11:13 Uhr
GMSM in GZSZ
Ted Grigg, ein Direct Marketer aus Dallas, Tx., hatte die nette Idee, nach “marketing in bad times” zu googeln. Die Themen der Artikel, die er aus den Suchergebnissen überflog, faßt er wie folgt zusammen:
Get to know your customers and take care of them.
Target your best customers and best prospects.
Now is the time get into online marketing in a big way.
Eliminate your weak programs and expand the successful ones.
Work on breaking down the silos for more seamless communications and offerings to your customers.
Work on better tracking systems to identify your winning and losing marketing efforts.The lists go on endlessly.
Es ist sicher schon zu sehen, worauf das hinausläuft. Dazu Ted Grigg:
But here is the most striking thing about almost all of them. The title for almost all of these articles could easily switch to “What to do in a great economy.”
Der eine Schluß, der daraus gezogen werden kann, liegt auf der Hand: daß viele Unternehmen in guten Zeiten nicht das beste Marketing machen, das sie können. Aber Grigg zieht noch einen anderen Schluß hinsichtlich Unternehmen, die auch in guten Zeiten gutes Marketing machen und nun anfangen, ihre Investitionen in Marketing und Werbung abzubauen, um Kosten zu sparen:
[W]hat was marginally profitable in good times becomes unprofitable in bad times. But the core strategies and close analysis remain constant in bad as well as good times. In my opinion, most companies overreact and cannibalize their best marketing efforts out of fear rather than rational thought.
Der Gedanke leuchtet mir ein und würde mein langes Argument zur Aufrechterhaltung von Werbung in Zeiten der Krise um eine zusätzliche Implikation erweitern. Die Unternehmen, die gutes Marketing auch in guten Zeiten machen, laufen Gefahr, durch Kürzungen im Bereich Marketing & Werbung ihren gerade auch in einer Krise wichtigsten Aktivposten zu erodieren. Dieser Aktivposten wiederum macht sie sogar „doppelt fit” in einer Rezession gegenüber Konkurrenzunternehmen, die in guten Zeiten mäßiges bis schlechtes Marketing machen. Denn diese müßten, um zum Überleben in der Rezession ihr Marketing auf „Krisenstand“ zu bringen, sogar zusätzlich investieren, statt zu kürzen. Alle diese schönen Punkte, die oben aufgelistet sind, kommen nicht umsonst.
5 Kommentare
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- Prozentewunder: @ralf Klar steht es da. Und wenn der Bildschirm groß genug ist, kann man´s sogar lesen. Nur: Die, die da anrufen zahlen das nicht,...
- ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
- sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
- iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
- ralf schwartz: @Biene Hm, guter Gedanke. Keine Ahnung. Aber wenn, hätten die von mir Gefragten genau dies ja als Grund angeben können. Oder in dem...
- Biene: Vielleicht Datenschutzgründe? Das Daten ohne Einwilligung nicht zwischen unterschiedlichen Unternehmen übertragen werden dürfen?
- Hundeschule: Tja Abmahnungen gehen weiter, Hundeschule wurde abgemahnt, weil ein gekauftes Logo verwechslungsgewahr beinhaltet. Und nun? Die Pfote...
- InternetMarketing | Jens Srowig: Hallo an euch! Das ist wirklich ein tolles Video. Auch wenn es schon ein wenig spät ist, alles Gute für das neue...

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Am 28. April 2009 um 20:14 Uhr
“Die Unternehmen, die gutes Marketing auch in guten Zeiten machen, laufen Gefahr, durch Kürzungen im Bereich Marketing & Werbung ihren gerade auch in einer Krise wichtigsten Aktivposten zu erodieren.”
kurze Frage…. Marketing ist der wichtigste Aktivposten? Ist das nicht etwas alles zu sehr über einen Kamm geschoren oder etwas zu eng auf bestimmte Branchen fokussiert?
Am 28. April 2009 um 21:05 Uhr
Naja was soll ich sagen… wenn man Marketing in seiner Gesamheit fasst dann ist es natürlich die hälte des Unternehmens die verantwortet, das Erlöse erwirtschaftet werden. In meiner Branche (Software-Investitionsgüter) ist am Ende die Leistung entscheidend und schlägt jedes Marketing.
Ich will die Bedeutung des Marketings nicht klein reden aber der Stelenwert von Marketing und Werbung ist differenziert zu betrachten. Pauschal zu behaupten es ist der wichtigste Aktivposten, um seine Argumentation gegen Ausgabenkürzungen in diesem Bereich zu stützen ist für mich nicht der richtige Ansatz.
Ich kann mich eher damit anfreunden zu sagen… Gutes Marketing ist immer sein Geld wert, weil es mehr einspielt als es kostet. Weitere Argumente braucht man nicht, denn für schlechtes Marketing hat man in guten Zeiten auch kein Geld.
Am 28. April 2009 um 20:35 Uhr
@hans Mit „ihren wichtigsten Aktivposten“ meine ich die Summe aller Teile, die von gutem Marketing geschaffen wurden: alle Punkte auf der aufgeführten Liste und noch viele mehr. Wobei zusätzlich gilt, daß der Effekt größer ist als die Summe dieser Teile.
Aber ich würde auch die „enge“ Lesart verteidigen, wenn es darauf ankäme ;-) Da steht hinter, daß ich zu den Menschen gehöre, für die Marketing das Herzstück aller Unternehmensprozesse ist, von der Produktkonzeption bis hin zum verantwortlichen Umgang mit eventuellen Kollateralschäden, die das Produkt verursacht.
In jeder Branche gelingt es, Produkte und Services zu entwickeln, bei denen das Marketing dann angetackert wird, und die sehr erfolgreich sind und eine Menge Geld einfahren. Aber in keiner Branche kann ein Unternehmen mit dieser Methode kontinuierlich über Jahrzehnte hinweg wachsen, sich gegen die Konkurrenz behaupten und erfolgreich sein als Markenführer.
Am 28. April 2009 um 20:38 Uhr
@hans p.s. und danke für die Frage! :-)
Am 28. April 2009 um 22:03 Uhr
@hans Ein sehr gutes Argument, nicht nur das „Gutes Marketing ist immer sein Geld wert, weil es mehr einspielt, als es kostet“. Trotzdem würde ich das von mir verargumentierte Prinzip auch im Fall Software-Investitionsgüter am Werk sehen. Wird die Software ganz allgemein „für den Markt“ entwickelt, würde ich vertreten, daß hier die gleichen Gesetze gelten wie für jedes andere Produkt, und daß Marketing bereits bei der Frage ansetzt, was überhaupt für den Markt entwickelt werden sollte. Geht es um made-to-measure Software, beginnt das Marketing natürlich nicht mit der Entwicklung, sondern — ganz grob gesagt — damit, Kunden zu gewinnen.
Damit will ich jetzt nicht behaupten, daß ich Dein Argument vollständig widerlegt hätte! Da gibt es viele verschiedene Faktoren und viel zu diskutieren und einzuwenden. Aber ich wollte zumindest demonstrieren, daß es prinzipiell möglich ist, auch Spezialfälle unter dieser Prämisse zu betrachten.
Eine Kritik allerdings hätte ich an Deinem Einwand: Ich sagte, daß dies eine zusätzliche Implikation sei für meine Argumentation; „stützen“ klingt hier viel schwergewichtiger, als es tatsächlich ist. (Strohmann-Argument!! :-)) Vor diesem Beitrag schrieb ich einen langen Artikel, wie ich zu dieser Meinung gelangt bin (ist oben verlinkt), und davor wiederum — auch vor meiner eigentlichen Meinungsbildung — schrieb ich einen Eintrag, in dem ich mich kritisch mit genau dieser Frage auseinandersetze, nämlich ob und inwieweit Werberinnen und Werber (mich eingeschlossen) mit solchen Argumentationen vorsichtig sein sollten. Dieser frühere Eintrag ist hier.