gegenüberstehen und uns irgendwann zurücksehnen an die Tage, als wir noch vor dem Fernseher saßen und dachten: Boah, der Spot ist echt scheiße. *zapp* Ahhh…mein Lieblingsspot.”
Wo es helle Momente gibt, muss auch dunkle Seiten (Darth Wader lebe hoch!) geben…Sonst könnten wir nicht mehr unterscheiden.
Also haben wir es eigentlich solchen marketingblinden Menschen zu verdanken, dass wir glauben zu wissen, wie es besser geht.
Ich für meinen Teil bedanke mich bei solchen Leuten immer. Denn lieber lasse ich andere die Fehler machen und lerne selbst draus, als das Feuer immer selbst anfassen zu müssen, um festzustellen, dass es heiß ist. (Ich hoffe die Metapher war jetzt nicht zu weit hergeholt?! ;-) )
In diesem Sinne,
der
werbejunkie