25.04.09
03:15 Uhr

Medienlese – Zwei Herzen in der Brust

Ein Blog soll sterben, damit – laut Aussage von Blogwerk Macher und Bezahler Peter Hogenkamp und seine Blogwerk AG - der Rest der Blog-Gruppe mit gleicher Qualität weiter publizieren kann.
Es ist natürlich einerseits bedauerlich, dass die Kohle nun langsam auch bei Blogvermarktern eng wird, andererseits stellt  Chris zu Recht die Frage, ob sich ein Blog per se zur direkten Vermarktung überhaupt eignet…

Besonders, wenn das Blog sich explizit nicht als Twitter-Newsletter 2.0 bzw. Sprint-Mediendienst mit monetarisierbarer Häppchenverkostung versteht, das die Weckzeiten der Branche immer mehr in Richtung dunkle Morgendämmerung verschieben will, sondern mit kurzen Häppchen ala “6 vor 9” im Wettbewerb der Frühnachrichten wie ein Brunch zur medialen Siesta wirkt…

Don findet es irgendwie auch bedauerlich, kann sich aber ob der Vermarktungsverknüpfung der Blogwerk AG mit seinen persönlichen Freunden von “Adnation” nicht so richtig traurig zeigen. Zu wenig vertraut er den Strukturen und einzelnen Personen dieser Gemeinschaftsvermarktung. Seine detaillierten Begründungen hierzu würden allerdings definitiv den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Trotz aller Kritik: Ich habe mich persönlich entschlossen, auch einen kleinen Beitrag zu leisten, um meine Anerkennung für diejenigen Personen auszudrücken, die mit Leidenschaft und Verve abseits der medial-replikativen Schnellschüsse etwas zu sagen bzw. zu schreiben hatten. Dabei ist die Rubrik “6 vor 9″ des Blogs weitaus weniger attraktiv für mich persönlich als der eine oder andere etwas ausführlichere Beitrag…

Nennt mich also von mir aus “Old School”; ich glaube auch im Web an Artikel, die mehr sind, als der schnellgeschossene Beitrag, bei aller Daseinsberechtigung auch für die schnelle und aktuelle Berichterstattung mit Powerlink-Strategie.
Dafür und in der Hoffnung, dass wir uns nicht alle für das Spendengeld nur weitere morgenfrühe Schnellschuss-Links erkaufen, habe auch ich meinen Obolus geleistet.

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2 Kommentare

  1. Hugo E. Martin

    Zugegeben, ich könnte auch gut ohne ’6 vor 9′ leben [und tue das häufig, übrigens mit einem im Vergleich zu meiner Spende unverhältnismäßig hohen Aufwand an Eigenrecherche].

    Was ich bei der Aktion viel wichtiger finde ist, dass hier bei einer eher bescheidenen Sprunghöhe demonstriert [vielleicht sogar eingeübt] werden kann, dass journalistische Arbeit nicht nur über Abo-Gebühren und Anzeigen finanziert werden kann, sondern durch direkte ‘Transferleistung’ und ‚Spenden’ von interessierten und engagierten Lesern und Institutionen.

    Und ein wenig nach innen gehört, es fällt mir auch viel leichter für eine(n) Ronnie Grob (Beispiel) etwas zu spenden als für eine(n) Blogwerk AG Unternehmung (Beispiel), deren Mehrwert für mich als Leser nicht so recht auszumachen ist.

  2. Hugo E. Martin

    Korrektur zum Kommentar:
    Ich hatte diesen Text auf betterplace.com

    “Ronnie Grob würde den Betrieb von “6 vor 9″ von dieser Spende bis Ende Oktober 2009 weiterführen. Und medienlese.com könnte zumindest in dieser Form bestehen bleiben.”

    falsch interpretiert. Es geht, wie Sachar Kriwoj mich jetzt aufklärte, tatsächlich um eine zweckgebunden Spende an die Blogwerk AG, etwas was nicht [kommerziell] funktioniert hat (und wird) für 6 Monate (teilweise) zu verlängern und nicht um eine Sockelfinanzierung für Ronnie’s erneuerte, unabhängige medienlese.

    Ich wünschte es gäbe mehr Ressourcen Neues auszuprobieren!

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  • ralf schwartz: @sososo Erzähl mehr. Hast Du Links? JPGs? So, dass man mal was sehen kann? Das wäre doch schön.
  • sososo: die “pianistin” ist auch auf haarfärbemitteln in polen abgedruct.. welch witz… und die “juristin” soll...
  • iuhzl: jaja fühlen sich da mal wieder irgendwelche leute persönlich angegriffen? scheiß nationalstolz!
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