23:54 Uhr
Süße Zähne, faule Zähne, lange Zähne
Die Copy dieser Public-Service-Anzeige von Grey New York lautet:
We set out to reward The Chocolate Bar’s frequent customers’ love of sweets and their sense of humor at the same time. To do this, we designed a loyalty card with a dental chart on it. Every purchase is rewarded with a punched tooth. After 16 teeth are punched, the customer is entitled to a complimentary chocolate of their choice.
Ganz schön böse. Grey NYC engagiert sich zwar generell stark für pro-bono-Arbeit im Bereich Gesundheit, aber die Idee liegt nahe, daß der Verlust des weltweiten Twix-Accounts an TBWA\ vor vier Jahren eine Extraportion Phantasie freisetzte …
Interessant finde ich, daß das Fehlen einer Kundenreferenz auf Ads of the World zwei Leser oder Leserinnen dazu verleitet, diese Werbung trotz fehlenden Markennamens oder Logos für echte Schokoladenriegelwerbung zu halten:
Guest (1): Great idea—wrong client. Should have been for a dentist. Why remind your customers that our product rots your teeth out? [...]
Guest (2): Agree. Una buena idea para el cliente equivocado. [Eine prima Idee für den falschen Kunden.]
Die Toleranzen beim Aufnehmen und Verarbeiten von Werbung sind offenbar doch größer, als wir denken — vielleicht sollten wir uns daran erinnern, wenn das nächste Mal wieder Markenalarm DEFCON 1 gegeben wird nach einer Printanzeige, in der die falsche Schrift verwendet wurde oder so.
Süßigkeitenwerbung ist ja generell nicht unproblematisch, und die Verknüpfungen mit Junk Food verschaffen den PR-Abteilungen von Süßwarenherstellern zusätzliches Bauch- und Zahnweh. Zucker, oder vielmehr Zuckersirup, stand neulich auch im Epizentrum eines PR-Disasters für Coca-Cola in Australien, und dank der Interwebs ging das alles auch gleich um die Welt. In einer ganzseitigen Celebrity-Endorsement-Anzeige klärte die Schauspielerin Kerry Armstrong über etliche „Mythen“ auf — hier ein Scan der Anzeige — wie zum Beispiel die, daß Coca-Cola dick & schlechte Zähne mache. Oh halt, Mythos? Auf Anweisung der Australian Competition and Consumer Commission mußten genau diese aufklärerischen Aussagen wieder zurückgenommen werden:
“Coke’s messages were totally unacceptable, creating an impression which is likely to mislead that Coca-Cola cannot contribute to weight gain, obesity and tooth decay,” ACCC Chairman Graeme Samuel said in a statement.
Und das tat weh:
CCSP [Coca-Cola South Pacific] had agreed to publish corrective advertisements in major newspapers in every major Australian city, as well as on the company’s own website, Mr Samuel said.
Da finde ich Pepsi’s straight-in-your-face-Werbung für Pepsi Throwback mit natürlichem Zucker von TBWA\Chiat\Day, Los Angeles, zwar genausowenig bauch- und zähnefreundlich wie die von Coca-Cola, aber strategisch deutlich überlegter.
Pepsi Throwback: Made with natural sugar (only for a limited time)
5 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 3. Mai 2009 um 14:59 Uhr
Da hat sich Coca Cola selbst keinen Gefallen getan.Dabei lassen sich Suessigkeiten immer noch ueber die Genuss-Schiene verkaufen. Wer etwas Gesundes will, muss halt zur Moehre greifen :o)
Am 3. Mai 2009 um 16:48 Uhr
Für Pepsi hat das ein Throwback-Potential:
Dieser “natürliche” Zucker, Fructose, steht im Verdacht gesundheistschädlicher zu sein, als haushaltszucker. Die Pepsi hat die Diskussion in der Öffentlichkeit in den USA angeheizt:
msnbc.msn.com/id/29955927/
nytimes.com/2009/04/23/health/23sugar.html
star-telegram.com/100/story/1331084.html
Ob das strategisch überlegt war?
Am 7. Mai 2009 um 01:12 Uhr
strategie hin oder her.. mir kommt bei der umsetzung der honda – “hate”-film wieder hoch!
Am 19. Juni 2009 um 12:03 Uhr
[...] finde das eigentlich recht gut gelungen. Die Zielgruppe sind Erwachsene, nicht Kinder, die Aufstellung ist gehoben bis exklusiv und das “stir something deep inside” ist ja auch [...]
Am 24. Oktober 2010 um 01:07 Uhr
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I have decided to check out the rumors what going around in the past few years, and will conduct the experiment myself.
I have put my son’s milk tooth in a glass of cola and made a picture* of it every day for about 2 weeks, then once a few days.
Time by time I have washed it with toothpaste and toothbrush, then replaced the cola with fresh one.
For the experiment I use Coca Cola, because that is the most popular cola.
The result can be seen at : thecocacolaexperimen...